319 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • ῥεμβο-ειδής
    ές, wie herumschweifend, nach Art eines Herumtreibers; übtr., nachlässig, vernachlässigt
  • ῥεμβός
    sich herumdrehend, herumstreichend
  • ῥέμβω
    im Kreise herum bewegen, drehen, wälzen, treiben. Pass. sich herumdrehen, herumschweifen; ἀπὸ γῆς εἰν ἁλί, vom Schiffe; übertragen: planlos handeln
  • ῥεμβ-ώδης
    ες, = ῥεμβοειδής; auch: vernachlässigt; ῥεμβώδους γενομένης τῆς πολιορκίας, da sie nachlässig, planlos betrieben wurde
  • ῥέος
    τό, das Fließende, der Fluß; auch vom Tränenstrome
  • ῥέπω
    sich langsam od. allmählich neigen, sich herabsenken, wie die Waagschal; dah. τῶν δ' ἐξ ἴσου ῥεπομένων, vom Gleichschweben der Waagschalen; τὸ μητρὸς ἐς σέ μοι ῥέπει στέργηϑρον, die Liebe neigt sich zu dir; εὖ ῥέπει ϑεός, er neigt sich zu uns, od. gibt einen guten Ausschlag; φιλεῖ τοῦτο μὴ ταύτῃ ῥέπειν, es pflegt nicht auf diese Weise zu gehen; übertr., sich wohin neigen; ὅϑεν μοι σκοπουμένῳ ἔῤῥεψε δεῖν, mir dem Betrachtenden neigte sich dahin, ich neigte mich dahin, man müsse; ἐπὶ τὸ ποιεῖν τι, geneigt sein, etwas zu tun; übh. sich wohin wenden, hinwenden; εἰς τὴν γαστέρα, es gleitet in den Magen; übtr., ἦν ϑ' ὁ γρῖφος ἐνταῦϑα ῥέπων, der Sinn ging dahin
  • ῥεῦμα
    τό, das Fließende, die Flut, der Fluß, Strom; das Flußbett. Übertr. von jeder großen Menge; auch Heftigkeit. Bei den Ärzten der im Körper herumziehende Krankheitsstoff, Fluß, Rheuma, auch Bauchfluß. Übertr. drückt es auch das Wechseln, das Veränderliche aus, τύχης, Glückswechsel
  • ῥευματίζομαι
    einen Fluß haben, am Flusse leiden
  • ῥευματικός
    rheumatisch, an Flüssen leidend, ihnen ausgesetzt
  • ῥευμάτιον
    τό, Flüßchen
  • ῥευματισμός
    ὁ, der Fluß im Körper, als Krankheit
  • ῥευματιστής
    ὁ, der am Flusse Leidende
  • ῥευματ-ώδης
    ες, flußartig, von rheumatischer Art
  • ῥεῦσις
    ἡ, das Fließen
  • ῥευσταλέος
    flüssig
  • ῥευστικός
    flüssig, fließend
  • ῥευστός
    geflossen, flüssig, übh. nicht fest, dah. übtr. = in steter Bewegung, schwankend, unbeständig, fluxus
  • ῥέω
    1) fließen, fluten, strömen, nicht bloß vom Wasser, sondern auch vom Blut, von Tränen, vom Schweiß; πηγὴ ῥέει ὕδατι, die Quelle strömt von Wasser; auch ῥέεν αἵματι γαῖα, die Erde rann, triefte von Blut; vom Gerüchte, das sich verbreitet; übertr. von anderen Dingen als Wasser; ὡς ἰόντων ἁπάντων καὶ ἀεὶ ῥεόντων, in stetem Flusse sein; die Philosophen, welche annehmen, daß die Dinge in steter Bewegung, in stetem Flusse seien; ῥυῆναι διὰ τοῠ ὀρόφου, durchfließen; von feuerspeienden Bergen. Auch vom