277 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • πείρινς ινϑος, ἡ
    der Wagenkorb
  • πείρω
    von einem Ende bis zum anderen durchdringen, durchbohren, durchstoßen; κρέα ἔπειρον, sie steckten das Fleisch, um es zu braten, an Bratspieße; auch κρέα ἀμφ' ὀβελοῖσιν ἔπειραν, sie steckten das Fleisch um die Bratspieße, so daß es diese umgab; διὰ δ' αὐτοῠ πεῖρεν ὀδόντων ἔγχεϊ, mit dem Speer stieß er ihm durch die Zähne; ἥλοισι πεπαρμένον, mit Buckeln beschlagen; übertr., ὀδύνῃσι πεπαρμένος, von Schmerzen durchbohrt. Auch κύματα πείρειν, die Wogen durchschneiden, das Meer (von einem Ende dis zu dem anderen) durchfahren; eben so κέλευϑον, von einem Seewege; absolut: durchwanderen, durchziehen; δόρυ π., hindurchstoßen
  • πεῖ α
    ἡ, Überredung, Beschwichtigung; τῷ δ' ἐν πείσῃ κραδίη μένε, das Herz blieb in ruhiger Haltung, Fassung
  • πεισί-δικος
    vor Gericht überredend
  • πεισι-θάνατος
    zum Sterben beredend
  • πεισί-μβροτος
    die Sterblichen überredend, zum Gehorsam bringend
  • πεῖσις
    ἡ, Überredung
  • πεῖσις
    ἡ, bei spätern Philosophen hießen πείσεις bes. die mäßigern u. edlern Leidenschaften
  • πεισι-χάλῑνος
    dem Zügel gehorchend
  • πεῖσμα
    ατος, τό, 1) Tau, Seil, bes. Schiffstau, mit welchem man das Schiff am Lande festband, gew. an einem dazu durchbohrten Steine, oder auch wohl an einer Säule, bevor man Anker brauchte, das also das Schiff in Gehorsam festhielt; 2) der Fruchtstiel der Feige; 3) wie πεῖσις, Überzeugung, Vertrauen; auch das, worauf man sich verlassen kann
  • πεισμάτιος
    zu den Schiffstauen gehörig, sie anknüpfend od. lösend
  • πειστήρ
    ῆρος, ὁ, der Überreder, der Gehorchende, Untertan. Auch = πεῖσμα, Tau, Strick
  • πειστήριος
    u. πειστικός
    zum Überreden gehörig, überredend
  • πειώλης
    ὁ, ein geiler Kerl
  • πέκος
    τό, Fell, bes. das abgeschorene Vließ
  • πέκτειον
    τό, eine Pflanze
  • πεκτέω
    kämmen, scheren
  • πεκτήρ
    ὁ, der die Wolle Abscherende
  • πεκτός
    gekämmt, geschoren
  • πέκω
    kämmen; χαίτας πεξαμένη, nachdem sie sich die Haare gekämmt hatte; scheren; auch = die Wolle kämmen od. krämpeln, u. allgemeiner, zupfen, rupfen
  • πέλα
    ἡ, der Stein
  • πελαγίζω
    1) wie ein Meer od. ein See sein, von einem ausgetretenen Flusse; auch von Gegenden u. Örtern: überschwemmt sein; trans., überschwemmen; 2) auf dem hohen Meere sein
  • πελαγικός
    das Meer liebend, sich darauf aufhaltend
  • πελάγιος
    von, aus, auf, in od. an dem Meere, marinus. Bes. mitten auf dem Meere
  • πελαγισμός
    ὁ, Seekrankheit
  • πελαγίτης
    ὁ, vom hohen Meere, auf dem hohen Meere
  • πελαγο-δρομέω
    auf hohem Meere laufen od. schiffen
