325 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • σισάριον
    τό, ein Weiberschmuck, wahrscheinlich eine Art Kette
  • σίσαρον
    τό, eine Pflanze mit eßbarer Wurzel, Rapunzel; sium sisarum Linn., lat., siser
  • σισμός
    ὁ, das Zischen
  • σισόη
    ἡ, eine Haarflechte oder eine Art das Haar zu scheren
  • σίσυμβρον
    τό, eine wohlriechende Pflanze, vielleicht Münze oder Quendel
  • σισύρα
    ἡ, ein dicker, zottiger Rock, an dem die Wolle nicht abgeschoren ist, ein Flaus, Flausrock
  • σισυριγχίον
    τό, ein Pollengewächs, dessen Polle süß war
  • σισυρνο-δύτης
    ὁ, der in eine σίσυρνα kriecht od. schlüpft, mit einem Flausrocke bekleidet ist
  • σίσυρνος
    ὁ, = σίσυρνα, σισύρα. Auch ein wundärztlicher Verband
  • σισυρν-ώδης
    ες, von der Art, dem Ansehen eines Flauses, Pelzes
  • σισυρο-φορέω
    einen Flaus, Pelz tragen
  • σισυρο-φόρος
    einen Flaus, Pelz tragend
  • Σισυφίζω
    handeln wie Sisyphos, = tückisch, arglistig
  • σίσων
    ὁ, ein syrisches Gewächs, dessen Samen als Gewürz und als Heilmittel diente
  • σῑτ-αγέρτης
    ὁ, der Getreideeinnehmer, Einsammler bei öffentlichen Magazinen, Proviantmeister
  • σῑτ-αγωγέω
    Getreide führen, fahren, Getreide zu- od. herbeiführen
  • σῑτ-αγωγία
    ἡ, das Fahren, Zuführen des Getreides, die Getreidezufuhr
  • σῑτ-αγωγός
    Getreide führend, herbeiführend; σ. πλοῖα, Proviantschiffe
  • σῑτανίας
    ὁ, πυρός, eine staudenartige Weizenart
  • σῑτάριον
    τό, ein wenig Getreide, Brot
  • σῑτ-αρκέω
    mit hinlänglichem Proviant versehen, verproviantieren, den Soldaten od. gemieteten Arbeitern Kost u. Nahrung reichen
  • σῑτ-αρκία
    ἡ, hinreichender Proviant
  • σῑτ-άρχημα
    τό, Verproviantierung, Löhnung der Soldaten, lat. stipendium
  • σῑτ-άρχης
    ὁ, der dem Proviantwesen Vorstehende, der Proviantmeister
  • σῑτ-αρχία
    ἡ, das Proviantamt, das eine Stadt, ein Heer mit Proviant versieht
  • σῑτεία
    ἡ, das Füttern, Mästen; auch die öffentliche Beköstigung im Prytaneion
  • σῑτευτής
    ὁ, der Viehmäster
  • σῑτευτός
    gemästet
  • σῑτεύω
    füttern, beköstigen, mästen; sich beköstigen, = essen, c. acc., bes. Brot essen
  • σῑτέω
    beköstigen, füttern, mästen, sich beköstigen, = essen, speisen; bes. Brot essen
  • σῑτη-βόρος
    Getreide fressend
  • σῑτ-ηγέω
    Getreide, Speise zuführen
  • σῑτ-ηγία
    ἡ, das Getreideführen, -hinschaffen
  • σῑτή-γονος
    zur Speise, Nahrung der Menschen geschaffen
  • σῑτ-ηγός
    Getreide, Speisen zuführend
  • σῑτ-ηρεσιάζω
    mit Proviant, Kost versehen
  • σῑτηρέσιον
    τό, Proriant, Kost, Beköstigung, bes. der Soldaten, auch Sold, Löhnung
  • σῑτηρός
