359 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • τράγαινα
    ἡ, eine unfruchtbare Zwitterziege
  • τραγ-άκανθα
    ἡ, Bocksdorn, von dem das Gummi Traganth
  • τράγανον
    τό, der Knorpel
  • τραγασαῖος
    von der epirotischen Stadt Τραγασαί; vom Schweine
  • τραγάω
    1) von Menschen; 2) von Pflanzen, bes. von Weinreben, geil ins Laub schießen, zu viel Laub und Schoße treiben, ohne Frucht anzusetzen; dah. übh. unfruchtbar sein; weil fette Böcke unfruchtbar sein sollen; von Pflanzen, die durch Sonnenbrand, Sturm, Behacken od. Beschneiden an den Trageknospen und Schossen verletzt sind und dah. nicht tragen
  • τράγειος
    vom Bocke: ihm gehörig; ἡ τραγείη, sc. δορά, Bocksfell
  • τραγ-έλαφος
    ὁ, der Bockhirsch, ein phantastisch gebildetes Tier, das den Griechen nur aus Abbildungen auf Teppichen und anderen Kunsterzeugnissen des Orients bekannt war; ausdrücklich als fabelhaftes Wesen mit Kentauren zusammengestellt. Daher auch ein Trinkgeschirr, auf dem das Vorderteil eines solchen Bockhirsches in erhabener Arbeit dargestellt war. Späterhin wird ein wirkliches Tier in Arabien od. am Phafis damit bezeichnet, wahrscheinlich eine Antilopen- od. Gazellenart mit einem Bocksbart. Auch der päonische Stier, vielleicht der Auerochs oder Bison
  • τράγεος
    Bockshaut, Bocksfell
  • τράγημα
    τό, Knabberwerk, zum Nachtisch gegeben, Nüsse, Mandeln, Zuckergebäck, dragées
  • τραγηματίζω
    Nachtisch, Naschwerk essen, naschen
  • τραγηματισμός
    ὁ, das Essen von allerlei Naschwerk
  • τραγ-ίαμβος
    ὁ, der tragische Jambus
  • τραγίζω
    bocken; 1) stinken wie ein Bock, einen Bocksgeruch von sich geben; 2) geil sein, wie ein Bock, den Zeugungstrieb stark empfinden, nur vom Manne. Übh. von allen Kennzeichen der beginnenden Mannbarkeit, wie vom Hervorbrechen des Barts und der Schamhaare, dem Stimmwechsel
  • τραγικεύομαι
    sich tragisch gebärden, tragisch sprechen
  • τραγικός
    eigtl. bockig, bocksartig, vom Bocke. Gew. tragisch, der Tragödie eigen, ihr angemessen; ὕλη, der Stoff der Tragödien. Dah. übertr., in stolzen, erhabenen Worten ausgedrückt, großartig, prachtvoll, auch tadelnd, überladen, schwülstig, vom Ausdruck. Von Gemütszuständen: leidenschaftlich; οἰκεῖν, von einem prächtigen Palaste
  • τραγικ-ώδης
    ες, dem Tragischen ähnlich
  • τράγινος
    vom Bocke
  • τράγιον
    τό, eine Pflanze, die einen Bocksgeruch hat
  • τραγίσκος
    ὁ, 1) Böcklein, kleiner, junger Bock; 2) ein Seefisch
  • τραγο-βάμων
    ονος, auf Bocksfüßen schreitend, bocksfüßig, Pan
  • τραγο-ειδής
    ές, bocksartig, bocksähnlich
  • τραγό-κερως
    ω, mit Bockshörnern; Pflanze
  • τραγο-κουρικός
    ή, όν, zum Scheren der Böcke gehörig
  • τραγο-κτόνος
    ον, Böcke tötend; αἷμα τρ., das Blut der getöteten Böcke
  • τραγο-μάσχαλος
    unter den Achseln wie ein Bock riechend
  • τραγό-πους
    οδος, bocksfüßig
  • τραγο-πρός-ωπος
    mit einem Bocksgesicht
  • τραγο-πώγων