  • πελαγο-δρόμος
    in od. auf dem hohen Meere laufend
  • πελαγο-λιμήν
    ένος, ὁ, ein durch ausgeworfene Sandsäcke statt der Anker auf hoher See künstlich angelegter Hafen, Hafen auf hoher See
  • πελαγό-πλοος
    auf dem Meere fahrend
  • πέλαγος
    εος, τό (wahrscheinlich onomatop., platschen), das Meer, die See; κακῶν πέλαγος, ein Meer von Unglück; κείνοις φανήσεται μακρὸν τὸ δεῦρο πέλαγος οὐδὲ πλώσιμον, von einem schwierigen Unternehmen
  • πέλαγόςδε
    adv., ins Meer, meerwärts
  • πελαγό-στροφος
    sich auf dem Meere umhertreibend
  • πελαγό-τροφος
    meergenährt, im Meere lebend
  • πελαγόω
    zu Meer machen, überschwemmen
  • πελάζω
    nähern, nahe bringen, heranbewegen, von belebten Wesen u. leblosen Dingen; ἱστὸν δ' ἱστοδόκῃ πέλασαν, den Mast in sein Behältnis legen; νευρὴν μὲν μαζῷ πέλασεν, τόξῳ δὲ σίδηρον, die Sehne an die Brust heranziehen; Τρῶας νηυσί, die Troer sich den Schiffen nähern lassen; πάντας πέλασε χϑονί, warf sie auf die Erde; ἔνϑα μιν ἐξ ἵππων πέλασαν χϑονί, sie legten ihn auf die Erde; στῆϑος ϑαλάσσῃ, die Brust dem Meere nähern, d. i. sich mit der Brust aufs Meer legen, um zu schwimmen; τινὰ νῆσον ἐς Ὠγυγίην, einen an die Insel hinantreiben; κτήματα ἐν σπήεσσι πελάζειν, in die Höhle bringen; übertr., τινὰ ὀδύνῃσι πελάζειν, einen den Schmerzen nahe bringen, ihn in Schmerzen stürzen, in Leid versetzen; τοὺς (βόας) ἀγαγὼν ζεύγλᾳ πέλασσεν μοῦνος, er brachte sie unter das Joch; ἐμὲ δ' ἐπὶ ταχυτάτων πόρευσον ἁρμάτων, κράτει δὲ πέλασον, d. i. verleihe mir den Sieg; ἔπος ἐρέω ἀδάμαντι πελάσσας, ein Wort will ich sagen, das ich dem Stahle genähert, so fest wie Stahl gemacht habe; φυγᾷ μ' οὐκέτ' ἀπ' αὐλίων πελᾶτε, d. i. fut. = πελάσετε, ihr werdet mich nicht von der Höhle fort zu euch bewegen; πελάσαι χϑονί, auf die Erde werfen; pass. sich nähern, an jemanden herankommen, ihn angehen; μηδ' οἵ γε Πάτροκλον νηυσὶν πελασαίατο ist = zu ihren Schiffen hin; ἐπλήμην, πλῆτο, πλῆντο, πλῆτο χϑονί, er näherte sich der Erde, sank zur Erde; ἀσπίδες ἔπληντ' ἀλλήλῃσι, die Schilde näherten sich einander; νήεσσι, sich den Schiffen nähern; ματρί, von ehelicher Gemeinschaft; ὡς ὅμοιον ὁμοίῳ ἀεὶ πελάζει, sprichwörtlich, gleich und gleich gesellt sich gern
  • πέλανος
    ὁ, gew. ein Opferkuchen, der auf den Altar gelegt u. verbrannt wurde. Aber auch vom Trankopfer u. übertr. von dem dicken Blute; πέλανος αἱματοσφαγής, das vom Blute der Erschlagenen erweichte Schlachtfeld zu verstehen; ὀβολός, vielleicht von der Gestalt, welche jene Opferkuchen in ältester Zeit hatten
  • πελαργάω
    = νουϑετεῖν, ermahnen, warnen; man führt es gewöhnlich auf πελαργός zurück, weil die Störche Wachen ausstellen und sich durch gegebene Zeichen auf jede Gefahr aufmerksam machen
