318 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • πῶς
    wie? auf welche Art?; oft mit dem Ausdruck des Unwillens oder der Verwunderung; πῶς γάρ, wobei man sich etwa einen Satz wie 'das kann nicht geschehen!' ergänzen muß, denn wie sollte das; πῶς ἄν, Ausdruck eines bestimmten Wunsches, o wenn doch -, o möchte ich doch, utinam, πῶς ἂν ϑάνοιμι; wie wohl stürbe ich? wie wohl richtete ich es ein, zu sterben, = o möchte ich doch sterben!. Πῶς νῠν; wie nun? = was meinst du nun dazu? Oft wird πῶς γάρ sowohl in einen längern Satz eingeschoben, als auch für sich nachgesetzt, um nachdrücklich zu verneinen, denn wie? wie wäre es auch möglich? = keineswegs, mit nichten; καὶ πῶς, und wie? wie wäre es auch möglich? = unmöglich; πῶς οὔ; πῶς γὰρ οὔ, nachdrücklich, wie nicht? wie sollte es nicht so sein? quidni? = allerdings, freilich, natürlich; πῶς ἔχεις, c. gen., wie verhältst du dich in Beziehung darauf; lebhaft in den Satz eingeschoben, wie meinst du? wie glaubst du? = sehr
  • πως
    irgend wie, auf irgend eine Art; ἄλλως πως, auf irgend eine andere Weise
  • πωτάομαι
    fliegen
  • πωτήεις
    εσσα, εν, fliegend
  • πώτημα
    τό, Flug
  • πῶϋ
    εος, τό, Herde, Schafherden
  • πῶϋγξ
    υγγος, ὁ, ein unbestimmter Wasservogel
  • Ρ
    ρ
    ῥῶ
    siebzehnter Buchstabe des griechischen Alphabets, als Zahlzeichen ρ' = 100 ,ρ = 100000. Es hat im Anfange des Wortes jedesmal den Spiritus asper, wovon nur Ῥᾶρος u. Ῥάριος eine Ausnahme machen
  • ῥά
    statt ἄρα
  • ῥᾴ
    statt ῥᾴδιον
  • ῥᾶ
    τό, die Wurzel einer Pflanze aus dem Geschlechte Rheum, in welches unser Rhabarber gehört; nach einem Fluß in Pontus benannt, dah. rha Ponticum
  • ῥαβάσσω
    lärmen, bes. durch Klopfen, Schlagen, Tanzen, Takttreten u. dgl., niederdeutsch 'rabastern'
  • ῥαβδεύω
    mit der Angelrute angeln
  • ῥαβδίζω
    mit der Rute, dem Stocke schlagen, streichen; πυρούς, Weizen ausdreschen
  • ῥάβδινος
    von Ruten gemacht
  • ῥαβδίον
    τό, 1) Rütchen, Stäbchen; 2) bes. ein Eisenstiftchen, dessen sich die Maler bedienten, nachdem sie es glühend gemacht hatten, das Wachs der enkaustischen Malerei damit einzubrennen, veruculum; 3) Streifchen
  • ῥαβδισμός
    ὁ, das mit der Rute, mit dem Stocke Schlagen
  • ῥαβδο-δίαιτος
    vom Malerstift, ῥαβδίον, lebend, mit Anspielung auf ἁβροδίαιτος, vom Maler Parrhasios, der von seiner Kunst lebte und geschmackvollen Lebensgenuß liebte
  • ῥαβδο-ειδής
    ές, rutenartig, streifig von Ansehn
  • ῥαβδο-μαντεία
    Stabwahrsagerei
  • ῥαβδο-μαχία
    ἡ, das Fechten mit dem Stabe, mit einer Art von Rappieren
  • ῥαβδο-νομέω
    Kampfrichter sein, über den Kampf richten, entscheiden
  • ῥαβδο-νόμος
