364 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • τῡρο-τόμος
    Käse schneidend
  • τῡρο-φάγος
    ὁ, Käsefresser, Mäusename
  • τῡρο-φορεῖον
    τό, Käseträger, ein Holz, das die Käsehorden trägt
  • τῡρο-φόρος
    Käse tragend, habend, enthaltend
  • τῡρο-ψύκτης
    ὁ, Ort zum Trocknen der Käse
  • τῡρόω
    1) Käse machen, zu Käse machen; γάλα, pass. sich käsen, gerinnen; 2) durch einander rühren, mengen, listig anstiften
  • τυῤῥην-ολέτης
    ὁ, Töter, Zerstörer der Tyrrhener, Bacchus
  • τυῤῥηνο υργής
    ές, von tyrrhenischer, etrurischer Arbeit
  • τύῤῥις
    ἡ, u. τύρσος
    ὁ, der Turm, lat. turris; bes. Mauer- od. Festungsturm, Befestigungswerk; auch eine mit Mauern befestigte Stadt, ein mit einer Mauer umgebenes Haus
  • τῡρ-ώδης
    ες, käsig, käseartig
  • τῡρωτός
    verkäset, mit Käse eingerührt, gebacken
  • τυτθός
    όν, klein, jung; stets von Menschen; τυτϑόν, adv., einwenig; vom Raume; auch = kaum, mit Mühe; von der Stimme: leise, unmerklich; τυτϑὰ διατμῆξαι, κεάσσαι, in kleine Stücke schneiden, spalten
  • τυτώ
    οῦς, ἡ, die Nachteule, nach ihrem Geschrei benannt
  • τῡφεδανός
    ὁ, ein faselnder, kindischer Mensch, der den Leuten Qualm und blauen Dunst vormacht, ein Windbeutel oder ein dummer, blödsinniger, stupider Mensch
  • τῡφεδών
    όνος, ἡ, 1) das Anbrennen, Anzünden; die Entzündung; 2) die Fackel
  • τύφη
    ἡ, eine Pflanze, die zum Ausstopfen von Polstern u. Betten gebraucht wurde
  • τῡφήρης
    ες, in Brand gesetzt, angezündet, brennend
  • τύφλῑνος od. τυφλῖνος
    ὁ, u. τυφλίνης
    ὁ, eine Schlangenart, wie unsere Blindschleiche
  • τυφλο-γενής
    ές, blind geboren
  • τυφλο-πλαστέομαι
    blind geboren werden, vom Bären
  • τυφλο-ποιός
    blind machend, blendend
  • τυφλό-πους
    ποδος, ὁ, ἡ, mit blindem, irrendem Fuße
  • τυφλός
    eigtl. rauchig, qualmig u. dah. verfinstert, 1) blind. Übtr. auch von den übrigen Sinnen u. vom Verstande, stumpfsinnig, blödsinnig; τυφλός τινος, blind für etwas; 2) dunkel, unsichtbar, unbemerkt; auch = unbeachtet, u. von Kräften, wirkungslos, vergeblich; 3) auf der Rückseite befindlich, wo man keine Augen hat; τὰ τυφλά, die Rückseite des Menschen; auch die Seite einer Wand, eines Hauses, die ohne Fenster ist; 4) von den Mündungen der Flüsse, verstopft, verschlemmt; dah. wie eine Mündung aussehend, ohne die Dienste einer solchen zu leisten
  • τυφλό-στομος
    mit blinder, = verstopfter, versandeter Mündung
  • τυφλότης
    ητος, ἡ, Blindheit
  • τυφλο-φόρος
    einen Blinden tragend
  • τυφλό- φορος
    pass., von einem Blinden getragen
  • τυφλόω
