241 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • νεο-σχιδής
    ές, eben erst gespalten
  • νεο-τελής
    ές, 1) eben erst beendigt. 2) eben erst eingeweiht
  • νεο-τερπής
    ές, neu erfreuend
  • νεό-τευκτος
    u. νεο-τευχής
    ές, neu bereitet, neu gemacht
  • νεότης
    ητος, ἡ, das jugendliche Alter, die Jugend; auch collectiv., die junge Mannschaft. Jugendliche Unbesonnenheit; καὶ ὕβρις, jugendlicher Mutwille
  • νεοτήσιος
    ον, jung, jugendlich
  • νεό-τμητος
    frisch, eben erst geschnitten, abgeschnitten
  • νεό-τοκος
    neuerdings, eben erst geboren
  • νεο- τόκος
    eben erst geboren habend
  • νεο-τρεφής
    ές, frisch genährt, eben geboren
  • νεο-τριβής
    ές, u. νεό-τριπτος
    neu gerieben
  • νεό-τροφος
    frisch, jung ernährt
  • νεό-τρωτος
    frisch, eben erst verwundet
  • νεόττευςις
    ἡ, u. νεοττεία
    ἡ, das Nisten, Hecken
  • νεοττεύω
    nisten, hecken
  • νεό-τῡρος
    ὁ, junger, frischer Käse
  • νε-ουργέω
    neu machen, erneuern
  • νε-ουργός
    neu gemacht, neu. Auch = Schiffbauer
  • νε-ούτατος
    neuerdings, frisch verwundet
  • νεο-φανής
    ές, eben erst, neu erschienen
  • νεο-φάντης
    ὁ, ein Neueingeweihter, nach ἱεροφάντης gebildet
  • νεο-φεγγής
    ές, neu scheinend, μήνη, Neumond
  • νεό-φθαρτος
    u. νεο-φθίμενος
    u. νεό-φθιτος
    neu, eben erst verderbt, vernichtet
  • νεό-φοιτος
    eben, seit kurzem herumgehend, auch passiv., eben betreten
  • νεό-φονος
    frisch, eben erst getötet
  • νεό-φρων
    ονος, jugendlich gesinnt
  • νεο-φυΐα
    ἡ, das neue Wachsen
  • νεο-φυής
    ές, frisch gewachsen, neu keimend
  • νεο-φύρᾱτος
    frisch geknetet
  • νεο-φυτεία
    ἡ, junge Anpflanzung
  • νεο-φυτεῖον
    τό, ein eben bepflanzter Ort
  • νεό-φυτος
    1) neu bepflanzt, mit jungen Bäumen bepflanzt. 2) die neuerdings zum Christentume Bekehrten
  • νεο-φώτιστος
    neu erleuchtet
  • νεο-χάρακτος
    neu, eben erst eingegraben, eingeprägt, eingedrückt
  • νεοχμός
    neu, unerwartet; νεοχμόν τι ποιέειν, von Neuerungen im Staate
  • νεοχμόω
    neu machen, neuern; bes. wie νεωτερί-ζειν, im Staate Neuerungen machen
  • νεόχμωσις
    ἡ, Erneuerung, Herstellung
  • νεό-χνοος
    mit dem ersten, jungen Flaumhaar, Barthaar
  • νεό-χριστος
    neu, frisch gesalbt, bestrichen
  • νεό-χυτος
    neu ergossen, ausgegossen
  • νεόω
    erneuern, neu machen. Gewöhnlich Neuland od. Brache bestellen, das Land neu umpflügen
  • νέποδες
    οἱ, die Robben; 1) von νή u. πούς, also = ἄποδες, die Fußlosen. 2) von νέω (νήχομαι), = νηξίποδες, Schwimmfüßige, mit Floßfüßen; alle Fische u. Wassertiere übh. νέποδες. 3) κατὰ γλῶττάν τινα, νέποδες = τέκνα, die Kinder, junge Brut; die Kinder hießen so, weil sie die Füße noch nicht gebrauchen können
  • νέρθε
    nur in Beziehung auf die Unterwelt
  • νέρτατος
    der unterste
  • νερτέριος
    was unten, unter der Erde ist, unterirdisch
  • νερτερο-δρόμος
    ὁ, der Läufer, Bote der Unterwelt
  • νερτερό-μορφος
    wie die Unterirdischen gestaltet, von Totengestalt
  • νέρτερος
    = ἐνέρτερος, der untere; bes. νέρτεροι, die Unteren, die Toten; auch χϑών, Unterwelt
  • νέρτος
    ὁ, ein Raubvogel
  • νετώπιον
    τό, u. νέτωπον
    ein Öl von bitteren Mandeln
  • νεῦμα
    τό, der Wink, das Zunicken mit dem Kopf u. den Augen, bes. als Zeichen des Beifalls u. der Bekräftigung, oder des Befehls
  • νευρά
    ἡ,, 1) die Sehne; Bogensehne; ῥῆξε δέ οἱ νευρήν = er zerriß ihm die Sehne des Bogens, nicht = νεῠρον zu nehmen; die Bogensehne war gedreht, wie die Beiwörter ἐϋστρεφής und νεόστροφος zeigen. 2) auch die Darmsaite
  • νευράς
    άδος, ἡ, eine Pflanze, Diosc.
