329 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • σόγχος
    ὁ, eine distelartige Pflanze
  • σοῖσφα u. σοῦσφα
    Vögel, die im indischen Ocean den Schiffern die Nähe des Landes verkündigen
  • σολοικίζω
    einen Fehler gegen die Regeln der Sprache, bes. in Zusammenfügung der Wörter begehen, eine schlechte Mundart sprechen, wie die σόλοικοι; eigtl. vom Griechischen, σολοικίζει τῇ φωνῇ; aber auch übh. = fehlerhaft sprechen; φωνῇ Σκυϑικῇ σολοικίζειν, schlecht scythisch sprechen. Auch = einen Verstoß gegen die Regeln der guten Lebensart machen, sich unschicklich betragen, linkisch benehmen
  • σολοικισμός
    ὁ, ein Fehler wider die Regeln der Sprache; übh. ein Verstoß gegen die gute Lebensart, unschickliches Betragen
  • σολοικιστής
    ὁ, einer, der immer Fehler im Sprechen macht
  • σολοικο-ειδής
    ές, einem Sprachfehler ähnlich
  • σόλοικος
    fehlerhaft sprechend, Fehler gegen die Regeln der Sprache machend, eine falsche Mundart sprechend, u. allgemein, Verstöße gegen die gute Lebensart begehend, sich ungesittet, bäurisch betragend. Die Alten führen das Wort auf die Stadt Σόλοι, Colonie der Athener in Cilicien, zurück, deren Einwohner die Mundart ihrer Mutterstadt schnell vergaßen und sich durch ein bes. fehlerhaftes Griechisch auszeichneten; einige sollen alle Ausländer σολοίκους genannt, das Wort also gleichbedeutend mit βάρβαρος gebraucht haben
  • σολοικο-φανής
    ές, wie ein Sprachfehler erscheinend, den Schein, das Ansehen eines Sprachfehlers habend
  • σολοι-τύπος
    eine Eisenmasse hämmernd, schmiedend; eine Art Kupfer in Cypern
  • σόλος
    ὁ, eine eiserne, gegossene Wurfscheibe, mit der man wie mit dem δίσκος spielte; ein runder Stein; δίσκος eine flache, runde Scheibe von Stein, σόλος eine Kugel von Eisen. Auch = μύδρος, eine Eisenmasse
  • σομφός
    1) schwammig, locker, porös; σάρξ, eines Fisches; 2) φωνὴ σομφή, eine dumpfe, hohle, heisere Stimme, in der Mitte zwischen λευκή u. μέλαινα stehend, also der Farbe φαιός entsprechend
  • σομφότης
    ητος, ἡ, Schwammigkeit, Lockerheit
  • σομφ-ώδης
    ες, von schwammiger, lockerer, weicher Art, etwas schwammig
  • σόος
    ὁ, jede heftige, stürmische Bewegung, bes. die Bewegung aufwärts od. in die Höhe
  • σόος
    gesund, heil, unverletzt, wohlbehalten, errettet; von allem, was in seinem vollen, natürlichen Zustande ist, integer, incolumis
  • σορ-έλλη
    u. σορο-δαίμων
    ονος, ὁ, Spottname eines Alten, der schon mit einem Fuße im Grabe steht
  • σορο-εργός
    Särge machend
  • σορο-πηγός
    Särge zusammenfügend
  • σορο-ποιός
    Särge machend
  • σορός
    ἡ, ein Behältnis, Gefäß, die Gebeine eines Verstorbenen darin zu sammeln u. aufzubewahren. Komisch = ein alter Mann, ein altes Weib; ein Wort mit σωρός, ein Ort, wo etwas angehäuft wird
  • σορωνίς
    ίδος, ἡ, eine alte Tanne
  • σός
    σή
    σόν
    dein, der deinige. Auch objectiv, σὸς πόϑος, Sehnsucht nach dir. In Att. Prosa mit dem Artikel, wenn schon Erwähntes oder sonst Bekanntes bezeichnet wird, sonst ohne Artikel, ὁ σὸς φίλος dein Freund, σὸς φίλος ein Freund von dir