    1) blind machen, blenden, des Augenlichts berauben. Pass. blind sein; 2) übertr., stumpf machen, verdunkeln, erfolglos machen, u. pass. erfolglos, vergeblich sein; dah. γάλα τυφλοῦται, die Milch bleibt aus, von Brüsten, welche keine Milch mehr geben
  • τυφλ-ώδης
    ες, von blinder Art, blöde, stumpf
  • τύφλωσις
    ἡ, 1) das Blindmachen, Blenden, Abstumpfen; 2) die Blindheit
  • τυφλώττω
    blind sein
  • τυφλ-ώψ
    ῶπος, ὁ, ἡ, mit blindem Gesicht, blind
  • τῡφο-γέρων
    οντος, ὁ, ein kindischer, geistesschwacher Alter, dessen Verstand durch hohes Alter verdunkelt, gleichsam in Rauch u. Dunst gehüllt ist; ein Greis, der dem Scheiterhaufen, = dem Grabe nahe ist
  • τῡφο-μανής
    ές, vor Stolz, Hoffart rasend, sehr hoffärtig
  • τῡφο-μανία
    ἡ, 1) rasende Hoffart; 2) eine Krankheit, wobei Raserei mit Schlafsucht gemischt ist
  • τῡφο-πλαστέω
    aus Hoffart, Eitelkeit erdichten, vorgeben
  • τῦφος
    ὁ, 1) Räuch, Dampf, Qualm, Dunst; 2) übertr., Dünkel, Hoffart, Einbildung, die den Menschen benebeln und machen, daß er weder sich noch andere kennt; dah. auch Verblendung, Albernheit, Dummheit, Stumpfsinn; eine besondere Krankheit, wahrscheinlich Blödsinn
  • τῡφόω
    1) Rauch, Dampf machen, räuchern, umnebeln; 2) übertr., Dünkel, Einbildung erregen, hoffärtig, stolz machen; dah. auch = das Gemüt durch Dünkel od. Stolz benebeln, betören, verblenden; übh. dumm, stumpfsinnig machen, u. pass. betäubt, verdutzt werden, sein; τετυφωμένος, ein Tor, Narr; von der plötzlich betäubenden u. der Sinne beraubenden Wirkung des τυφώς
  • τύφω
    Rauch, Dampf machen; καπνῷ τύφειν μελίσσας, die Bienen mit Rauch vertreiben; auch καπνῷ τύφειν τὴν πόλιν, die Stadt mit Rauch und Qualm erfüllen. In Rauch aufgehen lassen, bes. in langsamem Feuer verbrennen, versengen, pass. rauchen, schwelen, glimmen; übertr., sich in langsamer Glut verzehren, bes. von der Liebe; τυφόμενος πόλεμος, ein glimmender, noch nicht völlig ausgebrochener Krieg
  • τῡφ-ώδης
    ες, 1) rauchartig, räucherig, dunstig; 2) übertr., dumm, stumpfsinnig, betäubt
  • τῡφώνιος
    die Blödsinnigen heißen so
  • τῡφωνικός
    stürmisch
  • τῡφωνο-ειδής
    ές, von der Art eines Wirbelwindes, einem Wirbelwinde ähnlich
  • τῡφώς
    ὁ, ein von der Erde mit großer Gewalt emporfahrender, Staubwolken erregender und Häuser umstürzender Wirbelwind. Auch eine Wasserhose. Überh. Ungewitter, Blitz u. Donnerwetter mit heftigem Sturm verbunden
  • τύχαιον
    τό, sc. ἱερόν, Tempel der Glücksgöttinn Τύχη
  • τύχαιος
    vom Glück, Zufall herrührend, zufällig, ungefähr
  • τυχεῖον
    τό, bei den Byzantinern der Tempel des genius urbis od. loci
  • τύχη