  • νευρειή
    ἡ, Bogensehne
  • νευρ-έν-δετος
    mit Sehnen, Saiten bespannt, bezogen, angebunden
  • νευρία
    ἡ, Seil aus Sehnen oder Flechsen
  • νευρικός
    die Sehnen betreffend, an den Sehnen leidend
  • νεύρινος
    aus Sehnen gemacht, od. aus Pflanzenfasern
  • νευρίον
    τό, kleine Sehne, Saite
  • νευρίς
    ίδος, ἡ, kleine Sehne. Auch eine Pflanze, ein Strauch
  • νευρίτης
    ὁ, sehnig
  • νευρι-ώδης
    ες, sehnig, kräftig
  • νευρο-βάτης
    ὁ, Seiltänzer
  • νευρο-ειδής
    ές, sehnenartig, auch Name einer Pflanze
  • νευρό-θλαστος
    an den Sehnen gequetscht
  • νευρό-καυλος
    mit sehnigem, faserigem Stengel
  • νευρο-κοπέω
    die Sehnen einschneiden u. dadurch lähmen
  • νευρο-λάλος
    mit den Saiten schwatzend, mit geschwätzigen Saiten
  • νεῦρον
    τό, Sehne, Flechse; 1) am menschlichen u. tierischen Leibe, Muskel- u. Knochenbänder, von denen die Spannkraft u. Stärke des Leibes abhängt; ἔγχεος αἰχμῇ νεῦρα διεσχίσϑη, von den Sehnen unten am Fuß; χαλᾶν καὶ ξυντείνειν, nachlassen u. anspannen; für penis gebraucht, wie das lat. nervus. 2) auch die Fasern, die bei der Pflanze die Sehnen des tierischen Körpers vertreten. 3) eine aus Tiersehnen gemachte Schnur, Seil, Sehne, z. B. die Pfeilspitze am Schaft zu befestigen. Man brauchte dergleichen Sehnen auch zum Nähen von Lederwerk u. zu Schleudern. 4) wie bei uns Nerv, wird es auch übertr. für Spannkraft, Stärke gebraucht u. bezeichnet alles, was einer Sache Nachdruck gibt; Reichtum νεῦρα πραγμάτων; die Nerven, die vom Gehirn auslaufenden Empfindungswerkzeuge. 6) die aus Tiersehnen gemachten Saiten, auch Darmsaiten
  • νευρό-νοσος
    an den Sehnen krank
  • νευρο-παχής
    ές, mit dicken Sehnen
  • νευρο-πλεκής
    ές, von Sehnen geflochten
  • νευροῤ-ῥαφέω
    mit Sehnen zusammennähen, bes. Schuhe flicken
  • νευροῤ-ῥαφία
    ἡ, das Schuhflicken
  • νευροῤ-ῥαφικός
    ή, όν, zum Schuhflicken gehörig
  • νευροῤ-ῥάφος
    mit Sehnen nähend, flickend, der Schuhflicker
  • νευρο-σιδηροῦς
    mit eisernen Sehnen
  • νευρο-σπαδής
    ές, mit der Sehne gespannt; ἄτρακτος, der mit der Sehne zurückgezogen ist, um abgeschossen zu werden
  • νευρο-σπαστέω
    durch Sehnen ziehen und in Bewegung setzen, bes. Puppen; σιγιλλάρια νευροσπαστούμενα, Marionetten. Pass. auch = durch Schlingen gefangen werden
  • νευρο-σπάστης
    ὁ, der durch Ziehen an Sehnen oder Fäden Gliederpuppen bewegt, Marionettenspieler
  • νευρο-σπαστία
    ἡ, Bewegung durch Sehnen
  • νευρο-σπαστικός
    ή, όν, zum Ziehen und Bewegen durch Sehnen gehörig; ἡ νευροσπαστική, sc. τέχνη, Marionettenspielerkunft
  • νευρό-σπαστος
    durch Sehnen gezogen; νευρόσπαστα ἀγάλματα, durch Sehnen in Bewegung gesetzte Gliederpuppen; dah. τὰ νευρόσπαστα, Marionetten- u. vielleicht übh. Taschenspielerkünste
  • νευρο-τενής
    ές, mit Sehnen gespannt
  • νευρο-τομέω
    die Sehnen zerschneiden
