DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Ade (adje) sagen.
  • Ade (Adje), Welt, ich geh' ins Kloster (o. Tirol).
  • Ade (Adjeh), Liesken, sechs Dreier liggen up't Trepp'.
    i] Wird als Witzwort gebraucht, um sich scherzhaft oder spöttisch zu verabschieden.
  • Ade ihr lieben Fässer, der Herbst ist eingebracht!
  • Ade Sünde, ade Schande!
  • Ade Welt, du bist mir langweilig, ich gehe ins Kloster.
  • Ade Welt, ich gehe ins Tirol.
  • Ade, ade, ade!
    Ja, scheiden und lassen tut weh!
    Clemens Brentano (1778-1842)/Achim von Arnim (1781-1831), Des Knaben Wunderhorn
  • Ade, du liebes Waldesgrün!
    Vogl, Ade, du liebes Waldesgrün
  • Ade, Lieb, ich kann nicht weinen; verlier' ich dich, ich weiß noch einen.
    i] Trostwort solcher, welche nicht gesonnen sind, in Werthers Fußstapfen zu treten.
  • Ade, Tugend, ab' ich gelt, so bin ich lieb.
  • Ade, Welt, ade!
  • Ade, Welt, ich geh ins Kloster!
  • Ade, Welt, ich geh ins Tyrol!
  • Adel - Tadel.
    i] Adelig muss untadelig sein.
    zit] Adel, tadel. Gelt ist der Adel, gelt ist ohne tadel.
  • Adel allein bei Tugend steht, aus Tugend aller Adel geht.
    fr] La source de noblesse est fraude et vitesse.
    fr] Noblesse vient de vertu.
  • Adel bringt den Topf nicht zum kochen.
  • Adel entspringt nicht aus Blut, er ist der Tugend Heiratsgut.
    fr] La vraie noblesse est celle du c?ur.
    ho] De adel der ziel is meer waardig dan de adel des geslachts.
    la] Nihil est nobilitas generis, nisi morum nobilitas adsit et humanitas.
  • Adel gehet auss tugent.
  • Adel gehet nicht für Ehrbarkeit.
    i] Nicht immer sind Adlige auch ehrenhaft.
  • Adel gesellt sich nicht zu Plebs.
    ho] Adel moet bij adel, en stront bij zijn' broêr wezen.
  • Adel hat kein Erbrecht.
    la] Miserum est, alienae incumbere famae. Juvenal.
    la] Nam genus et proavos et quae non fecimus ipsi. Ovid.
    la] Non genus virum ornat, generi vir sorti loco. Accius
  • Adel her, adel der, hvo aedelt giör, vist adel er.
  • Adel hin und Adel her, wer edel tut, ist ein Edelherr.
    dk] Adel her, adel der; hvo aedelt giör, vist adel er.
  • Adel i sæder og dyd, er bedre end ædel i byrd.
  • Adel is een arm geregt.
  • Adel is eene dunne schotelspijs.
  • Adel ist auch in der sittlichen Welt. Gemeine Naturen
    Zahlen mit dem, was sie tun, edle mit dem, was sie sind.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Votivtafeln: Unterschied der Stände
  • Adel ist der Tugend Kron und Lohn.
  • Adel ist ein Gepräge, das sich durch kein Inkognito verbergen lässt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), zu Eckermann, März 1832
  • Adel ist ein sehr günstig Ding.
    i] Wegen der bedeutenden Vorzüge, die dieser Stand genoss. Wer ihm angehörte, war vollständig frei. Mit dem Begriff der Freiheit verband die mittelalterliche Anschauung die Vorstellung von Gerechtigkeit, Weisheit, Tugend und alle löblichen Eigenschaften, während sie den Unfreien jede Schalkheit zumaß.
    altfries] Diu adelheit is em seer gonstich thing.
  • Adel ist nichts ohn Tugend.
    var] Adel ist nichts on Tugent.
  • Adel ist sterblich, die Dummheit ist erblich.
  • Adel ist von Bauern her.
    fr] Le tiers estat est le seminaire de noblesse.
  • Adel komet von naturen unde nicht von ammecht.
