DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • An Ort und Stelle, in originaler Lage
    i] z. B. archäologische Funde
    la] in situ
  • An Ort und Stelle.
  • An Ort und Stelle.
    es] In situ.
  • An Ostern geht die Sonne hüpfend auf.
  • An ounce of discretion is better than a pound of knowledge.
  • An ounce of discretion is worth a pound of learning.
  • An ounce of discretion is worth a pound of wit.
    fr] Une once de bon sens vaut une livre d'esprit.
  • An ounce of favour goes further, or is worth more, than a pound of justice.
  • An ounce of knowledge may be worth a pound of comfort.
  • An ounce of luck is worth a pound of wisdom.
  • An ounce of mother is worth a pound of priests.
  • An ounce of mother-wit is worth a pound of clergy.
  • An ounce of mother-wit is worth a pound of school-wit.
  • An ounce of patience is worth a pound of brains.
  • An ounce of prevention is better than a pound of cure.
  • An ounce of prevention is worth a pound of cure.
    de] Vorbeugen ist besser als heilen.
    fr] Mieux vaut prévenir que guérir.
  • An ounce of state to a pound of gold.
  • An out-and-out scoundrel.
  • An out-and-out something.
  • An overflow of good converts to bad.
  • An overtaxed patience gives way to fierce anger.
  • An ox and an ass don't yoke well to the same plough.
  • An ox is taken by the horns and a man by the tongue.
  • An Ox kùst as Muich geèm nit leana
  • An ox remains an ox, even if driven to Vienna.
  • An Oxford scholar.
    Phrase
  • An Pauli Bekehrung (25. 1.) dreht sich die Padde (Frosch) um.
  • An Pauli bekerungtag (25. 1.), des Wetters solche rechnung trag: so die Sonne tut scheinen klar, das bedeutet ein gutes Jar; ein nebel auch, groß oder klein, der bringt ein sterben allgemein. Nimpt aber der wind überhand, darauf eruolget krieg im land; durch regen aber oder schnee soltu ein theure zeit versteh.
    la] Clara dies Pauli, bona tempora denotat anni, si fuerint nebulae pereunt animalia quaeque; si fuerint uenti nascuntur praelia genti: si nix aut pluuia designat tempora cara.
  • An Paulus Einsiedel (10. 1.) Sonnenschein bringt viel Korn und Wein.
  • An Peter und Paul hält der Kuckuck das Maul.
  • An Petri Kett (1. 8.), da sollt' scheinen die Sonne von A bis Zett.
  • An Petri Kettenfeier (1. 8.) geh'n die Störche fort.
  • An Petri Kettenfeier von diesem Ort ziehen die Störche fort.
  • An Pfaffen solt nicht kehren dich, die gelehrten seynt die besten nicht.
    la] Clericus edoctus non est semper sale coctus.
  • An Pflaumenpfingsten.
    ndt] Op Plumepingste.
    Nimmerleinstag
  • An Philippi (1. 5.) säet unser Herrgott dem Korn unter.
    Oberösterreich
    i] Philipp flickt das Getreide aus. Nach dem Volksglauben in Oberösterreich soll man am Philippitage, der mit dem Jakobitage zusammenfällt, nicht flicken, man bekomme sonst den Wurm am Finger, den das Volk, mit Vermeidung des eigentlichen Namens, häufig das?Beistad? nennt; auch soll man am Philippitage nicht nähen und stricken, weil unser Herrgott dem Korn untersäet, überhaupt nicht arbeiten, weil Philippi das Getreide?ausflickt?
  • An Purpurmänteln und Bauernkitteln, ist's dem Winde gleich zu schütteln.
  • An putzsüchtigen Weibern und schlechten Zigarren ist das Deckblatt das beste.
  • An Quargk sillt 'r kriegen, sagte Jockel zu den Flöhen, die ihn bissen, und löschte das Licht aus, dass sie ihn im Bett nicht finden sollten.
    Schlesien
  • An qui produit trop de glands, pour la santé n'est pas bon an.
  • An Rant wia da Huh an Werch.
  • An Rat gebrach es nie einem Mann, der vor- und umwärts schauen kann.
    nl] Aan raad ontbreekt het niemand.
  • An Rauschign und a Fua Hai muisst aus'n We gain.
    i] Einem Berauschten und einem Fuder Heu musst du aus dem Wege gehen.
