134 Wörterbuch altgriechisch - deutsch
κομματίας - κορωνός

  • κομματίας, ὁ, der viele Absätze, Einschnitte in der Rede macht
  • κομματικός, aus einzelnen Absätzen, Abschnitten bestehend; κομματικὰ μέλη, Lieder, die zu den κομμοῖς gehören
  • κομμάτιον, τό, kleiner Abschnitt, kleines Stück. Der Anfang der Parabase
  • κόμμι, τό, Gummi
  • κομμιδ-ώδης, ες, gummiartig, voll Gummi
  • κομμίζω, wie Gummi aussehen
  • κομμός, ὁ, das Schlagen, der Schlag, bes. das an die Brust Schlagen, als Zeichen der Trauer, die Wehklage, Totenklage, planctus. In der Tragödie ein Lied, das abwechselnd von einem Schauspieler und vom Chor gesungen wurde, so benannt, weil es gewöhnlich klagendes Inhalts war. Mit κομέω hängt die Bdtg 'der Putz', 'das Putzen' zusammen
  • κομμόω, putzen, schmücken
  • κομμώ, οῦς, ἡ, die Schmückende
  • κόμμωμα, τό, das Geputzte, künstlicher Schmuck, Putz
  • κόμμωσις, ἡ, das Putzen, Schmücken, Schminken
  • κομμωτής, ὁ, der Schmückende, Putzende, Schminkende
  • κομμωτικός, zum Putzen, Schmücken, Schminken gehörig; ἡ κομμωτική, sc. τέχνη, die Kunst sich zu putzen; immer mit tadelnder Nebenbedeutung
  • κομμώτρια, ἡ, die Schmückerin, das Kammermädchen, welches die Herrin schmücken u. putzen muß
  • κομμώτριον, ein Werkzeug zum Putzen, bes. der Haare
  • κομο-τροφέω, das Haar nähren, wachsen lassen
  • κομπάζω, prahlen, großsprechen; c. inf., οὐ κομπάσαιμ' ἂν ϑεσφάτων γνώμων ἄκρος εἶναι, ich möchte mich nicht rühmen, mich auf die Göttersprüche zu verstehen; c. accus., λόγον, ein prahlendes Wort sprechen. Pass.; φόβος κομπάζεται, es wird mit dem Schrecken geprahlt
  • κόμπασμα, τό, die prahlende Rede, die Großsprecherei
  • κομπασμός, ὁ, das Großsprechen, Prahlen
  • κομπαστής, ὁ, der Großsprecher, Prahler
  • κομπαστικός, großprahlerisch, aufschneiderisch
  • κομπέω, tönen, lärmen, schallen; von an einander geschlagenen ehernen Körpern, κόμπει χαλκός, das Erz ertönte; auch von irdenen Gefäßen. Gew. übertr., hochfahrende Reden ertönen lassen, großprahlen, aufschneiden. Auch im pass., οὐδ' ὁπλῖται οὔτ' ἐκείνοις ὅσοιπερ κομποῦνται, διεφάνησαν, so viel man prahlerisch behauptet
  • κομπ-ηγόρος, ὁ, Großsprecher
  • κομπηρός, großsprecherisch
  • κομπισμός, ὁ, das Trillern auf einem Instrument
  • κομπο-λᾱκέω, u. κομπο-λᾱκυθέω, in hochtönenden, aber inhaltleeren Worten reden, das Maul voll nehmen, prahlen
  • κομπο-λᾱκύθης, ὁ, Prahlhans, komischer Vogelname ; zur Verhöhnung des Lamachus
  • κομπο-λογία, ἡ, das Prahlen
  • κομπο-ποιέω, großtun
  • κομποῤ-ῥήμων, ονος, prahlerische Reden führend
  • κόμπος, ὁ, Lärm, Geräusch, Rasseln; bes. von zwei aneinanderschlagenden Körpern, wie es entsteht, wenn der Eber seine Zähne segt oder wetzt; vom Gestampf der Tanzenden; übh. Schall, Klang. Gew. übertr., die Prahlerei, das Groß sprechen; im guten Sinne: das Rühmen; κόμπον τὸν ἐοικότα ἀοιδᾷ κιρνάμεν, Ruhm, Lob
  • κομπός, ὁ, der Großprahler
  • κομπο-φακελοῤ-ῥήμων, ονος, prunk-bündel-wortig, komischer Spottname des Aeschylus, mit Hindeutung auf seine kühnen Wortbildungen und Zusammensetzungen
  • κομπώδεια u. κομπωδία, ἡ, das Prahlen
  • κομπ-ώδης, ες, großprahlerisch
  • κομψεία, ἡ, artiges, feines, witziges Wesen, Betragen; für πανουργία, Verschlagenheit, Witzelei
  • κόμψευμα, τό, artige, feine Rede