    eigtl. den Stab haltend u. bewegend; subst. 1) jede Obrigkeit, die als Abzeichen ihrer Würde einen Stab trug, bes. der Richter, Kampfrichter; 2) der römische Lictor
  • ῥάβδος
    ἡ, 1) Rute, Gerte, Stab; bes. a) eine Zauberrute, die in andere Gestalten verwandelt; vom Zauberstabe der Circe, der Athene, des Hermes; Angelrute; b) der Stab als Zeichen der Würde, Herrscher-, Richterstab; das Abzeichen der Rhapsoden; c) Stock, Rute zum Schlagen; d) Schaft eines Wurfspießes; dah. αἱ ῥάβδοι die Rutenbündel, fasces der röm. Lictoren; 2) Strich, Streifen. In Steinen od. Metallgängen die Adern. An Kleidern. Streifen am Himmel, was wir nennen 'die Sonne zieht Wasser'; Zeile, Vers. Auch als diakritisches Zeichen, = ὀβελός
  • ῥαβδο υχέω
    eine Rute, einen Stab haben, halten, bes. von den Obrigkeiten, die als Zeichen ihrer Würde einen Stab tragen; eben so von den röm. Obrigkeiten u. vom Lictor, die fasces haben u. sie tragen; als ein niederer Dienst erwähnt, aber ῥαβδουχεῖσϑαι = sich die fasces vortragen lassen, ῥαβδουχοῠνται προϊοῠσαι Ἑστιάδες, die Vestalinnen lassen sich, wenn sie ausgehen, einen Lictor vorangehen
  • ῥαβδο υχία
    ἡ, das Halten, Tragen der Rute, des Stabes, bes. das obrigkeitliche Recht, einen Stab zu tragen, u. bei den Römern, sich die fasces vortragen zu lassen, auch das Amt des Lictors, die fasces zu tragen, u. die Lictoren mit den fasces selbst
  • ῥαβδο υχικός
    zur ῥαβδουχία gehörig
  • ῥαβδο ῦχος
    eine Rute, ein Rutenbündel, einen Stab habend, haltend; 1) jede Obrigkeit, die als Abzeichen ihrer Würde einen Stab trug; bes. der Richter, auch der Kampfrichter; in Athen die fünf Richter in den Wettkämpfen der Dichter, die auch Gebrauch von ihren Stäben machten u. die Dichter schlugen; 2) in Rom die Magistratus, welche das Recht haben, sich die fasces vortragen zu lassen, u. der Lictor selbst, der die fasces trägt
  • ῥαβδο-φορέω
    eine Rute, einen Stab tragen
  • ῥαβδο-φόρος
    eine Rute, einen Stab tragend, bes. ein Polizei- od. Gerichtsdiener, der, wie der Lictor, ein Rutenbündel, fasces, od. einen Stab trägt; Würdenträger
  • ῥάβδωσις
    ἡ, u. ῥάβδωμα
    τό, die Riefung, Cannelierung der Säulen, striae
  • ῥαβδωτός
    1) von Ruten gemacht, geflochten; 2) gestreift, bes. der Länge nach; eine Muschelart; von einem Becher
  • ῥαγάς
    άδος, ἡ, Riß, Ritze, Spalt, Kluft
  • ῥαγδαῖος
    reißend, bes. vom Sturm u. Platzregen, auch vom Blitze, vom Lauf, vom Hauche; übertr., heftig, hitzig, leidenschaftlich
  • ῥαγδαιότης
    ητος, ἡ, Heftigkeit, Hastigkeit, Hitze, Ungestüm
  • ῥάγδην
    rißweise, abgerissen, dah. heftig, ungestüm, raptim
  • ῥᾱγίζω
    Beeren, bes. Weinbeeren, Trauben lesen, einernten
  • ῥᾱγικός
    von Beeren, Trauben
  • ῥᾱγο-ειδής