    1) zum Getreide gehörig; μέτρα, Getreidemaße; μέδιμνος, ἀγγεῖα, Getreidegefäße; 2) zur Beköstigung, zum Proviant gehörig, eßbar; 3) τὰ σιτηρά, die Getreidearten, die zum Getreide gerechneten Feldfrüchte
  • σίτησις
    ἡ, 1) das Essen, Speisen, auch die Kost selbst, Speise, Nahrung; 2) die öffentliche Beköstigung im Prytaneion; 3) die annonae der Römer
  • σῑτίζω
    beköstigen, speisen, nähren; füttern, mästen, zu fressen geben; essen
  • σῑτικός
    zum Getreide gehörig; ἐξαγωγή, Getreideausfuhr
  • σῑτινός
    zum Weizen, übh. zum Getreide gehörig, was vom Weizen, Getreide ist
  • σῑτίον
    τό, 1) Speise von Weizen oder Getreide, Brot; 2) übh. Speise, Kost, Nahrungsmittel, bes. für Menschen; 3) auch die öffentliche Beköstigung im Prytaneion
  • σῑτισμός
    ὁ, u. σίτισμα
    τό, das Beköstigen, Speisen, Füttern
  • σῑτιστός
    genährt, gefüttert, gemästet
  • σίτλα
    ἡ, ein Maß, vom lat. situla
  • σῑτοβολών
    ῶνος, ὁ, u. σῑτο-βόλιον
    τό, Ort, wo man Getreide aufschüttet, Scheuer
  • σῑτο-δαισία
    ἡ, Getreide- oder Brotverteilung
  • σῑτο-δεία
    ἡ, Mangel an Getreide, an Brot, übh. an Nahrung
  • σῑτο-δόκη
    ἡ, Getreidebehälter
  • σῑτο-δόκος
    Getreide, Brot oder sonst Nahrung aufnehmend, enthaltend
  • σῑτο-δοσία
    ἡ, Getreideschenkung, unentgeltliche Getreidespendung ans Volk
  • σῑτο-δοτέω
    Getreide geben, mit Getreide versehen
  • σῑτο-δότης
    ὁ, Getreidegeber, -zuteiler
  • σῑτο-θήκη
    ἡ, Getreidebehälter
  • σῑτο-καπηλεύω
    mit Getreide handeln
  • σῑτο-κάπηλος
    Getreidehändler
  • σῑτό-κουρος
    Getreide fressend, bes. ein unnützer Mensch, ein Brotfresser, fruges consumere natus
  • σῑτο-λογέω
    Getreide, übh. Fourage sammeln, fouragieren; τὴν χώραν, aus dem Lande
  • σῑτο-λογία
    ἡ, das Getreidesammeln, das Fouragieren
  • σῑτο-λόγος
    Getreide od. übh. Fourage lesend, sammelnd, herbeischaffend, fouragierend
  • σιτο-μετρέω
    1) ein σιτομέτρης sein, sein Amt, Geschäft versehen; 2) Getreide, übh. Lebensmittel nach bestimmtem Maße austeilen; τὴν δύναμιν, für das Heer, das Heer mit Getreide versorgen; pass., οἱ στρατιῶται σιτομετροῠνται, die Soldaten empfangen. nach bestimmtem Maße Proviant und Kost
  • σῑτο-μέτρης
    ὁ, 1) der Getreide, übh. Lebensmittel zumißt, austeilt, Proviantmeister; 2) eine Obrigkeit, die auf Richtigkeit der Getreidemaße zu sehen hat
  • σῑτο-μετρία
    ἡ, das Amt, Geschäft des σιτομέτρης, das Zumessen und Verteilen des Getreides; auch das Zugemessene selbst, Proviant
  • σῑτο-μέτριον
    τό, das zugemessene Getreide, Proviant, Fourage, dimensum
  • σῑτο-νόμος
    Getreide, Nahrung verteilend, zuteilend
  • σῑτο-ποιέω
    Getreide zubereiten, mahlen u. dgl., auch Kost. Nahrung bereiten; sich Speise zubereiten; Nahrung zu sich nehmen, essen
  • σῑτο-ποιΐα