Winde. Πολὺς ῥεῖ, von einem starken, voll fließenden Strome; übertr. von gewaltigem Redestrom. Übh. 2) übtr., sich in reicher Fülle ergießen, wie unser strömen, z. B. vom ungehemmten, vollen Fluß der Rede; ἐκ χειρῶν βέλεα ῥέον, Pfeile strömten, d. h. flogen in Menge aus ihren Händen; von reisen oder wurmstichigen Früchten, von Haaren, in Menge abfallen, ausfallen; von einer großen Menschenmenge; zerfließen, sich auflösen; oft für 'sich auf etwas stürzen, sich wohin neigen'; 3) trans., fließen lassen
  • ῥεω
    ich sage
  • ῥηγεύς
    ὁ, Färber
  • ῥῆγμα
    τό, Riß, Bruch, Spalte, Ritze, Kluft; καὶ σπ άσματα, wie die alten Wunden aufbrechen
  • ῥηγματίας
    ὁ, einer, der einen Riß oder Abszeß in der Lunge oder sonst im Innern hat
  • ῥηγματ-ώδης
    ες, rißartig, rissig, voll Ritzen, Spalten
  • ῥηγμίν
    ῖνος, ὁ, hohes, schroffes Meeresufer, an dem die anschlagenden Wogen sich mit Getös brechen, Wogenbruch, Brandung; von den brandenden Wogen selbst. Übrtr., βίοιο, die Brechung oder der Rand des Lebens, = der Tod
  • ῥήγνῡμι u. ῥηγνύω
    reißen, sprengen, durchschlagen, durchreißen, von allem gewaltsamen Öffnen u. Losmachen od. Verletzen; bes. auch eine Schlachtreihe durchbrechen, auseinandersprengen; ῥήξασϑαι φάλαγγας, sich die feindlichen Schlachtreihen brechen, um durchzudringen; τὸ μέσον ῥῆξαι, die Mitte, das Centrum durchbrechen; durch Reißen losmachen, entfesseln; ἔριδα, = Streit erheben, erregen; bes. φωνήν, die Stimme gleichsam losreißen, die gefesselte Stimme plötzlich lösen und zuerst zu reden anfangen, von Stummen u. Kindern; übh. frei herausreden; δακρύων ῥήξασα ϑερμὰ νάμα τα, in Tränen ausbrechen, den Tränenquell hervorbrechen lassen; auch χῶρος ῥήγνυσι πηγάς, die Gegend läßt Quellen durch- , hervorbrechen. Pass. gebrochen werden, sich brechen; brechen; ἐῤῥήγνυτο τὸ τεῖχος, barst; act., bersten, reißen, springen. Dah. aus-, los-, hereinbrechen; so vom Unglück; κακῶν δὴ πέλαγος ἔῤῥωγεν μέγα Πέρσαις, brach über die Perser herein
  • ῥῆγος
    τό, ein gefärbter Teppich, eine bunte Decke; sie dienen zu Decken über die Betten od. über Sessel zu breiten; φᾶρος, als Gewand; κὰδ δ' ἄρ' Ὀδυσσῆϊ στόρεσαν ῥῆγός τε λίνον τε, also wahrscheinlich von Wolle. Vielleicht von ῥήγνυμι, wie ῥάκος, übh. ein Stück Zeug; eine gefärbte Decke
  • ῥήζω
    färben
  • ῥήκτης
    ὁ, der Zerreißer, Zerbrecher, Spalter; dah. ein Erdbeben, das die Erde spaltet und einen Erdfall verursacht
  • ῥηκτικός
    zum Zerreißen, Zerbrechen gehörig, geschickt
  • ῥηκτός
    zerrissen, zerbrochen, zerspaltet, zerplatzt, zu zerreißen; χαλκῷ ῥηκτός, = verwundbar
