003 Wörterbuch altgriechisch - deutsch
ἀγόρασις - ἀ-δεισί-θεος

  • ἀγόρασις, zum Kauf gehen, Kauf
  • ἀγόρασματα, Waren
  • ἀγορασμός, das Kaufen
  • ἀγοραστής, der Käufer. Bes. hieß so der den Einkauf für die Küche besorgende Sklave, der später ὀψωνάτωρ hieß
  • ἀγοραστικός, den Handel betreffend, kaufmännisch
  • ἀγοραστός, gekauft
  • ἀγορατρός, Abgeordneter bei der Amphiktyonenversammlung
  • ἀγορᾶχος, weibliches Amt
  • ἀγορευτήριον, Platz zum Sprechen
  • ἀγορεύω, Reden in einer Versammlung halten; sich als Angehöriger der Versammlung betätigen; in der Versammlung überh. öffentlich reden; vom Herold: verkündigen lassen; Volksversammlungen; für sprechen, sagen
  • ἀγορῆθεν, aus der Versammlung
  • ἀγορήνδε, zur Versammlung
  • ἀγορητής, Sprecher od. Redner in der Versammlung; auch vom Thersites; vom Plato
  • ἀγορητύς, Beredtsamkeit
  • ἀγός, Führer, Heerführer
  • ἄγος, Befleckung, schweres Verbrechen, Blutschuld, Frevler
  • ἅγος, l) eigtl. Verehrung, Scheu; was Gegenstand heiliger Scheu ist, Heiligkeit. 2) Opfer, Sühnung, Abwendung einer Schuld; jedes einer Sühnung bedürftige Verbrechen
  • ἀγοστός, Hand, die gekrümmte Hand, Greifhand
  • ἄγρα, Jagd, Fang, Fangen, Ergreifen, auch Jagdweise; sowohl das Jagen selbst als das Gefangene: die Beute, das Wild
  • ἄγραδε, auf das Land
  • Ἀγραῖοι, aitolischer Volksstamm; Ἀγραΐς, ihr Gebiet
  • ἀγραῖος, zur Jagd gehörig, δαίμονες, Beschützer der Jagd; Apollon
  • ἀ-γραμματία, Mangel an Bildung
  • ἀ-γράμματος, 1) ohne wissenschaftliche Bildung, ungebildet, unbeschult; bes. der nicht lesen u. schreiben kann. 2) nicht aufgeschrieben, ungeschrieben; auch: unverständlich, von Lauten
  • ἀ-γραμμής, ohne Linie, einem Punkte gleich
  • ἄ-γραμμος, ohne Linie
  • ἄ-γραπτος, ungeschrieben, ἄγραπτα νόμιμα, das ungeschriebene, innere Sittengesetz
  • ἀγρ-αυλέω, auf dem Felde unter freiem Himmel sein, wohnen
  • ἀγρ-αυλὴς κοίτη, das Lager auf dem Felde
  • ἀγρ-αυλία, das Leben od. Übernachten auf dem Felde, unter freiem Himmel
  • ἄγρ-αυλος, auf dem Felde od. im Freien wohnend, dessen Wohnsitz od. Aufenthaltsort auf dem Felde ist, hausend, auf dem Felde weilend od. übernachtetend. Auch von Sachen: ländlich
  • ἀ-γραφίου γραφή, Klage wegen falscher Tilgung aus den Listen der Staatsschuldner
  • ἀ-γραφίου δίκη, Klage gegen Staatsschuldner, welche ihre Namen aus der Schuldenliste hatten streichen lassen, ehe sie die Schuld gezahlt hatten
  • ἄ-γραφος, ungeschrieben, 1) bes. νόμος, ein nicht aufgeschriebenes Natur- od. Sittengesetz. 2) nicht eingeschrieben (in den Bündnisvertrag), neutral
