290 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • πνεῦσις
    ἡ, das Wehen, Blasen, der Atem
  • πνεύστης
    ὁ, der Keuchende, schwer Atmende
  • πνευστιάω
    keuchen, schwer atmen, nach Luft schnappen
  • πνευστικός
    zum Blasen, Atmen gehörig, blähend
  • πνέω
    a) wehen, blasen, hauchen, von Wind u. Luft; b) hauchen, duften, einen Geruch von sich geben; c) von Menschen u. Tieren: heftig, mit Anstrengung atmen, schnauben, keuchen; d) Atem holen, atmen, leben; οἱ πνέοντες, die Lebenden; übertr., μένεα πνείοντες, die Mut hauchenden, Mutbeseelten, häufiges Beiwort der Krieger; πῦρ πνεῖν, Feuer schnauben; übertr. ὡς πολὺς παρ' ὑμῖν ἔπνει καὶ λαμπρὸς ἦν, vom gewaltigen Stolz; χαμηλὰ πνέων, niedrigen Sinn haben; κενεὰ πνεύσαις, eitlen Sinn haben; ὑπὲρ σακέων πνείοντες, die über ihre Schilder hinausschnaubenden, die ihre Kriegslust nicht mehr hinter den Schildern bergen können; κότον, Zorn schnauben; e) aus b) folgt die allgemeinere Bdtg wonach riechen, einen Beischmack wovon haben, von einer Sache so voll sein, daß man gleichsam danach duftet; πνεῖν χαρίτων, ἐρώτων, voll sein von Anmut, Liebe atmen; mit einem vom günstigen Winde entlehnten Bilde: ᾡ σὺ μὴ πνεύσῃς ἐνδέξιος, wem du nicht günstig bist; auch vom heftigen Ausdruck im Sprechen
  • πνιγαλίων
    ωνος, ὁ, der Alp, incubo, von der damit verbundenen, dem Ersticken nahen Beängstigung benannt
  • πνιγέα
    ἡ, ein stickendheißes Badezimmer, vaporatorium
  • πνιγετός
    ὁ, Schlinge zum Erwürgen
  • πνιγεύς
    ὁ, Gefäß, worin etwas erstickt wird; ἔνϑα οἱ ἄνϑρακες ἔχονται καὶ πνίγονται, ein Deckel, der eine hohle Halbkugel bildet, den man über Kohlen stürzt, um sie zu ersticken; ein hydraulisches Instrument, worin die Luft eingeschlossen wird; ein Maulkorb für Pferde
  • πνιγή
    ἡ, das Ersticken, Würgen, der Krampf
  • πνῑγηρός
    stickend, erstickend, zum Ersticken heiß, eng; ὁδὸς εἰς Ἅιδου, durch Erhängen
  • πνῑγῖτις
    ἡ, γῆ, eine Tonart
  • πνῖγμα
    τό, das Ersticken, Erwürgen
  • πνιγμός
    ὁ, u. πνιγμονή
    ἡ, u. πνιγμοσύνη
    ἡ, das Ersticken, Erwürgen; stickende Hitze
  • πνιγμ-ώδης
    ες, stickig, stickend heiß
  • πνῖγος
    τό, Erstickung, Erwürgung, bes. erstickende Hitze. In der Parabase der att. Comödie = μακρόν, weil dieser Abschnitt herkömmlicher Weise in einem Atem vorgetragen werden mußte
  • πνιγω
    ersticken, erwürgen, erdrosseln, u. pass. ersticken, intrans; vom Essen: dämpfen, schmoren, backen; übertr., ängstigen, quälen
  • πνῑγ-ώδης
    ες, stickig, stickend heiß; tödlich
  • πνικτήρ
    ῆρος, ὁ, der Erstickende
  • πνικτικός
    erstickend
  • πνικτός
    erstickt, erwürgt; gedämpft, geschmort, wie Fleisch in einem verschlossenen Tiegel
  • πνίξ
    ιγός, ἡ, das Ersticken, Würgen, wenn einem die Luft ausgeht
  • πνῖξις
    ἡ, das Ersticken, Erwürgen; bes. das Dämpfen, Schmoren des Fleisches
  • πνοή
    ἡ, das Wehen, Blasen, Hauchen, der Wind; das Schnauben, Atemholen, übh. der Atem; πνοιὴ Ἡφαίστοιο, der Anhauch des Hephästus, die Lohe, der glühende Brodem des Feuers; ἱππικαί, Schnauben; Duft, Geruch
  • πνοή-πους
    windfüßig, = schnell wie der Wind
  • πνύξ
    ἡ, ein Ort zu Volksversammlungen in Athen, auf dem Hügel Lycabelios, der Stadtburg u. dem Areopag gegenüber, halbkreisförmig, nach Art der Theater, großenteils in Fels gehauen, von dem man aufs Meer hinschauen konnte; von πυκνός, dicht gedrängt, ein Raum, in welchem sich das Volk in großer Zahl zusammendrängte, von πυκνοῠσϑαι, wegen der Felsensubstructionen; das auf der πνύξ versammelte Volk, u. übh. jede Versammlung athenischer Bürger