  • νευρο-τόμος
    Sehnen zerschneidend
  • νευρό-τρωτος
    an den Sehnen, Flechsen verwundet
  • νευρο-χαρής
    ές, sich der Sehne, des Bogens freuend, Apollo
  • νευρόω
    mit Sehnen anspannen
  • νευρ-ώδης
    ες, voll Sehnen, nervig, kräftig
  • νεῦσις
    ἡ, 1) das Nicken, der Wink. 2) die Neigung wohin
  • νεῦσις
    ἡ, das Schwimmen
  • νεύσομαι
    schwimmen
  • νευστάζω
    nicken; ἔβη νευστάζων κόρυϑι, er schritt einher mit nickendem, vorn überwallendem Helmbusch; ὀφρύσι, wie νεύω, mit den Augen (brauen) winken, ein Zeichen geben; anders κεφαλῇ, von einem, der den Kopf nicht mehr aufrecht halten kann, ihn vornüber sinken lassen als Zeichen des Unmuts; die Augen senken
  • νευστέον
    man muß schwimmen
  • νεύστης
    ὁ, u. νευστήρ
    ῆρος, ὁ, der Schwimmer, Schiffer
  • νευστικός
    was schwimmen kann
  • νευστικός
    nickend, sich neigend
  • νευστός
    schwimmend
  • νεύω
    nicken, winken; um ein Zeichen zu geben; νεῠσε δέ οἱ λαὸν σόον ἔμμεναι, er sicherte es ihm zu; als Ausdruck der Bejahung, Genehmigung, Zusicherung; ἐπ' ὀφρύσι νεύειν, mit den Augen dazu nicken; auch mit dem bloßen accus., zugestehen, bewilligen. Auch = sich neigen, senken, vorbiegen u. oft von niederwallendem Helmbusch; νεύειν κεφαλάς, die Köpfe senken, hängen lassen, als Zeichen der Demütigung, des Überwundenseins; von vollen Ähren; sich wohin neigen; νεύειν εἰς δύσεις, πρὸς μεσημβρίαν, wie vergere, von dem sich nach einer Himmelsgegend hin Erstrecken
  • νεφέλη
    ἡ, Nebel, Wolke, Gewölk; übertr., Umnachtung der Sinne durch den Tod, Todesnacht. Auch ἄχεος νεφέλη, Wolke der Trauer, des Kummers; νεφέλαι πόκαις ἐρίων ὅμοιαι die leichten Wolken, welche wir auch Schäfchen nennen. Ein dünnes Vogelnetz, Fangnetz
  • νεφελ-ηγερέτα
    ὁ, u. νεφελ-ηγερής
    ές, der Wolkenversammler, stets Beiname des Zeus, der die Wolken zusammenführt, Gewitter und Regen sendet; ἀέρα, die Luft, oder der Nebel
  • νεφεληδόν
    nach Wolkenart
  • νεφέλιον
    τό, Wölkchen. Bei den Ärzten ein Fleck auf dem Auge, auch die weißen Fleckchen auf den Nägeln; Wolken im Urin
  • νεφελο-γενής
    ές, aus den Wolken oder von der Nephele geboren, die Centauren
  • νεφελο-ειδής
    ές, wolkenähnlich, wolkig
  • νεφελο-κένταυρος
    ὁ, Wolkencentaur, von wunderlichen, wolkenähnlichen Gestalten, mit Hindeutung auf die Centauren, die Kinder der Nephele
  • νεφελο-κοκκῡγία
    ἡ, Wolkenkuckucksheim, heißt die Stadt, die Ar. von den Vögeln erbauen läßt, um Athen damit zu verspotten; davon ein Einwohner νεφελοκοκκυγιεύς
  • νεφελο-στασία
    ἱ, Ort, wo man Vogelnetze aufstellt, Vogelherd
  • νεφελόω
    bewölken; aber νεφελωτός ist = aus Wolken gemacht
  • νεφό-βλητος
    aus den Wolken geworfen
  • νεφό-βολος
    mit Wolken beworfen, bewölkt
  • νεφο-ποίητος
    aus Wolken gemacht
  • νέφος