  • An rechnung machen, an worten, an duncken und gespante tuch gehet viel ab.
  • An Rechten und Kriegen gewinnt niemand viel.
  • An rechter Stelle Schande, an rechter Stelle Mut.
    ee] Omast kohast olgu häbi, omast kohast julgus.
  • An Rheumatismus und an wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen wird.
    Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Aphorismen
  • An ringen Bedler, thiar egh ian dör amgungkân.
    Nordfriesland
    i] Ein schlechter Bettler, der nicht eine Tür umgehen, meiden kann.
  • An riquity is not always a mark of verity.
  • An ritterschaft ist frommen und freiheit.
    i] Der Deutsche des Mittelalters dachte sich nur den Freien als edel und hielt den Unfreien für einen Schalk, wie er später auch den Teufel nannte. Nur der Freie konnte die Ritterwürde erwerben.
  • An Romanus (28. 2.) hell und klar, deutet auf ein gutes Jahr.
  • An Romanus (28. 2.) und Lupizinius - unsere Sonne scheinen muss.
  • An Ross und an Mann stehts Scheiße schön an.
    Oberösterreich
    i] Vernehmbare Winde.
  • An rud a ghoilleas ar an gcroí caithfidh an t-súil é a shileas.
    en] What pains the heart must be washed away with tears.
  • An rud a théann i bhfad, téann sé i bhfuaire.
    en] What drags on grows cold.
  • An rud nach mbaineann duit ná bain dó.
    en] Don't interfere with [any] thing that doesn't concern you.
  • An runzeln ists alter leicht abzunemen.
  • An S. Augustin.
    Die weil dein Hertz nach GOtt so lodert Augustin,
    Nennt man dich billicher hinführo Seraphin.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Drittes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 64
  • An S. Augustin.
    Halt an mein Augustin: Eh du wirst Gott ergründen /
    Wird man das gantze Meer in einem Grüblein finden.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Vierdtes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 22
  • An Salz kann man sich nicht satt essen und mit Gedanken sich nicht von seinen Sorgen befreien.
    Russland
  • An salzigem Wasser sieht man keinen Durstigen.
  • An Sanct Anna schlägt man die Nüsse ab. Venetien
  • An Sanct Bernhard.
    Bernhard weil mit dem Mund dein Hertz stimmt überein /
    So kan es anders nichts als lauter JEsus seyn.
    Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Drittes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 67
  • An Sanct Gall führe die Ochsen aufs Feld und unterlass es nicht.
    Italien
  • An Sanct Gall säe, säe, tue es ja.
    Italien
  • An Sanct Laurenti (10. 8.) Sonnenschein bedeutet ein gut Jahr für Wein.
    fr] Quand il pleut en aout, il pleut bien et bon moust.
  • An Sanct Lorenz blickt man hinein und an Sanct Rochus knackt man sie auf.
    Picardie (Nuss- und Mandelernte)
  • An Sanct Lorenz die große Hitze, An Sanct Antoni die große Kälte; die eine oder die andere währt nicht lange.
    Sardinien
  • An Sanct Lorenz kommen die Nüsse mit dem Stocke, An Sanct Rochus verlieren sie die grüne Schale.
    Venetien
  • An Sanct Lucia (23/25. 12.) ist der Abend dem Morgen nah.
    i] Die Tage sind da am kürzesten, der Abend grenzt an den Morgen.
    dk] Dagen er kan to stumpede ender; er som stumpede lys, der har kan øjne og ender.
  • An Sanct Lucia beisst die Kälte.
    Mailand
  • An Sanct Lucia martert die Kälte.
    Toskana
  • An Sanct Lucia wachsen die Tage um den Sprung eines Flohs, An Sanct Thomas um den Schritt eines Pferdes.
    Picardie
  • An Sanct Magdalena, ist die Nuss voll oder noch nicht voll, unsere Kinder wollen sie aufmachen.
    Lombardei
  • An Sankt Afra (7. 8.) Regen kommt dem (o. ist für den) Bauern ungelegen.
  • An Sankt Agathe (5. 2.) Sonnenschein, bringt recht viel Korn und Wein.
  • An Sankt Andreas (30. 11.) ist's die ganze Zeit Nacht.
  • An Sankt Ann' fangen die kühlen Morgen an.
    pl] Od świętej Anki zimne poranki.
  • An Sankt Anton (17. 1.) nehmen die Tage zu um eine Mönchsruh'.