    ἡ, das, was den Menschen trifft, Schicksal, Fügung, sowohl glückliches als unglückliches Ereignis, dah. übh. Glück, Unglück; plur., ϑεία τύχη, göttliche Fügung. Öffentliche Beschlüsse, Urkunden, Verträge u. dgl. pflegen mit der Formel ἀγαϑῇ τύχῃ eröffnet zu werden, quod felix faustumque sit, unser in Gottes Namen. Im plur. Schicksale, Unglücksfälle; selten vom Glück. Ἀπὸ τύχης, von ungefähr, durch Zufall
  • τυχηρός
    vom Glück, Zufall herrührend, glücklich; unglücklich, übh. zufällig
  • τυχικός
    vom Glück, vom Zufall herrührend, zufällig
  • τυχόν
    zufällig, vielleicht, von ungefähr
  • τυχόντως
    von ungefähr, auf's Geratewohl
  • τύψις
    ἡ, das Schlagen, Hauen, Stoßen
  • τῷ
    darum, auf diese Weise
  • τωθάζω
    spotten, höhnen, necken; auch trans., verspotten, verhöhnen, hohnnecken
  • τωθασμός
    ὁ, Hohn, Spott, Verspottung, Neckerei
  • τωθαστής
    ὁ, Spötter
  • τωθαστί
    adv., spottend, neckend
  • τωθαστικός
    zum Spotten, Verhöhnen gehörig, geneigt, spöttisch
  • τώς
    so, auf diese Art
  • Υ
    υ
    ὖ ψιλόν, τό, zwanzigster Buchstabe im griech. Alphabet, als Zahlzeichen υ' = 400, aber ,υ = 400000. Den Zusatz ψιλόν erhielt der Buchstabe, weil das Zeichen Υ zugleich das äolische Digamma, also eine bloße Aspiration bedeutete, wie auch im Lat. V das Zeichen für den dem Digamma entsprechenden Konsonanten v, wie für den Vocal u war. In den Diphthongen αυ u. ευ wird es von den Neugriechen konsonantisch av, ev gesprochen u. hatte auch wohl im Altgriechischen diesen Laut, dah. es oft in β übergeht, vgl. αὔρα u. ἅβρα, καλαῦροψ u. καλάβροψ
  • ὒ ὗ
    komisch nachahmender Schnüffellaut eines Bratenriechers
  • ὑ-άγχη
    ἡ, die Bräune bei Schweinen
  • ὕαινα
    ἡ, urspr. eine Sau, gew. 1) ein reißendes Tier in Libyen, dem Wolfe u. Hunde ähnlich, mit einer starken, borstigen Mähne über Hals u. Rücken, worin die durch den Namen angedeutete Ähnlichkeit mit dem Schweine zu suchen ist; wahrscheinlich die Hyäne der Neueren; 2) ein Meerfisch, eine Schollenart, auch ὑαινίς; 3) ὕαιναι heißen die dem Mithras zum Dienste geweihten Weiber, die Männer λέοντες
  • ὑακινθίζω
    der Blume ὑάκινϑος ähneln, ihre Farbe, ihren Geruch haben
  • ὑακινθινο-βαφής
    ές, hyacinthfarbig
  • ὑακίνθινος
    hyacinthen, hyacinthfarbig, = dunkelrot, schwarzrot, übh. dunkelfarbig; ὑακίνϑινον ἄνϑος, die Hyacinthblume; von Haaren
  • ὑάκινθος