  • ῥῆμα
    τό, das Gesagte, Wort, Spruch, Ausspruch; ὀνόματα καὶ ῥήματα, Wörter u. Sätze; übh. Wort, Ausdruck; τῷ ῥήματι εἰπεῖν, wörtlich; οὕτω γὰρ εἶπε ῥήματι, denn dies waren seine eignen Worte; ῥήματι ἁμαρτεῖν, im Ausdrucke; ῥήματα ϑηρεύειν, nach Worten haschen, Phrasen machen. Grammatisch: das Zeitwort
  • ῥηματικός
    zum Worte zur Rede gehörig, das Wort, die Rede betreffend, wörtlich, Gramm.; das Verbum betreffend
  • ῥημάτιον
    τό, Wörtchen, kleines Wort
  • ῥηματίσκιον
    τό, Wörtchen
  • ῥῆμος
    ὁ, die ruderähnliche Schaufel, auf der das Brot zubereitet und in den Backofen geschoben ward
  • ῥήν
    ῥηνός, ἡ, Schaf, Lamm, seltenes Dichterwort
  • ῥηνικός
    vom Schaf
  • ῥηνιουργῆ ἔμβατρα
    eine Art Frauenschuhe
  • ῥῆνις
    ἡ, Schafpelz
  • ῥηνο-φορεύς
    ὁ, der einen Schafpelz trägt
  • ῥηξ-ηνορία
    ἡ, Kraft und Mut, Männerscharen zu durchbrechen
  • ῥηξ-ήνωρ
    ορος, ὁ, Männer, Männerscharen durchbrechend; Beiwort des Achilleus, auch Apollo heißt so
  • ῥηξι-κέλευθος
    den Weg, die Bahn brechend
  • ῥηξί-νοος
    die Seele brechend, durchbrechend, herzbrechend, schwächend
  • ῥῆξις
    ἡ, das Reißen, Durchbrechen; der Riß, Ritz, Spalt, Durchbruch
  • ῥηξι-σθενής
    ές, von durchbrechender Kraft
  • ῥηξί-φλοιος
    mit aufgerissener Rinde
  • ῥηξί-χθων
    die Erde aufreißend, spaltend
  • ῥηπή
    ἡ, hölzerne Stütze
  • ῥησίδιον
    τό, u. ῥησείδιον
    τό, kleine Rede, Sprüchelchen
  • ῥησι-κοπέω
    eigentlich Redensarten hauen, damit prunken
  • ῥησι-μετρέω
    seine Rede, seine Worte messen
  • ῥῆσις
    ἡ, das Sagen, Sprechen, Reden, das Wort, die Rede; ἀνϑρώπων παλαιαί, Sage, Erzählung; ἡ ἀπὸ Σκυϑῶν ῥῆσις, das von den Scythen entnommene Wort; die Redensart
  • ῥητήρ
    ῆρος, ὁ, der Redner, Sprecher
  • ῥητῑνέω
    harzig sein
  • ῥητίνη
    ἡ, Harz, Gummi, lat. resina, weil es von selbst aus den Bäumen fließt
  • ῥητῑνίζω
    harzig sein, nach Harz riechen, schmecken
  • ῥητῑνίτης
    ὁ, οἶνος, nach Harz schmeckender od. mit Harz angemachter Wein
  • ῥητῑνο-λόγος
    Harz sammelnd
  • ῥητῑνόω
    harzen, Harz geben, absetzen; trans. mit Harz überziehen
  • ῥητῑν-ώδης
    ες, harzähnlich, harzig
  • ῥητορεία
    ἡ, Rede eines Volksredners, Schmuckrede eines Lehrers der Beredtsamkeit; auch die Beredtsamkeit selbst, die Rede
  • ῥητορεύω
    1) ein Redner od. Volksredner sein, als Redner auftreten, reden; 2) Lehrer der Beredtsamkeit sein u. als solcher sich mit einer Prunkrede zeigen
  • ῥητορικός
    den Redner, Sprecher betreffend, rednerisch; ὁ ῥητορικός, der Redner, bes. Volksredner; ἡ ῥητορική, sc. τέχνη, die Redekunst. Adv. ῥητορικῶς, rednerisch