  • Adel kommt von Natur und nicht von Amt.
    Rechtssprichwort
    i] Amtsbesitz adelt nicht. Nach mittelalterlicher Anschauung ist der Adelige geborener Heerführer, Richter, Beamter. Alle Rechte und Ämter sind Folgen, nicht Ursachen seines Adels. Das Amt kann niemand adeln.
    mhd] Adel komet von naturen unde nicht von ammecht. Sächsisches Weichbildrecht
  • Adel kommt von Tugend.
    fr] Noblesse vient de vertu.
  • Adel legt Pflichten auf.
  • Adel liegt (o. sitzt) im Gemüte, nicht im Geblüte.
  • Adel liegt einzig und allein in der Tugend.
    Juvenal, Satiren
  • Adel macht den Kohl nicht fett.
    fr] La nobilità è una magra vivanda in tavola del povero nobile.
    ho] Adel is een arm geregt.
    ho] Adel is eene dunne schotelspijs.
  • Adel moet bij adel, en stront bij zijn' broêr wezen.
  • Adel muss man durch Tugend erstreben, er wird durch Geburt nicht gegeben.
    fr] Nulle noblesse de paresse.
    it] La nobilità non s'acquista nascendo ma virtuosamente vivendo.
  • Adel ohne Geld gilt wenig in der Welt.
    en] Gentility without ability is worse than plain beggary.
    it] La nobilità poco si prezza se vi manca la richezza.
  • Adel ohne Tugend ist eine Nußschale ohne Kern, ein Ei ohne Dotter.
  • Adel ohne Tugend und eine Laterne ohne Licht leuchten beide nicht.
    dk] Adel uden dyd er en lygh uden lys.
    it] La vera nobilità cleve esser accompagnata con l'honestà.
  • Adel sitter i modet, icke i blodet.
  • Adel sitzt im Gemüte und nicht im Geblüte.
    i] Adlig ist nur, wer sich auch edelmütig verhält.
    en] Handsome is that handsome does.
    en] Birth is much, but breeding is more.
    fr] Beauté sans bonté ne vaut pas un dé.
    fr] Noblesse vient de vertu.
    it] La vera nobilità sta nel cuore.
    it] Bello è chi bello fa.
    la] Generositas uirtus, non sanguis.
    la] Nobilitas sola est atque unica virtus.
    la] Stemmata quid prosunt, si virtus deficit omnis.
    la] Virtute decet non sanguine niti.
    se] Adel sitter i modet, icke i blodet.
    es] Cada uno es hijo de sus obras.
    es] El corazón muestra la nobleza verdadera.
    es] El varón es quien ennoblece.
    es] La sangre se hereda, la virtud no.
  • Adel stehet wohl bei Tugend.
    it] La vera nobiltà male non fà.
  • Adel uden dyd er en lygh uden lys.
  • Adel und Stände muss man nicht mehr soutenieren, sagt Kaunitz.
    i] Nämlich als sie nach dem Frieden von 1763 die weitern Steuern verweigerten.
  • Adel utan dygd är lykta utan ljus.
  • Adel vereinsamt, wer weiß es besser als ich? Arbeit verbindet.
    Ernst Weiß (1882-1940), Der Aristokrat, 1. Teil, Kap. 6
  • Adel verpflichtet.
    fr] Noblesse oblige.
    Wahlspruch der Herzöge von Lévis. Titel eines Romans v. Friedr. Spielhagen
    Der Adelige muss adelig handeln, oder im weiteren Sinne: Man muss sich standesgemäß benehmen.
    pl] Szlachectwo zobowiązuje.
  • Adel, Pfaffen und Fledermäuse,
    Huren, Juden und Filzläuse,
    wo die nehmen überhand,
    sind verloren Leut' und Land.
  • Adel, tadel. Gelt ist der Adel, gelt ist ohne tadel.
  • Adel, Tüchtigkeit et cetera
    Ist ohne Mittel nicht die Bohne wert.
    Horaz (65-8 v. Chr.), Satiren
  • Adel, Tugend und Talente sind nichts ohne Rente.
