230 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • μέτρημα
    τό, das Zugemessene; bes. das gewöhnliche Maß Getreide für die Soldaten; der Sold
  • μέτρησις
    ἡ, das Messen, Maß
  • μετρητής
    ὁ, der Messende. In Athen war der Metretes, auch μετρήτης betont, das gewöhnliche Maß für Flüssigkeiten, der 12 χόες oder 144 κοτύλαι und 3/4 des attischen Medimnos enthielt, 11/2 römische Amphoren, 339/118 Berliner Quart
  • μετρητικός
    zum Messen gehörig, ἡ μετρητική, die Meßkunst
  • μετρητός
    gemessen, meßbar
  • μετριάζω
    mäßig sein, sich mäßigen; bes. von einem gewissen Gleichmaß des Gemüts, leidenschaftslos, ruhig; οἱ ὑπὲρ ἄλλου μαχόμενοι μετριάζουσιν ἐν τῷ προϑύμῳ τῆς μάχης, d. i. sie haben nur einen mittelmäßigen Mut. Von Kranken: sich bessern. Auch trans., mäßigen, in Schranken halten
  • μετριασμός
    ὁ, die Mäßigung, Mittelmäßigkeit
  • μετρικός
    das Maß betreffend, bes. zum Silbenmaße gehörig, metrisch; ὁ μετρικός, der sich auf das Silbenmaß versteht; ἡ μετρική, sc. τέχνη, die Metrik
  • μετριο-λόγος
    sich im Reden mäßigend, mäßig redend
  • μετριο-πάθεια
    ἡ, Mäßigung in Leidenschaften
  • μετριο-παθέω
    sich in Leidenschaften mäßigen
  • μετριο-παθής
    ές, sich in seinen Leidenschaften mäßigend, bes. nachgiebig, menschenfreundlich
  • μετριό-πλουτος
    von mäßigem Reichtume
  • μετριο-ποσία
    ἡ, Mäßigkeit im Trinken
  • μετριο-πότης
    ὁ, ein mäßiger Trinker, mäßig trinkend
  • μέτριος
    mäßig, das rechte Maß habend, haltend, nicht zu groß u. nicht zu klein, nicht übermäßig; αἰών, βίος, ein Leben, das zwischen großem Glück u. großem Unglück die Mittelstraße hält; μέτριον νῦν ἔπος εὔχου, mäßig, bescheiden flehe; ὦ δύστανα γένη βροτῶν, οἷς μὴ μέτριος αἰών, von übergroßem Unglück; μέτριος πῆχυς, ein mittleres Ellenmaß, das zwischen zu lang u. zu kurz die Mitte hält; οὔτε τοὺς Ἀϑηναίους ἐπὶ μετρίοις ποιήσοντας ἃ προὐκαλοῦντο, unter mäßigen Bedingungen; μετρίᾳ ἐσϑῆτι πρῶτοι ἐχρήσαντο, von den Lacedämoniern gesagt, im Ggstz der üppigen u. weichlichen Kleidung der Ionier; τὰ μέτρια ἐπιϑεραπεύειν, was einem zukommt, das Pflichtmäßige; πρὸς τοὺς ὑπηκόους μέτριοι ὄντες, mäßig, billig, gerecht; gew. als Lob, der sich immer in der rechten Mitte hält, sich nicht durch Leidenschaft über das rechte Maß hinausführen läßt, u. daher im Freistaat der gute Bürger, der sich nicht über seine Mitbürger od. über die Gesetze erhebt; τὰ μέτρια τῶν ἀξιουμένων, billige Forderungen; μετριώτατα τῇ ψυχῇ προςφέρειν, im richtigsten Maße; hinreichend; aber μετρίως γάρ μοι δοκεῖς εἰρηκέναι ist = angemessen, passend; μετρίως φέρειν τι, geduldig
  • μετριό-σῑτος
    mäßig essend
  • μετριότης
    ητος, ἡ, die Mäßigkeit, Bescheidenheit; αἱ γὰρ μετριότητες μᾶλλον ἐν ταῖς ἐνδείαις ἢ ταῖς ὑπερβολαῖς ἔνεισιν, wo es ein Lob der guten Mittelmäßigkeit, Rechtschaffenheit ist
  • μετριο-φρονέω
    mäßig, bescheiden von sich denken
  • μετριο-φροσύνη
    ἡ, Bescheidenheit
  • μετρο-ειδής
    ές, dem Versmaß, Rhythmus ähnlich
  • μέτρον
    τό, 1) das Maß; a) das Werkzeug zum Messen, der Maßstab; im weiteren Sinne: Maß und Gewicht. Bes. b) das Maß für flüssige u. trockene Dinge, auch das damit Gemessene; c) jeder gemessene oder meßbare Raum, μέτρα κελεύϑου, die Maße, die Länge des Weges; μέτρον ὅρμου, der Raum des Hafens; μέγας ἐσσὶ καὶ ἥβης μέτρον ἱκάνεις, das volle Maß der Jugend, d. i. die Zeit der vollsten Jugendblüte erreicht haben; σοφίης μέτρον, das volle Maß der Weisheit, die vollkommne Weisheit; ὥςπερ ὑπὲρ σταϑμῶν ἢ μέτρων τὸ ἴσον σκοπούμενοι, die Gleichheit in Gewichten und Maßen. 2) das rechte Maß zwischen zu wenig u. zu viel, Ebenmaß, Gleichmaß, u. übertr. Mäßigung; ἕπεται ἐν ἑκάστῳ μέτρον, jegliches hat sein Maß; παντὸς ὁρᾶν μέτρον, in allem auf das rechte Maß sehen; μέτρῳ, κατὰ μέτρον, mäßig, mit Maß. 3) das Vers- oder Silbenmaß. Bei den Metrikern ist μέτρον teils ein einzelner Versfuß im daktylischen u. anapästischen Rhythmus, teils eine Verbindung von zwei Versfüßen im jambischen und trochäischen, dah. ἑξάμετρος, δίμετρος στίχος