  • πελαργιδεύς
    ὁ, das Junge des Storches
  • πελαργικός
    vom Storche, zum Storche gehörig
  • πελαργῖτις
    ιδος, ἡ, ein unbekanntes Kraut, vielleicht Storchschnabel
  • πελ-αργός
    ὁ, der Storch; eigtl. Schwarz-weiß
  • πελ-αργό-χρως
    ωτος, ὁ, ἡ, storchfarbig
  • πελ-αργ-ώδης
    ες, storchartig, storchähnlich
  • πέλας
    adv., nahe, nahe daran; mit dem Artikel, ὁ πέλας, der Nahe, der Nachbar, aber gew. ganz allgemein, der andere
  • πέλασις
    ἡ, das Annähern
  • πελατεία
    ἡ, der Zustand des πελάτης, sein Verhältnis zum Mächtigern, Abhängigkeit, clientela
  • πελάτης
    ὁ, 1) der sich Nähernde, Nachbar, Anwohner; 2) wie ϑής, der geringe Mann, der um Sold, für Tagelohn arbeitet, Mietsknecht. Übh. der Geringere, der sich in den Schutz des Mächtigern begibt (man vergleicht ἱκέτης von ἱκνέομαι), der Klient
  • πελατικός
    τὸ πελατικόν, die Klasse od. Menge von Menschen, die um Lohn arbeiten oder die sich zu einem Patron halten
  • πελάτις
    ιδος, ἡ, Dienerin
  • πελεθο-βάψ
    in den Kot getaucht
  • πέλεθος
    ὁ, Menschenkot
  • πέλεθρον
    τό, Hufe oder Morgen Landes
  • πέλεια
    ἡ, die wilde Taube, nach ihrer schwarzblauen Farbe benannt; gew. Sinnbild der Furchtsamkeit
  • πελειο-θρέμμων
    ονος, Tauben fütternd, nährend
  • πέλειος
    schwarz, schwärzlich
  • πελεκάν
    ᾶνος, ὁ, eigtl. der Baumspecht, weil er an den Baumstämmen hackt. Gew. ein Wasservögel, die Kropfgans, der Pelikan
  • πελεκάω
    mit der Axt behauen oder zuhauen. Vom Beischlafe
  • πελέκημα
    τό, das mit der Art Zugehauene, oder Späne, welche beim Behauen abfallen
  • πελέκησις
    ἡ, das Behauen des Holzes
  • πελεκητής
    ὁ, der das Holz Zuhauende
  • πελεκητός
    behauen, zugehauen
  • πελεκίζω
    mit der Art oder dem Beile abhauen, bes. mit dem Beile den Kopf abhauen, köpfen
  • πελεκῖνος
    ὁ, 1) ein Wasservogel von der Art des Pelikans, neben πελεκᾶς genannt; 2) ein Unkraut, das in den Linsen wächst, securidaca; 3) in der Baukunst eine eigene Art Holzverband, Schwalbenschwanz jetzt genannt, securicula
  • πέλεκκον
    τό, Griff oder Stiel der Axt
  • πελεκο-ειδής
    ές, axtartig, axtähnlich
  • πελεκυνάριον
    τό, ein rundes Stück Holz, wie der Stiel einer Axt
  • πέλεκυς
    εως, ὁ, Axt, Beil, bes. Holzaxt; auch Streitaxt; u. Opferaxt, zum Töten der Opfertiere; als Sinnbild eines unbezwinglich festen Sinnes. Auch eine mathematische Figur
  • πελεκυ-φόρος
    eine Axt oder ein Beil tragend, als subst. der Axt- oder Beilträger, lictor; aber auch die Magistratsperson, welche sich durch den Liktor die Beile vortragen läßt, consul, praetor