    ἡ, Zubereitung des Getreides, Mehls, Brotes, übh. der Speise
  • σῑτο-ποιϊκός
    ή, όν, zur Zubereitung des Getreides, Mehls, Brotes, der Speisen gehörig; ὄργανον, von der Handmühle
  • σῑτο-ποιός
    Getreide zubereitend, mahlend; Mehl, Brot oder sonst Nadrungsmittel, Speisen zubereitend
  • σῑτο-πομπεία
    ἡ, Getreidesendung, Getreidetransport, auch Begleitung u. Sicherung desselben
  • σῑτο-πωλεῖα
    τά, Getreidemarkt
  • σῑτο-πωλέω
    Getreide verkaufen, mit Getreide handeln
  • σῑτο-πώλης
    ὁ, Getreideverkäufer, Getreidehändler
  • σῖτος
    ὁ, Weizen, übh. Getreide, Korn; im natürlichen Zustande; zubereitet: Mehl, Brot, daher auch ganz im Allgemeinen: Kost, Nahrung, Speise, Lebensmittel, durchgängig von menschlicher Nahrung, daher die Menschen σῖτον ἔδοντες heißen; in der Regel von Nahrungsmitteln, welche aus Getreide bereitet sind, Brot, Graupen, Mehlspeisen, im Ggstz zum Fleische; von Menschen, die im wilden Zustande nichts als Fleisch essen: οὐδέ τι σῖτον ἔσϑιον, doch steht es auch in weiteren Sinne übh. für Speise, im Ggsg zum Tranke; von κυκεών, einem dicken breiartigen Tranke; übh. Unterhalt; οἱ περὶ τὸν σῖτον ἀδικοῠντες, der unter strenger Aufsicht des Staates stehende Getreidehandel. Die Ärzte nennen auch die Überbleibsel und Abgänge genossener Speisen so, die Excremente, die auch σιτία heißen
  • σῑτό-σπορος
    mit Weizen, mit Getreide besäet
  • σῑτο-φάγος
    Weizen, Getreide, Brot essend; gew. Bezeichnung der Menschen
  • σῑτο-φόρον
    τό, sc. ἀγγεῖον, ein Gefäß, um Getreide, Brot od. Speisen darin zu tragen, Brotkorb
  • σῑτο-φόρος
    1) Weizen, Getreide tragend, übh. Nahrung, Essen tragend, bringend, führend, von Lasttieren; 2) Weizen, Getreide hervorbringend
  • σῑτο-φυλακεῖον
    τό, Ort, Gefäß, worin Getreide aufbewahrt wird
  • σῑτο-φυλακέω
    ein σιτοφύλαξ sein, sein Amt versehen, übh. Getreide bewachen
  • σῑτο-φυλακία
    ἡ, das Amt der σιτοφύλακες
  • σῑτο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Getreidewächter
  • σῑτο-φύλακες
    obrigkeitliche Personen in Athen, anfangs drei, dann zehn in der Stadt u. fünf im Peiräeus, die das eingeführte Getreide aufzeichneten und die Aufsicht über Korn, Mehl, Brot hatten, daß es nach gesetzlichem Maß und Gewicht verkauft werde
  • σῑτό-γροοο
    weizenfarbig, von der gelbbräunlichen Farbe des reisen Weizenkorns, rubeus
  • σίττα
    Zuruf der Hirten, bes. der Schäfer, an die Herde oder einzelne Stücke derselden, entweder im Allgemeinen aufmunternd, he! heda! oder scheuchend, hsch! worauf ἀπό folgt, oder lockend: bsch! worauf πρός c. accus. folgt
  • σίττακος
    ὁ, u. σιττάκη
    u. σίττας
    ὁ, der Sittich oder Papagei
  • σίττη
    ἡ, eine Art Specht od. Baumkletterer, lat. sitta