  • σοῦβος
    ὁ, eine Antilopenart
  • σουδάριον
    τό, das lat. sudarium
  • σούκινος
    von Bernstein gemacht
  • σοῦμαι
    sich rasch bewegen, laufen, eilen, daherstürmen
  • σούσινος
    von Lilien gemacht
  • σοῦσις
    ἡ, heftige, schnelle Bewegung
  • σοῦσον
    τό, die Lilie. Ein persisches Wort, davon Σοῠσα benannt
  • σούχιον
    τό, das lat. succinum
  • σοῦχος
    ὁ, hieß das Krokodil in einem Teile von Ägypten
  • σοφία
    ἡ, ursprünglich das Wissen, Verstehen; zuerst von körperlicher, mechanischer Fertigkeit in Handwerken und Künsten; ὅς ῥά τε πάσης εὖ εἰδῇ σοφίης, von der Kunst des Zimmermanns; Geschicklichkeit im Saiten- u. Flötenspiel u. in der Tonkunst übh; von der Dichtkunst, σοφίαι αἰπει-ναί, welche in ältester Zeit auch der Hauptträger des Wissens war; mit der Sangeskunde hing auch die Kunst zusammen, die Einwirkung verderblicher Zauberkräfte abzuwehren und böse Geister zu bannen; später nimmt das Wort die allgemeine Bdtg der Kunst und Wissenschaft im höheren Sinne an. Erfahrung u. Gewandtheit in den Geschäften des öffentlichen und häuslichen Lebens, gesunder Menschenverstand, der sich im richtigen praktischen Urteil ausspricht, wie bei den sogenannten sieben Weisen; auch Schlauheit, List. Dann aber Kenntnis in den höheren Wissenschaften, Gelehrsamkeit, und zulegt auch Weisheit in unserm Sinne, welche durch die Philosophen auf verschiedene Art bestimmt wird
  • σοφίζω
    einen geschickt machen, unterrichten, ihn klug und weise machen; pass., οὔτε τι ναυτιλίης σεσοφισμένος, οὔτε τι νηῶν, der Schifffahrt nicht kundig; ἀλλ' αὐτὸ τοῠτο δεῖ σοφισϑῆναι, klug erwägen; klug, verständig sein, reden und handeln, u. mit dem acc. der Sache, etwas geschickt, künstlich ersinnen, verständig machen u. einrichten; ὁ σοφισάμενος πρὸς τὸ λῠσαι τὸν ὅρκον, wie ein Sophist, listig sprechen und handeln; πρὸς τὸν νόμον, gegen das Gesetz listig handeln, es schlau umgehen; μή με σοφίζου, täusche, überliste mich nicht
  • σόφισμα
    τό, alles geschickt, fein, klug, listig Erfundene, kluger, listiger Gedanke; von ausgesuchter Zubereitung der Speisen; bes. von verfänglichen Fragen und Redekünsteleien, deren sich die Sophisten zur Überredung und Täuschung zu bedienen pflegten, Sophisma
  • σοφισματίας
    ὁ, ein geschickter Sophist
  • σοφισματισμός
    ὁ, listige, erzwungene Deutung
  • σοφισματ-ώδης
    ες, einem σόφισμα ähnlich
  • σοφιστεία
    ἡ, die Kunst eines Sophisten im Reden u. Disputieren, sophistische Kniffe u. Redekünsteleien
  • σοφιστεύω
    ein Sophist sein; bes. als Rhetor; wie ein Sophist künstlich erfinden; listig sich verstellen, schlau verstecken
  • σοφιστήριον
    τό, der Lehrort oder Lehrsaal eines Sophisten
  • σοφιστής