  • πελεμίζω
    wie ἐλελίζω, schwingen, schwenken, in heftige Bewegung versetzen; auch τόξον, den Bogen mit großer Anstrengung zu spannen versuchen, wobei er heftig bewegt werden mußte; pass., sich heftig bewegen, erzittern, erbeben; ὁ δὲ χασσάμενος πελεμίχϑη, mit Gewalt zurückgedrängt werden
  • πελιαίνω
    schwärzlich oder bleich, totenfarbig machen. Pass., bleich, blaß, totenfarbig sein
  • πελιδνότης
    ητος, ἡ, die Bleifarbe oder die ins Schwärzlichblaue spielende Farbe der mit Blut unterlaufenen Stellen, livor
  • πελίδνωμα
    τό, eine bleifarbige, mit Blut unterlaufene Stelle, ein blauer Fleck
  • πελικάνιον
    τό, tiefe Stellen der See
  • πελίκη
    ἡ, eine Art hölzerner Becher oder tiefer Schüsseln
  • πελίνη
    ἡ, ein Maß, das acht ἡμίναι hält
  • πελιός
    schwärzlich, schwarzblau, bes. von der Farbe einer mit Blut unterlaufenen Stelle
  • πέλις
    ὁ oder ἡ, pelvis, Becken
  • πελίωσις
    ἡ, das Unterlaufen mit Blut, blauer Fleck
  • πέλλα
    ἡ, Gelte, Melkfaß, mulctra. Auch ein Becher
  • πέλλα ἡ
    Haut, Leder, Pelz, Fell, pellis
  • πέλλα
    ἡ, der Stein
  • πελλαντήρ
    ῆρος, ὁ, der Geltner, der Melker
  • πελλάς
    ἡ, = πέλλα, mulctra
  • πελλαστή
    ἡ, ein Riemen oder Filz, den die Läufer um die Knöchel und Fersen wanden
  • πελλίς
    ίδος, ἡ, hölzerne Schüssel, Becken, Gelte
  • πελλο-ράφος
    Felle zusammennähend, pellarius
  • πελλός (vgl. πολιός, pullus), schwärzlich, dunkelfarbig, bleifarbig
  • πέλλυτρον
    τό, = ποδεῖον, auch eine Art Schuhe
  • πέλμα
    τό, die Sohle am Fuße; auch: am Schuh; auch der Stiel an der Birne u. dem Apfel. Übb. das Äußerste von einer Sache
  • πελματ-ώδης
    ες, der Fußsohle ähnlich
  • πελτάζω
    ein πελταστής od. leichtbewaffneter Soldat sein
  • πελτάριον
    τό, kleine Tartsche
  • πελταστής
    ὁ, der leichtbewaffnete Krieger, der statt des großen und schweren Schildes, ὅπλον, einen kleinen u. leichten, πέλτη führt, das lat. cetratus
  • πελταστικός
    zum πελταστής gehörig, ihn betreffend; πελταστικὸς ἀνήρ, der mit der πέλτη zu kämpfen versteht; ἡ πελταστική, die Kunst, mit der πέλτη zu kämpfen; τὸ πελταστικόν, die Schar der Peltasten; superl. des adv. πελταστικώτατα, aufs beste nach Art leichtbewaffneter Krieger
  • πέλτη
    ἡ, 1) ein kleiner, leichter Schild, ohne Schildrand; zuerst führten ihn die Thracier, ζαχρύσου Θρᾳκίας πέλτης ἄναξ; unter den Griechen führte ihn Iphikrates zuerst ein. Eine Schar leichtbewaffneter Krieger; 2) τὸ βασίλειον σημεῖον, ἀετόν τινα χρυσοῠν ἐπὶ πέλτης ἀνατεταμένον, ist es eine Stange, Lanze; 3) ein Pferdeschmuck
  • πέλτης
    ὁ, der eingesalzene Flußfisch κορακῖνος