    τό, (nubes), Wolke, Gewölk. Häufig übertr., ϑανάτου νέφος, wie νεφέλη, Todesdunkel. Eine große, dichtgedrängte Menge, ein Schwarm, der, wenn er sich von fern heranbewegt, einer Wolke ähnlich sieht; πολέμοιο νέφος, das dichte Schlachtgetümmel; ἐπιβαίνει λάϑας νέφος, das Vergessen als das Verdunkeln des Wissens darstellend; von der Blindheit; auch von der Trauer, στυγνὸν νέφος ὀφρύων αὔξεται, wie auch wir von Wolken der Stirn sprechen; ταὶ μέν (ὄρνιϑες) τ' ἐν πεδίῳ νέφεα πτώσσουσαι ἵενται, = νεφέλαι, von Vogelnetzen
  • νεφόω
    bewölken, verfinstern
  • νεφρίδιος
    u. νεφριαῖος
    von den Nieren, die Nieren betreffend
  • νέφριον
    τό, eine Pflanze
  • νεφρίτης
    ὁ, nierenähnlich
  • νεφρῖτις
    ιδος, ἡ, die Nierenkrankheit, Nieren- oder Steinschmerzen
  • νεφρῑτικός
    an Nieren- oder Steinschmerzen leidend
  • νεφρο-μήτρα
    ἡ, gew. im plur. die Lendenmuskeln, innerhalb deren die Nieren liegen
  • νεφρός
    ὁ, gew. im plur., die Nieren
  • νεφρ-ώδης
    ες, nierenähnlich, -artig
  • νέφωσις
    ἡ, die Umwölkung
  • νέω
    schwimmen. Komisch, νεῖν ἐν ταῖς ἐμβάσιν, in den Schuhen schwimmen, d. i. in den Schuhen, die zu weit sind, schlottern
  • νέω
    νήσω, spinnen; νεῖ νήματα, von den Spinnen; ἅσσα οἱ νήσαντο Κατακλῶϑες, so viel ihm die Parzen spannen, d. i. verhängten
  • νέω
    νήσω, anhäufen, auf einen Haufen zusammentragen; so πυρὴν νῆσαι, einen Scheiterhaufen aufschichten
  • νέω
    gehen, s. νέομαι
  • νεω-κορέω
    ein νεωκόρος sein, den Tempel segen, überh. die Aufsicht über den Tempel haben; ἱερόν τι νεωκορήσει, scherzhaft für ἱεροσυλήσει gesagt, er wird den Tempel rein auskehren, d. i. gänzlich berauben. Übertr., rein erhalten, daher ἔρωτα, die Liebe in reinem Herzen, wie in einem Tempel hegen
  • νεω-κορία
    ἡ, das Amt des νεω-κόρος
  • νεω-κόρος
    den Tempel fegend, reinigend, subst. der Tempelwärter, Tempelaufseher, aedituus; ein Ehrentitel, den ganze Städte annehmen, bes. in Asien auf Münzen, wenn sie dem Kaiser bei sich einen Tempel errichtet hatten
  • νε-ωλκέω
    das Schiff ins Trockene, ins νεώλκιον ziehen, was mit Walzen, φάλαγγες, geschah
  • νεωλκία
    ἡ, das Unterbringen des Schiffes ins Trockene
  • νεώλκιον
    τό, der Ort, wohin das Schiff ins Trockene gebracht wird
  • νεωλκός
    das Schiff ins Trockene ziehend, in das νεώλκιον bringend
  • νέωμα
    τό, neu gepflügtes, zur Saat bereitetes Brachland
  • νε-ώνητος
    neuerdings, eben erst gekauft; von Sklaven
  • νεω-ποιέω
    1) einen Tempel bauen. Auch 2) von ναῦς, ein Schiff bauen
  • νεω-ποίης
    ὁ, eine Obrigkeit, die wahrscheinlich den Bau u. die Erhaltung der Tempel zu besorgen hatte
  • νεω-ποιός
    1) von νεώς, Tempel bauend. 2) von ναῦς, Schiffe bauend
  • νε-ωπός
    von jugendlichem Ansehen
  • νε-ωρέω
    ein νεωρός sein, Aufseher über das νεώριον sein
  • νε-ωρής
    ές, von neuerer Zeit, neu, frisch; νεωρὴς βόστρυχος τετμημένος, die eben erst abgeschnittene Locke
