362 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • τριχῇ
    auf eine dreifache Art, in drei Teile
  • τρί-χηνος
    dreifach, sehr gähnend, den Schlund, Rachen weit aufreißend; dreischlündig, dreiköpfig
  • τριχθάι
    dreifach, in drei Teile
  • τριχθάδιος
    dreifach, dreiteilig
  • τριχίας
    ὁ, der Haarige, Behaarte
  • τριχίᾱσις
    ἡ, 1) eine Krankheit der Augenlider, wenn die Haare falsch wachsen und dadurch beschwerlich fallen; 2) auch eine Krankheit der Harnröhre, wenn der Urin gleichsam weiße Haare zeigt; 3) ein Fehler der Brüste bei säugenden Frauen, wenn die Milch in den Brüsten gerinnt
  • τριχιάω
    haaren, Haare zeigen; eine Krankheit der Brüste
  • τρίχινος
    von, aus Haaren, hären
  • τρίχιον
    τό, das Härchen
  • τριχίς
    ίδος, ἡ, eine Sardellenart, mit vielen kleinen, haarfeinen Gräten
  • τριχισμός
    ὁ, ein haarfeiner Riß im Schädelknochen
  • τριχο-βάπτης
    ὁ, der Haarfärber
  • τριχο-βόροςι Haare nagend, fressend
  • τριχοιβόστρυχος
    haarlockig
  • τριχό-βρως
    ωτος, ὁ, ἡ, Haare fressend, Motten
  • τριχό-δεσμοςι ὁ
    Haarband
  • τριχο-ειδής
    ές, haarartig, haarig
  • τριχόθεν
    von drei Seiten, Orten her
  • τρι-χοίνικος
    drei χοίνικες haltend; daher ἔπος, komisch, ein ungeheures, Viel in sich fassendes Wort
  • τριχοικόμος
    die Haare pflegend
  • τριχο-κοσμητής
    ὁ, der Haarschmücker
  • τριχο-κουρία
    ἡ, die Haarschnur
  • τριχο-λάβιον
    τό, u. τριχο-λοβίς
    ίδος, ἡ, Haarzänglein, die Haare zu fassen u. auszureißen
  • τριχο-λογέω
    Haare auslesen, ausziehen
  • τριιχόλωτος
    dreimal, sehr verhaßt
  • τριχό-μαλλος
    haarwollig
  • τριχο-μανίς
    τό, Name einer Pflanze, = πολύτριχον, asplenium trichomanes
  • τριχο-μαχία
    ἡ, der Haar-, Bartkampf
  • τριχο-πλάστης
    ὁ, Haarbildner, -künstler, Haarschmücker
  • τριχο-ποιέω
    Haare machen, bekommen
  • τρί-χορδος
    dreisaitig, von, mit drei Saiten; τὸ τρίχορδον, ein mit drei Saiten bezogenes Tonwerkzeug
  • τρι-χορία
    ἡ, dreifacher Chor
  • τριχοῤ-ῥυέω
    u. τριχοῤ-ῥοέω
    den Haarfluß haben, die Haare verlieren
  • τριχοῤ-ῥυής
    ές, die Haare fließen lassend, = die Haare verlierend
  • τριχο-τομέω
    die Haare abschneiden
  • τριχο-τομέω
    dreimal zerschneiden, zerteilen
  • τριχο-τομία
    ἡ, Teilung in drei Teile
  • τριχοῦ
    adv., an drei Orten, Stellen
  • τρι-χουνιαῖος
    drei χοῦς enthaltend
  • τρί-χους
    ουν, drei χοῦς fassend, enthaltend
  • τριχο-φθόρος
    die Haare verderbend, vernichtend
  • τριχό-φοιτος
    ἴουλος, wahrscheinlich der erste jugendliche Flaum, der in männlichen Bartwuchs übergeht
  • τριχο-φυέω
    Haare zeugen, bekommen
  • τριχοιφυής
    ές, Haare hervorbringend, bekommend
  • τριχο-φυΐα
    ἡ, das Wachsen der Haare
  • τριχό-φυλλος
