330 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • σπίζα u. σπίζη
    ἡ, jeder kleine piepende od. pfeifende Vogel; bes. der Finke, fringilla
  • σπιζίας
    ὁ, der Finkenfalke, der Sperber
  • σπιζίτης
    ὁ, von der Größe eines Finken
  • σπίζω
    piepen
  • σπιθαμή
    ἡ, die Weite zwischen dem ausgespannten Daumen und dem kleinen Finger; römisch dodrans
  • σπιθαμιαῖος
    von einer Spanne, eine Spanne lang
  • σπιλαδ-ώδης
    ες, felsen- oder klippenartig
  • σπιλάς
    άδος, ἡ, ein Felsen, oder, am Meere, eine Klippe; übh. vorragender Berg, Felsenhöhle; ohne γῆ, tönernes Estrich
  • σπίλος
    ἡ, Felsen, Klippe
  • σπῖλος
    ὁ, Fleck, Schmutz, Schandfleck
  • σπιλόω
    beflecken
  • σπίλωμα
    τό, Fleck, Schmutz
  • σπιλωτός
    befleckt
  • σπινθεύω
    Funken sprühen
  • σπινθήρ
    ῆρος, ὁ, Funke
  • σπινθηρίζω
    u. σπινθηρακίζω
    Funken von sich geben, sprühen
  • σπινθηρο-βόλος
    Funken werfend, sprühend
  • σπινθηρο-πόμπος
    funkensendend
  • σπινίδιον
    τό, u. σπίνιον
    τό, Vögelchen oder Finkchen
  • σπίνος
    ὁ, ein kleiner Vogel; nach seiner piependen seinen Stimme benannt, auch zu Markte gebracht und gegessen, der Zeisig, der Finke, = σπίζα, der noch jetzt auf Chios σπίνος heißt; eine Steinart, die sich durch Wasser entzündet, vielleicht Alaunschiefer
  • σπινός
    mager
  • σπλαγχνεύω
    die Eingeweide des Opfertieres nach verrichtetem Opfer verzehren, Aus den Eingeweiden prophezeihen
  • σπλαγχνίζομαι
    sich erbarmen, Mitleid empfinden
  • σπλαγχνικός
    von den Eingeweiden
  • σπλαγχνισμός
    ὁ, das Erbarmen
  • σπλάγχνον
    τό, gew. im plur. τὰ σπλάγχνα, die Eingeweide, bes. die edlen, die der Brust, Herz, Lunge, Leber, Nieren, Milz, die, am Opferfeuer geröstet, zu Anfang des Opferschmauses von den Versammelten verzehrt wurden. Daher auch überhaupt der Opferschmaus, das Verzehren des vom Opfer übriggebliebenen Fleisches, visceratio. Ἠλϑεν ὑπὸ σπλάγχνων, = er wurde geboren; der Mutterleib; dah. τῶν σῶν ἐκ σπλάγχνων ἕνα νέκυν ἀντιδοὺς ἔσει, = aus deinen nächsten Verwandten. Bei Dichtern, wie unser Herz, der Sitz der heftigsten Leidenschaften, des Zorns, der Liebe, auch des Mitleids; ἀνδρὸς σπλάγχνον ἐκμαϑεῖν, sein Innerstes
  • σπλαγχν-όπτης
    der Eingeweide Bratende
  • σπλαγχνο-σκοπέω
    Eingeweide beschauen und daraus weissagen
  • σπλαγχνο-σκόπος
    Eingeweide beschauend
  • σπλαγχνο-τομία
    ἡ, das Zerschneiden der Eingeweide
  • σπλαγχνο-τόμος
    die Eingeweide zerschneidend, Zeus
  • σπλαγνο-φάγος
    die Eingeweide essend
  • σπλεκόω
    Beischlaf treiben, üben; als Stammwort nimmt man πλέκω an, vom Verwickeln oder Verschlingen der Füße
  • σπληδός
    ὁ, Asche
  • σπλήν
    ὁ, die Milz; im plur., Milzsucht. Auch ein Verband, wie σπλήνιον