  • μετρο-νόμοι
    οἱ, in Athen eine Behörde von 15 Männern, welche die Aufsicht über die Richtigkeit der Gewichte und Maße beim Verkauf hatten, 10 in der Stadt und 5 im Peiräeus
  • μετρο-ποιέω
    ein Maß, od. nach dem Maße machen
  • μετρο-ποιΐα
    ἡ, das Machen des Versmaßes, Versmaß
  • μετρο-σύν-θετος
    γραφή, metrisch zusammengesetzt
  • μετ-ωνυμία
    ἡ, Vertauschung des Namens, das Setzen eines Wortes für das andere, bes. bei den Rhett. u. Gramm. die Figur der Metonymie
  • μετ-ωνυμικός
    ή, όν, zur Metonymie gehörig, metonymisch
  • μετ-ωπηδόν
    u. μετ-ωπαδόν
    stirnwärts, mit der Stirn od. Front, von einer Reihe von Schiffen, welche eine geschlossene Front bilden
  • μετ-ωπιαῖος
    auf der Stirn
  • μετ-ωπίας
    ὁ, mit einer großen Stirn
  • μετ-ώπιον
    τό, ein wohlriechendes ägyptisches Öl; Stirnbinde
  • μετ-ωπίς
    ίδος, ἡ, Stirnband
  • μέτ-ωπον
    τό, eigentlich der Raum zwischen den Augen, die Stirn; οὐδὲ μέτωπον ἐπ' ὀφρύσι κυανέῃσιν ἰάνϑη, die Stirn erheiterte sich nicht; vom Pferde; auch vom Helme, die Vorderseite; des Ebers; γαίας μέτωπον, die Stirn der Erde (von einem Berge); von Heeren: die Front; ἀνασπᾶν u. χαλᾶν τὸ μέτωπον, wie wir sagen 'die Stirn kraus ziehen', 'erheitern', 'entwölken'; die Front von Gebäuden; die Front des Heeres; παρὰ τοὺς ἱππεῖς ἐν μετώπῳ, in einer Front mit den Reitern
  • μετ-ωπο-σκόπος
    stirnbeschauend, der aus der Stirne die Sinnesart der Menschen beurteilt
  • μετ-ωπο-σώφρων
    ονος, mit bescheidener, züchtiger Stirn
  • μέχρι
    bis, bis zu einem gewissen Ziele hin; a) vom Orte; b) von der Zeit; τέο μέχρις; bis wann?; μέχρι τῆς τύχης, so lange das Glück währt; μ. τῆς ἐκείνου ζόης, d. i. so lange er lebt; μ. τοῦ δικαίου, so weit das Recht gestattet; μέχρις οὗ, bis daß; μέχρι τοσούτου, so weit; μέχρι τοῠδε, bis hierher; μέχρι ἐνταῠϑα, bis hier, in so weit; μέχρι ὅποι, wie weit; μέχρι δ' ἂν ἐγὼ ἥκω, αἱ σπονδαὶ μενόντων, bis ich gekommen sein werde; μέχρι περ, so lange auch
  • μή
    Verneinungspartikel: damit nicht (vgl. ne), von οὐ: nicht ist, so unterschieden, daß es nicht objectiv eine Sache, welche selbst wieder ein Gedanke sein kann, verneint od. als nicht vorhanden bezeichnet (s. οὐ), sondern subjectiv die Vorstellung einer Sache negiert, also den Wunsch oder die Annahme, daß sie nicht stattfinden möchte oder nicht stattgefunden habe, die Ansicht, daß sie nicht vorhanden sei, ausdrückt: οὐ negiert die Aussage, μή die Forderung. Zunächst tritt dies subjective Verneinen 1) als Verbot auf, wofür nur μή, nie οὐ gebraucht wird. Während dieser imperat. praes. mit μή eigentl. das Unterlassen dessen gebietet, was einer schon tut, also ein Verbot einer fortdauernden Handlung enthält, geht der conj. aor. mehr auf ein Verbot dessen, was einer Tun will, oder drückt das Verbot einer momentanen Handlung aus, wie Athene zum Odysseus, der sich schon lange vor seinem Sohne verstellt hat, sagt ἤδη νῦν σῷ παιδὶ ἔπος φάο μηδ' ἐπίκευϑε, eigtl. höre jetzt auf, dich zu verbergen; aber Theoklymenus den Telemach beschwört, den er eben beim Opfer trifft, εἰπέ μοι εἰρομένῳ νημερτέα μηδ' ἐπικεύσῃς, verhehle mir nicht; μὴ κατὰ τοὺς νόμους δικάσητε, μὴ βοηϑήσητε τῷ πεπονϑότι δεινά, μὴ εὐορκεῖτε, richtet nicht nach den Gesetzen in diesem Falle, seid eurem Eide nicht treu, denn das εὐορκεῖν ist die dauernde Eigenschaft des guten Richters, die in jedem einzelnen Falle zur Anwendung kommt. Abweichend steht auch a) der conj. praes.; b) der imperat. aor., um lebhafter das augenblickliche Befolgen des Verbotes von etwas, das der Andere tun will, einzuschärfen; auch c) die elliptischen Konstruktionen; μὴ τριβὰς ἔτι, sc. ἐμβάλλετε, wie wir auch kurz sagen: keinen Verzug weiter; ἀλλὰ μή μοι πρόφασιν, keine Ausflüchte; ἄπελϑε νῦν μοι, worauf erwidert wird μή· ἀλλά μοι δός, nicht doch! mit nichten! 