    haarbläiterig, mit haarfeinen Blättern
  • τριχόω
    haarig machen, mit Haaren bedecken
  • τρι-χρονέω
    drei Zeiten haben, dreizeitig sein, Gramm
  • τρίεχρονος
    dreizeitig, von drei Zeiten; in der Musik = von dreierlei Zeitmaß, Tempo; in der Metrik = von drei Kürzen oder einer Kürze und einer Länge, die für zwei Kürzen gilt; Gramm
  • τρι-χρώματος
    u. τρί-χρωμος
    dreifarbig
  • τρίχτυφοςι
    aus Haaren gewebt
  • τριχ-ώδης
    ες, haarähnlich, haarig, haarfein; von der Stimme
  • τρίχωμα
    τό, Behaarung, Haarwuchs
  • τρί-χωρος
    mit drei Räumen
  • τριχῶς
    auf dreifache Art
  • τρίχωσις
    ἡ, das Haarigmachen, -werden, Behaaren
  • τριχωτός
    behaart, haarig
  • τριψ-εργία
    ἡ, Verzögerung der Arbeit
  • τριψ-ημερέω
    den Tag, die Zeit mit Zaudern aufreiben, unnütz verbringen
  • τρῖψις
    ἡ, 1) das Reiben, die Reibung; 2) der Eindruck, den ein Körper beim Befühlen und Reiben macht; 3) τρίψεις, künstlich gemischte Speisen
  • τρί-ψῡχος
    mit drei Seelen, Leben
  • τρι-ωβολιμαῖος
    u. τρι-ωβολιαῖος
    drei Obolen wert, drei Obolen geltend
  • τρι-ωβολο-κρεΐσκον
    τό, ein Stückchen Fleisch, drei Obolen an Wert
  • τρι-ώβολον
    τό, u. τριώβολος
    ὁ, drei Obolen, eine Münze, drei Obolen geltend; sowohl der Ecclesiasten-, als der Richtersold in der spätern Zeit belief sich in Athen auf drei Obolen
  • τρι-ωνυμία
    ἡ, Dreinamigkeit
  • τρι-ώνυμος
    dreinamig, drei Namen habend
  • τρι-ώνυχος
    mit drei Nägeln, Spitzen
  • τρι-ώπης
    ὁ, dreiäugig, mit drei Gesichtern
  • τρι-ώροφος
    von drei Stockwerken, dreistöckig
  • τρομερός
    zitternd; furchtsam, erschrocken
  • τρομέω
    zittern, beben, dah. sich fürchten; trans., wovor zittern, eine Person oder Sache fürchten
  • τρομο-ποιέω
    zittern machen
  • τρομο-ποιός
    Zittern erregend
  • τρόμος
    ὁ, das Zittern, Beben, dah. Furcht, Schrecken
  • τρομ-ώδης
    ες, zitternd, erschrocken
  • τρόπα
    παιδιά, ein Spiel
  • τροπαία
    ἡ, sc. πνοή, ein wiederkehrender Wind, ein Wechselwind, bes. ein Wind, der zurück von der See nach dem Lande weht, Ggstz von ἀπογαία. Auch = τροπή, Vereinbarung, Wechsel
  • τρόπαιον
    τό, das Sieges- od. eigtl. Fluchtdenkmal, wo die Feinde in die Flucht geschlagen sind; es bestand einfach aus erbeuteten Rüstungen, Schilden u. Helmen der Feinde, die an einen Baum oder eine aufgerichtete Stange aufgehängt wurden, dah. τροπαῖα στῆσαι; τρόπαια βαρβάρων, ein Fluchtdenkmal gegen od. zum Andenken an einen Sieg über die Barbaren. Da solche Siegeszeichen dem Zeus τρόπαιος geweiht wurden, so galten sie auch dem Feinde als heilig und blieben von ihm gewöhnlich unangetastet
  • τροπαῖος