  • σπληνιάω
    an der Milz leiden, milzsüchtig sein
  • σπληνικός
    zur Milz gehörig, bes. an der Milz leidend, milzsüchtig
  • σπληνιό-δετος
    mit einem Verbande verbunden
  • σπλήνιον
    τό, ein Verband, eine Compresse, die angefeuchtet oder mit Arznei bestrichen auf Wunden gelegt wurde. Auch ein Kraut, sonst ἄσπληνον
  • σπληνίσκος
    ὁ, ein kleiner Verband
  • σπληνίτης
    ὁ, von der Milz; φλέψ, Milzblutader
  • σπληνόω
    mit einem σπλήνιον belegen, verbinden
  • σπλην-ώδης
    ες, milzartig, milzsüchtig
  • σπογγάριον
    τό, kleiner Schwamm; eine Salbe
  • σπογγιά
    ἡ, der Schwamm
  • σπογγίζω
    mit dem Schwamme abwischen
  • σπογγίον
    τό, Schwämmchen
  • σπόγγισμα
    τό, das mit dem Schwamm Abgewischte
  • σπογγιστικός
    zum Abwischen mit dem Schwamme gehörig; ἡ σπογγιστική, die Kunst mit dem Schwamme zu reinigen
  • σπογγο-ειδής
    ές, schwammartig
  • σπογγο-θήρας
    ὁ, der auf Schwämme Jagd macht
  • σπογγο-θηρική
    ἡ, die Kunst dessen, der auf Schwämme Jagd macht
  • σπογγο-κολυμβητής
    ὁ, der nach Schwämmen untertaucht
  • σπογγο-λογέω
    Schwämme lesen; τὰς ψίχας σπ ογγολογοῠσα τῶν τραπεζῶν, mit Schwämmen die Tische abwischend u. Brocken sammelnd
  • σπόγγος
    ὁ, lat. tungus, 1) der Schwamm, zum Abwischen, Waschen gebraucht; bes. zum Abwischen der Tische u. Stühle; zum Auslöschen der Schrift; 2) die Drüsen am Halse, die Mandeln, wegen ihrer schwammigen, porösen Beschaffenheit
  • σπογγο-τόμος
    Schwämme unter dem Meere von den Felsen schneidend
  • σποδεύνης
    ὁ, der in der Asche sein Lager hat
  • σποδέω
    eigtl. die Asche od. den Staub abkehren, abstäuben, abklopfen, übh. abtreiben, wegnehmen; στρατοῠ καμόντος καὶ κακῶς σποδουμένου, das übel zugerichtete, aufgeriebene Heer; σποδο ύμενος κάρη πρὸς πέτρας, mit dem Kopfe gegen die Felsen geschlagen; auch im obszönen Sinne = βινέω
  • σποδησι-λαύρα
    ἡ, Gassenfegerin, gemeine Straßenhure
  • σποδιά
    ἡ, der Aschenhaufen, die Asche
  • σποδιακός
    aus Metallasche
  • σποδιάς
    άδος, ἡ, ein dem Pflaumenbaume ähnlicher Baum
  • σποδίζω
    in der Asche rösten; auch = zu Asche brennen; τὰς τρίχας, absengen; aschfarbig sein
  • σπόδιον
    τό, Metallasche, Ofenbruch, spodium
  • σπόδιος
    aschfarbig, grau
  • σποδιόομαι
    unter der Asche glimmen
  • σποδίτης
    ὁ, ἄρτος, in heißer Asche gebackenes Brot
  • σποδο-ειδής
    aschartig, -farbig, grau oder isabellfarben
  • σποδός
    ἡ, Asche, bes. heiße, Glutasche, unter der noch Glut verborgen ist; die Asche des verbrannten Leichnams; Asche auf dem Opferaltar; ἀμφὶ σποδὸν κάρα κεχύμεϑα, zum Zeichen der Trauer; ἐς σποδὸν ἐμβάλλειν war eine Todesstrafe bei den Persern. Auch Staub; σποδὸς κυλίκων, πίϑων, von einer Alten, die Becher, Fässer ausleert. Auch = σπόδιον, Metallasche