  • ἀγρεῖος, vom Lande, bäurisch, plump
  • ἀγρειοσύνη, ländliche Lebensweise, od. besser: wilde Raserei des Cybelepriesters
  • ἄγρειφνα, Harke
  • ἀγρέμιον, Fang
  • ἀγρεμών, Jäger
  • ἀγρεσία, Jagd
  • ἀγρετεύω, ein ἀγρέτης (ἀγείρω), eine Magistratsperson bei den Lacedämoniern sein
  • ἀγρέτης, Sammler, Anführer, Führer
  • ἄγρευμα, 1) Jagdbeute, übertr. jede Beute, Fang. 2) Fangnetz, Jagdgerät
  • ἀγρεύς, der Fänger, Jäger, Fischer; Beiwort des Apollo, Pan, Poseidon; ein Vogel
  • ἀγρεύσιμος, leicht zu fangen
  • ἄγρευσις, das Fangen
  • ἀγρευτήρ, der Fänger, Jäger
  • ἀγρευτής, dass., Beiwort des Apollo
  • ἀγρευτικός, zum Jagen gehörig od. geschickt
  • άγρεύω, jagen, fangen; übertr. nachjagen, dürsten nach etw.; bes. auch in erotischen Gedichten; λόγῳ ἀγρεύειν
  • ἀγρέω, jagen, fangen, ergreifen, nehmen; ἄγρει, eine förmliche Interjektion: wohlan! vorwärts!
  • ἀγρηνόν, Jagdnetz; auch ein netzförmiges wollenes Oberkleid der Wahrsager
  • ἀγριαίνω, wild od. zornig werden od. sein; zürnen; vom Flusse: wüten
  • ἀγρι-άμπελος, wilder Weinstock
  • Ἀγριᾶνες, thrakischer Volksstamm am Haimos
  • Ἀγριάνης, Nebenfluss des Hebros in Thrakien
  • ἀγριάς, ländlich
  • ἀγριάω, den wild gewordenen
  • ἀγρίδιον, kleines Landgut
  • ἀγρι-ελαία, dem folgenden
  • ἀγρι-έλαιος, wilder Ölbaum
  • ἀγρίζομαι, gereizt werden
  • ἀγριηνὰ πετεινά, wilde
  • ἀγριμαῖος, wild
  • άγρι-μέλισσα, wilde Melisse
  • ἀγριο-απίδιον, wilder Birnbaum
  • ἀγριο-βάλανος, wilder Eichbaum
  • ἀγριό-βουλος, wilden Sinnes
  • ἀγριο-δαίτης, wilde Früchte essend, im Orakel
  • ἀγριόεις, Traube
  • ἀγριό-θῡμος, wilden Sinnes
  • ἀγριο-κάρδαμον, wilde Kresse. Ebenso ἀγριοκοκκύμηλον, -κολοκύνθη, -κρόμμυον, -κύμῑνον, -λάχανα, -μαλάχη, -μηλον, -μυρίκη, -πήγανον, -ορείγανος, -σέλινον, -σταφύλη u. σταφυλίς, σῡκον, -φαγρος, -χοιρος
  • ἀγριό-μορφος, von wilder Gestalt
  • ἄγριον, Meerrettig
  • ἀγριο-πετεινάλιον, = -πέτεινον, Wiedehopf
  • ἀγριο-ποιέω, wild machen
  • ἀγριο-ποιός, der wilde Helden dichtete; wilde Menschen darstellend
  • ἀγρι-όρνῑθες, wilde Hühner
  • ἄγριος, 1) auf dem Felde lebend, wild, ländlich, unkultiviert, zunächst von Tieren, auch von Pflanzen u. Gegenden: im Naturzustand, dem ἥμερος, Kulturzustand, entgegengesetzt; der Landmann. 2) Da bes. die Raubtiere in diesem Zustand bleiben: die Wildheit u. Grausamkeit dieser. Dah. von Menschen: wild, zornig, heftig u. überh. von leidenschaftlichen Gemütszuständen: bösartig, grausam. Dah. bei den Ärzten von bösartigen Geschwüren: unheilbar. Es geht dann in den Begriff des rohen, bäurischen über. 3) vom Felde: unbebaut. Adv. ἀγρίως, wild, heftig, ungestüm