    ὁ, ursprünglich wie σοφός, ein jeder, der im Besitz einer besondern Geschicklichkeit od. Kunst ist; bes. der Ton- oder Gesangkundige; der etwas geschickt erfindet. Überh. der in Angelegenheiten des öffentlichen und häuslichen Lebens gewandte und erfahrene Mann, von praktischer Lebensklugheit; so heißen die sogenannten sieben Weisen immer σοφισταί; daher es zuweilen auch den Weisen im höheren Sinne des Wortes bezeichnet, den Gelehrten, der sich durch Kenntnisse und Nachdenken vor der großen Menge auszeichnet. Bei den Athenern bes. der für Geld die Kunst zu denken und zu sprechen, Philosophie u. Beredtsamkeit lehrt, der Redekünstler; in diesem Sinne hießen Protagoras, Gorgias, Hippias, Prodikus und Thrasymachus Sophisten; und weil diese sich hauptsächlich mit der Beredtsamkeit beschäftigten, hießen auch Redner, bes. diejenigen, welche wie Isokrates Reden schrieben, σοφισταί, im Ggstz der Dichter. Die Erklärung, ἔστι γὰρ ὁ σοφιστὴς χρηματιστὴς ἀπὸ φαινομένης σοφίας, ἀλλ' οὐκ οὐσης, wird von Sokrates Zeit an geltend, der durch seine scharfsinnigen Unterhaltungen mit ihnen ihr lediglich auf den äußeren Schein gerichtetes Streben bloßstellte, wie sie durch Trugschlüsse und Redekunststücke die Zuhörer zu überreden suchten, ihnen aber keine wahre Weisheit mitteilten, nur auf eignen Ruhm u. Gewinn bedacht waren. Dah. von Aristophanes u. Platon an das Wort auch den Nebenbegriff des Großprahlers, Aufschneiders, ja des gauklerischen Betrügers erhält. Später, als die alte, echte Beredtsamkeit verschwunden war, kam der Sophist wieder zu Ehren und bezeichnete, ungefähr gleichbedeutend mit ῥήτωρ, den Lehrer u. Meister im prosaischen Ausdruck, der nicht sowohl des Inhalts, als der schönen Form wegen schreibt, gleichviel ob Reden, Briefe, Geschichtswerke oder anderes
  • σοφιστιάω
    wie ein Sophist reden, = im Reden oder Schreiben künsteln
  • σοφιστικός
    den Sophisten betreffend; ἡ σοφιστική, die Kunst des Sophisten; sophistisch, = künstlich redend, arglistig und trügerisch im Disputieren
  • σοφιστο-μανέω
    in die Sophisten und ihre Weisheit vernarrt sein
  • σοφό-νοος
    weisen Sinnes
  • σοφός
    ursprünglich geschickt, geübt in mechanischer Kunst, in einem Handwerke, kundig; bes. von Dichtern u. Sängern; übh. von klarer Einsicht; lebens- u. staatsklug, der sich und anderen im häuslichen und öffentlichen Leben wohl zu raten weiß; c. inf., σοφὸς λέγειν, geschickt zu sprechen, erfahren, geübt im Reden. Auch von Sachen, νόμος; τὸ σοφόν, ein schlauer, kluger Einfall, Klugheit, Verschlagenheit
  • σοω-ναύτης
    Retter der Schiffer, Name eines Hafens
  • σπαδίζω
    od. σπαδίσσω
    abziehen
  • σπάδιξ
    ῑκος, ἡ, 1) ein abgerissener Zweig, bes. ein mit der Frucht abgerissener Palmzweig; davon spadiceus, nach der Farbe desselben; 2) ein Saiteninstrument, wie die Lyra, nebst dem ψαλτήριον als weichlich verworfen; 3) die abgezogene Rinde von der Wurzel des πρῖνος
  • σπαδονίζω
    reißen, zerren
  • σπαδονισμός ὁ, u. σπαδόνισμα
    τό, das Reißen, Zerreißen; ἤχων σπαδονισμ οί, das Gehör zerreißende, scharfe Mißtöne
  • σπάδων
    ωνος u. οντος, ὁ, der Verschnittene, spado, dem die Zeugungsteile ausgerissen sind
  • σπαδών
