253 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • ὄμπνη
    ἡ, die Nahrung, bes. die aus Feldfrüchten; Getreide; in Griechenland bes. Weizen u. Gerste; ὄμπναι sind auch die mit Honig zu Opferkuchen zubereiteten Feldfrüchte, bes. Weizen; die Honigwaben der Bienenstöcke πολυωπέας ὄμπνας. Die Wurzel des Wortes scheint ΟΠ, ops, womit auch ὄφελος, ὀφέλλω zusammenhangen mögen, so daß der Grundbegriff Fruchtbarkeit, Segen, Gedeihen ist [wad168
  • ὄμπνιος
    zur Nahrung aus Feldfrüchten gehörig, diese betreffend; καρποῠ βῶλος ὀμπνίου τροφός, Getreidefrucht; die Arbeit des Landmanns: ὄμπνιον ἔργον; gew. Nahrung gebend, nährend, μήτηρ, alma mater. Übh. wohlgenährt, reich, groß. Ὀμπνία ist Beiname der Demeter, alma Ceres, als der Geberin des ersten u. allgemeinsten menschlichen Nahrungsmittels, des Getreides
  • ὀμφαῖος
    eine vorbedeutende Stimme, ein Wahrzeichen gebend, wahrsagend
  • ὀμφάκη
    ἡ, Wein von unreifen Trauben, bitterer u. saurer Traubensaft
  • ὀμφακίας
    ὁ, Wein von unreifen Trauben, herb; übertr., adjectivisch, mürrisch, sauertöpfisch; ὀμφακίας νεκροὺς ἥκεις ἄγων, Kinder, frühzeitig Gestorbene
  • ὀμφακίζω
    unreif sein, von Trauben, auch übertr. von andern Früchten. Σικελὸς όμφακίζεται, der Sicilier stiehlt auch unreife Trauben, übertr., Σικελὸς ὀμφακίζεσϑαι δοκεῖς παρατρυγῶν παιδισκάριον, auf den Liebhaber, der es heimlich auch mit der Magd od. mit einem sehr jungen Mädchen hielt
  • ὀμφάκινος
    von sauren, unreifen Beeren, Trauben u. anderen Früchten; ἔλαιον, Öl aus unreifen, grünen Oliven. Τὸ ὀμφ. Bezeichnung der Farbe einer Frauenkleidung
  • ὀμφάκιον
    τό, Öl von grünen, unreifen Oliven
  • ὀμφάκιος
    die harten Brüste der Jungfrau
  • ὀμφακίς
    ίδος, ἡ, der herbe Kelch der Eichel, der zum Gerben gebraucht wird
  • ὀμφακῖτις
    ιδος, ἡ, ein unreifer Gallapfel
  • ὀμφακό-μελι
    ιτος, τό, ein Trank aus herben Trauben u. Honig
  • ὀμφακο-ράξ
    ᾶγος, mit herben, unreifen Weinbeeren
  • ὀμφακ-ώδης
    ες, von dem Ansehn, der Art einer unreifen Weintraube, herbe wie eine unreife Traube
  • ὀμφαλη-τομία
    ἡ, das Abschneiden der Nabelschnur
  • ὀμφαλη-τόμος
    den Nabel od. die Nabelschnur abschneidend; μαῖα, die Hebamme
  • ὀμφάλιος
    ον, den Nabel betreffend, nabelrund
  • ὀμφαλιστήρ
    ῆρος, ὁ, das Messer zum Abschneiden der Nabelschnur
  • ὀμφαλο-ειδής
    ές, nabelförmig, nabelrund
  • ὀμφαλόεις
    εσσα, εν, mit einem Nabel versehen, genabelt; ἀσπὶς ὀμφαλόεσσα, der Schild, der in der Mitte einen nabelförmigen, nabelrunden Buckel hat; ζυγὸν ὀμ φαλόεν, das in der Mitte mit einer buckelförmigen Erhöhung versehene Joch; das Gestirn des Bären: ἄρκτος ὀμφαλόεσσα, vielleicht weil es am Pol steht
  • ὀμφαλό-καρπος
    mit nabelförmiger Frucht
  • ὀμφαλός