    ὁ, auch ἡ, 1) die Hyacinthe, eine Blume, die aus dem Blute des getöteten Hyakinthos, nach anderen aus dem des Telamoniden Aias entsprossen sein soll; man wollte auf ihren Blättern die Anfangsbuchstaben ΥΑ oder ΑΙ erkennen; dah. γραπτὰ ὑάκινϑος; auch von ΑΙ als Klageruf; scheint aber einen größeren Umfang gehabt und das Geschlecht der Iris und den Rittersporn umfaßt zu haben; schwarz ist sie, dah. einige den Vergleich ὑακινϑίνῳ ἄνϑει ὁμοίας auf die Schwärze der Haare beziehen; da aber der Vergleich auf das voranstehende κὰδ δὲ κάρητος οὔλας ἧκε κόμας geht, und Odysseus gewöhnlich mit starken Locken abgebildet ist - solche dicke Locken galten als Zeichen der Schlauheit -, so ist es wahrscheinlicher, daß nur die Lockenfülle des dichten Haares geschildert werden soll, wofür grade die kraus in einander gerollten Blüten der Hyacinthe kein unpassendes Bild geben; oder, da diese unsere Hyacinthe eine von der alten Hyacinthe ganz verschiedene Blume sein soll, die blaue Schwertlilie, iris foetidissima. Nach anderen ist es delphium Aiacis, Gartenrittersporn. Purpurfarben, dunkel- oder braunrot ist die Hyacinthe, rostfarbig, auch himmelblau und schneeweiß, was auf Rittersporn, wie auf unsere Hyacinthe paßt; 2) ἡ ὑάκινϑος, der Edelstein Hyacinth, von der Farbe der Hyacinthblume, vielleicht unser Saphir
  • ὑακινθ-ώδης
    ες, hyacinthenartig, hyacinthenähnlich
  • ὑάλεος
    ῆ, οῦν, gläsern, von Glas; auch = wie Glas durchsichtig
  • ὑαλίζω
    dem Glase ähneln
  • ὑάλιος
    gläsern
  • ὑαλίτης
    ὁ, zum Glase gehörig; γῆ, ψάμμος, Glaserde
  • ὑαλο-ειδής
    ές, 1) glasartig, durchsichtig wie Glas; 2) ὁ ὑαλοειδής, eine Steinart, vielleicht unser Topas od. Hyacinth
  • ὑαλόεις
    εσσα, εν, gläsern, glasartig, durchsichtig
  • ὕαλος
    ἡ, urspr. ein jeder helle, glasartig durchsichtige Stein; vom Steinsalz od. Alabaster; eben so vom Bergkristall, vom Bernstein u. dgl.; bes. von durchsichtigen Harzen u. Gummiarten. Später gew. das Glas, das zu Herodots Zeit noch χυτὴ λίϑος, gegossener Stein hieß. Ein Brennspiegel, wahrscheinlich von Kristall; auch gläserne, mit Wasser gefüllte Kugeln; von ὕω abzuleiten, eigtl. das Wasserähnliche, Durchsichtige bezeichnend
  • ὑαλο-τέχνης
    ὁ, Glaskünstler, Glasarbeiter
  • ὑαλο υργεῖον
    τό, Werkstatt des ὑαλουργός, Glashütte
  • ὑαλο υργική
    ἡ, sc. τέχνη, die Kunst, Glas zu machen
  • ὑαλο υργός
    ὁ, Glasarbeiter
  • ὑαλό-χροος
    u. ὑαλο-χρώδης
    ες, glasfarbig
  • ὑαλ-οψός
    ὁ, Glaskocher, -künstler
  • ὑαλόω
    in Glas verwandeln, verglasen
  • ὑάλωμα
    τό, die Verglasung des Auges, das Glasauge, eine Pferdekrankheit
  • ὑαλ-ῶπις
    ἡ, wie Glas aussehend, glasartig
  • ὑβάζω
    sich erbrechen, weil man sich dabei vornüber biegt und einen Buckel macht
  • ὑβός
    auswärts gebogen, gekrümmt, dah. bucklig
  • ὗβος
    ὁ, die Krümmung nach außen, der Buckel, Höcker des Kamels, ἐπὶ τῷ νώτῳ; auch die Schwielen an der Brust und den Kniegelenken desselben
