DICTUM

Sprichwort, adage, proverb, saw, saying, byword, proverbe, proverbio, refrán, frase proverbial, ditado, provérbio, przysłowie, Redensart, colloqualism, idiom, expression, phrase, tournure, poncif, dicton, expresión, frase hecha, locución, frase fatta, modo di dire, expressão idiomática, powiedzenie, powiedzonko, Zitat, quotation, citation, excerpt, quote, cita, citazione, detto, sentenza, passo, citação, Sentenz, sententia, proverbium, adagio, adagium, locutio, dictum, Spruch, carmen, elogium, pronuntatio, Redensart, phrase, collocation, locution

  • Aber das zweite, die Gründung, ist des Maurers Angelegenheit und, dass wir es nur keck heraussagen, die Hauptangelegenheit des ganzen Unternehmens. Es ist ein ernstes Geschäft diese Feierlichkeit wird in der Tiefe begangen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften I,9
  • Aber das, was selten geschieht, was die Ausnahme bildet, was uns mit seiner Missgestalt, seiner Hässlichkeit inmitten der Schönheit verblüfft, daran klammert sich mit beiden Händen die Mittelmäßigkeit.
    Nikolai Wassiljewitsch Gogol (1809-1852), Petersburger Skizzen
  • Aber dass ein Baum groß werde, dazu will er um harte Felsen harte Wurzeln schlagen!
    Friedrich Nietzsche (1844-1900), Also sprach Zarathustra
  • Aber dass es im weiten Haus der Geschichte versponnene Ecken und Winkel gibt, reizend zu träumen, hohe feierliche Hallen und schauerliche Grüfte, freundliche Giebelstuben und fürchterliche Folterkammern, das macht der skabrösen Methodik der Herren Konservatoren Kummer.
    Carl von Carl von Ossietzky (1889-1938), Florian Geyers Jahr
  • Aber dein Scheiden macht,
    dass mir das Herze lacht.
    Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), Winter, ade!
  • Aber den Einsamen hüll
    In deine Goldwolken!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Harzreise im Winter
  • Aber den Werten, denen die Weisheit die höhere Weihe gegeben hat, kann das Alter nichts anhaben. Kein Zeitalter kann sie zerstören oder in ihrem Wert mindern.
    Lucius Annaeus Seneca (1-65), Mächtiger als das Schicksal
  • Aber denken kann ich, was ich will, wenn ich mir nur nicht selbst widerspreche.
    Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft
  • Aber denken Sie nur nicht, man könnte etwas Natürliches und Schönes populär machen. Zum wenigsten will es Zeit haben und verlangt verzweifelte Künste.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 1.5.1825
  • Aber der Atheismus, der Gott meidet, meidet er auch die Fragen über Gott?
    Christian Chabanis (1936-1989), französischer Schriftsteller, Philosoph und Journalist
  • Aber der Erste, der euer Land besessen, hat sich es mit Keulen zugemessen, hat sich es erfrecht.
    Otto Julius Bierbaum (1865-1910), Eigentum
  • Aber der Flüchtige kennt kein Gesetz, denn er wehrt nur den Tod ab
    Und verzehret nur schnell und ohne Rücksicht die Güter.
    Dann ist sein Gemüt auch erhitzt, und es kehrt die Verzweiflung
    Aus dem Herzen hervor das frevelhafte Beginnen.
    Nichts ist heilig ihm mehr, er raubt es.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Hermann und Dorothea 6. Gesang Vs 58
  • Aber der Friede erfordert unentwegten, zähen, dauernden Dienst, er verlangt Ausdauer, erlaubt keinen Zweifel.
    Aristide Briand (1862-1932), Dans la Voie de la Paix, 8 Novembre 1929
  • Aber der Frieden ist undankbar und weiß nie, dass er seinen Bestand nur dem Krieg dankt.
    Kurt Tucholsky (1890-1935), an Arno Holz
  • Aber der Herr P. kann recht trinken, sagte neulich jemand zu mir, erst zwo Bouteillen Wein und dann 12 Gläser Punsch. Was will er damit? Wenn ich ihn anders recht verstehe, so dünkt mich ich könnte alles viel geschwinder tun, was Herr P... tut, wenn ich mir eine Pistole vor den Kopf schösse.
    Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Aphorismen (Sudelbücher), 1768 - 1771
  • Aber der Inhalt des Lebens ist unerschöpflich, und das Medium der Kunst ist begrenzt.
    Friedrich Hebbel (1813-1863), Über das Drama
  • Aber der ist kein Sozialist, der erwartet, dass der Sozialismus ohne soziale Revolution und Diktatur des Proletariats verwirklicht wird. Diktatur ist Staatsmacht, die sich unmittelbar auf Gewalt stützt.
    Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924)
  • Aber der Krieg hat auch seine Ehre,
    Der Beweger des Menschengeschicks.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Die Braut von Messina, I, 8 (Chor)
  • Aber der Mann, und mehr noch das Weib, die angeklagt werden, etwas getan zu haben, 'was niemand tut', oder etwas unterlassen zu haben, 'was jeder tut', werden zum Gegenstand so wegwerfender Bemerkungen, als ob er oder sie ein schweres sittliches Verbrechen begangen hätten. Man muss Titel oder sonst Rang besitzen, oder bei Leuten von Rang etwas gelten, um sich, ohne in der Achtung zu sinken, dem Luxus, einigermaßen nach Belieben handeln zu dürfen, hingeben zu können.
    John Stuart Mill (1806-1873), Über Freiheit
  • Aber der Mensch denkt stets, dass der Tod weit weg ist. Als ob er unsterblich wäre.
    Premtschand (1880?-1936), Nirmala
  • Aber der Mensch entwirft, und Zeus vollendet es anders!
    Homer (8. Jh. v. Chr.), Ilias, 18, 328
  • Aber der Mensch ist ein leichtsinniges, wankelmütiges Geschöpf und liebt vielleicht, ähnlich einem Schachspieler, nur den Prozess des Strebens nach dem Ziel, nicht das Ziel selbst.
    Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881), Aufzeichnungen aus dem Untergrund
  • Aber der Mensch ist ein wahrer Narziß, er bespiegelt sich überall gern selbst, er legt sich als Folie der ganzen Welt unter.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften I,4
  • Aber der Mensch ist nicht bloß ein denkendes, er ist zugleich ein empfindendes Wesen. Er ist ein Ganzes, eine Einheit vielfacher, innig verbundener Kräfte, und zu diesem Ganzen des Menschen muss das Kunstwerk reden, es muss dieser reichen Einheit, dieser einigen Mannigfaltigkeit in ihm entsprechen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Der Sammler und die Seinigen 6. Brief
  • Aber der Mensch ist nun einmal so beschaffen, dass es ihm schwer wird, in seiner eigenen Angelegenheit nach allgemeinen Regeln zu urteilen: er läßt gern Ausnahmen zu seinen Gunsten zu.
    Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski (1828-1889), Was tun?
  • Aber der Mensch legt oft die Eier, die man ihm - an den Kopf wirft.
    Jean Paul (1763-1825), Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch
  • Aber der mit einem Weib die Ehe bricht, der ist ein Narr.
    Sprüche Salomo, 6, 32
  • Aber der Pfeil gehört nicht mehr dem Schützen, sobald er von der Sehne des Bogens fortfliegt, und das Wort gehört nicht mehr dem Sprecher, sobald es seiner Lippen entsprungen ...
    Heinrich Heine (1797-1856), Zur Geschichte der Religion, Vorrede zur 2. Auflage
  • Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt - und was er auch hat, gestohlen hat er's. Ach, auch euch, ihr großen Seelen, raunt er seine düsteren Lügen!
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
  • Aber der Tod ist nicht poetischer als das Leben.
    Heinrich Heine (1797-1856), Die Romantische Schule
  • Aber der Wein ist dem Menschen wie ein warmer Pelz.
    Petronius, Satyricon
  • Aber der Weisheit genugzutun, dasselbig ist ein Tugend der Gerechtigkeit, der Wahrheit, in diesem suchent euer Triumphiern!
    Paracelsus (1493-1541), De ordine doni
  • Aber die alte Liebe ist ein Krebsgeschwür.
    Petronius, Satyricon
  • Aber die Ansicht von der Frau bleibt doch dieselbe: Sie ist ein Gegenstand des Genusses. Ihr Körper ist ein Mittel zur Befriedigung der Sinnlichkeit, und sie weiß das auch. Es ist damit ähnlich wie mit der Sklaverei.
    Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828-1910), Die Kreutzersonate
  • Aber die Arbeiterklasse kann nicht die fertige Staatsmaschinerie einfach in Besitz nehmen und diese für ihre eignen Zwecke in Bewegung setzen.
    Karl Marx (1818-1883), Der Bürgerkrieg in Frankreich
  • Aber die beiden schweren Tafeln mit den zehn Geboten! - glaubt Ihr denn, dass es eine Kleinigkeit war [für Moses], die zu tragen? Und glaubt Ihr denn ferner, dass Moses, der eine Armee Juden zu kommandieren und zu bändigen hatte, sich mit ganz ordinären Armen hätte begnügen können?
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 12.5.1830
  • Aber die Blume der Jugend welkt. Die Erfahrung trocknet das Herz aus und überzeugt es, wie schwer es ist, glücklich zu werden, was ihm doch anfangs so leicht schien.
    Nikolai Michailowitsch Karamsin (1766-1826), Reise durch England
  • Aber die Blüte des Seins, - nenn's Schönheit, Genius, Liebe,
    Nenn' es Begnadung - umsonst, wie der ambrosische Tau,
    Unerbeten fällt es herab auf die Stirn des Erwählten, Dass sie in seliger Scham unter dem Lorbeer erglüht.
    Emanuel Geibel (1815-1884), Juniuslieder (1848), Buch der Betrachtung, Gnomen, Nr. 6, Schlussvers
  • Aber die Freiheit, über alles, was mir nicht gefällt, freimütig meine Meinung sagen zu dürfen, ist ein Vorrecht eines jeden vernünftigen Menschen, dem ich nie entsagen will.
    Christoph Friedrich Nicolai (1733-1811), an Herder, 9. 8. 1774
  • Aber die Gottlosen, spricht der Herr, haben keinen Frieden.
    AT, Jesaja 48,22
  • Aber die Ignoranz isoliert den einzelnen, zerhackt die Massen, und die lebendige Mehrheit kommt nicht zur Geltung.
    Henri Barbusse (1873-1935), Der Betrug als Staatseinrichtung
  • Aber die Jugend ist starrköpfig und hat von ihrem Standpunkt aus recht!
    Maxim Gorki (1868-1936), Die Hochzeit
  • Aber die Künste sind nur der Spiegel des Lebens ...
    Heinrich Heine (1797-1856), Romantische Schule
  • Aber die Lebenskunst besteht darin, sein Pulver nicht unnütz und nicht in jedem Augenblick zu verschießen.
    Theodor Fontane (1819-1898), Briefe
  • Aber die Liebe ist nicht mehr Mode, und die Dichter haben sie getötet. Sie schrieben so viel über sie, dass ihnen niemand mehr glaubte, was mich nicht wundert. Denn wahre Liebe leidet und schweigt.
    Oscar Wilde (1854-1900), Die bedeutende Rakete
  • Aber die Liebe, die ein Egoismus zu zweit ist, bringt sich alles zum Opfer und lebt von Lügen.
    Raymond Radiguet (1903-1923), Den Teufel im Leib
  • Aber die Liebe, nicht zum Feuerbachschen Menschen, nicht zum Moleschottschen Stoffwechsel, nicht zum Proletariat, sondern die Liebe zum Liebchen ... macht den Mann wieder zum Mann.
    Karl Marx (1818-1883), an Jenny Marx, 21. 6. 1856
  • Aber die Menschen entarten Tag für Tag allein durch die Torheit, Verdorbenheit, Habgier, Herrschsucht, anmaßung, Treulosigkeit oder Unmenschlichkeit ihrer eigenen Gattung.
    Jonathan Swift (1667-1745), Gedanken über die Religion
  • Aber die Menschen können keine Ruhe halten, und ehe man es sich versieht, ist die Verwirrung wieder oben auf. [ ... ] Wir wollen uns nur im stillen auf dem rechten Wege forthalten und die übrigen gehen lassen, das ist das Beste.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 1.2.1827
  • Aber die Menschen vermögen nicht leicht, aus dem Bekannten das Unbekannte zu entwickeln, denn sie wissen nicht, dass ihr Verstand eben solche Künste wie die Natur treibt.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 621
  • Aber die moderne Entwicklung, die den Konkurrenzkampf immer schärfer und unerbittlicher gestaltet, die Gemüter immer mehr verroht und ihre Habgier immer mehr anstachelt, stumpft andererseits die tierischen Leidenschaften ab, macht die Menschen blutarm und kraftlos; aus ungestümen Tieren macht sie überlegende, berechnende Menschen ...
