395 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • χυματίζω
    in Wasser auflösen, anfeuchten, benetzen
  • χῡμευσις
    ἡ, Vermischung, Vermengung
  • χῡμευτικός
    zum Vermischen, Vermengen gehörig, geneigt dazu
  • χῡμεύω
    vermischen, vermengen
  • χῡμίζω
    schmackhaft machen, würzen
  • χῡμικός
    von den Säften, die Säfte betreffend; davon ἡ χυμική, sc. τέχνη, unsere Chemie
  • χῡμο-ειδής
    ές, saftartig
  • χῡμός
    ὁ, Saft, Flüssigkeit; bes. der Geschmack, sowohl der Sinn des Geschmackes, als die Eigenschaft eines das Organ des Geschmackes durch seinen Saft afficierenden feuchten Körpers; die Griechen nahmen 9 Arten des Geschmackes an, ἁλμυρός, πικρός, όξύς, od. ὀξίνης, οἰνώδης, λιπαρός, στρυφνός, αὐστηρός, γλυκύς, δριμύς
  • χῡμόω
    einen Geschmack hervorbringen, mitteilen
  • χῡμ-ώδης
    ες, saftartig
  • χύσις
    ἡ, 1) das Gießen, Ausgießen, Ausschütten. Auch das Flüssigmachen, Schmelzen; χύσιν πολλὴν τῆς οὐσίας ἐργάζεσϑαι, verschwenden; 2) das Ausgegossene, Ausgeschüttete; der Guß, von der Libation und von trockenen Dingen: der aufgeschüttete Haufen; übh. große Masse
  • χύτης
    ὁ, u. χυτήρ
    ῆρος, ὁ, der Gießende, das Werkzeug zum Gießen
  • χυτικός
    zum Gießen, Ausgießen geschickt
  • χυτλάζω
    eigtl. gießen, ausgießen; übrtr. hinstrecken, hinbreiten; auch = begießen, reinigen, baden, salben
  • χύτλον
    τό, alles, was man gießen kann, Flüssigkeit; a) das Waschwasser, Badewasser; b) eine Mischung von Wasser und Öl, womit man sich nach dem Bade oder gegen Ermüdung salbte und einrieb; c) Flußwasser, fließendes Gewässer; d) im plur. τὰ χύτλα = χοαί, die zu einem Trankopfer, bes. zu einem Totenopfer gehörenden Flüssigkeiten, das Totenopfer selbst
  • χυτλόω
    reinigen, waschen, baden u. salben, welches letztere gleich nach dem Bade zu geschehen pflegte; sich baden, salben; χυτλώσασϑαι, sich mit einer Mischung von Wasser und Öl einreiben
  • χυτός
    1) gegossen, ausgegossen, u. von trockenen Dingen: geschüttet, aufgeschüttet; χυτὴ γαῖα, aufgeschüttete Erde, Erd- u. bes. Grabhügel; οἱ χυτοί = χώματα, Wälle, Dämme; 2) flüssig gemacht, geschmolzen; ἀρτήματα λίϑινα χυτά, vom Glase; 3) übh. fließend, flüssig; vom Haupthaare: wallend; 4) angeschwemmt, angespült; 5) übertr., nach allen Seiten hin ergossen, weit verbreitet, dah. in Menge vorhanden; χυτοὶ ἰχϑύες, die in großen Schwärmen wanderenden Zugfische
  • χύτρα
    ἡ, 1) ein irdener Topf; plur. χύτραι, der Topfmarkt; ταύτην χύτραις ἱδρυτέον, diese muß man mit Töpfen aufstellen, geht auf den alten Gebrauch, Altäre u. Statuen niederer Gottheiten, die in Eile aufgestellt werden sollten, mit Töpfen voll gekochter Hülsenfrüchte einzuweihen. Komisch übertrieben λημᾶν χύτραις, Unreinigkeiten, so groß wie Kochtöpfe in den Augenwinkeln haben; 2) ein Kuß, bei dem man den anderen an die Ohren faßte, ein Henkelkuß
