350 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • σφάκελος
    ὁ, u. σφακελισμός
    ὁ, Entzündung der fleischigen Teile des Leibes, kalter Brand. Auch Frostschaden, Erfrieren der Glieder; der Brand der Bäume; übtr. heftiger Schmerz, u. das Äußern desselben durch Zucken und krampfhafte Bewegung; auch ἀνέμων σφ., der gewaltige Andrang der Stürme
  • σφάκος
    ὁ, gelber Salbei, salvia pomifera. Ein langhaariges Baummoos, bes. an den Eichen
  • σφάκτης
    ὁ, Schlächter, Mörder
  • σφακτός
    geschlachtet, gemordet
  • σφάκτρια
    ἡ, die Opferpriesterin
  • σφάκτρον
    τό, Zoll für geschlachtetes Opfervieh
  • σφακ-ώδης
    ες, salbeiartig, reich an Salbei
  • σφάλαξ
    ὁ, der Stechdorn
  • σφαλάσσω
    stechen, ritzen
  • σφαλερό-νηκτος
    gefährlich zum Schwimmen
  • σφαλερός
    was leicht zum Fallen, Ausgleiten bringt, schlüpfrig, u. übertr., leicht zu einem Fehler bringend, verführerisch, betrüglich; dah. = gefährlich; Ggstz von χρήσιμος; fallend, wankend; unzuverlässig
  • σφαλλός
    ὁ, 1) eine runde bleierne Scheibe mit einem Ringe, um einen Riemen daran zu knüpfen, an welchem man sie bei Wettkämpfen über dem Kopfe schwang u. schleuderte, also eine Art δίσκος; 2) in den Gefängnissen ein runder Block mit zwei Löchern, durch welche die Füße der Sträflinge gesteckt wurden, ein Fußblock
  • σφάλλω
    fällen, zum Fallen bringen, zu Boden werfen; bes. fällen = erlegen, töten; τὸν ἀναβάτην, vom Pferde gesagt; übh. in Schaden, Unglück bringen, pass. in Schaden, Unglück kommen, Unglück haben; auch τινός, zum Unglück beraubt werden; eine Niederlage erleiden; auch zweifelhaft, ungewiß, verlegen machen; in Irrtum bringen, verleiten, täuschen; pass. sich täuschen, irren, fehlen
  • σφάλμα
    τό, der Fall, Fehltritt; dah. a) Unglück, Schaden, Nachteil, Niederlage; b) Irrtum, Fehler, Vergehen
  • σφάλτης
    ὁ, der zum Fallen bringt, umwirft
  • σφάνιον
    τό, ein kleines Bett
  • σφαραγέω
    1) prasseln, rauschen, zischen; σφαραγεῦντο δέ οἱ πυρὶ ῥίζαι ὀφϑαλμοῠ, es zischte die Wurzel des Auges von dem Feuer, als Odysseus dem Kyklopen das Auge mit dem glühenden Schafte ausbrannte; 2) strotzen, voll sein
  • σφαραγίζω
    lärmend herbeiführen, mit Geräusch aufregen
  • σφάραγος
    ὁ, jedes Rauschen, Lärmen, Geräusch, Gebraus, Gezisch, Geprassel
  • σφεδανός
    eifrig, heftig, ungestüm, gewaltsam
  • σφέλας
    τό, 1) Schemel, Fußbank; 2) ein ausgehöhlter hölzerner Block, etwas hinein zu stecken, bei uns ein Stuhl genannt
  • σφέλμα
    τό, die Blüte der Steineiche
  • σφενδάμνινος
    von Rüstern-, Ahornholz; dah. hart, fest, wie unser hahnbüchen, hagebüchen
  • σφένδαμνος
    ἡ, Rüster, Ahorn
  • σφενδονάω
    1) schleudern, mit der Schleuder werfen; 2) wie eine Schleuder drehen, schwingen, werfen
  • σφενδόνη