    όνος, ἡ, der Riß, das Zerreißen, Zerren, die Zuckung, der Krampf
  • σπαθᾱτός
    mit der σπάϑη geschlagen
  • σπαθάω
    den Zettel od. Einschlag beim Weben mit der σπάϑη schlagen; übtr., verzetteln, vergeuden; schlemmen, prassen, viel, übermäßig essen; σπαϑήσεις δὶς ἢ τρὶς τῆς ἡμέ-ρας, du wirst dich des Tages zwei- od. dreimal voll essen; anzetteln, einfädeln, anstiften; σπαϑᾶν φυτά, Gewächse beschneiden, und sie dadurch kleiner machen
  • σπάθη
    ἡ, 1) die Spatel, ein breites flaches Holz, dessen sich die Weber statt des Kammes od. der Weberlade beim alten senkrechten Webstuhle bedienten, um den Einschlag festzuschlagen u. so das Gewebe dicht zu machen; 2) die Spatel, etwas umzurühren; 3) wie πλάτη, das breite Unterende am Ruder; 4) die breiten Rippen, auch das Schulterblatt; 5) ein Schwert; 6) ein Gerät zum Striegeln der Pferde; 7) der Stiel der männlichen Blüte des Palmbaumes
  • σπάθημα
    τό, das dichtgeschlagene Gewebe
  • σπάθησις
    ἡ, das Schlagen u. Dichtmachen des Gewebes mit der σπάϑη. Das Verzetteln, Vergeuden, die Verschwendung
  • σπαθητός
    von Geweben, die auf dem senkrechten Webstuhle mit der σπάϑη gewebt u. dichtgemacht sind
  • σπαθίζω
    mit der Spatel umrühren od. aufstreichen; sich mit der Spatel Salbe aufstreichen, sich salben
  • σπαθίνης
    ὁ, ein junger Hirsch, Spießer, nach der Gestalt des Geweihes genannt
  • σπάθιον
    τό, kleine Spatel
  • σπάθιος
    von der Gestalt einer σπάϑη; σπαϑίην κτένα, die kammförmigen Rippen
  • σπαθίς
    ἡ, die Spatel. Auch ein mit der σπάϑη auf dem senkrechten Webstuhle geschlagenes, dicht gewebtes Gewand
  • σπαθισμός
    ὁ, das Schlagen mit dem Schwerte
  • σπαθίτης
    ὁ, οἶνος, der von der Palme gemachte oder mit der σπάϑη der Palme angemachte Wein
  • σπαθο-μήλη
    ἡ, eine spatelförmige Sonde
  • σπαθο-ποιός
    ὁ, Schwertmacher
  • σπαθό-φυλλος
    mit schwertförmigen Blättern
  • σπαίρω
    zucken, zappeln, sich wie ein Sterbender vor Schmerz und aus Ungeduld hin u. her werfen; sich sperren, widerstreben, zaudern; vom Herzen: schlagen
  • σπαλακία
    ἡ, ein Fehler am Auge
  • σπάλαξ
    ὁ, der Maulwurf
  • σπαλίων
    ὁ, ein Schutzdach von Flechtwerk bei Belagerungsarbeiten, vinea
  • σπαν-άδελφος
    wenig Geschwister habend
  • σπαν-ανδρία
    ἡ, Mangel an Männern
  • σπανία
    ἡ, u. σπάνη
    ἡ, Mangel
  • σπανίζω
    1) selten sein; 2) wenig haben, Mangel leiden, entbehren; 3) berauben; selten machen
  • σπάνιος
    selten, wenig, dürftig
  • σπάνις
    ἡ, u. σπανιότης
    ητος, ἡ, von Sachen: Seltenheit, das in geringer Anzahl Vorhandensein, Mangel
  • σπανιστός
    pass., woran man Mangel leidet, sparsam, kärglich; act., Mangel leidend, dürftig, καρπῶν, an Früchten, von einem Lande
  • σπανο-καρπία
    ἡ, Seltenheit der Früchte, Mangel daran
  • σπανο-πώγων
    ωνος, ὁ, mit dünnem Barte
  • σπανός
    von Sachen, selten, in geringer Anzahl vorhanden, u. von Personen, Mangel leidend, dürftig, arm
  • σπανο-σῑτία
    ἡ, Mangel an Getreide u. Fourage
  • σπανό-σῑτος