  • An Sankt Benedikt (21. 3.) acht wohl, dass man Hafer säen soll.
  • An Sankt Cyprian (15. 9.) zieht man oft schon Handschuh' an.
  • An Sankt Gall (16. 10.) ernte man die Rüben all!
  • An Sankt Gall' flieg auf den Berg und sä' im Tal.
  • An Sankt Katharina entweder Schnee oder Reif.
    Toskana
  • An Sankt Katharina ist Schnee auf den Hügeln.
    Mailand
  • An Sankt Katharina nimmt man den Kohlentopf.
    Venetien
    i] Sowohl den Topf zum Wärmen der Hände und Füße wie die Wärmflasche zum Auswärmen des Bettes)
  • An Sankt Katharina wird die Kälte schärfer.
    Lombardei
  • An Sankt Katharina ziehe den Wärmetopf heraus.
    Mailand
  • An Sankt Kilian (8. 7.) säe Rüben an.
  • An Sankt Lorenz die große Hitze, An Sanct Antoni die große Kälte; die eine oder die andere währt nicht lange.
  • An Sankt Lucia martert die Kälte.
  • An Sankt Lukas das Vesperbrot in die Grube und die Mispeln geschält.
  • An Sankt Luzia (13. 12.) ist der Abend dem Morgen nah.
  • An Sankt Magdalena, ist die Nuss voll oder nicht voll, unsere Kinder wollen sie aufmachen.
  • An Sankt Martha (29. 7.) hängt man das Licht unter den Rauchfang.
    i] In Venetien soll man an diesem Tage wieder anfangen abends bei Licht zu spinnen.
    it] Da Santa Marta se taca la luse sota la nappa.
  • An Sankt Martin der Winter im Kamin.
  • An Sankt Martins Tag (10. 11.) lobe unsrer Frauen Fasten.
  • An Sankt Mattheis (24. 2.) geht kein Fuchs mehr übers Eis.
  • An Sankt Mattheis (24. 2.) trinkt die Lerch' aus'm Gleis.
  • An Sankt Matthias (24. 2.) erste Frühlingshoffhung.
    Oberschlesien
  • An Sankt Medardus (6. 8.) wird ausgemacht, ob 40 Tage die Sonne lacht.
  • An Sankt Paul Bekehr (25. 1.) wendt sich der Winter halb hin, halb her.
  • An Sankt Urban (25.5.) setzt die Frucht die Körner an.
    it] Per Sant' Urbano il frumento è fatto grano.
  • An Sankt Urbanstag (25. 5.) ist Baum- und Weingarten verdient.
    i] Da die Pflege der Baum- und Weingärten den Wirtschafter nicht das ganze Jahr in Anspruch nimmt, so war bestimmt, dass mit dem Sankt- Urbanstage, als der Zeit, da die Weingärten und Baumpflanzungen aus der Pflege des Gärtners traten und ihrer eigenen Entwickelung überlassen wurden, der Ertrag verdient sein solle.
  • An Sankt Valentein (14. 2.) friert's Rad mitsamt der Mühle ein.
  • An Sankt Vinzent (22. 1.), da hat der Winter noch kein End'.
  • An Sankt Wolfgang (31. 10.) Regen,
    Verspricht ein Jahr voller Segen.
  • An Sankt-Agnes (21. 1.) die Hälfte Heu und die Hälfte Ausgabe (o. Arbeitslohn).
    Venetien
  • An Sankt-Galli (Sankt-Gallus, 16. 10.), wann die Rübe reif ist.
    Oberlausitz
  • An Sankt-Johann gafft man hinein.
    Picardie
    i] Wenn es regnet, in die leeren Nüsse.
  • An Sankt-Johann geht der Sorgo ins Korn.
    Venetien
    i] Sie haben wie alle Bewohner Oberitaliens den Glauben, dass wie in der Johannisnacht der Most in die Traube, am Johannistage der Sorgo oder Mohnhirse in die Körner geht.
  • An Sankt-Joseph fliegen die Schwalben übers Dach, sie fliegen oder fliegen nicht, die Kälte verlässt uns.
    Venetien
  • An Sankt-Joseph legt man den Bettwärmer weg.
    Mailand
  • An Sankt-Martin der Winter im Kamin.
    Venedig
  • An Sankt-Martin lege Holz ins Kamin.