  • χύτρειος
    u. χυτραῖος
    τὰ χύτρεια, irdene Geschirre, Töpfe
  • χύτρεος
    u. χυτρεοῦς
    ᾶ, οῦν, vom Topfe, wie ein Topf, dah. irden
  • χυτρεύς
    ὁ, der Töpfer
  • χυτρ-εψός
    im Topfe kochend
  • χυτρίδιον
    τό, als Trinkgeschirr
  • χυτρίζω
    in einen Topf setzen, bes. ein Kind in einem Topfe aussetzen
  • χυτρίνδα παίζειν
    das Topfspiel spielen
  • χύτρινος
    töpfern, tönern, irden
  • χύτρινος
    ὁ, ein tiefes Loch in einem Flusse, Teiche, Sumpfe, eine Untiefe, ein Kolk
  • χυτρίον
    τό, Töpfchen
  • χυτρισμός
    ὁ, das Aussetzen eines Kindes in einem Topfe
  • χυτρίτης
    ὁ, im Topfe bereitet
  • χυτρό-γαυλος
    ὁ, eine Art Topf, wahrscheinlich einem Eimer ähnlich
  • χυτρο-ειδής
    ές, topfähnlich, -artig
  • χυτρο-πλάθος
    ὁ, der Töpfer
  • χυτρό-πους ποδος, ὁ
    eigtl. Topffuß, ein Topf, Kessel mit Füßen; auch eine Art Kohlenpfanne, ein kleiner Herd mit Füßen, einen Topf darauf zu setzen
  • χυτρο-πωὶεῖον
    τό, der Topfmarkt
  • χυτρο-πώλης
    ὁ, der Topfhändler
  • χυτρό-πωλις
    ἡ, Topfhändlerin
  • χύτρος
    ὁ, 1) der irdene Topf, bes. der Kochtopf, übh. ein Gefäß zum Kochen; die heißen Bäder zu Thermopylä; 2) οἱ χύτροι, ein Festtag in Athen, gleichsam das Topffest, der dritte Tag der Anthesterien, der dreizehnte des Monats Anthesterion
  • χυτρο-φόρος
    einen Topf, Töpfe tragend
  • χωλαίνω
    1) lahm machen, lähmen; 2) intr., lahm sein, lahmen
  • χώλανσις
    ἡ, 1) das Lahmmachen; 2) das Lahmsein
  • χώλασμα
    τό, eine Lähmung
  • χωλεία
    ἡ, das Lahmsein, Hinken, die Lahmheit
  • χώλευμα
    τό, eine Lähmung
  • χωλεύω
    lahmen, lahm sein, hinken; trans., lähmen, lahm machen
  • χωλ-ίαμβος
    ὁ, der lahme, hinkende Jambus, der im letzten Fuße statt des Jambus einen Spondeus hat
  • χωλοί-πους
    πουν, u. χωλοι-πόδης
    ὁ, lahmfüßig
  • χωλο-ποιός
    lähmend, von Euripides, der Lahme auf die Bühne brachte
  • χωλό-πους
    πουν, lahmfüßig, fußlahm
  • χωλός (χαλάω, eigtl. durch Erschlaffung der Muskeln u. Sehnen od. durch Verrenkung eines Gliedes gelähmt), lahm, hinkend; auch von der Lähmung der Hand. Übrtr., lahm, stumpf an Geist, unvollkommen
  • χωλότης
    ητος, ἡ, der Zustand des Gelähmten, die Lähmung, das Hinken; vom Versmaß
  • χωλόω
    lähmen, lahm machen
  • χώλωμα
    τό, eine Lähmung, Verrenkung
  • χώλωσις
    ἡ, das Lähmen, Verrenken
  • χῶμα
    τό, aufgeschüttete, aufgeworfene Erde, Schutt, Damm; bes. Grabhügel; auch die ausgegrabene Erde, die, nachdem sie an der Luft locker u. fruchtbar geworden ist, wieder in die Gruben geworfen wird, um darin Bäume zu pflanzen
  • χωματίας
    ποταμός, ὁ, ein Fluß, der viel Sand, Schutt, Schlamm mit sich führt