    Mangel leidend an Getreide
  • σπανό-σπερμος
    samenarm
  • σπανό-τεκνος
    kinderarm
  • σπάν-ουρος
    mit dünnem Schwanze
  • σπανό-φυλλος
    blätterarm
  • σπάν-υδρος
    wasserarm
  • σπάραγμα
    τό, ein abgerissenes oder abgebrochenes Stück, wie es die Hunde abreißen
  • σπαραγματ-ώδης
    ες, krampfhaft, -artig
  • σπαραγμός
    ὁ, das Zerren, Zucken, der Krampf
  • σπαράκτης
    ὁ, der Zerreißende
  • σπαράσσω
    zerren, zupfen, zerreißen, zerfleischen; λώβαις σπαράττειν τινά, einen durch Schmach und Verderben zu Grunde richten
  • σπαργανίζω
    einwindeln
  • σπαργάνιον
    τό, eine Pflanze
  • σπαργανιώτης
    ὁ, Wickelkind
  • σπάργανον
    τό, Windel, für kleine Kinder; Lumpen
  • σπαργανόω
    einwindeln, einwickeln
  • σπαργάνωμα
    τό, das Eingewickelte
  • σπαργάνωσις
    ἡ, das Einwickeln, bes. das Windeln der Kinder
  • σπαργάω
    schwellen, strotzen, voll sein; bes. von üppiger Fülle und Fruchtbarkeit der Erde. Übertr., voll Begierde und Wollust, geil, auch ausgelassen, mutwillig sein, von jeder Leidenschaft, die sich nicht mehr in ihren Schranken halten kann
  • σπαργή
    ἡ, schwellender, strotzender Trieb, Begier, Wollust, übh. Leidenschaft, Zorn
  • σπάργω
    wickeln, bes. ein Kind in Windeln
  • σπάργωσις
    ἡ, das Schwellen, Strotzen
  • σπαρνο-πόλιος
    mit einzelnen od. dünnen grauen Haaren
  • σπάρος
    ὁ, ein Seefisch
  • σπαρτα-γενής
    ές, den Strauch Spartos hervorbringend
  • σπάρτη
    ἡ, 1) ein (bes. ein von σπάρτος gedrehter) Strick; 2) wie στάϑμη, die Richtschnur oder Schmitze der Zimmerleute und Maurer
  • σπάρτινος
    von σπάρτος, aus σπάρτος gemacht
  • σπαρτίον
    τό, ein kleiner Strick. Auch der Mittelpunkt des Waagebalkens, an welchem die Waage aufgehängt wird, die Schere. Auch = σπάρτος, der Strauch
  • σπαρτιο-χαίτης
    ὁ, mit zerstreutem Haare
  • σπαρτό-δετος
    mit σπάρτος gebunden u. befestigt
  • σπάρτον
    τό, ein gedrehtes oder gewundenes Seil; bes. ein aus σπάρτος gedrehtes Seil. Es ist bei den homerischen Tauen noch nicht an σπάρτος zu denken, also der Strauch nach den Tauen benannt und nicht umgekehrt
  • σπαρτο-πλόκος
    Seile aus σπάρτος drehend, flechtend
  • σπαρτο-πόλιος
    mit zerstreuten grauen Haaren
  • σπαρτο-πώλης
    ὁ, der Stricke od. Flechtwerk, bes. aus σπάρτος Verkaufende
  • σπαρτός
    gesäet, u. übertr., erzeugt; bes. ἄνδρες, die Thebaner, Sparten, die aus den von Kadmus gesäeten Drachenzähnen Entsproßten u. ihre Nachkommen; übh. thebanisch
  • σπάρτος
    ὁ u. ἡ, Name mehrerer Sträucher, aus denen man Stricke und anderes Flechtwerk machte, sowohl spartium scoparium oder junceum; (zu Schlingen gebraucht; zu Netzen; dessen Samen auch als Arzneimittel gebraucht wurde), als der in Spanien wachsende Strauch σπάρτος, Lygeum spartum od. stipa tenacissima, dessen Gebrauch zuerst durch die Karthager und Römer bekannt wurde, der später allgemein zu Stricken und Tauwerk gebraucht wurde; ἡ σπάρτος, = σπάρτη, die Richtschnur
  • σπαρτο-φόρος