  • πελτο-φόρος
    einen leichten Schild tragend
  • πέλω
    sich bewegen, sich regen; κλαγγὴ γεράνων πέλει οὐρανόϑι πρό, das Geschrei regt sich am Himmel; γῆρας καὶ ϑάνατος ἐπ' ἀνϑρώποισι πέλονται, Alter und Tod bewegen sich zu den Menschen heran, kommen über die Menschen. Gew. sich an einem Orte bewegen, wie versari, sich daselbst aufhalten, sein, von εἶναι so unterschieden, daß es ein dauerndes, fortgesetztes Vorhandensein, Statthaben ausdrückt, gewöhnlich sein; αἶψα δέ οἱ δῶ ἀφνειὸν πέλεται, schnell ist, wird das Haus reich; παῦροι γάρ τοι παῖδες ὁμοῖοι πατρὶ πέλονται, wenige pflegen gleich zu ; σέο δ' ἐκ τάδε πάντα πέλονται, von dir geht dies alles aus; τοῦ δ' ἐξ ἀργύρεος ῥυμὸς πέλεν, eine silberne Deichsel ging davon aus, war daran; ἠΰτε βοῠς ἀγέληφι μέγ' ἔξοχος ἔπλετο πάντων, zu sein pflegt; εἰ δή ῥ' ἐϑέλεις καί τοι φίλον ἔπλετο ϑυμῷ, eigtl. wenn es dir lieb ward, wenn es dir lieb ist
  • πέλωρ
    τό, Ungeheuer, Ungetüm, von allem ungewöhnlich Großen, bes. lebenden Wesen, gew. im schlimmen Sinne; vom Kyklopen, von der Skylla, vom Drachen Python; aber auch bloß zur Bezeichnung der Größe, von einem Delphin, vom Hephästus
  • πελωρεύω
    bekannt machen
  • πελωριάς
    άδος, ἡ, ungewöhnlich groß
  • πελώριος
    ungeheuer, ungeheuergroß, riesenhaft, gew. mit dem Nebenbegriffe des Furchtbaren; von Göttern u. Menschen; Aias, Hektor, Achilleus; aber auch von leblosen Dingen; τὰ πρὶν δὲ πελώρια νῦν ἀϊστοῖ, das früher Gewaltige, was sonst gültig war; γᾶς πελώριον τέρας von dem Drachen Python; ἅζετο δ' οὔτε Ζῆνα πελώριον, den großen, gewaltigen Zeus; dah. τὰ πελώρια, sc. ἱερά, das dem Zeus gefeierte große Erntefest in Thessalien
  • πελωρίς
    ἡ, die große Gienmuschel, Riesenmuschel
  • πέλωρον
    τό, Ungeheuer, Ungetüm; von der Gorgo, von den Ausgeburten der Erde, von einem großen Hirsche, von den verzauberten Tieren der Kirke; πέλωρα ϑεῶν, von den Göttern gesendete Schreckbilder
  • πέλωρος
    ungeheuer groß, riesenhaft, gew. mit dem Nebenbegriffe des durch seine Größe Schrecken Erregenden; von einem Drachen; auch πέλωρα βιβᾷ, er macht ungeheure Schritte
  • πέμμα
    τό, ursprünglich jede gekochte, am Feuer zubereitete Speise, bes. aber Backwerk, Kuchen und Zuckerwerk, was zum Nachtisch gehört
  • πεμμάτιον
    τό, kleiner Kuchen
  • πεμματο-λόγος
    vom Backwerk sprechend oder schreibend
  • πεμματ-ουργός
    ὁ, Kuchenbäcker
  • πεμπαδ-άρχης
    ὁ, u. πεμπάδ-αρχος
    ὁ, Anführer von Fünfen
  • πεμπάζω
    eigtl. an den fünf Fingern abzählen, zu Fünfen abzählen, die älteste, einfachste Zählungsart; ἐπὴν πάσας πεμπάσσεται, nachdem er alle abgezählt hat, ohne daß noch gerade 'nach Fünfen' hinzuzudenken ist; übtr. πάντα νόῳ πεμπάσσατο, wie λογίζομαι, überrechnen, überlegen
