WISDOMS

Alles Holz brennt in der Stille, außer den Dornen, die rufen 'auch wir sind Holz'.
Iran

Alles Ideelle, sobald es vom Realen gefordert wird, zehrt endlich dieses und sich selbst auf. So der Kredit (Papiergeld) das Silber und sich selbst.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Maximen und Reflexionen 315

Alles im Leben ist folgerichtig, nur die Heirat, die ist Zufall.
Libanon

Alles im Menschen ist Organisation. Was in ihm gedeihen soll, muss in ihm säet werden.
Wilhelm von Humboldt (1767-1835), Grenzen der Wirksamkeit des Staates

Alles im Munde, in den Händen nichts.
fr] Il a dit cela de bouche, mais le coeur n'y touche.
fr] Il ne dit ou promet que des lèvres.

Alles in allem - es war nicht viel.
Theodor Fontane (1819-1898), Summa Summarum

Alles in allem eine wirklich sehr achtbare Schöpfung, da doch der Mensch alles ganz ohne Beistand aus seinem Kopf heraus schuf.
Mark Twain (1835-1910), Die Vorsehung

Alles in allem übertreiben die Leute die Schwierigkeiten des Lebens.
Robert Louis Stevenson (1850-1894), Die Geschichte einer Lüge

Alles in allem
la] omnia in omnibus
la] summa summarum
Titus Maccius Plautus (254-184 v. Chr.), Der Grobian I, 4 (Diniarchus)

Alles in Butter!

Alles in de Welt, man (nur) kên Stêrtperücke (Schwanzperücke).

Alles in den Wind schlagen.

Alles in der Welt endet durch Zufall und Ermüdung.
Heinrich Heine (1797-1856)

Alles in der Welt entsteht erst von Natur, und nur hernach kann die Kunst oder der menschliche Verstand daran pflegen und bilden. Wo die Kunst alles tun oder vorgehen will, das hat keinen Halt. Und folglich auch die philosophischen Republiken.
Wilhelm Heinse (1746-1803), Aphorismen

Alles in der Welt hängt davon ab, von welchem Standpunkt aus man es ansieht.
Anton Hansen Tammsaare (1878-1940), Satan mit gefälschtem Paß

Alles in der Welt hat nur eine Seele, den Menschen.
Japan

Alles in der Welt hat seine Grenzen.
Maxim Gorki (1868-1936), Die alte Isergil

Alles in der Welt ist eitel, der oi hat's Geld, der ander de Beutel.

Alles in der Welt ist eitel, wer kein Geld hat, scheiß' in den Beutel.

Alles in der Welt ist mit Dreck versiegelt.
Wilhelm Raabe (1831-1910), Wunnigel

Alles in der Welt ist relativ, ist Annäherungwert.
Anton Pawlowitsch Tschechow (1860-1904)

Alles in der Welt ist Torheit, nur nicht die Heiterkeit.
Friedrich der Große (1712-1786)

Alles in der Welt lässt sich ertragen,
Nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Sprichwörtlich

Alles in die Bromm bringen.
Wehlau
Drohen mit Brandstiftung. Bromm von brummen, auch Gefängnis, brummen müssen.

Alles in die Höhe schweifen bringt am Ende dich zu dir.
Otto Julius Bierbaum (1865-1910), Frage- und Antwortspiel

Alles in die Pfanne hauen.
info] Redensart aus dem Kriegsleben, womit gesagt wird, dass man niedergemetzelt und keinen Pardon gegeben habe. Sie wird aber auch uneigentlich von Klatschgesellschaften gebraucht, die ebenfalls gern Leute, die nicht anwesend sind, pfannenhauen. Man hat die Redeweise aus dem Rübenschneiden zu erklären versucht. Man stellte sich vor, wie man etwas schnitte, z.B. Rüben in eine über dem Feuer befindliche Pfanne. Wenn jemand das Schneiden recht in Übung hat, so scheint es, als haue er hinein.