    ἡ, 1) die Schleuder, lat. funda, ein Zeug- od. Lederstreifen, in der Mitte breit, mit zwei schmalen Enden; χεῖρα ξυνέδησεν ἐϋστρόφῳ οἰὸς ἀώτῳ, σφενδόνῃ, zum Verbinden der verwundeten Hand gebraucht; die Wolkengeschosse: Hagel u. Schnee; wegen der Ähnlichkeit, a) eine Binde, ein Verband um ein verwundetes Glied; b) eine vorn breite weibliche Kopfbinde; u. eine Binde der Frauen um die Schamteile; c) eine Art Reisecharte in Riemenform, wie die Peutingersche; 2) das Schleudern, Wegwerfen; der geschleuderte Körper; 3) Wegen Ähnlichkeit mit der Vertiefung, in welcher der Schleuderstein liegt, auch am Ringe die Vertiefung, in welcher der Stein sitzt, der Ringkasten, pala annuli; auch die ganze Fassung des Ringes
  • σφενδονηδόν
    nach Art, von Gestalt einer Schleuder
  • σφενδόνησις
    ἡ, das Schleudern, Werfen mit der Schleuder
  • σφενδονήτης
    ὁ, der Schleuderer
  • σφενδονητικός
    zum Schleuderer, zum Schleudern gehörig, geschickt; ἡ σφενδονητική, sc. τέχνη, die Kunst zu schleudern
  • σφενδονο-ειδής
    ές, schleuderförmig
  • σφετερίζω
    σφετεριξάμενος, etwas zu dem Seinigen machen, sich zueignen, anmaßen, etwas als sein Eigentum brauchen; auch = durch Kauf erwerben; bes. ein Gemeingut sich zueignen, öffentliches Gut als eigenes verwenden
  • σφετερισμός
    ὁ, das sich zu eigen Machen, sich Aneignen, bes. Verbrauch öffentliches Gutes, als wäre es eignes
  • σφετεριστής
    ὁ, der sich öffentliches, fremdes Gut anmaßt u. als sein eignes braucht
  • σφέτερος
    1) ihr, ihrig; 2) sein, seinig. Ungewöhnlich: euer, euer eigen; mein
  • σφηκεῖον
    τό, eine Art φαλάγγιον, eine wespenähnliche giftige Spinne
  • σφήκειος
    von der Wespe, wespenähnlich
  • σφηκιά
    ἡ, Wespennest
  • σφηκίον
    τό, die Wachszelle der Wespen
  • σφηκίσκος
    ὁ, ein langes, dem Wespenstachel ähnlich zugespitztes Holz, Spitzpfahl; übh. Bauholz
  • σφηκισμός
    ὁ, ein dem Gesumse der Wespen ähnlicher Ton auf der Flöte
  • σφηκο-ειδής
    ές, wespenartig, wespenähnlich, bes. von Menschen, die wie die Wespen eine übermäßig schlanke Taille od. einen dünnen Unterleib haben, übh. schmächtig, hager
  • σφηκόω
    eng, fest zusammenschnüren, -ziehen, nach der Gestalt der Wespen, die in der Mitte des Leibes wie zusammengeschnürt aussehen; übh. fest-, zusammenbinden; πλοχμοί ϑ' οἳ χρυσῷ τε καὶ ἀργύρῳ ἐσφήκωντο, die Haarflechten waren mit Gold u. Silber zusammengefaßt; καλύμματα ἐσφηκωμένα, Anacr. 66, 1; δειρὴν ἐσφήκωται, er ist am Halse eng, hat einen engen Hals; festmachen, zumachen
  • σφηκ-ώδης
    ες, καὶ ἰσχνοί; στίχος σφηκώδης, ein wespenförmiger Vers, dem in der Mitte eine Zeit fehlt
  • σφήκωμα
    τό, 1) das Zusammengeschnürte, Festgebundene, das Band zum Festbinden; 2) am Helme der Ort, wo der Helmbusch befestigt wird; dah. auch der Helm selbst; ein geometrischer Körper von der Ähnlichkeit mit dem Einschnitt einer Wespe
  • σφηκών
    ῶνος, ὁ, Wespennest
  • σφηλός
    leicht zu bewegen, zu erschüttern
  • σφήν
    σφηνός, ὁ, der Keil; alles Keilförmige; auch ein Marterwerkzeug
  • σφηνεύς
    ὁ, ein Meerfisch, eine Art mugil, wahrscheinlich wegen seiner keilförmigen Gestalt
  • σφηνο-ειδής
    ές, keilförmig
  • σφηνο-κέφαλος
    mit kegelförmigem Kopfe, spitzköpfig
  • σφηνο-πώγων