    ο, der Nabel. Alles Nabelförmige, a) der nabelförmig erhabene Teil in der Mitte des Schildes, der Schildbuckel; b) am Joch der Pferde buckelartige Erhöhungen, Knöpfe, zur Befestigung der Leinen; c) der nabelförmige Mittelpunkt, immer mit dem Nebenbegriff einer Erhöhung; ὅϑι τ' ὀμφαλός ἐστι ϑαλάσσης, von einer Insel, die in der Mitte des Meeres hervorragt. Der Nabel od. Mittelpunkt der Erde heißt gew. Delphi, od. eigtl. ein steinerner Sitz im delphischen Heiligtum, πὰρ μεσον ὀμφαλὸν εὐδένδροιο ματέρος; d) bei Büchern, Buckel; e) der Stiel, an welchem die Feige sitzt; auch von anderen Früchten
  • ὀμφαλωτός
    genabelt, wie ein Nabel gemacht
  • ὄμφαξ
    ακος, ἡ, die unreife Weinbeere od. Traube, Herbling, Herling; sprichwörtlich ὄμφακας βλέπει, herb, sauertöpfisch blicken; übertr., die noch unreifen, harten Brüste der Jungfrau. Als adj. unreif, herbe, sauer u. übertr., mürrisch, sauertöpfisch
  • ὀμφή
    ἡ, die Stimme; ὀμφὴ ϑείη oder ὀμφὴ ϑεῶν oder ϑεοῠ, Götterstimme; allgemeiner, ἁδεῖαι Ἀϑαναίων ὀμφαί νιν κώμα-σαν, die Stimmen
  • ὀμφήεις
    εσσα, εν, eine die Zukunft andeutende Stimme gebend, wahrsagend
  • ὀμφητήρ
    ῆρος, ὁ, der Wahrsager
  • ὁμφύνω
    berühmt, geehrt machen
  • ὁμ-ῶλαξ
    ακος, angrenzend, nachbarlich
  • ὄμωμι
    τό, eine persische Pflanze, vielleicht das amomum der Römer
  • ὁμ-ωνυμέω
    gleichen, einerlei Namen haben, τινί, mit einem
  • ὁμ-ωνυμία
    ἡ, Gleichnamigkeit
  • ὁμ-ωνυμικῶς
    mit gleichem Namen
  • ὁμ-ώνυμος
    u. ὁμ-ωνύμιος
    gleichnamig, einerlei Namen habend. Bes. gleichlautende Wörter, die verschiedene Begriffe ausdrücken
  • ὅμωρος
    ὁ, eine Art Brot
  • ὁμ-ώροφος
    u. ὁμ-ωρόφιος
    unter demselben Dache, also in demselben Hause lebend, τινί, mit einem, Hausgenosse
  • ὁμῶς
    gleicherweise, eben so, gleich; zu gleichen Teilen; ἐννῆμαρ μὲν ὁμῶς πλέομεν νύκτας τε καὶ ἦμαρ, Od. 10, 28, wir fuhren eben so bei Tage wie bei Nacht; πάντες ὁμῶς alle gleichmäßig, alle zusammen. C. dat., gleichwie einer; ὁμῶς δέ τοι ἤπια οἶδεν, so mild wie du; ἐχϑρὸς γάρ μοι κεῖνος ὁμῶς Ἀΐδαο πύλῃσιν, verhaßt wie die Pforten des Hades, wie der Tod, gleich dem Tode; auch = zugleich mit
  • ὅμως
    eigtl., wie unser gleichwohl, ein Wort mit dem Vorigen, dennoch, dessenungeachtet; ὅμως δ' οὐ λήϑετο χάρμης, dennoch nicht. Bes. ist das Nachsetzen des Wortes zu merken; οἱ μὲν πρῶτοι ὅμως τρόπῳ τινὶ ἐστρατοπεδεύσαντο, obwohl alles geplündert war
  • ὁμ-ωχέτης
    ὁ, zusammenhaltend, zusammenwohnend
  • ὀν-ᾱγός
    ὁ, Eselführer, Eseltreiber
  • ὀνάγρινος
    den wilden Esel betreffend, von einer Farbe
  • ὀναγρό-βοτος
    von Waldeseln beweidet
  • ὄν-αγρος
    ὁ, der wilde Esel, Waldesel. Auch eine Wurfmaschine
  • ὄναρ
    τό, der Traum; ὄνειρος, für alles Nichtige, trugvoller Schein, Schatten; adverbial gebraucht, im Traume, im Schlafe; οὐδ' ὄναρ πράττειν προςίσταται αὐτοῖς, nicht einmal im Traume; ὄναρ πλουτεῖν, im Traume reich sein
  • ὀνάριον
    τό, Eselein
  • ὀνεία
    ἡ, sc. δορά, Eselshaut, Eselsfell
  • ὄνειαρ