    ωνος, ὁ, Bocksbart, eine Pflanze, auch Haferwurzel genannt
  • τραγ-ορίγανον
    τό, Bocksoriganon, eine Strauchart; Thymus tragoriganum
  • τράγος
    ὁ, 1) der Bock; der Ziegenbock; 2) der dem Bocksgeruch ähnliche Gestank unter den Achseln, und die Zeit dieses Bocksgeruchs; 3) die Geilheit, die Zeit des τραγᾶν; 4) ein kleiner Seefisch; 5) eine von Weizen, Spelt oder Olyra gemachte Graupenart, Grütze; 6) Name mehrerer Pflanzen. Auch eine Art Schwämme
  • τραγο-σκελής
    ές, bocksschenkelig, -füßig
  • τραγο-φαγέω
    Böcke essen
  • τραγ-ῳδέω
    eine Tragödie oder ein Trauerspiel darstellen (eigtl. es absingen), u. übh. etwas tragisch darstellen. Dah. übertr., im hohen, prachtvollen Tone des Trauerspiels singen, erzählen, darstellen; u. gew. mit tadelndem Nebenbegriff: übertreiben, mit Schmuck überladen, bes. vom Ausdruck; βίος τραγῳδούμενος, ein prächtiges, mit Glanz und Aufwand verbundenes Leben; τραγῳδεῖν τὴν ὠμότητα, mit starken Farben schildern. Später übh. Declamieren, Recitieren
  • τραγ-ῴδημα
    τό, tragische, prächtige od. übertriebene Darstellung in Sprache und Gebärdenspiel
  • τραγ-ῳδία
    ἡ, Tragödie, Trauerspiel, eigtl. Bocksgesang, entweder weil die älresten Tragödien bei einem Bocksopfer aufgeführt wurden, oder weil ein Bock der Lohn des Sieges war, oder weil die Darsteller sich mit Bocksfellen bekleideten. Das Tragödienspielen. Übh. jedes ernste, erhabene Gedicht, wie die homerischen Gesänge, Ggstz der Comödie. Übertr., eine tragische, bes. pomphafte Erzählung, Darstellung; gew. mit tadelnder Nebenbedeutung; auch von den pomphaften Reden u. Grundsätzen der Philosophen
  • τραγ-ῳδικός
    ή, όν, dem tragischen Dichter, der Tragödie gehörig, gemäß
  • τραγ-ῳδιο-γράφος
    Tragödien schreibend
  • τραγ-ῳδο-διδάσκαλος
    ὁ, der Tragödiendichter, der selbst sowohl die Chortänzer als die eigentlichen Schauspieler sein Stück aufführen lehrte und sie einübte, auch in der ältern Zeit selbst eine Hauptrolle darin zu spielen pflegte
  • τραγ-ῳδο-ποδάγρα
    ἡ, Titel eines dem Lucian beigelegten komischen Dramas, worin die Widerwärtigkeiten des Podagra in einem die Tragödie parodierenden Pathos geschildert werden
  • τραγ-ῳδο-ποιΐα
    tragische Dichtung
  • τραγ-ῳδο-ποιός
    Tragödien verfertigend, Tragödiendichter
  • τραγ-ῳδός
    ὁ, eigtl. der Bockssänger, = der tragische Dichter und Sänger, welches ursprünglich eine und dieselbe Person war. Als die Dichter aufhörten, selbst mitzuspielen, verstand man unter τραγῳδός den tragischen Schauspieler, von dem man den Dichter durch τραγῳδοποιός unterschied
  • τρακταΐζω
    weiß machen oder bleichen, wie Wachs
  • τρακτός
    ὁ, κηρός, u. τρακτόν
    τό, weißes, gebleichtes Wachs
  • τράκτωμα
    τό, ein Klebepflaster von weißem Wachs
  • τράμις
    ἡ, u. τράμη
    ἡ, der enge Raum zwischen den Beinen, vom After bis zur Scham
  • τράμπις
    ιδος u. ιος
    ἡ, ein Schiff
  • τρᾱνής