    ωνος, ὁ, mit keilförmigem Bart, spitzbärtig, wie Hermes auf alten Kunstwerken dargestellt wird, dah. Beiwort desselben, der Spitzbart; in der Comödie treten die Greise so auf
  • σφηνόω
    mit Keilen verbinden, verkeilen, zusammenkeilen; versperren; martern
  • σφήνωμα
    τό, das Gekeilte, Eingekeilte
  • σφήνωσις
    ἡ, das Spalten oder Befestigen mit einem Keile, auch Einzwängen, Versperren
  • σφήξ
    σφηκός, ὁ, die Wespe, vespa
  • σφιγγία
    ἡ, Geiz, Knickerei
  • σφιγγίον
    τό, Schnur, Band, bes. Arm-, Halsband
  • σφιγγό-πους
    ποδος, sphinxfüßig, mit Sphinxfüßen
  • σφίγγω
    schnüren, zwängen, würgen, zusammenbinden, -ziehen; übh. einengen, einsperren; τὰ δράγματα, Garben binden
  • σφιγκτήρ
    ῆρος, ὁ, 1) das was zuschnürt, zubindet, womit man schnürt, bindet, Schnur, Band, bes. Arm- u. Kopfband; 2) der runde Muskel an der Öffnung des Afters zum Verschließen desselben; 3) bei den Tarentinern eine Art Rock, χιτών, der mit einer Schnur zugezogen wurde
  • σφιγκτός
    zugeschnürt, festgebunden; ϑάνατος, der Tod durch Erwürgung
  • σφίγμα
    τό, 1) das Zugeschnürte, Festgebundene; 2) das Schnüren, Drücken, Pressen, Reiben an Maschinen
  • σφίγξις
    ἡ, das Zusammenschnüren, -binden, das An-, Festbinden
  • σφίδη
    ἡ, der Darm, die Darmsaite, fides
  • σφικάω
    sumsen, surren, von den Mücken
  • σφόδρα
    sehr, heftig; σφόδρα γε, in Antworten, nachdrücklich bejahend
  • σφοδρός
    heftig, eifrig, ungestüm
  • σφοδρότης
    ητος, ἡ, Heftigkeit, Raschheit, Hitze, Ungestüm, im Handeln und Reden
  • σφοδρύνω
    heftig, hitzig machen; pass. σφοδρύνομαι, heftig, ungestüm sein, werden; τινί, worauf trotzen
  • σφονδύλειον
    τό, ein Kraut
  • σφονδυλη
    ἡ, ein unter der Erde lebendes, alle Wurzeln beschädigendes Insekt, das, wenn es verfolgt wird, einen Gestank von sich gibt, ein Erdkäfer
  • σφονδύλιος
    ὁ, der Wirbel des Rückgrats
  • σφονδυλο-δῑνητος
    mit dem Wirbel auf der Spindel gedreht
  • σφονδυλόεις
    εσσα, εν, aus Wirbeln bestehend, zusammengesetzt
  • σφονδυλό-μαντις
    ὁ, ἡ, aus der Spindel wahrsagend
  • σφόνδυλος
    ὁ, 1) das runde Wirbelbein, der Wirbelknochen des Rückgrats, Halses, bes. der zweite große Halswirbel; 2) der Wirbel oder Werbel, verticillus, an der Spille der Spinnerinnen; übh. Wirbel und der Teil der Pflanzen, der auch jetzt in der Botanik verticillus heißt; 3) auch große runde Steine, und kleinere, wie die ψῆφοι; 4) ein Teil am Säulenknauf, der Reif oder Stab; 5) auch der Kopf der Artischocke
  • σφός
    sein, ihr. Gew. = σφέτερος, auf eine Mehrheit der Besitzer gehend, ihr
  • σφρᾱγῑδ-ονυχ-αργο-κομήτης
    ὁ, Leute, die ihre Finger bis ans Weiße der Nägel mit Siegelringen, Steinringen schmücken, wie bes. die Flötenspieler taten; kom. Wort: Prunkfaulheitnägelberingte
  • σφρᾱγῑδο-φυλάκιον
    τό, Ort, Behältnis, Siegelringe darin zu verwahren, Ringkästchen
  • σφρᾱγῑδο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Siegelbewahrer
  • σφρᾱγίζω
    1) siegeln, besiegeln, versiegeln; übh. stempeln, bezeichnen, auch mit Wunden, Ritzen; 2) übertr., begrenzen, bestimmen, festsetzen
  • σφρᾱγίς