    Paul Lafargue (1842-1911), Der Darwinismus auf der französischen Bühne
  • Aber die Narrheit, die wahre Königin des Volks, zieht ein mit Pauken und Trompeten: hussa hussa!
    Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, Die Elixiere des Teufels
  • Aber die Natur hat für ihre Kinder gesorgt, der Geringste wird durch das Dasein des Trefflichsten nicht an seinem Dasein gehindert ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Charlotte v. Stein, 10.2.1787
  • Aber die Philosophen haben beobachtet, dass die Gewohnheiten der Jugendjahre im Alter des Menschen verstärkt wiedererscheinen.
    Honoré de Balzac (1799-1850), Verlorene Illusionen
  • Aber die Romantik war keine bloß literarische Erscheinung, sie unternahm vielmehr eine innere Regeneration des Gesamtlebens ... und was man später die romantische Schule nannte, war eben nur ein literarisch abgesonderter Zweig des schon kränkelnden Baumes.
    Joseph von Eichendorff (1788-1857), Halle und Heidelberg
  • Aber die Seele begehrt, und sie wird nimmer befriedigt;
    denn sie bildet sich ein, sie sei von höherem Ursprung,
    durch ein unwürdiges Band an ihren Gatten gefesselt.
    Da beträgt sie sich übel im Hause. Die hohen Verwandten
    liegen ihr immer im Sinn, und Sehnen nach jenen Palästen
    läßt ihr keine Ruh.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Aber die Selbstkritik gehört zu den schwierigsten Aufgaben, wie für den einzelnen Menschen, so für eine Partei.
    Franz Mehring (1846-1919), Selbstkritik
  • Aber die Sonne duldet kein Weißes:
    Überall regt sich Bildung und Streben,
    Alles will sie mit Farben beleben,
    Doch an Blumen fehlts im Revier:
    Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust I, Vor dem Tor
    Faust Vs 911f.
  • Aber die Sprache des Kampfes steht in einem naturhaften Zusammenhang mit der Wahrheit, und ich spreche es mit der höchsten Achtung vor einer missbrauchten Menschlichkeit aus, dass sie, wo sie einmal frei ausströmen darf, einer fehlerlosen Sprache fähig ist.
    Karl Kraus (1874-1936), Vom Zörgiebel
  • Aber die Tugend, auch wenn sie unwahr ist, bleibt das Schöne an sich und darf amtlich nicht missbilligt werden.
    Ludwig Thoma, Moral
  • Aber die vielen Ärzte haben ihn ums Leben gebracht!
    Petronius, Satyricon
  • Aber die Vortrefflichkeit der repräsentativen Demokratie ist doch unleugbar. Ein natürlicher, musterhafter Mensch ist ein Dichtertraum. Mithin, was bleibt übrig - Komposition eines künstlichen. Die vortrefflichsten Menschen der Nation ergänzen einander. - In dieser Gesellschaft entzündet sich ein reiner Geist der Gesellschaft. Ihre Dekrete sind seine Emanationen - und der idealische Regent ist realisiert.
    Novalis, Aphorismen, III. Politische Aphorismen
  • Aber die Wahrheit zu pflücken genügt die Hand eines Kindes.
    Otto Julius Bierbaum, Wahrheit und Wahn
  • Aber die waltenden Mächte zeugen
    Keinen zum müßigen Schwelgen und Schauen;
    Mittun soll er und miterbauen,
    Unter das Joch der Arbeit sich beugen;
    Soll nicht müßig im Weiten schweifen,
    In der Werkstatt den Hammer ergreifen.
    Ludwig Fulda (1862-1939), Gedichte (1890)
  • Aber die Welt ohne Seele wäre wie ein Haufen Kehricht.
    Hermann Stehr (1864-1940)
  • Aber die Welt rennt unter einem weg wie der Schrittschuh, man muss sich vorwärts beugen, um nur nachzukommen, rückwärts darf man nicht schauen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an S. Boisserée, 17.4.1817
  • Aber die Wonne, die nicht leidet, ist Schlaf, und ohne Tod ist kein Sterben.