    ές, durchdringend, durchbohrend, scharf, hell, deutlich, vom Gesicht u. Gehör, auch übertr. von Gedanken: klar, deutlich
  • τρᾱνότης
    ητος, ἡ, Deutlichkeit des Tones
  • τρᾱνόω
    hell, deutlich machen, aufklären
  • τράνωμα
    τό, das hell oder deutlich Gemachte
  • τράνωσις
    ἡ, das Hell-, Deutlichmachen
  • τρᾱνωτικός
    zum Erhellen, Aufklären gehörig, geneigt, geschickt
  • τράπεζα
    ἡ, der Tisch, die Tafel; bes. 1) der Eßtisch; bei dem jeder Gast seinen eigenen Tisch vor sich hat; ξενίη τράπεζα, der gastliche Tisch, an dem der Gast freundliche Aufnahme findet, als Symbol des Gastrechts so heilig geachtet, daß man dabei schwor. Auch das, was auf den Tisch gesetzt wird, das Essen selbst; τράπεζαν Περσικὴν παρετίϑετο, er führte einen persischen Tisch; 2) der Wechslertisch; denn die Wechsler der Alten trieben ihr Geschäft auf einem Tische auf dem Markte; τράπεζαν κατασκευάζεσϑαι, eine Wechselbank anlegen; τραπέζης ἀνασκευασϑείσης, eigtl., nachdem der Tisch abgebrochen, = nachdem er Bankerott gemacht hatte; 3) übh. Tafel, Fläche, auf der etwas ruht, z. B. der Stuhl, in welchem das Unterteil des Mastbaumes steht; der Ort, auf welchem die Sklaven zum Verkauf ausstehen. Der viereckig behauene Leichenstein. Der Altar. Auch ein Teil der Leber
  • τραπεζεύς
    ὁ, am Tische, zum Tische gehörig; κύνες τραπεζῆες, Tisch- od. Haushunde der Reichen, die ins Speisezimmer kommen durften; ein Schmarotzer
  • τραπεζήεις
    εσσα, εν, vom Tische, zum Tische gehörig
  • τραπέζιον
    τό, Tischchen, kleiner Tisch; vom Wechslertisch. Als geometrische Figur, ein ungleichseitiges Viereck
  • τραπεζῑτεύω
    ein τραπεζίτης sein
  • τραπεζίτης
    ὁ, ein Geldwechsler, der für die, welche Geld zahlen, leihen, wechseln wollen, öffentlich auf dem Markte einen Wechseltisch, eine Wechselbank hält
  • τραπεζῑτικός
    einen Wechsler, seine Geschäfte betreffend
  • τραπεζο-ειδής
    ές, von der Gestalt eines Tisches oder eines ungleichseitigen Vierecks
  • τραπεζο-κόμος
    den Tisch besorgend, deckend, bei Tische aufwartend
  • τραπεζό-κορος
    sich an fremdem Tische sättigend, oder, nach anderen, von κορέω, den Tisch abfegend, Beiwort der Schmarotzer
  • τραπεζό-λοιχος
    den Tisch ableckend, Schmarotzer
  • τραπεζο-ποιέω
    1) Tische verfertigen; 2) den Tisch mit Speisen bedienen
  • τραπεζο-ποιΐα
    ἡ, das Verfertigen der Tische
  • τραπεζο-ποιός
    1) Tische machend, verfertigend; 2) den Tisch besorgend, mit Speisen bedienend
  • τραπεζο-ρήτωρ
    ὁ, Tischredner
  • τραπεζότης
    ἡ, das Abstractum von τράπεζα, gleichsam die Tischheit
  • τραπεζο-φόρος
    einen Tisch tragend, haltend, Tischträger; ἡ τρ., eine Priesterin der Pallas in Athen; τὸ τρ., ein Credenztisch
  • τραπεζόω
    auf den Tisch bringen, setzen
  • τραπέζωμα
    τό, das, was auf den Tisch gesetzt, gebracht wird
  • τραπέζωσις
    ἡ, das Aufsetzen auf den Tisch, das Auftischen
  • τραπελός
    leicht zu drehen, zu wenden