    ῖδος, ἡ, 1) das Siegel, mit dem man etwas verschließt, bezeichnet; das mit dem Siegel abgedruckte Bild, der Siegelabdruck, auch das in den Stein gegrabene Siegelzeichen; daher Petschaft, Siegelring; übh. jeder Ring mit einem Steine, auch wenn dieser nicht geschnitten ist, auch geschnittener Stein; 2) das Besiegelte, mit einem Siegel Bezeichnete, die Marke; runder Fleck. Eratosthenes nannte so die Abteilungen der Erdoberfläche
  • σφρᾱγισμα
    τό, das aufgedrückte Siegel
  • σφρᾱγιστήρ
    ῆρος, ὁ, der Siegler, der Siegelring
  • σφρᾱγιστήριον
    τό, Siegel, Petschaft
  • σφρᾱγιστικός
    zum Siegeln gehörig, dienlich
  • σφρᾱγιστός
    besiegelt, gestempelt; μέτρον σφραγιστόν, geeichtes Maß
  • σφριγανός
    strotzend, schwellend
  • σφριγάω
    schwellen, strotzen, zum Platzen voll sein; τὰ σώματα πολὺ μᾶλλον σφριγῶντες, in kräftiger Leibesfülle strotzend; auch von Tieren u. Gewächsen: in voller Gesundheit, Lebenskraft od. Blüte sein, von vollem, frischem Aussehen sein; aber auch übertr., von sinnlicher Begierde strotzen, wollüstig, lüstern sein, dah. heftig begehren, verlangen; vom brünstigen Eber
  • σφρῖγος
    τό, 1) strotzende, schwellende Fülle, Vollsaftigkeit, Gesundheitsfülle; 2) übertr., üppige, drängende Begier, Wollust, Brunst
  • σφρῑγ-ώδης
    ες, von Fülle, Kraft, Gesundheit, Begierde strotzend
  • σφυγμικός
    vom Pulse, zum Pulse gehörig, ihn betreffend
  • σφυγμός
    ὁ, bei den ältesten Ärzten der heftige, gewaltsame Puls bei Entzündungen, sonst παλμός; dann übh. der Puls, auch im natürlichen Zustande; Wallung im Blute, Herzklopfen; übertr., heftige Begierde
  • σφυγμ-ώδης
    ες, mit heftigen Pulsschlägen, mit Wallungen im Blute verbunden, oder sie hervorbringend
  • σφύζω
    in heftiger Bewegung, in Wallung sein, vom Blute; heftig schlagen, sowohl vom gewaltsamern Pulsschlage bei Entzündungen, als auch von der regelmäßigen Bewegung des Blutes in den Adern; πηδῶσα οἷον τὰ σφύζοντα, wie die Pulsadern. Auch übertr., in heftiger Gemütsbewegung sein
  • σφῦρα
    ἡ, 1) der Hammer als Werkzeug des Schmiedes; 2) ein Werkzeug des Ackerbaues, Schlägel, Hacke, die Erdklöße zu zermalmen
  • σφυραθία
    ἡ, von Ziegen
  • σφύραινα
    ἡ, ein Meerfisch, der Hammerfisch, nach seiner Gestalt benannt
  • σφυράς
    άδος, ἡ, runder Mist, bes. der Ziegen und der Schafe
  • σφῡρ-ηλατέω
    mit dem Hammer treiben, bearbeiten, hämmern
  • σφῡρ-ηλάτησις
    ἡ, das Treiben mit dem Hammer, das Hämmern
  • σφῡρ-ήλατος
    mit dem Hammer getrieben, gearbeitet, gehämmert, geschmiedet; bes. von getriebenen Metallarbeiten im Ggstz zu den gegossenen; übertr., dicht, fest, dauerhaft; σφ. νοῦς, ein gediegener Geist; vom schriftlichen Ausdrucke, gedrängt, gedankenreich
  • σφῡρίον
    τό, kleiner Hammer, Schlägel
  • σφυρο-δέτης
    ὁ, ein Band um die Knöchel
  • σφῡρο-κόπανον
    τό, eine Art Klopfhammer
  • σφῡρο-κοπέω
    mit dem Hammer schlagen, hämmern
  • σφῡρο-κοπία
    ἡ, das Schlagen mit dem Hammer, das Hämmern
  • σφῡρο-κόπος
    mit dem Hammer schlagend, hämmernd, u. pass. mit verändertem Ton σφυρόκοπος