    Mailand
    Sankt Martin feiern.
    i] Ein gutes Mahl bereiten, genießen)
    Sankt Martin führt die Schlüssel zu jeder Seele auf dem Pfad zum letzten Urteil. (Bezieht sich auf die drei großen Gerichtszeiten (Dinge) im Jahr. Eins dieser Dinge fiel in die Zeit um Ostern (Frühling), das andere in den Anfang des Herbstes; und als drittes echtes Ding war der Martinstag bezeichnet. Nachdem das Christentum Eingang gefunden, wurde der Sonne rechtseinschließende Kraft auf die Heiligen übertragen. Die Dreizahl bildet die Regel beim echten Dinge)
    Sankt Martin gab den Mantel; ein Spieler gibt Hosen, Wams und Hemd, darum weil er wohl heiliger ist, wenn er nackt seinem Herrn, dem Teufel, nachrennt.
    Sankt Martin macht Feuer ins Kamin; dann, o Mädel, greif' zum Rädel. Nassau
    Sankt Martin Miss is de Winter wiss.
    Sankt Martin setzt sich schon mit Dank am warmen Ofen auf die Bank.
    Sankt Martin setzt sich schon mit Dank zum Wärmen auf die Ofenbank.
    Sankt Martin war ein milder Mann, trank gerne cerevisiam; und hatt' er nicht pecuniam, so ließ er seine tunicam.
    Sankt Martin weiß nichts mehr von heiß.
    Sankt Martin, du vol Liebe, du wonst vnter Diebe, die geben dir ein Pfennig und stelen dir ein Pferd; wer die Diebe hengte, des weren sie wohl wert.
    Sankt Martins breckt dat Is, man find he gên, so mâkt he ên.
    Sankt Martinus zu Pährd macht de Bauer allährd. Trier (allährd = munter, flink, rührig, vom französischen alerte. Auf den Martinstag, trierisch Meerdestag, fallen gewöhnlich für den Landmann die Zahltermine von gepachteten Grundstücken und geliehenen Kapitalien)
    altfries] Sinte Martine da sloetelin feert to iwer siele in dat paed ti da lesta ordele.
    fr] Faire la Saint-Martin.
    fr] Saint-Martin boit le bon vin et laisse l'eau courre au molin.
    la] Post Martinum bonum vinum.
  • An Sankt-Martin scherzt der Winter nicht bald, Schnee und Frost kommen mit Gewalt.
    Tschechien
  • An Sankt-Matthäi ist das schöne Wetter vorüber.
    Italien
  • An Sankt-Michael siehe gut zu, ob der Himmel heiter ist.
    Venetien
  • An Sankt-Philippstag die Linsen zum Felde trag.
  • An Sankt-Valentin (14. 2.) die Hälfte Brot, die Hälfte Wein, und die Hälfte Heu fürs Vieh.
    i] Die Italiener gehen sogar in der Vorsicht noch weiter, indem sie die andere Hälfte des Winters erst mit dem 14. Februar beginnen lassen.
  • An satten Eers kan föl bitheenk.
    Nordfriesland
    var] Een sittend Ars heft vel to bedenken. Osnabrück - Setten Järs kjen suut bitäank. Sylt
  • An Säuen fehlt es nicht, wenn der Teufel aus Besessenen fährt.
  • An Saukauf ist wenig zu gewinnen.
    i] Schädlicher Einfluss schlechter Gesellschaft.
    zit] Vnd fecht ein schedlichs spil jn (den Schelm, hier ein Mensch von unanständigem Betragen, pöbelhaftem Charakter, der in bessere Geaellschaft gekommen ist) an, damit sie all zu schaffen han, mit leib und leben kaum entrinnen, an sawkauf wenig nutz gewinnen.
  • An Schdendr griaga.
  • An Schiffen und Frauen ist immer was zu flicken.
  • An schlechten Bissen kauen.
  • An schlechten und mittelmäßigen Schriftstellern ließe sich noch mancher schöne Kranz verdienen. Man hat bisher fast lauter Schlechtes und Mittelmäßiges über dieselben - und doch würde eine Philosophie des Schlechten, Mittelmäßigen und Gemeinen von der höchsten Wichtigkeit sein.
    Novalis (1772-1801), Aphorismen, IV. Teplitzer Fragmente
  • An schlüpfrigen Händen bleibt leicht etwas kleben.