  • τραπ-έμ-παλιν
    zurückgewendet
  • τραπέω
    Weintrauben treten; übh. Wein keltern, vermittelst der Drehkelter auspressen
  • τράπηξ
    ὁ, ein Balken, etwas damit zu drehen, zu wenden, dah. auch Speer; Pfahl, Pfosten
  • τραπητέος
    was sich wenden, drehen muß
  • τραπητής
    ὁ, der Weinpresser
  • τραπητός
    ausgekeltert; οἶνος, der Wein von der Kelter, Most
  • τρασιά
    ἡ, Horde, Darre, Flechtwerk, um Früchte, Käse, Feigen u. dgl. darauf zu trocknen; Tenne
  • τραυλίζω
    lispeln, schnarren, bes. von denen, die einen Buchstaben nicht deutlich aussprechen, wie Alkibiades R als L sprach
  • τραυλισμός
    ὁ, das Lispeln, Schnarren, der Fehler in der Aussprache, wenn man einen Buchstaben, bes. L u. R, nicht deutlich aussprechen kann
  • τραυλός
    lispelnd, schnarrend, der einen Buchstaben, bes. L u. R, nicht deutlich aussprechen kann. Übtr., zwitschernd, von der Schwalbe
  • τραυλότης
    ητος, ἡ, das Lispeln, Schnarren, Stottern
  • τραυλό-φωνος
    mit stotternder Stimme
  • τραῦμα
    τό, Wunde, Verletzung; auch vom Schiffe u. vom ganzen Heere: Niederlage
  • τραυματίας
    ὁ, verwundet, der Verwundete
  • τραυματίζω
    verwunden
  • τραυματικός
    zur Wunde gehörig, sie betreffend; auch = die Wunde heilend
  • τραυματο-ποιός
    όν, Wunden machend
  • τραφερός
    eigtl. wohlgenährt, feist, fett; ἐπὶ τραφερήν τε καὶ ὑγρήν, das feste Land, Ggstz des Meeres; ἡ τραφερή, = γῆ, Land; τραφερὴ κέλευϑος, der Weg auf dem Lande. Auch act., nährend
  • τράφηξ
    ὁ, Bord der Schiffe
  • τραχᾱλᾶς
    ᾶντος, ὁ, Beiname Konstantins des Großen: mit starkem Nacken, irrisor
  • τραχηλ-άγχη
    ἡ, Strick, Schleife, den Hals zuzuschnüren
  • τραχήλια
    τά, ein Stück Fleisch vom Halse, das man wenig achtete und wegwarf
  • τραχηλιαῖος
    vorn, am Halse, ihn betreffend
  • τραχηλιάω
    seinen Nacken stolz in die Höhe werfen, ihn stolz gebogen tragen, bes. vom Pferde; übertr., stolz einhergehen, auch halsstarrig sein
  • τραχηλίζω
    den Hals beim Schlachten umdrehen od. zurückbiegen, um ihn vorn zu entblößen, dah. übh. entblößen, öffnen, zeigen. Vom Pferde: den Reiter kopfüber herunterwerfen, auch von den Schiffen in der Charybdis. Auch = beim Halse fassen und ringen; übertr. im pass., geplagt werden
  • τραχηλισμός
    ὁ, das Umbiegen, Zurückdrehen des Halses
  • τραχηλο-δεσμότης
    ὁ, den Hals fesselnd
  • τραχηλο-ειδής
    ές, dem Halse, dem Nacken ähnlich
  • τραχηλο-κάκη
    ἡ, Halseisen
  • τραχηλο-κοπέω
    den Hals abschneiden, köpfen
  • τραχηλο-κοπία
    ἡ, das Halsabschneiden, Köpfen
  • τράχηλος
    ὁ, 1) der Hals, der Nacken; 2) der oberste, vorderste Teil der Purpurschnecke; 3) der mittlere Teil des Mastes
  • τραχηλό-σῑμος
    mit kurzem Halse
  • τράχ-ουρος od. τραχοῦρος
    ὁ, der Rauchschwanz, ein Seefisch
  • τρᾱχυ-βατέω
    auf rauhem, felsigem Boden gehen
  • τρᾱχυ-δέρμων
    u. τρᾱχύ-δερμος
    ονος, mit hartem Felle