    gehämmert
  • σφυρόν
    τό, 1) der Knöchel am Fuße; bei Dichtern auch die Ferse u. der Fuß übh.; 2) übertr., jedes unterste, äußerste Ende, das Fußende, bes. der Fuß eines Berges. Die Verwandtschaft mit σφῦρα bestätigt das lat. malleus, malleolus pedis
  • σφυρο-πρησι-πύρα
    ἡ, die Ferse mit Feuer brennend, Beiwort des Podagra
  • σφῡρόω
    hämmern; die Saat mit der σφῠρα unterhacken
  • σφύρωσις
    ἡ, das Unterhacken der Saat mit der σφῠρα
  • σφῡρωτός
    gehämmert
  • σφωέ
    σφωΐν
    sie beide, ihrer beider, ihnen beiden
  • σφῶϊ
    σφῶϊν
    ihr beide, euch beiden
  • σφωΐτερος
    1) euer beider, euch beiden eigen; 2) ihrer beider, ihnen beiden eigen; 3) sein; dein
  • σχαδών
    όνος, ἡ, die Larve der Bienen; die Brutzelle der Bienen, Zelle der Drohnen, und die mit Honig gefüllte Wachsscheibe, Wachstafel, Wabe, auch Honigraß, Honigroß genannt
  • σχάζω
    1) stechen, ritzen, aufschlitzen, übh. aufklaffen machen, öffnen; bes. bei den Ärzten, τὴν φλέβα, die Ader öffnen, um Blut zu lassen; auch ohne φλέβα, zur Ader lassen; 2) fallen lassen; τὴν οὐράν, den Schwanz hängen lassen; βαλβῖδα, das vor der Rennbahn gezogene Seil fallen lassen und dadurch die Rennbahn öffnen; ἄγκυραν, den Anker auswerfen. Bei den Fechtern auch τὴν χεῖρα, die Hand schnell zurückziehen und in die vorige Lage bringen; 3) zurückhalten, anhalten, hemmen; σχασάμενος τὴν ἱππικήν, sie aufgebend, unterlassend; 4) intrans., klaffen, offen stehen, aus einander gehen; nachlassen, allmählich aufhören
  • σχαλιδόω
    aufgerichtete Netze durch untergestellte Gabeln stützen
  • σχαλίδωμα
    τό, die als Stütze untergestellte Gabel
  • σχαλίς
    ίδος, ἡ, eigtl. eine einschenklige Leiter, davon das lat. scala; gew. eine gabelförmige Stütze, eine hölzerne Gabel, die als Stütze unter aufgerichtete Netze gestellt ward; auch eine zweizinkige Hacke
  • σχάσις
    ἡ, das Stechen, Ritzen, Schneiden, Verwunden, auch das Schröpfen
  • σχάσμα
    τό, die geschröpfte Stelle
  • σχαστήρ
    ῆρος, ὁ, die Stellfalle
  • σχαστηρία
    ἡ, ein Seil, das vor den Eingang der Rennbahn gezogen war und niedergelassen wurde, wenn die Wettrenner, -reiter, -fahrer auslaufen sollten; auch ein bloßer Strich, der die Grenze der Rennbahn am Anfange bezeichnet; auch das Seil an einer Rolle, womit etwas plötzlich heruntergelassen oder herausgezogen wird
  • σχαστήριον
    τό, ein Werkzeug der Wundärzte zum Ritzen, Aderlassen, eine Lanzette
  • σχεδάριον
    τό, Täfelchen, kleines Blatt, Buch
  • σχέδη
    ἡ, eigtl. Scheit, Spalt, daher Tafel, Blatt, darauf zu schreiben oder zu rechnen; lat. scheda
  • σχέδην
    anhaltend, langsam, bedächtig
  • σχεδία
    ἡ, ein leichtgebautes Schiff, Floß, Flöße; διφϑερῶν, ein aus Schläuchen schnell und leicht zusammengefügtes Floß; eine leicht gebaute, fliegende Brücke. Übh. ein leicht gezimmertes Gerüst, Gestell, ὑπότροχος, auf Rädern, um etwas fortzubringen; Band, Klammer
  • σχεδιάζω
    1) aus dem Stegreif, hurtig, obenhin machen, schnell hinschreiben, übh. etwas fahrlässig behandeln, betreiben; 2) intrans., nachlässig sein, τοῖς κοινοῖς πράγμασι, in Verwaltung der Staatsgeschäfte