2) Aufforderung etwas nicht zu tun; a) bei der ersten Person plur. conj., als hortativus; μὴ ἴομεν, ep. für ἴωμεν, laßt uns nicht gehen; μή οἱ χρήματ' ἔδωμεν, laßt uns ihm sein Vermögen nicht aufzehren; μὴ πρὸς ϑεῶν μαινώμεϑα, μηδὲ αἰσχρῶς ἀπολώμεϑα, laßt uns nicht rasend handeln; b) auch die erste Person  sing. u. plur. des conj. als dubitativus hat μή bei sich, πῶς λέγεις; μὴ ἀποκρίνωμαι ὧν προεῖπες μηδέν; soll ich etwa Nichts antworten? worin liegt 'du verbietest mir also zu antworten'; πότερον βίαν φῶμεν εἶναι ἢ μὴ φῶμεν; sollen wir sagen oder nicht?. So auch elliptisch, ἄρχοντές εἰσιν, ὥςτ' ὑπεικτέον· τί μή; warum nicht? sc. ὑπείκωμεν. 3) beim optat. zum Ausdruck des verneinenden Wunsches; μὴ τοῦτο φίλον Διῒ πατρὶ γένοιτο, das möge nicht dem Vater Zeus gefallen; μὴ τοῦτο ϑεὸς τελέσειεν, nicht möge dies ein Gott erfüllen; ὃ μὴ γένοιτο, was nicht geschehen möge; ὑμῖν δὲ τοιοῦτο μὲν οὐδὲν οὔτ' ἦν, μήτε γένοιτο τοῦ λοιποῦ, es war nicht und möge auch in Zukunft nicht sein; δὸς μὴ Ὀδυσσῆα οἴκαδ' ἱκέσϑαι, verleihe, daß er nicht zurückkommt. Soll die Unmöglichkeit der Erfüllung des Wunsches ausgedrückt werden, so steht der indic. des Nichtwirklichen; aber auch als Aussage betrachtet; μή ποτ' ὤφελον λιπεῖν τὴν Σκῦρον, hätte ich doch niemals Skyrus verlassen; εἴϑ' ἐξ ἀγῶνος τήνδε μὴ 'λαβές ποτε, hättest du sie doch nie gewonnen. 4) Auch bei der Versicherung durch einen Schwur, daß etwas nicht geschehen werde, liegt in der Seele des Schwörenden der Wunsch, daß es nicht eintrete, u. die Absicht es zu verhindern, daher μή, oft mit μήν oder μέν, mit dem int. aor., ἀλλ' ὄμοσον μὴ μητρὶ φίλῃ τάδε μυϑήσασϑαι, schwöre mir, daß du es nicht sagen willst, es nicht zu sagen; sogar der indic. steht zum Ausdruck der größern Zuversicht; ἴστω νῦν Ζεύς, μὴ μὲν τοῖς ἵπποισιν ἀνὴρ ἐποχήσεται, keiner soll und wird den Wagen besteigen; μὴ 'γὼ νόημα κομψότερον ἤκουσά πω, wo die Beteuerung nur die subjective Ansicht hervorheben u. bekräftigen soll. 5) Zum Ausdruck einer verneinten Absicht oder Verhütung steht immer μή, also a) nach den Absichtspartikeln ἵνα, ὅπως, ὄφρα; b) auch allein: damit nicht; auch in der Frage, ἦ μὴ μίασμα τῶν φυτευσάντων λάβῃς; etwa damit du nicht befleckt werdest? 6) Bei den Verbis des Fürchtens drückt der Grieche zugleich den Wunsch aus, daß das befürchtete Übel abgewendet werde, und läßt daher darauf gewöhnlich μή folgen; δείδοικα μή σε παρείπῃ, wo wir sagen 'ich fürchte, daß er dich überredet'; der Grieche denkt 'ich fürchte und wünsche zugleich, daß er dich nicht überrede'; dah. ich fürchte, daß dies nicht geschieht, heißt δέδοικα μὴ οὐ γένηται, eigtl.: ich fürchte und wünsche zugleich, daß das Nichtgeschehen nicht eintreten möge, d. i. ich wünsche, daß es geschieht, wie der Lateiner geradezu vereor ut fiat sagt für vereor, ne non fiat; τοῦτο αἰνῶς δείδοικα, μή οἱ ἀπειλὰς ἐκτελέσωσι ϑεοί, ich fürchte, daß die Götter ihm die Drohungen vollenden. Tragg. u. in Prosa überall, doch tritt auch in der den Griechen so geläufigen lebhaften Darstellungsweise nach einem Präteritum der conj. ein, anschaulicher in die auf die Gegenwart bezügliche Rede übergehend; φοβηϑείς, μὴ λοιδορία γένηται πάλιν, κατεπράϋνον αὐτόν, wo die Sache so dargestellt ist, als wenn der Streit wirklich schon eintrete: ich fürchtete, nun kommt