321 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • ῥυσμόω
    gestalten, formen, bilden
  • ῥῡσό-καρπος
    mit runzliger Frucht
  • ῥῡσό-καρφος
    mit runzligen Reisern
  • ῥῡσός
    eigtl. zusammengezogen, dah. zusammengeschrumpft, runzlig
  • ῥῡσότης
    ητος, ἡ, Runzligkeit, runzliges Wesen, Runzeln
  • ῥῡσόω
    runzlig machen, runzeln
  • ῥύσταγμα
    τό, das gewaltsame Ziehen, Hin- und Herzerren, Mißhandlung
  • ῥυστάζω
    wiederholt ziehen, reißen, hin- und herzerren, wegreißen, schleppen, schleifen; πολλὰ ῥυστάζεσκε περὶ σῆμα, vielmals schleifte er die Leiche des Hektor um das Grabmal, indem er sie an seinem Wagen gebunden fortzog; übh. mißhandeln
  • ῥυστακτύς
    ἡ, das gewaltsame Ziehen, Hin- und Herzerren, Schleppen, übh. gewaltsame, schimpfliche Behandlung, Mißhandlung
  • ῥύστης
    ὁ, der Erretter, Befreier, Erlöser
  • ῥῡσ-ώδης
    ες, runzelhaft, runzlig von Ansehen
  • ῥύσωσις
    ἡ, das Runzeln, Falten
  • ῥῡσωτός
    gerunzelt
  • ῥῡτ-αγωγεύς
    ὁ, das Seil am Halfter, woran das Reitpferd geführt ward
  • ῥῡτή
    ἡ, die Raute
  • ῥῡτήρ
    ῆρος, ὁ, 1) der Ziehende, Anziehende, Spannende; βιοῦ, οἰστῶν, der Zieher, Spanner des Bogens, der Pfeile; 2) der Riemen, in welchen die Wagenpferde eingespannt wurden; dann von Reitpferden: der Riemen am Zaume des Pferdes, den man straff anzieht od. schlaff hängen läßt, je nachdem das Pferd laufen od. Schritt gehen soll; dah. σπεύδειν ἀπὸ ῥυτῆρος, wie ῥυτῆρος ἐλαύνειν, mit nachgelassenem, verhängtem Zügel reiten, den Zügel schießen lassen, so daß das Pferd ungehindert rennen kann; μέγαν ἱπποδέτην ῥυτῆρα λαβών, eine Peitsche, zu der man die Pferderiemen nahm; 3) der Retter, Schützer, Verteidiger, Hüter
  • ῥυτιδό-φλοιος
    mit runzliger Rinde
  • ῥυτιδόω
    runzlig machen, runzeln
  • ῥυτιδ-ώδης
    ες, runzlig, von runzligem Ansehen
  • ῥυτίδωμα
    τό, das Gerunzelte, runzliger Körper
  • ῥυτίδωσις
    ἡ, das Runzeln
  • ῥυτίς
    ίδος, ἡ, die Runzel, Falte, die einen Körper zusammenzieht
  • ῥυτίσματα
    τά Flecke, auf die Kleider zum Ausbessern gesetzt
  • ῥῡτός
    1) gezogen, herbeigezogen, -geschleppt; ῥυτοῖσιν λάεσσιν, mit großen herbeigeschleppten Steinen; 2) = ῥυτήρ, Zügel
  • ῥυτός
    u. ῥυτός
    ὁ, 1) flüssig, fließend, strömend; ῥυτῶν ὑδάτων λουτρὰ καὶ χοάς, von Quellen u. von Flüssen; 2) τὸ ῥυτόν, ein Trinkgefäß, oben breit, unten spitz zulaufend, eine Art Trinkhorn