    ές, beeren- oder traubenartig; χιτών, von der zweiten Adernhaut des Auges
  • ῥαγόεις
    εσσα, εν, aufgerissen, rissig, aufgesprungen
  • ῥᾱγο-λογέω
    Beeren, Trauben lesen
  • ῥᾱγο-λόγος
    Beeren, Trauben lesend, sammelnd
  • ῥαγ-ώδης
    ες, rissig
  • ῥαδαλός
    leicht beweglich
  • ῥάδαμνος
    ὁ, junger Zweig, Trieb, Schoß, Reiß, Gerte
  • ῥαδαμν-ώδης
    ες, zweigartig, zweigig
  • ῥαδανίζω
    schwenken, schwingen, schütteln
  • ῥαδινάκη
    ἡ, persische Benennung eines schwarzen, übelriechenden Erdöles, das zu Arderikka, unweit Susa geschöpft wurde
  • ῥαδινός
    schwank, schlank; ἱμάσϑλη, die schwanke Gerte od. Peitsche; πόδες, flinke, leicht bewegliche Füße; χεῖρες, feine, flinke od. zierliche Hände; ῥαδινὸν λειβομένα ῥέος, von Tränen; übh. schlank, aufgeschossen, dünn, zart, vom menschlichen Körper u. einzelnen Teilen desselben, wie von Pflanzen. Bes. von der Aphrodite u. von Mädchen, auch Dionysos heißt so; auch mit tadelndem Nebenbegriffe des Weichlichen, Schwächlichen
  • ῥάδιξ
    ῑκος, ἡ, der Zweig, auch Reis, Gerte, Rute
  • ῥᾴδιος
    leicht, ohne Mühe, Schwierigkeit, dah. leicht zu machen, zu tun, leicht von Statten gehend; ῥηΐ. διόν τοι ἔπος, ein dir leichtes, leichtverständliches Wort; οἶμος ῥηϊδίη, ein leichter, bequemer Pfad; ῥᾴδιόν τινι μαϑεῖν, leicht zu lernen; ῥᾴδια ἤϑεα, in tadelndem Sinne, leichtsinnig, leichtfertig; aber auch von Personen: bereitwillig, gefällig, nachgiebig, wie tacilis; ὥςπερ ῥᾴων ἔσομαι, es wird mir leichter zu Mute sein; ῥᾴων ἐγίγνετο, er wurde besser, von Erholung nach schwerer Krankheit; auch = leichtsinnig, unüberlegt, temere
  • ῥᾳδιο υργέω
    mit Leichtigkeit tun, handeln; aber auch leichtfertig, leichtsinnig handeln, fahrlässig, unbesonnen zu Werke gehen; saumselig sein. C. accus. = nachlässig behandeln, vernachlässigen
  • ῥᾳδιο ύργημα
    τό, leichtsinnige, nachlässige, unbesonnene Handlung
  • ῥᾳδιο υργία
    ἡ, 1) Leichtigkeit im Tun, Handeln, leichte Arbeit; 2) Bequemlichkeit, Trägheit, Weichlichkeit; Schlechtigkeit, Bosheit
  • ῥᾳδιο υργός
    leicht, gewandt handelnd, aber auch in tadelndem Sinne, der es leicht nimmt, leichtsinnig u. leichtfertig im Handeln, nachlässig, unbesonnen u. bequem, schlaff; auch = boshaft; πλαστογράφος, der fremde Hände u. Schrift nachmacht
  • ῥάζω
    ῥύζω, 1) knurren, bellen, vom Hunde; 2) übertr., widerbelfern, widersprechen
  • ῥαθαγέω
    lärmen
  • ῥάθαγος
    ὁ, Lärm, Geräusch
  • ῥαθάμιγξ
    ιγγος, ἡ, der Tropfen; auch von trocknen Dingen, jeder kleine abgerissene Teil, Körnchen, Stäubchen
  • ῥαθα-πῡγίζω
    einen Tritt, Schlag mit der flachen Hand auf den Hintern geben u. damit fortjagen; τῇ πυγῇ ῥόϑον ποιῶν, so vor den Hintern schlagen, daß es klatscht