  • χωματίζομαι
    pass., mit Wällen umgeben werden
  • χωνεία
    ἡ, das Schmelzen u. Gießen des Metalls
  • χώνευμα
    τό, das Geschmolzene, aus geschmolzenem Metall Gemachte, Gußarbeit
  • χωνευτήριον
    τό, Ort zum Schmelzen, Schmelzofen
  • χωνευτής
    ὁ, der Schmelzer, Metallgießer
  • χωνευτικός
    zum Schmelzen, Metallgießen gehörig, geschickt
  • χωνευτός
    1) geschmolzen, gegossen, aus geschmolzenem Metall gemacht; 2) schmelzbar
  • χωνεύω
    Metall schmelzen, gießen, aus geschmolzenem Metall bilden
  • χώνη
    ἡ, 1) Schmelzgrube, Schmelztiegel; 2) gew. ein Trichter
  • χωνίον
    τό, Schmelztiegel
  • χώννῡμι u. χωννύω
    schütten, aufschütten; bes. von ausgegrabener u. aufgeschütteter Erde, mit Schutt u. Erde ausfüllen, dämmen, Dämme od. Wälle aufwerfen; λιμένας, verschütten; durch aufgeworfene Wälle befestigen, verschanzen; pass. durch Schutt ausgefüllt werden. Bes. einen Grabhügel aufschütten; pass. ἐχωννύμεϑα, uns wurde ein Grabhügel aufgeschüttet. Χῶσαί τινα λίϑοις, einen mit Steinen überschütten, steinigen
  • χώομαι
    zürnen, unwillig sein, werden; ϑεά, μή μοι τόδε χώεο, zürne mir nicht deswegen; ϑυμὸν ἑταίρου χώεται αἰνῶς, er zürnt im Herzen um den Gefährten; oft mit dem gen. der Person oder Sache, um deren willen man zürnt
  • χώρα
    ἡ, 1) der Raum, der etwas umfaßt, den etwas einnimmt, Ort, Platz, Stelle; bes. der angewiesene Platz, oder der Platz, wo sich einer befindet; ϑείη ἄλλῃ ἐνὶ χώρῃ, auf eine andere Stelle setzen; εἰς χώραν τινὸς καϑίστασϑαι, an jemandes Stelle treten; χώραν παρέχειν, Raum geben; ἐν χώρᾳ, κατὰ χώραν, an Ort und Stelle, ruhig auf seinem Platz; κατὰ χώραν ἔχειν, sich an seinem Platze befinden, sich in Ruhe und Ordnung befinden; χώραν λείπειν, seinen Posten verlassen; ἐᾶν κατὰ χώραν, an seinem Platze lassen, nicht beunruhigen; χώραν λαβεῖν, Platz fassen, in Ruhe und Ordnung kommen. Übrtr., die einem im Leben angewiesene Stelle, Rang, Amt, Ehrenstelle; ἐν χώρᾳ τινὸς εἶναι, an jemandes Stelle sein, seinen Rang haben, geachtet sein wie einer; ἐν ἀνδραπόδων χώρᾳ εἶναι, für einen Knecht gelten; ἐν οὐδεμιᾷ χώρᾳ εἶναι, in keinerlei Rang oder Ansehen stehen, für gar nichts gelten; 2) Land, Landstrich, Gebiet; ἐπὶ χώρας εἶναι, im Lande, in der Heimat sein. Auch das Land im Ggstz der Stadt; Landgut
  • χωρ-άρχης
    ὁ, Herr des Landes
  • χωράσμιος
    ὁ, der Landnachbar
  • χώρ-αυλος
    auf dem Lande wohnend
  • χωράφιον
    τό, Ackerland, Landgut
  • χωρ-επί-σκοπος
    ὁ, Landaufseher; Suffraganbischof
  • χωρέω