  • ῥῦτρον
    τό, Lohn, Opfer für Rettung, Befreiung
  • ῥύτρος
    τό, eine unbestimmte Pflanze, die bloß oben an den Spitzen Dornen hat
  • ῥυτωρ
    ορος, ὁ, 1) der Zieher, Spanner; 2) Retter; λιμοῠ καὶ ϑανάτου, Erretter vom Hunger und Tode; βουκολίων, heißt Pan, der Wächter, Beschützer
  • ῥύψις
    ἡ, die Reinigung
  • ῥυ-ώδης
    ες, von flüssiger, fließender, zerfließender Art, flüssig, fließend, zufließend, häufig, abundans
  • ῥῶ
    τό, Name des Buchstaben ῥ
  • ῥωβίδας
    ὁ, lat., der Knabe im ersten Jahre
  • ῥωβικώτερος
    ὁ, der den Buchstaben ρ nicht aussprechen kann
  • ῥωγαλέος
    zerrissen, zersetzt; χαλκῷ, zerhauen
  • ῥωγάς
    άδος, ὁ, ἡ, 1) zerrissen, gespalten; subst. ἡ ῥωγάς, sc. γῆ, Erdriß, Erdspalt, Kluft, Höhle; 2) sc. πέτρα, abgerissenes Felsstück
  • ῥωγή
    ἡ, Riß, Ritze, Spalte, Kluft, Höhle
  • ῥωγμο-ειδής
    ές, spaltartig
  • ῥώθων
    ωνος, ὁ, die Nase, gew. im plur., die Nasenlöcher
  • Ῥωμαΐζω
    römisch gesinnt sein, es mit den Römern halten
  • Ῥωμαϊστί
    auf römische Art, in römischer Sprache, auf römisch
  • ῥωμαλέος
    stark an Leibeskräften, u. übh. gewaltig, stark, fest
  • ῥωμαλεότης
    ητος, ἡ, Leibesstärke
  • ῥωμαλεόω
    stark machen, pass. stark sein
  • ῥώμη
    ἡ, 1) Leibesstärke, Kraft; 2) Gewalt, Macht, Mut; auch Heeresmacht, Kriegsmacht
  • ῥώννῡμι
    u. ῥωννύω
    stärken, kräftigen, bestärken, bekräftigen; pass., ῥώννυμαι, stark, kräftig werden, sein; seine Kraft brauchen, mit Kraft handeln, sich kräftig anstrengen; ἔῤῥωντο εἰς τὸν πόλεμον, sie richteten alle ihre Anstrengungen auf den Krieg; ἔῤῥωσο, lebe wohl, gehab dich wohl, am Schluß der Briefe gewöhnlicher Ausdruck; ihm Lebewohl sagen, entsagen; gew. mit dem Nebenbegriffe des Verachtens
  • ῥώξ
    ὁ od. ἡ, 1) Riß, Ritze, Spalt; ῥῶγες μεγάροιο, die engen Zugänge zum Gemach, entweder eine enge Seitentür, od. Fensteröffnungen; 2) ἡ ῥώξ, = ῥάξ, Weinbeere; auch eine ihr ähnliche giftige Spinnenart, φαλάγγιον
  • ῥώομαι
    sich kräftig, heftig, schnell bewegen, schnell gehen, eilen, sich mit Anstrengung bewegen, von Kriegern: anstürmen, heraneilen; περὶ πυρήν, herumlaufen; von Tanzenden; c. accus., χορὸν ἐῤῥώσαντο, sie bewegten, schwangen den Reigen; ῥώοντο ἄνακτι, sie strengten sich für den Herrn an; κνῆμαι, γούνατα, die Füße bewegten sich kräftig, mit Anstrengung; auch von den Haaren: ἐῤῥώοντο μετὰ πνοιῇς ἀνέμοιο, sie bewegten sich, flatterten nach dem Hauche des Windes
