213 Wörterbuch altgriechisch - deutsch
ῥεμβός - ῥοπικός

  • ῥεμβός, sich herumdrehend, herumstreichend
  • ῥέμβω, im Kreise herum bewegen, drehen, wälzen, treiben. Pass. sich herumdrehen, herumschweifen; ἀπὸ γῆς εἰν ἁλί, vom Schiffe; übertragen: planlos handeln
  • ῥεμβ-ώδης, ες, = ῥεμβοειδής; auch: vernachlässigt; ῥεμβώδους γενομένης τῆς πολιορκίας, da sie nachlässig, planlos betrieben wurde
  • ῥέος, τό, das Fließende, der Fluß; auch vom Tränenstrome
  • ῥέπω, sich langsam od. allmählich neigen, sich herabsenken, wie die Waagschal; dah. τῶν δ' ἐξ ἴσου ῥεπομένων, vom Gleichschweben der Waagschalen; τὸ μητρὸς ἐς σέ μοι ῥέπει στέργηϑρον, die Liebe neigt sich zu dir; εὖ ῥέπει ϑεός, er neigt sich zu uns, od. gibt einen guten Ausschlag; φιλεῖ τοῦτο μὴ ταύτῃ ῥέπειν, es pflegt nicht auf diese Weise zu gehen; übertr., sich wohin neigen; ὅϑεν μοι σκοπουμένῳ ἔῤῥεψε δεῖν, mir dem Betrachtenden neigte sich dahin, ich neigte mich dahin, man müsse; ἐπὶ τὸ ποιεῖν τι, geneigt sein, etwas zu tun; übh. sich wohin wenden, hinwenden; εἰς τὴν γαστέρα, es gleitet in den Magen; übtr., ἦν ϑ' ὁ γρῖφος ἐνταῦϑα ῥέπων, der Sinn ging dahin
  • ῥεῦμα, τό, das Fließende, die Flut, der Fluß, Strom; das Flußbett. Übertr. von jeder großen Menge; auch Heftigkeit. Bei den Ärzten der im Körper herumziehende Krankheitsstoff, Fluß, Rheuma, auch Bauchfluß. Übertr. drückt es auch das Wechseln, das Veränderliche aus, τύχης, Glückswechsel
  • ῥευματίζομαι, einen Fluß haben, am Flusse leiden
  • ῥευματικός, rheumatisch, an Flüssen leidend, ihnen ausgesetzt
  • ῥευμάτιον, τό, Flüßchen
  • ῥευματισμός, ὁ, der Fluß im Körper, als Krankheit
  • ῥευματιστής, ὁ, der am Flusse Leidende
  • ῥευματ-ώδης, ες, flußartig, von rheumatischer Art
  • ῥεῦσις, ἡ, das Fließen
  • ῥευσταλέος, flüssig
  • ῥευστικός, flüssig, fließend
  • ῥευστός, geflossen, flüssig, übh. nicht fest, dah. übtr. = in steter Bewegung, schwankend, unbeständig, fluxus
  • ῥέω, 1) fließen, fluten, strömen, nicht bloß vom Wasser, sondern auch vom Blut, von Tränen, vom Schweiß; πηγὴ ῥέει ὕδατι, die Quelle strömt von Wasser; auch ῥέεν αἵματι γαῖα, die Erde rann, triefte von Blut; vom Gerüchte, das sich verbreitet; übertr. von anderen Dingen als Wasser; ὡς ἰόντων ἁπάντων καὶ ἀεὶ ῥεόντων, in stetem Flusse sein; die Philosophen, welche annehmen, daß die Dinge in steter Bewegung, in stetem Flusse seien; ῥυῆναι διὰ τοῠ ὀρόφου, durchfließen; von feuerspeienden Bergen. Auch vom Winde. Πολὺς ῥεῖ, von einem starken, voll fließenden Strome; übertr. von gewaltigem Redestrom. Übh. 2) übtr., sich in reicher Fülle ergießen, wie unser strömen, z. B. vom ungehemmten, vollen Fluß der Rede; ἐκ χειρῶν βέλεα ῥέον, Pfeile strömten, d. h. flogen in Menge aus ihren Händen; von reisen oder wurmstichigen Früchten, von Haaren, in Menge abfallen, ausfallen; von einer großen Menschenmenge; zerfließen, sich auflösen; oft für 'sich auf etwas stürzen, sich wohin neigen'; 3) trans., fließen lassen
  • ῥεω, ich sage
  • ῥηγεύς, ὁ, Färber
  • ῥῆγμα, τό, Riß, Bruch, Spalte, Ritze, Kluft; καὶ σπ άσματα, wie die alten Wunden aufbrechen
  • ῥηγματίας, ὁ, einer, der einen Riß oder Abszeß in der Lunge oder sonst im Innern hat
  • ῥηγματ-ώδης, ες, rißartig, rissig, voll Ritzen, Spalten
  • ῥηγμίν, ῖνος, ὁ, hohes, schroffes Meeresufer, an dem die anschlagenden Wogen sich mit Getös brechen, Wogenbruch, Brandung; von den brandenden Wogen selbst. Übrtr., βίοιο, die Brechung oder der Rand des Lebens, = der Tod