    1) Raum geben, Platz machen, weichen, sich zurückziehen; γαῖα ἔνερϑεν χώρησεν, von unten her wich die Erde, sie tat sich von einander; 2) von der Stelle gehen, sich fortbewegen, von Personen und Sachen; χωρῶ πρὸς ἔργον, ich gehe ans Werk, an die Ausführung; vom Schmerze; χωρεῖ τὸ ὕδωρ, das Wasser geht od. fließt, im Ggstz des stehenden; τὸ τόξευμα χωρεῖ διὰ τοῦ ϑώρακος, der Pfeil geht, dringt durch den Panzer; auch von der Zeit: νὺξ ἐχώρει, die Nacht rückte vor od. ging zu Ende; ἐπί τι, wozu, woran gehen; oft = marschieren; ἐναντίοι ἐχώρουν τοῖς Πέρσαις, rückten ihnen entgegen. Daher übertr., im Gange sein, gangbar sein, vom Gelde und von Gerüchten; ἡ φάτις κεχωρήκεε, das Gerücht hatte sich verbreitet; διὰ πάντων χωρεῖν, durch alle hindurchgehen, sich unter allen verbreiten; εἴς τι, auf etwas eingehen, sich worauf beziehen, berufen; 3) von Statten gehen, Fortgang haben; vom Orakel: in Erfüllung gehen; übh. gelingen; χωρήσαντός οἱ τούτου, da ihm dies gelang. Auch = vor sich gehen, angehen: ἀγὼν χωρεῖ πρὸς ἔργον, der Kampf kommt zu Stande. Vom Gelde: eingehen, einkommen; angehen, möglich sein; 4) einen Raum, eine Stelle einnehmen, in sich fassen, enthalten, aufnehmen, bes. von Maßen; übertr., ὅσον αἱ κεφαλαὶ αὐτοῖσιν ἐχώρεον, sie schrieen, so viel ihre Köpfe faßten, aus vollem Halse
  • χώρημα
    τό, Raum, Spielraum, Platz, bes. Raum, etwas zu fassen
  • χώρησις
    ἡ, das Fassen, Aufnehmen einer Sache in einen Raum; ἡ ὁμόσε χ., das Entgegengehen
  • χωρητικός
    fassend, in sich begreifend
  • χωρητός
    gefaßt, zu fassen, faßlich, begreiflich
  • χωριάζω
    auf dem Lande sein, leben
  • χωρίζω
    sondern, trennen, scheiden, auch übh. entfernen, u. pass. gesondert, getrennt werden, sein, auch sich trennen, sich entfernen; übtr., sich unterscheiden; πολὺ κεχωρισμένος τῆς Ῥωμαϊκῆς αἱρέσεως, weit entfernt, ganz verschieden davon. Insbes. hießen bei den Alten die Grammatiker χωρίζοντες, Sonderer, welche die Il. u. die Od. verschiedenen Verfassern zuschrieben
  • χωρίζω
    stellen, an eine Stelle, einen Platz bringen, an einen Ort versetzen
  • χωρίον
    τό, Raum, Platz, Stelle, jede bestimmt angegebene Örtlichkeit. Von geometrischen Figuren. Auch Stellen in einem Schriftsteller. Bes. fester Ort, Platz. Auch Landgut
  • χωριο-νόμος
    ein Landgut abweidend, ausplündernd
  • χωρίς
    1) advb., gesondert, getrennt, besonders, einzeln; χωρὶς ἤ, außer; χωρὶς ἢ ὁκόσοι, ausgenommen so viel wie; χωρὶς ἢ ὅτι, ausgenommen daß; χωρὶς οἰκεῖν, abgesondert wohnen, seine eigne Wirtschaft haben. Übtr., verschiedenartig, von verschiedener Beschaffenheit; χωρὶς γενόμενοι, in verschiedene Scharen geteilt; anders, von anderer Art; außerdem; 2) praepos. c. genit., getrennt wovon, ohne; χωρὶς ὀμμάτων ἐμῶν, fern von meinen Augen; abgesehen wovon, außer; verschieden wovon, anders als
  • χώρισις
    ἡ, das Trennen, Sondern, die Trennung, Teilung
  • χωρισμός
    ὁ, pass. das sich Entfernen, dah. die Trennung; die Abreise
  • χωριστής