  • ῥᾳ-θῡμέω
    leichtsinnig, nachlässig, sorglos sein, dem Vergnügen, der Liebe ergeben sein; auch in gutem Sinne: sorglos sein; περί τινος, sich um etwas nicht kümmern
  • ῥᾳ-θῡμία
    ἡ, Leichtsinn, Nachlässigkeit, Sorglosigkeit; auch Vergnügungssucht, Zerstreuung
  • ῥᾳ-θῡμο-ποιός
    leichtsinnig, nachlässig, träg, sorglos machend
  • ῥᾴ-θῡμος
    von leichtem Herzen, Gemüt, leichtsinnig, nachlässig, sorglos; dem Vergnügen ergeben; ὀργὴν ὑποφέρειν, mit leichtem Sinne, mit Gleichmut; ῥᾳϑύμως ἔχειν περὶ τὴν ἐν ὅπλοις γυμνασίαν, saumselig darin sein, die Übung nicht treiben
  • ῥᾱΐα
    ἡ, Erholung, Genesung
  • ῥαιβηδόν
    wie krumm
  • ῥαιβο-ειδής
    ές, wie krumm, gebogen anzusehen, von krummer Art
  • ῥαιβό-κρᾱνος
    mit krummem, gebogenem Kopfe, Oberende
  • ῥαιβός
    krumm, gebogen, geschweift; bes. einwärts gebogen; von krummen Beinen
  • ῥαιβο-σκελής
    ές, mit einwärts gebogenen Füßen, vom Krebs
  • ῥαιβότης
    ητος, ἡ, das Krummsein
  • ῥαιβόω
    krumm machen, krümmen
  • ῥᾱΐδην
    abgerissen, stückweise, in Trümmern
  • ῥᾱΐζω
    leichter werden, gew. Erleichterung bekommen, sich von einer schweren Krankheit erholen; auch = von Sorgen und Geschäften ausruhen
  • ῥαίνω
    sprengen, spritzen, besprengen, eigtl. mit Wasser od. sonst einer Feuchtigkeit, aber auch von trocknen Dingen: bestreuen; ῥαίνειν αὐτοῖς ἀπείρηται τῷ νόμῳ, tote Fische zu besprengen, um sie frischen ähnlich zu machen, ist ihnen verboten; πυροὺς ῥαίνειν, Weizen ausstreuen
  • ῥαιστήρ
    ὁ, eigtl. der Schlagende, Zertrümmernde; der Hammer; οὐδ' εἴ με χρύσειον ἀπὸ ῥαιστῆρος στήσοιτε, mit dem Hammer gearbeitet
  • ῥαιστήριος
    hämmernd; ἱδρώς, Schweiß der Schmiede beim Hämmern; τὰ ῥαιστήρια, = ῥαιστῆρες, die Hämmer
  • ῥαιστηρο-κοπία
    ἡ, das Schlagen u. Arbeiten mit dem Hammer
  • ῥαιστής
    ὁ, der Zertrümmerer, Vernichter
  • ῥαιστός
    zerstört, vernichtet
  • ῥαιστό-τυπος
    mit Hämmern geschlagen
  • ῥαίω
    zerstören, zerbrechen, zertrümmern; νῆα, das Schiff scheitern lassen; dah. ῥαιόμενος, der Gescheiterte, Schiffbrüchige; ἐγκέφαλος ῥαίοιτο διὰ σπέος πρὸς οὔδεϊ, möchte sein Gehirn durch die Höhle hin gegen den Boden geschmettert werden; übh. ins Verderben stürzen; φϑείροιτο, geplagt, gemißhandelt werden; ναῠς ῥαισϑεῖσα, töten
  • ῥάκελος
    abgerissen, schroff, rauh
  • ῥακ-εν-δυτέω
    Lumpen anziehen, sich mit Lumpen bekleiden
  • ῥακ-εν-δύτης
    ὁ, Lumpen anziehend, sich mit Lumpen bekleidend
  • ῥακ-έν-δυτος
    mit Lumpen bekleidet
  • ῥάκετρον
    τό, ein Werkzeug der Köche
  • ῥάκινος
    von Lumpen
  • ῥακιο-συῤ-ῥαπτάδης
    ὁ, Lumpenzusammenflicker; von einem schlechten Versmacher, der seine Sachen aus Fetzen anderer zusammenflickt; auch der, der seine Könige in der Tragödie in Lumpen gehüllt auftreten läßt