es zu Schmähungen; μέγα δέ σφεας ἀποσφήλειε πόνοιο, wo der conj. die als bestimmt angesehene Folge ausdrückt, der optat. die, welche möglicher Weise noch eintreten kann. Eben so werden die Verba sich hüten, sich vorsehen konstruiert, wo auch wir daß nicht sagen. Es folgt aber auch der indic., a) futuri, der die sichere Überzeugung ausdrückt, daß das gefürchtete Übel wirklich eintreten wird; δείδω μὴ δὴ πάντα νημερτέα εἶπεν, ich fürchte, daß sie alles wahrhaft gesprochen hat, d. i. ich weiß nicht, ob sie nicht wirklich wahr gesprochen hat. Übh. steht μή gew. beim inf. nach allen Verbis, welche ein Verhindern, Abhalten, Zweifeln, Leugnen ausdrücken, wo uns das μή gew, überflüssig erscheint u. nicht übersetzt wird, der Grieche aber die Absicht, daß etwas nicht geschehen solle, dadurch bestimmter ausdrückt, Ἀριστόδικος ἔσχε μὴ ποιῆσαι ταῦτα Κυμαίους, er hielt sie ab, dies zu Tun, daß sie dies nicht täten; ϑνητοὺς ἔπαυσα μὴ προδέρκεσϑαι μόρον, ich brachte es dahin, daß die Menschen aufhörten, ihr Geschick vorauszusehen; ἀπηγόρευε μὴ στρατεύεσϑαι, eigtl. er verbot ihnen, daß sie nicht zu Felde ziehen sollten, d. i. er verbot ihnen zu Felde zu ziehen; ἀπηγόρευες ὅπως μὴ τοῦτο ἀποκρινοίμην, du verbotest, dies zu antworten; τί μέλλομεν μὴ πράσσειν κακά, was zögern wir zu tun, daß wir nicht tun; ἔξαρνος ἦν μὴ ἀποκτεῖναι Σμέρδιν, er leugnete, den Smerdis getötet zu haben; ήρνοῦντο μὴ αὐτόχειρες γενέσϑαι, sie leugneten, Täter zu sein; ἠμφεσβήτησε μὴ ἔχειν, ἀπομόσας ἦ μὴν μὴ εἰδέναι, nachdem er abgeschworen, es zu wissen. Zu einem solchen inf. tritt auch der Artikel, welche Stellen man durch ein ausgelassenes ὥστε zu erklären pflegt, wo aber die verneinende Absicht ausgedrückt ist; zum Ausdruck eines bestimmten Verbotes; τέως μὲν οἷοί τε ἦσαν κατέχειν τὸ μὴ δακρύειν, sie konnten das Weinen zurückhalten, sie konnten an sich halten, daß sie nicht weinten; τὸ μὴ οὐχ ἡδέα εἶναι τὰ ἡδέα λόγος οὐδεὶς ἀμφισβητεῖ, keiner zweifelt, daß etwa das Angenehme etwas nicht Angenehmes sei, eigtl.: u. meinet, daß das Angenehme nicht etwas nicht Angenehmes sei. 7) In allen Konditionalsätzen steht μή, also a) nach εἰ, ἐάν und den mit ἄν zusammengesetzten ἐπειδάν. Bezieht sich aber die Negation auf ein einzelnes Wort, das objectiv verneint wird, so tritt auch hier οὐ ein, wobei der Nachdruck auf nicht zu legen ist, εἰ δέ τοι οὐ δώσει ἑὸν ἄγγελον, wenn er ihn dir nicht geben wird, vorenthalten wird; γιγνώσκεις τόδε, ὡς πᾶς τις αὑτὸν τῶν πέλας μᾶλλον φιλεῖ, εἰ τούςδε γ' εὐνῆς οὕνεκ' οὐ στέργει, wenn er diese nicht liebt, d. h. wenn er lieblos gegen sie ist, wo μισεῖ zu stark erscheinen würde; εἰ μὲν οὖν οὐ πολλοὶ ἦσαν, d. i. wenn es wenige wären; so bes. bei φημί u. ἐάω, ἐάν τε οὐ φῆτε, ἐάν τε φῆτε, mögt ihr es leugnen oder gestehen; ἐὰν μὲν οὖν φάσκῃ Φρύνιχον ἀπ οκτεῖναι, καὶ τοῦτον τιμωρεῖσϑε· ἐὰν δ' οὐ φάσκῃ, ἔρεσϑε αὐτὸν, διότι φησὶν Ἀϑηναῖος ποιηϑῆναι· ἐὰν δὲ μὴ ἔχῃ ἀποδεῖξαι, wo ἐὰν μὴ φάσκῃ nicht gesagt werden könnte, denn verhört muß der Angeklagte antworten, entweder eingestehen oder leugnen; in letzterem Falle aber kann man annehmen, daß er es nicht beweisen kann; εἰ δ' οὐκ ἠϑελήσαμεν, wenn wir uns weigerten; οὐκ ἄρα ἔτι μαχεῖται, εἰ ἐκ ταύταις οὐ μαχεῖται ταῖς ἡμέραις, wenn er nicht kämpfen, d. i. den Kampf vermeiden wird; u. natürlich da, wo ein solcher Satz mit εἰ nur eine andere Form für einen Aussagesatz ist, so nach ϑαυμάζω, δεινὸν ἂν εἴη, εἰ οὐ, wo wir geradezu mit daß übersetzen können; οὐδὲν ἴσον ἐστίν, εἴ γε ἀφ' ἡμῶν τῶν ἐν μέσῳ οὐδεὶς οὐδέποτε ἄρξεται, denn das erscheint dem Sprechenden als etwas Faktisches, da immer von dem Ersten oder dem Letzten angefangen ist; b) nach Relativis u. Zeitpartikeln, wenn sie eine Annahme oder einen allgemeinen