    ὁ, einer, der trennt, absondert
  • χωριστός
    abgesondert, geschieden, zu sondern, trennbar
  • χωρίτης
    ὁ, 1) Landbewohner, Einwohner; Landmann, Bauer; Bäuerin; 2) adj., ländlich, bäuerlich
  • χωρῑτικός
    dem Landmanne gehörig, ländlich; πλῆϑος, die Menge der Landbewohner
  • χωρο-βατέω
    eine Gegend, einen Ort bewanderen, in einer Gegend, an einem Orte wandeln
  • χωρο-βάτης
    ὁ, ein Werkzeug zum Nivellieren des Wassers, die Grundwaage
  • χωρο-γραφέω
    Länder, Gegenden beschreiben
  • χωρο-γραφία
    ἡ, Beschreibung von Ländern, Gegenden
  • χωρο-γραφικός
    ή, όν, zur Beschreibung von Ländern, Gegenden gehörig, geschickt
  • χωρο-γράφος
    Länder, Gegenden beschreibend
  • χωρο-θεσία
    die Lage eines Landes, einer Gegend
  • χωρο-μετρέω
    ein Land, eine Gegend ausmessen
  • χωρο-μετρία
    ἡ, Vermessung und Aufnahme eines Landes, einer Gegend, Feldmeßkunst
  • χωρο-νομέω
    Land verteilen
  • χωρο-νομικός
    ή, όν, die Verteilung des Landes betreffend, z. B. νόμος, lex agraria
  • χῶρος
    ὁ, 1) Raum, Platz, Stelle, Gegend, Ort; Raum, Platz, Zwischenraum; das Gebiet einer Stadt; 2) Ackerland, Landgut
  • χωρο-φιλέω
    einen Ort lieben, an einem Orte gern sein
  • χωρο-φιλία
    ἡ, Liebe zu einem Orte, zu einer Gegend
  • χωρο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Wächter des Landes
  • χῶς
    ῶ, ὁ, bei den Argivern was bei den Athenern συμβολή, ein Picknick
  • χῶσις
    ἡ, das Aufschütten, Zuschütten, bes. das Anhäufen von Schutt, Erde, die Aufführung eines Walles, Dammes, u. der Wall, Damm selbst
  • χωστός
    aufgeschüttet; verschüttet, aufgeworfen, gedämmt
  • χωστρίς
    ίδος, ἡ, ein Sturmdach, unter dem die Belagerer einer Stadt Gräben zuschütten
  • Ψ
    ψ
    ψῖ τό, indecl., dreiundzwanzigster Buchstabe im griech. Alphabet, als Zahlzeichen ψ' = 700, aber ,ψ = 700000.
  • ψάγδας
    ὁ, u. ψάγδᾱν
    ᾱνος, eine in Ägypten gewöhnliche Salbe
  • ψαδαρός
    was zerrieben werden kann, zerbrechlich, dah. mürbe, morsch
  • ψαθάλλω
    betasten, befühlen, reiben, kratzen
  • ψάθυρμα
    τό, u. ψαθύριον
    τό, ein kleines Stück, ein Brocken
  • ψαθυρόομαι
    zerreibbar sein od. werden, mürbe, morsch werden
  • ψαθυρο-πώλης
    ὁ, der zerbrechliche Ware, bes. Gebackenes, Getrocknetes verkauft
  • ψαθυρός
    όν, zerreiblich, zerbrechlich, locker, mürbe, im Ggstz des Dichtern, Festen; vom Fischrogen; auch weich, zart, im Ggstz des Harten; trocken, spröde, bröckelig, im Ggstz des Zähen, Klebrigen
  • ψαθυρότης
    ητος, ἡ, Zustand und Eigenschaft des ψαϑυρός
  • ψαινύζω
    fachen, fächeln, durch Fächeln abkühlen
  • ψαίνυθος
    ον, falsch, trügerisch, lügenhaft
  • ψαίρω