  • ῥήγνῡμι u. ῥηγνύω, reißen, sprengen, durchschlagen, durchreißen, von allem gewaltsamen Öffnen u. Losmachen od. Verletzen; bes. auch eine Schlachtreihe durchbrechen, auseinandersprengen; ῥήξασϑαι φάλαγγας, sich die feindlichen Schlachtreihen brechen, um durchzudringen; τὸ μέσον ῥῆξαι, die Mitte, das Centrum durchbrechen; durch Reißen losmachen, entfesseln; ἔριδα, = Streit erheben, erregen; bes. φωνήν, die Stimme gleichsam losreißen, die gefesselte Stimme plötzlich lösen und zuerst zu reden anfangen, von Stummen u. Kindern; übh. frei herausreden; δακρύων ῥήξασα ϑερμὰ νάμα τα, in Tränen ausbrechen, den Tränenquell hervorbrechen lassen; auch χῶρος ῥήγνυσι πηγάς, die Gegend läßt Quellen durch- , hervorbrechen. Pass. gebrochen werden, sich brechen; brechen; ἐῤῥήγνυτο τὸ τεῖχος, barst; act., bersten, reißen, springen. Dah. aus-, los-, hereinbrechen; so vom Unglück; κακῶν δὴ πέλαγος ἔῤῥωγεν μέγα Πέρσαις, brach über die Perser herein
  • ῥῆγος, τό, ein gefärbter Teppich, eine bunte Decke; sie dienen zu Decken über die Betten od. über Sessel zu breiten; φᾶρος, als Gewand; κὰδ δ' ἄρ' Ὀδυσσῆϊ στόρεσαν ῥῆγός τε λίνον τε, also wahrscheinlich von Wolle. Vielleicht von ῥήγνυμι, wie ῥάκος, übh. ein Stück Zeug; eine gefärbte Decke
  • ῥήζω, färben
  • ῥήκτης, ὁ, der Zerreißer, Zerbrecher, Spalter; dah. ein Erdbeben, das die Erde spaltet und einen Erdfall verursacht
  • ῥηκτικός, zum Zerreißen, Zerbrechen gehörig, geschickt
  • ῥηκτός, zerrissen, zerbrochen, zerspaltet, zerplatzt, zu zerreißen; χαλκῷ ῥηκτός, = verwundbar
  • ῥῆμα, τό, das Gesagte, Wort, Spruch, Ausspruch; ὀνόματα καὶ ῥήματα, Wörter u. Sätze; übh. Wort, Ausdruck; τῷ ῥήματι εἰπεῖν, wörtlich; οὕτω γὰρ εἶπε ῥήματι, denn dies waren seine eignen Worte; ῥήματι ἁμαρτεῖν, im Ausdrucke; ῥήματα ϑηρεύειν, nach Worten haschen, Phrasen machen. Grammatisch: das Zeitwort
  • ῥηματικός, zum Worte zur Rede gehörig, das Wort, die Rede betreffend, wörtlich, Gramm.; das Verbum betreffend
  • ῥημάτιον, τό, Wörtchen, kleines Wort
  • ῥηματίσκιον, τό, Wörtchen
  • ῥῆμος, ὁ, die ruderähnliche Schaufel, auf der das Brot zubereitet und in den Backofen geschoben ward
  • ῥήν, ῥηνός, ἡ, Schaf, Lamm, seltenes Dichterwort
  • ῥηνικός, vom Schaf
  • ῥηνιουργῆ ἔμβατρα, eine Art Frauenschuhe
  • ῥῆνις, ἡ, Schafpelz
  • ῥηνο-φορεύς, ὁ, der einen Schafpelz trägt
  • ῥηξ-ηνορία, ἡ, Kraft und Mut, Männerscharen zu durchbrechen
  • ῥηξ-ήνωρ, ορος, ὁ, Männer, Männerscharen durchbrechend; Beiwort des Achilleus, auch Apollo heißt so
  • ῥηξι-κέλευθος, den Weg, die Bahn brechend
  • ῥηξί-νοος, die Seele brechend, durchbrechend, herzbrechend, schwächend
  • ῥῆξις, ἡ, das Reißen, Durchbrechen; der Riß, Ritz, Spalt, Durchbruch
  • ῥηξι-σθενής, ές, von durchbrechender Kraft
  • ῥηξί-φλοιος, mit aufgerissener Rinde
  • ῥηξί-χθων, die Erde aufreißend, spaltend
  • ῥηπή, ἡ, hölzerne Stütze
  • ῥησίδιον, τό, u. ῥησείδιον, τό, kleine Rede, Sprüchelchen
  • ῥησι-κοπέω, eigentlich Redensarten hauen, damit prunken
  • ῥησι-μετρέω, seine Rede, seine Worte messen
  • ῥῆσις, ἡ, das Sagen, Sprechen, Reden, das Wort, die Rede; ἀνϑρώπων παλαιαί, Sage, Erzählung; ἡ ἀπὸ Σκυϑῶν ῥῆσις, das von den Scythen entnommene Wort; die Redensart
  • ῥητήρ, ῆρος, ὁ, der Redner, Sprecher
  • ῥητῑνέω, harzig sein
  • ῥητίνη, ἡ, Harz, Gummi, lat. resina, weil es von selbst aus den Bäumen fließt
  • ῥητῑνίζω, harzig sein, nach Harz riechen, schmecken
  • ῥητῑνίτης, ὁ, οἶνος, nach Harz schmeckender od. mit Harz angemachter Wein
  • ῥητῑνο-λόγος, Harz sammelnd
  • ῥητῑνόω, harzen, Harz geben, absetzen; trans. mit Harz überziehen
  • ῥητῑν-ώδης, ες, harzähnlich, harzig
  • ῥητορεία, ἡ, Rede eines Volksredners, Schmuckrede eines Lehrers der Beredtsamkeit; auch die Beredtsamkeit selbst, die Rede
  • ῥητορεύω, 1) ein Redner od. Volksredner sein, als Redner auftreten, reden; 2) Lehrer der Beredtsamkeit sein u. als solcher sich mit einer Prunkrede zeigen