  • πόα
    Gras, Kraut, bes. Futterkraut; übh. Gewächs, Pflanze; Grasplatz, Wiese; ἐκ λεχέων κεῖραι μελιηδέα ποίαν, vom ersten Liebesgenuß
  • ποάζω
    grasen od. krauten; Unkraut aussuchen, ausraufen, jäten; mit Gras grünen
  • ποασμός
    ὁ, das Krauten od. Ausjäten des Unkrautes
  • ποάστρια
    ἡ, die Jäterin, Krautleserin; Ποάστριαι ein Stück des Phrynichus
  • ποάστριον
    τό, Grassichel
  • ποδ-αβρός
    fußzart, zart, weichlich an den Füßen
  • ποδ-άγρα
    ἡ, 1) Fußschlinge, Fußfalle; 2) gichtische Lähmung der Füße, Podagra
  • ποδ-αγράω
    u. ποδ-αγριάω
    an der Fußgicht, dem Podagra leiden
  • ποδ-αγρικός
    ή, όν, u. ποδ-αγρός
    podagrisch, an der Fußgicht leidend
  • ποδ-αλγέω
    Schmerzen an den Füßen haben
  • ποδ-αλγής
    ές, an den Füßen Schmerzen leidend
  • ποδ-αλγία
    ἡ, Fußschmerz
  • ποδα-νιπτήρ
    ῆρος, ὁ, u. ποδα-νίπτρα
    ἡ, Gefäß, Wanne, die Füße darin zu waschen, Fußbecken
  • ποδά-νιπτρον
    τό, Wasser, die Füße damit zu waschen, Fußwasser
  • ποδαπός
    aus welchem Lande? dah. übh. von wannen? von woher? woher gebürtig?
  • πόδ-αργος
    schnellfüßig
  • ποδάριον
    τό, Füßchen
  • ποδ-αρκέω
    das Gefilde schnelles Fußes durchrennend
  • ποδ-άρκης
    ες, eigtl. mit den Füßen ausreichend, dah. fußkräftig, fußschnell; als Beiwort des Achill; von der Zeit, schnell vorübereilend
  • πόδ-αυρος
    windfüßig, schnell wie der Wind
  • ποδεῖον od. πόδειον, τό
    eine Socke um den Fuß, pedale
  • ποδ-εκ-μαγεῖον
    τό, Tuch, die Füße abzuwischen
  • ποδ-έν-δυτος
    an den Fuß gezogen
  • ποδεὠν
    ῶνος, ὁ, urspr. die Zipfel an der abgezogenen Tierhaut, die durch Ablösung der Füße u. des Schwanzes entstehen u. an den rohen u. gegerbten Fellen sichtbar bleiben; δέρμα λέοντος ἀφημμένον ἄκρων ἐκ ποδεώνων, an den Zipfeln der Vorderpfoten zusammengeknüpfte Löwenhaut; a) ein lederner Schlauch zu Wein und Öl, an welchem die Fußenden eingenäht waren, um ihn daran fassen u. tragen zu können; b) ein ledernes Kleid der Hirten u. Landleute, bes. ein Schafpelz, an welchem die Zipfel zum Zusammenbinden dienten; übh. Zipfel, στεινός, ein schmaler Zipfel od. Streifen Landes; die beiden unteren Zipfel am Schiffssegel, sonst πόδες, welches früher aus Häuten bestanden haben mag, deren Fußenden man zum Anspannen benutzte
  • ποδ-ηγεσία
    ἡ, Führung, Anleitung
  • ποδ-ηγετέω
    führen, anleiten
  • ποδ-ηγέτης
    ὁ, wie ποδηγός, Führer, Wegweiser, Anführer
  • ποδ-ηγέω
    führen, leiten, anleiten; ὁ ποδηγῶν, Steuermann
  • ποδ-ηγητικός
    ή, όν, zu Führen, Leiten gehörig, geschickt
  • ποδ-ηγία
    ἡ, Führung, Leitung, Anleitung
  • ποδ-ηγικός
    ή, όν, zum Führer, zum Führen gehörig, geschickt dazu
  • ποδ-ηνεκής
    ές, bis auf die Füße gehend, bis auf die Füße herabreichend
  • ποδ-ήνεμος
    sturmfüßig, schnell wie der Sturmwind; als Beiwort der
  • ποδ-ήρης
    ες, bis auf die Füße reichend, sie berührend; στύλος ποδήρης ὑψηλῆς στέγης, ein hoher Pfeiler; ein Schiff, das Ruder statt der Füße hat
  • ποδιαῖος
    füßig, = einen Fuß groß, lang, breit, hoch
  • ποδίζω
    1) die Füße binden, fesseln; bes. von den Pferden, was man in Niederdeutschland 'tüdern' nennt; 2) In der Metrik: nach Füßen messen; schreiten, gehen
  • ποδί-κροτος