    den Strauch σπάρτος tragend
  • σπάσις
    ἡ, das Ziehen, Zucken, der Krampf
  • σπάσμα
    τό, das Gezogene, die Zuckung, der Krampf; auch vom Meere; ξίφους, der gezückte, bloße Degen; auch das abgerissene Stück
  • σπασματ-ώδης
    ες, den Zuckungen oder Spannungen ähnlich, krampfartig, Krämpfe verursachend
  • σπασμός
    ὁ, Zuckung, Krampf; in obszönem Sinne
  • σπαστικός
    ziehend, zuckend
  • σπάταγος
    od. σπάταγγος
    ὁ, u. σπατάγγη
    ἡ, eine Art Meerigel
  • σπαταλάω
    schwelgen, üppig leben; weichlich, verzogen sein
  • σπατάλη
    ἡ, Schwelgerei, Luxus, bes. im Essen und Trinken; χρυσοφόρος ταρσῶν, ein Schmuck der Füße
  • σπατάλημα
    τό, Schwelgerei
  • σπατάλιον
    τό, eine Art Armband; auch eine Art Haarflechte
  • σπαταλός
    schwelgerisch, üppig, Aufwand machend
  • σπάτειος
    von Fell od. Leder
  • σπατίζω
    ziehen, saugen
  • σπατίλη
    ἡ, dünner Stuhlgang; Menschenkot; auch Lederschnitzel
  • σπατίλ-ουρος
    ὁ, Dreckfleiß
  • σπάτος
    τό, Fell
  • σπάω
    1) ziehen, herausziehen; med., für sich, zu sich; ἐκ χειρὸς χεῖρα σπάσατο, aus der Hand zog er seine Hand; bes. das Schwert; ὡς ἕκαστος ἔσπασεν τύχης πάλον, wie jeder sein Los gezogen; κόμην σπῶσα, das Haar raufend; von wilden Tieren: zerren, zerfleischen; von Raubvögeln; ἐσπασμένος ἀκινάκην, mit gezücktem Schwerte; τὸ σκέλος ἔσπασε φεύγων, er verrenkte sich das Bein; Zuckungen, Krämpfe verursachen; 2) einziehen, saugen, schlürfen, einen Zug tun; übertr., μικρὸν ἐσπάσαντο ὕπνου u. ὀλίγον ὕπνον σπάσωμεν, Schlaf genießen; überh. irgendwo entnehmen, sich aneignen; τὴν ἐπωνυμίαν παρ' αὐτοῠ ἔσπασεν, er nahm den Beinamen von ihm an. Sprichwörtlich wie bei uns: οὐκ ἔσπασε ταύτῃ γε, auf diese Weise zog es nicht, half oder wirkte es nicht
  • σπεῖρα
    ἡ, lat. spira, alles Gewundene; vom Netze; σπεῖραι τριχῶν, Haarflechten; σπεῖραν ἐπὶ τῆς κεφαλῆς ποιήσασϑαι, ein Ring, den man unter die auf dem Kopfe zu tragende Last legte. Auch die Basis, Unterlage einer Säule; βόειαι σπεῖραι, der von Ochsenleder gemachte, um die Faust gewundene caestus der Faustkämpfer. Windung, Schneckenlinie, der gewundene Gang der Schlangen. Auch ein Schiffstau, das man im Sturme auswarf und hinter dem Schiffe schleppen ließ, um den schwankenden u. schnellen Gang des Schiffes zu sichern u. zu hemmen. Im Holze solche Stellen, wo die Holzfasern schneckenförmig in einander gewunden sind, Maser; der römische manipulus, der dritte Teil der Cohorte
  • σπειραία
    ἡ, spirea, eine Strauchart, wahrscheinlich wegen der in einem spiralförmigen Körper zusammengewundenen Samenpfötchen
  • σπείρᾱσις
    ἡ, die Windung
  • σπειρ-αχθής
    ές, eine Last fortwindend, sich schwer fortwälzend, Beiw. der Schlangen u. anderer kriechenden Tiere
  • σπειράω
    wickeln, winden, zusammendrehen
  • σπειρηδόν
    gewickelt
  • σπείρημα
    τό, das Gewickelte, die Windung
  • σπειρίον
    τό, von leichten Sommerkleidern
  • σπεῖρον