  • ῥητορικός, den Redner, Sprecher betreffend, rednerisch; ὁ ῥητορικός, der Redner, bes. Volksredner; ἡ ῥητορική, sc. τέχνη, die Redekunst. Adv. ῥητορικῶς, rednerisch
  • ῥητορο-μάστιξ, ῑγος, ὁ, Geißel der Redner, Rhetoren, Beiw. eines gewissen Aeschines von Mitylene
  • ῥητορο-μύκτης, ὁ, der Spötter über Redner und Redekünstler
  • ῥητός, 1) geredet, gesagt, gesprochen, bes. ausdrücklich benannt, festgesetzt, verabredet; ἐς χρόνον ῥητόν, auf bestimmte, verabredete Zeit; ῥητά τινα, gewisse verabredete Bedingungen; ἐπὶ ῥητοῖσι, unter bestimmten, festgestellten Bedingungen; ῥητόν τι προςτίμιον, ausdrücklich bestimmt; 2) besprochen, berühmt; 3) zu sagen, was man aussprechen darf, was kein Geheimnis ist; 4) bei Philosophen und Mathematikern rational; τὸ ῥητόν, eine Stelle aus einem Schriftsteller, ein Spruch. Adv. ῥητῶς, ausdrücklich, bes. bei wörtlichen Citaten
  • ῥητότης, ητος, ἡ, die Rationalität
  • ῥήτρα, ἡ, 1) Verabredung, Vertrag, Übereinkunft; auch: Wette; 2) Wort, Spruch, Ausspruch, bes. Orakelspruch; bes. heißen auch die ungeschriebenen Verordnungen u. Gesetze des Lykurg ῥῆτραι; 3) Sprache, Rede, Wort; Erlaubnis oder Recht zu sprechen; λαβὼν ἐκ τῆς βουλῆς ῥήτραν, im Psephisma der Byzantier; 4) Volksversammlung
  • ῥητρεύω, δίκας, Recht sprechen
  • ῥήτωρ, ορος, ὁ, 1) der Redner, Sprecher; Volksredner; 2) der Lehrer der Beredtsamkeit, auch der Redekünstler, Prunkredner, rhetor
  • ῥηχιάδης, ὁ, der Scherge, der die Verurteilten ins Gefängnis wirft und sie darin bewacht, der Kerkermeister
  • ῥηχ-ώδης, ες, dornig, stachelig, rauh
  • ῥῑγαλέος, schaurig, kalt
  • ῥῑγεδανός, eigtl. vor Kälte starrend, schaurig; dah. übertr. = schrecklich, verabscheut
  • ῥῑγέω, schaudern, eigtl. vor Frost, frieren, erstarren, übertr., vor Furcht, Schreck, Abscheu einen Schauder bekommen, sich entsetzen, erzittern; auch wie fürchten; μηκέτι ῥίγει, an Eifer erkalten, müßig sein; (von Speeren) starren
  • ῥῑγηλός, frostig, schaurig, Schauder, Schrecken verursachend
  • ῥίγιον, frostiger, kälter; übh. schauderhafter, schrecklicher, schlimmer für einen, τινί
  • ῥίγιος, frostig
  • ῥίγιστος, am frostigsten, schauderhaftesten, schrecklichsten; ῥίγιστα, das Schlimmste
  • ῥιγίτανον, τό, Name eines Krautes
  • ῥῑγο-μάχης, ὁ, der mit dem Frost, der Kälte Streitende
  • ῥῑγο-πύρετος, ὁ, ein Fieber mit heftigem Frostschauer
  • ῥῖγος, τό, 1) frigus, Frost, Kälte; bes. Erstarren vor Frost, Frostschauer, auch Fieberschauer; 2) übrtr., das Schaudern, Entsetzen, Verabscheuen
  • ῥῑγόω, frieren, Kälte empfinden, von Frost leiden
  • ῥῑγωσί-βιος, in Frost u. Kälte lebend, übh. frostig
  • ῥίζα, ἡ, die Wurzel; übertr., die Wurzeln des Auges; alles, was wurzelartig von einem Stamme ausgeht; χϑονὸς τρίτη, die drei Erdteile als Wurzeln des Festlandes betrachtet; auch dasjenige, woraus, wie aus einer Wurzel, neue Entwickelungen hervorgehen; des Geschlechtes, des Meeres
  • ῥιζ-άγρα, ἡ, die Wurzelzange, Zahnwurzeln, Splitter u. dgl. damit herauszuziehen
  • ῥιζηδόν, adv., wurzelartig, wie Wurzeln
  • ῥίζηθεν, adv., von der Wurzel aus
  • ῥιζίας, ὁ, von, aus der Wurzel gemacht
  • ῥιζικός, zur Wurzel gehörig
  • ῥιζίον, τό, Würzelchen
  • ῥίζις, ὁ, ein äthiopisches, dem Stiere ähnliches Tier, von der Größe und Lebensart des Elephanten
  • ῥιζο-βολέω, Wurzel schlagen
  • ῥιζο-βόλος, Wurzel werfend, = Wurzel schlagend
  • ῥιζόθι, an der Wurzel
  • ῥιζο-κέφαλος, von Pflanzen, bei denen der Samenkopf unmittelbar aus der Wurzel herauskommt
  • ῥιζο-λογέω, 1) Wurzeln lesen, sammeln; 2) mit der Wurzel ausrotten
  • ῥιζο-λόγος, Wurzeln lesend, sammelnd
  • ῥιζο-παγής, ές, festgewurzelt
  • ῥιζο-πώλης, ὁ, Wurzelhändler