    mit den Füßen schlagend, stampfend; ἅμμα = an die Füße angeschmiedet, Beinschelle
  • ποδίσκος
    ὁ, Füßchen
  • ποδισμός
    ὁ, das Messen mit, nach Füßen, Gramm.; ein Tanz
  • ποδιστήρ
    ῆρος, ὁ, ein Gewand von solcher Länge, daß die Füße darin verwickelt und gleichsam gefangen werden; ποδιστῆρες, Kessel auf drei Füßen
  • ποδίστρα
    ἡ, Fußfalle, Fußschlinge
  • ποδο-κάκη
    ἡ, Fußeisen, Fußblock
  • ποδό-κοιλον
    τό, Fußhöhle, Fußsohle
  • ποδο-κρουστία
    ἡ, das Stampfen mit den Füßen
  • ποδο-κτυπέω
    die Erde mit den Füßen stampfen, schlagen, bes. von Tanzenden
  • ποδο-κτύπη
    ἡ, Tänzerin
  • ποδο-πέδη
    ἡ, Fußfessel
  • ποδοῤ-ῥαγής
    ές, durch einen Fußtritt aufgesprengt, geöffnet; δῶρα ἵππου, von der durch den Schlag des Pferdehufes entstandenen Quelle
  • ποδοῤ-ῥώη
    ἡ, die Fußstarke oder (ῥώομαι) Fußschnelle
  • ποδό-στημα
    τό, das Unterteil des Schiffes nach hinten zu
  • ποδο-στράβη
    ἡ, Schlinge, in die sich die Tiere mit den Füßen verwickeln
  • ποδότης
    ητος, ἡ, das Füßehaben, die Befußung
  • ποδο-τρόχαλος
    ὁ, der Töpfer, der die Scheibe mit dem Fuße umlaufen macht
  • ποδ-οχέω
    lenken
  • ποδό-ψηστρον
    τό, woran man die Füße abstreicht, abwischt, Fußdecke
  • ποδο-ψοφία
    ἡ, das Geräusch der Füße
  • ποδο-ψόφος
    mit den Füßen Geräusch machend
  • ποδόω
    mit dem Seile spannen, anspannen
  • ποδ-ώκεια
    ἡ, Fußschnelle, Schnelligkeit der Füße
  • ποδ-ώκης
    ες, fußschnell, schnellfüßig, Beiwort des Achill; überh. schnell
  • πόδωμα
    τό, Fußboden
  • ποδ-ώνυχος
    bis auf die Fußzehen reichend
  • ποδωτός
    mit dem Seile, Taue angespannt
  • ποεσι-τρόφος
    Kräuter nährend, kräuterreich
  • ποεσί-χροος
    grasfarbig, grasgrün
  • ποη-λογέω
    Kraut, Unkraut lesen, sammeln
  • ποη-φαγέω
    Gras, Kraut fressen
  • ποη-φαγία
    ἡ, das Gras-, Krautfressen
  • ποη-φάγος
    Gras, Kraut fressend
  • ποη-φόρος
    Gras oder Kräuter tragend
  • ποθεινο-ποιός
    Sehnsucht erregend
  • ποθεινός
    wonach man verlangt, was man liebt, wünscht; vermißt, betrauert; δάκρυα, Tränen der Sehnsucht; adv., π οϑεινῶς ἔχειν τινός, sich wonach sehnen
  • πόθεν
    adv. von wannen? von woher? sowohl vom Orte, als von der Abstammung; warum?; πόϑεν εὑρήσομεν; woher sollen wir nehmen, wo finden? u. mit dem Ausdruck der Befremdung: πόϑεν; = woher denn das? wie sollte das kommen? wie wäre das möglich? worin also eine Verneinung liegt; πόϑεν ἔχω; woher sollte ich das wissen? = wie konnte ich das wissen? ich weiß es nicht
  • ποθέν
    irgend woher
  • ποθ-έσπερος
    adv., gegen Abend, Abends
  • ποθέω
    wünschen, begehren, bes. nach Abwesendem, Fernem oder Verlorenem sich sehnen, wie desiderare, auch vermissen; τῶν μὲν ἄρ' οὔτι πόϑει, er vermißte nichts von dem; ὅτε κέν σε μεταλλῶσιν ποϑέοντες, wenn sie dich danach fragen sollten, indem sie die Waffen vermissen; ἡ χώρα αὐτὴ τὸ μὴ ὂν ποϑήσει, der Platz selbst zeigt schon das Fehlende an, wird es vermissen lassen; sehnsüchtig lieben
  • ποθή
    ἡ, Wunsch, Verlangen, Sehnsucht wonach; σῇ ποϑῇ, aus Sehnsucht nach dir
  • πόθημα
    τό, das Gewünschte, Ersehnte, Gegenstand der Sehnsucht oder Liebe
  • πόθησις
    ἡ, das Wünschen, Sehnen, Lieben
  • ποθητικός
    verlangend, sehnend
  • ποθητός
    gewünscht, verlangt, begehrt, ersehnt, vermißt, geliebt
  • ποθήτωρ
    ορος, ὁ, der Verlangende, Sehnende, Liebende
  • πόθι
    adv. wo?