  • κομψ-ευρῑπιδικῶς, in Euripides feiner, gezierter Art
  • κομψεύω, artig, zierlich, fein machen, fein u. zierlich wovon sprechen. Gew. witzeln, scherzen; pass., προςαγώγιον κεκομψευμένον, fein erfunden
  • κομψο-έπεια, ἡ, witzige Rede
  • κομψο-επής, ές, witzig, zierlich, fein und artig sprechend
  • κομψο-λογέω, fein u. witzig reden
  • κομψο-λόγος, fein u. witzig redend; ἰατρός, ein Charlatan
  • κομψο-πρεπής, ές, von artigem, feinem Anstande
  • κομψός, geschminkt, geziert; bes. von der auf den Leib verwendeten Sorgfalt; übertr. von feinem, zierlichem Benehmen in Worten u. Handlungen, gew. mit dem tadelnden Nebenbegriffe des Künstlichen u. Gezierten, im Ggstz zum Natürlichen, Schlichten u. Einfachen. Auch = verschlagen, listig
  • κομψότης, ητος, ἡ, Artigkeit, Feinheit, Witz, auch Schlauheit
  • κοναβέω, tönen, klingen, rasseln; von metallenen Körpern; ertönen, wiederhallen
  • κοναβηδόν, mit Getöse, Gerassel
  • κοναβίζω, vom Erze
  • κόναβος, ὁ, Geräusch, Getöse, Lärm
  • κόναρος, ὁ, ein immer grünender, dornartiger Baum, auch κόνναρος geschrieben
  • κόνδαξ, ακος, ὁ, das Geschoß, der Nagel. Es soll auch dasselbe Knabenspiel gewesen sein, welches sonst κυνδαλισμός heißt; dah. κόνδακα παίζειν vom Beischlaf
  • κονδῖτος, οἶνος, vinum conditum, der mit Gewürzen angemacht ist
  • κόνδυ, υος, τό, ein Trinkgefäß, ein Pokal; auch ein Maß für Flüssigkeiten, zehn Kotylen haltend
  • κονδύλη, ἡ, Beule, Geschwulst von einem Falle oder Stoß
  • κονδυλίζω, mit der Faust schlagen, bes. ohrfeigen
  • κονδυλισμός, ὁ, das mit der Faust Schlagen, Ohrfeigen; übh. Mißhandlung
  • κονδυλόομαι, anschwellen, auflaufen
  • κόνδυλος, ὁ, 1) das Knochengelenk; τὸ προὖχον κατὰ τὰς συμβολὰς τοῠ δακτύλου, der mittlere Gelenkknochen der Finger; dah. die zusammengeballte Faust, an der die Gelenkknochen hervorstehen, u. der Schlagmitgeballter Faust, der Stoß ins Gesicht, der Puff, die Ohrfeige; εἰ κονδύλοις νουϑετήσεϑ' ἡμᾶς, mit Faustschlägen zurechtweisen; ἀπολῶ γὰρ αὐτὸν ἐμμελείᾳ κονδύλου 1503, nach dem Takt mit der Faust. 2) jede Hervorragung, Geschwulst, Medic.; bes. Verhärtung, Verknöcherung 3) Längenmaß, = 2 δάκτυλοι
  • κονδυλ-ώδης, ες, wie eine harte Geschwulst, geschwollen
  • κονδύλωμα, τό, Geschwulst, Verknöcherung
  • κονδύλωσις, ἡ, die Anschwellung, Geschwulst
  • κονέω, Staub erregen, besonders durch schnelles Laufen, also eilen
  • κονή, ἡ, der Mord
  • κονία, ἡ, 1) der Staub, bes. die zu einer Staubwolke aufgewühlte Erde; oft von dem in der Schlacht Hinstürzenden, auch αἵματι καὶ κονίῃσι verbunden, Blut u. Staub. Der Flußsand, Triebsand. Der Ringerstaub, wit welchem sich die Ringer nach dem Salben bestreuen, um einander fester fassen zu können; dah. ἄνευ κονίας, wie ἀκονιτί, ohne Mühe u. Anstrengung. Auch Kalkstaub, feingeschlagener Kalk zum Tünchen der Wände; auch der Überzug mit Kalk, die Kalktünche selbst. 2) die Asche. 3) das über Asche gegossene Wasser, die Lauge; κονία ἀσβέστου, Kalklauge; κονία στακτή, Tropflange; σαπωναρική, Seifenlauge; πιλοποιητική, Hutmacherlauge; βαλανευτική, Badelauge
  • κονίᾱμα, τό, Anstrich mit Kalktünche; ein Estrich, ausgelegter Fußboden; von Reparaturen an Gebäuden
  • κονίᾱσις, ἡ, das Anstreichen, Überziehen mit Kalktünche, Sp.; auch das Überziehen mit einer anderen Masse, z. B. Pech.