  • σχεδιάς
    άδος, ἡ, eine Pflanze von der Gattung ἄγχουσα
  • σχεδίασμα
    τό, das aus dem Stegreif, hurtig, nachlässig Gesagte, Getane, Geschriebene
  • σχεδιασμός
    ὁ, das Reden, Tun, Schreiben aus dem Stegreif, ohne lange Überlegung; Unüberlegtheit
  • σχεδιαστικῶς
    aus dem Stegreif, nachlässig, obenhin
  • σχεδίην
    in der Nähe, cominus
  • σχέδιος
    vom Orte: nahe, in der Nähe; βέλη, zum Nahkampfe tauglich; häufiger von der Zeit: plötzlich, unerwartet, kurze Zeit dauernd; dah. aus dem Stegreif, ohne lange Überlegung, flüchtig, nachlässig
  • σχεδι-ουργός
    ὁ, der Flöße verfertigt
  • σχεδισμός
    ὁ, ein weiblicher Tanz
  • σχεδο-γραφία
    ἡ, das Schreiben, Zeichnen auf einer Tafel, einem Blatte, der Abriß auf einer Tafel
  • σχεδο-γραφικός
    ή, όν, zum Schreiben, Zeichnen auf einer Tafel, einem Blatte gehörig
  • σχεδόθεν
    von Nahem, aus der Nähe
  • σχεδόν
    vom Orte: nahe, in der Nähe, lat. cominus; σχεδὸν οὔτασε, aus der Nähe, im Nahkampf; auch von der Verwandtschaft; beinahe, ungefähr; bald mehr, bald weniger bejahend in Antworten
  • σχέθω
    halten, fortwährend festhalten, hemmen; ἀσπίδας πάροιϑεν σχέϑον αὐτοῦ, sie hielten die Schilde vor, zugleich ausdrückend, daß sie lange in dieser Stellung verharren; ἀπὸ ἕο, von Waffen und Rüstungen: das dauernde, unausgesetzte Festhalten und Anhaben derselben bezeichnend; ἐπ' ἀγκῶνος κεφαλὴν σχέϑεν, er hielt den Kopf auf den Ellenbogen gestützt; νόον τόνδε, er faßte den Gedanken und hielt ihn fest; an- u. festhalten; σχέϑε δ' ὄσσε γόοιο, sie hielt ihr fern von den Augen den Kummer
  • σχένδῡλα
    ἡ, ein Werkzeug der Schiffszimmerleute und Schmiede, vielleicht Zange, Zwinge
  • σχενδῡλάω
    mit der Zange fassen
  • σχενδῡλό-ληπτος
    mit der Zange gefaßt
  • σχερός
    ὁ, ursprünglich das feste Land, die Erdfeste, das Ufer, Gegensatz der Gewässer; ἐν σχερῷ, im festen Zusammenhange, ununterbrochen fort, hinter einander, von Ort u. Zeit
  • σχέσις
    ἡ, lat. habitus von habere, Haltung, Zustand, Beschaffenheit; bes. Leibesbeschaffenheit, Befinden, wobei die Ärzte Krankheiten ἐν ἕξει, die schon habituell, zum gewohnten Zustande geworden, von denen ἐν σχέσει, die sich als vorübergehend leicht vertreiben lassen, unterscheiden; übh. Verfassung. Das Zurückhalten, Festhalten
  • σχεταῖος
    davon σχεταῖα δρᾶν, vom Speien, unanständige Dinge tun
  • σχετήριον
    τό, das, was hält, abhält, hindert
  • σχετικός
    1) haltend, festhaltend, abhaltend, zurückhaltend; 2) in der Logik = relativ, bezüglich
  • σχετλιάζω
    über Gewalt, erlittenes Unrecht klagen, sich erschrecklich gebärden, kläglich tun, u. übh. klagen, unwillig sein od. werden
  • σχετλιασμός
    ὁ, das Klagen, Jammern, der Unwille
  • σχετλιαστικός
    zum Klagen, Jammern, Zürnen gehörig, geneigt; τὰ σχετλιαστικά, die Interjectionen, die Unwillen ausdrücken
  • σχέτλιος