  • ἀγριότης, 1) der wilde Zustand der Pflanzen, Wildheit der Tiere u. übertr. 2) Rohheit, Leidenschaftlichkeit, der πρᾳότης entgeggstzt
  • ἀγριο-φάγοι, vom Wild, von wilden Früchten lebend
  • ἀγριο-φανής, roh erscheinend
  • ἀγριό-φρων, wildgesinnt
  • ἀγριό-φυλλον, (Wildblatt) eine Pflanze
  • ἀγριό-φωνος, mit wilder, roher od. rauher Stimme od. Sprache
  • ἀγριο-χηνάριον, wildes Gänschen
  • ἀγριο-ψωρία, wilde, bösartige Krätze
  • ἀγριόω, wild machen, pass. verwildern, zunächst von Pflanzen; vom Lande; übertr. erzürnen, erbittern; wild od. zornig werden
  • Ἀγρίππας, 1) Agrippa, Feldherr des Augustus. 2) Herodes
  • ἄγρ-ιππος, bei den Laconiern der wilde Ölbaum
  • ἀγρι-ώδης, wild aussehend, wild
  • Ἀγριώνιος, heißt Bacchus; sein Fest in Böotien Ἀγριώνια
  • ἀγρι-ωπός, wild blickend
  • ἀγρο-βάτης, der auf dem Lande einhergeht, übers Feld gehend
  • ἀγρο-βότης, auf dem Felde od. der Flur weidend
  • ἀγρο-γείτως, deren Landgüter aneinander stoßen, Flurnachbar
  • ἀγρο-δίαιτος, auf dem Lande, bäurisch lebend
  • ἀγρο-δόται, Jagdbeute verleihend
  • ἀγρόθεν, vom Lande, vom Felde her
  • ἀγρόθι, auf dem Lande
  • ἀγροικία, 1) das Leben auf dem Lande, Landaufenthalt, das Land selbst. 2) bäurisches Wesen, Rauheit, Plumpheit
  • ἀγροικίζομαι, sich bäurisch od. roh betragen
  • ἀγροικικός, bäurisch, plump, roh
  • ἀγρ-οῖκος, 1) das Land bewohnend, ländlich. 2) Dah. bäurisch, grob, ungesittet, roh, tölpelhaft, ungebildet; bes. ἀγρ. εἰπεῖν, einen derben, übertriebenen Kraftausdruck brauchen, wie ihn die attische Urbanität vermied. 3) übertr. vom Boden: unbebaut. Adv. -οίκως, bäurisch, grob
  • ἀγροικό-σοφος, ein ungebildeter Weiser
  • ἀγροικό-τονον, bäurisch klingend
  • ἀγροικ-ώδης, bäurisch
  • ἀγροιώτης, feld- od. landbewohnend, Landmann, Bauer; fem. ἀγροιῶτις
  • ἀγροιωτικός, bäurisch
  • ἀγρο-κήπιον, Gartenfeld
  • ἀγρο-κόμος, der Verwalter eines Gutes
  • ἀγρόνδε, auf das Land
  • ἀγρο-νομία, das Amt des -νόμος, eines Beamten in Athen, Aufsehers über die Stadtländereien
  • ἀγρο-νὁμος, land- od. feldbewohnend; von Tieren: auf dem Felde lebend; subst. Landmann
  • ἀγρό-νομος, als Acker beweidet, ländlich
  • ἀγρός, Acker, ager, bearbeitetes Land, Feld, bes. ländliche Besitzung od. Landgüter im Ggstz. der Stadt. Oft im plur., wo wir kollectiv. das Land sagen
  • ἀγροσύνη, Fang