    Friedrich Hölderlin (1770-1843) (1770-1843), Hyperion
  • Aber die Zeiten vergehn, es vernarben die Wunden, und arglos
    Über die Stätten des Mords wandelt ein junges Geschlecht.
    Emanuel Geibel (1815-1884), 4. Elegie
  • Aber dieweil die Obrigkeit ihre Kinder auf Hoffart, Geld und Gut, neue Funde, Büberei und Wollust ziehen, drum ist keine Gnade da.
    Paracelsus (1493-1541), Ex libro de magnificis et superbis
  • Aber doch!
    i] Um auszudrücken, dass man unter Umständen seinen Entschluss ändern werde. Ich will mein Haus behalten; aber doch, wenn ich so und so viel dafür erhielte, würde ich's verkaufen.).
    Zit] Es ist mir das mein lieb, mein Haus und Hofe, mein Garten, mein Pferd u.s.w.; aber doch, wan einer so viel Golds brechte, ich liess mich bereden.
  • Aber du hast gewiß auch erfahren, wie sehr das Gesinde.
    bald durch Leichtsinn und bald durch Untreu plaget die Hausfrau,
    immer sie nötigt zu wechseln und Fehler um Fehler zu tauschen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
  • Aber du weißt, wie ich im Anschaun lebe, es sind mir tausend Lichter aufgegangen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Merck, 5. Aug. 1778
  • Aber du wirst richten, heilige Natur Denn, wenn sie nur bescheiden wären, diese Menschen, zum Gesetze sich nicht machten für die Besseren unter ihnen, wenn sie nur nicht lästerten, was sie nicht sind, und möchten sie doch lästern, wenn sie nur das Göttliche nicht höhnten.
    Friedrich Hölderlin, Hyperion
  • Aber durch Anmut allein herrschet und herrsche das Weib.
    Friedrich Schiller (1759-1805), Macht des Weibes
  • Aber durchaus bedient er [Rabener] sich der direkten Ironie zu viel, dass er nämlich das Tadelnswürdige lobt und das Lobenswürdige tadelt, welches rednerische Mittel nur höchst selten angewendet werden sollte, denn auf die Dauer fällt es einsichtigen Menschen verdrießlich, die schwachen macht es irre und behagt freilich der großen Mittelklasse, welche, ohne besonderen Geistesaufwand, sich klüger dünken kann als andere.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit II,7
  • Aber eben daran erkennt man den Meister, dass er zu höhern Zwecken mit Vorsatz einen Fehler begeht.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Relief von Phigalia
  • Aber eben deshalb, dünkt mich, macht die Exposition dem Dramatiker viel zu schaffen, weil man von ihm ein ewiges Fortschreiten fordert ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), an Schiller, 22.4.1797
  • Aber eben durch diese strenge Mäßigung in allem [in den chinesischen Romanen erkennbar] hat sich denn auch das chinesische Reich seit Jahrtausenden erhalten und wird dadurch ferner bestehen.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Eckermann, 31.1.1827
  • Aber ein Drama - das ist Streit, ein Turnier.
  • Aber ein geistig Großer und ein geistig Gefürsteter kehrt ewig zum Gesetz zurück.
    Jean Paul (1763-1825), Fragmente
  • Aber ein herrlich Teil auch ist's
    Mit Würden alt sein und, geehrt
    Von vielen, voriger Stürme gedenk,
    Des Friedens Segnungen kosten.
    Emanuel Geibel (1815-1884), Gesammelte Werke (1883), Die Ostsee
  • Aber ein jeder, der in der Ferne ein Land studieren will, er habe es früher nun selbst gesehen oder nicht, wird immer soviel Zeugen aufsuchen, als er nur kann.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Schriften zur Kunst - Philipp Hackert - Nachträge? Vorerinnerung
  • Aber ein junger Mann darf sich nicht zu früh der Sinnenlust hingeben, worüber er alles andere vernachlässigen würde.
    Giacomo Casanova (1725-1798), Neunundneunzig Abenteuer
  • Aber eine alte Gewohnheit legt sich so leicht nicht ab, und eine Richtung, die wir früh genommen, kann wohl einige Zeit abgelenkt, aber nie ganz unterbrochen werden.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten
  • Aber eine ganze Nation errötet niemals.