  • ποθί
    irgendwo, vielleicht, etwa; von der Zeit: endlich einmal
  • ποθό-βλητος
    von Verlangen, Sehnsucht, Liebe getroffen, verwundet
  • ποθ-ολκίς
    ἡ, Zügel, Halfter, womit man Pferde u. a. Zugtiere zieht und lenkt
  • πόθος
    ὁ, Wunsch, Verlangen, Sehnsucht wonach; Liebesverlangen, verliebte Sehnsucht; eine Blumenart, die man auf Gräber pflanzte
  • ποῖ
    adv. wohin?
  • ποί
    irgendwohin
  • ποιά
    ἡ. der Sommer, das Jahr; Bestimmung der Zeit nach dem Jahreswuchse des Grases
  • ποι-ανθής
    ές, grasblühend, grasreich
  • ποιέω
    1) act., machen, verfertigen, bereiten zu Stande bringen, hervorbringen; a) von jeder äußerlichen Tätigkeit, die sich in Hervorbringung irgend eines in die Sinne fallenden Produkts kundgibt, also bes. von Handwerkern, Künstlern; bauen; π ύλας ἐν πύργοις, Tore darin machen, anbringen; bei Kunstwerken ist ἐποίησε ὁ δεῖνα gewöhnliche Bezeichnung des Künstlers, der sie verfertigt hat; τί τινος, etwas aus einem Stoffe; ὁ ποιῶν, der Schöpfer; schaffen; zeugen, erzeugen; κριϑάς, οἶνον, Gerste, Wein bauen, produzieren; καρπόν, vom Baume; ποιεῖν τι ἐκ τῆς γῆς, etwas aus dem Lande erzielen, gewinnen; b) von unkörperlichen Dingen und Zuständen, zu Stande bringen, veranlassen, veranstalten, verursachen; τελευτὴν ποιῆσαι, ein Ende machen; φόβον ποιῆσαι, Furcht machen, erregen; ϑυμὸν ποιῆσαι, Mut machen; αἱμα καὶ φόνον, Mord anstiften; ἧτταν, Verlust machen, Niederlage erleiden; μέσας ποιήσας νύκτας, es Mitternacht werden lassen; ἐπὶ τοῦ ξηροῦ τὰς ναῠς, die Schiffe auf's Trockne bringen; übertr., σφῶϊν δ' ὧδε ϑεῶν τις ἐνὶ φρεσὶ ποιήσειεν, möge es in den Sinn geben, eingeben; von Opfern, wie ῥέζω u. ἔρδω, ἱρά, Opfer veranstalten, opfern; πάντα ποιεῖν τοῖς ἀποϑανοῦσιν, = die gebührenden Ehren erweisen; von den Spielen, ποιεῖν Πύϑια, Ἴσϑμια, sie veranstalten oder feiern; auch ἀϑύρματα ποιῆσαι, Spiele vornehmen, spielen; ἐκκλησίαν, eine Volksversammlung veranstalten; ἀριϑμόν, ἐξέτασιν, = ἀριϑμεῖν, eine Zählung, Musterung veranstalten; πόλεμόν τινι, Krieg gegen einen anstiften; ϑήραν, eine Jagd halten; c) machen, daß etwas geschieht, tun lassen, bewirken; ϑεοί σε ποίησαν ἱκέσϑαι ἐς οἶκον, die Götter bewirkten, daß du nach Hause kamst, sie ließen dich nach Hause gelangen; ποιῶ εὖ ἀσκεῖσϑαι ἕκαστα, ich lasse alles gut üben; ποιῶ τινα μάλα αἰσχύνεσϑαι, mache, daß er sich sehr schämt; d) einen wozu machen; δῶρα ὄλβια ποιεῖν, Gaben gesegnet machen, sie segnen; subst., ποιεῖν τινα βασιλῆα, ταμίην ἀνέμων, γέροντα, einen zum König, zum Verwalter der Winde, zum Greise machen; ϑνητῷ ϑεὰν ἄκοιτιν ποιῆσαι, einem Sterblichen eine Göttin zur Gattin machen, geben; pass., τῶν τὰ κέρεα τοῖσι Φοίνιξι οἱ πήχεες ποιεῠνται, sie werden zu Citherarmen gemacht; e) τινά τι, einem etwas antun; κακά, ἀγαϑὰ ποιεῖν τινα, einem Böses, Gutes zufügen, erweisen; ἀργύριον τωὐτὸ τοῠτο