    σχετικός, καρτερικός, der etwas aushält od. unternimmt, tatkräftig, verwegen, nicht nachgebend, immer mit dem Nebenbegriffe des Übermäßigen, Ungeheuren, Schrecklichen, staunend u. gew. tadelnd; als Beiwort des Zeus, grausam, verderblich; des Kronos; der Götter übh.; des Schlafes, der zum Unglücke gereicht; häufig von gewaltig starken Menschen, die von ihrer Kraft einen für andere verderblichen Gebrauch machen, bes. auch kampflustig sind, wie der Kyklop, Achilleus, Diomedes; fem. σχετλίη, als Beiwort der Eris. Auch Nestor heißt σχέτλιος, wegen seiner unermüdlichen Tätigkeit, Erklärung: σὺ μὲν πόνου οὔποτε λήγεις, also nicht der elende, unglückliche. Öfter von wilden Tieren; σχέτλια ἔργα, frevelhafte, entsetzliche, grausame Taten; unglücklich
  • σχῆμα
    τό, wie das lat. habitus; a) Haltung, Stellung, Miene, Gestalt; die Schlachtordnung; b) übh. die ganze Art zu sein, sich zu zeigen, der äußere Anstand, der Aufzug; bes. auch vornehme, stolze Haltung, edler, würdevoller Anstand, Prunk; οὐ κατὰ σχῆμα φέρειν τι, nicht mit Anstand tragen. Dah. der äußere Schein, Vorwand; auch die Rolle; von Dingen: Zustand. Bei Tieren = Rüstung, Geschirr, Zeug. Bei den Rhett. und Gramm. rhetorische u. grammatische Figur, Rede- und Wortfigur; auch die Darstellung einer Versart durch die Länge- und Kürzezeichen. Übh. Grundriß, Entwurf
  • σχηματίζω
    Gestalt, Form geben, gestalten, bilden, Haltung geben, stattlich erscheinen lassen, schmücken; von Tanzbewegungen; τὰ αἰσχρὰ καὶ πονηρὰ σχήματα σχηματίζειν, Gebärden machen; sich eine gewisse Haltung geben, bes. sich ein Ansehen geben, sich in die Brust werfen, prunken, auch sich stellen, sich den Schein geben; σχηματίζονται ἀμαϑεῖς εἶναι, sie stellen sich, als ob sie unwissend wären; λόγος ἐσχηματισμένος, eine uneigentliche, figürliche Rede
  • σχημάτιον
    τό, im plur. bes. Tänze, Tanzfiguren
  • σχηματισμός
    ὁ, u. σχημάτισις
    ἡ, Gestalt, Haltung, Gebärde; das Annehmen einer Gestalt, Haltung, Prunken; dah. auch Verstellung
  • σχηματο-γραφέω
    Figuren zeichnen oder schreiben
  • σχηματο-γραφία
    ἡ, das Figurenzeichnen, -schreiben
  • σχηματο-θήκη
    ἡ, Magazin, Vorratskammer von Gestalten, Gebärden, Grimassen
  • σχηματο-ποιέω
    formen, gestalten, bilden, eine Form, Gestalt machen, geben; eine Gestalt, Haltung des Leibes annehmen; dah. von Pantomimen, durch Haltung u. Gebärden eine Handlung darstellen
  • σχηματο-ποιΐα
    ἡ, Gestaltung, Stellung, gew. die Kunst des Pantomimen, durch Gebärden eine Handlung darzustellen
  • σχιδακηδόν
    splitterartig, wie ein Splitter in die Länge gehend, bes. von Knochenbrüchen,
  • σχιδακ-ώδης
    ες, einem Splitter ähnlich, splitterartig
  • σχίδη
    ἡ, ein gespaltenes Stück Holz, Splitter, Scheit, Schindel
  • σχίδιον
    τό, 1) Splitterchen; 2) im plur. gezupfte Leinwand, Wundfaden
  • σχιδ-ώνυχος
    mit gespaltenen Klauen
  • σχίζα
    ἡ, kleingespaltenes Holz, bes. zum Kochen, Braten, beim Opfern; übh. ein Scheit, Stück Holz, zum Töten des Schweines gebraucht; Splitter, Spleiß, u., nach dem von solchen Scheiten gemachten Gebrauche, Schindel, Fackel; Spaltung, Trennung
  • σχιζο-ποδία