  • σιττύβη
    ἡ, ein ledernes Kleid
  • σῑτ-ώδης
    ες, weizenartig, getreideartig
  • σῑτών
    ῶνος, ὁ, Weizenacker, Kornfeld
  • σῑτ-ωνέω
    ein σιτώνης sein, Getreide kaufen, ankaufen
  • σῑτ-ώνης
    ὁ, Getreidekäufer, Commissär zum Getreideaufkauf
  • σῑτ-ωνία
    ἡ, u. σῑτ-ώνησις
    ἡ, das Amt, Geschäft des σιτώνης, Getreideankauf; das angekaufte Getreide
  • σιφαῖος ἄρτος, ein feines Brot
  • σιφλός
    1) gebrechlich, krüppelhaft, verstümmelt, verletzt, an irgend einem Teile des Leibes mangelhaft; bes., wie σιπαλός, von einer fehlerhaften Bildung der Augen, blinzend; an den Füßen: hinkend, lahm; 2) hohl; bes. mit leerem, hohlem Magen: hungrig, gefräßig
  • σίφλος
    ὁ, das Gebrechen, und die Verspottung desselben
  • σιφλόω
    verstümmeln, verletzen, übh. ins Unglück bringen, in Schmach, Schande stürzen
  • σιφλώζω
    verspotten
  • σιφνεύς
    ὁ, der Maulwurf, wegen seines blöden Gesichts
  • σῑφῶμαι
    leer werden, abnehmen, hinschwinden
  • σίφων
    ωνος, ὁ, ein hohler Körper, Röhre, Halm u. dgl., lat. sipho; der Weinheber, Wein aus einem Fasse zu saugen; der Weinschlauch. Auch die Feuerspritze; ein der Ameise ähnliches Insekt, vielleicht die Mücke; αἵματος ἀνδρῶν σίφωνες κώνωπες, gleichsam die Heber oder Saugröhren des Männerbluts. Die Wasserhose
  • σῑφωνίζω
    ein Weinfaß mit dem Heber anzapfen, den Wein damit heraussaugen
  • σιφώνιον
    τό, eine Pflanze
  • σιωπάω
    schweigen, still sein, Gegensatz des Sprechens; τινί, gegen jem. Stillschweigen beobachten. Trans., verschweigen; stillschweigen heißen, beschwichtigen
  • σιωπή
    ἡ, Schweigen, Stillschweigen; dat. σιωπῇ als adv.: schweigend; καὶ πολέμῳ καὶ κατὰ σιωπάς neben einander, in Ruhe, in Frieden
  • σιωπηλός
    schweigend, verschwiegen, schweigsam
  • σιώπησις
    ἡ, das Schweigen, die Verschwiegenheit
  • σκάζω
    1) hinken; 2) ὁ σκάζων, auch χωλίαμβος, der bes. von Hipponax gebrauchte jambische Hinkvers, ein vollkommner Trimeter, der aber statt des letzten Jambus einen Spondeus oder Trochäus hat
  • σκαιο-βατέω
    u. σκαι-εμ-βατέω
    linkisch einherschreiten, ungeschickt gehen, tanzen, einen Fehltritt tun
  • σκαιόθεν
    adv., linksher, von der Linken
  • σκαιός
    lat. scaevus, links, auf der linken Seite; ἡ σκαιά, sc. χείρ, die Linke, die linke Hand; σκαιῇ, mit der Linken. Weil aber der griechische Vogelschauer sein Gesicht gegen Mitternacht kehrte, ist zu seiner linken Hand Sonnenuntergang, Westen, daher σκαιός = westlich, abendlich, wie man Σκαιαὶ πύλαι das Abend- od. Westtor erklärt; σκαιὸν ῥίον, das westliche Vorgebirge. Von links her fliegende Vögel bedeuten Unglück, dah. σκαιός = Unglück verkündend, ungünstig, widrig, Nachteil bringend. Gew. linkisch, ungeschickt, unbeholfen, plump, vom Betragen, auch vom Wissen: ungebildet, dumm. Zuweilen auch = schief, krumm gebogen, im Ggstz von ὀρϑός, vom Gange der Schlangen gebraucht