    ατος, τό, 1) alles Nutzen Bringende, Hilfe, Beistand; Stärkung, Erquickung; ἐφράσατο μέγ' ὄνειαρ, wo es eine Hilfe ist, gegen den Gestank nützt. Gew. sind ὀνείατα erquickende Nahrungsmittel, Speisen; τοσσάδ' ὀνείαϑ' ἄγοντα, Güter, Kostbarkeiten; λειμὼν μέγα στιβάδεσσιν ὄνειαρ, zu den Lagern sehr behilflich. 2) = ὄναρ, der Traum
  • ὀνείδειος
    ον, schimpfend, tadelnd; ὀνειδείοις ἐπέεσσι, mit Schimpf- oder Schmähworten
  • ὀνειδίζω
    schmähen, schelten; νείκει ὀνειδίζων, Vorwürfe machen; Ἀγαμέμνονι ὀνειδίζων, ὅτι οἱ μάλα πολλὰ διδοῦσιν ἥρωες, ihm vorwerfend, daß; auch τινί τι, einem etwas vorwerfen, an einem tadeln; ἐπειδὴ καὶ τυφλόν μ' ὠνείδισας, du schaltest mich blind
  • ὀνείδισμα
    τό, Vorwurf
  • ὀνειδισμός
    ὁ, die Schmähung, Beschimpfung, der Vorwurf
  • ὀνειδιστής
    ὁ, u. ὀνειδιστήρ
    ῆρος, ὁ, der Beschimpfende, Vorwürfe Machende
  • ὀνειδιστικός
    schmähend, tadelnd, Vorwürfe zu machen geneigt
  • ὄνειδος
    τό (ὄνομα, eigtl. übh. Ruf oder richtiger mit vorgeschlagenem ο von der Wurzel νιδ, Neid), Schimpf, Schmach, Vorwurf, bes. Schmährede, Schimpfwort; ἐμοὶ ὄνειδος μὴ ϑανεῖν ὑπὲρ τέκνου, mir ist es Schande. Auch der Gegenstand des Schimpfes, der Schande; u. concret, der mit Schande bedeckt ist u. anderen Schande bringt; so heißen τοιαῦτ' ὀνείδη die Töchter des Oedipus; σοὶ δ' ἐκλιπόντι τοῦτ' ὄνειδος οὐ καλόν, diesen nicht schönen Leumund; Θήβαις κάλλιστον ὄνειδος, Ruhm, Ehre (guter Leumund)
  • ὀνεῖον
    τό, der Eselstall
  • ὄνειος
    vom Esel; ἀσκός, Schlauch von Eselsfell
  • ὄνειος
    nützlich
  • ὄνειραρ
    ατος, τό, Traum
  • ὀνειράτιον
    τό, Träumchen
  • ὀνείρειος
    u. ὀνειρήεις
    εσσα, εν, zum Traume gehörig; ἐν ὀνειρείῃσι πύλῃσιν, an den Toren der Träume
  • ὀνειρο-γενής
    ές, im Traume geboren
  • ὀνειρο-δότης
    Träume gebend, der Traumbringer
  • ὀνειρο-κρισία
    ἡ, das Traumdeuten
  • ὀνειρο-κρίτης
    ὁ, der Traumdeuter
  • ὀνειρο-κριτικός
    ή, όν, traumdeuterisch; τὰ ὀνειροκριτικά, sc. βιβλία, ein Buch vom Traumdeuten
  • ὀνειρο-λογία
    ἡ, u. ὀνειρο-λεσχία
    ἡ, das Reden, die Wissenschaft von den Träumen, die Traumdeuterei
  • ὀνειρό-μαντις
    aus Träumen wahrsagend, der Traumdeuter
  • ὀνειρό-πλαστος
    im Traume gebildet
  • ὀνειρό-πληκτος
    u. ὀνειρό-πληξ
    ηγος, vom Traume getroffen, erschreckt
  • ὀνειρο-ποιός
    Träume hervorbringend
  • ὀνειρο-πολέω
    mit Träumen verkehren, träumen; ἵππους, von Pferden träumen; träumerisch sein; übertr., πολλὰ τοιαῦτα ὀνειροπολεῖ ἐν τῇ γνώμῃ, von törichten Einbildungen; ὀνειροπολούμενος ταῖς τῶν Μακεδόνων ἀρεταῖς, im Traume erschreckt
  • ὀνειρο-πόλημα
    τό, der Traum
  • ὀνειρο-πόλησις
    ἡ, u. ὀνειρο-πολία
    ἡ, das Verkehren mit Träumen, das Träumen
  • ὀνειρο-πολικόν
    τό, das Weissagen aus Träumen
  • ὀνειρο-πόλος
    der sich mit Träumen beschäftigt, bes. um die Zukunft daraus vorherzusagen, der Traumdeuter; der, welcher die Träume hat