  • κονιᾱτής, ὁ, der mit Kalktünche Überziehende, Anstreichende; Titel einer Comödie des Amphis
  • κονιάω, 1) mit Staub bestreuen, bestauben, beschmutzen. 2) mit Kalk betünchen. Auch = mit Pech überstreichen; eine Grube, Zisterne, deren Seiten mit Kalk überzogen sind
  • κονι-βατία, ἡ, das Gehen im Staube oder Sande
  • κόνικλος, auch κούνικλος und κύνικλος, ὁ, cuniculus, Kaninchen
  • κονίλη, ἡ, ein Kraut, eine Art Origanum
  • κονιό-πους, ποδος, ὁ, ἡ, u. κονιορτό-πους, ποδος, 1) Staubfuß, mit bestaubten Füßen; das Volk in Epidaurus, das auf dem Lande lebte, weil sie, wenn sie in der Stadt erschienen, bestaubte Füße hatten. 2) eine Art leichter Schuhe mit schmalen Sohlen, welche nicht den ganzen Fuß bedeckten, so daß der Fuß bestaubt wird
  • κονι-ορτός, ὁ, aufgeregter Staub, Staubwirbel, Staubwolke. Auch = Asche. In Athen auch ein Schimpfwort für einen schmutzigen Menschen
  • κονιορτόω, mit Staub bestreuen, einstauben
  • κονιορτ-ώδης, ες, wie aufgeregter Staub, staubig
  • κόνιος, staubig; auch Beiname des Zeus
  • κονιόω, Staub machen, bestauben
  • κόνις, ιος u. εως, ἡ, Staub; κεῖτο (der Gefallene); οὐδ' εἴ μοι τόσα δοίη, ὅσα ψάμαϑός τε κόνις τε, d. i. unzählbar Vieles; ὁρῶ κόνιν (also wie κονιορτός, Staubwolke) ἄναυδον ἄγγελον στρατοῠ; βαϑυσκαφεῖ κόνει κρύψον, vom Begraben: Bedecken mit Erde; κόνει φύρουσα κάρα, das Haupt mit Staub bestreuen war Zeichen der Trauer. Asche
  • κόνις, ιδος, ἡ, Eier der Läuse, Flöhe, Wanzen, Nisse
  • κονῑσάλεος, bestaubt, staubig
  • κονίσαλος, Staub, Staubwirbel. In Athen eine Art Dämon, wie Priapus
  • κόνισις, ἡ, Wachsanstrich des Bodens in den Bienenstöcken
  • κονιστικός, ὄρνις, ein Vogel, der sich gern im Sande badet
  • κονίστρα, ἡ, der Staubplatz, ein mit seinem Sande bedeckter Platz, in welchem sowohl die Ringer mit einander kämpfen, als auch Pferde sich wälzen u. tummeln und Vögel sich wälzen u. baden
  • κονίω, mit Staub erfüllen, staubig machen, εὐρὺ κονίσουσιν πεδίον, sie werden die Ebene mit Staub erfüllen, d. i. fliehen; φεῦγον κεκονιμένοι, sie flohen vom Staub umwirbelt; dah. κεκονιμένος geradezu = eilig, eilend. Dah. auch intr., durch Laufen Staub erregen, laufen, eilen, κονίοντες πεδίοιο, hinstäubend durch das Gefilde, von Pferden; von wettrennenden Menschen; κόνισαι λαβών, nimm schnell. Übh. = bedecken mit etwas; bes. = mit Kalk überstreichen, mit Pech überziehen. Med. κονίζομαι, sich im Staube, Sande wälzen, wie die Pferde u. Vögel. Bes. aber von den Ringern, die sich, nachdem sie sich mit Öl gesalbt hatten, den ganzen Leib mit seinem Sande bestreuten, um fester anfassen zu können, u. im Sande kämpften
  • κονι-ώδης, ες, laugenartig
  • κόννος, ὁ, 1) eine Art Ohrenschmuck von zapfenförmiger Gestalt. 2) der Bart am Kinn
  • κοννο-φόρος, einen Haarzopf tragend
  • κονταριο-θήκη, ἡ, Behältnis
  • κοντάριον, τό, kleiner Spieß
  • κοντο-βολέω, mit Stangen, Spießen werfen
  • κοντο-παίκτης, ὁ, der mit der Balanzierstange Tanzende
  • κοντός, ὁ, Stange, Staken, deren drei auf jeder Triere waren; um das Schiff fortzuschieben. Übh. Stange. Auch = Speer
  • κοντο-φόρος, Stangen, Spieße tragend
  • κόντωσις, ἡ, das Fischen mit einer Stange
  • κοντωτά, πλοῖα, mit Staken, Ruderstangen versehene und damit fortgeschobene, nicht geruderte Schiffe
  • κόνυζα, ἡ, eine starkriechende Pflanze, Dürrwurz
  • κονυζίτης, ὁ, οἶνος, mit κόνυζα abgezogener Wein
  • κοόρτις, ιος, ἡ, die röm. cohors
  • κοπάζω, müde werden u. dah. nachlassen, sich legen; vom Wasser eines Sees: fallen; κοπάσαντος τοῦ καύματος, als sich die Sonnenhitze gelegt hatte
  • κόπαιον, τό, ein Stück
  • κοπανίζω, stoßen, zerstoßen, u. Medic. κοπανισμός, ὁ, das Zerschlagen
  • κοπανιστήριον, τό, Gerät zum Zerstoßen, Mörser
  • κόπανον, τό, die Mörserkeule, alles zum Zerstoßen Dienende; πεῖραι κοπάνων ἀνδροδαΐκτων, Beil oder Schwert
  • κοπάριον, τό, ein kleines chirurgisches Messer
  • κοπάς, άδος, ἡ, die beschnittene, gestutzte
  • κόπασις, ἡ, das Ermüden
  • κόπασμα, τό, das Nachlassen
  • κόπειον, τό, das Stück
  • κοπετός, ὁ, das mit Schlagen an die Brust verbundene Wehklagen, planctus; κοπετὸν ποιεῖσϑαι ἐπί τινι, um einen wehklagen
  • κοπεύς, ὁ, der Meißel
  • κοπή, ἡ, das Hauen, Stoßen, der Stoß, Hieb. Auch = ein abschüssiger Ort. Auch = das Gemetzel
  • κόπηθρον, τό, eine wildwachsende Gemüseart
  • κοπηρός, mühsam
  • κοπία, ὴ, das Ermüden, Nachlassen
  • κοπίᾱμα, τό, die Beschwerlichkeit
  • κοπιάτης, ὁ, der Totengräber
  • κοπιάω, ermüden, matt, auch satt und überdrüssig werden; arbeiten, sich anstrengen, Matth. 6, 28
  • κοπίζω, windbeuteln, lügen
  • κοπίζω, die lacedämonische Festmahlzeit κοπίς feiern, mitschmausen