  • Adel, Tugend, Kunst sind ohne Geld umsunst.
    i] Dadurch wird der Geldadel zum vornehmsten erhoben, obgleich er unstreitig der erbärmlichste ist. Der Geburtsadel lebt wenigstens in der Erinnerung ehemaliger Größe, der Geldadel aber nährt den dümmsten Stolz auf ein totes Metall und macht die Seele und die Finger zugleich schmutzig.
    mhd] Adel, tugent, kunst seind on gelt vmbsonst.
    la] Nihil sine pecunia, hoc est: nisi habueris pecunias, nec nobilitas, nec scientia, aut virtus proderit.
  • Adel, tugent, kunst seind on gelt vmbsonst.
  • Adel,
    Tadel.
  • Adelantarse como los de embid.
  • Adelante con la cruz, que se lleva el diablo al muerto.
  • Adelante con los faroles que atrás vienen los cargadores.
    var] Adelante con los faroles que detrás vienen los cargadores.
  • Adelante con los faroles.
  • Adeldom legt verplichtingen op.
  • Adelers Federn tun großen Schaden, wenn sie unter fremde gemengt werden.
  • Adelgaza más la suela, que la cazuela llena.
  • Adelheid im weißen Kleid verkündet gute Sommerzeit.
  • Adelheit ist dreyerley, eine auss der Tugend, die ander auss der geschicklichkeit, die dritt auss der geburt oder reichthum.
  • Adelig och ärlig.
  • Adelig und edel sind verwandt wie Rossschweif und Fliegenwedel.
  • Adelig und edel sind zweierlei.
  • Adelig und tugendsam schicken sich gar wohl zusamm.
  • Adelig was ehrlich.
  • Adelig wie ein Stiftsherr.
  • Adelig, was ehrlich.
  • Adeliger als Kodrus.
  • Adels Mutter ist die Ehre, Adels Tochter ist die Wehre.
  • Adels Schwester ist Demut, kein Menschen sie verachten tut.
  • Adelsbrief' und Hofsuppen sind niemand versagt.
  • Adelsbrief' und Hofsuppen sind zu Hof gemeiner (o. wohlfeiler) denn ein Bauernjuppen.
  • Adelschaft bringt Tadelschaft.
  • Adelsrecht - Adelspflicht.
    fr] Noblesse oblige.
  • Adelstolz sitzt auf einem Pferde von Holz.
  • Además de cornudos, apaleados.
  • Adentro ratones, que todo lo blanco es harina.
    var] Adentro ratones, que todo lo blanco no es harina.
  • Adeo in teneris consuescere multum est.
    fr] Tant de nos premiers ans l'habitude a de force!
  • Adeo sanctum est vertus omne poema.
    de] Besonders heilig ist jede alte Dichtung
  • Ader und Geld lassen sich nicht bergen.
  • Ader viib tule toast, sirp toob tuppa.
    de] Der Pflug bringt das Licht aus der Stube, die Sichel holt (es) in die Stube.
  • Adereza una escoba y parecera una señora.
  • Aderlassen ist gut, so oft es von nöten tut; wer's nicht bedarf, dem ist lassen das Beste.
    i] Das Aderlassen war im 17. Jahrh. wie Essen, Trinken und Schlafen ein Lebensbedürfnis.
    zit] Im Jenner ist gut Häuser bauen, Hochzeit machen, aber niemals Aderlassen. Im Hornung ist gut Hölzer spalten, warm sich halten und am besten - Aderlassen. Im Märzen ist gut Bäume schneiden und am Daumen Aderlassen.
    var] Aderlassen ist gut, wenn es noth thut; wer's aber nicht bedarff, dem ist lassen das best.
  • Aderlassen ist gut, wenn es not tut; wer's aber nicht bedarff, dem ist lassen das best.
  • Aderlassen, Abführen und Beichten Leib und Seel' erleichten.
  • Ädern und rädern.
    Martin Luther (1483-1546)
  • Adès cuide le larron que chascun soit son compaignon.
  • Adès ne vente mie vens.
  • Adeste fideles.
  • Adeste sultis (si vultis): praeda erit praesentium.
    de] Seid dabei, wenn ihr (etwas) wollt: Die Beute gehört den Anwesenden.
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