  • ῥητορο-μάστιξ
    ῑγος, ὁ, Geißel der Redner, Rhetoren, Beiw. eines gewissen Aeschines von Mitylene
  • ῥητορο-μύκτης
    ὁ, der Spötter über Redner und Redekünstler
  • ῥητός
    1) geredet, gesagt, gesprochen, bes. ausdrücklich benannt, festgesetzt, verabredet; ἐς χρόνον ῥητόν, auf bestimmte, verabredete Zeit; ῥητά τινα, gewisse verabredete Bedingungen; ἐπὶ ῥητοῖσι, unter bestimmten, festgestellten Bedingungen; ῥητόν τι προςτίμιον, ausdrücklich bestimmt; 2) besprochen, berühmt; 3) zu sagen, was man aussprechen darf, was kein Geheimnis ist; 4) bei Philosophen und Mathematikern rational; τὸ ῥητόν, eine Stelle aus einem Schriftsteller, ein Spruch. Adv. ῥητῶς, ausdrücklich, bes. bei wörtlichen Citaten
  • ῥητότης
    ητος, ἡ, die Rationalität
  • ῥήτρα
    ἡ, 1) Verabredung, Vertrag, Übereinkunft; auch: Wette; 2) Wort, Spruch, Ausspruch, bes. Orakelspruch; bes. heißen auch die ungeschriebenen Verordnungen u. Gesetze des Lykurg ῥῆτραι; 3) Sprache, Rede, Wort; Erlaubnis oder Recht zu sprechen; λαβὼν ἐκ τῆς βουλῆς ῥήτραν, im Psephisma der Byzantier; 4) Volksversammlung
  • ῥητρεύω
    δίκας, Recht sprechen
  • ῥήτωρ
    ορος, ὁ, 1) der Redner, Sprecher; Volksredner; 2) der Lehrer der Beredtsamkeit, auch der Redekünstler, Prunkredner, rhetor
  • ῥηχιάδης
    ὁ, der Scherge, der die Verurteilten ins Gefängnis wirft und sie darin bewacht, der Kerkermeister
  • ῥηχ-ώδης
    ες, dornig, stachelig, rauh
  • ῥῑγαλέος
    schaurig, kalt
  • ῥῑγεδανός
    eigtl. vor Kälte starrend, schaurig; dah. übertr. = schrecklich, verabscheut
  • ῥῑγέω
    schaudern, eigtl. vor Frost, frieren, erstarren, übertr., vor Furcht, Schreck, Abscheu einen Schauder bekommen, sich entsetzen, erzittern; auch wie fürchten; μηκέτι ῥίγει, an Eifer erkalten, müßig sein; (von Speeren) starren
  • ῥῑγηλός
    frostig, schaurig, Schauder, Schrecken verursachend
  • ῥίγιον
    frostiger, kälter; übh. schauderhafter, schrecklicher, schlimmer für einen, τινί
  • ῥίγιος
    frostig
  • ῥίγιστος
    am frostigsten, schauderhaftesten, schrecklichsten; ῥίγιστα, das Schlimmste
  • ῥιγίτανον
    τό, Name eines Krautes
  • ῥῑγο-μάχης
    ὁ, der mit dem Frost, der Kälte Streitende
  • ῥῑγο-πύρετος
    ὁ, ein Fieber mit heftigem Frostschauer
  • ῥῖγος
    τό, 1) frigus, Frost, Kälte; bes. Erstarren vor Frost, Frostschauer, auch Fieberschauer; 2) übrtr., das Schaudern, Entsetzen, Verabscheuen
  • ῥῑγόω
    frieren, Kälte empfinden, von Frost leiden
  • ῥῑγωσί-βιος
    in Frost u. Kälte lebend, übh. frostig
  • ῥίζα