    1) eigtl. streichen, streicheln, reiben, schaben; 2) intrans., von jeder leichten, sanften Bewegung und dem dadurch erweckten Geräusch; daher bes. von dem Säuseln, Zittern der im Winde bewegten Blätter, säuseln, flüstern; ψαίρει τὸ ἄρμενον, ein Schifferausdruck; überh. schwanken, sich schwankend hin und her bewegen; ψαίρειν οἶμον αἰϑέρος, hinsäuseln durch die Aetherbahn
  • ψαῖσμα
    τό, ein kleines abgeriebenes, abgebrochenes Stück
  • ψαιστόν
    τό, geschrotene Gerste, Gerstenmehl, bes. ein davon bereiteter, mit Öl und Honig angemachter Opferkuchen, meist von armen Leuten dargebracht
  • ψαιστός
    zerrieben, zermalmt, geschroten, gemahlen
  • ψαίστωρ
    ορος, ὁ, der Abwischende
  • ψαίω
    1) reiben, streichen, wischen; 2) zerreiben, zermalmen, schroten, mahlen
  • ψακάδιον
    Tröpfchen; bes. Staubregen
  • ψακάζω
    1) tröpfeln, in kleinen Tropfen regnen; ψακάζει, es tröpfelt, regnet fein; λύχνος ψακαζόμενος, eine träufelnde Lampe; 2) transit., beträufeln, benetzen
  • ψάκαλον
    τό, das junge, neugeborene Tier
  • ψακαλ-οῦχος
    Junge habend; μητέρες, Mütter mit ihren Jungen
  • ψακάς
    άδος, ἡ, jeder kleine abgeriebene, abgebrochene Teil eines Körpers, Körnchen, Krümchen, Bröckchen, Stäubchen; ἀργυρίου μηδὲ ψακάς, auch nicht ein Körnchen; bes. vom seinen Staubregen; ψακάδα φοίνισσαν, vergossener Blutstropfen. Komisches Beiw. eines Menschen, der im Sprechen sprudelt und seine Nachbarn bespritzt
  • ψακαστός
    getröpfelt, geträufelt
  • ψάκιον
    τό, Bröckchen, Tröpfchen
  • ψάλαγμα
    τό, das Berührte, die Berührung
  • ψαλάκανθα
    ἡ, ein fabelhafter Pflanzenname
  • ψαλακτός
    berührt, zu berühren
  • ψαλάσσω
    berühren, betasten u. dadurch in Bewegung setzen, zupfen, erregen
  • ψαλιδο-ειδής
    ές, nach Art eines Gewölbes, einem Gewölbe ähnlich
  • ψαλιδό-στομος
    Schermund, kom. Beiw. der Taschenkrebse
  • ψαλιδόω
    wölben
  • ψαλίδωμα
    τό, das Gewölbte, das Gewölbe, der Schwibbogen
  • ψαλιδωτός
    gewölbt, bogenförmig
  • ψαλίζω
    1) mit der Schere abschneiden, stutzen; 2) = ψαλιδόω, wölben
  • ψάλιον
    τό, eigtl. die Kinnkette am Pferdezaume, an der die Halfter herabhing; aber bei Dichtern auch der ganze Zaum, das Gebiß, bes. das scharfe, gezahnte, um wilde Pferde damit zu bändigen; ψάλιον ἐμβάλλειν τινί, Zaum und Gebiß anlegen; ψάλια, die Fesseln, mit welchen Prometheus an den Felsen geschmiedet wird
  • ψαλίς
    ίδος, ἡ, 1) die Schere, die bei den Alten nur in der Gestalt der Schafschere gebraucht zu sein scheint, also mehr abkniff als abschnitt; auch μία μάχαιρα, aus einem Stücke bestehend; bes. die der Bartscherer; 2) Gewölbe, Schwibbogen; eine gewölbte Wasserleitung; weil die Griffe der Scheren nach unten gewölbt waren oder aus einem langgezogenen Ringe bestanden
  • ψαλιστός
    gewölbt, gebogen, oder mit der Schere beschnitten, übh. beschnitten, gestutzt