  • ὀνειρο-πομπός
    Träume sendend
  • ὄνειρος
    ὁ, der Traum, der schon zu Homers Zeiten als von den Göttern gesendet und die Zukunft andeutend betrachtet wird; Zeus' Bote; der Traumgott; δρᾶν ὀνείρους, Träume haben. Bes. wird damit das Nichtige, schnell Vergängliche bezeichnet
  • ὀνειρο-σκοπικός
    den Traumdeuter betreffend
  • ὀνειρο-σκόπος
    Träume betrachtend und prüfend, Traumdeuter
  • ὀνειρό-σοφος
    traumkundig
  • ὀνειρο-τόκος
    Träume hervorbringend
  • ὀνειρο-φαντασία
    ἡ, Traumerscheinung
  • ὀνειρό-φαντος
    im Traume erschienen, dem Traume ähnlich
  • ὀνειρο-φόβος
    mit Träumen schreckend
  • ὀνειρό-φρων
    sich auf Träume verstehend, Traumdeuter
  • ὀνειρωγμός
    ὁ, der Samenfluß im Traume
  • ὀνειρ-ώδης
    ες, traumartig, träumerisch
  • ὀνείρωξις
    ἡ, das Träumen
  • ὀνειρώσσω
    1) träumen. 2) im Traume den Samen lassen
  • ὀνειρωτικός
    zum Träumen gehörig
  • ὀν-έλαφος
    ὁ, der Eselhirsch
  • ὄνευος
    ὁ, Zugmaschine, Winde, auch der sie in Bewegung Setzende
  • ὀνεύω
    mit der Winde ziehen
  • ὀν-ήγησις
    ἡ, das Eselführen
  • ὀν-ηγός
    ὁ, Eselführer
  • ὀνήϊστος
    der nützlichste, tüchtigste; ὀνήϊστον πονέεσϑε, strengt euch recht tüchtig an; ὕδρωπος ὀνήϊστα, die wirksamsten Mittel gegen die Wassersucht
  • ὀν-ηλατέω
    Esel treiben
  • ὀν-ηλάτης
    ὁ, der Eseltreiber
  • ὀνησί-δωρος
    Nutzen schenkend, gewährend
  • ὀνήσιμος
    ον, nützlich, ersprießlich
  • ὀνησί-πολις
    dem Staate nützend
  • ὄνησις
    ἡ, das Nützen, der Vorteil, Genuß; κακοῦ ἀνδρὸς δῶρ' ὄνησιν οὐκ ἔχει, Nutzen haben, gewähren; ὄνησιν ἔχειν τινός, Nutzen von etwas haben
  • ὀνησι-φόρος
    Nutzen bringend
  • ὀνητικός
    nützend, nutzbar
  • ὀνητός
    1) nützlich, nutzbar. 2) (ὄνομαι) tadelhaft
  • ὄνθος
    ὁ, Kot, Mist von Tieren
  • ὀνθύλευσις
    ἡ, wie μονϑύλευσις, eine gewisse Zubereitung mancher Speisen in der Küche, das Füllen, Farcieren
  • ὀνθυλευτός
    auch μονϑυλευτός, gefüllt, farciert, von Speisen
  • ὀνθυλεύω
    bezeichnet eine gewisse Zubereitung von Speisen in der Küche, wahrscheinlich unser 'füllen', 'farcieren'. Auch vom Zubereiten, Verfälschen des Weines, schmieren
  • ὀνίας
    ὁ, eine eselgraue Art des Seefisches Skarus
  • ὀνίδιον
    τό, Eselchen
  • ὀνικός
    zum Esel gehörig, eselhaft
  • ὀνίνημι
    1) Act. nützen, helfen, fördern, Vorteil bringen, teils absolut, teils c. accus. der Person oder Sache, der genützt oder die gefördert wird; σὲ δὲ τοῠτό γε γῆρας ὀνήσει, hierin wenigstens wird dein Alter dir nützen; οἶμαι ἂν ὑμᾶς μέγα ὀνῆσαι τὸ στράτευμα, ich glaube, ihr würdet dem Heere großen Vorteil verschaffen; σὺ ἡμᾶς ὀνίνης ἀεὶ νο υϑετῶν, du nützest uns durch deine fortwährenden Ermahnungen; Nutzen, Vorteil haben, Hilfe, Unterstützung finden; καὶ δ' αὐτὸς ὃν ϑυμὸν ὀνήσεται, selbst in seinem Herzen Vorteil davon haben; c. gen., Nutzen, Genuß von etwas haben, δαιτὸς ὄνησο, genieße des Mahles, sei zufrieden damit; τί σευ ἄλλος ὀνήσεται, was soll ein anderer Vorteil von dir haben, deiner froh werden?; ὀλοίμην, μὴ νῠν ὀναίμην, möge mir keine Freude zu Teil werden, ich will verwünscht sein; οὕτως ὀναίμην τῶν τέκνων, so wahr ich Freude an meinen Kindern zu erleben wünsche; ὄναιο μέντἂν εἴ τις ἐκπλύνειέ σε, es würde dir heilsam sein, wenn einer dich auswaschen wollte; ὤνησο, διότι, es war dein Glück, daß