    1) zur Wendung, zum Wechsel, zur Veränderung gehörig. Bes. zur Umkehr, zur Flucht gehörig; dah. ϑεοὶ τροπαῖοι, die Götter, die den Feind in die Flucht gewendet u. Sieg verliehen haben, bes. Ζεύς, Ποσειδῶν u. Ἥρα. Auch wie ἀποτρόπαιος, Abwender, Ζεύς; 2) pass., abgewendet, Ἕκτορος ὄμμασι τροπαῖοι, mit den Blicken von Hektor abgewendet
  • τροπαι-ουχέω
    Trophäen erlangen, siegen
  • τροπαι-ουχία
    ἡ, u. τροπαι-ούχημα
    τό, das Empfangen eines Siegeszeichens, dah. der Sieg
  • τροπαι-οῦχος
    Siegeszeichen habend, bekommend; ϑεοί, die Götter, denen man Siegeszeichen weiht, Ζεύς; Iupiter feretrius
  • τροπαιο-φορία
    ἡ, das Tragen der Siegeszeichen
  • τροπαιο-φόρος
    Siegeszeichen tragend, bringend, siegbringend
  • τροπᾱλίς
    ίδος, ἡ, ein Bündel
  • τροπέω
    wenden, kehren
  • τροπή
    ἡ, 1) die Wende, Kehre, das Umwenden, die Umkehr; τροπαὶ ἠελίοιο, die Sonnenwende; Sonnenwende des längsten und des kürzesten Tages; 2) das Umkehren des Feindes, das Schlagen des Feindes in die Flucht; τροπήν τινος ποιεῖν u. ποιεῖσϑαι, einen in die Flucht schlagen; auch die Flucht des Besiegten; τῶν ἑωυτοῦ, das sich zur Flucht wenden; 3) Wendung, Windung; Wechsel, Veränderung; μάχης τροπή, Wendung, Entscheidung der Schlacht; τροπὴ περὶ τὸν ἀέρα, Veränderung in der Luft, das Umschlagen des Wetters; τροπὴ λέξεως, Veränderung, Abwechselung der Rede durch Redefiguren; plur. αἱ τροπαί, Wechselwinde
  • τροπήϊον
    τό, die Kelter
  • τρόπηξ
    ηκος, ὁ, der Rudergriff, das Ruder
  • τροπίας
    ὁ, οἶνος, umgeschlagener od. verdorbener Wein
  • τροπιδεῖον
    τό, Kiel
  • τροπίδιος
    ον, zur τρόπις gehörig, geschickt, brauchbar
  • τροπίζω
    mit einem Kiel versehen
  • τροπικός
    1) zur Wende, Wendung gehörig; κύκλος τροπικός, der Wendekreis; σημεῖα τροπικά, die Solstitialpunkte; 2) in der Rhetorik: tropisch, figürlich, uneigentlich
  • τρόπις
    ἡ, der Schiffskiel; das Schiff selbst; τρόπεις ϑέσϑαι, den Kiel legen, ein Schiff zu bauen anfangen; übh. Grundlage, Anfang
  • τροπο-λογέω
    tropisch, figürlich reden, auch allegorisch auslegen
  • τροπο-λογία
    ἡ, tropische, figürliche Rede
  • τροπο-ιάσθλης
    ητος, ὁ, entweder ein Mensch von biegsamer, verschmitzter Sinnesart, od. einer, der für seine Aufführung Peitschenhiebe verdient
  • τρόπος
    ὁ, eigtl. Wendung; gew. Art u. Weise, Gebrauch, Sitte, Landesart, und vom einzelnen Menschen: Lebens-, Sinnesart, Charakter, eigtl. die ganze Art, wie einer sich zu wenden od. zu betragen pflegt; vom Charakter des seythischen Winters. Gew. im plur. in der Bdtg: Charakter; παρὰ τὸν ἄλλον τρόπον, gegen meinen sonstigen Charakter. Übh. Art und Weise; τρόπῳ τοιῷδε, auf solche Weise; οὐδενὶ τρόπῳ, auf keine Weise; παντὶ τρόπῳ, auf alle Weise; τὸν αὐτὸν τρόπον, auf dieselbe Weise; τίνα τρόπον; auf welche Weise?; πάντα τρόπον, auf alle Weise; κατὰ τρόπον, nach rechter Art, methodisch; auch τρόπον τινά, gewissermaßen. In der Musik = Tonart. In der Rhetorik der umgewandte, uneigentliche, figürliche Ausdruck