  • ψαλλη-γενής
    ές, vom Citherspiel u. Gesange stammend, des Citherspiels od. Gesanges Sohn, kom. Beiwort des Atehylas, Parodie des homerischen μοιρηγενής
  • ψάλλω
    berühren, betasten, durch Berühren erregen, bes. rupfen, zupfen; ἔϑειραν, das Haar raufen; a) die Sehne des Bogens schnellen; βέλος ἐκ κέραος ψάλλειν, den Pfeil vom Bogen schnellen; σχοῖνος μιλτοφυὴς ψαλλομένη, die mit Rötel gefärbte Schnur der Zimmerleute, die mit den Fingern geschnellt wird, wenn sie einen Strich geben soll; b) die Saite schnellen, vom Saitenspiel; die Cither spielen (κρέκειν, mit dem Plektrum schlagen), indem man mit den Fingern die Saite faßt und sie schnellt; ψάλλεσϑαι, sich auf der Cither vorspielen lassen
  • ψάλμα
    τό, das auf der Cither, dem Saiteninstrumente gespielte Tonstück. Bes. der Psalm
  • ψαλμικός
    vom Psalme, zum Psalme gehörig, wie ein Psalm
  • ψαλμο-λογέω
    Psalmen, Loblieder singen
  • ψαλμο-λογία
    ἡ, das Absingen von Psalmen, Lobliedern
  • ψαλμο-λόγος
    Psalme, Loblieder singend
  • ψαλμός
    ὁ, das Berühren, Betasten, bes. das Rupfen, Zupfen, Schnellen mit den Fingern, a) das Schnellen der Bogensehne, Abschießen des Bogens; b) das Schwingenlassen der Saite, das Saitenspiel mit den Fingern, seltener mit dem Plektrum. Daher auch das auf einem Saiteninstrumente gespielte Tonstück. Dann das zum Saitenspiel gesungene Lied; bes. Loblied, Psalm
  • ψαλμο-χαρής
    ές, sich am Saitenspiel und am Gesange dazu ergötzend
  • ψαλμ-ῳδέω
    Psalmen, Loblieder singen
  • ψαλμ-ῳδία
    ἡ, das Singen von Psalmen, Lobliedern
  • ψαλμ-ῳδός
    Psalmen, Loblieder singend
  • ψαλτήρ
    ῆρος, ὁ, der Spieler eines Saiteninstruments. Auch das Saiteninstrument selbst
  • ψαλτήριον
    τό, das Saiteninstrument
  • ψάλτης
    ὁ, der Spieler eines Saiteninstruments; Apollo
  • ψάλτιγξ
    ἡ, ein Saiteninstrument
  • ψαλτικός
    zum Spielen eines Saiteninstruments gehörig, geschickt; ψαλτικὸν ὄργανον, Saiteninstrument
  • ψαλτός
    mit der Hand geschlagen, gespannt, geschnellt, bes. auf dem Saiteninstrumente gespielt od. darauf zu spielen
  • ψάλτρια
    ἡ, die ein Saiteninstrument Spielende
  • ψαμαθηδόν
    nach Art des Sandes, wie Sand am Meere, = in großer Menge
  • ψαμαθηΐς
    ίδος, ἡ, sandig
  • ψαμαθία
    ἡ, das sandige Meeresufer
  • ψαμαθίς
    ῖδος, ἡ, ein Meerfisch, sonst ὗς, gleichsam der Sandfisch
  • ψάμαθος
    ἡ, der Sand; niemals vom Sande des Landes, sondern immer von dem durch Gewässer benetzten; meistens vom Sande am Meeresufer; vom Flußsande. Der Sand des Landes heißt ἄμαϑος und κόνις und κονία. Übh. Staub. Als Bezeichnung der unendlichen Menge, des Unzählbaren
  • ψαμαθ-ώδης
    ες, sandig, sandreich
  • ψαμαθών
    ῶνος, ὁ, Sandgrube
  • ψαμμακοσιο-γάργαροι