  • ὑβόω
    nach außen krümmen, bucklig machen
  • ὑβρί-γελως
    ωτος, ὁ, der übermütig, höhnisch Lachende
  • ὑβρίζω
    1) intrans., übermütig, frech sein, reden, handeln, freveln; seinen Lüsten und Begierden sich zügellos hingeben, über das rechte Maß hinausgehen in Worten u. Werken; bes. von jedem aus Überfluß u. Übermacht entspringenden Übermut u. der damit verbundenen Hoffart u. Verachtung göttlicher und menschlicher Rechte. Auch von Tieren, die sich unbändig gebärden, weil ihnen zu wohl ist, von stößigen Ochsen, ausschlagenden Pferden, springenden Eseln. Selbst von leblosen Dingen, z. B. vom üppigen Treiben der Pflanzen, vom Gähren des Weins; vom Übertreten der Ströme, wo es einem heiligen Pferde den Untergang bringt; 2) trans., einen übermütig, frech behandeln, ihn mißhandeln; ὡραῖον ὄντα, von sinnlicher Ausschweifung: schänden; auch der accus. der Sache, des Frevels, den man verübt; ὕβρισμαι, ich bin gemißhandelt worden; ὑβρίζεσϑαι τὰς γνάϑους, durch Ohrfeigen; von Eunuchen: verstümmelt sein; ὑβριζόμενος ἀποϑνήσκει, er stirbt an Mißhandlungen; στολὴ οὐδέν τι ὑβρισμένη, ein in keiner Beziehung mit Prunk überladenes Kleid
  • ὑβριο-παθέω
    übermütige, frevelhafte Behandlung erleiden
  • ὕβρις
    εως, ἡ, das Hinausgehen über das rechte Maß, also übermütige Gewalttätigkeit, jede Verletzung göttlicher und menschlicher Rechte, die aus gesetzloser Übergewalt, aus übertriebenem Kraftgefühl, oder aus dem Übergewichte sinnlicher Triebe, auch aus Trunkenheit entspringt; von dem gewalttätigen Frevel der Freier, die des abwesenden Odysseus Vermögen verschwelgen; Mißhandlung; im plur., übermütige Handlungen; bes. Zügellosigkeit in sinnlichen Begierden, Ausgelassenheit; dah. auch Entehrung, Schändung, Notzucht u. Unzucht übh., bes. ὕβρεις παίδων, Knabenschändung; allgemeiner: jede gesetzwidrige, willkürliche, entehrende Behandlung eines freien Bürgers betrifft; ὕβρεως γραφή u. δίκη, Injurienklage. Von Tieren: Ausgelassenheit, Wildheit; auch von leblosen Dingen, οἴνου ὕβρις, das Gähren und Brausen des Weins
  • ὑβρίς
    ίδος, ἡ, ein nächtlicher Raubvogel
  • ὕβρισμα
    τό, 1) übermütige, mutwillige Handlung, verübte Freveltat; Mißhandlung, Beschimpfung, Beleidigung; 2) der Gegenstand der Mißhandlung, des Frevels
  • ὑβρισμός
    ὁ, das Verüben eines Frevels
  • ὑβριστής
    ὁ, der Gewalttätige, Übermütige, Frevelhafte. Übh. der Ausgelassene, Unbändige; Ggstz von σώφρων, der über das rechte Maß, bes. in der Befriedigung seiner Leidenschaften hinausgeht
  • ὑβριστιάω
    Lust haben, sich übermütig zu benehmen
  • ὑβριστικός