ἐποίεε, dasselbe tat er, nahm er mit dem Silber vor; οὐκ ἐμὲ μόνον ταῠτα πεποίηκεν, er hat mir nicht allein das angetan, mich so gestimmt; ποιεῖν τινί τι, für od. gegen einen etwas tun; f) von der künstlerischen Tätigkeit des Dichters: dichten; Gegensatz zwischen Dichtern und Rednern; βασιλέας πεπ οίηκε τοὺς ἐν Ἅιδου τιμωρουμένους, er hat in seinen Gedichten Könige, die im Hades bestraft werden, aufgeführt; Ὅμηρος ἐποίησε τὸν Ἀχιλλέα λέγοντα, Homer stellte den Achilles dar als einen, der da sagte, = er ließ ihn sagen; überh. dichterisch darstellen; Σωκράτης ἐποίησε μῦϑον Αἰσώπειον, er brachte eine äsopische Fabel in poetische Form; μῦϑον ποιῆσαι, einen Mythos poetisch bearbeiten, behandeln; erdichten; so wird τὸ πεποιημένον dem πεφυκός, das künstlich Gemachte, Erdichtete dem von Natur Daseienden entgeggstzt; annehmen, einen Fall setzen; g) bedeutet es eine fortgesetzte Handlung od. Tätigkeit, ohne Rücksicht auf das Verfertigen, also mehr dem πράσσειν entsprechend, handeln, tätig, wirksamsein; κακόν, ἀγαϑόν u. κακά, ἀγαϑὰ ποιεῖν, schlecht, gut handeln, Schlechtes oder Gutes tun, ἄριστα πεποίηται, die trefflichsten Taten sind getan; Σπαρτιητικὰ ποιέειν, spartanisch handeln, sich wie ein Spartaner benehmen; ein Gebot ausrichten, seine Pflicht tun; οὐδέν, nichts ausrichten; οὗτος τί ποιεῖς; was tust, machst du?; εὖ ἐποίησας ἀναμνήσας με, du hast recht daran getan, daß du mich erinnertest, gut, daß du mich erinnertest; οὕτως αὐτὸ ποιήσει, es wird von selbst wirken; vom Wirken der Arzneien; ποιεῖ τοῠτο πρός τι, dies dient, ist geschickt wozu; ἡ εὔνοια τῶν ἀνϑρώπων ἐποίει μᾶλλον ἐς τοὺς Λακεδαιμονίους, sie neigte sich mehr zu den Lacedämoniern, hielt es mehr mit ihnen, wie lat. facere cum aliquo; ἄν σοι ποιῇ, wenn es dir dient; ποιήσω ταῦτα πεντήκοντα μνᾶς, ich werde dies rechnen zu fünfzig Minen; λόγος ἀργύριον τῷ λέγοντι ποιήσων, der Geld einbringen soll; ποιεῖν τινα εἰς φυλακήν, einen in die Wache tun, setzen; π οιεῖν εἴσω, hineintun, bringen, ἔξω, hinaustun, wegschaffen, wegtun; ποιεῖν τι, etwas tun, das man näher zu bezeichnen sich schämt, bes. euphemistisch von Liebeswerken; πολὺν χρόνον ποιῆσαι, viel Zeit darauf verwenden, oder machen, daß die Zeit lang wird, viel Zeit vergeht; 2) für sich machen; οἰκία ποιήσασϑαι, sich Häuser machen, bauen; καλιὰς ποιεῖσϑαι, sich Nester bauen; δεῖπνον ποιεῖσϑαι, sich das Mahl bereiten; τὸν βίον, sich herbeischaffen; ἀπὸ γεωργίας τὸν βίον ποιεῖσϑαι, davon leben; ϑυμὸν ποιήσασϑαι, sich Mut machen, Mut fassen; κλέος ποιεῖται αὐτῇ, sie erwirbt, bereitet sich selbst Ruhm; ἴσως ἄν σε ποιησαίμην μαϑητήν, vielleicht möchte ich dich zu meinem Schüler machen; φίλον, sich zum Freunde machen; ποιεῖσϑαί τινα ἄκοιτιν, ἀκοίτην, sich ein Weib zur Gattin, einen Mann zum Gatten machen, nehmen, wählen; ποιεῖσϑαί τινα υἱόν, sich einen zum Sohne machen, = ihn an Sohnes