  • ῥακο-δυτέω
    mit Lumpen bekleidet sein
  • ῥακό-δυτος
    mit Lumpen bekleidet, übh. lumpig
  • ῥακόεις
    εσσα, εν, lumpig, zerrissen, zersetzt
  • ῥάκος
    τό, 1) zerrissenes, zerlumptes, zerfetztes Kleid, Lumpen, Fetzen; übh. ein Stück Zeug; 2) die Runzeln im Gesicht; εἰ δ' ἐκπλυνεῖται τοῦτο τὸ ψιμύϑιον, wenn sie die Schminke aus-, abwaschen wird; man nennt einen alten Schiffer μυριέτης ἁλίοιο βίοιο ῥάκος, einen Fetzen, Überbleibsel, Trümmer
  • ῥακο-φορέω
    Lumpen, lumpige, zerrissene Kleider tragen
  • ῥακόω
    zerreißen, zersetzen, lumpig, auch runzlig machen; pass. runzlig, lumpig werden
  • ῥακτήριος
    womit man schlägt; zum Schlagen, Werfen; lärmend, tosend
  • ῥακτός
    abgerissen, abschüssig, jäh, schroff
  • ῥάκτος
    ὁ, ein abgerissener, abschüssiger Fels, Hügel, Felsenkluft, jähe od. schroffe Gegend
  • ῥάκτρια
    ἡ, Stange, Oliven u. anderes Obst damit abzuschlagen
  • ῥακ-ώδης
    ες, zerrissen, zerlumpt von Ansehen, auch runzlig
  • ῥάκωμα
    τό, Lumpenzeug
  • ῥάκωσις
    ἡ, das Lumpig-, Runzligwerden; dah. das Erschlaffen eines angespannten, vollen Körpers
  • ῥάμα
    τό, das Gespritzte
  • ῥάμμα
    τό, das Genähte, Geflickte; auch der Faden
  • ῥαμματ-ώδης
    ες, wie genäht, geflickt; fadenähnlich
  • ῥάμνος
    ἡ, eine Art Dornstrauch, auch παλίουρος genannt
  • ῥαμνο-φαγέω
    Dornen essen
  • ῥαμφάζω
    einen Schnabel haben, bekommen
  • ῥαμφή
    ἡ, ein. schnabelförmig gebogenes Messer, ein krummer Dolch
  • ῥαμφηστής
    ὁ, ein Fisch, wahrscheinlich der Hornhecht
  • ῥαμφίς
    ἡ, 1) ein krummer Haken; 2) ein stark gebogenes Schiff
  • ῥάμφος
    τό, der krumme Schnabel der Vögel, bes. der Raubvögel
  • ῥαμφός
    gekrümmt, gebogen
  • ῥαμφ-ώδης
    ες, schnabelähnlich
  • ῥανίς
    ίδος, ἡ, das Gespritzte, Geträufelte, der Tropfen
  • ῥαντήρ
    ῆρος, ὁ, der Netzer, Benetzer, Besprenger; κανϑὸς ῥαντήρ der vordere Augenwinkel
  • ῥαντήριος
    zum Benetzen, Vesprengen gehörig; πέδον ῥαντήριον, der blutbespritzte Boden
  • ῥάντισμα
    τό, das Besprengte
  • ῥαντισμός
    ὁ, Besprengen, Benetzung
  • ῥάντιστρον
    τό, Sprenggefäß, Sprengwedel
  • ῥαντός
    benetzt, besprengt
  • ῥάξ
    ἡ, 1) die Beere, bes. Weinbeere, die Weintraube; 2) die Fingerspitzen; 3) auch wie φαλάγγιον, von weinbeerähnlicher Gestalt
  • ῥάξις
    ἡ, das Zusammentreffen zweier Heere
  • ῥαπάτ-αυλος
    ὁ, u. ῥαπατ-αύλης
    ὁ, der Schalmeibläser
  • ῥαπάτη
    ἡ, die Schalmei od. Hirtenflöte
  • ῥαπήϊον
    τό, ein Kraut, = λεοντοπέταλον, wegen der rübenartigen Wurzel
  • ῥαπιδο-ποιός
    der Stäbchen macht
  • ῥαπίζω