  • τροπός
    ὁ, ein gedrehter, lederner Riemen, mit dem die Ruder an der Ruderbank befestigt waren; auch ein Balken
  • τροπο-φορέω
    die Sitten oder die Sinnesart eines Menschen ertragen, sich seiner Weise fügen, sich in ihn schicken
  • τροπόω
    1) wenden, in die Flucht jagen; 2) das Ruder mit dem Ruderriemen anbinden
  • τροπωτήρ
    ῆρος, ὁ, 1) = τροπός; 2) statt τροφωτήρ, der Nährer od. Stärker
  • τρουλλίον
    τό, Koch-, Mauerkelle, trulla
  • τροφαλίς
    ίδος, ἡ, u. τροφάλιον
    τό, das Geronnene, frisch gemachter Käse
  • τροφεῖον
    τό, 1) Kostgeld, Lohn für Ernährung u. Erziehung, Ammen- od. Erzieherlohn; 2) βίου τροφεῖα, Lebensunterhalt
  • τροφεύς
    ὁ, Ernährer, Erzieher
  • τροφεύω
    ernähren, erziehen
  • τροφή
    ἡ, das Ernähren; Nahrung, Kost, Speise, Unterhalt; βίου τροφή, Lebensunterhalt, Lebensweise. Überh. Pflege u. Erziehung; übh. Lebensweise. Auch das was erzogen wird, Zögling, junges Volk; auch von Tieren: die junge Brut
  • τρόφημα
    τό, Nahrung, Speise
  • τροφίας
    ὁ, ἵππος, βοῦς, ein Pferd, Rind, das im Stalle gefüttert wird, auf der Mast steht, Ggstz φορβάς
  • τροφιμαῖος
    nahrhaft
  • τρόφιμος
    1) Nahrung gebend, nährend, nahrhaft; τὰ τρόφιμα, das zur Nahrung Dienende; γῆ τρόφιμος τέκνων, fruchtbar an Kindern; ὁ τρόφιμος, der Broterr, Hausherr; 2) Zögling; fremdes Kind, das einer wie das seinige erzieht
  • τροφιμότης
    ητος, ἡ, Nahrhaftigkeit
  • τρόφις
    τρόφι, wohlgenährt oder zusammengeballt (τρέφω), feist, stark, groß; τρόφι κῦμα, die große Woge; von Menschen; ἐπεὰν γένωνται τρόφιες οἱ παῖδες, wenn die Kinder groß werden; Delphin, = τρόφις Ἐννοσιγαίου, der Zögling des Poseidon
  • τροφι-ώδης
    ες, wie verdickt, geronnen, klumpig
  • τροφόεις
    εσσα, εν, dick, groß
  • τροφο-ποιός
    ὀρνίϑων, Vögel aufziehend
  • τροφός
    ὁ u. ἡ, Nährer, Pfleger, Erzieher; Nährerin, Wärterin, Amme, Erzieherin; τὸ τροφόν, das Nährende; pass., der Zögling
  • τροφο-φορέω
    Nahrung bringen, pflegen, erziehen
  • τροφο-φόρης
    ὁ, der Nahrung bringt, Pfleger, Erzieher
  • τροφ-ώδης
    ες, von nahrhafter Art, Beschaffenheit
  • τροχάδην
    laufend, im Lauf
  • τροχάζω
    laufen, rennen; τροχάζειν ἐν τοῖς ὅπλοις, von Waffenübungen
  • τροχᾱϊκός
    trochäisch, aus Trochäen bestehend
  • τροχαῖος
    laufend, schnell, gew. in der Metrik; ὁ τροχαῖος, sc. πούς, der Trochäus, ein Versfuß, aus einer langen und einer kurzen Silbe bestehend, der auch χορεῖος genannt wird; οἱ σαλπιγκταὶ τροχαῖόν τι συμβοήσαντες, sie bliesen einen Geschwindmarsch
  • τροχαλεῖον
    τό, Kreis, Kugel
  • τροχαλία