  • κοπίς, ἡ, Schlachtmesser, Opfer-, Kuchen-, Henkermesser; der kurze, krumme Säbel der Barbaren, bes. der Perser; übertr. nennt Demosthenes den Phocion ἡ τῶν ἐμῶν λόγων κοπίς; κέντροιο κοπίς, vom Stachel des Skorpions. Bei den Lacedämoniern hieß so eine gewisse Mahlzeit, die man an einem Feste Fremden vorsetzte
  • κόπις, ὁ, der Zungendrescher (κόπτω), Schwätzer, Windbeutel, ποικιλόφρων, heißt Odysseus
  • κόπος, ὁ, 1) das Schlagen, der Schlag; bes. das Schlagen der Brust, als Zeichen der Wehklage, planctus. 2) Ermüdung nach der Anstrengung, Mattigkeit
  • κοπόω, durch Arbeit erschöpfen. Im pass. erschöpft werden, ermatten
  • κόππα, τό, ein Buchstabe des althellenischen Alphabets, der in das später üblich gewordene nicht aufgenommen wurde, dessen Schriftzeichen. sich aber auf korinthischen u. syrakusischen Münzen erhalten hat; es stand ursprünglich zwischen Π u. Ρ, dem phönicischhebräischen Koph u. dem lateinischen q entsprechend, u. deshalb auch später noch als Zahlzeichen 90 bedeutend. Von einem dummen Menschen, οὐδὲ κόππα γιγνώσκων
  • κοππατίας, ὁ, ἵππος, ein Pferd, dem der Buchstabe Koppa als Zeichen auf dem Schenkel eingebrannt war; es soll Korinth bedeutet haben, wo es vortreffliche Gestüte gab, die auf den Pegasus zurückgeführt wurden
  • κοπρ-αγωγέω, Mist führen, fahren
  • κοπρ-αγωγός, Mist führend
  • κόπρανον, τό, Stuhlgang, Kot
  • κοπρέω, u. κοπρεύω, mit Mist düngen
  • κοπρία, ἡ, Misthaufen, Mist
  • κοπρίας, ὁ, schmutziger Possenreißer, Mistfinke
  • κοπρίζω, mit Mist düngen
  • κοπρι-ήμετος, Kot ausbrechend
  • κοπρικός u. κόπρινος, zum Miste gehörig, dreckig
  • κόπριον, τό, Dünger, Mist
  • κόπρισις, ἡ, u. κοπρισμός, ὁ, das Düngen
  • κοπρι-ώδης, ες, mistartig
  • κοπριών, ῶνος, ὁ, der Mistkäfer
  • κοπρο-βολεῖον, τό, der Ort, wohin man den Mist wirst, Kloake
  • κοπρο-γενής, ές, im Mist erzeugt
  • κοπρο-δοχεῖον, τό, u. κοπρο-δόχος, ἡ, Ort um Mist u. Kot aufzunehmen, Kloake, Mistgrube
  • κοπρο-θέσιον, τό, Ort, wohin man den Mist legt; auch κοπροθήκη
  • κοπρο-λογέω, Mist, Dünger sammeln
  • κοπρο-λόγος, Mist, Dünger sammelnd. Auch = κοπρίας, der unflätige Reden führt
  • κοπρο-μόχθος, im Miste arbeitend
  • κοπρο-ποιός, Mist machend
  • κόπρος, ἡ, Mist. Exkremente von Menschen u. Tieren, Dünger; übh. Schmutz, Kot. Auch = der Mist- oder Viehhof, der Ochsenstall
  • κοπρό-στομος, mit unreinem, unflätigem Munde
  • κοπρο-σύρη, ἡ, das Ausfahren des Mistes
  • κοπρο-φαγέω, Mist fressen
  • κοπρο-φάγος, Mist fressend
  • κοπρο-φορέω, Mist tragen; es wird auf διαφορήσω σ' εἴ τι γρύξεις erwidert κοπροφορήσω σ' εἰ λαλήσεις, 'ich zerreiß dich' - 'ich bescheiße dich'
  • κοπρο-φόρος, Mist tragend; κόφινος, Mistkorb
  • κοπρό-φυρτος, mit Mist beschmutzt
  • κοπρόω, misten, düngen. Übh. besudeln
  • κοπρ-ώδης, ες, übh. schmutzig
  • κοπρών, ῶνος, ὁ, Misthaufe, Kloake
  • κοπρ-ώνης, ὁ, der Mistpächter
  • κοπρ-ώνυμος, mistnamig, nach dem Drecke benannt, Beiname des Kaisers Constantin V.
  • κόπρωσις, ἡ, das Düngen
  • κοπτάριον, τό, von Arzneien in Form kleiner Kuchen
  • κοπτή, ἡ, eine Art Kuchen aus zerstoßenen Stoffen bereitet, bes. aus Sesam u. Weizen; auch von Arzneien in Kuchenform
  • κόπτη, ἡ, Schnittlauch
  • κοπτικός, stoßend, schlagend
  • κόπτω, 1) schlagen, hauen; κόψε δὲ παπτήναντα παρήϊον, er schlug ihn auf die Wange; δούρεσσι μετάφρενον ἠδὲ καὶ ὤμους, treffen, verwunden; auch übertr., ῥήμασι κόπτειν, mit Schmähreden verwunden; erschlagen, schlachten, von Ochsen, von Schweinen, die auf den Kopf geschlagen werden; abhauen; bes. Bäume umhauen; daher ἐπορεύετο κόπτων καὶ κάων τὴν χώραν, das Land verheerend, durch Umhauen der Bäume u. Anzünden des Getreides u. des Strauchwerks, wie der Häuser. Aber σῖτος κόπτεται ist = das Getreide verdirbt, eigtl. wird von Würmern beschädigt; schlagen, verwunden; κόψε γὰρ αὐτὸν κατὰ στῆϑος, von einer Schlange: beißen; von Vögeln: hacken; von Fischen: anbeißen; auch von Schiffen, die einen Stoß der feindlichen erhalten. Übertr., φρενῶν κεκομμένος, wie sonst βεβλαμμένος, vom Wahnsinn. Auch schlagen, um zum Laufen anzutreiben, wie Odysseus die Rosse mit dem Bogen schlägt u. Poseidon die beiden Aias ermutigt; hämmern, schmieden, κόπτε δὲ δεσμούς, vom Hephästus. Bes. auch = Geld schlagen, prägen, νόμισμα μολίβδου, Münze aus Blei; auch med., = schlagen lassen; ϑύραν, an die Tür klopfen, pochen, wie der tut, der in das Haus hineingehen will; zerstoßen, im Mörser. 2) im milderen Sinne: einem lästig fallen, ihn bedrängen, quälen; ermüden, obtundere. Ähnl. von Pferden: stoßen, durch Stoßen den Reiter ermüden. 3) Med. sich schlagen; bes. = sich die Brust schlagen, zum Zeichen der Trauer, dah. trauern, wehklagen, wie plangere
  • κοπ-ώδης, ermüdend, mühselig
  • κόπωσις, ἡ, Ermüdung, Ermattung
  • κορ-ᾱγέω, eine Jungfrau od. die Kore entführen
  • κοράκειος, von Raben, rabenähnlich.