  • ῥιζ-ορυκτής, ὁ, Wurzelgräber
  • ῥιζο-τομέω, 1) Wurzeln schneiden, abschneiden und sammeln, bes. zum ärztlichen Gebrauche; 2) übertr., mit der Wurzel ausrotten
  • ῥιζο-τομία, ἡ, das Abschneiden u. Sammeln der Wurzeln zum ärztlichen Gebrauche
  • ῥιζο-τομικός, ή, όν, zum Wurzelsammler, zum Wurzelsammeln gehörig, geschickt; ἡ ῥιζ., die Kunst des Wurzelsammelns zum ärztlichen Gebrauche
  • ῥιζο-τόμος, Wurzeln schneidend (und einsammelnd), bes. zum Behufe der Arzneibereitung u. der Zauberei; ὥρη, die Zeit, wo die Einsammlung der Arzneikräuter geschehen muß
  • ῥιζο υχία, ἡ, das Wurzelfassen, -halten
  • ῥιζο υχίζω, Wurzel fassen lassen, verpflanzen
  • ῥιζο ῦχος, Wurzel haltend, fassend, die Wurzel, den Grund haltend, festhaltend, Beiwort des Poseidon
  • ῥιζο-φαγέω, Wurzeln fressen
  • ῥιζο-φάγος, Wurzeln essend
  • ῥιζο-φοίτητος, aus der Wurzel hervorkommend
  • ῥιζο-φυέω, Wurzeln treiben
  • ῥιζο-φυής, ές, Wurzeln zeugend, treibend
  • ῥιζό-φυλλος, mit Blättern an, von der Wurzel
  • ῥιζό-φυτος, aus der Wurzel, mit der Wurzel wachsend
  • ῥιζόω, 1) einwurzeln, Wurzel schlagen lassen, einpflanzen; 2) übertr., begründen, befestigen; τυραννὶς ἐῤῥιζωμένη, eingewurzelte Tyrannei; intr., Wurzel fassen, wurzeln
  • ῥιζ-ώδης, ες, wurzelartig, wurzelähnlich
  • ῥίζωμα, τό, 1) das Eingewurzelte; 2) Wurzel, Stamm, Geschlecht; ῥιζώματα πάντων τέσσαρα, die vier Elemente
  • ῥιζ-ωνυχία, ἡ, die Wurzel des Nagels
  • ῥιζ-ωρυχάω, Wurzeln graben, zum Essen
  • ῥιζ-ωρύχος, Wurzeln grabend, suchend, von den Grammatikern
  • ῥίζωσις, 1) das Einwurzelnlassen, Befestigen; 2) intrans., das Wurzeln, Wurzelschlagen; τῶν γεννωμένων, vom Menschen
  • ῥικνήεις, εσσα, εν, runzlig, zusammengeschrumpft
  • ῥικνόομαι, eigtl. vor Kälte starr und steif werden, erstarren, dah. übh. sich zusammenziehen, sich krümmen; ἀφαυροτέροις μελέεσσι ῥικνοῠσϑαι dem σαρκὶ περιπλήϑειν, schrumpflig, runzlig werden; τὸ καμπ ύλον γενέσϑαι ἀσχημόνως καὶ κατὰ συνουσίαν καὶ ὄρχησιν, κατὰ τὴν ὀσφύν, Soph. bei Phot., ein Tanz, bei dem der Leib gekrümmt und der Hintere vorgestreckt ward
  • ῥικνός, eigtl. vor Kälte starr, steif, zusammengezogen, erstarrt; πόδας, krummfüßig; übh. zusammengezogen, gebogen, gekrümmt, krumm, mit runzliger Haut, bes. vor Alter u. Magerkeit; von Pflanzen
  • ῥικνότης, ητος, ἡ, zusammengezogenes, krummes, runzliges Wesen
  • ῥικνο-φυής, ές, krumm, schrumpflig von Natur, Beschaffenheit
  • ῥικν-ώδης, ες, krumm, schrumpflig von Art, Ansehen
  • ῥίκνωσις, ἡ, das Zusammenziehen, Krümmen, Runzeln
  • ῥίμμα, τό, das Geworfene, der Wurf, das Werfen
  • ῥίμφα, leicht, schnell, hurtig; bes. von der Schnelligkeit eines geworfenen Gegenstandes
  • ῥιμφαλέος, schnell, geschwind
  • ῥιμφ-άρματος, mit schnellem Wagen fahrend
  • ῥῑνάριον, τό, Näschen; auch: ein Pflästerchen
  • ῥῑν-αυλέω, durch die Nase blasen, schnauben
  • ῥῑνάω, bei der Nase herumführen, betrügen, verspotten
  • ῥῑνάω, feilen
  • ῥῑν-εγ-κατα-πηξι-γένειος, mit der Nase bis aufs Kinn herabreichend, dessen Nase an das Kinn stößt, von Philosophen
  • ῥῑν-εγ-χυσία, ἡ, das Eingießen durch die Nase
  • ῥῑν-εγ-χυτέω, durch die Nase eingießen
  • ῥῑν-εγ-χύτης, ὁ, ein chirurgisches Instrument, mit dem man Arzneien u. dgl. in od. durch die Nase eingießt
  • ῥῑν-έγ-χυτος, durch die Nase eingegossen, von Arzneimitteln, welche durch die Nase eingespritzt werden
  • ῥῑνέω, feilen, raspeln, polieren
  • ῥίνη, ἡ, 1) die Feile, Raspel; 2) eine Haifischart mit rauher Haut, die man brauchte, um Holz u. Marmor damit zu polieren, squatina
  • ῥῑν-ηλασία, ἡ, das Spüren der Nase, bes. des Hundes
  • ῥῑν-ηλατέω, durch die Nase od. den Geruch spüren, wittern, eigentlich vom Hunde. Übh. aufsuchen, forschen, spähen