  • ὀνίς
    ίδος, ἡ, Eselsmist
  • ὀνίσκη
    ἡ, kleine Eselin
  • ὀνίσκος
    ὁ, 1) dim. von ὄνος, Eselein. 2) ein Meerfisch von der Art des Stockfisches, asellus. 3) Kellerassel. 4) eine Zimmermannssäge. 5) wie ὄνος, Winde, Haspel
  • ὀνίτης
    ὁ, ein scythischer Stein
  • ὀνῖτις
    ιδος, ἡ, eine Art Origanon
  • ὀνοβατέω
    die Stute mit einem Esel belegen, bespringen lassen; auch vom Esel, die Stute bespringen
  • ὀνο-βάτης
    ὁ, den Esel besteigend, reitend
  • ὀνό-βλιτον
    τό, eine Pflanze, eine Art Melde
  • ὀνό-βρυχις
    ιδος, ἡ, eine schotenartige Pflanze
  • ὀνό-γαστρις
    ὁ, Dickwanst
  • ὀνό-γῡρος
    ὁ, ἐμπρίων, ein Stachelgewächs. Sprichwörtlich ὀνόγυρον κινεῖν, eine unangenehme Sache in Anregung bringen
  • ὀνο-ειδής
    ές, eselartig
  • ὀνο-θυσία
    ἡ, das Eselsopfer
  • ὀνο-κένταυρος
    ὁ, Eselskentaur, ungeschwänzte Affenart
  • ὀνο-κέφαλος
    mit einem Eselskopfe
  • ὀνο-κίνδιος
    ὁ, u. ὀνο-κίνδης
    ὁ, der Eseltreiber (κινέω), Beiname des Pisander
  • ὀνόκλεια
    ἡ, die Pflanze ἄγχουσα
  • ὀνο-κοίτης
    ὁ, der in der Eselskrippe Liegende, Spottname, den die Heiden Christus gaben
  • ὀνο-κόπος
    den Mühlstein, ὄνος, klopfend, schärfend
  • ὀνο-κρόταλος
    ὁ, ein gallischer Vogel, Wasserrabe
  • ὀνο-κώλη
    ἡ, u. ὀνο-κωλίς
    ἡ, die Eselfüßige, Beiname der Empusa
  • ὀνό-κωλος
    eselsfüßig
  • ὄνομα
    τό, 1) Name, die Benennung einer Person oder Sache; der Eigenname, mit dem eine Person genannt wird; Ἀρήτη δ' ὄνομ' ἐστὶν ἐπώνυμον, der Name, mit dem sie genannt wird; εἴπ' ὄνομ', ὅττι σε κεῖϑι κάλεον, mit dem sie dich nannten; ὄνομα ϑεῖναί τινι, einen Namen geben, beilegen; ὄνομα φέρειν, einen Namen tragen; ὄνομα ἔχειν ἀπό τινος, von oder nach einem anderen den Namen haben; πόλις Θάψακος ὀνόματι, mit Namen; bei Namen rufen; namentlich. 2) wie bei uns, Name, Ruf, Ruhm; doch so, daß an den Eigennamen selbst zu denken ist; ἵνα μηδ' ὄνομ' αὐτοῦ ἐν ἀνϑρώποισι λίπηται, daß auch nicht der Name von ihm übrig bleibe; ὄνομα μόνον δείσαντες, den Ruf des Namens; berühmter Name; ἐν ἀτίμῳ ὀνόματι, von unberühmtem Namen, Herkommen. 3) der bloße Name in Ggstz der Person oder Sache. Daher auch der falsche Name, hinter dem man die Sache versteckt, Vorwand. 4) bes. bei Gramm. das nomen im Ggstz von ῥῆμα, verbum, auch im engeren Sinne Eigenname im Ggstz von προςηγορία, nomen appellativum (s. unter ῥῆμα). Übh. das Wort, der Ausdruck
  • ὀνομάζω