  • ῥωπεύω
    Strauchholz, kurzes Holz abhauen
  • ῥωπήεις
    εσσα, εν, mit Strauchholz, Gebüsch bewachsen
  • ῥωπήϊον
    τό, ein mit Strauchholz, Gebüsch bewachsener Ort, Gebüsch, Dickicht
  • ῥωπικός
    1) zu kleiner, kurzer Ware gehörig; dah. τὰ ῥωπικά, die kurzen Waren selbst, Kleinkram, bes. Tand, Trödel, schlechter Flitterstaat; 2) zum Flitterstaat gehörig, dazu dienend, daher übh. unecht, nichtsnutzig; ῥωπικὰ γράψασϑαι, liederlich hinmalen, so daß es nach etwas aussieht, ohne etwas Rechtes zu sein; ῥωπικὸν δῶρον, ein Geschenk, das in die Augen fällt, ohne wahren Wert zu haben; τὸ ῥωπικόν, der falsche Flitterstaat der Rede
  • ῥώπιον
    τό, Strauch, Zweig
  • ῥωπο-γραφία
    ἡ, 1) die Malerei eines ῥωπογράφος, Gemälde von kleinen, gemeinen Gegenständen mit schlechten Farben; 2) Gebüsch -od. Landschaftsmalerei
  • ῥωπο-γράφος
    kleine, gemeine, schlechte, geringfügige Gegenstände mit schlechten Farben malend, der Schmierer, Sudler, Pinsler; aber auch ein solcher, der kleinliche Gegenstände, Stillleben, Küchenstücke u. dgl., wie die holländischen Meister kunstreich u. natürlich darstellt
  • ῥωπο-περπερήθρας
    ὁ, ein Windbeutel, der alles durch einander schwatzt, so nannte ein Komiker den Demosthenes; dies Geschwätz selbst
  • ῥωπο-πωλέω
    kleine, kurze Ware verkaufen, schlechten Kram od. Tand vertrödeln
  • ῥωπο-πώλης
    ὁ, der mit kleinen, kurzen Waren handelt, bes. mit Flitterstaat, Tand, schlechtem Putz u. dgl., auch mit Salben, Farben u. a. Materialwaaren, also übh. ein Kleinkrämer
  • ῥῶπος
    ὁ, jede kleine, kurze Ware, bes. leichthin gearbeitete, wertlose Putz -od. Spielsachen, Flitterstaat, Tand, gemeine Galanteriewaaren, als Arm- u. Halsbänder, Haarnadeln, Kämme, Ringe, Spangen, Glasarbeiten, auch Materialwaaren, Salben, Farben für Färber u. Maler, Werg, Flachs; übh. Kleinkram; auch von schlechter Malerei: Schmiererei
  • ῥωρός
    stark, mächtig
  • ῥῶσις
    ἡ, Kräftigung; Bestärkung, Bekräftigung, Ermunterung
  • ῥώσκομαι
    stark sein, bei Kräften sein
  • ῥῶσταξ
    ακος, ὁ, Halt, Stütze, Träger, etwas darauf zu stellen
  • ῥωστήριος
    u. ῥωστικός
    stärkend, bestärkend, ermunternd
  • ῥωτακίζω
    das ῥ im Sprechen od. Schreiben brauchen, bes. es oft od. zu oft brauchen, Gramm.
  • ῥωτακισμός
    ὁ, der Gebrauch od. Mißbrauch des ῥ, Gramm.