    mit dem Stock, mit der Rute schlagen, peitschen; ῥαπίσαι τὸ πατάξαι τὴν γνάϑον ἀπλείστῳ χειρί, οἷον τὸ ἐπὶ κόῤῥης, einen Backenstreich, eine Ohrfeige geben
  • ῥαπίς
    ίδος, ἡ, die Rute
  • ῥάπισμα
    τό, das Schlagen mit der Rute, bes. der Schlag mit der flachen Hand, Backenstreich, Ohrfeige
  • ῥαπισμός
    ὁ, das Schlagen, bes. mit der Rute, dem Stocke
  • ῥάπτης
    ὁ, der Zusammennäher, Flicker, Sticker
  • ῥαπτικός
    zum Nähen, Flicken, Sticken gehörig, geschickt
  • ῥαπτός
    zusammengenäht, geflickt; übh. zusammengefügt. Auch durchnäht, gestickt, od. gesteppt; τὸ ῥαπτόν, ein weicher, gesteppter Teppich; ῥαπτὴ σφαῖρα, ein bunter Ball
  • ῥάπτω
    1) zusammennähen, zusammenflicken, sticken; βοείας, einnähen; auch = durchnähen, ausnähen, sticken; 2) übertr. anzetteln, anspinnen, listig, tückisch anlegen; sprichwörtlich: τοῠτο τὸ ὑπόδημα ἔῤῥαψας μὲν σύ, ὑπεδήσατο δὲ Ἀρισταγόρης, = du hast es angestiftet, hat es ins Werk gesetzt. Übh. zusammenfügen
  • ῥάπυς
    ἡ, die Rübe, lat. rapa, rapum
  • ῥάριον
    τό, kleines, unzeitiges Kind
  • ῥάρος
    ὁ, ein unzeitiges, zu früh geborenes Kind; der Bauch, der Mutterleib
  • ῥάσμα
    τό, das Gespritzte, Verspritzte
  • ῥάσσω
    schlagen, stoßen; zerschlagen, zerschmettern, zerreißen, übh. teilen
  • ῥᾳστωνεύω
    τῇ ψυχῇ, müßig, untätig sein
  • ῥᾳστώνη
    ἡ, 1) Leichtigkeit; ῥᾳστώνῃ παραλαβεῖν, leicht; bes. Fertigkeit, Gewandtheit im Handeln; Anstelligkeit. Auch Gefälligkeit, Bereitwilligkeit, die Gabe, sich leicht in anderer Wunsch, Willen zu fügen; ἐκ ῥῃστώνης τῆς Δημοκήδεος, aus Gefälligkeit gegen den Dem.; 2) leichter, glücklicher Fortgang, Gedeihen, Glück; 3) Erleichterung od. Linderung des Schmerzes; Genesung von der Krankheit; auch Erholung des Geistes von Anstrengung und Sorgen, u. übh. Muße, Ruhe; ὑπολειπόμενόν που διὰ ῥᾳστώνην, um sich zu erholen, od. aus Lässigkeit; auch tadelnd: Untätigkeit
  • ῥάστωρ
    ορος, ὁ, eine Art Becher
  • ῥαφαν-έλαιον
    τό, Rettigöl
  • ῥαφανηδόν
    adv., von Rettigsart, eine Art Knochenbruch
  • ῥαφανῑδόω
    rettigen, gew. Strafe der Ehebrecher in Athen, denen man den Hintern kahl rupfte, mit warmer Asche einrieb und einen Rettig hineinkeilte
  • ῥαφανῑδ-ώδης
    ες, rettigartig
  • ῥαφανίδωσις
    ἡ, die Züchtigung mit dem Rettig
  • ῥαφάνινος
    von Rettig gemacht
  • ῥαφανίς
    ῖδος, ἡ, der Rettig
  • ῥαφανίτης
    ὁ, rettigähnlich, rettigartig
  • ῥάφανος
    ὁ, der Kohl, bei den übrigen Griechen = ῥαφανίς, der Rettig
  • ῥαφαν-ώδης
    ες, kohlartig, rettigartig
  • ῥαφεῖον
    τό, die Werkstatt des ῥαφεύς
  • ῥαφεύς
    ὁ, der Näher, Flicker, Sticker, u. übertr., ῥ. φόνου, der Mordanstifter
  • ῥαφή
    ἡ, die Naht; auch die Naht der Hirnschale
  • ῥαφιδευτικός