    ἡ, ein runder Körper, der sich zwischen zwei festen Punkten um seine Achse dreht, Zylinder, Walze, Haspel, Winde, vermittelst eines darumgeschlungenen Seils Lasten zu heben, Wasser aus dem Brunnen zu holen; τροχαλία τρίσπαστος, von drei Rollen, u. πολύσπαστος, ein Flaschenzug von mehreren Rollen
  • τροχαλίζω
    wälzen, rollen, pass. dahin rollen
  • τροχαλι-ώδης
    ες, von der Art, Gestalt einer Walze, Haspel, Winde
  • τροχαλός
    1) laufend, schnell; übh. leicht beweglich, flink, hurtig, geläufig; 2) rund
  • τροχαντήρ
    ῆρος, ὁ, 1) der Läufer, Umläufer; 2) am Kopfe der Hüftknochen eine runde Vorragung zur Bewegung und Vergliederung in der Pfanne; 3) ein Stück am Hinterteile des Schiffes; 4) ein Marterwerkzeug
  • τροχάς
    ἡ, gleichsam ein Rennschuh
  • τρόχασμα
    τό, ein Rennwagen, Eilwagen
  • τροχάω
    laufen; bes. sich im Kreise, in die Runde drehen, dah. auch kreisförmig, rund sein; τροχόωσαν ἅλωνα, runde Tenne
  • τροχερός
    schnell, umlaufend
  • τροχή
    ἡ, Lauf, Laufbahn
  • τροχ-ηλασία
    ἡ, das Wagenlenken, Fahren, überh. Bewegung
  • τροχ-ηλατέω
    1) den Wagen lenken, fahren; 2) auf dem Rade martern, übh. martern, quälen
  • τροχ-ηλάτης
    ὁ, eigtl. der die Räder lenkt, = der den Wagen lenkt, der Wagenlenker, Fuhrmann
  • τροχ-ήλατος
    1) vom Rade am Wagen gezogen, getrieben; auch vom Wege, der durch die Wagen abgerieben ist; σφαγὰς Ἕκτορος τροχηλάτους, der Mord des mit dem Wagen geschleiften Hektors; 2) auf der Töpferscheibe gedreht, getrieben
  • τροχιά
    ἡ, 1) Lauf, Geleis, Wagengeleis, Radspur; 2) Rundung, Umfang des Rades; 3) eine Art Kuchen
  • τροχίασμα
    τό, das Räderwerk
  • τροχίζω
    1) auf dem Rade umdrehen, martern, foltern; 2) mit dem Rade überfahren, beschädigen, rädern; 3) mit Rädern versehen; 4) intr., im Kreise umlaufen, sich im Kreise drehen
  • τροχιλία
    ἡ, u. τροχίλια
    τά, Rolle, Haspel, Winde; τοσαῦτ' εἰπὼν μετά τινος τροχιλίας, wie wir 'abhaspeln' sagen
  • τρόχιλος
    ὁ, 1) der Strandläufer, ein kleiner, geschwind laufender Vogel, der am Wasser lebt und dem Krokodil die Blutegel aus dem Schlunde holen soll; 2) der Schneekönig od. Zaunschlüpfer, auch πρέσβυς u. βασιλεύς, ein kleiner Landvogel, trochilus; 3) in der Baukunst die Einziehung an den Basen der Säulen
  • τροχιός
    1) schnell, im Kreise laufend; 2) rund
  • τρόχις
    ὁ, der Läufer, Bote, Diener
  • τροχίσκος
    ὁ, kleines Rad, kleine Kugel, dah. Seifenkugel, Pille
  • τρόχμαλος
    ὁ, sc. λίϑος, ein runder, vom Wasser glatt geriebener Stein; plur. auch τὰ τρόχμαλα, ein Haufen solcher Steine, eine davon aufgeführte Mauer ums Feld
  • τροχο-δῑνέω
    im Kreise drehen
  • τροχο-ειδής
    ές, rad- od. kreisförmig, rund
  • τροχόεις
    εσσα, εν, wie ein Rad rund, gerundet; μόλιβδος, Bleistift