Fall ausdrücken, also nach ὃς ἄν c. conj. u. ähnlichen; so oft λέγειν ἃ μὴ δεῖ, was man nicht sagen sollte; ἐπνίγετο, ὅςτις μὴ ἐτύγχανεν ἐπιστάμενος νεῖν, jeder welcher, oder wenn er nicht schwimmen konnte, ertrank; ὅσον μὴ ἀνάγκη μετέχειν αὐτῶν, sofern nicht, außer; c) eben so bei Participien, wenn diese für einen Conditionalsatz oder einen allgemeinen Relativsatz stehen, wogegen οὐ steht, wenn sie für einen Zeit- oder Erklärungssatz stehen, eben so wie bei den die Stelle eines indirecten Satzes vertretenden nach den Verbis der Wahrnehmung und des Wissens; selten tritt hier ein anders begründetes μή ein. Dagegen tritt regelmäßig μή auch hier ein, wenn das regierende Verbum in einer μή verlangenden Construction steht; Πάρις δ' ἔγημε τὴν Διός· γήμας δὲ μή, σιγώμενον τὸ κῆδος εἶχεν ἐν δόμοις, wenn er nicht geheiratet hätte; d) eben so ist das oft bei Substantivenn. Adjectiven alleinstehende μή zu fassen; οὐκ οἶδα· δεινὸν δ' ἐστὶν ἡ μὴ ἐμπειρία, wenn man unerfahren ist. 8) Bei dem Infinitiv steht μή, a) zum Ausdruck einer Forderung nach κελεύω, δέομαι, βούλομαι, ἐϑέλω; ἔλεγε μὴ ϑύειν, er sagte, sie sollten nicht opfern; προλέγουσιν ἅπασι μηδ' ὁτιοῦν ἐκείνω διδόναι, sie sagen alle, man sollte jenem nichts geben; ein indirecter Aussagesatz aber wird immer mit οὐ konstruiert, welches natürlich auch immer bei ὅτι steht; λέγοντες, ὅτι οὔτε ὁσίως δράσειαν, - τά τε ἔξω ἔλεγον αὐτοῖς μὴ ἀδικεῖν, sie hätten nicht gottesfürchtig gehandelt und sie sollten nicht unrecht tun; διενενόητο εἰς τὸ στρατόπεδον μηκέτι ἐλϑεῖν, er hatte vor, wollte nicht mehr kommen. Auch nach den Verbis, die ein Versprechen, Verabreden, Hoffen u. vgl. ausdrücken, steht μή beim inf., weil hier die Negation immer nur subjectiv aufzufassen ist; ἐκόμπασε, μηδ' ἂν τὸ πῦρ νιν εἰργάϑειν Διός, er prahlte, er verhieß drohend, auch Zeus' Blitzstrahl solle ihn nicht abhalten. So hat οἴομαι, νομίζω gew. den inf. mit οὐ bei sich, wenn sie aber die Nebenbedeutung von besorgen, argwöhnen haben, auch μή; b) zum Ausdruck der Folge nach ὥς τε; c) ein mit dem Artikel verbundener, dadurch substantivisch gewordener Infinitiv wird immer durch μή negiert; μὴ λυσιτελεῖν αὐτοῖς, damit es ihnen nichts nütze. 9) An die Konstruktion der Verba des Fürchtens schließt sich die mit ὅρα μή, siehe wohl zu, hüte dich, daß nicht, mit denselben Modis, wie jene verbunden, aber auch, da das μή hier eine Frage ausdrückt u. durch ob nicht übersetzt werden, die indirecte Frage aber im Griechischen den indicat. haben kann, mit dem indicat. aller Tempora verbunden, so daß man gew. unterscheidet ὅρα μὴ ᾖ, vide ne sit, ὅρα μὴ ἔστι, vide num sit; ὅρα καϑ' ὕπνον μὴ κατακλιϑεὶς παρῇ, sieh zu, daß er nicht etwa schläft, so viel wie 'er wird doch nicht schlafen?'; ἀλλὰ μὴ οὐχ οὕτως ἔχῃ, es dürfte sich wohl nicht so verhalten. Daran reiht sich 10) der Fall, daß μή geradezu dazu dient, den in Form einer negativen Frage ausgedrückten Zweifel, der gewöhnlich auch den Wunsch enthält, daß es nicht so sein möge, zu bezeichnen, u. als ein Fragewort behandelt wird, wobei zu beachten, daß es gewöhnlich die Erwartung einer verneinenden Antwort ausdrückt, während auf eine Frage mit οὐ eine bejahende Antwort erwartet wird. So steht es a) in direkten Fragen; ἦ μή πού τινα δυςμενέων φάσϑ' ἔμμεναι ἀνδρῶν, ihr meint doch wohl nicht, das sei einer von den Feinden? b) in indirekten Fragen; ὄφρ' ἴδωμεν μή τοι κοιμήσωνται, ob sie etwa schlafen; οὐδέ τι ἴδμεν, μή πως μενοινήσωσι, ob nicht etwa. Auch εἰπέτω, μή τι ἄλλο λέγει, er soll sagen, ob er etwa meint. Daher es auch außer der Frage auf ähnliche Weise gebraucht dem deutschen vielleicht entspricht, ἀλλὰ μὴ τοῦτο οὐ καλῶς ὡμολογήσαμεν, aber wir haben vielleicht nicht recht zugegeben.