    den Näher betreffend; ἡ ῥαφιδευτική, sc. τέχνη, Schneiderhandwerk
  • ῥαφιδο-θήκη
    ἡ, Nadelbüchse
  • ῥάφιον
    τό, kleine Nadel
  • ῥαφίς
    ίδος, ἡ, die Nadel, Nähnadel, Sticknadel
  • ῥαχάδην
    durch das Rückgrat
  • ῥαχάς
    άδος, ἡ, entweder von ῥάχις, ein Erdrücken, oder von ῥάχος, eine Waldgegend
  • ῥαχετρίζω
    durch das Rückgrat zerschneiden
  • ῥάχετρον
    τό, der Anfang, die Mitte des Rückgrates, das Rückgrat selbst
  • ῥᾱχία
    ἡ, steiles, felsiges Meergestade, gegen das die Wellen schlagen und sich mit Getös brechen, Brandung; übh. Meeresküste. Dah. die Wellen des hochgehenden Meeres; die Flut; übh. Lärm, Getöse; Sprichwort: ῥαχίας λαλί στερος, welches man auf die Brandung zurückführt. Auch = ῥάχος, eingeschlossener Raum, Gefängnis
  • ῥαχιαῖος
    vom Rückgrat, zum Rückgrat gehörig
  • ῥαχίζω
    durch das Rückgrat zerschneiden, zerlegen, wie bes. bei Opfertieren geschah; dah. zerstücken. zerhauen, morden. Übrtr., aufschneiden, großprahlen
  • ῥάχις
    ἡ, 1) der Rücken von Menschen und Tieren; gew. der hervorstehende scharfe Teil von den Fortsätzen der Rückgratswirbel, das Rückgrat selbst. Auch die scharfe, vorstehende Rippe auf der Mitte des Schulterblattes, u. ῥάχις ῥινός, das Nasenbein, u. φύλλου, Rippe des Blattes; 2) übtr., ῥάχις ὄρεος, Bergrücken; bes. von den höheren, hervorragenden rauhen Teilen eines Gebirges, Gebirgskamm, Berggrat
  • ῥαχιστής
    ὁ, u. ῥαχιστήρ
    ῆρος, ὁ, 1) der das Opfertier durch das Rückgrat Zerlegende; 2) der Aufschneider, Großprahler
  • ῥαχιστός
    zerschnitten, zerlegt, zerteilt
  • ῥαχίτης
    ὁ, im Rückgrat, dazu gehörig; ἡ ῥαχῖτις, mit u. ohne νόσος, die Rückgratskrankheit, englische Krankheit
  • ῥαχι-ώδης
    ες, einer Brandung ähnlich, mit Brandungen
  • ῥάχος
    ἡ, 1) Dornstrauch, dorniges, struppiges Gebüsch, im Ggstz hochstämmiger starker Bäume; 2) Dornhecke, Dornzaun, Umhegung, Einfriedigung mit dornigem Strauchwerk; 3) stachlige, dornige Rute, u. übh. Rute, Reis; auch von der Weinrebe; 4) die wilden Ölbäume bei den Trözeniern ῥάχοι
  • ῥάχος
    τό, jedes abgerissene Stück, Lappen, Fetzen
  • ῥαχόω
    die jungen Setzreiser des Weinstockes, die Setzreben, beim Verschneiden zuspitzen, schief abschneiden
  • ῥάψις
    ἡ, das Zusammennähen, flicken, -setzen
  • ῥαψ-ῳδέω
    ein Rhapsode sein, = die Gedichte anderer als ein Rhapsode vortragen, zuweilen auch von eigenen Gedichten; übh. etwas auswendig Gelerntes hersagen, bes. mit dem tadelnden Nebenbegriffe des mechanischen Herplapperns, ohne lebendigen Anteil an dem Vorgetragenen zu nehmen, unnützes Geschwätz treiben
  • ῥαψ-ῴδημα
    τό, das von einem Rhapsoden Vorgetragene, überh. das Vorgetragene, bes. das ohne Sinn Hergéplapperte, leeres Geschwätz