    Heinrich von Kleist (1777-1811), an Adolphine von Werdeck, 28./29. Juli 1801
  • Aber eins bringt niemand mit auf die Welt, und doch ist es das, worauf alles ankommt, damit der Mensch nach allen Seiten zu ein Mensch sei [ ... ] - Ehrfurcht!
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Lehrjahre II,1
  • Aber einzig und allein heiraten wegen des Geldes, ein Web nehmen in Ansehen des Geldes, solchem schmeicheln um das Geld, Wechsel und Wucher treiben mit dem Geld, ist wahrhaft kein rechtes Ziel und Ende eines heiligen Ehestandes ... Ein solcher Ehestand ist fürwahr kein Ehestand, sondern ein Wehestand, ein unerträgliches Band oder wohl gar ein Höllenpfand.
    Abraham a Sancta Clara (1644-1709), katholischer Geistlicher, Prediger und Schriftsteller
  • Aber er war aus der Stille, der Dämmerung, der Dunkelheit, welche ganz allein die reinen Produktionen begünstigen kann ...
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Dichtung und Wahrheit III,13
  • Aber es geht mit geborgten Ideen, wie mit geborgtem Gelde, wer mit fremdem Gute leichtfertig wirtschaftet, wird immer ärmer.
    Karl Immermann, Die Epigonen
  • Aber es gibt auch jetzt - doch selten - gebildete Mädchen;
    Andre, die gerne dafür gälten, auch ohn' es zu sein.
    Ovid (43 v. Chr.-17 n. Chr.), Liebeskunst
  • Aber es gibt auch verschlossene Früchte, die erst die rechten kernhaften sind und die sich früher oder später zu einem schönen Leben entwickeln.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Wahlverwandtschaften I, 3
  • Aber es gibt eine gewisse kalte, nachlässige Art, von seiner Tapferkeit und von seinem Unglücke zu sprechen - Die im Grunde doch auch geprahlt und geklagt ist.
    Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781), Minna von Barnhelm
  • Aber es gibt etwas in mir, das ich Mut heiße: Das schlug bisher mir jeden Unmut tot.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900)
  • Aber es gibt Leute und besonders gibt es deren unter den Alten, die sich lieber mit den Gläsern als mit den Weibern abgeben, und deren größte Ergötzlichkeit ist, wenn sie sich unter ihren Zechbrüdern weidlich herumtummeln können.
    Erasmus von Rotterdam, Lob der Narrheit
  • Aber es ging so wie gesagt, was vorbelacht, ward nach beklagt.
    Froschmäuseler
  • Aber es ist das Schicksal aller Revolutionen, dass dies Bündnis verschiedner Klassen, das bis zu einem gewissen Grade immer die notwendige Voraussetzung jeder Revolution ist, nicht von langer Dauer sein kann. Kaum ist der Sieg über den gemeinsamen Feind errungen, da beginnen die Sieger sich in verschiedene Lager zu scheiden und die Waffen gegeneinander zukehren.
    Friedrich Engels (1820-1895), Revolution und Konterrevolution in Deutschland
  • Aber es ist ein alter Erfahrungssatz, dass außerordentliche Maßnahmen gegen eine extreme Linke mit rapider Geschwindigkeit nach rechts zu rücken pflegen.
    Carl von Ossietzky (1889-1938), Fouché in der Bendlerstraße
  • Aber es ist ein Zeichen der Zeit, dass die alte Heroennatur um Ehre betteln geht, und das lebendige Menschenherz, wie eine Waise, um einen Tropfen Liebe sich kümmert.
    Friedrich Hölderlin (1770-1843), Hyperion
  • Aber es ist nun einmal so: ob man in einen kleinen Teich fällt oder mitten ins große Meer - man schwimmt hier wie dort.'
    'Jawohl.'
    'Also schwimmen auch wir! Suchen wir uns aus der Frage herauszuretten! Vielleicht nimmt uns ein Delphin auf den Rücken, oder ein anderes Wunder errettet uns.
    Platon (428-347 v. Chr.), Staat, Sokrates (469-399 v. Chr.) zu Glaukon
  • Aber es ist nur ein anderer Ausdruck für einen Zustand der Leidenschaft, der sich gegen die ganze Welt bewaffnet!'.
    Robert Musil (1880-1942), Der Mann ohne Eigenschaften
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