  • σποδόω
    zu Asche brennen, in glühender Asche rösten
  • σποδ-ώδης
    ες, voll Asche
  • σπολάς
    άδος, ἡ, Fell; Kleid von Fellen, Pelz; ein lederner Harnisch
  • σπολεύς
    ὁ, eine Art Brot
  • σπονδ-αγωγός
    ein Bündnis bringend
  • σπονδ-αρχέω
    ein σπόνδαρχος sein
  • σπονδ-αρχία
    ἡ, der Anfang der heiligen Spende oder des Trankopfers; das Amt od. Recht des σπόνδαρχος
  • σπόνδ-αρχος
    die heilige Spende oder das Trankopfer anfangend
  • σπονδ-αυλέω
    die Flöte zur σπονδή blasen
  • σπονδ-αύλης
    ὁ, der Flötenbläser bei der σπονδή
  • σπονδειάζω
    den Spondeus brauchen
  • σπονδειακός
    spondeisch
  • σπονδειασμός
    ὁ, der Gebrauch des Spondeus
  • σπονδειο-κατά-ληκτος
    mit einem Spondeus endigend
  • σπονδεῖον
    τό, Gefäß, Schale zur Libation, um ein Trankopfer darzubringen
  • σπονδεῖος
    zur σπονδή, zur Opferspende od. zum Opfertranke gehörig; Ζεὺς σπ., der Aufseher über die σπονδαί; μέλος, αὔλημα, die bei Libationen übliche Musik; πούς, der aus zwei langen Silben bestehende Versfuß, weil man bei Libationen eine feierliche, langsame Melodie liebte
  • σπονδή
    ἡ, die heilige Spende, Trankopfer, der Wein, den man, bevor man selbst trank, den Göttern zu Ehren auf den Altar oder den Tisch, auch ins Opferfeuer ausgoß; τρίτας σπονδὰς ποιεῖσϑαι, dem Hermes, den Charitinnen und dem Zeus σωτήρ ein Trankopfer bringen. Bes. die heilige Spende, welche man bei feierlichen Verträgen und Friedensschlüssen zu verrichten pflegte; daher αἱ σπονδαί der feierlich geschlossene Vertrag, das Bündnis, der Waffenstillstand; σπονδαὶ ἄκρητοι, ein mit Spenden von lauterem, ungemischtem Weine geschlossener Waffenstillstand
  • σπονδήσιμος
    zum Trankopfer gehörig
  • σπονδήτης
    ὁ, eine σπονδή verrichtend
  • σπονδη-φορέω
    eine σπονδή darbringen
  • σπονδο-φορέω
    ein σπονδοφόρος sein
  • σπονδο-φόρος
    eigtl. die heiligen Spenden oder Trankopfer darbringend; der Herold, welcher den Antrag auf Waffenstillstand dem Feinde überbringt; eine eigene Obrigkeit, von der in Olympia und an anderen Orten zur Zeit der heiligen Spiele die ἐκεχειρία und die σπονδαί angekündigt wurden; fetialis der Römer
  • σπορά
    ἡ, das Säen. Übertr., Zeugung; die Abstammung; die Nachkommen
  • σποράδην
    zerstreut, einzeln
  • σποραδικός
    zerstreut; ζῷα, Tiere, die nicht gesellig sind, einzeln leben, Ggstz ἀγελαῖα; νοσήματα, die zu allen Zeiten u. an allen Orten herrschen
  • σποράς
    άδος, zerstreut; νησιώτην σποράδα κέκτηται βίον, auf zerstreut daliegenden Inseln; u. so von Inseln
  • σπορεύς
    ὁ, u. σπορευτής
    ὁ, der Säer
  • σπορευτός
    gesäet; γῆ, Saatland
  • σπορητός
    ὁ, die Saat; ἕως τὸν σπορητὸν διακωλύσῃ, das Säen