    ἡ, die Wurzel; übertr., die Wurzeln des Auges; alles, was wurzelartig von einem Stamme ausgeht; χϑονὸς τρίτη, die drei Erdteile als Wurzeln des Festlandes betrachtet; auch dasjenige, woraus, wie aus einer Wurzel, neue Entwickelungen hervorgehen; des Geschlechtes, des Meeres
  • ῥιζ-άγρα
    ἡ, die Wurzelzange, Zahnwurzeln, Splitter u. dgl. damit herauszuziehen
  • ῥιζηδόν
    adv., wurzelartig, wie Wurzeln
  • ῥίζηθεν
    adv., von der Wurzel aus
  • ῥιζίας
    ὁ, von, aus der Wurzel gemacht
  • ῥιζικός
    zur Wurzel gehörig
  • ῥιζίον
    τό, Würzelchen
  • ῥίζις
    ὁ, ein äthiopisches, dem Stiere ähnliches Tier, von der Größe und Lebensart des Elephanten
  • ῥιζο-βολέω
    Wurzel schlagen
  • ῥιζο-βόλος
    Wurzel werfend, = Wurzel schlagend
  • ῥιζόθι
    an der Wurzel
  • ῥιζο-κέφαλος
    von Pflanzen, bei denen der Samenkopf unmittelbar aus der Wurzel herauskommt
  • ῥιζο-λογέω
    1) Wurzeln lesen, sammeln; 2) mit der Wurzel ausrotten
  • ῥιζο-λόγος
    Wurzeln lesend, sammelnd
  • ῥιζο-παγής
    ές, festgewurzelt
  • ῥιζο-πώλης
    ὁ, Wurzelhändler
  • ῥιζ-ορυκτής
    ὁ, Wurzelgräber
  • ῥιζο-τομέω
    1) Wurzeln schneiden, abschneiden und sammeln, bes. zum ärztlichen Gebrauche; 2) übertr., mit der Wurzel ausrotten
  • ῥιζο-τομία
    ἡ, das Abschneiden u. Sammeln der Wurzeln zum ärztlichen Gebrauche
  • ῥιζο-τομικός
    ή, όν, zum Wurzelsammler, zum Wurzelsammeln gehörig, geschickt; ἡ ῥιζ., die Kunst des Wurzelsammelns zum ärztlichen Gebrauche
  • ῥιζο-τόμος
    Wurzeln schneidend (und einsammelnd), bes. zum Behufe der Arzneibereitung u. der Zauberei; ὥρη, die Zeit, wo die Einsammlung der Arzneikräuter geschehen muß
  • ῥιζο υχία
    ἡ, das Wurzelfassen, -halten
  • ῥιζο υχίζω
    Wurzel fassen lassen, verpflanzen
  • ῥιζο ῦχος
    Wurzel haltend, fassend, die Wurzel, den Grund haltend, festhaltend, Beiwort des Poseidon
  • ῥιζο-φαγέω
    Wurzeln fressen
  • ῥιζο-φάγος
    Wurzeln essend
  • ῥιζο-φοίτητος
    aus der Wurzel hervorkommend
  • ῥιζο-φυέω
    Wurzeln treiben
  • ῥιζο-φυής
    ές, Wurzeln zeugend, treibend
  • ῥιζό-φυλλος
    mit Blättern an, von der Wurzel
  • ῥιζό-φυτος
    aus der Wurzel, mit der Wurzel wachsend
  • ῥιζόω
    1) einwurzeln, Wurzel schlagen lassen, einpflanzen; 2) übertr., begründen, befestigen; τυραννὶς ἐῤῥιζωμένη, eingewurzelte Tyrannei; intr., Wurzel fassen, wurzeln
  • ῥιζ-ώδης
    ες, wurzelartig, wurzelähnlich
  • ῥίζωμα
    τό, 1) das Eingewurzelte; 2) Wurzel, Stamm, Geschlecht; ῥιζώματα πάντων τέσσαρα, die vier Elemente
  • ῥιζ-ωνυχία
    ἡ, die Wurzel des Nagels
  • ῥιζ-ωρυχάω
    Wurzeln graben, zum Essen