  • ῥωχμός
    ὁ, 1) der Riß, Ritz, Spalt; γαίης, ein durch Regengüsse entstandener Erdspalt; übertr., die Runzel; 2) bei den Ärzten = ῥόγχος
  • ῥώψ
    ἡ, niedriges Strauchholz, Gesträuch, Gebüsch, auch das davon abgehauene Strauchwerk, Gezweig, Reisig
  • Σ
    σ
    ς
    σίγμα od. richtiger σῖγμα, τό, achtzehnter Buchstabe des griechischen Alphabets. Als Zahlzeichen σ' = 200, aber ,σ = 200000. Σαμπῖ oder σάμπι, als Zahlzeichen, 900
  • σαβάζω
    das Fest des Sabazios od. Bacchus begehen, übh. sich bacchantisch gebährden
  • σαβάζω
    zerbrechen, zertrümmern
  • σαβακός
    1) morsch, zertrümmert, zerbrochen; 2) ὁ σ., der einen inneren Teil, bes. die Lunge, verletzt hat; 3) σαβακὴ σαλμακίς, eine üppig weichliche Buhlerin
  • σαβάκτης
    ὁ, der Zertrümmerer; bes. hieß so ein tückischer Dämon, eine Art Hauskobold, der die Töpfe umstieß und zerbrach
  • σάβανον
    τό, ein leinenes Tuch, besonders zum Abtrocknen im Bade, sabanum
  • Σαβασμός
    ὁ, die Feier des Sabazios od. Bacchos, das Σα, μ, ῖ-Rufen dabei
  • σαββατεῖον
    τό, Sabbathhaus, den Sabbath darin zu feiern
  • σαββατίζω
    den Sabbath feiern
  • σαββατικός
    zum Sabbath gehörig; dah. πόϑος, Liebe zu einem Juden
  • σαββατισμός
    ὁ, die Feier des Sabbath
  • σάββατον
    τό, das hebr. Schabbat, Sabbath, Ruhe, Ruhetag; τὰ σάββατα, die Woche
  • σαβοῖ
    ein Ausruf der Σαβοί bei der Feier des Sabazios
  • σαβός
    ὁ, ein Geweihter des Sabazios, der die Feier des Sabazios begeht
  • σαβρίας
    ὁ, eine Art Trinkgefäß
  • σαγάλινα ξύλα, τά
    Sandelholz
  • σαγαπηνίζω
    dem σαγάπηνον an Geruch oder Geschmack ähneln
  • σαγάπηνον
    τό, der gummiartige, mit Arznei gebrauchte Saft einer Doldenpflanze, sagapenum
  • σάγαρις
    ἡ, eine Waffe der skythischen Völker, der Amazonen, Mosynoiken u. A., eine Art Beil, Streitaxt
  • σάγη
    ἡ, 1) das Geschirr, die Bepackung des Pferdes, Esels, Maultiers, als Decken, Sattel, Saumsattel; 2) auch von Menschen: die Waffenrüstung; der ganze Anzug, die Bedeckung, Kleidung
  • σαγηνεία
    ἡ, die Jagd und der Fang mit dem großen Netze
  • σαγηνευτής
    ὁ, u. σαγηνεύς
    ὁ, u. σαγηνευτήρ
    ῆρος, ὁ, der Netzfischer
  • σαγηνεύω
    eine Menge Fische mit dem großen Fangnetze, σαγήνη einfangen; auch das Wild mit Stellnetzen, Garnen fangen; übertr. von Menschen: sie wie wilde Tiere zusammentreiben, um sie zu fangen
  • σαγήνη
    ἡ, ein großes Netz, mit dem viele Fische auf einmal gefangen werden können, das Ziehgarn oder Schleppnetz
  • σαγηνο-βόλος
    das große Netz auswerfend, der Netzfischer
  • σαγηνό-δετος
    ans Netz gebunden, daran befestigt, auch act., ans Netz bindend
  • σαγη-φορέω
    einen Mantel tragen
  • σαγίς
    ἡ, Mantelsack
  • σάγμα