  • ῥῑν-ηλάτης, ὁ, der mit der Nase, mit dem Geruch Auftreibende, Aufspürende, bes. vom Hunde
  • ῥῑν-ήλατος, mit der Nase, dem Geruch aufgetrieben, ausgewittert
  • ῥίνημα, τό, das Abgefeilte, die Feilspäne, Raspelspäne. Auch eine Art Pflaster
  • ῥῑνητής, ὁ, der Feilende
  • ῥῑνίον, τό, 1) eine Art Pflaster; 2) im plur. τὰ ῥινία, die Nasenlöcher
  • ῥῑνό-βατος, ὁ, eine rauhe, stachlige Rochenart in der Mitte zwischen den Arten ῥίνη u. βάτος
  • ῥῑνο-βόλος, die Nase werfend, treffend; ῥινόβολος, aus der Nase geworfen, gestoßen; ῥινοβόλῳ πατάγῳ, vom Schnauben
  • ῥῑνο-δέψης, ὁ, der Ledergerber
  • ῥῑνό-κερως, ὁ, das Nashorn
  • ῥῑνο-κολούστης, ὁ, der Nasenverstümmler, -abschneider, Herakles
  • ῥῑνο-κοπέω, die Nase abhauen, abschneiden
  • ῥῑνο-κτυπέω, mit der Nase lärmen, schnauben
  • ῥῑνο-λαβίς, ίδος, ἡ, Instrument, die Nase damit zu fassen u. zu drehen
  • ῥῑνό-μακτρον, τό, Nasentuch, Schnupftuch
  • ῥῑνο-μάχης, ὁ, Schildkämpfer
  • ῥῑν-ονυχο-γραφέω, die Nase mit den Nägeln ritzen
  • ῥῑνο-πύλη, ἡ, Hinter- od. Nebenpforte
  • ῥῑνός, ὁ u. ἡ, 1) die Haut am Leibe des lebendigen Menschen; die Haut eines toten Menschen; 2) die abgezogene Tierhaut, z. B. Wolfshaut, Wolfspelz; π ωλικῆς ῥινοῠ τρίχα, des lebenden Pferdes; 3) die gegerbte Tierhaut, bes. Rindsleder, u. dah. der aus Rindsleder gemachte Schild
  • ῥῑνό-σῑμος, stumpfnasig
  • ῥῑνό-τμητος, mit verschnittener, abgeschnittener Nase
  • ῥῑνο-τομέω, die Nase abschneiden, τινά, einem
  • ῥῑνο-τόμος, die Nase abschneidend, die Haut schneidend
  • ῥῑνο-τόρος, die Haut oder den Schild durchbohrend
  • ῥῑν-οῦχος, ὁ, Ableitungskanal eines Abtritts, Kloake
  • ῥῑνόω, mit Leder überziehen
  • ῥῑν-ώλεθρος, ὁ, Nasenpest
  • ῥῑνωτηρία, ἡ, ein Teil am Hinterende des Schiffes
  • ῥίον, τό, u. ῥίος, ὁ, jeder vorspringende Berg, gleichviel ob aufwärts od. vorwärts; also a) Bergspitze, vor anderen emporragende Berghöhe, Bergkuppe; b) Vorgebirge, auch Meerbusen
  • ῥῑπή, ἡ, u. ῥίπημα, τό, der Wurf, Schwung, die Wucht, Kraft, mit der ein Gegenstand geworfen wird, auch die Kraft des geworfenen Gegenstandes selbst, sein Schwung; αἰγανέης, λᾶος, Steinwurf; Βορέαο, der gewaltsame Andrang des Nordwindes; ῥιπή, allein = der Sturm; πυρός, die Gewalt des Feuers, mit der es auflodert; ἀνδρός, der stürmische Andrang des Mannes; auch von geistiger Gewalt; κυμάτων ἀνέμων τε, Wogen- u. Sturmesdrang; von Geschossen, vom Donner, vom Hagel; ὠκύαλος, das schnelle Springen; von der Brunst; ἐλαφραῖς πτερύγων ῥιπαῖς, mit schnellem Flügelschlage, wo es von dem summenden Hin- u. Herfliegen der Mücken heißt λεπταῖς ὑπ αὶκώνωπ ος ἐξηγειρόμην ῥιπαῖσι ϑωΰσσοντος; übertr., der Antrieb. Auch vom Eindrucke der schnellen Bewegung auf das Gesicht, bes. von glänzenden Gegenständen, Flimmern, Funkeln
  • ῥίπίδιον, τό, kleiner Fächer
  • ῥῑπίζω, in Schwung, Bewegung setzen; 1) anfachen; eigtl. von Kohlen u. Feuer; ἀνεγείρει καὶ ῥιπίζει, zum Aufstande; 2) fächeln, mit dem Fächer abkühlen, lüften
  • ῥῑπίς, ίδος, ἡ, 1) der Fächer, um Feuer damit anzufachen; dah. auch der Blasebalg; 2) der Fächer, sich damit zu fächeln, abzukühlen; ῥίψ, Matte, geflochtene Decke
  • ῥίπισις, ἡ, 1) das Anfachen; 2) das Fächeln, Abkühlen, Lüften
  • ῥίπισμα, τό, das Angefachte, das Gefächelte; auch das Fächeln
  • ῥῑπιστήριος, zum Anfachen, Fächeln, Lüften gehörig, geschickt
  • ῥῑπιστός, angefacht, gefächelt, abgekühlt, gelüftet, vom Winde durchstrichen
  • ῥῖπος, τό, u. ῥῖπος, ὁ, eine aus Zweigen oder Schilf geflochtene Decke
  • ῥῑπόω, werfen
  • ῥιπτάζω, häufig, wiederholt hin- und herschleudern; als Mißhandlung; ὀφρύσι ῥιπτάζειν, mit den Augenbrauen zucken, häufige Bewegungen machen; πολλαῖς ἀγρυπνίαις ἐῤῥιπτασμένον, auf dem Bette hin- und hergeworfen