  • τρᾱχύ-λογος
    rauh redend, von harter Aussprache
  • τρᾱχυντικός
    rauh oder uneben machend; übrtr., zornig, böse machend, erbitternd
  • τρᾱχύνω
    rauh, uneben machen; übertr., zornig, böse machen. erzürnen, aufbringen
  • τρᾱχυ-όστρακος
    mit rauher, harter Schale
  • τρᾱχύ-πους
    ποδος, mit rauhen Füßen
  • τρᾱχύς
    rauh, uneben, hart; steinig, felsig. Übtr., hart, heftig, zornig. Adv. τρηχέως περιέπεσϑαι, hart behandelt werden
  • τράχυσμα
    τό, Rauhigkeit, Härte
  • τρᾱχυσμός
    ὁ, das Rauh-, Unebenmachen
  • τρᾱχυ-στομέω
    1) einen harten Mund haben, hartmäulig sein; 2) eine harte Aussprache haben
  • τρᾱχυ-στομία
    1) Hartmäuligkeit; 2) harte Aussprache
  • τρᾱχύ-στομος
    1) mit, von hartem Munde, hartmäulig; 2) von harter Aussprache
  • τρᾱχύτης
    ητος, ἡ, Rauheit, Härte
  • τρᾱχύ-φλοιος
    mit rauher, unebner Rinde
  • τρᾱχυ-φωνέω
    eine rauhe Stimme haben
  • τρᾱχυ-φωνία
    ἡ, rauhe Aussprache
  • τρᾱχύ-φωνος
    mit rauher, harter Stimme
  • τρᾱχ-ώδης
    ες, von rauher, harter Art
  • τράχωμα
    τό, das Rauhgemachte, die Rauhheit
  • τρᾱχωματικός
    die Rauhheit betreffend, sie heilend
  • τρᾱχών
    ῶνος, ὁ, rauhe, harte, steinige Gegend
  • τρεῖς
    οἱ, αἱ, τρία, τά, drei. Die Drei galt von jeher als eine heilige, glückbringende Zahl
  • τρέμω
    zittern, erzittern, beben; auch von einem leicht flatternden Gewande; bes. vor Furcht zittern; von einem Trunkenen. Übh. sich fürchten
  • τρεπτικός
    zum Drehen, Wenden gehörig, wandelbar, veränderlich
  • τρεπτός
    gedreht, gewendet, verändert; zu drehen, zu wenden, zu lenken, zu verändern
  • τρέπω
    drehen; 1) wenden, kehren, übh. eine gewisse Richtung geben; πάλιν τρέπε μώνυχας ἵππους, er lenkte sie zurück; τρέπειν τινὰ εἰς εὐνήν, einen zu Bette gehen lassen; πρὸς ὄρος τρέπε πίονα μῆλα, er trieb sie; pass. sich wenden; ἐπὶ ἔργα, sich zum Geschäft wenden, an die Arbeit gehen; ἀντ' ἠελίοιο τετραμμένος, gegen die Sonne gewandt; τράπωνται τὴν ἄνω ὁδόν, sie schlagen den Weg ein; αἰχμὴ ἐτράπετο, die Lanzenspitze wandte sich, bog sich um. Bes. 2) in die Flucht wenden, schlagen; pass. τραπῆναι φογῇ, ἐς φυγήν, in die Flucht geschlagen werden; τραπέσϑαι, sich zur Flucht wenden, fliehen; τρέψασϑαι, einen von sich abwenden u. in die Flucht schlagen. Umstürzen, abwenden, abhalten; verhindern, verhüten; übh. anders wenden, ändern, verändern. Pass. sich ändern; τρέπεται χρώς, die Farbe wechselt, ändert sich, von einem, der erblaßt; τρέπεται νόος, φρήν, ϑυμός, der Sinn ändert sich; absolut, τράπομαι, ich ändere meine Meinung; dah. τετραμμένος, ein Umgewandter, der seinen Sinn geändert hat. Übertr. sich auf etwas hinrichten; bes. seine Aufmerksamkeit auf etwas hinrichten, worauf merken, sich womit beschäftigen
  • τρεσᾶς
    ὁ, der Flüchtling
  • τρέστης
    ὁ, der Zitternde, Furchtsame, Fliehende
  • τρέφω