  • τροχο-κουράς
    άδος, ὁ, ἡ, u. τροχοκουρίς
    δος, ἡ, rund herum geschoren
  • τροχο-παικτέω
    mit Rädern, Reisen spielen und Gaukelwerk treiben
  • τροχο-πέδη
    ἡ, Radhemme, Hemmschuh an den Rädern
  • τροχο-ποιέω
    Räder machen
  • τροχο-ποιός
    Räder machend, ὁ τροχοποιός, der Radmacher
  • τροχός
    ὁ, eigtl. das was läuft, der Läufer, gew. alles kreisförmig od. scheibenförmig Gerundete, Kreis, Scheibe; κηροῦ, στέατος, eine runde Scheibe Wachs, Talg; die Sonnenscheibe; bes. a) das Wagenrad; dah. τροχοὺς μιμεῖσϑαι, Räder nachahmen, = ein Rad schlagen; b) das Töpferrad, die Töpferscheibe; c) das Spielrad der Kinder, auch κρικός, ein großer eiserner od. kupferner Reif, an dem sich viele kleine lose Ringe befanden, die bei der Bewegung klirrten; die Knaben trieben dieses Rad mit einem Stecken, ἐλατήρ, der einen hölzernen Griff und eine gekrümmte, eiserne Spitze hatte. Auch bei Schiffen; d) das Folterrad, ein wie ein Rad gestaltetes Marterwerkzeug, auf welches einer gelegt u. gefoltert wurde; e) τροχοὶ γῆς, ϑαλάσσης rund von Wasser od. Land eingeschlossene Stücke Land od. Meer, Rondeele. Übh. runde Einfassungen, Ringmauern. Ein Teil am Pferdezaum
  • τρόχος
    ὁ, 1) der Lauf, bes. im Kreise herum, der Kreislauf; 2) der Laufplatz, die Laufbahn, bes. die Kreisbahn; 3) der Läufer; 4) der Dachs
  • τροχ-ώδης
    ες, rad-, kreisförmig, rund
  • τρόχωμα
    τό, Ringmauer
  • τρύβλιον
    τό, eine Schale, Schüssel, ein Trinkgeschirr
  • τρυγᾱ-βόλιον
    τό, der Ort, wo man eingeerntete, getrocknete Feld- und Baumfrüchte hinlegt u. aufbewahrt
  • τρυγάω
    reife Baum- u. Feldfrüchte lesen, einsammeln, einernten, abernten; μέλι τρυγᾶσϑαι, genießen, benutzen. Sprichwörtlich: ἐρήμας τρυγᾶν, sc. ἀμπέλους, unbewachte Weinstöcke ablesen, von solchen, die dreist sind, wo nichts zu fürchten ist
  • τρύγγας
    ὁ, ein Vogel
  • τρυγερός
    hefig
  • τρύγη
    ἡ, 1) alle Früchte, die im Herbste reif gelesen, eingeerntet werden, Feld- u. Baumfrüchte, Getreide, Obst, Wein; Ernte, Weinlese; τρύγας πάσας ἐξεφόρησε, vom Wein; 2) Trockenheit, Dürre
  • τρυγήσιμος
    ον, lesbar, zur Ernte od. Weinlese reif
  • τρύγησις
    ἡ, Ernte, Weinlese
  • τρυγητήρ
    ῆρος, ὁ, der erntet, Wein lieset, der Winzer
  • τρυγητήριον
    τό, die Weinkelter
  • τρυγητικός
    zur Ernte, Weinlese gehörig, geschickt
  • τρύγητος
    ὁ, 1) das einernten, Einsammeln der Feld- u. Baumfrüchte, die Ernte, die Lese; die Zeit der Ernte, Lese, die Herbstzeit; 2) das, was man einerntet, die reife Herbstfrucht selbst
  • τρυγήτρια
    ἡ, die in der Ernte od. Weinlese arbeitet, die Winzerin
  • τρυγη-φάγος
    Feld-, Baumfrucht essend, bes. Getreide fressend
  • τρυγη-φάνιος
    ὁ, οἶνος, aus den Trestern gepreßter Nachwein, Lauer