  • σπόριμος
    besäet, zu besäen; αἰδὼς σπορίμη, Zeugungsglied; μὴν σπ., der Saatmonat
  • σπορο-λογέω
    die Saat, die Feldfrüchte einsammeln
  • σπόρος
    ὁ, das Säen; die Saat; der Samen; das Erzeugte
  • σποῦ
    in der Sprache der Skythen = das Auge
  • σπουδάζω
    eigtl. intrans. sich sputen, eilig, tätig sein, sich emsig womit beschäftigen, eifrig um etwas bemühen; τὰ μάλα ἐσπουδασμένα σῖτα καὶ ποτά, sorgfältig zubereitet; sich ernstlich womit beschäftigen, ernsthaft sein, mit Ernst sprechen u. handeln; πρός τινα, ernsthaft mit einem verhandeln; πρός τινα, jem. gewogen sein. Mit dem acc. der Person, einen unterstützen, sich seiner eifrig annehmen, ihn zu befördern suchen; pass. σπουδάζομαι, ich werde geschätzt, man bekümmert sich viel um mich
  • σπουδαιο-λογέω
    ernsthaft reden; behandeln, pass., οὗτος ὁ λόγος ἐσπουδαιολογήϑη, die Sache wurde ernsthaft durchgesprochen; sich über ernsthafte, wichtige Dinge besprechen mit einem
  • σπουδαιο-λόγως
    ernsthaft redend
  • σπουδαιό-μῡθος
    im Ernst od. über ernsthafte, wichtige Dinge redend
  • σπουδαῖος
    a) von Personen: eilig, eifrig, tätig, übh. rechtschaffen, sittlich gut; b) von Sachen: die der Tätigkeit und des Eifers wert sind, wichtig, bedeutend; dah. wünschenswert, vortrefflich; οὐ σπουδαῖον ἐς ὄψιν, nicht des Sehens wert; auch das Ernste, im Ggstz von γελοῖα; σπουδαῖόν ἐστί μοι, es ist mir daran gelegen
  • σπουδαιότης
    ητος, ἡ, das Wesen des σπουδαῖος, Eile, Eifer, Sorgfalt, Rechtschaffenheit; auch von Sachen: Wichtigkeit
  • σπουδ-αρχ-αιρεσία
    ἡ, eifriges Bemühen um ein Staatsamt, ambitus
  • σπουδ-αρχέω
    sich eifrig um ein Staatsamt bewerben, sich zu Ämtern drängen
  • σπουδ-άρχης
    ὁ, einer der sich zu Staatsämtern, Ehrenstellen u. dgl. heftig zudrängt, sie immer führen will
  • σπουδ-αρχία
    ἡ, eifriges Streben nach Staatsämtern, ambitus
  • σπουδ-αρχιάω
    u. σπουδ-αρχιάζω
    nach Ämtern od. Ehrenstellen lüstern sein
  • σπουδ-αρχίδης
    ὁ, komisch zu σπουδάρχης gebildetes Patronymicum, Herrschsüchterling
  • σπούδασμα
    τό, eifrig betriebene Sache, Eifer; ein wichtiger Kunstbau, wie eine Schleuse
  • σπουδαστής
    ὁ, der einem wohl will, Anhänger, Gönner
  • σπουδαστικός
    eifrig, ernsthaft; Ggstz φιλοπαίσμων
  • σπουδή
    ἡ, Eile, Hast, Geschwindigkeit; σπουδὴν ἔχειν, eilen. Dah. 1) Eifer, Tätigkeit, Anstrengung; ἄτερ σπουδῆς, ohne Mühe; ἀμφί τι σπουδὴν ϑέμεν, allen Eifer darauf verwenden; διὰ σπουδῆς, eilig; σπ ουδὴν πολλὴν ἔχειν, ποιήσασϑαι, sich anstrengen, sich bemühen; σπουδήν τινος ποιήσασϑαι, für einen mit Eifer Sorge tragen; 2) Ernst, ernste Willensmeinung. Schätzung, Beachtung einer Sache, Bemühung oder Bewerbung um etwas; σπουδῆς ἄξιον εἶναι, der Beachtung, Bemühung wert sein; σπουδὴν ἔχειν τινός, für etwas sorgen; ambitus; διὰ τὴν ἐμην σπουδήν, aus Eifer, Rücksicht für mich. Bes. σπ ουδῇ adverbial; in Eile, in Hast; auch = mit Eifer. mit Anstrengung, mit Mühe, kaum; u. = mit Fleiß, mit Absicht, ernstlich; σπουδῇ χαριεντίζεται, geflissentlich; πάσῃ σπουδῇ μανϑάνειν, mit allem Eifer
