DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Acht Tage oder acht Wochen hungern müssen, bleibt sich gleich.
  • Acht Tage vor, acht Tage nach Mariä Geburt fängt der Herbst an.
    Sardinien
  • Acht tragen selbst die Schuld, wenn sie beschämt werden:
    Wer uneingeladen zu einem Gastmahl kommt,
    wer in eines anderen Hause in Gegenwart des Hausherrn befiehlt,
    wer Ehrerbietung von seinem Feinde fordert,
    wer Geschenke von einem Geizigen nimmt,
    wer anderen gegen ihren Willen in die Rede fällt,
    wer hohe Personen schmäht oder gering schätzt,
    wer einen Platz einnimmt, der ihm nicht gebührt,
    wer jemandem erzählt, der nicht hören will.
  • Acht un viirtig Schilling sünt ok 'n Doaler.
    Strelitz
  • Acht und aber Acht macht sechzehn.
    i] Ein Wort des Markgrafen Albrecht des Jüngern von Brandenburg. »Habt keine Sorge«, sprach er lächelnd, als man ihn warnte, der Kaiser werde ihn in die Acht (Land- oder Unteracht) und Aberacht (Oberacht) erklären, »Acht und aber Acht macht sechzehn; mit denen will ich schon fertig werden.« Der Ausspruch wurde Sprichwort, um damit die kaiserliche und Reichsacht zu verspotten. Das Wortspiel liegt teils in »aber«, das in Aberacht soviel wie Ober bedeutet, aber von Albrecht im wiederholenden Sinne genommen wurde, teils in »Acht«, das er als Zahlwort gebrauchte. Wenn ein Angeschuldigter nicht vor dem Gericht erschienen oder entflohen war, so konnte, nach altdeutschem Gerichtswesen, der Richter die Verfestung gegen ihn aussprechen. Wer verfestet war, konnte vom Kläger mit Gewalt vor den Richter gebracht, und, wenn er sich widersetzte, straflos getötet werden. Die Verfestung wirkte aber nur in dem Sprengel des Richters, der sie ausgesprochen. Wurde sie einem höhern Richter angezeigt, so wurde sie von diesem für alle unter ihm stehenden Gerichtssprengel bestätigt und dadurch wirksamer gemacht. Die vom Kaiser durch die kaiserlichen Gerichte ausgesprochene Verfestung hieß Acht und wirkte im ganzen Reiche. Wer über Jahr und Tag in der Acht blieb, wurde, wenn dies gegen ihn gezeugt ward, in die Aberacht getan »und sein Leib und Gut allermänniglich erlaubt und soll niemand daran freveln können, und soll selbigen Täter und Friedensbrecher niemand behausen, herbergen, atzen, tränken und keiner ihm Vorschub tun in seiner Obrigkeit Eigentum und Gebiet«.
  • Acht wohlfeile Dinge sind in der Welt: Große Lügen, falsche neue Zeitung, leichtfertige Weiber, falsche Freunde, steter Neid, doppelte Boßheit, eitle Wort und vergebliche Hoffnung.
  • Acht' nicht sehr der Sterne Schein, wenn dir die Sonne will gnädig sein; wer aber ohne Sonne muss sein, der nehm' in Acht der Sterne Schein.
  • Achte auf anderer Leute Gut.
  • Achte auf das Kleine in der Welt, das macht das Leben reicher und zufriedener.
  • Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.
    China
  • Achte auf deine Gedanken, denn deine Gedanken werden Wörter. Achte auf deine Wörter, denn deine Wörter werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn Deine Handlungen werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter, denn Dein Charakter wird dein Schicksal.
    Talmud
  • Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
  • Achte auf deine Gefühle, denn sie werden zu Gedanken.
    Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
    Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
    Achte auf deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
    Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie bestimmen deinen Charakter.
    Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
  • Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlung(en).
    Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit(en).
    Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
    Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
  • Achte auf den Pfennig, und die Pfunde werden auf sich selbst achtgeben.
    en] Take care of the pence, and the pounds will take care of themselves.
  • Achte auf die Gesichter derer, die sich verneigen.
  • Achte beim Holzsammeln auf den Skorpion.
    Afrika
  • Achte das Kleine nicht klein,
    Es bewahrt die Keime des Großen.
    Pfennig auf Pfennig gespart,
    Türmt sich zum silbernen Berg.
    Ist nur die Jugend gewonnen zum emsigen Sparen,
    Lebt in der Zukunft gewiss froh ein zufriedenes Volk.
  • Achte das Recht und meide den Frevel.
  • Achte den anderen, dann wirst auch du geachtet werden.
  • Achte den Arzt, bevor du ihn brauchst!
    var] Achte den Arzt, eh' du ihn brauchst.
  • Achte den Augenblick und genieße ihn, er ist das Beste, was wir haben, und das Einzige, was vergeht.
  • Achte den Leidenden heilig.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Abhandlungen
  • Achte di klên, wes gern allên, denke stedes up den Dag, den nemand vörbigân mag.