    den Namen sagen, nennen, bei Namen aufrufen; ἐξονομακλήδην ὀνομάζων ἄνδρα ἕκαστον, namentlich aufrufend; Δαναῶν ὀνόμαζες ἀρίστους, riefst sie mit Namen; πολλὰ περικλυτὰ δῶρ' ὀνόμαζον, zählten sie auf; aber εἰ μὲν γὰρ μὴ δῶρα φέροι, τὰ δ' ὄπισϑ' ὀνομάζοι heißt 'die Geschenke nennen', im Ggstz derer, die er gibt, also zusagen, versprechen; einen Namen geben, benennen. Pass.: heißen; ἀντὶ τοῦ δὴ παῖδά μ' ὠνομάζετο, er nannte mich seinen Sohn; τοῠτο ἡ ναῦς ὠνομάζετο, so hieß das Schiff; überh. aussprechen, Wörter, Ausdrücke gebrauchen, sich ausdrücken; namhaft, berühmt machen
  • ὄνομαι
    schelten, schmähen, beschimpfen; mit folgdm ὅτι: ἢ οὔνεσϑ', ὅτι μοι Ζεὺς ἄλγε' ἔδωκεν, scheltet ihr, seid ihr unzufrieden, d. i. ist es euch nicht genug, daß Zeus mir Schmerzen gegeben hat; auch c. gen., οὐδ' ὥς σε ἔολπα ὀνόσσεσϑαι κακότητος, auch so, hoffe ich, wirst du nicht unzufrieden sein wegen deines Unglücks, ich hoffe, du wirst genug daran haben
  • ὀνομαίνω
    φίλον δ' ὀνόμηνεν ἑταῖρον, er rief ihn mit Namen; ὀνομάζω, auch von dem, was einer zu geben verheißt; ἴσχεο, μηδ' ὀνομήνῃς, halt an dich und sprich's nicht aus; καὶ σὸν ϑεράποντ' ὀνόμηνεν, er ernannte ihn zu deinem Diener; benennen, einen Namen geben
  • ὀνομα-κλήδην
    mit Nennung des Namens, ὀνομάζειν, beim Namen rufen
  • ὀνομα-κλήτωρ
    ορος, ὁ, der die Namen der Leute (kennt u.) nennt, das lat. nomenclator
  • ὀνομα-κλυτός
    mit berühmtem Namen, berühmt
  • ὀνόμασις
    ἡ, u. ὀνομασία
    ἡ, Benennung
  • ὀνομαστήρια
    τά, sc. ἱερά, Feier des Namenstages
  • ὀνομαστής
    ὁ, der Benennende, Nennende
  • ὀνομαστί
    namentlich, mit Namen
  • ὀνομαστικός
    den Namen betreffend; ὁ ὀν., der im Namengeben erfahren, geschickt ist; τέχνη ὀνομαστική, die Kunst des Namengebens; τὸ ὀνομαστικόν, ein Namen- oder Wörterverzeichnis, in welchem die Wörter sachlich verzeichnet sind, wie das des Pollux; ἡ ὀνομαστική, ac. πτῶσις, der Nominativus, Gramm; auch adv., ὀνομαστικῶς, mit einem eigenen Namen
  • ὀνομαστός
    genannt, zu nennen; οὐκ ὀνομαστός, unnennbar, wie infandus, was Abscheu oder Furcht einflößt, so daß man es nicht einmal nennen mag, κακοΐλιον οὐκ ὀνομαστήν; namhaft, berühmt
  • ὀνομαστικός
    zum Namen, bes. zum Nomen substantivum gehörig, substantivisch
  • ὀνομάτιον
    τό, kleiner Name, Wörtchen
  • ὀνοματο-γραφέω
    den Namen schreiben
  • ὀνοματο-γραφία
    ἡ, das Schreiben des Namens
  • ὀνοματο-γράφος
    den Namen schreibend
  • ὀνοματο-θεσία
    ἡ, das Beilegen eines Namens, die Benennung
  • ὀνοματο-θέσια
    τά, sc. ἱερά, das Fest der Namengebung
  • ὀνοματο-θετέω
    den Namen geben, benennen
  • ὀνοματο-θέτης
    ὁ, den Namen beilegend, der Namengeber, der Benennende
  • ὀνοματο-θετικός
    ή, όν, zum Namengeben, Benennen gehörig, geneigt, geschickt
  • ὀνοματο-θήρας
    ὁ, Namenjäger, Wortklauber; auch der neue Wörter bildet
  • ὀνοματο-θηρέω
    nach Namen, Worten jagen
  • ὀνοματο-λόγος
    Namen oder Wörter sammelnd