  • ἀγρότερος, 1) auf dem Felde lebend, wild, von Tieren. Dah. Landleute. Ἄτρεμις ἀγροτέρα, flurliebend, die Jägerin, Beiwort der Artemis
  • ἀγροτήρ, der ländliche, heißt Merkur
  • ἀγρότης, Landmann
  • ἀγροτικός, ländlich
  • ἀγρότις, ländlich
  • ἀγρο-φύλαξ, Feldwächter
  • ἀγρυμένη, gefangen
  • ἀ-γρυξία, (Nichtmucksen,) Verstummen
  • ἀγρ-υπνέω, schlaflos sein, wachen
  • ἀγρ-υπνητήρ, der Wachende
  • ἀγρ-υπνητικός, wachsam
  • ἀγρ-υπνία, Schlaflosigkeit. Das Wachbleiben, Wachen
  • ἄγρ-υπνος, schlaflos; wachsam; τὸ ἄγρ., Wachsamkeit. Den Schlaf vertreibend
  • ἀγρ-υπν-ώδης, Schlaflosigkeit bewirkend
  • ἀγρώσσω, jagen, fangen; von einem Vogel
  • ἀγρώστης, Landmann; Jäger; eine Spinnenart
  • ἀγρωστῖνος, bäuerisch, Titel eines Stückes des Epicharmus
  • ἀγρῶστις, Jägerin
  • ἄγρωστις, Futterkraut, Quecken, eine Grasart
  • ἀγρώστωρ, (Jäger), Fischer
  • ἀγρώτης, auf dem Lande befindlich, subst. Landmann
  • ἀγυιά, Straße od. Weg einer Stadt; im plur. für Stadt od. Gegend
  • ἀγυιαῖος, die Straße betreffend
  • ἀγυιάτης, Straßenbeschützer, Beiname des Apollo
  • ἀγυιᾶτις, 1) Verehrung des Apollo ἀγυιεύς. 2) Nachbarin, Genossin; Semele Ὀλυμπιάδων ἀγυιᾶτις
  • ἀγυιεύς, Apollo als Schirmherr der Straßen; dessen Altäre und rohe Bildsäulen, ὀβελίσκοι, vor den Haustüren aufgestellt waren; dessen Altar βωμὸς ἀγ.; an diesem brachte man Opfer dar, was κνισᾶν ἀγυιᾶς heißt
  • ἀγυιο-πλαστέω καλιάς, Nester straßenweise bauen
  • ἄ-γυιος, gliederschwach
  • Ἄγυλλα, Stadt in Etrurien, später Cäre. Ἄγυλλαῖος, Einwohner
  • ἀ-γυμνασία, Mangel an Übung od. Bildung, Ungelenkigkeit
  • ἀ-γύμναστος, 1) ungeübt, unerfahren. 2) nicht geplagt, nicht gequält. Adv. -άστως, ungeübt, ungewohnt
  • ἀ-γύναικος, ἀ-γύναιξ, ἀ-γύναιος, ohne Weib
  • ἀγύνης, ἄ-γυνος, vor
  • ἄγῠρις, Versammlung, Menge
  • ἄγυρμα, das Gesammelte
  • ἀγυρμός, das Herumgehen u. Einsammeln
  • Ἀγύρριος, athenischer Demagoge
  • ἀγυρτάζω, einsammeln, herumgehend als Bettler: zusammenbetteln, oder reisend, Gastgeschenke
  • ἀγυρτεία, Bettelei
  • ἀγυρτεύω, betteln
  • ἀγύρτης, der herumzieht und Geld einsammelt, Priester der Cybele; Bettler, Gaukler, Betrüger; δόλιος, Bettelpriester, betrügerischer Pfaffe
  • ἀγυρτικός, bettlerisch u. gauklerisch
  • ἀγύρτρια, ἀγυρτίς, Bettlerin, Landstreicherin
  • ἀγυρτ-ώδης, bettelhaft
  • ἄγχ-αυρος, der letzte Teil der Nacht gegen Morgen
  • ἀγχέ-μαχος, den Kampf ins Gedränge bringend = in der Nähe kämpfend, Nahkämpfer
  • ἀγχ-ήρης, nahe