  • μὴ γάρ
    ὅτι, - ἀλλά, 1) elliptisch, wie μὴ ὅτι, ich will nicht sagen, daß - aber. 2) ablehnend und stark verneinend, in der Antwort, das sollst du nicht, μὴ γάρ, ἔφη, sc. τοιαῦτα λεγόντων, mit nichten, ja nicht
  • μηδ-αμῆ und μηδαμᾶ
    auf keinerlei Weise, keinesweges, durchaus nicht
  • μηδ-αμινός
    nichtig, nichtswürdig
  • μηδ-αμόθεν
    von keiner Seite her
  • μηδ-αμόθι
    nirgendwo
  • μηδ-αμός
    ή, όν, auch nicht einer
  • μηδ-αμόσε
    nirgends wohin
  • μηδαμοῦ
    nirgendswo; εἰ μηδαμοῦ γέ ἐστι τῶν ὄντων, nirgends auf der Welt
  • μηδ-αμῶς
    auf keine Weise
  • μη-δέ
    eigtl. aber nicht, wenn an einen positiven Satz ein negativer angereiht wird. Gewöhnl. = und nicht, auch nicht, nicht einmal; von καὶ μή, und zwar nicht, unterschieden; mit nachdrücklicher Wiederholung, μηδ' ὅντινα γαστέρι μήτηρ κοῦρον ἐόντα φέροι, μηδ' ὃς φύγοι, nicht einmal wen die Mutter im Leibe trägt, auch der nicht entrinne; auch wo es doppelt steht, unterscheidet es sich von μήτε - μήτε, indem das zweite Satzglied als etwas Neues hinzutritt und nicht schon durch das erste verlangt ist, die wechselseitige Beziehung der beiden Satzteile also nicht hervorgehoben ist, μηδέ τις ἱπποσύνῃ τε καὶ ἠνορέηφι πεποιϑὼς οἶος πρόσϑ' ἄλλων μεμάτω Τρώεσσι μάχεσϑαι μηδ' ἀναχωρείτω, es soll auch keiner allein kämpfen, - und auch nicht zurückgehen. Μηδ' ὁτιοῦν, auch nicht irgend etwas; μηδὲ τὸ παράπαν, gar nicht, ganz und gar nicht; μηδὲ ἀρχήν, überhaupt nicht; μηδὲ εἷς, μηδὲ ἕτερος, nachdrücklicher als μηδείς, μηδέτερος, auch nicht einer. Wenn es zu Sätzen tritt, die mit μήτε - μήτε verbunden sind, so hebt es wie unser auch nicht, nicht einmal, das Folgende nachdrücklicher hervor, als dies bei einer Gleichstellung mit μήτε der Fall sein könnte, οἷς μήτε παιδεία ἐστί, μήτε νόμοι, μηδὲ ἀνάγκη μηδεμία, ja nicht einmal ein Bedürfnis
  • μηδ-είς
    μηδε-μία
    μηδ-έν
    keiner, auch nicht einer; ἀποῤῥεῖ κἀπὶ μηδὲν ἔρχεται, das Nichts; τὸ μηδέν, auch von einem Verschnittenen; κἂν τὸ μηδὲν ὤν, der so gut wie nichts, schwach ist, τὸ μηδὲν ὄντας ἐν τροπῇ δορός, die nichts waren. Μηδέν steht oft adverbial, in nichts, auf keine Weise; μηδὲν ἄρα ϑαυμάζωμεν, wir wollen uns also gar nicht wundern
  • μηδέ-ποτε
    niemals; μηδέποτ' εἴπῃς, sage niemals; getrennt μηδέ ποτε, nachdrücklicher: auch niemals
  • μηδέ-πω
    und noch nicht, auch noch nicht, noch nicht einmal
  • μηδε-πώ-ποτε
    noch niemals
  • μηδ-έτερος
    keiner von beiden. Μηδὲ ἕτερος ist nachdrücklicher: auch nicht einer von beiden
  • μηδ-ετέρωθεν
    von keiner von beiden Seiten her
  • μηδ-ετέρως
    auf keine von beiden Arten, weder so, noch so
  • μηδ-ετέρωσε
    auf keine von beiden Seiten hin
  • μήδευμα
    τό, listiger Anschlag
  • μηδίζω
    sich wie ein Meder benehmen, so sprechen, leben, bes. es mit den Medern halten, medisch gesinnt sein
  • μήδιον
    τό, ein Kraut
  • μηδισμός
    ὁ, das medisch Gesinntsein, die Vorliebe für die Meder
  • μηδιστί
    auf medisch, in medischer Sprache
  • Μηδο-κτόνος
    Meder tötend
  • μηδ-όλως
    ganz und gar nicht
  • μήδομαι
    ersinnen, einen Beschluß fassen; klug, listig aussinnen; häufiger im schlimmen als im guten Sinne, κακὰ μήδεσϑαί τινι, einem Unheil ersinnen; auch mit doppeltem accus., κακὰ μήσατ' Ἀχαιούς, er ersann Böses gegen die Achäer. In allgemeiner Bdtg, sich um etwas kümmern, für etwas sorgen
  • μῆδος
    τό, 1) Anschlag, Ratschlag, Beschluß, bes. alles klüglich, listig Ersonnene; geradezu Klugheit, Verschlagenheit, Ζεὺς ἄφϑιτα μήδεα εἰδώς, der sich auf Rathschläge versteht, die er ausführt, die nicht untergehen; μήδεα μάχης, Entwürfe zur Schlacht, Schlachtplan. 2) μήδεα φωτός, die männliche Scham; die Urinblase
  • μηδ-ος-τις-οῦν
    auch nicht einer, er sei auch wer er sei, nichts, es sei auch was es
  • μηδοσύνη
    ἡ, Klugheit
  • Μηδο-φόνος
    Meder tötend
  • μὴ ἴνα - ἀλλά
    wie μὴ ὅπως u. μὴ ὅτι, ich sage nicht, daß - sondern, nicht allein nicht - sondern
  • μηκάομαι
    u. μηκάζω
    blöken (von Schafen); vom Geschrei des verfolgten Hirschkalbes u. des Hasen, quäken; gew. von Ziegen: meckern; κὰδ δ' ἔπεσ' ἐν κονίῃσι μακών, nieder stürzte er in den Staub schreiend (vom verwundeten Pferde, Hirsche, Eber)
  • μηκάς