  • πεμπάς
    ἡ, die Zahl fünf, eine Anzahl von Fünfen
  • πεμπαστής
    ὁ, der (fünf) Zählende
  • πέμπε
    fünf
  • πέμπελος
    dichterisches Beiwort sehr alter Leute; πέμπελος χρόνῳ, entweder reif, mürb, wie πέπων mit πέπτω zusammenhangend, oder nach den Alten von πέμπεσϑαι εἰς ᾅδο υ, weil sie dem Tode nahe sind; mürrisch
  • πεμπταῖος
    fünftägig, am fünften Tage; νεκροὶ ἤδη ἦσαν πεμπταῖοι, sie lagen schon fünf Tage
  • πεμπτ-άμερος
    fünftägig
  • πεμπτη-μόριον
    τό, der fünfte Teil
  • πέμπτος
    der, die, das Fünfte; πέμπτος μετὰ τοῖσιν, selbst als Fünfter zu diesen, selbfünfter; ἡ πέμπτη, sc. ἡμέρα, der fünfte Tag
  • πεμπτός
    geschickt, gesendet
  • πέμπω
    schicken, senden; πέμπε δέ μιν Λυκίηνδε, bes. von Gesandten u. Herolden; u., bes. bei den Phäaken, entsenden, die an ihre Insel Verschlagenen; u. daher ὄφρα σε τῇ πέμπωσι νῆες, daß die Schiffe dich dahin geleiten, führen (mit Präpositionen, wie ἐπί τινα, nach jemandem schicken, um ihn holen zu lassen); δόμον Ἄϊδος εἴσω, d. i. töten; einem Toten das Geleit geben, seinem feierlichen Leichenzuge folgen. Aber auch von leblosen Sachen: ὅ, ττι κεν ὔμμι κακὸν πέμπῃσιν ἑκάστῳ, einem Unglück senden, verhängen; οὖρον ὄπισϑεν, guten Fahrwind von hinten nachsenden; εἵματα, σῖτον, mitgeben, die Reisebedürfnisse. C. int., der ausführlicher den Erfolg oder die Absicht des Schickens ausdrückt; heimsenden, in die Heimat zurücksenden. Von Geschossen: absenden, schleudern; ὄλβον, Glück verleihen; πέμψω πολύδακρυν ἰαχάν, ausstoßen; πέμψω λόγους Κρέοντι, Boten, die da sagen sollen; von den Gewächsen, welche die Erde aufsprossen läßt; für sich zu jemandem φάσγανον εἴσω σαρκὸς ἔπεμψεν, hineinsenken, -schlagen. Μάρτυρας ἐπέμποντο τοὺς περὶ τὸν Τιβέριον, sie ließen diese als Zeugen vorladen. Πομπὴν πέμπειν, einen Umzug, eine Prozession halten; auch = einen Triumphzug halten
  • πεμπ-ώβολον
    τό, Fünfzack, eine Gabel mit fünf Zinken, mit der man bei dem Opfer das Feuer schürte; auch als Küchengerät gebraucht
  • πεμφηρίς
    ίδος, ἡ, eine Fischart
  • πεμφῑγ-ώδης
    ες, u. πεμφιδ-ώδης
    ες, blasig, voll Blasen, von blasenähnlichem Ansehen
  • πέμφιξ
    ῑγος, ἡ, Hauch, Odem; δυςχείμερος, Sturm; ἃς οὔτε πέμφιξ ἡλίου προςδέρκεται, der Sonne Hauch, Strahl; von Blasen bildenden Regentropfen; Lebenshauch, Seele; πεμφίδων ὄπα, die Stimme der abgeschiedenen Seelen, welche in Gestalt eines feurigen Hauches oder einer Feuerblase gen Himmel fahren; ἀπῇξε πέμ φιξ ὡς ἰπνοῠ σελαςφόρου, was auf den Blitz oder Feuerhauch zu gehen scheint; auch = Gewölk, das der Wind zusammentreibt, Windwolken; auch wie φυσαλίς, Blasen auf der Haut, Brandblasen, Hitzblattern