  • νε-ώριον
    τό, gew. im plur., Schiffswerfte, Hallen an den Seiten der Häfen, wo neue Kriegsschiffe gebaut u. alte ausgebessert wurden. Sie dienten auch zur Aufbewahrung der Schiffe während des Winters, wo diese auf das Trockene gezogen wurden, u. zur Aufbewahrung aller zur Ausrüstung der Schiffe nötigen Dinge, also = νεώςοικοι, Schiffsarsenal
  • νεωριο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Wächter, Aufseher über das νεώριον
  • νε-ωρός
    ὁ, Aufseher der Schiffe, Schiffswerfte
  • νε-ωρυχής
    ές, u. νε-ώρυκτος
    neu gegraben
  • νεώς
    ὁ, Tempel,
  • νέωσις
    ἡ, das neue Bestellen der Brache, Zubereitung des Brachlandes zur Saat
  • νεώς-οικοι
    οἱ, Schiffshäuser, heißen die einzelnen Abteilungen des νεώριον, in denen die einzelnen Schiffe teils gebaut, teils ausgebessert, teils den Winter über trockengelegt und aufbewahrt wurden, also auch Seearsenal
  • νεωστί
    neuerlich, neuerdings; wie nuper auch von einem längeren Zeitraume
  • νέωτα
    übers Jahr, künftiges Jahr
  • νεωτερίζω
    Neuerungen machen, neuern, bes. im Staate, Unruhen, Aufruhr anfangen; εἴς τινα, sich an einem vergreifen; trans., τὴν πολιτείαν, in der Staatsverfassung Neuerungen vornehmen
  • νεωτερικός
    wie νεανικός, was einem jüngeren Manne, νεώτερος, ansteht, ihm zukommt; νεωτερικὴ ἀγωγή, ζῆλοι, jugendlicher Eifer
  • νεωτερισμός
    ὁ, Neuerungslust, Neuerung, bes. im Staate, u. im schlimmeren Sinne: Staatsumwälzung, Aufwiegelung
  • νεωτεριστής
    ὁ, der Neuerungen macht, Aufwiegler
  • νεωτεριστικός
    zu Neuerungen geneigt
  • νεωτερο-ποιέω
    Neuerungen machen
  • νεωτερο-ποιΐα
    ἡ, das Neuerungen Machen, die Neuerungssucht
  • νεωτερο-ποιός
    Neuerungen machend, aufrührerisch
  • νεώτερος
    jünger, frischer, auch heftiger, leidenschaftlicher
  • νεω-φύλαξ
    ακος, ὁ, Tempelwächter
  • νη-
    verneinendes Präfixum, bes. der Adjectiva, doch meist nur im Gebrauch bei Dichtern. Mit ἀν - und ἄνευ hängt νη - schwerlich zusammen, welches vielmehr nichts anderes zu sein scheint als eine abgeschwächte Nebenform der Negation μή. Daß mit dieser die Lateinische Negation nē nicht nur der Bedeutung, sondern auch dem Ursprunge nach identisch sei, wird sich schwerlich leugnen lassen; da wäre also dieselbe Abschwächung des μ zu ν. Das Lateinische Fragewort nĕ braucht man bei dieser Annahme von der Negation nē nicht zu trennen; in allen Sprachen werden Negationen als Fragewörter gebraucht, 'hast du es nicht getan?' Die Abänderung der Bedeutung wird durch die Verkürzung des e im Frageworte angezeigt. Im Sanskrit finden sich zwei Negationen mâ und na, Ved. nâ neben einander; welcher Umstand sich als Grund gegen das hier Vermutete nicht geltend machen läßt; denn warum sollten wohl nicht im Sanskrit eben solche Abschwächungen und Spaltungen von Wörtern eintreten, wie im Griechischen und Lateinischen?