  • ῥιπτασμός, ὁ, das Hin- u. Herwerfen, u. intrans., das sich Hin- u. Herwerfen, Unruhe im Liegen; übertr., innere Unruhe, Seelenangst
  • ῥιπταστικός, sich unruhig hin- und herwerfend
  • ῥιπτέω, mit dem Nebenbegriffe der wiederholten Handlung: Ἀχαιοῖς ῥιπτεῖν ἀράς, Verwünschungen gegen sie schleudern, ausstoßen
  • ῥιπτός, geworfen, geschleudert; μόρος, der Tod des Heruntergeschleuderten
  • ῥίπτω, werfen, schleudern; εἰς ἄβατον ὄρος, hinwerfen, aussetzen; ἐκ χϑονὸς ἑαυτόν, sich selbst verbannen; οἴχεται πάντα ἐῤῥιμμένα, verschleudert, verworfen; κλήρους ἐπὶ πάντας, das Los werfen; wegwerfen, wegschleudern; auch = verachten. Intr., sich hinwerfen, fallen, wobei man ἑαυτόν ergänzt; ἐν πένϑει, sich stürzen
  • ῥίς, ῥῑνός, ἡ, 1) die Nase, sowohl von Menschen als von Tieren; τῆς ῥινὸς ἕλκειν, an der Nase herumziehen; 2) plur. ῥῖνες, die Nasenlöcher
  • ῥίσκος, ὁ, ein Koffer, eine Kiste, riscus
  • ῥισκο-φυλάκιον, τό, Schatzkammer
  • ῥίψ, ῥῑπός, ἡ, Flechtwerk von jungen Zweigen, von Schilf, Rohr, Binsen; ῥιψὶ καταστεγάζω, Matte. Sprichwörtlich: ϑεοῠ ϑέλοντος κἂν ἐπὶ ῥιπὸς πλέοις, wenn Gott will, kann man selbst auf einer Binsenmatte schiffen, von der selbst das Unmögliche möglich machenden Allmacht Gottes
  • ῥίψ-ασπις, ιδος, Schildwegwerfer, der in der Schlacht den Schild Wegwerfende und Entfliehende
  • ῥιψ-αυχενέω, den Nacken in die Höhe werfen
  • ῥιψ-αύχην, ὁ, ἡ, den Nacken werfend, bäumend, b.s. vom Pferde, auch von mutigen, trotzigen, hoffartigen Menschen
  • ῥῖψις, ἡ, das Werfen, Schleudern; das Herabschleudern
  • ῥιψο-κινδῡνέω, sich in Gefahr stürzen, ein Wagehals sein, als ein solcher handeln
  • ῥιψο-κίνδῡνος, sich in Gefahr stürzend, tollkühn, wagehalsig, ein vom Würfelspiel entlehnter Ausdruck
  • ῥιψο-λογέω, Wörter hinwerfen, Reden ausstreuen, unbesonnen schwatzen
  • ῥίψ-οπλος, die Waffen wegwerfend
  • ῥιψ-οφθαλμία, ἡ, das wiederholte Werfen der Augen auf einen Gegenstand, die dadurch ausgedrückte Begehrlichkeit, Gier
  • ῥοά, ἡ, der Granatapfel; der Granatbaum
  • ῥοάς, άδος, ἡ, das Fließen, eine Krankheit der Weinstöcke
  • ῥογός, in Sicilien u. Groß-Griechenland der Kornschober, wie er auf dem Felde stehen bleibt u. bedacht wird; dah. übh. Scheune, Getreidemagazin
  • ῥόγχος, ὁ, das Schnarchen
  • ῥοδάκινον, τό, apfel-, od. pfirsichähnliche Frucht
  • ῥοδάνη, ἡ, der gedrehte Faden, Einschlag
  • ῥοδανίζω, den Faden drehen, spinnen
  • ῥοδανός, schwank, schlank, leicht bewegt; παρὰ ῥοδανὸν δονακῆα, am leicht vom Winde bewegten Röhricht hin
  • ῥόδαξ, ακος, ἡ, kleine Rose
  • ῥοδέα, ἡ, der Rosenstrauch
  • ῥοδεία, ἡ, Rosenkranz
  • ῥόδεος, u. ῥόδειος, rosig; rosenfarbig, wie Rosen duftend, aus Rosen gemacht
  • ῥοδεό-χ ρους, rosenfarbig
  • ῥοδεών, ῶνος, ὁ, Rosenbusch, Rosengarten, Rosenhecke
  • ῥοδῆ, ἡ, Rosenstrauch
  • ῥοδιάς, άδος, ἡ, eine Art Becher, angebl. weil sie in Rhodos verfertigt wurden
  • ῥοδίζω, der Rose an Farbe, Geruch gleichen. Auch = rosenrot färben
  • ῥόδινος, von Rosen gemacht; auch = rosig
  • ῥοδίς, ίδος, ἡ, eine Salbe, ein Streupulver von Rosen
  • ῥοδίτης, ὁ, οἶνος, mit Rosen zubereiteter, angemachter Wein
  • ῥοδο-δάκτυλος, rosenfingerig, stets als Beiwort der Eos, der Morgenröte
  • ῥοδο-δάφνη, ἡ, Lorbeerrose, unser Oleander, mit rosenroter Blüte und Lorbeerblättern
  • ῥοδο-ειδής, ές, rosenartig, rosenähnlich
  • ῥοδόεις, εσσα, εν, von Rosen, rosenfarbig
  • ῥοδό-κισσος, ὁ, Rosenepheu
  • ῥοδό-κολπος, mit rosigem Busen
  • ῥοδό-μᾱλον, τό, der Rosenapfel, daher die volle, rosige Wange
  • ῥοδό-μελι, ιτος, τό, Rosenhonig
  • ῥοδό-μηλον, τό, eine Marmelade von Quitten mit Rosen gekocht