    άδος, ἡ, die meckernde; von Ochsen: brüllend
  • μηκασμός
    ὁ, das Meckern der Ziegen, Blöken der Schafe
  • μηκεδανός
    lang
  • μη-κ-έτι
    nicht mehr, nicht länger; in Aufforderungen und Verboten; nicht wieder
  • μηκητικός
    wer meckern oder blöken kann
  • μήκιστος
    der längste, schlankste; τί νύ μοι μήκιστα γένηται, was soll aufs längste, endlich aus mir werden; τὸ μήκιστον, längstens; τὸ μήκιστον αἰῶνος, das höchste Alter
  • μηκόθεν
    von fern, von weitem her
  • μηκο-ποιέω
    lang machen
  • μῆκος
    τό, die Länge; ῥόπαλον - τόσσον ἔην μῆκος, so groß an Länge, so lang; schlanker Wuchs; von der Zeit oft; überh. Größe, von der Freude
  • μηκυντικός
    gern verlängernd
  • μηκύνω
    lang machen, ausdehnen, von der Zeit: verzögern, aufschieben; ἄπυστα φωνῶν, μηδὲ μηκύνων βοήν ist = weit ertönen lassen; μηκύνεται ὁ πόλεμος, er zieht sich in die Länge; mit Auslassung von λόγον, scheinbar intr., weitschweifig reden, sein
  • μηκυσμός
    ὁ, das Langmachen, das Langaussprechen der Vokale
  • μήκων
    ωνος, ἡ, 1) der Mohn. Auch der Mohnkopf, sonst κώδεια, und der betäubende Mohnsaft, Opium. 2) die Blase der Black- oder Tintenfische u. ähnlicher Schaltiere, in welcher sie der Tinte ähnlichen Saft haben. 3) ein Metallsand. 4) eine architektonische Verzierung, von der Ähnlichkeit mit einem Mohnkopfe
  • μηκώνειον
    τό, Mohnsaft
  • μηκωνικός
    zum Mohn gehörig, σπερμάτια μηκωνικά, mohnähnlicher Samen
  • μηκώνιον
    τό, der Mohnsaft, Opium; das Mutterpech, welches neugeborne Kinder von sich geben. Von Fischen
  • μηκωνίς
    ίδος, ἡ, ϑρίδαξ, Mohnlattich, von dem dem Mohn ähnlichen weißen Safte benannt. Μᾱκωνίδες ἄρτοι, Mohnbrode
  • μηκωνίτης
    ὁ, mohnähnlich, ein Edelstein
  • μηκωνο-ειδής
    ές, mohnähnlich
  • μηλάτας
    ὁ, der Schäfer
  • μηλ-αφέω
    mit der Sonde berühren, untersuchen
  • μηλέα
    ἡ, u. μηλείη
    ἡ, der Apfelbaum; Κυδωνία, der Quittenbaum; Περσική, der Pfirsichbaum
  • μήλειος
    1) von Schafen. 2) vom Apfelbaum; στύπ ος, Stamm des Apfelbaumes
  • μήλη
    ἡ, ein Instrument der Chirurgen, um Schäden, bes. Wunden zu untersuchen und Heilmittel hinein zu bringen, Sonde, Katheter
  • μηλῆ
    ἡ, der Apfelbaum
  • μηλιαθμός
    ὁ, Ort, wo die Schafe schlafen, Schafstall
  • μηλίζω
    dem Apfel ähnlich sein, bes. an Farbe, quittengelb sein
  • μηλινο-ειδής
    ές, u. μηλινόεις
    εσσα, εν, apfel- oder quittenfarbig, quittengelb
  • μήλινος
    von Äpfeln, Quitten bereitet; auch = quittengelb
  • μηλινό-χρους
    quittenfarbig
  • μηλίς
    ίδος, ἡ, Quittenbäume
  • μηλίτης
    ὁ, 1) von Äpfeln bereitet, οἶνος, Apfelwein. 2) von Schafen, ἀριϑμός, eine arithmetische Aufgabe, wodurch eine Zahl von Schafen bestimmt wird
  • μηλο-βατέω
    Schafe bespringen
  • μηλο-βαφής
    ές, quittengelb gefärbt
  • μηλο-βολέω
    mit Äpfeln werfen
  • μηλο-βοτέω
    Schafe weiden
  • μηλο-βοτήρ
    ῆρος, ὁ, u. μηλο-βότης
    ὁ, der Schafhirt, Schäfer
  • μηλό-βοτος
    von Schafherden, von kleinem Vieh beweidet; die Viehzucht treibend; ὡς χρὴ τήν τε πόλιν ἐξανδραποδίσασϑαι καὶ τὴν χώραν ἀνεῖναι μηλόβοτον, daß das Land nie wieder bebaut werden, sondern zur Schafweide dienen solle
  • μηλο-δόκος
    Schafe empfangend als Opfer
  • μηλο-ειδής
    ές, apfelförmig, -artig, bes. quittengelb
  • μηλο-θύτης
    ὁ, der Schafe Schlachtende, Opfernde; βωμοὺς μηλοϑύτας ζητεῖν, wo Schafe geopfert werden
  • μηλο-κόμος
    Schafe pflegend
  • μηλο-κτόνος
    Schafe tötend
  • μηλολόνθη
    ἡ, u. μηλολάνθη
    ἡ, der Goldkäfer; aus ἀποχάλα τὴν φροντίδ' εἰς τὸν ἀέρα λινόδετον ὥςπερ μηλολόνϑην τοῦ ποδός, geht hervor, daß er den Knaben wie bei uns der Maikäfer zum Spiele diente; auch eine Blume
  • μηλο-μαχία
    ἡ, die Apfelschlacht, worin mit Äpfeln geworfen wird
  • μηλό-μελι
    ιτος, τό, Quittenhonig
  • μῆλον
    τό, 1) Schaf und Ziege, kleines Stück Vieh; im sing. wo es das Schaf u. wo es die Ziege bedeutet; sonst im plur., ohne Unterschied des Geschlechts; ἔνορχα μῆλα, Widder; βόες καὶ ἴφια μῆλα, neben einander, Stiere und kleines Vieh, wo es Schafe oder Ziegen sein können; ἄργυφα, Schafe; μήλων εὐπόκοις νομεύμασιν, also von Schafen; von Opferschafen. 2) Der Apfel; allgemein πάντα τὰ ἀκρόδρυα, Kernobst; übertr. von den Brüsten der Jungfrauen; auch μᾶλα παρηϊάδων, die Wangen. Es werden unterschieden μῆλον Κυδώνιον, Quittenapfel, Quitte, Περσικόν, Pfirsich, Μηδικόν, auch κίτριον, der medische Apfel, Orange, Zitrone, Ἀρμενιακόν, der armenische Apfel, die Aprikose