  • σπουδο-γέλοιος
    im Sprechen oder im Handeln Ernst u. Scherz vermischend, Spaß in ernsthafte Angelegenheiten bringend
  • σπύραθος
    ὁ od. ἡ, runder Mist, bes. der Ziegen u. Schafe, Schaflorbeer. Hängt wohl mit σπεῖρα zusammen u. bedeutet jeden rund gedrehten Körper
  • σπυραθ-ώδης
    ες, dem Ziegen- u. Schaflorbeer ähnlich
  • σπυρίς
    ἡ, ein runder, geflochtener Korb, etwas darin zu tragen; bes. Fischkorb
  • στάγδην
    tröpfelnd
  • σταγετός
    ὁ, Tropfen
  • στάγιον
    τό, das Schriftzeichen στῖ (ς)
  • στάγμα
    τό, Tropfen, Getröpfel
  • σταγονίας
    tröpfelnd
  • σταγών
    όνος, ἡ, der Tropfen; von den Tränen; κυάνεαι, Flecken; neben μόλυβδος, ein leichtflüssiges Metall, vielleicht Zinn
  • σταδαῖος
    gerade od. aufrecht stehend; Ζεύς, als Wappen auf dem Schilde; ἔγχη σταδαῖα, Waffen, mit denen man in offener Feldschlacht, ἐν σταδίᾳ μάχῃ, kämpft; μέλος, sanftes, ruhig gehendes Lied
  • στάδην
    stehend, grade feststehend. Nach dem Gewichte
  • σταδιαῖος
    das Maß eines Stadions habend
  • σταδιασμός
    ὁ, das Messen nach Stadien
  • σταδιεύς
    ὁ, der im Stadion Wettlaufende, auch ἵππος, das Rennpferd
  • σταδιευτής
    ὁ, = σταδιεύς, ἵππος, Rennpferd
  • σταδιεύω
    im Stadion laufen, δρόμους, von der Sonne
  • σταδιο-δρομέω
    im Stadion laufen, um die Wette laufen
  • σταδιο-δρόμος
    u. σταδιο-δρόμης
    ὁ, im Stadion laufend
  • στάδιον
    τό, eigtl. das Feststehende, bes. eine feststehende bestimmte Länge, eine Strecke von 610 griech. od. 625 röm. Fußen, od. 125 Schritten, 49 Ruten rheinl.; 8 Stadien sind etwas mehr als eine röm. Meile, 40 Stadien ungefähr eine deutsche od. geographische Meile. Die Rennbahn (denn die Rennbahn in Olympia war gerade ein Stadium lang); γυμνὸν ἐπὶ στάδιον, wo man nackt lief. Unbeweglichkeit, Festigkeit
  • στάδιος
    1) stehend; σταδίη ὑσμίνη, die stehende, offene Feldschlacht, ein geordnetes Gefecht, in welchem die Kämpfenden handgemein werden, im Ggstz zu den Streifereien od. Scharmützeln; unbeweglich; 2) grade, aufrecht stehend, steif, was sich nicht zusammenlegen od.- falten läßt; χιτών, = ὀρϑοσταδίας, ein langes, grade herabgehendes, ungegürtetes Gewand; ϑώραξ, ein steifer Panzer ohne Gelenke, Ggstz ἀλυσιδωτός; 3) zugewogen
  • στάζω
    1) trans. träufeln, einflößen; 2) intrans. tröpfeln, rinnen, fließen; von trocknen Dingen: abfallen, z. B. von reifem Obste; von Häusern: baufällig sein
  • σταθερός