  • ῥοδο-μιγής, ές, mit Rosen gemacht
  • ῥόδον, τό, die Rose, der Rosengarten. Auch die weibliche Scham
  • ῥοδό-πεπλος, mit rosenfarbigem Schleier, Gewande
  • ῥοδό-πηχυς, rosenarmig
  • ῥοδό-πνοος, nach Rosen duftend
  • ῥοδό-πῡγος, mit rosigem Hintern
  • ῥοδο-πώλης, ὁ, Rosenhändler
  • ῥοδό-στακτον, τό, u. ῥοδό-σταγμα, τό, mit Honig bereiteter Rosenextract
  • ῥοδο-στεφής, ές, mit Rosen bekränzt
  • ῥοδό-σφυρος, mit rosigen Knöcheln, Füßen, rosenfüßig
  • ῥοδο-φόρος, Rosen tragend, hervorbringend
  • ῥοδό-χροος, u. ῥοδό-χρως, ωτος, rosenfarbig; auch Apollo heißt so
  • ῥοδωνιά, ἡ, 1) Rosenstrauch, Rosenhecke, Rosengarten; αἱ ἐν ῥοδωνιαῖς κάλυκες, Rosenknospen. Auch, wie ῥόδον, von der weiblichen Scham; 2) eine Weinrebe mit goldgelber Traube; 3) ῥοδωνία λοπάς, ein wir Rosen zubereitetes Gericht
  • ῥοδ-ωπός, mit rosigem Gesicht, von rosigem Aussehen
  • ῥοδωτός, wie von ῥοδόω, mit Rosen zubereitet; τὸ ῥ., Rosenwein, Rosenwasser
  • ῥοείδιον, τό, kleines Flüßchen, Bächlein, Wassergraben
  • ῥοή, der Fluß, die Flut, der Strom; ἀμπέλου, der Wein; in Prosa: das Fließen; Bewegung übh.
  • ῥοη-τόκος, Regenströme erzeugend
  • ῥοθέω, rauschen, brausen, lärmen; eigtl. von anprallenden Wellen, Ruderschlägen, u. übertr.; c. acc., ῥοϑεῖν τινί τι, einem etwas mit lautem Unwillen zurufen, entgegenmurren
  • ῥοθιάζω, rauschen, plätschern, von Wellen u. Ruderschlägen; ῥοϑίαζε κἀνάπιπ τε, vom Rudern; auch vom Schmatzen der gierig fressenden Schweine
  • ῥοθιάς, άδος, ἡ, rauschend
  • ῥόθιος, rauschend, brausend; bes. vom Anschlagen der Wellen; τὸ ῥόϑιον substantivisch, die rauschende Woge, das Wogengebrause; ἐχώρει ῥόϑιον ἐν πόλει κακόν, böses Wogengebrause. Vom Plätschern, Klatschen der Ruder; ῥόϑιον αἴρεσϑαί τινι, übtr. mit Anspielung auf den Beifall durch Händeklatschen; γλυκερὰ ῥόϑια, vom Weine. Übtr. = Heftigkeit
  • ῥοθιότης, ητος, ἡ, brausendes, lärmendes, stürmisches Wesen, Heftigkeit, vom Redner
  • ῥόθος, ὁ, das Geräusch, Gebrause, bes. der anschlagenden Wellen, das Rauschen des fließenden Stromes, das Plätschern u. Klatschen der Ruder; Περσίδος γλώσσης ῥόϑος, das Gebrause des persischen Geschreies. Übertr., rasche Bewegung, Schwung; τῆς δὲ Δίκης ῥόϑος ἑλκομένης ᾖ κ' ἄνδρες ἄγωσι δωροφάγοι, die Gerechtigkeit hat ihren schnellen Schwung, geht ihren Weg, wohin geschenkfressende Männer sie auch schleppen mögen; ἐξ ἑνὸς ῥόϑου παίουσι, mit einem Angriff. Auch ein jäher, schroffer Felsenpfad; übh. Weg, Gang
  • ῥοιά, ἡ, 1) der Granatapfelbaum; 2) die Frucht, der Granatapfel
  • ῥοία, ἡ, Pferdeschwemme
  • ῥοιάς, ἡ, μήκων ῥοιάς, der wilde Mohn, papaver rhoeas
  • ῥοιβδέω, mit Geräusch einschlürfen, von der Charybdis; übh. = ῥοιζέω; ῥοιβδοῠσα κόλπον αἰγίδος, mit Geräusch schwingen
  • ῥοίβδησις, ἡ, das Rauschen, Sausen, Brausen
  • ῥοῖβδος, ὁ, jedes heftige, bes. sausende, schwirrende Geräusch; πτερ#961;ῶν γὰρ ῥοῖβδος οὐκ ἄσημος ἦν, des Donners
  • ῥοίδιον u. ῥοΐδιον, τό, kleine Granate
  • ῥοιζέω, rauschen, saufen, schwirren, pfeifen; von der Schlange: zischen; auch = mit Heftigkeit so bewegen, daß es rauscht; οἱ ἀέρια ῥοιζοῠντες ὄρνεις, die durch die Luft rauschenden Vögel; τὸ ῥοιζο ύμενον, das mit rauschender Schnelligkeit Bewegte
  • ῥοιζηδόν, u. ῥοιζηδά, unter Geräusch, Geschwirr, Gepfeife; mit rauschender Schnelligkeit, Heftigkeit
  • ῥοιζήεις, εσσα, εν, rauschend, sausend
  • ῥοίζημα, τό, das Geräusch, Gesause, womit ein Körper sich bewegt, u. die Schnelligkeit, Heftigkeit, Gewalt der Bewegung
  • ῥοιζήτωρ, ορος, ὁ, der ein Geräusch macht, u. der sich schnell.u. heftig bewegt
  • ῥοιζό-θεμις, ἡ, ein lärmender, geräuschvoller Rechtshandel