Statt annehmen, adoptieren; pass., εἴ τις καὶ ἄλλος ἐποιήϑη ὑπό τινος, wenn auch ein anderer von einem adoptiert ist; vom Zeugen leiblicher Kinder; ὑπ' ἑωυτῷ ποιεῖσϑαι, unter sich bringen, sich unterwerfen; ἑωυτοῠ ποιεῖσϑαί τι, etwas zu dem Seinigen machen, sich etwas aneignen; wo für halten, annehmen, schätzen; συμφορὰν ποιεῖσϑαί τι, eigtl. sich etwas (in seiner Vorstellung) zur göttlichen Schickung machen, es für eine Schickung nehmen; τοὐμὸν ἐν σμικρῷ μέρει ποιούμενος, gering achtend; μέγα ποιεύμενος ταῦτα, sich nach eigener Beurteilung etwas groß machen, = es hochachten, schätzen; δεινὸν ποιεῖσϑαί τι, etwas für schrecklich halten; es sehr übel aufnehmen, wie aegre terre; ἕρμαιον τοῠτο ποιούμενος, etwas als einen guten Fund ansehen; περὶ πολλοῠ, πλείονος, πλείστου ποιεῖσϑαι, hoch, höher, am höchsten halten, schätzen; δι' οὐδενὸς ποιεῖσϑαι, etwas für nichts achten; οὐκ ἐν ἐλαφρῷ ἐποιεύμην, ich achtete es nicht für leicht; ἐν μεγάλῳ, ἐν ὀλίγῳ, ἐν ὁμοίῳ, etwas für groß, gering, gleich achten; παρὰ φαῦλον ποιεῖσϑαι, etwas für schlecht halten; ἐν ἀδείῃ ποιεῖσϑαί τι, etwas in Sicherheit glauben; ἐν νόμῳ ποιεῖσϑαί τι, etwas in der Art oder zur Sitte haben; αἰσχύνῃ ποιεῖσϑαί τι, sich etwas zur Schande anrechnen; sich machen lassen
  • ποίη
    ἡ, Gras, Kraut
  • ποιη-βόρος
    grasfressend, Gras fressen, haben
  • ποιήεις
    εσσα, εν, grasig, grasreich, kräuterreich; grasgrün
  • ποίημα
    τό, jedes Gemachte, Getane, dah. Werk, Machwerk, Arbeit, von Metallarbeiten; Handlung, Tätigkeit; von den Arbeiten des Dädalus; Gedicht; übh. Schriftwerk, Buch
  • ποιηματικός
    zum Gedichte gehörig, dichterisch, poetisch
  • ποιηματο-γράφος
    u. ποιηματο-κόπος
    Gedichte schreibend
  • ποίησις
    ἡ, das Machen, Verfertigen; das Hervorbringen, Bilden, Schaffen; τῇ παρ' ὑμῶν ποιήσει πολίτης, Bürger durch euer dazu Machen; Adoption, zum Sohne Machen; das Dichten, die Dichtkunst, Poesie; das Gedicht selbst; ein größeres Dichterwerk, dessen einzelne Teile ποιήματα heißen
  • ποιητέον
    man muß machen, tun
  • ποιητής
    ὁ, wer etwas macht, hervorbringt, schafft, Verfertiger; τῶν πρὸς τοὺς πολεμίους μηχανημάτων, Erfinder, Gesetzgeber; Schöpfer; der Dichter, späterer Ausdruck statt des früheren ἀοιδός, erst später entstanden, als man angefangen hatte, Tonkunst u. eigentliche Dichtkunst von einander zu trennen; λόγων auch von Rednern, Schriftsteller
  • ποιητίζω
    u. ποιητικεύομαι
    Dichter sein, dichten
  • ποιητικός
    zum Machen, Hervorbringen, Schaffen gehörig, vermögend, geschickt dazu; φρενῶν, ὑγιείας, geschickt den Verstand zu bilden, Gesundheit zu bewirken; zum Dichten oder zur Dichtkunst gehörig, dichterisch, poetisch, oft von Menschen; ἡ ποιητική, sc. τέχνη, die Dichtkunst, und übh. jede Kunst, die ein äußerliches, in die Sinne fallendes Produkt hervorbringt; adv. ποιητικῶς, nach Weise der Dichter