    τό, ein Gewand od. Tuch rum Umwickeln od. Umhüllen, bes. ein als Kleid dienendes Tuch, ein Umwurf zur Umhüllung des Leibes; εἴλυμα σπείρων, ein Umschlag um gewaschene Gewänder; κακὰ σπεῖρα, schlechte Hüllen, von den Lumpen eines Bettlers; Leichentuch; Segeltuch
  • σπειρο-πώλης
    einer, der Gewänder, bes. alte Gewänder verkauft
  • σπειρό-πωλις
    ἡ, Kleider-, Trödelmarkt
  • σπεῖρος
    τό, βόλβων σπείρεα, die Häute der Zwiebeln
  • σπειρ-οῦχος
    ὁ, der Kreishalter, der Zirkel
  • σπειρόω
    wie σπειράω, einwickeln, bes. ein Kind einwindeln
  • σπείρω
    säen, Samen ausstreuen; übertr., von Menschen; auch besäen; dah. sprichwörtlich von fruchtlosen Bemühungen πόντον σπείρειν, das Meer besäen. Überh. zeugen, erzeugen. Ausstreuen, verbreiten; pass., zerstreut werden, sich zerstreuen; ἐς ἁρπαγήν, sich zerstreuen; von flüssigen Dingen: sprengen, spritzen; φλόγα, sprühen
  • σπειρ-ώδης
    ες, hüllenartig; κόρση σκίλλης, aus mehreren über einander liegenden Häuten bestehend
  • σπείρωσις
    ἡ, das Umwickeln
  • σπένδω
    spenden, ein Trankopfer darbringen, indem man, bevor man selbst trinkt, einen Teil des Getränkes auf den Tisch oder den Opferaltar oben abgießt; bes. am Ende der Mahlzeit, vor dem Zubettgehen; mit dem dat. des Gottes, dem man spendet. Überh. ausgießen; vergießen, sprengen, spritzen; σπένδειν φίλτρα γάμου, den Zauber der Vermählung durch ein feierliches Ehebündnis weihen. Das med. nimmt die bestimmte Bdtg an 'durch Trankopfer', wie sie bei feierlichen Verträgen, Bündnissen, Aussöhnungen üblich waren, 'einen Vertrag mit einem schließen', sich mit ihm verbinden; absolut, einen Vertrag schließen; σπείσασϑαι εἰρήνην, feierlich Frieden schließen; νεῖκος ἐσπ εῖσϑαι, einen Zwist feierlich beilegen; ἀναίρεσιν τοῖς νεκροῖς, einen Vertrag über das Aufnehmen und Bestatten der Toten schließen; σπένδεσϑαι τῇ πρεσβείᾳ, der Gesandtschaft sicheres Geleit feierlich zusagen
  • σπέος
    τό, lat. specus, Höhle, Grotte
  • σπέργδην
    mit Eile, heftig
  • σπέρμα
    τό, das Gesäete, der Same, u. übh. der Keim, alles, worous etwas erwächst od. entsteht; gew. vom Pflanzensamen, die Saat, Aussaat; τὰ σπέρματα, Sämereien; auch tierischer Samen, u. = Sohn, Abkömmling, Sprößling; aber τοὐμὸν δ' ἐγὼ κεἰ σμικρόν ἐστιν, σπέρμ' ἰδεῖν βουλήσομαι, = von wem ich entsprossen, meinen Vater. Übh. Ursache, Veranlassung wozu
  • σπερμ-αγοραιο-λεκιθο-λαχανό-πωλις
    ιδος, ἡ, Feldfruchtmarktgemüsehändlerin
  • σπερμαίνω
    säen; γενεήν, eine Nachkommenschaft erzeugen; befruchten, vom Nil
  • σπερματίας
    ὁ, σικυός, Samengurke, dem εὐνουχίας entggstzt
  • σπερματίζω
    bes. Samen von sich geben
  • σπερματικός
    zum Samen gehörig; auch, wie der Same die künftige Frucht, die Grundstoffe oder Elemente andrer Dinge, die Begriffe in sich enthaltend. Bei den Stoikern sind σπερματικοὶ λόγοι gewisse, in der Materie enthaltene Bildungsstoffe. Adv.; σπερματικῶς λέγειν, im Vorbeigehen, kurz, gleichsam hingeworfen sprechen
  • σπερματίς
    ίδος, ἡ, φλέψ, die Samenader
  • σπερματισμός