  • ὀνοματο-μάχος
    wegen eines Namens, Wortes, Ausdrucks streitend
  • ὀνοματο-ποιέω
    Namen, Wörter machen, bilden; bes. Gramm., nach einem Naturlaut ein Wort bilden
  • ὀνοματο-ποίησις
    ἡ, das Wortbilden, Namengeben
  • ὀνοματο-ποιητικός
    ή, όν, ein Wort bildend, indem man einen Naturlaut nachahmt
  • ὀνοματο-ποιΐα
    ἡ, das Wortbilden, bes. nach dem Naturlaut
  • ὀνοματο-ποιός
    ein Wort, einen Namen bildend, bes. indem man einen Naturlaut nachahmt
  • ὀνοματ-ώδης
    ες, namenartig, substantivisch
  • ὀνό-πορδον
    τό, Eselsfurz, eine Distelart
  • ὀνό-ρυγχος
    ἡ, Eselsschnauze, eine Pflanze
  • ὄνος
    ὁ, u. ἡ, 1) Esel, Eselin; περὶ ὄνου σκιᾶς, um des Esels Schatten, d. i. um eine nichtsnutzige Kleinigkeit; ὄνου πόκας, etwa: ins Land mit gebratenen Tauben; ὄνος ἄγων μυστήρια, Esel führten die heiligen Gerätschaften und anderes Gepäck nach Eleusis; ἀπ' ὄνου καταπεσεῖν, vom Esel fallen, mit einem Wortspiele für ἀπὸ νοῦ καταπεσών = ἐπὶ τῶν ἀλόγως πραττόντων ἡ παροιμία καὶ μὴ δυναμένων ὄνοις χρῆσϑαι μήτι γε δὴ ἵπποις, man kann auch unser 'vom Pferd auf den Esel kommen' vergleichen; ein Wortspiel mit ὄνος, Esel, u. ὄνος, einer Art Weingefäß. Sprichwörtlich auch ὄνος λύρας, ὄνος πρὸς λύραν, ὄνος λύρας ἀκούων, von einem rohen, gegen alle Musenkunst unempfindlichen Menschen; ὄνος εἰς ἄχυρα, es geht nach Wunsch; ὄνος ἐν μελίσσαις, vom Unglück; ὄνου ὑβριστότερος, denn die Esel gelten für stumpf gegen Schläge und mutwillig und trotzig. 2) auch ein Meerfisch heißt so. Der Kellerwurm, die Kellerassel; eine ungeflügelte Heuschreckenart, ἀσίρακος. Ein Gestirn neben der Krippe. 3) eine Zugmaschine, Haspel, Winde. 4) der obere, laufende Mühlstein, auch der untere, unbewegliche Stein. 5) auch die Spindel, der Rocken hieß so; auch die Eins, das As auf dem Würfel
  • ὄνοσις
    ἡ, Schimpf, Schande, Vorwurf
  • ὀνο-σκελής
    ές, eselsfüßig
  • ὀνο-σκελίς
    ίδος, ἡ, die Eselsfüßige, so heißt die Empusa
  • ὄνοσμα
    τό, ein wohlriechendes, stachliges Kraut, zur Gattung ἄγχουσα gehörig
  • ὀνο-στάσιον
    τό, Eselstall
  • ὀνοστός
    geschmäht, getadelt, zu tadeln; δῶρα μὲν οὐκέτ' ὀνοστὰ διδοῖς, nicht zu verschmähende, nicht zu verachtende Geschenke
  • ὀνο-στύππαξ
    ακος, ὁ, ein Schimpfwort
  • ὀνο-σφαγία
    ἡ, das Schlachten, Opfern von Eseln 
  • ὀνοτάζω
    tadeln, schmähen; verschmähend
  • ὄνουρις
    ιδος, ἡ, eine Pflanze, die sonst auch ὀνοϑήρας, οἰνοϑήρας u. ä. heißt
  • ὀνο-φορβός
    Esel weidend, ὁ, der Eselhüter
  • ὀνό-φυλλος
    ὁ, u. ὀνόφυλλον
    τό, Eselsblatt, eine Pflanze
  • ὀνο-χειλές
    τό, auch ὀνοχειλίς
    ίδος, ἡ, u. ὀνόχειλος
    ἡ, Eselslippe, eine Pflanze, von der Gattung ἄγχουσα, die gegen den Biß wilder Tiere gebraucht wurde
  • ὀνό-χηλος
    ἡ, Eselsklaue
  • ὄντα
    τά, part. praes. von εἰμί; das, was ist, sowohl das Gegenwärtige im Ggstz des Vergangenen u. Zukünftigen, als auch das, was wirklich ist, im Ggstz des Gedachten, das Wirkliche; auch das Vermögen, Hab und Gut