  • ἄγχῐ, 1) adv. nah. 2) praep. nahe, bei. Adv. sehr nah, ganz nahe, am nächsten, zunächst; zeitlich: jüngst, vor kurzem
  • ἀγχί-αλος, 1) nahe am Meer (von Städten). 2) von Inseln: nahe am Gestade, vom Meere umgeben: meerumschlungen
  • ἀγχι-βαθής, nahe am Gestade od. gleich am Ufer tief; übh. tief
  • ἀγχι-βατέω, nahe hinzutreten
  • ἀγχι-βάτης, nahe hinzutretend
  • ἀγχί-γαμος, der Hochzeit nahe
  • ἀγχί-γειος, Landnachbar
  • ἀγχι-γείτων, nahe od. ganz benachbart
  • ἀγχί-γυος, Landnachbar
  • ἀγχί-δομος, nah gebaut, benachbart
  • ἀγχι-θάλασσος, nah am Meere
  • ἀγχι-θανής, dem Tode nahe
  • ἀγχί-θεος, den Göttern nahe od. verwandt
  • ἀγχί-θρονος, nahe thronend
  • ἀγχί-θῠρος, (der Tür nahe) benachbart, nahe
  • ἀγχι-κέλευθος, nahe am Wege, nahe
  • ἀγχί-κρημνος Αἴγυπτος, dicht an Höhen gelegen
  • ἀγχί-λωψ, Augengeschwür
  • ἀγχι-μαχητής, Nahkämpfer, nah kämpfend
  • ἀγχί-μολος, nahe kommend, nahe
  • ἄγχιμος, nahe
  • ἀγχι-νεφής, wolkennahe
  • ἀγχί-νοια, Scharfsinn, Gewandtheit des Geistes, schnell u. leicht etwas aufzufassen u. zu beurteilen, Urteilsfäigkeit; Geistesgegenwart, Schlagfertigkeit
  • ἀγχί-νοος, einer, der den Geist nahe od. gegenwärtig hat; schnellauffassend, scharfsinnig
  • ἀγχί-πλους, nahe (fahrend), kurze Seefahrt
  • ἀγχί-πολις, der Stadt nahe, benachbart, sie schützend
  • ἀγχί-πορος, nahe wandelnd, begleitend. Allgem.: nahe
  • ἀγχί-πους, fußnahe, nahe
  • ἀγχίῤ-ῥοος, nahe fließend
  • Ἀγχίσης, Sohn des Kapys, Gemahl der Aphrodite, Vater des Äneas. Ἀγχισιάδης, Sohn des Anchises = Äneas
  • ἀγχί-σπορος, den Göttern verwandt
  • ἀγχιστεία, nahe Verwandtschaft, Geschlechtsverwandschaft. Dah. Erbfolgerecht; das Gesetz darüber
  • ἀγχιστεῑον, dass
  • ἀγχιστεύς, der Nächstverwandte (Erbberechtigte, von συγγενεῖς unterschieden, die nicht solche Berechtigung haben, u. von οἰκεῖοι, durch Heirat Verwandte)
  • ἀγχιστεύω, nahe verwandt u. dah. erbberechtigt sein; benachbart sein
  • ἀγχιστὴρ, (der Nahverwandte) (Mit-)Urheber
  • ἀγχιστικός, verwandtschaftlich
  • ἀγχιστίνδην, der Verwandtschaft gemäß
  • ἀγχιστῖνος, nahe aneinander, dicht nebeneinander; dicht gedrängt
  • ἄγχιστος, der Nächste (vom Orte u. von Verwandtschaft)
  • ἀγχί-στροφος, dem Umkehren, Verändern nahe; plötzliche od. schnelle Veränderungen; veränderlich, wankelmütig
  • ἀγχι-τέλεστος, ἀγχι-τελής, der Erfüllung nahe
  • ἀγχι-τέρμων, angrenzend, benachbart
  • ἀγχί-τοκος, der Geburt nahe
  • ἀγχι-φανής, nah erscheinend
  • ἀγχί-φυτος, nahe gepflanzt
  • ἀγχόθεν, aus der Nähe
  • ἀγχόθι, in der Nähe, nahe