    ἡ, Eigenschaft od. Beschaffenheit des σχιζόπους
  • σχιζό-πους
    ὁ, ἡ, mit gespaltenen Füßen, Zehen, Hufen
  • σχιζό-πτερος
    mit gespaltenen Flügeln, im Ggstz zu den verbundenen, häutigen Fledermausflügeln
  • σχίζω
    (scindo, scheiden), spalten, zerspalten, zersplittern; zerreißen; übh. scheiden, teilen, zerteilen, zerlegen, zerschneiden, trennen, sondern; pass., Νεῖλος σχίζεται τριφασίας ὁδούς, er spaltet sich in drei Wege, Arme; ἡ στρατιὴ ἐσχίζετο, das Heer teilte sich; übertr., ἐσχίζοντό σφεων αἱ γνῶμαι, ihre Meinungen teilten sich; τὸ γάλα, die Milch gerinnen machen
  • σχινδαλμός
    ὁ, ein gespaltenes und zugespitztes Stück Holz, Schindel, Pfahl
  • σχινδύλησις
    ἡ, das Spalten in kleinere Stücke
  • σχῑν-έλαιον
    τό, Mastixöl, aus den Beeren des σχῖνος
  • σχῑνίζω
    τοὺς ὀδόντας, die Zähne mit einem Zahnstocher von Mastixholz putzen; σχινίζομαι, Mastixholz od. einen Zahnstocher davon kauen. Auch von gewissen Tanzbewegungen
  • σχίνινος
    vom Mastixbaum, von Mastixholz
  • σχῑνίς
    ίδος, ἡ, die Beere des Mastixbaumes, Beiwort der Aphrodite
  • σχῑνο-κέφαλος
    mit einem großen, länglichen Kopfe, wie die Meerzwiebel; Cratin. nannte so den Perikles
  • σχῖνος
    ἡ, 1) der Mastixbaum, lentiscus; 2) die Meerzwiebel
  • σχῑνο-τρώξ
    ῶγος, ὁ, u. σχῑνο-τρώκτης
    ὁ, der das wohlriechende Mastixholz od. Zahnstocher davon kauet
  • σχῑν-ώδης
    ες, mastixartig, -ähnlich, voll von Mastix
  • σχίσις
    ἡ, das Spalten, Trennen; vom Wege
  • σχίσμα
    τό, das Gespaltene, der Spalt, z. B. des Hufes; übertr., Zwiespalt, Uneinigkeit
  • σχισματικός
    die Spaltung, die Trennung betreffend, dazu gehörig
  • σχισμός
    ὁ, u. σχισμή
    ἡ, das Spalten, Zerschneiden, Zerhauen; δορί, das Töten
  • σχιστός
    gespalten, getrennt; im Ggstz von μῶνυξ, mit gespaltenen Klauen; was sich spalten, trennen läßt, trennbar, teilbar; σχιστὰς ἕλκειν, eine Art Tanz; γάλα σχιστόν, geronnene Milch
  • σχοινιά
    ἡ, 1) ein Klumpen zusammengewachsener Binsen; 2) Verbindung durch Stricke, Verstrickung; βοτρύων, ein Traubenkranz; Ummauerung
  • σχοινιαία
    ἡ, die Werkstatt, wo Seile gedreht werden
  • σχοινίζω
    ein Land nach dem Längenmaße, σχοῖνος, ausmessen, vermessen, bes. vom eroberten Lande, dah. es unter Ansiedler verteilen, auch es zur Bestellung Sklaven zuweisen; σχοινίζομαι, von weichlichen Tänzen, wollüstigen Gebärden der Pantomimen
  • σχοίνικλος
    ὁ, u. σχοινίλος
    ὁ, ein Wasservogel, der wie die Bachstelze den Schwanz bewegt
  • σχοίνινος
    1) aus Binsen, von Binsen gemacht; 2) einer Binse ähnlich, gleich, wie eine Binse gewachsen, lang u. schmächtig
  • σχοινίον
    τό, ein aus Binsen geflochtener Strick, übh. Strick, Schnur, bes. das Meßseil
  • σχοινιο-στρόφος
    1) Stricke drehend; 2) das Brunnenseil drehend u. damit Wasser schöpfend
  • σχοινίς
    ῖδος, ἡ, 1) ein aus Binsen geflochtenes Gefäß, Gerät, Durchschlag, Sieb, auch ein Seil; 2) die Frucht des σχοῖνος
  • σχοινίς
    ίδος, ἡ, von Binsen gemacht
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