  • ὄντως
    wirklich, in Wahrheit
  • ὄ-νυξ
    υχος, ὁ, 1) Klaue, Kralle; immer vom Adler, von den Krallen des Habichts, von Löwen, vom Pferde. Bei Menschen, der Nagel; von dem Zerfleischen der Wangen zum Zeichen der Trauer; ἐξ ὀνύχων, aus den Fingernägeln, oder Fingerspitzen, d. i. vom Herzensgrunde, φιλεῖν, lieben; ἐξ ὀνύχων λέοντα, ex ungue leonem; allgemein, ἐκ τῶν ὀνύχων τεκμαίρεσϑαι, d. i. das Ganze an einem charakteristischen Teile erkennen; ἐξ ἁπαλῶν ὀνύχων, von zarter Jugend auf; ὁ πόνος δύεται εἰς ὄνυχα, er dringt unter die Nägel, wie wir sagen 'bis in die Fingerspitzen', die höchste Empfindlichkeit bezeichnend. In der Sprache der Bildhauer ὁ πηλὸς ἀφικνεῖται εἰς ὄνυχα, der Ton kommt an die Nagelprobe, wenn der Künstler mit dem Nagel untersucht, ob alles genau und glatt gearbeitet ist, oder alles mit der größten Sorgfalt bis ins Kleinste nachpoliert, die Nägel u. andere Beiwerke der Art genau ausarbeitet; auch ἐκμέμακται εἰς ὄνυχα, bis auf den Nagel, bis auf das Kleinste genau ausgearbeitet; auch auf andere Dinge übertr., ἡ ἀκριβὴς σφόδρα καὶ δι' ὄνυχος λεγομένη δίαιτα, die genaueste, sorgfältigste Diät. Übh. εἰς ὄνυχα, δι' ὄνυχος, ἐπ' ὄνυχος, bis auf den Nagel, wie wir sagen: bis aufs Haar, aufs Genaueste zutreffend, wie σύμπηξις εἰς ὄνυχα, von einer aufs Haar passenden Fuge. 2) von der Ähnlichkeit mit einer Kralle heißt ὄνυξ auch jeder Haken, jedes hakenförmige Werkzeug, uncus; ὄνυξι ξυλίνοισι τὰ ὅπλα στρεβλοῠντες, ein Folterwerkzeug; Haken am Anker. 3) von der Ähnlichkeit mit dem Nagel eines Menschen der untere weiße Teil an der Rose und am Knoblauch, mit dem die Blätter und Knöpfe ansitzen, ungues rosarum. 4) ein wie ein Nagel aussehendes Geschwür auf der Hornhaut des Auges. 5) ein Teil der Leber. 6) ein streifiger Edelstein, der Onyx; auch das aus Onyx Verfertigte, bes. eine Salbenbüchse aus Onyx
  • ὀνυχίζω
    Klauen, Hufe, bes. Nägel beschneiden; sich die Nägel beschneiden- Übertr., wie ἐξονυχίζειν, mit den Nägeln genau, sorgfältig untersuchen, eigtl. ob alles genau gearbeitet ist; einen berücken, bevorteilen
  • ὀνυχιμαῖος
    von der Größe der Nägelabschnitzel, in kleinen Stückchen
  • ὀνύχινος
    von Onyx gemacht
  • ὀνύχιον
    τό, vom Edelstein Onyx
  • ὀνυχισμός
    ὁ, das Veschneiden der Nägel; übertr. die Nagelprobe, genaue Prüfung
  • ὀνυχιστήρ
    ῆρος, ὁ, der die Nägel abschneidet; Spaltung des Hufes
  • ὀνυχιστήριον
    τό, sc. μαχαίριον, Messer oder Schere zum Abschneiden der Nägel
  • ὀνυχιτης
    ὁ, dem Onyx ähnlich
  • ὀνυχο-γραφέω
    mit den Nägeln ritzen, kratzen
  • ὀνυχο-ειδής
    ές, nagel- oder onyxartig
  • ὀνυχόω
    zu einem Nagel machen, die Gestalt eines Nagels geben oder eines hakenförmigen Werkzeuges
  • ὀξάλειος und ὀξάλιος
    säuerlich; eine Art Feigen
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