  • κορακεύομαι u. κοράττω, schwarz machen
  • κορακεύς, ὁ, eine Fischart
  • κοράκεων, τῶν, eine Feigenart
  • κορακίας, ὁ, rabenartig; κολοιός, Rabendohle; rabenschwarz
  • κορακικῶς, nach Rabenart
  • κοράκινος, vom Raben, rabenähnlich, rabenschwarz
  • κορακῖνος, ὁ, der junge Rabe. Eine Fischart, die meist in Meere lebt; Νειλῶται, von der schwarzen Farbe benannt
  • κοράκιον, τό, u. κορακίσκος, ὁ, vom Türklopfer. Auch Pflanzenname
  • κορακιστί, in der Rabensprache
  • κορακο-ειδής, ές, rabenartig
  • κόρακος, ὁ, ein Fisch
  • κοραλλίζω, rot wie Korallen sein
  • κοράλλιον, τό, die Koralle, bes. die rote Koralle; Püppchen
  • κοραλλιο-πλάστης, ὁ, der aus Korallen Bildchen macht
  • κόραξ, ακος, ὁ, 1) der Rabe. Sehr gewöhnliche Verwünschungsformel ist ἐς κόρακας, ἄπαγ' ἐς κόρακας, βάλλ' ἐς κόρακας; auch als heftige Frage, οὐκ ἐς κόρακας; geh zum Henker! eigtl. dein Leib möge unbestattet liegen bleiben u. ein Fraß für die Raben werden. Man schwor auch beim Raben. Auch das Sternbild, der Rabe. 2) eine Fischart, wahrscheinlich nach ihrer Farbe benannt. 3) die krumme Spitze am Schnabel des Haushahns; übh. jede hakenförmige Krümmung; a) ein Belagerungswerkzeug; bei Schiffen gebraucht, ein Enterhaken; b) Ein Haken zum Anziehen der Tür, der Türklopfer; c) eine Art Halseisen, sonst κύφων, oder ein anderes Marterinstrument
  • κοραξός, rabenschwarz
  • κοράσιον, τό, u. κορᾱσίδιον, τό, Mägdlein; ein familiärer Ausdruck. Auch = Püppchen
  • κορᾱσι-ώδης, ες, zum Mägdlein gehörig, mädchen- oder puppenhaft
  • κοράττω, schwarz werden; unablässig, ungestüm fordern, von den Raben, die unaufhörlich krächzen u. sich nicht wegjagen lassen
  • κόραυνα, Verdrehung des Wortes κόρη im Munde des Triballers
  • κορδᾱκίζω, den Kordaxtanz tanzen
  • κορδᾱκικός, den Kordarianz betreffend, dazu gehörig
  • κορδᾶκισμός, ὁ, u. κορδάκισμα, τό, das Tanzen des Kordaxtanzes
  • κόρδαξ, ᾱκος, ὁ, ein komischer Tanz der alten Comödie mit üppigen, unanständigen Bewegungen; dem tragischen Tanze ἐμμέλεια u. dem des Satyrdramas σίκιννις gegenüberstehend; κόρδαχ' ἑλκύειν, ihn tanzen; es gilt für ein Zeichen des ἀπονενοημένος, nüchtern diesen Tanz zu tanzen
  • κορδίνημα, τό, Kopfweh, Schwindel
  • κορδυβαλλῶδες πέδον, τό, von κορδύλη, soll einen festgeschlagenen od. gestampften Estrich bezeichnen
  • κορδύλη, ἡ, Kolben, Keule; Beule, Geschwulst. Eine Kopfbedeckung, Kopfputz, cyprisch. Eine kleine Thunfischart
  • κορδύλος, ὁ, u. κορδυλίς, ίδος, ἡ, eine kleine Wassereidechse
  • κορεία, ἡ, der Zustand des Mädchens, die Jungfrauschaft
  • κόρεια, τά, Opferfest der Κόρη, d. i. der Proserpina; eigtl. neutr. von κορεῖος, das Mädchen betreffend
  • κορέννῡμι, u. κορέσκω, sättigen, satt machen; pass. sich sättigen, satt werden. Auch übertr., φυλόπιδος κορέσασϑαι, sich am Kampfe sättigen, des Kampfes satt bekommen; c. partic., ἐπεὶ κλαίουσα κορέσσατο ὃν κατὰ ϑυμόν, da sie sich am Weinen gesättigt, satt geweint hatte; ἐκορέσσατο χεῖρας τάμνων, er bekam das Holzhauen an seinen Händen satt; ὕβρεϊ κεκορημένος, voll Übermut
  • κορεστικός, sättigend, κορεστικῶς, überflüssig, reichlich
  • κόρευμα, τό, die Jungfrauschaft
  • κορεύω, der Jungfrauschaft berauben; wird gew. erkl. 'als Jungfrau leben'; auch 'wie wirst du verheiratet werden?'