    festmachen, eine Flüssigkeit dicht werden lassen, z. B. γάλα ϑρέψαι, die Milch gerinnen lassen; auch von der Kälte: gefrieren lassen; pass. dicht, fest werden, gerinnen, gefrieren. Gew. fett od. dick machen, füttern, ernähren, großziehen u. pflegen; bes. Kinder im Hause aufziehen u. erziehen; für sich aufziehen; ὁ τρεφόμενος heißt her Knabe, so lange er noch von den Frauen aufgezogen wird, bis zu seinem fünften Jahre. Auch Sklaven u. Vieh halten. Von Pflanzen: ziehen; φάρμακα τρέφει χϑών, die Erde bringt Gifte hervor; ὕεσσι τρέφει ἀλοιφήν, es macht den Schweinen Fett wachsen, setzt ihnen Fett an; χαίτην τρέφειν, das Haar wachsen lassen; ὑπήνην, wachsen lassen; unterhalten; von Heeren; ἡ ϑρέψασα, das Vaterland; πολλὴ περὶ χροῒ τέτροφεν ἅλμη, viel Salzwasser setzte sich ihm um die Haut fest
  • τρεχε-δειπνέω
    zum Gastmahl laufen, zum Schmause eilen
  • τρεχέ-δειπνος
    zu einem Gastmahle laufend, einem Schmause nachrennend; spät kommen
  • τρέχω
    laufen; ἅμα τινί, mit einem gleichen Schritt halten; δρόμον δραμεῖν, ἀγῶνα δραμεῖν, wie unser 'Gefahr laufen'; τρέχειν περὶ ἑωυτοῦ, περὶ ψυχῆς, laufen, um sich selbst od. sein Leben zu retten; παρ' ἓν πάλαισμα ἔδραμε νικᾶν, außer einer Kampfübung trug er den Sieg davon
  • τρέψις
    ἡ, Wendung
  • τρεψί-χρως
    ωτος, ὁ, ἡ, die Farbe, die Haut wechselnd, verändernd, von einem Polypen
  • τρέω
    1) zittern, beben, bes. vor Furcht, dah. zagen, sich fürchten; als Folge davon: fliehen, flüchten, ; ὁ τρέσας, der Flüchtling, der sich der Schlacht entzogen hat; 2) trans., fürchten, scheuen
  • τρῆμα
    τό, das Durchbohrte, Loch, Öffnung; bes. die Löcher od. Punkte der Würfel
  • τρηματίζω
    Würfel spielen, auf die Löcher oder Punkte der Würfel Geld setzen
  • τρηματιστής
    ὁ, der Würfelspieler, der auf die Löcher oder Punkte der Würfel setzt, pointiert, wer am meisten werfen wird
  • τρηματόεις
    εσσα, εν, u. τρηματ-ώδης
    ες, durchlöchert, löcherig, mit vielen Löchern; λίϑος, Bimsstein
  • τρήρων
    ωνος, ὁ, ἡ, u. τρηρός
    furchtsam, flüchtig, schüchtern, scheu; Beiwort der wilden Tauben
  • τρῆσις
    ἡ, das Durchbohren; das Loch
  • τρητός
    durchbohrt, durchlöchert; von zierlich geschnitzten, mit durchbrochener Arbeit versehenen Bettstellen; von Löchern in den Bettpfosten, durch welche Stricke oder Gurte gezogen waren
  • τρηχώ
    οῠς, ἡ, eine rauhe, steinige, felsige Gegend
  • τριαγμός
    ὁ, der Sieg
  • τρι-άδελφαι
    αἱ, die drei Schwestern
  • τρι-άδελφοι
    οἱ, die drei Brüder
  • τριάζω
    besiegen, überwinden; eigtl. vom Faustkämpfer im Pentathlon, dessen Sieg erst dann entschieden war, wenn er seinen Gegner dreimal zu Boden geworfen, in drei Gängen nach einander überwunden hatte
  • τριάζω
    verdreifachen, mit drei multiplicieren
  • τρίαινα
    ἡ, Dreizack; die gew. Waffe des Poseidon. Ein dreizackiger Speer. Auch eine dreizackige Hacke, Erdschollen damit zu zerschlagen
  • τριαινο-ειδής
    ές, von der Art, Gestalt des Dreizacks, von dreizackiger Gestalt