    τό, 1) das, was dem Pferde, Esel, Maultier aufgepackt wird, Decke, Saum- oder Packsattel; auch die darauf gepackte Last, die ganze Last eines Maultiers; 2) von Menschen: Bedeckung, Bekleidung, bes., wie σάγος, ein grobes Oberkleid; 3) Überzug eines Schildes, Schildfutteral; τίς Γοργόν' ἐξήγειρεν ἐκ τοῦ σάγματος, = den mit der Gorgo bezeichneten Schild; 4) alles dicht über einander Gehäufte, Haufen
  • σαγμάρια
    τά, Saum -od. Packtiere
  • σαγματογήνη
    ἡ, ein indisches Zeug
  • σαγματο-ποιός
    Saumsattel machend
  • σαγο-ειδής
    ές, mantelähnlich
  • σάγος
    ὁ, ein grober Mantel, Soldatenmantel, sagum
  • σαθέριον
    τό, ein in Flüssen lebendes Tier, Fischotter od. Biber
  • σάθη
    ἡ, das männliche Glied
  • σαθρός
    angefault, verdorben, morsch, daher übh. schwach, hinfällig, schadhaft; κῠδος, vera gänglicher Ruhm; σαϑρόν τίμοι ἐγγίγνεται, mir kommt ein schwächlicher, zaghafter Gedanke in den Sinn; εὕροιμ' ἄν, ὅπῃ σαϑρός ἐστι, wo es ihm fehlt; εἴ πῄ τι σαϑρὸν ἔχει, πᾶν περικρούωμεν, Phil. 55 c, zu erklären aus dem Anschlagen an einen Topf, um aus dem Klange zu entnehmen, ob er geborsten ist
  • σαθρότης
    ητος, ἡ, der Zustand eines schwachen, schadhaften, zerbrechlichen Dinges
  • σαθρόω
    morsch, schwach, fehlerhaft machen
  • σάθρωμα
    τό, das Morsche, Schadhafte, der Fehler, das Gebrechen eines Dinges
  • σάθων
    ωνος, ὁ, ein Knabe od. Mann, nach dem männlichen Gliede, σάϑη genannt
  • σαινί-δωρος
    mit Geschenken schmeichelnd
  • σαίν-ουρος
    mit dem Schwanze wedelnd, schmeichelnd, bes. von Hunden
  • σαίνω
    1) wedeln mit dem Schwanz, eigtl. vom Hunde, von Wölfen u. Löwen; οὐρῇ τε καὶ οὔασι σαίνειν, mit Schwanz und Ohren wedeln, wackeln; trans., σαίνειν οὐράν, den Schwanz wedelnd hin und her bewegen; auch ἡ οὐρὰ σαίνει, der Schwanz wedelt; σαίνειν τινά, einen anwedeln. Übertr., schmeicheln, liebkosen; schmeicheln; μόρον, dem Tode schmeicheln, daß er einen nicht wegraffe, = ihn scheuen, meiden; σαίνων τε γαστρὸς ἀνάγκαις, nachgebend; ποτὶ ἀγγελίαν, eine Botschaft freundlich aufnehmen; σαίνων ποτὶ πάιτας, freundlich oder gefällig gegen einen sein; übertr. von sanften, schmeichelnden Meereswellen; 2) von einem Worte: παιδός με σαίνει φϑόγγος, der Ton trifft mein Ohr, so übh. erschüttern, bewegen, erschrecken
  • σαίρω
    1) eigtl. die Lippen verziehen, so daß man die Zähne sieht, die Zähne zeigen, blecken; als Ausdruck des Zornes, Grimmes; des Hohnes oder der Schadenfreude; οἷον σεσηρὼς ἐξαπατήσειν μ' οἴεται, was man auf die ihre Zähne weisenden Hunde bezieht, wie er die Zähne bleckt; auch vom freundlichen Lächeln; 2) fegen, kehren, reinigen (sarrire); τὰ σπειρόμενα καὶ νεμόμενα μᾶλλον ἢ τὰ ῥαινόμενα καὶ σαιρόμενα, als Land, welches begossen und gereinigt werden muß
  • σακάδιον
    τό, ein Saiteninstrument, nach dem Citherspieler Sakadas benannt
  • σάκ-ανδρος
    ὁ, die weibliche Scham
  • σακέρδως
    ωτος, ὁ, das lat. sacerdos
  • σακές-παλος
    den Schild schwingend, Beiwort rüstiger Krieger, wie des Tydeus