  • τρυγη-φόρος
    Feld-, Baumfrüchte tragend, bes. Wein tragend
  • τρυγίας
    ὁ, hefig; οἶνος, hefiger, trüber Wein
  • τρυγίζω
    hefig werden, Hefen ansetzen
  • τρυγικός
    von Hefen gemacht
  • τρύγινος
    hefig
  • τρυγο-δαίμων
    ονος, ὁ, ein Hefendämon, Hefengespenst; für τρυγῳδός, spottende Benennung schlechter Comödiendichter mit Anspielung auf κακοδαίμων
  • τρυγο-δίφησις
    ἡ, das Hefendurchsuchen, ein Spiel, wobei man etwas in einer Schüssel voll Hefen suchen und mit den Lippen herausziehen muß
  • τρυγο-ιπέω
    durchsieben, durchschlagen, bes. Wein durch ein Tuch wie durch einen Durchschlag laufen lassen, um die Hefen abzusondern u. ihn klar zu machen
  • τρύγο-ιπος
    ὁ, Seihetuch, bes. um den Wein von den Hefen zu sondern u. ihn abzuklären
  • τρῡγόνιος
    von der τρυγών kommend, zu ihr gehörig; τὸ τρυγόνιον, ein Kraut, = περιστερεών
  • τρύγω
    trocknen
  • τρυγ-ώδης
    ες, hefenartig, voll Hefen, hefig
  • τρυγ-ῳδο-ποιο-μουσική
    ἡ, die Komödien dichtende Tonkunst
  • τρυγ-ῳδός
    ὁ, eigtl. Most-, Hefensänger, ältere Benennung für κωμῳδός, entweder weil die Sänger ihr Gesicht, um es lächerlich u. unkenntlich zu machen, mit Hefen bestrichen oder weil der Sieger Most als Belohnung empfing; Weinlesensänger
  • τρῡγών
    όνος, ἡ, 1) die Turteltaube, nach ihrer girrenden Stimme genannt; τρυγόνος λαλίστερος, sprichwörtlich von großer Geschwätzigkeit; 2) eine Rochenart mit einem Stachel am Schwanz
  • τρύζω
    girren, knurren, murren, schwirren; bes. von der Stimme der Turteltaube; eben so von Schwalben, jungen Vögeln, Cikaden u. a. Tieren; auch vom Gurren im Leibe; von Menschen = murmeln, brummen, als Ausdruck des Unwillens; auch vom geschwätzigen Gemurmel bei einer großen Menschenmasse
  • τρῡήλης
    ὁ, u. τρύηλις
    ἡ, ein Gerät zum Umrühren, Rührkelle, trulla
  • τρυλλίζω
    von der Stimme der Wachteln
  • τρῦμα
    τό, das Loch
  • τρῡμαλιά
    ἡ, Loch
  • τρυμαλῖτις
    ἡ, Beiwort der Aphrodite
  • τρύμη
    ἡ, 1) das Loch, bes. das durch Reiben entstandene; 2) übertr. ein abgeriebener, durchtriebener, gewandter, verschmitzter Mensch
  • τρύξ
    ἡ, 1) junger, ungegohrener Wein mit den Hefen, Most. Sprichwörtlich: τρὺξ κατ' ὀπώραν, Most im Herbste, der noch nicht gegohren hat, zur Bezeichnung einer noch unentschiedenen Sache; 2) die Hefen selbst vom Weine, Öl; dah. καὶ ἐς τρύγα χεῖλος ἐρείδων, bis auf den Grund; übertr. vom Metall, die Schlacken; τρὺξ σιδηρήεσσα, Eisenschlacken; das Echo, = φωνῆς τρύγα; 3) τρύγες στεμφυλίτιδες, auch ἡ ἀπὸ στεμφύλων τρύξ, aus den Trestern gepreßter Nachwein, Lauer; τρὺξ οἴνου ὀπτή, od. πεφρυγμένη, gebrannter Weinstein, Weinsteinsalz; τροχίσκοι τρυγός, ᾗ ῥυπτόμεϑα, Fleckkügelchen
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