  • An schmierigen Händen bleibt viel hängen.
    en] Benefits bind.
    fr] Qui prend s'engage.
    fr] Qui prend, se vend.
    it] Chi ha preso resta preso.
    la] Munera capiunt hominesque deosque.
    es] Quien prende su cuerpo vende.
  • An schmierigen Händen bleibt viel kleben.
  • An Schnee koa Loch eini dasoacha
  • An Schnittern fehlt es nicht, wenn nur erst zu ernten ist.
  • An schönen Herbst und gelinden Winter glaubt, werden die Bäume schon im September entlaubt.
  • An schönes (teueres, kostbares) Holz gehängt werden.
    i] Ein Unglück ist erträglicher, wenn es von Schande frei ist. Für den der hängt, dürfte es allerdings keinen schönen Baum geben; eine hohle Weide möchte für ihn wohl mit einem Lorberbaume in gleichem Range stehen.
  • An Schönheit und an Leim bleibt man sehr leicht kleben.
    zit] Schönheit ist ein Vogelleim, jeder hänget gern daran, wer nur fleugt, wer nur schleicht, wer nur manchmal kriechen kann.
  • An schönne Gruß, und wear net laufe könn', deam fehl's am Fuß.
    Bietigheim
  • An Schorf soll man nicht tasten.
    i] Verharschte, wunde Stellen soll man nicht berühren.
    nl] Schurft is ligt geraakt.? Schurft will niet geraakt zijn.
  • An Schuch voll eigfasst sagt man wenn oana an Dreck oder an Batz eini gsting is, a so das eam a Dreck ohm eini is.
  • An schwarzen Kesseln kann man sich nicht weiß brennen.
    ndt] Am e ruessige Kessel kammer sich nidd sufer rywe. Strasburg
    la] Luto lutulentior.
  • An Sebastiani (20. 1.) darf man nicht in den Wald fahren, sonst passiert ein Unglück.
    Bischofsheim
  • An Sebastiani erfriert oder ersäuft einer.
    Königshofen
  • An seine Grenzen stoßen.
  • An seine Träume glauben heißt, sein Leben im Schlaf verbringen.
    China
  • An seinem eigenen Schopfe kann sich niemand aus der Grube ziehen, in die er gefallen ist.
  • An seinem Ort.
    la] Suo loco.
  • An seinem Stricke spinnen.
    i] Auf dem Wege zum Galgen sein.
  • An seinem Stuhl kleben.
  • An seinem Todestage kräht kein Hahn.
  • An seinem Umgang erkennt man den Menschen.
  • An seinem Umgange (seiner Gesellschaft) erkennt man den Menschen.
  • An seinem Werk erkennt man den Arbeiter.
  • An seinen Blüten erkennt man den Baum der Früchte trägt.
  • An seinen Feinden rächt man sich am besten dadurch, dass man besser wird als sie.
  • An seinen Früchten erkennt man jeden Baum.
  • An seinen Früchten erkennt man, was für ein Baum es ist.
    la] Fructibus ex propriis arbor cognoscitur omnis. Beda Venerabilis (672-735), Proverbiorum liber
    la] Fructibus ipsa suis, quae sit, cognoscitur arbor. Panfilus
  • An seinen Gewohnheiten hängt man.
  • An seinen Idealen zu Grund gehen können heißt lebensfähig sein.
    Peter Altenberg (1859-1919)
  • An seinen Nachkommen erkennt man den Mann.
    la] In extremis suis agnoscitur vir.
  • An seinen Nachkommen erkennt man den Mann.
    la] In extremis suis agnoscitur vir.
  • An seinen Räten erkennt man den Fürsten.
    bm] Po radcĕ krále poznati jest.
  • An seinen Scherzen erkennt man den Menschen.
    fr] Au plaisanter on connaît l'homme.
  • An seinen Vertrauten soll man nicht zweifeln, einmal Bezweifelten nicht trauen.
  • An seinen Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen was aus den Nachkommen wird.
    François de La Rochefoucauld (1613-1680)
  • An seiner Nase findet jeder Fleisch.
    i] Er ziehe sich also daran, und bekümmere sich nicht um die Nasen (Angelegenheiten) anderer.
  • An seiner Rübe erkennt man den Trunkenbold.
    fr] À la trogne connaît-on l'ivrogne.
  • An seiner Uhr ist's nie zu spät.
    i] Vom Trägen.
    fr] Il n'est jamais tard à son horloge.
  • An senes puer docebis, ante pubem vesticeps Ante barbam doces senes.