  • Achte di klên,
    wes gern allên,
    denke stedes up den Dag,
    den nemand vörbigân mag.
    Lübeck
  • Achte dich klein, sei fein und rein, mit niemand zu gemein, so wirst du wohlgelitten sein.
  • Achte dich klein,
    Mit niemand gemein,
    So wirst du wohl gelitten sein.
  • Achte dich selbst, wenn du willst, dass andere dich achten sollen!
    Adolph Knigge (1752-1796), Über den Umgang mit Menschen
  • Achte dich selbst.
    la] Decora te ipsum.
  • Achte die Jugend, du weißt nicht, wie sie sich entwickeln wird.
  • Achte du mein, so acht' ich dein.
  • Achte eine Schlange nicht deshalb geringer, weil sie keine Hörner hat, niemand weiß, ob aus ihr nicht einmal ein Drache wird.
  • Achte einer den andren höher als sich selbst.
    Philipperbrief 2, 3
  • Achte fremde Standpunkte, auch wenn sie deinen nicht widersprechen.
  • Achte jeden Stand! denn jeder ist deiner Achtung würdig, welcher zur Verbesserung des allgemenen Wohlseins ... beiträgt.
    Heinrich Zschokke (1771-1848), Stunden der Andacht
  • Achte jedes Mannes Vaterland, aber das deinige liebe.
  • Achte jedes Menschen Vaterland, aber das deinige liebe!
    Gottfried Keller (1819-1890), Das Fähnlein der sieben Aufrechten
  • Achte keinen Ort ohne ein Ohr.
  • Achte mit Sorgfalt darauf, dass durch die Wechselhaftigkeit deiner Gedanken die grünende Kraft, die du von Gott hast, in dir nicht dürr wird.
    i] Hildegard von Bingen (1098-1179), Briefwechsel
  • Achte nicht auf den Namen des Vogels, sondern auf seinen Gesang.
    Russland
  • Achte nicht auf den, der spricht, achte auf das, was gesprochen wird.
    tü] Söyleyene bakma, söylenene bak.
  • Achte nicht bloß auf das, was andere tun, sondern auch auf das, was sie unterlassen!
  • Achte nicht bloß auf das, was andere tun, sondern auch auf das, was sie unterlassen.
    la] Vicem pro vice reddam tibi, care amice.
  • Achte nicht den, der dich nicht achtet.
  • Achte nicht, wer zu dir spricht, nur was man zu dir spricht.
  • Achte nichts für wert, dass du darauf hoffst. Was hat es denn, das deines Wunsches wert wäre?
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Naturbetrachtungen
  • Achte niemanden gering, weil er alt geworden ist; denn auch von uns werden welche alt.
    Jesus Sirach, 8,6
  • Achte nur darauf, was Christus für dich und für alle getan hat, damit du auch lernst, was du für andere zu tun schuldig bist.
    Martin Luther (1483-1546)
  • Achte sicher darauf, dass deine Decke deine Füße bedeckt.
  • Achte sie und sie wird auch dich achten.
  • Achte(st) du mein,
    so acht' ich dein.
    la] Vicem pro vice reddam tibi, care amice.
  • Achte, dass du nicht ein Zaunstecken bleibest, womit man die Sau im Kessel treibt.
  • Achte, willst du glücklich sein,
    Ehrenstellen nicht zu klein!
    Wer, was hoch ist, gar nicht schätzet,
    der wird selten hoch gesetzet.
    Friedrich von Logau (1605-1655), Sinngedichte
  • Achten die Menschen sich selbst, so achten sie gewöhnlich auch die fremde Persönlichkeit.
    Samuel Smiles (1812-1904), Charakter
  • Achten muss sich jeder und, dass er sich liebt, dafür sorgen seine Instinkte; aber, wenn er sich anbetet, so wird dies sein Fluch.
    Karl Emil Franzos (1848-1904), Deutsche Dichtung
  • Achter Allmann's Oars goahn.
  • Achter Allmanns Fers gan.
  • Achter de wolken schijnt de zon.
  • Achter iederen berg ligt weer een dal.
  • Achter in's Lôg (Dorf, namentlich Pfarrdorf) wânt ôk Lüde.
  • Achter in't Lôg wânt ôk Lüde.
    i] Dorf, namentlich Pfarrdorf, lateinisch: locus = Ort, Stätte, Haus.
    i] Hinten im Dorfe wohnen auch Leute.
  • Achter Johannisdage (24.6.) mutt man nich um Regen bidden, wenn Een ok dat Swêt von der Swaren loppt.
  • Achter Moders (Mutters) Kohlpott (Mûspott) sittn blibn.
  • Achter op het veld zijn de beste weiden, zei de vos, niet voor mij, maar voor de goede ganzen.
  • Achter öwer, segt Berg, häst minen Hammel nich sehn?
  • Achter Rücken lehrt man einen besser kennen.
  • Achter un vör beslan wesen.