  • σακες-φόρος
    1) den Schild tragend, Schildträger; 2) kom. Wortspiel = der Bartträger
  • σακκελίζω
    durchschlagen
  • σακκέλισμα
    τό, das Durchgeschlagene, Durchgeseihete
  • σακκελιστήριον
    τό, Werkzeug zum Durchseihen
  • σακκέω
    durchschlagen, durchseihen
  • σακκίας
    ὁ, οἶνος, durchgeschlagener, durchgeseihter Wein
  • σακκίζω
    durchschlagen
  • σάκκινος
    von Sack oder Sacktuch gemacht
  • σακκίον
    kleiner Sack, Beutel; kleiner Durchschlag, kleines Seihetuch
  • σακκο-γενειο-τρόφος
    einen großen Bart am Kinne nährend, tragend, von Philosophen
  • σακκο-πήρα
    ἡ, Sacktasche, Schnappsack, Mantelsack
  • σακκο-πλόκος
    Durchschläge flechtend aus Haaren
  • σάκκος
    ὁ, ein aus Haaren, bes. Ziegenhaaren gemachtes grobes, dickes Zeug, und alles daraus Verfertigte, Sack, Kleid; auch ein Durchschlag od. Seihtuch, bes. um trüben Wein abzuklären; komisch: ein langer Bart
  • σακκο-φορέω
    grobes Zeug oder ein Kleid davon
  • σακκο-φορία
    ἡ, das Tragen eines groben Zeuges
  • σακκο-φόρος
    grobes härenes Zeug oder ein Kleid davon tragend
  • σάκος
    τό, der Schild; er bestand in dieser ältesten Zeit aus dichten Flechtwerk od. aus Holz, worüber rohe, harte Ochsenhäute einfach oder in mehreren Lagen gezogen waren, welche auch mit Metalllagen wechselten; der schwerste, stärkste Schild besteht aus 7 Ochsenhäuten und einer achten Metalllage, er heißt sonst noch χάλκεον, χαλκῆρες, τετραϑέλυμνον, ἑπταβόειον, auch, was von früher Kunst in der Verzierung u. Politur der Schilde zeugt, δαιδάλεον, ποικίλον, αἰόλον, παναίολον, φαεινόν; vgl. die Beschreibung des Schildes des Achilleus u. des Herakles. Er wird über die Schulter mit einem Tragriemen getragen
  • σάκτας
    ὁ, der Sack
  • σάκτας
    ὁ, der Arzt
  • σάκτηρ
    ὁ, der Sack
  • σακτός
    vollgestopft, vollgepfropft, angefüllt
  • σάκτωρ
    ορος, ὁ, der Vollstopfer; Ἅιδου σάκτορι Περσᾶν, der den Hades vollstopft, die Unterwelt mit Toten füllt
  • σάκχαρ
    τό, Zucker, lat. saccharum; als Medicament; nicht der unsrige, sondern der aus den Gelenken des Bambusrohres, bambuca arundinacea ausschwitzende Saft, bei den Arabern Tabaschir; andere finden den Ursprung des Wortes in Iagara, dem malayischen Namen des Lontarzuckers, der aus dem Palmwein von borassus flabellifer gekocht wird
  • σακχ-υφάντης
    ὁ, einer der Säcke, Durchschläge, Seihetücher, auch Kopfnetze flicht, webt
  • σάλα
    ἡ, Erschütterung, Unruhe, Sorge
  • σαλαγέω
    wozu es sich verhält; übh. brausen, vom Winde
  • σαλάγη
    ἡ, Unruhe, Lärm, Geschrei
  • σαλαΐζω
    in der Unruhe, Angst klagen, schreien
  • σαλαϊσμός
    ὁ, Angstgeschrei, Wehklage
  • σαλάκων
    ωνος, ὁ, ein Mensch, der sich hoffährtig gebärdet, der sich in üppiger Prunkliebe mit seinem Vermögen brüstet und überall groß tut, schwelgerischen Aufwand macht, der Großprahler, Aufschneider