  • τριαινο-κράτωρ
    ορος, ὁ, der Beherrscher des Dreizacks, Poseidon
  • τριαινόω
    den Dreizack führen, mit dem Dreizack bewegen, erschüttern; τὴν γῆν δικέλλῃ, das Land behacken
  • τριαινωτήρ
    ῆρος, ὁ, der das Land behackt
  • τρια-καί-δεκα
    dreizehn
  • τρια-και-δεκ-έτης
    ὁ, der Dreizehnjährige
  • τριᾱκάς
    άδος, ἡ, 1) die Zahl dreißig; 2) der dreißigste Tag des Monats. In Athen waren die τριακάδες dem Andenken der Toten geweiht, wie die novemdialia der Römer; die dritte, κυρία ἐκκλησία. In Athen eine politische Abteilung der φυλαί, deren jede nach dem ἔϑνος in 30 γένη abgeteilt war, die τριακάδες hießen; eigtl. Verein von dreißig Männern
  • τριᾱκάτιοι
    οἱ, die zu einer τριακάς gehörenden ἔφηβοι
  • τριάκις
    adv., dreimal
  • τριᾱκονθ-άμματος
    mit, von dreißig Knoten
  • τριᾱκονθ-ήμερος
    dreißigtägig
  • τριάκοντα
    dreißig; οἱ τριάκοντα in Sparta die dreißig Männer, welche dem Könige als Ratgeber u. Gehilfen beigegeben waren; in Athen die sogenannten dreißig Tyrannen
  • τριᾱκοντα-ετηρίς
    ἡ, sc. ἑορτή, ein dreißigjähriges, alle dreißig Jahre wiederkehrendes Fest
  • τριᾱκοντα-ετής
    ές, dreißigjährig
  • τριᾱκοντα-έτης
    ὁ, der Dreißigjährige
  • τριᾱκοντα-ετία
    ἡ, Zeitraum von dreißig Jahren
  • τριᾱκοντα-έτις
    ιδος, ἡ, z. B. σπονδαί, dreißigjähriger Waffenstillstand
  • τριᾱκοντά-ζυγος
    mit, von dreißig Ruderbänken
  • τριᾱκοντάκις
    dreißigmal
  • τριᾱκοντά-κλινος
    von dreißig Bett- od. Tischlagern
  • τριᾱκοντά-κωπος
    mit dreißig Rudern
  • τριᾱκοντ-άμερος
    dreißigtägig
  • τριᾱκοντά-μηνος
    von dreißig Monaten
  • τριᾱκοντα-μναῖος
    dreißig Minen schwer od. wert; λίϑος, von dreißig Minen
  • τριᾱκοντα-μόριον
    τό, ein Dreißigteilchen
  • τριᾱκοντά-πηχυς
    υ, dreißig Ellen lang
  • τριᾱκοντα-πλασίων
    ον, u. τριᾱκοντα-πλάσιος
    dreißigfach, dreißigmal so viel
  • τριᾱκοντά-πους
    οδος, dreißig Fuß lang, hoch, breit, tief
  • τριᾱκοντ-αρχία
    ἡ, die Herrschaft der dreißig Tyrannen in Athen
  • τριᾱκοντά-χοος
    dreißigfachen Ertrag gebend
  • τριᾱκοντ-ήρης
    ες, dreißigruderig; ἡ τριακοντήρης, ein dreißigruderiges Kriegsschiff
  • τριᾱκοντ-όργυιος
    dreißigklafterig
  • τριᾱκοντούτης
    ες, dreißigjährig
  • τριᾱκοντοῦτις
    ιδος, ἡ, αἱ τριακοντούτιδες σπονδαί, der dreißigjährige Waffenstillstand
  • τριᾱκόσιοι
    dreihundert
  • τριᾱκοσιο-μέδιμνος
    von dreihundert Medimnen, so viel war der Census der Ritter, die 300 Medimnen Ertrag ihrer Güter haben mußten
  • τριᾱκοσιό-χοος
    dreihundertfältige Frucht bringend
  • τριᾱκοσταῖος
    1) am dreißigsten Tage; 2) dreißig Tage alt
  • τριᾱκοστη-μόριον
    τό, ein Dreißigteilchen
  • τριᾱκοστό-δυος
    der zweiunddreißigste
  • τριᾱκοστός
    der dreißigste; τὴν τριακοστὴν πράττεται τοὺς ἐξάγοντας, der dreißigste Teil als Abgabe od. Zoll
  • τριακτήρ
    ῆρος, ὁ, der Sieger
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