  • ποιητο-διδάσκαλος
    ὁ, Lehrmeister eines Dichters
  • ποιητός
    gemacht, verfertigt; von Wohnungen und Waffen; εὖ ποιητός, künstlich gemacht; τὸ ποιητόν, das Gemachte; παῖς, ein angenommener, adoptierter Sohn, der zum Sohne gemacht, nicht geboren ist; ὁ ποιητὸς πατήρ, Adoptivvater; πολῖται, die mit dem Bürgerrechte beschenkt sind, nicht geborene Bürger; übh. selbst gemacht, ersonnen, erdichtet
  • ποιήτρια
    ἡ, u. ποιητρίς
    ίδος, ἡ, Dichterin
  • ποιη-τρόφος
    Gras, Kräuter nährend
  • ποιη-φαγέω
    Gras, Kräuter fressen
  • ποιη-φάγος
    Gras, Kräuter fressend
  • ποικιλ-ανθής
    ές, buntblumig, von oder mit bunten Blumen, buntfarbig
  • ποικιλ-είμων
    bunt gekleidet, in buntem Kleide, übh. buntfarbig
  • ποικιλ-έρυθρος
    rotbunt, rotgefleckt, gesprenkelt
  • ποικιλ-ήνιος
    mit bunten, bunt verzierten Zügeln
  • ποικιλία
    ἡ, das Buntsein durch Schnitz- oder Bildwerk, Stickerei; dah. übh. die Verzierung, auch Mannigfaltigkeit; vom Schmucke der Rede übertr., gew. in tadelndem Sinne; übertr., Geistesgewandtheit, Schlauheit, Mannigfaltigkeit, Wechsel
  • ποικιλίας
    ὁ, ein Fisch
  • ποικιλίς
    ἡ, Name eines bunten Vogels, wie Stieglitz
  • ποικίλλω
    bunt machen, färben, malen, sticken oder weben; überh. von aller künstlichen Arbeit, bunt, mannigfaltig verzieren, künstlich darstellen, χορόν, einen Reigen künstlich in Erz abbilden; malen; übh. mannigfach machen, verschiedene Arten unterscheiden; von der Rede, sie durch Abwechselung schmücken; im Sprechen gewissermaßen die Farbe wechseln, listig sprechen, künstliche Winkelzüge machen; von listigem, heimtückischem Handeln
  • ποίκιλμα
    τό, alles Buntgemachte, in Malerei, Stickerei oder Weberei, und diese Verzierungen selbst, bes. bunte, künstliche Weberei oder Stickerei; τὰ ἐν τῷ οὐρανῷ ποικίλματα, von den Sternbildern; übh. Mannigfaltigkeit, Verschiedenheit
  • ποικιλό-βοτρυς
    bunttraubig, von der sich allmälig färbenden Traube
  • ποικιλό-βουλος
    von mannigfaltigen, schlauen Ratschlägen; Prometheus
  • ποικιλό-γηρυς
    mannigfach tönend, von mannigfaltigem Klange
  • ποικιλό-γλωσσος
    mit mannigfacher Stimme
  • ποικιλό-γραμμος
    mit bunten Linien
  • ποικιλο-γράφος
    1) mit bunten, mannigfachen Farben schreibend, malend; 2) Mannigfaltiges schreibend
  • ποικιλό-δακρυς
    mit manchen Tränen
  • ποικιλό-δειρος
    mit buntem Halse, mit schillernder Kehle, Beiwort der Nachtigall, aber auch vom Gesange verstanden, mit mannigfach tönender Kehle
  • ποικιλό-δερμος
    u. ποικιλο-δέρμων
    mit buntem Felle
  • ποικιλό-δῑνος
    u. ποικιλο-δίνης
    ὁ, sich mannigfach im Kreise drehend, mannigfache Kreise machend
  • ποικιλό-διφρος
    mit buntem, buntverziertem Wagen, od. solchen Wagenpferden
  • ποικιλό-δωρος
    Mannigfaltiges schenkend, an mancherlei Gaben reich, Nonn.