    zu übermütiger, frecher Behandlung geneigt, gewalttätig, übermütig, frech, mutwillig; τὸ ὑβριστικόν, die Neigung zur ὕβρις, im Ggstz von σωφρονητικόν; διήγησις ὑβριστική, Erzählung einer Mißhandlung
  • ὑβριστο-δίκαι
    οἱ, die dem Rechte Gewalt antun, bes. bestochene Richter, die Verbrecher durchschlüpfen lassen
  • ὑβριστός
    gewalttätig, übermütig behandelt, gemißhandelt, verhöhnt, entehrt; der comp. ὑβριστότερος u. superl. ὑβριστότατος gehört der Bdtg nach zu ὑβριστής, übermütiger, frecher, ausgelassener
  • ὕβωμα
    τό, Buckel, Höcker
  • ὕβωσις
    ἡ, das Auswärtskrümmen, Buckligmachen
  • ὑγιάζω
    gesund machen, heilen; pass. gesund werden
  • ὑγιαίνω
    gesund sein; übertr., bei Verstande sein, gescheit sein; ὑγίαινε ist wie χαῖρε eine mündliche u. schriftliche Grußformel, bes. Abends gebraucht u. beim Abschiede: gehab dich wohl, lebe wohl
  • ὑγίανσις
    ἡ, die Heilung
  • ὑγιαντός
    geheilt, heilbar
  • ὑγίασμα
    τό, Heilmittel
  • ὑγιαστικός
    gut heilend, heilsam
  • ὑγιαστός
    geheilt, zu heilen
  • ὑγιάτης
    ὁ, der Heilende
  • ὑγίεια
    ἡ, die Gesundheit, sowohl des Leibes als der Seele
  • ὑγιεινός
    der Gesundheit zuträglich, heilsam, gesund; auch = gesund seiend, kräftig
  • ὑγιηρός
    gesund, 1) der Gesundheit zuträglich, förderlich, heilsam; 2) bei voller Gesundheit, sich wohl befindend, kräftig
  • ὑγιής
    ές, gesund, wohlauf, munter, bei voller Kraft; des Leibes; ὑγιέα ἀποδέξαι, ποιεῖν τινα, gesund machen; von der Seele; μῦϑος, ein heilsames od. verständiges Wort; μηδὲν ὑγιὲς λέγειν, nichts Gesundes, Vernünftiges sagen
  • ὑγιο-ζυγία
    ἡ, gesunde, kräftige Verbindung
  • ὑγιο-ποιέω
    gesund machen, heilen
  • ὑγιότης
    ἡ, Gesundheit
  • ὑγράζω
    naß, feucht sein
  • ὑγραίνω
    naß, feucht machen, bewässern, benetzen; vom Flusse, der ein Land bewässert
  • ὕγρανσις
    ἡ, das Benetzen, Anfeuchten
  • ὑγραντικός
    zum Benetzen, Anfeuchten geschickt
  • ὑγρασία
    ἡ, Nässe, Feuchtigkeit
  • ὕγρασμα
    τό, 1) das Benetzte, Angefeuchtete; 2) Feuchtigkeit
  • ὑγρο-βατέω
    im Nassen, im Wasser gehen, leben
  • ὑγρο-βάτης
    ὁ, im Nassen gehend, übh. im Wasser lebend
  • ὑγρο-βατικός
    ή, όν, im Nassen, im Wasser gehend, lebend
  • ὑγρο-βαφής
    ές, ins Nasse getaucht, vom Wasser benetzt
  • ὑγρό-βιος
    im Nassen, im Wasser od. vom Wasser lebend, wie der Fischer
  • ὑγρο-βόλος
    naßwerfend, -treffend, dah. nässend
  • ὑγρό-γονος
    im Nassen, im Wasser erzeugt
  • ὑγρο-θηρική
    ἡ, sc. τέχνη, das Jagen im Wasser, = das Fischen
  • ὑγρο-κέλευθος
    im Nassen, im Wasser gehend, lebend
  • ὑγρο-κέφαλος