  • σκαιότης
    ητος, ἡ, linkisches Wesen, ungesittetes, grobes Betragen, Ungeschicklichkeit; auch Unerfahrenheit, Unwissenheit
  • σκαιο υργέω
    linkisch handeln, sich plump, ungeschickt betragen, ungezogen sein; περὶ τοὺς γονέας, gegen die Eltern
  • σκαιο ύργημα
    τό, linkische, ungeschickte Handlung
  • σκαίρω
    hüpfen, springen, tanzen
  • σκαι-ώδης
    ες, von linkischer, ungeschickter Art
  • σκαίωμα
    τό, Krümmung
  • σκαιωρία
    ἡ, u. σκαιώρημα
    τό, auch Hinterlist, Nachstellung
  • σκαλάθυρμα
    τό, Grübelei, Spitzfindigkeit, leere, spitzfindige Untersuchung, Posse
  • σκαλαθυρμάτιον
    τό, kleine spitzfindige Grübelei od. Posse
  • σκαλαθύρω
    a) eigtl., von σκάλλω, graben; b) im obszönen Sinne: beschlafen
  • σκαλεία
    ἡ, das Behacken
  • σκάλευθρον
    τό, ein Werkzeug der Bäcker, um Feuer u. Kohlen damit zu schüren, Ofenkrücke
  • σκάλευμα
    τό, das Gehackte, Behackte
  • σκαλεύς
    ὁ, der Grabende, Hackende, bes. der Gartengewächse od. Saat behackt
  • σκάλευσις
    ἡ, das Behacken
  • σκαλεύω
    behacken; ἄνϑρακας, scharren, schüren
  • σκαληνία
    ἡ, Höckrigkeit, Ungleichheit
  • σκαληνο-ειδής
    ές, von schiefem Ansehen
  • σκαληνός
    1) hinkend, wankend; 2) uneben, ungleich, höckerig; schief, Ggstz ἰσοσκελής; τρίγωνον, ein ungleichseitiges Dreieck; στερεά, Körper mit drei ungleichen Ausdehnungen; φλέψ, die schiefe od. krumme Blutader
  • σκαληνόω
    ungleich, schief, krumm machen
  • σκαλίας
    ὁ, der Kopf od. die Frucht der Artischocke
  • σκαλίζω
    graben, behacken
  • σκαλίς
    ἡ, 1) Werkzeug zum Scharren, Schüren, Graben, Hacken; Spaten, Schaufel, Hacke, Karst; 2) Schale, Napf
  • σκαλλίον
    τό, Schälchen, Näpfchen, kleiner Becher, den die Aeoler brauchten
  • σκάλλω
    scharren, schüren, schürfen, graben, behacken
  • σκάλμη
    ἡ, Messer, Schwert
  • σκαλμός
    ὁ, der Pflock am Seitenbord des Schiffes, od. das Lager, worauf das Ruder ruht u. angebunden wird, der Dallen
  • σκάλοψ
    οπος, ὁ, der Maulwurf, eigtl. der Schaufler, Gräber
  • σκάλσις
    ἡ, das Scharren, Schüren, Schürfen, Kratzen, Hacken, Behacken
  • σκαμβός
    u. σκαμβώδης
    ες, krumm, gebogen, bes. aus einander gebogen, von den Beinen, das lat. varus
  • σκάμμα
    τό, 1) das Gegrabene, der Graben, die Grube; 2) bes. in den Gymnasien u. Palästren ein tief ausgegrabener od. mit Gräben umzogener, mit Sand überfahrener Platz, auf dem die Athleten sich übten; dah. die Übung, der Kampf selbst, die Gefahr
  • σκαμωνία
    ἡ, u. σκαμμώνιον
    τό, eine Pflanze, eine Art Winde, aus deren Wurzel ein abführender Saft bereitet ward