Alles in die Schanze schlagen.
info] Aufs Spiel setzen. Französisch chance = der Einsatz zum Spiel, das Spiel selbst.
la] Omnium rerum periculum facere.

Alles in dieser Welt ist relativ, und es gibt keine noch so schlimme Lage für den Menschen, die nicht durch eine noch schlimmere abgelöst werden könnte.
Maxim Gorki (1868-1936), Verlorene Menschen

Alles in eine Kiste packen.

Alles in einem is nisht do bei keine. (Yiddish)

Alles in einem knopf haben (uno verbo).

Alles in einem.
Jn einem Senffkörnlein / so du's verstehen wilt /
Jst aller oberern und untrern dinge Bild.
Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Vierdtes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 161

Alles in einen Kessel werfen.
info] In dem Sinne wie: Alles in einen Topf werfen, über einen Kamm scheren.

Alles in einen Sack stecken (stopfen).
info] In dem Sinne, alle in eine Klasse bringen, in einen Topf werfen.

Alles in einen Stall treiben.
la] Uno fasce complecti.

Alles in einen Topf werfen.
Zitat] So sollen all, die drinnen sind, vber ein Kam werden geschoren.
ndt] Alle aver enen Kamm scheren.
Pommern
ndt] Aelles über oau Kamm scheara.
Schwaben
So sollen all, die drinnen sind, vber ein Kam werden geschoren.
hu] Hij scheert ze allen over éénen kam.
en] to measure everything by (o. with) the same yardstick
en] to lump everything together
en] to apply the same standard to everything
en] to put everything topsy turvy.
fr] faire fagot de toute herbe
fr] mettre tout dans le même sac (o. pot o. panier o. sur le même pied)
fr] (man sollte nicht alles ... = il ne faut pas mélanger les torchons et (o. avec) les serviettes)
it] fare d'ogni erba fascio
it] mettere tutto in un mazzo (o. in un mucchio o. nello stesso calderone)
it] fare di ogni erba un fascio
es] hacer de toda yerba un fardo

Alles in Kreuz und Bode neischlage (fluche).
Ulm

Alles in Liebe und Freundschaft, sagte der Bauer, als er seine Kühe in Nachbars Klee trieb.
hu] Alle ding met vriendschap, zei Govert, en hij nam de eijeren uit zijns buurmans hoendernest.

Alles in mein Reich; Gottfried, mak de Dör tau.
Sauerland

Alles in rosigem Licht sehen.

Alles in seinen Bauch stecken.
info] Alles verfressen.

Alles in seinen Sack stopfen.
Zitat] Drumb musst er schatzen, schinden, schaben, mit scharren, scheumen, reumen, ropffen, dacht alles in seinen Sack zu stopffen.

Alles irdische Glück, das nicht näher zu Gott führt, ist ein Unglück; denn ein Wenig von den Freuden der irdischen Welt führt um ein Großes von der kommenden ab, und viel von der irdischen Welt lässt dich auch das Wenige von der kommenden vergessen.

Alles is maar eene weet, zei de boer, en hij haalde eene pier uit zijn achterste, en bond er zijne schoenen mede vast.

Alles ist allem.
Wie sah S. Benedict die Welt in einem strahl?
Es ist (weistu's noch nicht?) in allem alls zumahl.
Angelus Silesius (1624-1677), Cherubinischer Wandersmann, Vierdtes Buch, Geistreicher Sinn- und Schluß-Reimen, 159

Alles ist Arbeit für den Herrn, zieht man Kreisel auf oder wiegt man das Kind.
Estland

Alles ist aus dem Wasser entsprungen!
Alles wird durch das Wasser erhalten!
Ozean, gönn uns dein ewiges Walten!
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Faust II A II, Felsbuchten (Thales) Vs 1435

Alles ist Bewegung, die Materie bewegt sich selbst: Das Bier gärt, das Gemüt bewegt sich.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie

Alles ist das Werk des Zufalls.
la] Omnia casu fiunt.

Alles ist des Gutsherrn Eigentum - Flüsse, Seen und Wälder.
Estland

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