    stehend, feststehend, unbeweglich, fest; ἢ οὐχ ὁρᾷς ὡς σχεδὸν μεσημβρία ἵσταται ἤδη καλουμένη σταϑερά, der hohe Mittag, wenn die Sonne im Zenith gleichsam stille steht; u. dem analog νυκτὸς τὸ σταϑερώτατον, die hohe Mitternacht, ϑέρος σταϑερόν, der hohe, heißeste Sommer. Vom ruhigen Meere; ἡ σταϑερή sc. γῆ, das feste Land; εὐδία, übtr. Ruhe im Staate
  • σταθερότης
    ητος, ἡ, Stätigkeit, Beständigkeit
  • στάθευσις
    ἡ, Erwärmung
  • σταθευτός
    erwärmt, verbrannt
  • σταθεύω
    erwärmen, brennen, braten
  • σταθμάω
    mit dem Richtscheit messen, abmessen; abwägen, wägen; Gewicht oder Wert auf etwas legen, schätzen. Übtr., erwägen, ermessen, beurteilen. Auch = vermuten, schließen aus einer Sache
  • σταθμεύω
    Wohnung od. Quartier haben
  • στάθμη
    ἡ, Richtscheit, Richtschnur der Zimmerleute u. Maurer, bes. um Bauholz nach graden Linien zu behauen; ἐπὶ στάϑμην ἴϑυνε, sowohl die Setzwage, eine waagerechte Fläche zu bestimmen, als auch die mit Kreide od. Röthel bestrichene Schnur, mit der die Zimmerleute eine grade Linie vorzeichnen. Dah. die grade Linie, grade Richtung, u. sprichwörtl. παρὰ στάϑμην, nach der Schnur, genau, nach strengem Recht; αὐτὸς κατὰ στάϑμην ἐνόησας, du hast es erraten; von Gesetzen, Υλλίδος στάϑμας ἐν νόμοις, u. στάϑμας περισσᾶς ἑλκόμενος, wie wir sagen 'einen großen Maßstab anlegen'; auch die Grenze, das Ziel; ὠμοί τε δούλοις πάντα καὶ παρὰ στάϑμην ist = über Gebühr, wider Recht u. Billigkeit. Λευκὴ στάϑμη, eine nicht bestrichene Schnur, die keinen Strich bezeichnet; λευκὴ στ. sprichwörtlich von einem Menschen, der sich für nichts bestimmt entscheidet, keinen eigenen Willen zeigt. Das Senkblei, u. bes. das Blei an der Setzwaage. Auch der Strick, mit welchem bei den Volksversammlungen der Raum umgrenzt u. im Theater die Plätze abgeteilt waren; dah. übh. Abgrenzung, Grenze. Δοράτων στάϑμαι, das untere Ende
  • στάθμησις
    die Abwägung
  • σταθμητικός
    zum Abwägen gehörig, abwägend
  • σταθμητός
    gemessen, wonach man sich messen darf; ἐμοὶ μὲν οὖν οὐδὲν σταϑμητόν, nach mir darf man sich freilich nicht richten
  • σταθμίζω
    wägen, nach dem Senkblei od. der Setzwaage richten
  • σταθμίον
    τό, Waage
  • σταθμιστής
    ὁ, der Wäger
  • σταθμο-δότης
    ὁ, der die Standquartiere anweist, Quartiermeister
  • σταθμόνδε
    adv., zum Standorte, ins Quartier
  • σταθμός