    naßköpfig. Bes. eine gewisse Krankheit, den Wasserkopf, ὑδροκέφαλος habend
  • ὑγρο-κοίλιος
    mit flüssigem, weichem Unterleibe
  • ὑγρο-κόμος
    mit Wasser pflegend, wasserreich
  • ὑγρο-λάξευτος
    vom Wasser ausgehöhlt
  • ὑγρο-μανής
    ές, der das Nasse, das Wasser rasend liebt
  • ὑγρο-μέδων
    οντος, ὁ, Wasserbeherrscher
  • ὑγρο-μέλεια
    ἡ, Gelenkigkeit, Biegsamkeit der Glieder, Geschmeidigkeit,
  • ὑγρο-μελής
    ές, mit geschmeidigen, biegsamen Gliedern
  • ὑγρο-μέτωπος
    mit sanft gebogener Stirn
  • ὑγρό-μορφος
    von flüssiger Gestalt
  • ὑγρό-μυρον
    τό, flüssige Salbe
  • ὑγρο-νόμος
    über dem Wasser wandelnd
  • ὑγρό-νοος
    ουν, weiches, biegsames Sinnes
  • ὑγρο-παγής
    ές, 1) mit gefrorenem Wasser; 2) von wässeriger, schwächlicher Konsistenz, Ggstz σκληρόσαρκος
  • ὑγρό-πισσον
    τό, flüssiges Pech
  • ὑγρο-ποιός
    naß machend, nässend, feuchtend
  • ὑγρο-πορέω
    durchs Nasse, durchs Meer gehen, von Schiffen
  • ὑγρο-πόρος
    durchs Nasse, durchs Wasser gehend
  • ὑγροῤ-ῥοέω
    von Feuchtigkeit fließen, flüssig sein
  • ὑγρός
    naß, feucht, flüssig; ἔλαιον, flüssiges Olivenöl, im Ggstz des festern Tierfettes; ὕδωρ, fließendes Wasser, im Ggstz des gefrorenen; ἄνεμοι ὑγρὸν ἀέντες, feucht wehende, Regen bringende Winde. Ἡ ὑγρά, das Nasse, = das Meer; ὑγρὰ κέλευϑα, die nassen Pfade, die Wege auf dem Meere, die Meeresfläche; ϑῆρες ὑγροί, im Ggstz der πεζοί, die Wassertiere; νὺξ ὑγρά, eine regnige. Übh. weich, biegsam, geschmeidig, z. B. von Gliedern. Aber ὑγρὸν ὄμμα, ὑγρὸς ὀφϑαλμός ist ein feuchtes, schwimmendes, schmachtendes Auge; so auch ὑγρὸν ὁρᾶν, ὑγρὸν δέρκεσϑαι, einen schmachtenden Blick haben; ὑγρὸς πόϑος, schmachtendes, sehnsüchtiges Verlangen; ὑγρὸν ἀείδειν, schmelzend singen; ὀρχηστής, gelenkig. Übertr., von weicher, lenksamer Sinnesart, fügsam, nachgiebig, auch weichherzig, verzärtelt; ὑγρὸς βίος, ein weichliches, schwelgerisches Leben; ὑγρὸς πρός τι, Neigung, Herz wozu habend
  • ὑγρό-σαρκος
    von weichem, zartem, schwammigem Fleische
  • ὑγρότης
    ητος, ἡ, 1) Nässe, Feuchtigkeit; 2) übh. Weichheit, Gelenkigkeit der Glieder, Beweglichkeit, Zartheit; τῶν ὀμμάτων, das Schmachtende des Blicks. Übertr., Biegsamkeit des Sinnes, Lenksamkeit, Fügsamkeit; ὑγρότης τοῦ βίου ist weichliche, üppige Lebensweise
  • ὑγρο-τόκος
    Nässe, Feuchtigkeit erzeugend
  • ὑγρο-τράχηλος
    mit weichem, biegsamem Halse, Nacken
  • ὑγρο-τροφικός
    ή, όν, von der Art des ὑγρότροφος, dazu gehörig
  • ὑγρό-τροφος
    sich im Wasser nährend, darin lebend
  • ὑγρουσία
    ἡ, Wässerigkeit
  • ὑγρ-όφθαλμος
    feuchte, schwimmende, schmachtende Augen habend, Ggstz von σκληρόφϑαλμος