    kom. Wort zur Bezeichnung einer ungeheuren, unzählbaren Menge, sandeshundertdünenmal, Wüstensandmalmeeressand
  • ψαμμακόσιοι
    eigtl. sandhundert, kom. Wort, = so viel wie Sand am Meere
  • ψάμμινος
    von Sand, im Sande, sandig
  • ψαμμίον
    τό, Sandkörnchen
  • ψαμμισμός
    ὁ, das Vergraben im Sande
  • ψαμμίτης
    ὁ, von Sand, sandig
  • ψαμμό-γεως
    mit sandigem Erdreich, Boden
  • ψαμμο-δύτης
    ὁ, Sandkriecher Sandschlüpfer, ein Fisch; auch eine Schlange, die sich im Sande verkriecht, im Sande wohnt
  • ψαμμο-ειδής
    ές, sandartig, sandähnlich
  • ψάμμος
    ἡ, 1) der Sand, die lockere Erde, die sich leicht aufscharren, aufkratzen (ψάω) läßt; 2) alles dem Sande Ähnliche, Lockere, Kleingeriebene, Staub, Pulver, Mehl
  • ψαμμο-χωσία
    ἡ, das Verschütten mit Sand
  • ψαμμ-ώδης
    ες, sandig, sandreich
  • ψαμμωτός
    versandet, mit Sand gemischt
  • ψάρ
    ψᾱρός, ὁ, u. ψάρος
    ὁ, der Star. Von ψαίρω, eigtl. der Schnarrvogel
  • ψᾱρός
    eigtl. von der Farbe des Stars, stargrau, übh. grau, aschgrau, gesprenkelt; von ποικίλος unterschieden, dieses bezeichnet Mehrfarbigkeit, jenes Abstufungen derselben Farbe, Grau in Grau, wie die Farbe der Stare ist, durch concolor übersetzt
  • ψαυκρο-πόδης
    ὁ, u. ψαυκρό-πους
    ὁ, ἡ, πουν, τό, schnellfüßig, Beiw. des Pferdes u. der Satyrn
  • ψαυκρός
    rührig, flink, schnell, leicht
  • ψαῦσις
    ἡ, das Berühren, die Berührung
  • ψαῦσμα
    τό, die Berührung
  • ψαυστός
    berührt, zu berühren
  • ψαύω
    berühren, antasten, befühlen; ψαῠον κόρυϑες φάλοισιν, eigtl. die Helme stießen mit den Büschen aneinander; ὃς ἂν πρῶτος ἀμφί οἱ ψαύσειε πέπλοις, wer sie zuerst am Kleide berührte; auch = feindlich angreifen, erreichen, treffen. Übertr. = leicht berühren, einen Gegenstand nur andeuten
  • ψαφαρία
    ἡ, Lockerheit, Trockenheit, Staub, Schmutz
  • ψαφαρός
    was sich leicht zerreiben, zerbröckeln läßt, zerreibbar, dah. locker, morsch, auch zerrieben, zerbröckelt (ψάω); dah. von trockener, rauher Oberfläche, aufgesprungen, rissig; spröde, trocken; staubig, schmutzig, squalidus. Von Flüssigkeiten, vom Surrentiner Weine; ἀλιπὴς καὶ λίαν ψαφαρός, etwa hart, rauh, wie säuerliche Weine sind
  • ψαφαρό-γριχος
    mit rauhen, struppigen, schmutzigen Haaren
  • ψαφαρό-χρως
    ὁ, ἡ, u. ψαφαρό-χροος
    mit trockner, rauher, schmutziger Haut
  • ψάω
    1) auf der Oberfläche berühren, betasten, streichen, reiben, wischen; a) durch Reiben, Schaben glatt machen, ebenen; b) abstreichen, abwischen, reinigen, durch Streichen erwärmen, streicheln, schmeicheln. Auch zerreiben, zermalmen, klein machen; 2) intrans., zerfallen, sich in Staub auflösen
  • ψέγμα
    τό, das Getadelte, der Tadel
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