  • πεμφρηδών
    όνος, ἡ, eine Wespenart, die in hohlen Eichen wohnt und Wachszellen mit Honig baut, nach anderen baute sie unter der Erde
  • πέμψις
    ἡ, das Schicken od. Senden, die Sendung
  • πενεστεία
    ἡ, der Stand, der Zustand eines πενέστης, auch collectivisch die Klasse der Penesten
  • πενέστης
    ὁ, der Dienstmann oder Tagelöhner, bes. bei den Thessalern, gleich den Heloten der Spartaner, eine unterjochte Nation, wahrscheinlich illyrischer Abkunft, die, an die Scholle gebunden, für die Sieger das Feld bebauen mußte, ohne eigentliche Sklaven zu sein, wie die Vergleichung mit den ϑῆτες der Athener zeigt. Später übh. Diener; auch der Arme
  • πενεστικός
    zum Stande des πενέστης gehörig; daher = knechtisch, sklavisch
  • πενέω
    arm sein
  • πένης
    ητος, ὁ, eigtl. der sich sein tägliches Brot erarbeitet (πένομαι) der Arme, Dürftige; auch τινός, arm an etwas
  • πενητεύω
    arm oder dürftig sein
  • πενητο-κόμος
    Arme pflegend
  • πενητο-τρόφος
    ὁ, Armenpfleger
  • πενητο-τροφεῖον
    τό, Armenhaus
  • πενθαλέος
    traurig, trauernd
  • πενθερά
    ἡ, Mutter der Frau, Schwiegermutter
  • πενθέριος
    u. πενθερικός
    dem πενϑερός gehörig, ihn betreffend, schwiegerväterlich
  • πενθερός
    ὁ, Vater der Frau, Schwiegervater; auch πενϑερός für γαμβρός, Schwiegersohn
  • πενθερο-κτόνος
    den Schwiegervater tötend
  • πενθερο-φθόρος
    den Schwiegervater verderbend oder mordend
  • πενθέω
    beklagen, betrauern; bes. einen Toten
  • πένθημα
    τό, die Trauer
  • πενθ-ήμερος
    fünftägig
  • πενθ-ημι-μερής
    ές, aus fünf halben, d. i. aus 2 1/2 Teilen bestehend; τὸ πενϑημιμερές, sc. μέρος, od. ἡ πενϑημιμερής, sc. τομή, der Teil eines Verses, der aus den ersten 2 1/2 Füßen desselben besteht, bes. im Hexameter und im jambischen Trimeter
  • πενθ-ημι-ποδιαῖος
    aus fünf halben Füßen bestehend
  • πενθ-ημι-σπίθαμος
    fünf halbe, = 2 1/2 Spannen lang
  • πενθ-ημι-ταλαντιαῖος
    fünf halbe Talente, = 2 1/2 Talente schwer od. wert
  • πενθήμων
    ονος, klagenvoll
  • πενθήρης
    ες, klagend, trauernd
  • πενθηρός
    zur Trauer gehörig
  • πενθητήρ
    ῆρος, ὁ, der Klagende
  • πενθητήριος
    zum Klagen oder Trauern gehörig
  • πενθητικός
    gewöhnlich klagend
  • πενθήτρια
    ἡ, die Klagende
  • πενθικός
    zur Klage od. Trauer gehörig; πενϑικῶς ἔχειν τοῠ ἀδελφοῠ τεϑνηκότος, um den Bruder trauern
  • πένθιμος
    τὰ πένϑιμα, die Trauer
  • πένθος
    τό, Trauer, Kummer; Leid; ἐν πένϑ ει εὶναι, trauern; auch von Menschen, wie vom Ajas gesagt wird
  • πενία
    ἡ, Armut