  • σκαμωνίτης
    ὁ, οἶνος, mit σκαμωνία angemachter Wein zum Abführen
  • σκανδαλαβίζω
    durchforschen
  • σκανδάληθρον
    τό, das krumme Stellholz in der Falle, an dem die Lockspeise sitzt, u. das, vom Tiere berührt, losprallt und die Falle zuschlagen macht
  • σκανδαλίζω
    einen Anstoß, ein Ärgernis geben, verursachen
  • σκάνδαλον
    τό, 1) bes. ein dem Feinde gelegter Fallstrick; 2) Anstoß, Ärgernis, Skandal
  • σκανδῑκο-πώλης
    ὁ, Kerbelhändler, so nannte Ar. den Euripides
  • σκανδῑκ-ώδης
    ες, kerbelartig
  • σκάνδιξ
    ῑκος, ὁ, Kerbel, lat. scandix
  • σκαπάνη
    ἡ, 1) Werkzeug zum Graben, Grabscheit, Spaten, Hacke; 2) das Graben selbst
  • σκαπέρδα
    ἡ, ein Spiel der Jünglinge an den Dionysien; durch einen aufgerichteten Pfahl oder Baum war oben ein Loch gebohrt, u. durch dieses lief ein Seil, an welchem sich zwei Jünglinge mit zugekehrtem Rücken gegenseitig in die Höhe zu ziehen suchten
  • σκαπερδεύω
    necken, verspotten
  • σκάπετος
    ὁ, Graben, Grube
  • σκάπτειρα
    ἡ, die Grabende
  • σκαπτήρ
    ῆρος, ὁ, der Grabende
  • σκᾶπτον
    τό, mit dem deutschen 'Schaft' verglichen
  • σκαπτός
    gegraben, zu graben
  • σκάπτω
    graben, behacken; διὰ βοῶν σκάπτειν, mit Ochsen graben, = die Saat einpflügen. Τὰ ἐσκαμμένα, eine Grube als Ziel des Sprungs der Fünfkämpfer; dah. ὑπὲρ τὰ ἐσκαμμένα ἅλλεσϑαι, die Grenze überschreiten
  • σκαρδαμυγμός
    ὁ, das Blinzeln
  • σκαρδαμυκτής
    ὁ, der Blinzler
  • σκαρδαμυκτί
    adv., blinzelnd
  • σκαρδαμκτικός
    zum Blinzeln geneigt, blinzelnd
  • σκαρδαμύσσω
    blinzeln, mit den Augen zwicken; τὸ πυκνῶς καταμύττειν καὶ ἀναβλέπειν τοῖς ὄμμασι, lat. nictare, dem starr und unverwandt Blicken entgeggstzt
  • σκαρθμός
    ὁ, das Springen, der Sprung, Lauf, Fußtritt; ἵππου σκ., der Fuß des springenden Pferdes
  • σκαρίζω
    springen, zappeln, zucken
  • σκαρίς
    ίδος, ἡ, der Springwurm
  • σκαρίτης
    ὁ, ein dem Fische σκάρος an Farbe ähnelnder Stein
  • σκαρῑφάομαι
    die Oberfläche eines Körpers leicht kratzen, aufritzen, aufscharren, wie die Hühner den Sand u. den Mist; bes. vom Maler: einen leichten Umriß machen, (s. σκαριφεύω) dah. leicht, oberflächlich etwas tun
  • σκαρῑφισμός
    ὁ, das Aufkratzen od. Aufritzen, insbes. ein leichter, flüchtiger Entwurf, ein oberflächliches Gekritzel; λογων σκαριφισμοί, subtiles Geschwätz, das aus nichtswürdigen Kleinigkeiten etwas Großes macht, Spitzfindelei
  • σκάρῑφος
    ὁ, ein Stift, Griffel, Umrisse od. Figuren in den Sand, in Wachstafeln einzuritzen; dah. ein Umriß, eine Skizze, ein Entwurf
  • σκάρος
    ὁ, ein Meerfisch, von dem die Alten glaubten, daß er wiederkäue
  • σκάρος
    ὁ, der Sprung