  • ποικιλο-εργός
    mit bunter, mannigfaltiger Arbeit
  • ποικιλό-θριξ
    mit buntem Haare
  • ποικιλό-θρονος
    auf buntem, mannigfach verziertem Sitze thronend
  • ποικιλό-θροος
    mit mannigfaltigen Stimmen, Tönen
  • ποικιλό-καυλος
    mit buntem Stiele, Stengel
  • ποικιλο-μήτης
    ὁ, u. ποικιλό-μητις
    voll mannigfaltiger, schlauer Ratschläge, gewandter Klugheit; Beiwort des Odysseus und des Hermes
  • ποικιλο-μήχανος
    voll mannigfaltiger Schliche, Künste, verschlagen, listig
  • ποικιλο-μορφία
    ἡ, mannigfaltige Gestalt, Gestaltung
  • ποικιλό-μορφος
    von bunter, mannigfaltiger Gestalt, buntfarbig
  • ποικιλό-μῡθος
    voll mannigfaltiger Rede, Erzählung, beredt, geschwätzig
  • ποικιλό-νωτος
    mit buntem, schillerndem Rücken
  • ποικιλο-πράγμων
    mancherlei unternehmend
  • ποικιλό-πτερος
    mit bunten Flügeln, Federn; μέλος, vom Schwan
  • ποικιλό-πωλος
    mit bunten Rossen
  • ποικίλος
    bunt, buntfarbig, gesprenkelt; tätowiert; bunt, mannigfach verziert, mit kunstreicher Arbeit, sowohl von Erzarbeit als von Stickerei; von kunstvollem Gesange; τὰ ποικίλα, bunte Teppiche; ποικίλα ἐνδύς, bunte Kleider; ἡ ποικίλη, mit u. ohne στοά, die von Polygnotus mit Wandgemälden geschmückte Halle; mannigfaltig, verschiedenartig; schwer einzusehen, verwickelt, schwierig, von Orakeln: übertr. auf den Geist, verschiedene Gestalten annehmend, gewandt, listig; Prometheus; gew. im schlimmen Sinne; veränderlich; καιροὶ ἐπισφαλεῖς καὶ ποικίλοι, zweifelhaft, schwierig; π οικίλως ἔχειν, verschieden sein
  • ποικιλο-σάνδαλος
    mit bunten Sandalen, bunt beschuht
  • ποικιλό-στερνος
    mit bunter Brust
  • ποικιλό-στικτος
    bunt gefleckt, gesprenkelt
  • ποικιλό-στολος
    bunt gekleidet, übh. von buntem Äußeren
  • ποικιλό-στομος
    mit buntem Munde, Schnabel
  • ποικιλο-τερπής
    ές, auf mannigfaltige Art oder durch Mannigfaltigkeit ergötzend
  • ποικιλό-τευκτος
    bunt, künstlich verfertigt, mit mannigfaltiger Kunst gearbeitet
  • ποικιλο-τέχνης
    ὁ, der mannigfach Kunstreiche; die Bienen
  • ποικιλό-τραυλος
    auf mannigfaltige Art stammelnd, singend, von Vögeln
  • ποικιλο-φόρμιγξ
    von mannigfachen Tönen der Phorminx, kunstvoll begleitet
  • ποικιλο-φρονέω
    ein ποικιλόφρων sein
  • ποικιλό-φρων
    voll mannigfacher Gedanken, Ratschläge, verschlagen, listig, schlau, sinnreich
  • ποικιλό-φωνος
    von mannigfacher, kunstreicher Stimme, mannigfach singend, tönend
  • ποικιλό-χροος
    u. ποικιλό-χρωμος
    buntfarbig, von buntem Leibe, von bunter Haut
  • ποικιλόω
    bunt machen, künstlich, mannigfaltig verzieren
  • ποικιλτής
    ὁ, der bunt machende, mannigfaltig, kunstreich verzierende, bes. der bunte, gestickte Kleider machende, der Sticker
  • ποικιλτικός
    zum Sticker, zum Sticken gehörig, dazu geschickt; ἡ ποικιλτική, sc. τέχνη, Stickerkunft, Stickerei
  • ποικιλτός
    bunt gemacht, gemalt, gewebt, gestickt
  • ποικίλτρια
    ἡ, Stickerin
  • ποικιλ-ῳδός
    von mannigfaltigem Gesange; von verworrenem, rätselhaftem, verfänglichem Gesange, wie die Sphinx
  • ποιμαίνω
    weiden, hüten, auf die Weide treiben, vom Hirten; Hirt sein; pass. von den Herden: weiden; übh. nähren, hegen, pflegen; von Leidenschaften; ἔρωτα = fallere amorem, sich durch allerlei Zeitvertreib über den Schmerz der Liebe hinwegtäuschen; umherschweifen, umherirren, πᾶς πεποίμανται τόπος, jede Gegend ist durchschweift worden
  • ποιμανδρία
    ἡ, ein ländliches Gefäß, Melkeimer
  • ποιμᾱνόριον
    τό, die geweidete Herde, die von Fürsten, Feldherren geführte u. gelenkte Menschenmenge, die Heerschar
  • ποιμαντέον
    zu weiden, hüten
  • ποιμαντικός
    zum Weiden gehörig, geschickt; ἡ ποιμαντική, sc. τέχνη, die Weidekunft, Kunst od. Geschicklichkeit der Hirten
  • ποιμάνωρ
    ὁ, Hirt, Völkerhirt, Heerführer
  • ποιμασία
    ἡ, das Weiden, Hüten
  • ποιμενικός
    hirtlich, zum Hirten od. Hirtenleben gehörig; ἡ ποιμενική, die Hirtenkunst; ein Hirtenleben führend
  • ποιμήν
    ένος, ὁ, der Hirt, insbesondere der Schäfer; übh. Lenker, Gebieter der Menschen; häufiges Beiwort der Fürsten, Hirt der Leute; ναῶν ποιμένες, auch vom Sturme gebraucht, 'der Treiber'; von Fürsten
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