    ὁ, das Auslassen des Samens; οἱ σπ. = die aus Samen gezogenen Pflanzen, welche nachher verpflanzt werden
  • σπερματο-λογέω
    zusammenstoppeln
  • σπερματο-λόγος
    von Vögeln
  • σπερματο-πώλης
    ὁ, Samenhändler
  • σπερματ-οῦχος
    samenhaltig
  • σπερματο-φάγος
    Samen od. Sämereien fressend
  • σπερματόω
    Samen ansetzen, besäen
  • σπερματ-ώδης
    ες, samenartig; übrtr., wie im Samen enthalten, unentwickelt
  • σπερμάτωσις
    ἡ, das Besäen, das Samenansetzen, -bringen
  • σπέρμειος
    vom Samen
  • σπερμο-βολέω
    Samen werfen
  • σπερμο-γονέω
    Samen erzeugen
  • σπερμο-γόνος
    Samen erzeugend
  • σπερμο-λογέω
    Samen oder Sämereien lesen, Samenkörner fressen, von Vögeln. Auch, wie σπερμολόγος, Schmarotzer sein
  • σπερμο-λογία
    ἡ, das Wesen u. die Handlungsweise eines σπερμολόγος, Schmarotzerei
  • σπερμο-λογικός
    ή, όν, von der Art eines σπερμολόγος, schmarotzerartig, possenhaft
  • σπερμο-λόγος
    Samen oder Sämereien lesend, sammelnd; Vögel, die von Körnern leben, bes. eine von Sämereien lebende Krähen- od. Dohlenart, die Saatkrähe; ein Schimpfwort: ein gemeiner Schwätzer, Possenreißer, Schmarotzer
  • σπερμο-ποιέω
    Samen machen
  • σπερμ-ουχέω
    Samen haben, tragen
  • σπερμο-φορέω
    Samen tragen
  • σπερμο-φόρος
    Samen tragend
  • σπερμο-φυέω
    Samen zeugen, hervorbringen
  • σπερμο-φυής
    ές, Samen zeugend; pass., aus dem Samen erzeugt
  • σπερχνός
    u. σπερχνο-ποιός
    schnell, eilig, hastig; beschleunigend, antreibend
  • σπέρχω
    u. σπέρχνω
    in schnelle Bewegung setzen, antreiben, forttreiben, drängen; ὅτε σπέρχωσιν ἄελλαι, wenn Stürme treiben. Pass. sich schnell bewegen, laufen, eilen; eilig, hastig; ἐρετμοῖς, mit den Rudern eilen, eilig rudern; σπερχϑεῖσα ϑυμῷ, aufgeregt; σπέρχεσϑαί τινι, gegen einen heftig, aufgebracht werden, ihm zürnen
  • σπεύδω
    1) antreiben, in schnelle Bewegung setzen, beschleunigen, eifrig betreiben. Dah. etwas eifrig erstreben, sich um etwas bemühen, bewerben. Auch = anregen, ermahnen; 2) häufiger intr., sich antreiben, sich sputen, eilen, sich eifrig bemühen, anstrengen; absolut, περὶ Πατρόκλοιο ϑανόντος, sich um den gefallenen Patroklus bemühen, um seine Leiche kämpfen; μάλα σπεύδοντα ἐς μάχην, in die Schlacht eilen; τί με σπεύδοντα καὶ αὐτὸν ὀτρύνεις, was treibst du mich an, der ich schon von selbst eile, mich beeifere; ἐπειδὴ σπεῠσε πονησάμενος τὰ ἃ ἔργα, er verrichtete seine Arbeit schnell; σπεύδειν τινί, sich für einen bemühen, einem gewogen sein; auch = in Gemütsbewegung geraten, unruhig werden, erschrecken
  • σπευσίνιοι
    οἱ, heißen die Polizeisoldaten in Athen
  • σπευστικός
    eilig, hastig, eifrig
  • σπευστός
    beeilt, eifrig betrieben
  • σπήλαιον
    τό, Höhle
  • σπηλαΐτης
    ὁ, zur Höhle gehörig
  • σπηλαιο-ειδής
    ές, u. σπηλαι-ώδης
    ες, u. σπηλυγγ-ώδης
    ες, höhlenartig
  • σπῆλυγξ
    υγγος, ἡ, Höhle
  • σπιδής
    ές, u. σπίδιος
    ausgedehnt, weit u. eben
  • σπιδόθεν
    von weitem, von fern her
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