  • ῥαψ-ῳδία
    ἡ, das von einem Rhapsoden vorgetragene Gedicht, bes. die einzelnen Abschnitte der homerischen Gesänge, die von den Rhapsoden vorgetragen wurden, die einzelnen Bücher der Ilias und Odyssee. Leeres Geschwätz
  • ῥαψ-ῳδικός
    ή, όν, zum Rhapsoden gehörig, ihm eigen; τέχνη, die Rhapsodenkunst
  • ῥαψ-ῳδός
    ὁ, eigtl. der Zusammennäher, -füger von Gesängen od. Liedern; vorzugsweise begriff man unter der Benennung der Rhapsoden, im Ggstz zu den eigentlichen, die alten Sagen selbstständig behandelnden Dichtern, diejenigen, welche die einzelnen homerischen Gesänge, die des Hesiod. u. übh. der ältesten Epiker ihrem Inhalte nach zu einem größerern Ganzen verbanden, u., von Ort zu Ort ziehend, gesangartig vortrugen. Sie bildeten eine eigene zahlreiche und geachtete Zunft, die erst nach der schriftlichen Aufzeichnung und allgemeinern Verbreitung der homerischen Gesänge in der Achtung sank und später keine bedeutende Rolle mehr spielt, man nennt sie dann ὑπηρέται ποιητῶν. Sie hielten bei ihren Vorträgen einen Stab in der Hand; so haben Neuere das Wort von ῥάβδος ableiten und Stabsänger erklären; man nennt uneigentlich die Sphinx ῥαψῳδὸς κύων, die Rätsel gesangartig vortrug; diejenigen, welche zu Olympia die Gedichte des Dionysius deklamierten: ῥαψῳδοὶ καὶ ὑποκριταί
  • ῥέα
    leicht, ohne Mühe
  • ῥεγιστής
    ὁ, u. ῥεγιστήρ
    ῆρος, ὁ, der eine Decke, ein Gewand färbt
  • ῥέγκος
    τό, der im Schnarchen gehörte Ton, übh. das Schnarchen
  • ῥέγκω
    schnarchen; von Pferden: schnauben. Es ist ein Ouomatopoectikon
  • ῥεγκ-ώδης
    ες, wie schnarchend
  • ῥέγμα
    τό, das Gefärbte
  • ῥέγξις
    ἡ, das Schnarchen
  • ῥέδη
    ἡ, der Wagen
  • ῥέζω
    tun, wirken, handeln; mit acc.: machen, vollbringen; ῥέζειν τι, etwas ausrichten, vermögen; ῥεχϑέν, das Getane, Geschehene. Auch τινά τι, einem etwas antun; auch κακῶς ῥέζειν τινά, einen mißhandeln; ἱερά, ἑκατόμβας ῥέζειν ϑεῷ, einem Gotte ein Opfer, Hekatomben vollbringen, opfern, sacra facere
  • ῥεθο-μαλίδας
    ὁ, mit einem Apfelgesicht, apfelwangig, mit runden, roten Wangen
  • ῥέθος
    τό, das Antlitz; ἐπὶ ῥεϑέεσσι, im Antlitz
  • ῥεῖα
    leicht, ohne Mühe; ϑεοὶ ῥεῖα ζώοντες, die ohne Mühe, ohne Sorge lebenden
  • ῥεῖθρον
    τό, gew. ῥέεϑρον, das Fließende, der Fluß, daher im plur. die Fluten; auch von Blut; bes. von kleinen Flüssen u. Bächen. Auch das Flußbett
  • ῥείτης
    ὁ, Fluß
  • ῥεκτήρ
    ῆρος, ὁ, der Täter
  • ῥεκτήριος
    tuend, ausübend
  • ῥεμβάς
    άδος, ἡ, umherschweifend
  • ῥεμβασμός
    ὁ, das Umhertreiben; übtr., unruhiger, geängstigter, zweifelhafter Gemütszustand
  • ῥεμβίη
    ἡ, u. ῥέμβη
    ἡ, das Herumschweifen
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