  • ῥιζ-ωρύχος
    Wurzeln grabend, suchend, von den Grammatikern
  • ῥίζωσις
    1) das Einwurzelnlassen, Befestigen; 2) intrans., das Wurzeln, Wurzelschlagen; τῶν γεννωμένων, vom Menschen
  • ῥικνήεις
    εσσα, εν, runzlig, zusammengeschrumpft
  • ῥικνόομαι
    eigtl. vor Kälte starr und steif werden, erstarren, dah. übh. sich zusammenziehen, sich krümmen; ἀφαυροτέροις μελέεσσι ῥικνοῠσϑαι dem σαρκὶ περιπλήϑειν, schrumpflig, runzlig werden; τὸ καμπ ύλον γενέσϑαι ἀσχημόνως καὶ κατὰ συνουσίαν καὶ ὄρχησιν, κατὰ τὴν ὀσφύν, Soph. bei Phot., ein Tanz, bei dem der Leib gekrümmt und der Hintere vorgestreckt ward
  • ῥικνός
    eigtl. vor Kälte starr, steif, zusammengezogen, erstarrt; πόδας, krummfüßig; übh. zusammengezogen, gebogen, gekrümmt, krumm, mit runzliger Haut, bes. vor Alter u. Magerkeit; von Pflanzen
  • ῥικνότης
    ητος, ἡ, zusammengezogenes, krummes, runzliges Wesen
  • ῥικνο-φυής
    ές, krumm, schrumpflig von Natur, Beschaffenheit
  • ῥικν-ώδης
    ες, krumm, schrumpflig von Art, Ansehen
  • ῥίκνωσις
    ἡ, das Zusammenziehen, Krümmen, Runzeln
  • ῥίμμα
    τό, das Geworfene, der Wurf, das Werfen
  • ῥίμφα
    leicht, schnell, hurtig; bes. von der Schnelligkeit eines geworfenen Gegenstandes
  • ῥιμφαλέος
    schnell, geschwind
  • ῥιμφ-άρματος
    mit schnellem Wagen fahrend
  • ῥῑνάριον
    τό, Näschen; auch: ein Pflästerchen
  • ῥῑν-αυλέω
    durch die Nase blasen, schnauben
  • ῥῑνάω
    bei der Nase herumführen, betrügen, verspotten
  • ῥῑνάω
    feilen
  • ῥῑν-εγ-κατα-πηξι-γένειος
    mit der Nase bis aufs Kinn herabreichend, dessen Nase an das Kinn stößt, von Philosophen
  • ῥῑν-εγ-χυσία
    ἡ, das Eingießen durch die Nase
  • ῥῑν-εγ-χυτέω
    durch die Nase eingießen
  • ῥῑν-εγ-χύτης
    ὁ, ein chirurgisches Instrument, mit dem man Arzneien u. dgl. in od. durch die Nase eingießt
  • ῥῑν-έγ-χυτος
    durch die Nase eingegossen, von Arzneimitteln, welche durch die Nase eingespritzt werden
  • ῥῑνέω
    feilen, raspeln, polieren
  • ῥίνη
    ἡ, 1) die Feile, Raspel; 2) eine Haifischart mit rauher Haut, die man brauchte, um Holz u. Marmor damit zu polieren, squatina
  • ῥῑν-ηλασία
    ἡ, das Spüren der Nase, bes. des Hundes
  • ῥῑν-ηλατέω
    durch die Nase od. den Geruch spüren, wittern, eigentlich vom Hunde. Übh. aufsuchen, forschen, spähen
  • ῥῑν-ηλάτης
    ὁ, der mit der Nase, mit dem Geruch Auftreibende, Aufspürende, bes. vom Hunde
  • ῥῑν-ήλατος
    mit der Nase, dem Geruch aufgetrieben, ausgewittert
  • ῥίνημα
    τό, das Abgefeilte, die Feilspäne, Raspelspäne. Auch eine Art Pflaster
  • ῥῑνητής
    ὁ, der Feilende
  • ῥῑνίον