  • An Septemberregen ist dem Bauern viel gelegen.
  • An Septemberregen
    Für Saaten und Reben ist dem Bauern gelegen.
  • An sich denken gibt wenig Glück. Wenn man aber viel Glück dabei hat, liegt es daran, dass man im Grunde nicht an sich, sondern an sein Ideal denkt.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900), Wir Philologen, 2, Plan und Gedanken zur Ausführung
  • An sich denken, ist ganz recht, nur an sich denken, das ist schlecht.
  • An sich halten.
  • An sich ist das Leben nichts Gutes und nichts Böses, es ist der Hintergrund, auf dem ihr selbst Gutes und Böses anbringen könnt.
    Michel de Montaigne (1533-1592), Die Essais
  • An sich ist es ja gleichgültig, ob man sein Geld spart oder ausgibt, gut oder schlecht kann nur genannt werden, was wir damit wollen.
    Michel de Montaigne (1533-1592), Die Essais
  • An sich ist nichts weder gut noch böse, das Denken macht es erst dazu.
    William Shakespeare (1564-1616), Hamlet (Hamlet)
  • An sich rapsen und dapsen.
  • An sicherem Ort
    la] in solido
  • An sichern Dingen ist der Zweifel gut.
  • An sieben Dingen (Stücken) wird eines Menschen Weisheit erkannt: wenn er in Gegenwart Verständigerer schweigt, niemandem in die Rede fällt, nicht unbedachtsam antwortet, gern hört und lernt, nach des Gesprächs Veranlassung fragt, in seinen Reden Ordnung hält und die Wahrheit sagt.
  • An Siebenbrüder (10. 7.) Regen, der bringt dem Bauern keinen Segen.
  • An Silber bin ich äußerst interessiert.
    la] In argento plane studiosus sum.
  • An silbernen Wocken spinnt man das feinste Garn.
  • An sîne Rede ess weder Klack noch Schmack.
    Lippe
  • An Sittensprüchen hat der Arge sein Vergnügen,
    Nicht um danach zu tun, doch um damit zu trügen.
    Friedrich Rückert (1788-1866), Weisheit des Brahmanen
  • An Skelm, diar sin bâst ep dê.
    Amrum
    i] Ein Schelm, der sein Bestes nicht tut.
  • An skürw'd Schep kan an hian Hokfal umstegh.
    Nordfriesland
    i] Ein räudig Schaf kann eine ganze Hürde voll anstecken.
  • An slacht Müs, diar man ian Hâl hea.
    Nordfriesland
    i] Eine schlechte Maus, die nur eine Höhle, ein Loch hat.
  • An slachten Föggel, thiar sin anj Neast egh onnerhoal kaan.
    Nordfriesland
    i] Ein schlechter Vogel, der sein eigenes Nest nicht unterhalten kann.
  • An so ein Leben, in dem man nie allein ist, gewöhnt man sich nicht, man lebt es bitter zu Ende.
    Kurt Tucholsky (1890-1935), Nie allein
  • An so vieles muss ich denken, wie Sie sich nicht denken können.
    Christian Morgenstern (1871-1914), Die beiden Denker
  • An solchem Kaufe solches Geld.
    it] Tanto è mercante colui che perde quanto colui che guadagna.
  • An solchen Vorfrühlingstagen, wo der Geist die Last des Winters noch nicht ganz abgeschüttelt hat, ist's, wo die Sehnsucht nach der Ferne uns am mächtigsten ergreift. Es ist ein sonderbares Ding um diese Sehnsucht, die wir nie verlieren, so alt wir sein mögen.
    Wilhelm Raabe (1831-1910), Die Chronik der Sperlingsgasse
  • An Sorgen muss mancher erworgen.
    nl] De zorgen verworgen.
  • An St. Afra (7. 8.) Regen kommt dem (o. ist für den) Bauern ungelegen.
  • An St. Andreas (30. 11.) ist's die ganze Zeit Nacht.
  • An St. Anton (17. 1.) nehmen die Tage zu um eine Mönchsruh'.
  • An St. Benedikt (21. 3.) acht wohl, dass man Hafer säen soll.
  • An St. Benedikt acht' wohl, dass man Hafer säen soll.
  • An St. Cyprian zieht man oft schon Handschuh' an.
  • An St. Gall' (16. 10.) flieg auf den Berg und sä' im Tal.
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