  • κορέω, segen, reinigen; übertr., κατάϑου τὸ κόρημα, μὴ κόρει τὴν Ἑλλάδα, fege Griechenland nicht aus
  • κόρη, ἡ, 1) Mädchen, Jungfrau, Tochter; von der Briseis; sehr gew. heißen die Nymphen κοῠραι Διὸς αἰγιόχοιο; die junge Frau, die Neuvermählte. Vorzugsweise heißt so in Attika Proserpina. 2) eine Puppe von Wachs, Ton od. anderen Stoffen. 3) die Pupille im Auge, weil in ihr ein Bildchen des Hineinsehenden erscheint; geradezu für Auge; auch eine Münze in Athen; ein langer über die Hand hinaus reichender Ärmel
  • κόρηθρον, τό, der Besen
  • κόρημα, τό, das Ausgefegte, der Kehricht; der Besen
  • κορθύλος, ὁ, ein Vogel mit einer Kuppe od. Haube
  • κορθύνω, Ζεὺς δ' ἐπεὶ οὖν κόρϑυνεν ἑὸν μένος, nachdem er seinen Zorn steigerte
  • κόρθυς, υος, ἡ, ἐς βορέην ἄνεμον τᾶς κόρϑυος ἁ τομὰ βλεπέτω, von den reihenweise nach der Seite des Schnittes hinliegenden Haufen der abgemähten Ähren
  • κορθύω, in Haufen bringen, erhöhen; κῠμα κορϑύεται, die Woge erhebt sich, schwillt an
  • κορίαννον, τό, Koriander, Kraut u. Samen, wegen der Ähnlichkeit des Geruchs mit κόρις; ein Frauenschmuck, ein Ring
  • κορίδιον, τό, Mägdlein
  • κορίζομαι, wie ein Mägdlein tun, liebkosen, schmeicheln
  • κορικός, mädchenhaft, zärtlich; κορικῶς αἰσχύνεσϑαι, wie ein Mädchen sich schämen
  • κορίνη, ἡ, das Mädchen
  • Κορινθιαστής, ὁ, der Liederliche, Titel einer Comödie des Philetairus
  • κοριο-ειδής, ές, einem Mädchen od. der Pupille ähnlich; von Fischen, mit schimmernden dunklen Schuppen; dem Koriander ähnlich
  • κόριον, τό, Mägdlein
  • κόρις, ιος, die Wanze; ein Fisch. Eine Art Johanniskraut
  • κορίσκη, ἡ, u. κορίσκιον, τό, Mägdlein
  • κορκορυγή, ἡ, u. κορκορυγμός, ὁ, eigtl. das hohle Kollern im Bauche oder in den Eingeweiden; übh. Getöse, Kriegslärm
  • κορμάζω, in Klötze, κορμοί, schneiden, hauen, zerstückeln
  • κορμηδόν, wie ein Klotz
  • κορμός, ὁ, ein Stück vom Stamme, ein vom Stamme geschnittenes od. gehauenes Stück, Klotz, Kloben; aber ναυτικοί = Ruder; auch = der Rumpf
  • κορνοπίων, ωνος, ὁ, Beiname des Herakles, der Heuschreckenverscheucher
  • κόρνοψ od. κόρνωψ, οπος, ὁ, bei den Oetäern = πάρνωψ, eine Heuschreckenart
  • κόρ-οιφος, von οἰφέω, der ein Mädchen beschläft
  • κορο-κόσμιον, τό, Mädchenputz; eigtl. = hölzerne Puppen
  • κορο-πλαθικός, ή, όν, zum Puppenbilden gehörig
  • κορο-πλάθος, Puppen aus Wachs od. Ton bildend
  • κόρος, ὁ, die Sättigung, das Sattsein, Sattbekommen; αἶψά τε φυλόπιδος πέλεται κόρος ἀνϑρώποις, sie bekommen die Schlacht bald satt; ἐπεὶ δὲ πολλῶν δακρύων εἶχεν κόρον, als sie sich satt geweint hatte; dah. Überdruß, Ekel, auch aus der Überfülle des Glücks entspringender Übermut; πρὸς κόρον, bis zur Sättigung; ἐς κόρον, zur Genüge; ἄχρι κόρου, bis zum Ekel
  • κόρος, ὁ, Knabe, Jüngling, Sohn, von dem frühesten Alter an; in der Odyss. werden auch öfters die Freier mit κοῠροι angeredet u. sonst heißen die gemeinen Krieger so; auch häufig die bei Opfern u. Festschmäusen aufwartenden Diener; κοῦροι Ἀχαιῶν, die junge Mannschaft der Achäer; ὁ Διὸς Ἀλκμήνας κόρος, Sohn. In Lacedämon hießen die Ritter so. Überh. = Schoß, Sprößling, auch an Bäumen u. Pflanzen
  • κόρος, ὁ, der Besen; ein Maß von sechs attischen Medimnen
  • κορσεῖον, τό, die Schläfen
  • κόρση, ἡ, die Seite des Kopfes, die Schläfe; ἐπὶ κόῤῥης τύπτειν, einen Backenstreich, eine Ohrfeige geben. Der ganze Kopf
  • κόρσης, ὁ, der sich die Haare abschneidet, den Bart sich scheren läßt
  • κορσιόεις, εσσα, εν, mit Haaren
  • κόρσιον, τό, die knollige Wurzel der Lotospflanze
  • κορσωτεύς, ὁ, u. κορσωτήρ, ῆρος, ὁ, der Scherer, Bartscherer
  • κορσωτήριον, τό, Barbierstube