    τό, 1) eine Art Pflaster; 2) im plur. τὰ ῥινία, die Nasenlöcher
  • ῥῑνό-βατος
    ὁ, eine rauhe, stachlige Rochenart in der Mitte zwischen den Arten ῥίνη u. βάτος
  • ῥῑνο-βόλος
    die Nase werfend, treffend; ῥινόβολος, aus der Nase geworfen, gestoßen; ῥινοβόλῳ πατάγῳ, vom Schnauben
  • ῥῑνο-δέψης
    ὁ, der Ledergerber
  • ῥῑνό-κερως
    ὁ, das Nashorn
  • ῥῑνο-κολούστης
    ὁ, der Nasenverstümmler, -abschneider, Herakles
  • ῥῑνο-κοπέω
    die Nase abhauen, abschneiden
  • ῥῑνο-κτυπέω
    mit der Nase lärmen, schnauben
  • ῥῑνο-λαβίς
    ίδος, ἡ, Instrument, die Nase damit zu fassen u. zu drehen
  • ῥῑνό-μακτρον
    τό, Nasentuch, Schnupftuch
  • ῥῑνο-μάχης
    ὁ, Schildkämpfer
  • ῥῑν-ονυχο-γραφέω
    die Nase mit den Nägeln ritzen
  • ῥῑνο-πύλη
    ἡ, Hinter- od. Nebenpforte
  • ῥῑνός
    ὁ u. ἡ, 1) die Haut am Leibe des lebendigen Menschen; die Haut eines toten Menschen; 2) die abgezogene Tierhaut, z. B. Wolfshaut, Wolfspelz; π ωλικῆς ῥινοῠ τρίχα, des lebenden Pferdes; 3) die gegerbte Tierhaut, bes. Rindsleder, u. dah. der aus Rindsleder gemachte Schild
  • ῥῑνό-σῑμος
    stumpfnasig
  • ῥῑνό-τμητος
    mit verschnittener, abgeschnittener Nase
  • ῥῑνο-τομέω
    die Nase abschneiden, τινά, einem
  • ῥῑνο-τόμος
    die Nase abschneidend, die Haut schneidend
  • ῥῑνο-τόρος
    die Haut oder den Schild durchbohrend
  • ῥῑν-οῦχος
    ὁ, Ableitungskanal eines Abtritts, Kloake
  • ῥῑνόω
    mit Leder überziehen
  • ῥῑν-ώλεθρος
    ὁ, Nasenpest
  • ῥῑνωτηρία
    ἡ, ein Teil am Hinterende des Schiffes
  • ῥίον
    τό, u. ῥίος
    ὁ, jeder vorspringende Berg, gleichviel ob aufwärts od. vorwärts; also a) Bergspitze, vor anderen emporragende Berghöhe, Bergkuppe; b) Vorgebirge, auch Meerbusen
  • ῥῑπή
    ἡ, u. ῥίπημα
    τό, der Wurf, Schwung, die Wucht, Kraft, mit der ein Gegenstand geworfen wird, auch die Kraft des geworfenen Gegenstandes selbst, sein Schwung; αἰγανέης, λᾶος, Steinwurf; Βορέαο, der gewaltsame Andrang des Nordwindes; ῥιπή, allein = der Sturm; πυρός, die Gewalt des Feuers, mit der es auflodert; ἀνδρός, der stürmische Andrang des Mannes; auch von geistiger Gewalt; κυμάτων ἀνέμων τε, Wogen- u. Sturmesdrang; von Geschossen, vom Donner, vom Hagel; ὠκύαλος, das schnelle Springen; von der Brunst; ἐλαφραῖς πτερύγων ῥιπαῖς, mit schnellem Flügelschlage, wo es von dem summenden Hin- u. Herfliegen der Mücken heißt λεπταῖς ὑπ αὶκώνωπ ος ἐξηγειρόμην ῥιπαῖσι ϑωΰσσοντος; übertr., der Antrieb. Auch vom Eindrucke der schnellen Bewegung auf das Gesicht, bes. von glänzenden Gegenständen, Flimmern, Funkeln
  • ῥίπίδιον
    τό, kleiner Fächer