  • σαλακωνεία
    ἡ, das Vornehmtun in Bewegungen, Gebärden und Handlungen, im Gehen, Sprechen, das Großtun mit dem Vermögen, übertriebene Verschwendung, um vornehm und reich zu erscheinen, Prunkliebe, Hoffahrt, Großprahlerei
  • σαλακωνεύω
    vornehm tun in Bewegungen, Gebärden, im Gehen u. Sprechen, sich brüsten mit dem Vermögen, großtun, aufschneiden
  • σαλακώνισμα
    τό, eine hoffährtige, großprahlerische, aufschneiderische Handlung od. Gebärde
  • σαλαμάνδρα
    ἡ, der Salamander, eine ungeschuppte, giftige Eidechse
  • σαλαμάνδρειος
    vom Salamander, zum Salamander gehörig
  • σαλάμβη
    ἡ, Loch, Öffnung, Rauchfang
  • Σαλαμιν-αφ-έτης
    ὁ, der Salamis verrät, preisgibt
  • σάλαξ
    ὁ, ein Bergmannssieb
  • σαλάσσω
    bewegen, schwenken, schütteln, erschüttern. Auch bis zum Überschwappen voll machen, vollstopfen, überladen
  • σαλεία
    ἡ, Bewegung, Unruhe
  • σάλευμα
    τό, wie σάλος, Bewegung, Erschütterung; σ. πολεμικὸν ἵππου, der rasche, kriegerische Schritt eines Pferdes
  • σάλευσις
    ἡ, das Erschüttern, Bewegen
  • σαλευτός
    bewegt, erschüttert, geschwenkt, schwankend
  • σαλεύω
    1) bewegen, schwingen, schwankend machen, erschüttern; pass. sich bewegen; 2) intr., in unruhiger Bewegung sein, schwanken; bes. vom Schiffe; ἡ ναῠς σαλεύει, σαλεύει ἐπ' ἀγκυρῶν, das Schiff schaukelt, dem Winde ausgesetzt, indem es auf offenem Meere vor Anker liegt. Dah. übertr. unruhig, unglücklich sein; auch in eitler, hoffährtiger Bewegung und Haltung einhergehen, einherstolzieren. In unruhiger Gemütsstimmung sein, sich fürchten
  • σαλμακίδες
    αἱ, Hetären
  • σάλος
    ὁ, jede schwankende, unruhige Bewegung, das Wanken, Schwanken, Schwappen; vorzüglich von der unruhigen Bewegung des Meeres. Dah. übertr., πόλις ἀνακουφίσαι κάρα βυϑῶν ἔτ' οὐχ οἵα τε φοινίου σάλου, aus dem blutigen Meere der Krankheit. Bes. von dem Schwanken eines Schiffes, welches auf dem Meere vor Anker liegt; daher auch ein Ort nahe am Ufer, der zwar keinen Hafen hat, aber den Schiffen einen Ankerplatz gewährt und die durch das Schwanken des Schiffes hervorgebrachte Übelkeit. Übertr., Unruhe, Erschütterung
  • σάλπη
    ἡ, ein Meerfisch, lat. salpa, in Frankreich noch jetzt saupe
  • σαλπιγγο-λογχ-υπηνάδαι
    οἱ, komisches Wort = Drommetenlanzenknebelbärte
  • σαλπιγγώτη
    ἡ, eine Art Leuchter
  • σαλπιγκτής
    ὁ, Trompeter
  • σάλπιγξ
    ιγγος, ἡ, die Trompete, die im Kriege das Zeichen zum Angriffe gab; ἀπὸ σάλπ ιγγος, auf das mit der Trompete gegebene Zeichen; die eigentliche Kriegstrompete hieß später σ. στρογγύλη, eine andere, die zu heiligen Gebräuchen diente, ἱερά; auch: ὡρολόγιος, mit welcher die Stunden angegeben wurden. Auch das mit der Trompete gegebene Zeichen. Σάλπιγξ ϑαλασσία, eine Meerschwalbe. Ein Vogel, der einen trompetenähnlichen Ton von sich gibt. Ein Fisch, = σάλπη
  • σαλπίζω