  • κορυβαντιασμός, ὁ, die Feier, das Fest der Korybanten, eine mit korybantischen Gebräuchen vorgenommene Weihe; von der Begeisterung. Vgl. κορυβαντιάω, κορυβαντίζω, κορυβαντικός, κορυβαντισμός unter Κορύβας
  • κορυδάλιον, τό, eine Pflanze
  • κορυδαλλός, ὁ, u. κορυδαλλίς ίδος, ἡ, die Haubenlerche
  • κόρυδος, ὁ, u. ἡ κορυδός, Kuppen-, Haubenlerche
  • κόρυζα, ἡ, Erkältung u. daraus entstandene Krankheit, die sich am Kopf (κόῤῥη, κορυς) zu zeigen pflegt, Schnupfen, Katarrh; auch die Unreinigkeit der Nase, der Rotz. Weil dadurch die Geruchs- u. Gehörwerlzeuge abgestumpft werden, Stumpfsinn übh., Dummheit, wie pituita
  • κορυζάω, den Schnupfen haben. Übertr., stumpfsinnig, einfältig sein
  • κορυζ-ώδης, ες, schnupfig
  • κορυθ-άϊξ, ἶκος, den Helm erschütternd, so daß sich der Helmbusch bewegt
  • κορυθ-αίολος, den Helm, den Helmbusch schnell bewegend; mit flatterndem Helmbusch; ἱππολόφων λόγων κορυϑαίολα νείκη, helmumflatterter Kampf
  • κορυμβάς, άδος, ἡ, die Schnur am Rande des Netzes, mit der man dieses zusammenzieht
  • κορυμβίας, ὁ, Traubenbüschel (κόρυμβοι) tragend
  • κόρυμβος, ὁ, das Oberste, Äußerste, die Spitze, Kuppe; 1) der mit Zierraten versehene Spiegel der Schiffe. 2) vom Haare, wie κρώβυλος, ein geflochtener Haarbüschel od. Haarzopf, der spiralförmig aufgewickelt u. auf dem Scheitel mit einer Haarnadel befestigt wurde, bes. bei Jungfrauen. 3) der traubenförmige Fruchtbüschel einer Pflanze, die Blütentraube
  • κορυμβο-φόρος, Blütentrauben oder Fruchtbüschel tragend
  • κορυμβόω, zu einem κόρυμβος machen; mit geflochtenem u. aufgewickeltem Haare
  • κορυμβιώδης, ες, Blütentrauben ähnlich
  • κορυνάω, kolbige Sprossen od. Blütenknospen treiben
  • κορύνη, ἡ, 1) Keule, Kolbe, ein Knittel, oben mit einem dickeren Ende; bes. Streitkolben, σιδηρείη, mit Eisen beschlagen od. von Eisen; Hirtenstab. 2) bei Pflanzen Blütenkolbe, -knospe, übh. Schoß. 3) = πόσϑη; des Esels
  • κορύνησις, ἡ, das Treiben kolbiger Sprossen od. Blütenknospen
  • κορυνήτης, ὁ, der Keulenträger, der mit einer Streitkolbe bewaffnete Krieger; so hieß ein berüchtigter Räuber
  • κορυνη-φόρος, Keulen, Kolben tragend; οἱ κορυνηφόροι hießen die Keulen tragenden Trabanten des Peisistratus. Beiname des Priapus. So hießen die zwischen den Freien u. den Sklaven stehenden Bauern der Sicyonier
  • κορυνιόεις, εσσα, εν, kolbig; πέτηλα, sprossende Pflanzenkeime
  • κορυπτίλος, ὁ, der Stößige, der mit den Hörnern stößt
  • κορύπτω, mit dem Kopfe, mit den Hörnern stoßen
  • κόρυς, υϑος, ἡ, Helm, Sturmhaube; von Metall u. dadurch von der ledernen κυνέη unterschieden, obwohl Agamemnons Helm κυνέη u. κόρυς heißt; auch für Kopf
  • κορύσσω, mit dem Helm versehen, wappnen, rüsten, zum Kampf anregen; einrichten, wie βίον κορυσσέμεν ὀρϑοβούλοις μαχαναῖς, das Leben ausrüsten (gegen das Unglück). Häufiger med., sich rüsten, waffnen; u. perf. pass. κεκορυϑμένος, gerüstet, gewappnet. Übh. anschwellen lassen, erheben; daher im pass. = sich erheben, anschwellen, von den Meereswogen
  • κορυστής, ὁ, der Gehelmte, Gewappnete, der Kämpfer
  • κορυστός, gehäuft; bes. vom Getreidemaß
  • κορυφᾱ-γενής, heißt Athene, die Hauptgeborne, die aus dem Haupte des Zeus hervorgegangene
  • κορυφαία, ἡ, der Teil am Pferdezaum, durch welchen das Gebiß am Kopfe befestigt u. gehalten wird, der Kopf-, Stirnriemen
  • κορύφαινα, ἡ, ein Fisch
  • κορυφαῖον, τό, der obere Rand des Stellnetzes
  • κορυφαῖος, obenan, an der Spitze stehend, ὁ κορυφαῖος, der Oberste, der Anführer; die Parteihäupter. Bes. der Chorführer, Vorsänger, Vortänzer des Chors; unterschieden von den Choregen. Als Beiname des Zeus (Jupiter capitolinus) u. der Artemis
  • κορυφάς, άδος, ἡ, der Rand des Nabels