  • ῥῑπίζω
    in Schwung, Bewegung setzen; 1) anfachen; eigtl. von Kohlen u. Feuer; ἀνεγείρει καὶ ῥιπίζει, zum Aufstande; 2) fächeln, mit dem Fächer abkühlen, lüften
  • ῥῑπίς
    ίδος, ἡ, 1) der Fächer, um Feuer damit anzufachen; dah. auch der Blasebalg; 2) der Fächer, sich damit zu fächeln, abzukühlen; ῥίψ, Matte, geflochtene Decke
  • ῥίπισις
    ἡ, 1) das Anfachen; 2) das Fächeln, Abkühlen, Lüften
  • ῥίπισμα
    τό, das Angefachte, das Gefächelte; auch das Fächeln
  • ῥῑπιστήριος
    zum Anfachen, Fächeln, Lüften gehörig, geschickt
  • ῥῑπιστός
    angefacht, gefächelt, abgekühlt, gelüftet, vom Winde durchstrichen
  • ῥῖπος
    τό, u. ῥῖπος
    ὁ, eine aus Zweigen oder Schilf geflochtene Decke
  • ῥῑπόω
    werfen
  • ῥιπτάζω
    häufig, wiederholt hin- und herschleudern; als Mißhandlung; ὀφρύσι ῥιπτάζειν, mit den Augenbrauen zucken, häufige Bewegungen machen; πολλαῖς ἀγρυπνίαις ἐῤῥιπτασμένον, auf dem Bette hin- und hergeworfen
  • ῥιπτασμός
    ὁ, das Hin- u. Herwerfen, u. intrans., das sich Hin- u. Herwerfen, Unruhe im Liegen; übertr., innere Unruhe, Seelenangst
  • ῥιπταστικός
    sich unruhig hin- und herwerfend
  • ῥιπτέω
    mit dem Nebenbegriffe der wiederholten Handlung: Ἀχαιοῖς ῥιπτεῖν ἀράς, Verwünschungen gegen sie schleudern, ausstoßen
  • ῥιπτός
    geworfen, geschleudert; μόρος, der Tod des Heruntergeschleuderten
  • ῥίπτω
    werfen, schleudern; εἰς ἄβατον ὄρος, hinwerfen, aussetzen; ἐκ χϑονὸς ἑαυτόν, sich selbst verbannen; οἴχεται πάντα ἐῤῥιμμένα, verschleudert, verworfen; κλήρους ἐπὶ πάντας, das Los werfen; wegwerfen, wegschleudern; auch = verachten. Intr., sich hinwerfen, fallen, wobei man ἑαυτόν ergänzt; ἐν πένϑει, sich stürzen
  • ῥίς
    ῥῑνός, ἡ, 1) die Nase, sowohl von Menschen als von Tieren; τῆς ῥινὸς ἕλκειν, an der Nase herumziehen; 2) plur. ῥῖνες, die Nasenlöcher
  • ῥίσκος
    ὁ, ein Koffer, eine Kiste, riscus
  • ῥισκο-φυλάκιον
    τό, Schatzkammer
  • ῥίψ
    ῥῑπός, ἡ, Flechtwerk von jungen Zweigen, von Schilf, Rohr, Binsen; ῥιψὶ καταστεγάζω, Matte. Sprichwörtlich: ϑεοῠ ϑέλοντος κἂν ἐπὶ ῥιπὸς πλέοις, wenn Gott will, kann man selbst auf einer Binsenmatte schiffen, von der selbst das Unmögliche möglich machenden Allmacht Gottes
  • ῥίψ-ασπις
    ιδος, Schildwegwerfer, der in der Schlacht den Schild Wegwerfende und Entfliehende
  • ῥιψ-αυχενέω
    den Nacken in die Höhe werfen
  • ῥιψ-αύχην
    ὁ, ἡ, den Nacken werfend, bäumend, b.s. vom Pferde, auch von mutigen, trotzigen, hoffartigen Menschen
  • ῥῖψις
    ἡ, das Werfen, Schleudern; das Herabschleudern
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