  • ἀγχονάω, erhenken, erwürgen
  • ἀγχόνειος, Strick zum Erdrosseln
  • ἀγχόνη, das Erdrosseln, Erhenken; auch: der Strick od. die Schlinge selbst. Dah. übh. Angst u. Qual
  • ἀγχονίζω, erhenken
  • ἀγχονιμαῖος, Tod durch Erhenken
  • ἀγχόνιος, zum Erdrosseln dienend
  • ἀγχόσε, in die Nähe hin-
  • ἀγχοῦ, nahe
  • ἄγχ-ουρος, nah grenzend
  • ἄγχουσα, Pflanze (Ochsenzunge), aus deren Wurzel die Frauen rote Schminke machten
  • ἀγχουσῖζομαι, sich schminken
  • ἄγχω, die Kehle zuschnüren, erwürgen. Dah. erdrosseln; überh. mißhandeln, beängstigen, quälen, zusammenpressen od. -schnüren; von Glaubigern und vom Eintreiben einer Schuld
  • ἀγχ-ώμαλος, sehr ähnlich, fast gleich
  • ἄγω, führen, leiten, treiben, bringen; 1) belebte Wesen; vom Wegweiser. -  2) anführen (vom Feldherrn); treiben, führen, von den Göttern u. dem Schicksal; den Staat lenken, regieren; von Leidenschaften, Furcht u. Hoffnung geleitet werden, und so allgemeiner aufs Geistige übertragen; geistig anleiten, erziehen. 3) von leblosen Dingen, so bes. von Waren. -  4) Geschenke bringen; von Schiffen und Wagen: führen, hinführen, fortführen, in Bewegung setzen, tragen. 5) mitbringen, mitnehmen, mit sich führen, mit sich bringen. 6) gewaltsam mit sich nehmen u. forttreiben; bes. Menschen u. Vieh wegtreiben und alles bewegliche Eigentum fortschleppen, verfolgen, rauben und plündern; dagegen in der Bdtg: herbeiführen und tragen, ohne feindliche Beziehung; auch allein: mit Gewalt fortschleppen. 7) vor Gericht führen, schleppen, anklagen. 8) herbeiholen, ans Licht bringen. 9) achten, schätzen (lat. ducere); j-n ehren, in Ehren halten; vorziehen. 10) von der Waagschale entlehnt: die Schale ziehen, wiegen, aufwiegen, schwer sein; auch: wert sein. 11) einen dauernden Zustand hinbringen, durchführen; dah. zur Bestimmung des Lebensalters; für sich führen, mitbringen, auch vom Vater, der dem Sohne eine Frau zuführt; imperat. ἄγε wird abdverb. bei Aufforderung gebraucht, auf! wohlan! age! agite! - 12) übertr. treiben; intrans. tätig sein, handeln; trans. etwas treiben: betreiben, vollbringen, veranstalten, veranlassen, j-m etw. bringen; schätzen; betätigen
  • ἀγωγαῖος, zum Leiten dienend
  • ἀγωγεύς, der da fortschafft, ziehend, schleppend; auch: der Ankläger. Dah. Leitseil, Zügel
  • ἀγωγή, Leitung, Führung; das Herbeischaffen, Vorführen; Hinwegführen, Fuhre, Transport; übertr. Erziehung, Unterricht, Lebensweise; Charakter, Wandel; Philosophenschule; bei den Musikern: das Tempo der Musik