  • νή
    Beteuerungswort; der Name des Gottes, bei dem man schwört, steht im accus. dabei; sehr gewöhnlich νὴ Δία oder νὴ τὸν Δία, ja beim Zeus (immer bejahend od. bestätigend); oft durch 'wahrhaftig', 'ja doch' zu übersetzen; auch ironisch gebraucht, dem lat. si diis placet entsprechend
  • νηάς
    άδος, ἡ, ein unbekanntes Tier auf Samos
  • νηγάτεος
    neu geworden, neugemacht; übh. neu
  • νήγρετος
    nicht erweckt, nicht zu erwecken, ὕπνος, ein fester Schlaf, aus dem man nicht erwacht, bevor man nicht ganz ausgeschlafen hat; νήγρετον ὑπνώσας, der ewige Schlaf, der Tod
  • νήδυια
    τά, die Eingeweide
  • νήδυμος ὕπνος, u. νηδύμιος
    von dem verneinenden νη- und δύομαι; νήδυμος ὕπνος also ein Schlaf, aus dem man nicht heraus kann, ein tiefer, fester, gesunder Schlaf; ἥδυμος ὕπνος = der süße Schlaf; 'süß', 'angenehm', 'lieblich'
  • νηδύς
    ύος, ἡ, die Bauchhöhle, übh. jede Höhlung in den fleischigen Teilen des Leibes; a) der Bauch, Magen; b) der Mutterleib; c) übh. Unterleib; ἐξελεῖν τὴν νηδύν, den Leib ausnehmen, ausweiden
  • νηέω
    häufen, aufhäufen, aufschichten; bes. zum Scheiterhaufen; ἄποινα, Lösegelder aufhäufen. Auch = beladen, anfüllen; νῆας εὖ νηῆσαι, Schiffe wohl befrachten; νῆα νηήσασϑαι ἅλις χρυσοῦ, sich das Schiff gehäuft mit Gold beladen
  • νήησις
    ἡ, das Häufen, Aufhäufen
  • νηθίς
    ίδος, ἡ, die Spinnerin
  • νήθω
    spinnen
  • νήϊος
    zum Schiffe gehörig; δόρυ νήϊον, ein zum Schiffbau brauchbarer Balken, Schiffsbauholz; νήϊα, Ruder; ἄνδρες νήϊοι, Schiffer; στόλον νάϊον, der Zug der Schiffe
  • νῆ-ϊς
    ιδος, unwissend, unkundig
  • νηΐτης
    ὁ, u. νηϊτικός ; στρατός, Schiffsheer; wie στόλος, die Flotte
  • νη-κερδής
    ές, ohne Gewinn, nutzlos, unnütz
  • νή-κερως
    ωτος, u. νή-κερος
    ohne Hörner, ungehörnt
  • νήκεστος
    unheilbar
  • νη-κηδής
    ές, sorgenlos
  • νηκουστέω
    nicht hören, ungehorsam sein
  • νήκουστος
    ungehört, unbekannt
  • νηκτήρ
    ῆρος, ὁ, u. νήκτης
    ὁ, der Schwimmer
  • νηκτικός
    zum Schwimmen gehörig, geschickt
  • νηκτός
    schwimmend; τὸ νηκτόν, die Schwimmkraft, das Schwimmen
  • νηκτρίς
    ίδος, ἡ, Schwimmerin
  • νηλεγής
    ές, ohne sich um etwas zu kümmern, rücksichtslos
  • νηλεής
    ές, u. νηλειής
    ές, ohne Mitleid, unbarmherzig; νηλεὲς ἦμαρ, vom Todestage; ϑυμός, δεσμός u. ä., auch ὕπνος, unbarmherziger Schlaf, der ohne Mitleid zuläßt, daß während seiner Dauer ein Unglück über den Schlafenden hereinbricht
  • νηλειτής
    ές, schuldlos, unsträflich
  • νηλεό-θῡμος
    unbarmherziges Sinnes
  • νηλεό-ποινος
    unbarmherzig strafend, ohne Mitleid züchtigend; ἠλεόποινος, Torheit strafend
  • νή-λευστος
    unsichtbar
  • νηλής
    ές, unbarmherzig; bes. oft νηλέϊ χαλκῷ, mit erbarmungslosem Erze, von jeder Waffe, die verwunden kann
  • νηλιπο-και-βλεπ-έλαιος
    heißen die Philosophen, die barfuß gehen und sich nach Salböl umsehen, sehr arm sind oder die kümmerlichste Armut affektieren
  • νηλί-πους
    οδος, unbeschuht, barfuß; ἀνυπόδητος καὶ μονοχίτων, also übh. dürftig, arm
  • νή-λωπος
    ohne Mantel, ohne Bekleidung
  • νῆμα
    τό, das Gesponnene (νέω), der Faden, das Garn; auch der Faden des Spinngewebes; der Faden
  • νηματ-ώδης
    wie Gespinnst
  • νημέρτεια
    ἡ, Untrüglichkeit, Wahrhaftigkeit
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