  • Achter ût kleît de Höner.
    i] Kleien heißt in der Marsch: eine Grube reinigen vom Schlamm, Gräben ausschlämmen, dann: sudeln, schmieren, im Kot wühlen; ferner, wie in der obigen Redensart, kratzen, krauen, liebkosen; hüm söt kleien = ihm etwas abzuschmeicheln suchen.
  • Achter't Netz fisken.
  • Achterânander her de klen tander Gise (Gänse).
    i] So sagt man in Hamburg von denen, die ohne Paar und Glied zu halten hintereinander hergehen)
  • Achteräs äs de Hane krasset.
    Westfalen
  • Achterlei Händelstück bringen neunerlei Ungelück.
  • Achtern Barge holen.
    i] Hinterm Berg halten.
  • Achtern Kachelaven liggen.
    de] Hinterm Kachelofen liegen.
    i] Faulenzen, oder die Arbeit in der Kälte scheuen.
    Zwischen dem geräumigen Ofengebäude und der Wand ein genügender Raum mit einer Bank, sich von Kälte und Beschwerde, von des Tages Not zu erholen, aber auch Raum genug für einen oder zwei zu einem warmen Nachtlager, außen am Ofengestelle bleibend angebracht, um Kleider u.s.w. zu trocknen, kurz der Kachelofen einst der wesentlichste Teil des häuslichen Behagens.
  • Achtern Smack kam'n.
  • Achterna (hintennach) as Bloom.
    i] Bloom, eigentlich Blume, in der Jägersprache: Schwanz, steht hier als Eigenname. Sinn: das Letzte pflegt nicht das Bessere Vorzüglichere zu sein.
  • Achterna as Kese.
  • Achterna back Eierkoken.
    i] Hintennach ist's zu spät.
  • Achterna dat is dunneber.
    i] Hintennach das ist Dünnbier.
    i] Schlechtes Bier, Halb-Bier, das aus dem zweiten Aufguss bereitete Bier, der zweite Absud.
  • Achternä êten si Käse, sagen die Westfalen.
    la] Ficus post pisces.
  • Achterna eten zij kaas.
  • Achterna fleuten (flöten).
    i] Vergeblich wieder zurückrufen, wie z.B. ein Vogelsteller, wenn die Vögel fort sind, oder wenn jemand seinem Hunde umsonst nachpfeift.
  • Achterna is wiveruwe.
    de] Hintennach ist Weiberreue.
    i] Taugt und nützt nichts; klug ist, wer sich zuvor bedacht.
    zit] Dat mag men wol loren in guden truwen, dat einem ein ding achterna deit ruwen Wen he den vogel heft flegen laten, so wil he sik hindenna vele undermaten, so is dar to late katteropen (d.h. Rufen der Katze) in gemein, wan de groteste schade is gescheen. Liliencron, Hist. Volkslieder
  • Achterna ist gôd lachen.
    i] Hintennach lacht sich's leichter als vorher.
  • Achterna kakeln de Höner.
    i] Nachdem die Sache geschehen, ist das Reden darüber nutzlos.
  • Achterna kamt de Rekens (Rechnung).
  • Achterna lopt dünn Beer.
    var] Achterna dat is dunneber.
    de] Hintennach das ist Dünnbier, schlechtes Bier, Halb-Bier, das aus dem zweiten Aufguss bereitete Bier, der zweite Absud.
  • Achternaë êten sî Käse, sagen die Westfalen.
    ho] Achterna eten zij kaas.
  • Achternanner (= hintereinander) as de Eilanders (= die Inseln Wangeroog, Spiekeroog usw.) un de Göse (= Gänse).
  • Achternanner as de Olenländer Göse.
    i] Von denen, die einzeln hintereinander hergehen.
  • Achternao löpp dünne Beer.
  • Achteroewer is uk een Gesäß, säd de Bur un seit sik in' Nettel.
  • Achteröver (Hintenüber) segt Berg, hest mînen Hamel nich sehn?
  • Achteröver stikt de Bur dat Spêt.
    i] In Dithmarschen von Leuten, die etwas Verkehrtes tun.
  • Achterrût (hintenaus) kleit (kratzen, scharren) de Höner.
    Rastede
  • Achterût (hintenaus) kleit (kratzen, scharren) de Höner.
  • Achtest du mein,
    So acht ich dein.
  • Achtet die Jungen! Wie wollt ihr wissen, ob sie nicht eines Tages alles das sein werden, was ihr jetzt seid?
    Konfuzius (551-479 v. Chr.)
  • Achtet eine Frau sich mehr wegen der Vorzüge ihrer Seele und ihres Geistes als um ihrer Schönheit willen, so steht sie über ihrem Geschlecht; schätzt sie ihre Schönheit höher ein als Geist und Seele, so ist sie ihrem Geschlecht treu; schätzt sie aber Abkunft und Rang höher ein als ihre Schönheit, so steht sie außer und unter ihrem Geschlecht.
    Nicolas Chamfort (1741-1794), Maximen VI
  • Achtet mir, meine Brüder, auf jede Stunde, wo Euer Geist in Gleichnissen reden will: Da ist der Ursprung Eurer Tugend.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
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