  • ἀγώγιμος, 1) leicht zu führen, lenksam. 2) was leicht weggeführt werden kann (Frachtgüter), z. B. ein Mensch, der von jedem vor Gericht gezogen werden kann: vogelfrei. 3) was fortgeschafft wird
  • ἀγώγιον, das Gewicht der fortzuschaffenden Last, Frachtware
  • ἀγωγός, der Führer, Wegweiser. Als adj.: führend, leitend, auch: hervorlockend, anziehend. Subst. Reiz
  • ἀγών, die Versammlung, der Versammlungsplatz. Bes. die Versammlung zu festlichen Spielen; der Ort zu solchen Spielen; die gymnischen Kampfspiele. Übh. Wettkampf, Wettkampffest, Kampf, im Kriege: Schlacht; vor Gericht, im Prozess: Rechtsstreit; öffentliche, bes. Leichenreden. Auch Anstrengung, Bemühen: die Arbeiten des Herkules nennt; Gefahr
  • ἀγων-άριον, kleiner Wettkampf
  • ἀγων-άρχης, Kampfordner und -richter
  • ἀγωνία, 1) Wettkampf, Kampfesart; Übung, bes. gymnastische. 2) übh. Kampf. 3) Anstrengung, Angst vor dem Kampf, Furcht, Beklemmung
  • ἀγωνιάτης, Wettkämpfer
  • ἀγωνιάω, sich (in einem Wettkampf) anstrengen, wetteifern; sich um etwas beunruhigen, sich ängstigen
  • ἀγωνίζομαι, wettkämpfen in den öffentlichen Kampfspielen; wetteifern mit einem. Dah. übh. kämpfen, zu kämpfen haben; vor Gericht: einen Prozess haben; in der Schlacht; in politischen Parteikämpfen. Vom Wettkampf der dramat. Dichter auf der Bühne; vom Dichter: ein Drama aufführen; auch vom Schauspieler; öffentliche Prunkreden halten; überh. über wissenschaftliche Gegenstände öffentlich disputieren; überh. sich anstrengen
  • ἀγωνικός, zum Wettkampf gehörig
  • ἀγώνιος, dass. Anstrengungen; ἀγώνιοι ϑεοί, sind entweder alle 12 großen Götter als gemeinsame Schützer im Kampf, oder die versammelten, den Götterrat bildenden. Ζεὺς ἀγ., Beiname des Hermes u. Zeus: der Entscheider des Kampfes
  • ἀ-γώνιος, ohne Winkel
  • ἀγώνισις, das Wettkämpfen, Wettkampf
  • ἀγώνισμα, der Wettkampf, Kampf, Prozess; Gegenstand des Wetteifers und der Anstrengung; der Kampfpreis; Heldentat
  • ἀγωνισμός, Wetteifer
  • ἀγωνιστήριος, kampfsüchtig
  • ἀγωνιστής, der (Wett-)Kämpfer, bes. in den Kampfspielen u. in der Schlacht (auch von Pferden); übh. wer etwas eifrig betreibt; Schauspieler, öffentlicher Redner, Anwalt
  • ἀγωνιστικός, zum Kampfe od. Streiten geeignet; Kunst des Wettkampfes; bei den Ärzten: entscheidend. Adv. -ῶς, streitlustig sein
  • ἀγωνο-δίκης, Kampfrichter
  • ἀγωνο-θεσία, Anordnung des Kampfes, Kampfrichteramt, Amt od. Würde des Kampfrichters
  • ἀγωνο-θετέω, den Kampf od. die Kampfspiele anordnen, Kampfrichter sein; übh. richten, entscheiden