    ὁ, 1) ein aufrecht stehender Pfosten, Pfeiler, Ständer; bald von dem Hauptpfeiler, welcher die Decke eines Gemaches trägt, στῆ ῥα παρὰ σταϑμὸν τέγεος, bald von den Türpfosten; 2) Standort, z. B. der Schiffe; bes. Stand, der Ort, wo Menschen od. Haustiere stehen u. sich aufhalten, Stall; von ländlichen Wohnungen, Gehöft, wo bes. an Viehställe zu denken; in Gleichnissen wird der Löwe erwähnt, der in solch Gehöft einbricht, um Vieh zu rauben; übh. Wohnung; eigtl., Stall. Bes. Standquartier, Nachtquartier für Reisende od. Soldaten auf dem Marsche. Im persischen Reiche hießen σταϑμοί die Orte, wo der König auf seinen Reisen einzukehren u. zu übernachten pflegte, eine Art Etappen oder Stationen; dah. in Beschreibung persischer Gegenden als Bestimmung der Entfernung, eine Tagereise, ein Tagemarsch, gew. eine Strecke von fünf Parasangen; doch hing es jedesmal vom Feldherrn ab, wie lang er die σταϑμοί machen wollte; 3) das Gewicht, womit man wägt; das Gewicht, das ein Körper wiegt, die Schwere; auch die Waage; Waagschale; τὸ ἄγαλμα ἔχει τεσσαράκοντα τάλαντα σταϑμὸν χρυσίοο, 40 Talente Goldes an Gewicht
  • σταθμ-οῦχος
    ὁ, der Wirt, der ein Quartier für Reisende hält; auch der ein Haus im Ganzen mietet, um es wieder teilweise zu vermieten
  • σταθμόω
    ins Standquartier od. in den Stall bringen, darin sein, einkehren
  • σταθμ-ώδης
    ες, voll Satz od. Unreinigkeit, trübe
  • σταίς od. σταῖς
    τό, Weizenmehl mit Wasser zum Teige eingerührt
  • σταιτινο-κογχο-μαγής
    ές, mit Weizenmehl geknetet
  • σταίτινος
    von Weizenmehl
  • σταιτίτης
    ὁ, bes. ein Kuchen aus Weizenmehl
  • στακτή
    ἡ, stacte, das aus frischer Myrrhe u. Zimmet gepreßte u. tropfenweise auslaufende Öl, Myrrhenöl, Zimmetöl, ein künstlich bereiteter Balsam; auch von anderen künstlich bereiteten Flüssigkeiten; στακτὴ ἅλμη, Salzlake; κονίη, Kalklauge
  • στακτός
    tröpfelnd, tropfenweise herausrinnend; dah. τὰ στακτά, Harze, Gummi, Balsam; ἔλαιον, das von selbst auslaufende Öl
  • στάλαγμα
    τό, das Getröpfelte, der Tropfen
  • σταλαγμιαῖος
    tropfenweis
  • σταλαγμίας
    ὁ, tröpfelnd
  • σταλαγμός
    ὁ, das Getröpfel
  • σταλακτικός
    gewöhnlich od. gern tröpfelnd
  • σταλακτις
    ίδος, ἡ, die Tröpfelnde
  • σταλακτός
    tröpfelnd
  • σταλάσσω
    tröpfeln
  • στᾱλᾶτις
    ιδος, ἡ, Grabstein
  • σταλάω
    tröpfeln, triefen
  • σταληδών
    όνος, ἡ, Tropfen
  • σταλίς
    ίδος, ἡ, alles Aufgestellte, Aufgerichtete, bes. Stellholz, Stange; Jagdnetze; ὑπὸ σταλίκεσσιν ἄκανϑαι, von dornigen Flossen
  • στᾱλ-ουργός
    ein Grabmal mit einer Denksäule
  • σταλτικός
    zusammenziehend, hemmend, unterdrückend; τὰ σταλτικά, Heilmittel, das wilde Fleisch einer Wunde wegzuätzen
  • σταλύζω
    weinen
  • στᾱμ-αγορίς
    ίδος, ἡ, das Zusammendrehen mehrerer Aufzugsfäden im Weben
  • σταμίν
    ίνος, ἡ, alles in die Höhe Stehende; bes. die Rippen od. Seitenbalken am Schiffe, die vom Kiel aus in die Höhe stehen; ἴκρια ἀραρὼν ϑαμέσι σταμίνεσσι, Bretter an die dicht neben einander stehenden Rippen fügend
  • στάμνος
    ὁ, ein irdenes Gefäß, ein Krug zum Wein
  • στάξις
    ἡ, das Träufeln
  • στασάνη