  • σκάρτης
    ὁ, der Springer; übh. schnell, flink, leicht
  • σκασμός
    ὁ, das Hinken
  • σκατάω
    mit Kot oder Dreck besudeln
  • σκατο-φαγέω
    Kot fressen
  • σκατο-φάγος
    Kot fressend
  • σκαῦρος
    ὁ, lat. scaurus, mit hervorstehenden Knöcheln
  • σκαφεία
    das Graben, Hacken, Behacken
  • σκαφεῖον
    τό, Werkzeug zum Graben, Grabscheit
  • σκαφεῖον
    τό, kleine Wanne, kleiner Napf, Schöpfgefäß
  • σκαφεύς
    ὁ, der Grabende, der Gräber
  • σκάφευσις
    ἡ, qualvolle Todesstrafe bei den Persern
  • σκαφεύω
    einen Menschen in einen Trog legen, so daß Kopf, Hände und Füße herausbleiben, u. ihn so den heißesten Sonnenstrahlen aussetzen, bis er verschmachtend, verbrannt u. von Insekten zerfleischt umgekommen ist, eine bei den Persern übliche Todesstrafe
  • σκάφη
    ἡ, jeder ausgegrabene, ausgehöhlte Körper, jedes Gefäß; Trog, Wanne, Napf; komisch: οὐδὲν γάρ ἐσμεν πλὴν Ποσειδῶν καὶ σκάφη, Poseidon und ein Kahn, Anspielung auf eine Tragödie des Sophokles; Wiege; Backtrog; zum Darbringen von Opfern gebraucht
  • σκαφή
    ἡ, das Graben
  • σκαφη-φορέω
    ein σκαφηφόρος sein, eine Wanne, Schale tragen
  • σκαφη-φορία
    ἡ, das Geschäft des σκαφηφόρος
  • σκαφη-φόρος
    eine Wanne, Schale tragend. In Athen hießen die μέτοικοι bes. σκαφηφόροι, weil sie bei den Festaufzügen der Panathenäen σκάφαι, Gefäße zum Opfern tragen mußten, wie ihre Frauen und Töchter ὑδρεῖα und σκιάδια; Dienst und Benennung galt als schimpflich, weil dies Geschäft sonst nur die Sklaven verrichteten
  • σκαφιά
    der Graben
  • σκαφίδιον
    τό, a) kleine Wanne, kleiner Nachen; b) kleine Hacke
  • σκαφιό-κουρος
    u. σκαφιό-καρτος
    der sich ein σκάφιον scheren läßt
  • σκάφιον
    τό, 1) kleine Wanne, kleiner Trog, kleines Gefäß, Schälchen, Näpfchen; wie scaphium ein nachenförmiger Nachttopf für Weiber ist; ein Becher; eine Art Brennspiegel, mit welchem die Vestalinnen das Feuer anzündeten; eine Wurfschaufel; 2) eine besondere Art, die Haare zu scheren, wenn man bloß auf dem Wirbel einen Haarschopf stehen ließ und ringsherum alles kahl wegschor; aber auch für den Wirbel oder den ganzen oberen Schädel selbst gebraucht; 3) wie σκαφίδιον, ein kleines Grabscheit od. eine kleine Hacke, bes. ein Werkzeug der Athleten zur Übung im Graben
  • σκαφίς
    ίδος, ἡ, a) ein kleines Gefäß; neben γαυλοί als Melkgefäß genannt, Milchnapf; b) ein kleines Schiff, Nachen; eine Art Stundenzeiger oder Sonnenuhr, deren Zeiger den Schatten in ein beckenartig vertieftes Gefäß warf. Auch = πτύον, Wurfschaufel
  • σκαφίτης
    ὁ, der den Nachen bewegt, lenkt, Ruderer, Steuermann
  • σκαφο-ειδής
    ές, nachen-, kahnartig, kahnähnlich
  • σκαφο-λουτρέω
    in einer Wanne baden
  • <<< list operone >>>