    trompeten, die Trompete blasen, ein Zeichen auf der Trompete geben; ἐπεὶ ἐσάλπιγξε, wo man sich σαλπιγκτής ergänzt, etwa nachdem es geblasen hatte; übertr. ἀμφὶ δὲ σάλπ ιγξε μέγας οὐρανός, rings trompetete der Himmel, vom Donner, als Zeichen zum Kampfe; vom Hahne: ἀλέκτωρ ἡμέ ραν ἐσάλπισεν, er kündigte durch sein Krähen
  • σάλπισμα
    τό, Trompetenschall, das mit der Trompete gegebene Zeichen
  • σαλπισμός
    ὁ, das Trompeten
  • σαλπιστής
    ὁ, Trompeter
  • σαλπιστικός
    zum Trompeter, zur Trompete gehörig, im Trompeten geübt
  • σαλύγη
    ἡ, die stete Bewegung, z. B. der Spille beim Spinnen
  • σάμαινα
    ἡ, ein samisches Schiff, dessen eigentümliche Bauart darin bestand, daß der Schnabel wie ein Schweinsrüssel aufgebogen war
  • σαμάκιον
    τό, ein unbestimmter Teil des Weiberputzes
  • σάμαξ
    ακος, ὁ, eine Matte
  • σαμάρδακος
    ὁ, ein Gaukler od. Betrüger
  • σάμβαλον
    τό, σάμβαλα κοῠφα βαλεῖν = leicht die Füße setzen
  • σαμβύκη
    ἡ, 1) ein dreieckiges Saiteninstrument, das die höchsten Töne hatte, aber für unedel galt, weil es durch die übertriebene Schärfe derselben und durch die Kleinheit der Saiten die Kraft auflöste; lat. sambuca; 2) ein Belagerungswerkzeug von ähnlicher Gestalt
  • σαμβῡκίζω
    die Sambyke spielen
  • σαμβῡκιστής
    ὁ, ein die Sambyke Spielender
  • σαμβῡκίστρια
    ἡ, eine die Sambyke Spielende
  • σάμβῡξ
    ῡκος, ἡ, eine, welche die Sambyke spielt
  • σάμος
    ὁ, die Anhöhe
  • σαμ-φόρας
    ὁ, ein Pferd, das als Zeichen der Rasse ein eingebranntes σάν od. σίγμα trägt
  • σαμψῡχίζω
    dem σάμψυχον an Geruch ähnlich sein
  • σαμψύχινος
    von σάμψυχον, dazu gehörig
  • σάμψῡχον
    τό, ausländischer Name einer wohlriechenden Pflanze, sonst ἀμάρακος
  • σανδαλο-θήκη
    ἡ, Behältnis für die σάνδαλα
  • σάνδαλον
    τό, gew. im plur., eine hölzerne Sohle, mit Riemen um den Oberfuß festgebunden; später eine Art Weiberschuh, z. B. der Omphale
  • σανδαλόω
    besohlen, beschuhen, auch pass
  • σανδαλ-ώδης
    ες, sandalenartig
  • σανδαράκη
    ἡ, 1) ein arsenikalisches Erz, rotes Auripigment, Rauschrot, Realgar, während ἀρσενικόν gelbes ist; lat. sandaraca; 2) ein bei Pferden, Zugvieh gebr. Arzneimittel; 3) eine Art Bienenbrot
  • σανδαρακίζω
    sandarachrot, hellrot sein
  • σανδαράκινος
    von Sandarach, bes. sandarachrot
  • σανδαρακούργιον
    τό, Grube, in der rotes Auripigment gegraben wird
  • σάνδυξ
    υκος, ἡ, 1) Mennig od. eine dem Mennig ähnliche Farbe, lat. sandyx usta; 2) eine Pflanze, mit deren Saft Leinwand hellrot gefärbt wurde. Bei den Lydern hießen σάνδυκες mit Sandyx gefärbte seine, durchsichtige Frauenkleider von Leinwand
  • σανίδιον
    τό, Tellerchen, eine Tafel, ein Verzeichnis
  • σανιδο-τορέω
    ein Brett durchbohren; σανιδοτρήσας, in obszönem Sinne
  • σανιδόω
    mit Brettern bedecken, mit einem Verdecke versehen
  • <<< list operone >>>