    ἡ, ein gestelltes Pfand
  • στασιάζω
    intrans., aufstehen und sich empören, in Aufruhr sein; περί τινος, um einer Sache willen; transit., aufwiegeln
  • στασί-αρχος
    ὁ, u. στασι-άρχης
    ὁ, Anführer des Aufstandes, u. übh. der Schar
  • στασιασμός
    ὁ, Erregung eines Aufstandes, u. der Aufstand selbst
  • στασιαστής
    ὁ, Aufrührer
  • στασιαστικός
    aufrührerisch
  • στάσιμος
    ον, 1) zum Stehen bringend, αἵματος, blutstillend; 2) zum Stehen gebracht, festgestellt, feststehend, unbeweglich; ὕδωρ, stehendes Wasser; καὶ ἀβλαβής, vom Meere; τὸ στάσιμον τῆς ἵππου, die feste, schwere Reiterei, im Ggstz der leichten numidischen. Dah. von Menschen: standhaft, fest; οἱ μαχιμώτατοι καὶ στασιμώτατοι τῶν ἀνδρῶν, die am besten Stand halten; τὸ στάσιμον, Standhaftigkeit, Festigkeit; ἁρμονία, ruhig, die Tonweise, die sonst ὑποδωριστί hieß; ἀργύριον, ausstehendes, auf Zinsen stehendes Geld, ; τὸ στάσιμον, mit und ohne μέλος, in der Tragödie ein Chorgesang, entweder, weil er im ununterbrochenen Zusammenhange ohne Unterbrechung durch andere nicht zum Chorgesange gehörige Verse fortlief, also von der Stetigkeit seiner rhythmischen Natur benannt, im Ggstz zur πάροδος, weil er vom Chor gesungen wurde, nachdem dieser seinen Stand in der Orchestra eingenommen hatte; 3) gewogen, wägbar
  • στασιο-ποιέω
    u. στασιο-κοπέω
    einen Aufstand, Aufruhr machen, erregen
  • στασιο-ποιός
    ὁ, Aufwiegler
  • στάσις
    ἡ, 1) das Stellen, Feststellen; 2) das Stehen; a) das Feststehen, Ggstz der Bewegung; Festigkeit; die Stellung, der Ort, wo man steht, der Standort; bes. der Ort, Punkt, wo die Himmelsgegenden gelegen sind; der Stand; des Netzes; b) der Zustand, die Lage, in der man sich befindet; auch ἀνέμου, Richtung des Windes; c) bes. der Aufstand, Aufruhr, das gesetzwidrige Zusammentreten Mehrerer zu gewaltsamer Durchsetzung ihres politischen Zweckes, Faktion im Staate; ἀντιάνειρα, das feindliche einander Gegenüberstehen, der Zwist; auch ἐς λόγου στάσιν ἐπελϑεῖν, Wortstreit; auch die aufrührerische Partei selbst; στάσεις ποιεῖσϑαι πρός τινα, Faktionen machen. Allgemein, die Schar; 3) das Wägen, Abwiegen, μισϑοῠ, das Bezahlen des Lohnes
  • στασι-ώδης
    ες, aufrührerisch
  • στασι-ωρός
    ὁ, der Wächter des Standortes, des Gehöftes
  • στασιωτεία
    ἡ, Neigung od. Sucht eines Menschen, Aufruhr u. Parteiungen zu machen
  • στασιώτης
    ὁ, der Aufrührer, Empörer, der zu einer Partei Gehörige, die im Aufstande begriffen ist; bes. im plur. die Anhänger einer Partei, einer politischen Faktion; οἱ τοῠ ὅλου στασιῶται, im Ggstz der ῥέοντες, diejenigen, welche das Feststehen, die Unveränderlichkeit von allem annehmen
  • στασιωτικός
    zu einer Partei od. Faktion gehörig, aufrührerisch
  • <<< list operone >>>