  • ῥοῖζος, ὁ, ion. ἡ, Geräusch, Gesause, Geschwirr, womit ein Körper sich bewegt; vom Sausen der Pfeile; vom Pfeifen der Hirten; auch die Schnelligkeit, Gewalt eines bewegten Körpers
  • ῥοΐζω, ἵππον, ein Pferd schwemmen, in die Schwemme reiten
  • ῥοιζ-ώδης, ες, geräuschartig, geräuschvoll; τὸ ῥοιζῶδες, geräuschvolle Schnelligkeit
  • ῥοικο-ειδής, ές, wie krumm, dem Krummen ähnlich, krumm von Ansehen
  • ῥοικός, krumm, gebogen, gekrümmt, bes. mit einwärts gekrümmten Füßen
  • ῥοϊκός, 1) fließend, flüssig, übh. weichlich, schwammig, Ggstz des Festen, Derben; 2) am Flusse leidend, bes. dem Bauchflusse od. der Diarrhöe ausgesetzt
  • ῥοΐσκος, ὁ, eine kleine Granate, auch eine Bommel, Troddel von Gestalt einer Granate, die als Zierrat getragen wurde
  • ῥοΐσκος, ὁ, kleiner Fluß, Bächlein, kleiner Wassergraben
  • ῥοισμός, ὁ, das Schwemmen
  • ῥοΐτης, ὁ, οἶνος, Wein von Granatäpfeln
  • ῥομβέω, im Kreise herumdrehen, herumbewegen, we einen Kreisel herumtreiben, dah. schwingen, schleudern, werfen
  • ῥομβηδόν, wie ein Kreisel
  • ῥομβητής, ὁ, der sich wie ein Kreisel Drehende
  • ῥομβητός, im Kreise, wie ein Kreisel herumgedreht, bewegt, umgeschwungen, geworfen; von den Bacchantinnen
  • ῥομβο-ειδής, ές, von der Gestalt eines ῥόμβος, rhomboidisch, σχῆμα
  • ῥόμβος, ὁ, 1) jeder kreisförmige Körper; dah. a) der Kreisel, ein Spielzeug der Knaben; b) der Zauberkreisel, das Rad, das Zauberer u. Zaubrerinnen bei magischen Gebräuchen, Weihungen, Beschwörungen umzudrehen pflegten; = ῥόπτρον, Pauke; c) eine mathematische Figur, die zwei mit der Grundfläche aufeinandergesetzte Kegel bildet, ein Rhombus. Daher d) ein Fischgeschlecht, die Rochen, Butten, Schollen, wegen ihrer Ähnlichkeit mit der Gestalt eines Rhombus; 2) schnelle, kreisförmige Bewegung, Umschwung; das Herumbewegen im Kreise, das Schleudern
  • ῥομβωτός, nach der Gestalt eines Rhombus gemacht
  • ῥόμοξ u. ῥόμος, ὁ, der Holzwurm
  • ῥομφαία, ἡ, ein großes, breites Schwert, ein Säbel, dergleichen bes. die Thraker u. barbarische Völker führten; man trug sie auf der rechten Schulter
  • ῥομφεύς, ὁ, der Schuhdraht, mit dem die ledernen Schuhe genäht werden
  • ῥόος, ὁ, das Fließen, Fluten, Strömen, Fluß, Strom, Strömung; κατὰ ῥόον, stromab, mit dem Strome; κατὰ ῥοῠν ποιεῖσϑαι τὴν πορείαν, flußabwärts
  • ῥοπαλη-φορέω, eine Keule tragen
  • ῥοπαλίζω, eine Keule schwingen, mit der Keule schlagen
  • ῥοπαλίκός, wie eine Keule, die nach oben immer dicker wird; daher versus rhopalicus, ein Vers, in welchem jedes Wort um eine Silbe länger als das voranstehende ist
  • ῥοπαλισμός, ὁ, das Schlagen mit der Keule; übertr., die Spannung des männlichen Gliedes
  • ῥοπαλο-ειδής, ές, keulenähnlich, keulenartig
  • ῥόπαλον, τό, Keule, Kolben, womit der Esel geschlagen wird; Stock zum Stützen; auch Streitkolben von Erz; von der Keule des Herakles. Auch das männliche Glied; ein Ring, mit dem man die Tür zuzieht
  • ῥοπαλωτός, in Keulengestalt gemacht, in einen Kolben auslaufend
  • ῥοπή, ἡ, die Neigung, bes. die Senkung, Neigung der Waagschale u. der dadurch bewirkte Ausschlag; allmähliche Bewegung nach unten, Senkung, Wucht, Schuß, übertr., der Ausschlag, die Entscheidung; ἐν ῥοπῇ τοιᾷδε κείμενος; ῥοπὴ βίου μοι, der Wendepunkt oder die Neige des Lebens, der Augenblick des Todes; τῇ τῶν γερόντων προςκλίσει καὶ ῥοπῇ, durch ihren Beitritt, der entscheidend war; εἰς ἑκάτερα τὰ μέρη ῥοπὰς λαμβάνει ὁ πόλεμος, das Kriegsglück neigt sich abwechselnd auf beide Seiten; ἦν ἐπὶ σμικρᾶς ῥοπῆς ὁ Ἀρταξέρξης, es bedurfte eines geringen Umstandes, um zu seinem Tode den Ausschlag zu geben
  • ῥοπικός, geneigt, sich neigend; act., den Ausschlag gebend

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