  • κορυφή, ἡ, eigtl. der Scheitel, Wirbel am Kopf; der oberste Teil des Kopfes, zwischen βρέγμα u. ἴνιον liegend. Bes. auch Berghaupt, Berggipfel. Der Scheitelpunkt des Winkels; die Spitze des Dreiecks; Fingerspitzen. Auch ein Teil eines Knochens. Übh. das Höchste, Vortrefflichste; παντὸς ἔχει κορ υφάν, den Gipfel von allem; die höchste Gewalt; die Hauptsache; τὴν κορυφὴν ἐπιτιϑέναι, den Gipfel hinzufügen, beendigen, vollenden
  • κορυφιστήρ, ῆρος, ὁ, am Pferdezaum
  • κορυφιστής, ὁ, am Pferdezaum; ein Hauptschmuck der Frauen
  • κόρυφος, ὁ, ein kleiner Vogel
  • κορυφύω, etwas zu einem Gipfel, einer Spitze machen, es auf die höchste Höhe bringen, vollenden. Pass., κῠμα κορυφοῦται, die Woge gipfelt sich, erreicht ihre höchste Höhe; τὸ ἔσχατον κορυφοῦται βασιλεῦσιν, den Königen gipfelt sich das Höchste, d. i. die Könige erreichen das höchste Glück. Von Zahlen, in eine Hauptsumme zusammenziehen, addieren; von den Pyramiden, εἰς μονάδα κορυφοῠσϑαι, in eine Spitze, die eins ist, zusammenlaufen
  • κορυφ-ώδης, ες, gipfelartig, sich spitz erhebend
  • κορύφωμα, τό, die Spitze, der Gipfel
  • κορύφωσις, ἡ, das Addieren, das in eine Hauptsumme Zusammenfassen
  • κορων-εκάβη, ἡ, ein uraltes Weib, so alt wie Hekabe, eine zweite Hekabe, die das Alter der Krähe erreicht, welche nach der Sage 900 Jahre lebt
  • κορώνεως, ω, συκῆ, ἡ, von der Farbe benannt, krähenfarbige, graue Feige
  • κορώνη ἡ, 1) ein Meervogel, die Meerkrähe. Die eigentliche Krähe. Man schrieb ihr ein langes Leben zu; dah. ὑπὲρ τὰς κορώνας βεβιωκώς, von sehr alten Leuten. 2) alles Gebogene, Gekrümmte; a) der Ring an der Haustür, mit dem diese zugezogen wird; auch wie κόραξ, ein Türklopfer; b) das äußerste, gekrümmte und mit einem Ringe versehene Ende des Bogens, von Metall, an dem man die Bogensehne befestigte. c) das gebogene Hinterteil des Schiffes und die daran angebrachten Verzierungen; d) das äußerste, gekrümmte oder in einen Knopf auslaufende Ende der Pflugdeichsel, woran das Joch mit dem Jochriemen befestigt wurde; e) Kranz, Krone, corona; 3) aus b folgt die Verbindung κο-ρώνην ἐπιϑεῖναί τινι, z. B. τῷ βίῳ, ein Ende, den Beschluß machen
  • κορωνιάω, 1) eine κορώνη bilden, sich krümmen, κορωνιόωντα πέτηλα, gebogene Blätter. 2) vom Stiere, Hals u. Hörner hoch tragen, als Ausdruck des Mutes; übertr. von Menschen, stolz tun, sich brüsten
  • κορωνιδεύς, ὁ, das Junge der Krähe
  • κορωνίζω, mit einer Krähe einsammeln, betteln, indem man eine Krähe auf der Hand hält u. Bettellieder, κορωνίσματα singt
  • κορώνιον, τό, eine Pflanze
  • κορώνιος, gekrümmt, krummhornig
  • κορωνίς, ίδος, ἡ, 1) gekrümmt; a) Beiwort der Schiffe, die mit gekrümmtem Hinterteil versehen sind; b) krummhornig, Rinder. 2) subst., alles Gekrümmte, Gebogene; bes. a) ein gewundener u. verschlungener Federzug, Schnörkel, den man am Schluß eines Buches oder eines Abschnittes in demselben anbrachte; dah. übh. Schluß, Ende; wo das Leben mit einem Buche verglichen ist; auch ἄχρι κορωνίδος, bis zum Schluß, bis zu Ende. Dah. auch das Äußerste, Höchste, Vortrefflichste einer Sache; b) Kranz; c) bei den Gramm. das dem spiritus lenis gleiche Zeichen für die Krasis; d) eine Verzierung am Kapitäl der Säulen
  • κορώνισμα, τό, das Krähenlied
  • κορωνιστής, ὁ, der mit einer Krähe herumzieht u. indem er ein Lied dazu singt, Gaben einsammelt, bettelt
  • κορωνο-βόλος, Krähen schießend; τὸ κορ., ein Werkzeug, etwa eine Schleuder, um Krähen u. andere Vögel zu schießen
  • κορωνο-πόδιον, τό, ein Kraut
  • κορωνοποδο-ειδής, ές, von der Art des folgenden Krautes
  • κορωνό-πους, ποδος, ὁ, Krähenfuß, ein Kraut
  • κορωνός, gekrümmt, gebogen; βοῦς, mit krummen Hörnern

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