  • ἀγωνο-θέτης, ἀγωνο-θετήρ, Kampfordner, -richter. Übh. Richter
  • ἀγωνο-θετικός, die Anordnung des Wettkampfes betreffend
  • ἀγωνο-θέτις, Kampfordnerin
  • ἄ-γωνος, ohne Winkel
  • ἀδαγμός (δάκνω), ὁ, der Biß, das Brennen; Jucken
  • ἄ-δᾳδος, ohne Kienharz
  • ἀ-δᾳδο ύχητοι γάμοι, Hochzeit ohne Fackelbeleuchtung
  • ἀ-δαημονίη, ἀ-δαημοσύνη, Unerfahrenheit, Unkunde
  • ἀ-δαήμων, ἀ-δαής, unkundig, unbekannt
  • ἀ-δάητος, ungewußt, ungelernt
  • ἀ-δαίδαλτος, kunstlos
  • ἀ-δαίετος, ungeteilt
  • ἀ-δάϊκτος, unzerstört
  • ἀ-δάϊος, nicht verwüstet
  • ἀδαῖος, reichlich
  • ἀ-δαιτῆ, ohne Erbteil
  • ἄ-δαιτος, nicht zu essen od. zu verzehren
  • ἀ-δαίτρευτος, nicht zerlegt (vom Fleische)
  • ἄ-δακρυς, tränenlos; keine Tränen kostend
  • ἀ-δακρῡτί, tränenlos
  • ἀ-δάκρῡτος, tränenlos, act. nicht weinend. pass. unbeweint
  • Ἀδαμ, Adam
  • ἀδαμάντινος, stählern, übertr. fest, hart
  • ἀδαμαντό-δετος, mit Stahl befestigt, durch stählerne Fesseln gebunden
  • ἀδαμαντο-πέδῑλος, mit stählerner, starker Grundlage
  • ἀ-δάμᾱς, (eigtl. nicht zu überwältigen, unbezwinglich), das härteste Eisen, Stahl; verschiedene Erzmischungen; der Diamant, de adamante; Ἅιδης, der Unerbittliche
  • ἀ-δαμαστί, unbezwinglich
  • ἀ-δάμαστος, ungebändigt; unerbittlich; unbezwinglich
  • ἀ-δάματος, ἄ-δαμος, unbezwinglich; unvermählt, ϑεά, Atheneἀδαξάω, Jucken erregen
  • ά-δαπάνητος, nicht verwendet, unerschöpflich
  • ἀ-δάπανος, nichts kostend, wohlfeil; ohne Aufwand, unentgeltlich
  • ἄ-δαπτος, nicht zerfleischt
  • ἀδάρκη, ein parasitisches Gewächs
  • ἄ-δαρτος, nicht geschunden
  • ἄ-δασμος, tributfrei
  • ἄ-δαστος, ungeteilt
  • ἄδδιξ, ein Maß von vier χοινικες
  • ἀ-δεής, 1) act. ohne Furcht, furchtlos, sorglos, unbekümmert; frech, schamlos; unbegründete Furcht, ohne Grund zur Furcht. 2) pass. nicht gefürchtet
  • ἀ-δεής, nicht bedürftig
  • ἄ-δεια, 1) Furchtlosigkeit, Sicherheit; Sicherheit vor Strafe: Straflosigkeit, Amnestie. 2) Erlaubnis
  • ἄ-δεικτος, nicht zu zeigen, unsichtbar
  • ἄ-δειλος, nicht feig
  • ἀ-δείμαντος, frei von od. ohne Furcht, unerschrocken. Adv. ἀδειμάντως, nicht schreckend
  • Ἀδείμντος, 1) korinthischer Führer bei Salamis. 2) sonstiger Eigenname
  • ἄ-δειπνος, der noch nicht (die Hauptmahlzeit, δεῖπνον) gegessen od. eingenommen hat
  • ἀ-δεισι-βόης, ohne Furcht vor Kampfgeschrei, unerschrocken
  • ἀ-δεισι-δαιμονία, Freiheit von Aberglauben
  • ἀ-δεισι-δαίμων, frei von Aberglauben
  • ἀ-δεισί-θεος, Gott nicht fürchtend

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