  • ὑγρό-φθογγος
    λάγυνος, eine Flasche, die beim Ausgießen von der darin befindlichen Flüssigkeit ertönt, also glucksend
  • ὑγρό-φλοιος
    mit nasser, feuchter, weicher Rinde
  • ὑγρο-φόρητος
    von der Feuchtigkeit, dem Wasser getragen
  • ὑγρο-φυής
    ές, von nasser, feuchter Natur
  • ὑγρο-χίτων
    ωνος, in nassem Kleide
  • ὑγρό-χρως
    οος, ὁ, ἡ, mit feuchter Oberfläche
  • ὑγρό-χυτος
    sich feucht ergießend, feucht, naß ergossen
  • ὑγρώσσω
    naß, feucht sein
  • ὑδαλέος
    1) wässerig; 2) wassersüchtig
  • ὑδαρής
    ές, wässerig, durch Wasser verdünnt, verfälscht; eigtl. vom Weine, Ggstz ἄκρατος; dah. übertr., geschwächt, oder falsch, verstellt
  • ὑδαρότης
    ητος, ἡ, Wässerigkeit
  • ὑδαρ-ώδης
    ες, von wässriger Art, von wässrigem Ansehen
  • ὑδασι-στεγής
    ές, das Wasser abhaltend, wasserdicht
  • ὑδαταίνω
    wassersüchtig sein, auch von Weibern = wässerige Reinigung haben
  • ὑδατ-ηγός
    Wasser führend, leitend
  • ὑδατηρός
    zum Wasser gehörend, Wasser in sich fassend, κρωσσός, Wassereimer
  • ὑδάτινος
    1) wässerig, von Wasser, mit Wasser gemacht, übh. feucht; 2) durchsichtig, wie Wasser, von dünnen, florartigen milesischen Kleidern; von der Farbe: meerblau; 3) wie ὑγρός, biegsam, geschmeidig, gelenkig
  • ὑδάτιον
    τό, kleines Wasser; kleiner Regen; ein wenig Wasser
  • ὑδατίς
    ίδος, ἡ, Wasser-, Fettblase unter dem oberen Augenlide
  • ὑδατισμός
    ὁ, das Geräusch vom Wasser im Leibe des Wassersüchtigen
  • ὑδατόεις
    εσσα, εν, wässrig, wasserartig, durchsichtig, dünn wie Wasser; κόρη Διός, von einer Najade gesagt
  • ὑδατο-θρέμμων
    ονος, vom Wasser, im Wasser genährt, wachsend, lebend
  • ὑδατό-κλυστος
    im Wasser abgespült, abgewaschen
  • ὑδατο-πλήξ
    ῆγος, woran das Wasser schlägt, vom Wasser geschlagen
  • ὑδατο-ποσία
    ἡ, das Wassertrinken
  • ὑδατο-ποτέω
    Wasser trinken
  • ὑδατο-πότης
    ὁ, der Wassertrinker
  • ὑδατο-στεφής
    ές, mit Wasser umkränzt, umgeben
  • ὑδατο-τρεφής
    ές, vom, im Wasser genährt, im, am Wasser wachsend
  • ὑδατο-φόρητος
    vom Wasser getragen
  • ὑδατό-χλωρος
    u. ὑδατό-χλοος
    wassergrün
  • ὑδατό-χολος
    gallenwässerig
  • ὑδατό-χροος
    wasserfarbig
  • ὑδατόω
    wässerig machen, zu Wasser machen, pass. wässerig, wassersüchtig sein
  • ὑδατ-ὠδης
    ες, wasserartig, -ähnlich, wie Wasser aussehend; wässerig; wassersüchtig
  • ὑδεραίνω
    die Wassersucht haben
  • ὑδερίασις
    ἡ, Wassersucht
  • ὑδεριάω
    die Wassersucht haben
  • ὑδερικός
    wassersüchtig; ὑδερικὸν ἀῤῥώστημα, Wassersucht
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