  • πενιχρός
    arm, dürftig
  • πενιχρό-φρων
    arm an Geist
  • πένομαι
    1) sich anstrengen, abmühen, arbeiten; περὶ δεῖπνον, um die Mahlzeit beschäftigt sein; trans., verrichten, besorgen, fertig machen; ὁππότε κεν δὴ ταῠτα πενώμεϑα, wenn wir dies ausführen werden; 2) aus Armut od. Dürftigkeit arbeiten; dah. arm sein; entbehren
  • πεντά-βιβλος
    aus fünf Büchern bestehend
  • πεντα-βόειος
    aus fünffachen Ochsenhäuten bestehend
  • πεντά-γαμβρος
    fünf Schwiegersöhne habend
  • πεντά-γραμμος
    von od. mit fünf Linien
  • πεντα-γωνικός
    ή, όν, von fünfeckiger Art
  • πεντά-γωνος
    fünfeckig
  • πεντα-δάκτυλος
    fünffingerig
  • πενταδ-άρχης
    ὁ, u. πεντάδ-αρχος
    ὁ, Anführer oder Aufseher von Fünfen
  • πεντα-δεκα-έτης
    ὁ, der Fünfzehnjährige
  • πενταδικός
    aus Fünfen od. aus der Fünfzahl bestehend
  • πεντα-δραχμία
    ή, fünf Drachmen
  • πεντά-δραχμον
    τό, ein Fünfdrachmenstück
  • πεντά-δραχμος
    fünf Drachmen schwer od. wert
  • πεντά-δωρος
    fünf Querhände, δῶρα, breit
  • πεντα-ετηρία
    ἡ, Zeitraum von fünf Jahren
  • πεντα-ετηρικός
    ή, όν, alle fünf Jahre gefeiert
  • πεντα-ετηρίς
    ἡ, fünf Jahre, Zeitraum von fünf Jahren, Lustrum
  • πεντα-έτηρος
    fünfjährig
  • πεντα-ετής
    ές, fünfjährig; πεντάετες, adv., fünf Jahre lang
  • πεντα-έτης
    ὁ, der Fünfjährige
  • πεντά-ζωνος
    mit fünf Gürteln od. Zonen
  • πεντ-αθλεύω
    ein πένταϑλος sein, sich im Fünfkampf üben
  • πεντ-αθλητικός
    ή, όν, zum πένταϑλον gehörig
  • πέντ-αθλον
    τό, der Fünfkampf, quinquertium, der Inbegriff der fünf Leibesübungen ἅλμα, δίσκος, δρόμος, πάλη, πυγμή; es wurden jene fünf Übungen auch allein angestellt, und der Sieger in jeder einzelnen belohnt, das πένταϑλον aber erfordert einen Sieg in allen fünf hinter einander erkämpft
  • πέντ-αθλος
    ὁ, der den Fünfkampf, πένταϑλον, Treibende od. Übende; ὥςπερ πένταϑλος, πάντῃ ἐπὶ τὸ πλέον ὑπερβάλλειν ἐπειρᾶτο, mit Hindeutung darauf, daß der das Pentathlon Übende zwar alle fünf Kampfspiele treibt und in der Gesamtheit den Sieg davonträgt, aber im Einzelkampf denen, die nur diese eine Kampfart treiben, nachsteht
  • πέντ-αιχμος
    fünfspitzig, ἀκμαὶ ποδῶν, fünfzehig
  • πεντα-κέλευθος
    von oder mit fünf Wegen
  • πεντα-κέφαλος
    fünfköpfig
  • πεντάκις
    adv., fünfmal
  • πεντακις-μύριοι
    fünfzigtausend
  • πεντακις-χίλιοι
    fünftausend
  • πεντακις-χιλιοστός
    der fünftausendste
  • πεντά-κλαδος
    fünfzweigig
  • πεντά-κλῑνος
    von od. zu fünf Betten, Tischlagern, Sitzen
  • πεντά-κοινον
    τό, ein Kraut
  • πεντα-κόλουρος
    πυραμίς, ἡ, fünffach abgestumpft
  • <<< list operone >>>