  • μηλο-νόμας
    ὁ, u. μηλο-νομεύς
    ὁ, Schaf-, Ziegenhirt
  • μηλο-νόμος
    Schafe oder Ziegen weidend; aber μηλόνομος ist passivisch, von Schafen beweidet
  • μηλο-πάρειος
    apfelwangig, d. i. rot- oder rundwangig
  • μηλο-πέπων
    ονος, ὁ, eine apfelförmige Melone, welche erst vollreif genossen wurde
  • μηλο-πλακοῦς
    οῦντος, ὁ, Apfelkuchen, Backwerk mit Quittenäpfeln
  • μηλό-σκοπος
    κορυφή, Berggipfel, von welchem aus man die Schafherden überschauen kann
  • μηλο-σόος
    Schafe rettend, schützend; μηλοσόη, ein Weg für die Schafe, wo die Schafe getrieben werden
  • μηλό-σπορος
    mit Apfelbäumen bepflanzt
  • μηλο-σφαγέω
    Schafe schlachten, opfern
  • μηλο-σφαγία
    ἡ, das Schafschlachten
  • μηλο-τρόφος
    Schafe nährend
  • μηλοῦχος
    ὁ, Brusthalter, Brustbinde
  • μηλο-φάγος
    Schafe, Schaffleisch essend
  • μηλο-φόνος
    Schafe tötend
  • μηλο-φορέω
    Äpfel tragen, bringen
  • μηλο-φορία
    ἡ, das Apfeltragen, das Amt eines μηλοφόρος
  • μηλο-φόρος
    Äpfel tragend; es heißen so auch die Soldaten von der Leibwache des Perserkönigs, weil sie goldene Aepfel als Knöpfe am untern Lanzenende trugen
  • μηλο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Schafwächter, -hirt, Apfelwächter
  • μηλό-χροος
    ους, apfelfarbig, quittengelb
  • μηλόω
    mit der Sonde untersuchen, sondieren
  • μήλωθρον
    τό, eine weiße Rebenart
  • μηλών
    ῶνος, ὁ, Obstgarten
  • μήλωσις
    ἡ, das Untersuchen mit der Sonde
  • μηλωτή
    ἡ, Schaffell; Schafpelz
  • μηλωτής
    ὁ, der Schäfer
  • μηλωτρίς
    ίδος, ἡ, u. μηλωτίς
    ίδος, ἡ, Werkzeug zum Sondieren, wie μήλη, bes. zum Reinigen der Ohren, Ohrlöffel
  • μήλ-ωψ
    οπος, wie ein Apfel anzusehen, apfel-, bes. quittenfarbig, quittengelb; μήλοπα καρπὸν ἀλετρεύειν, die gelbe Frucht, den goldgelben Weizen mahlen
  • μήν
    ηνός, der Monat; μηνῶν φϑινόντων, im Verlaufe der Monate, oder als die Monate, das Jahr zu Ende ging; aber μὴν φϑίνων ist die zweite Hälfte des Mondes, im Ggstz des ἱστάμενος μήν, der ersten Hälfte des Monats; wenn der Monat wie gew. in drei Dekaden geteilt wird, werden diese durch den Zusatz ἱσταμένου μηνός, μεσοῦντος, φϑίνοντος unterschieden, die zweite und dritte aber auch durch ἐπὶ δεκάδι, ἐπὶ εἰκάδι bezeichnet. In dem letzten Drittel werden die Tage wie im römischen Kalender rückwärts gezählt: μηνὸς Ἀρτεμισίου τετάρτῃ φϑίνοντος, am vierten Tage vor dem Ende des Monats Artemision. Aus der Einteilung und Berechnung der Monate nach dem Mondlauf erklärt sich, daß τελευτῶντος τοῦ μηνός als Grund der dunklen Nacht angeführt wird, wo der Mondschein zu Ende ging; οἱ δὲ συγγενεῖς μῆνές με μικρὸν καὶ μέγαν διώρισαν, d. i. die ganze Lebenszeit; πλήϑει πολλῶν μηνῶν, von einer langen Zeit; κύκλος πανσέληνος μηνὸς διχήρης, der den Monat teilt; μῆνες ἐμβόλιμοι, Schaltmonate. Μῆνες heißt auch die monatliche Reinigung der Frauen, sonst ἐμμήνια
  • μήν
    starke Bejahung, Beteuerung ausdrückend, bes. bei einem Befehl oder Versprechen: ja, für wahr, allerdings; ἄγε μὴν πείρησαι, wohlan denn, versuche es doch; ἦ μήν, ja wahrlich; καὶ μήν, und doch fürwahr; οὐ μήν, fürwahr nicht; ἀλλὰ μήν, aber ja, doch; τί μήν; warum nicht?
  • μην-αγυρτέω
    als ein μηναγύρτης bettelnd herumziehen
  • μην-αγύρτης
    ὁ, ein monatlich (μήν) herumziehender, bettelnder Priester der Cybele
  • μήν-ανθος
    ἡ, Monatsblume
  • μήνη
    ἡ, u. μηνάς
    άδος, ἡ, der Mond
  • μηνιαῖος
    von der Dauer eines Monats, einen Monat lang; τὰ μηνιαῖα, die monatliche Reinigung der Frauen
  • μῆνιγξ
    ιγγος, ἡ, die Haut; vom Auge; bes. die das Gehirn umgebende Haut; auch die Haut, welche sich auf dem Weine bildet
  • μηνιγγο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Wächter der Hirnhaut, ein chirurgisches Instrument, welches beim Ausschneiden verletzter Knochen der Hirnschale gebraucht wird, um das Gehirn nicht zu beschädigen
  • μηνιθμός
    ὁ, das Zürnen
  • μήνῑμα
    τό, Ursache, Veranlassung des Zornes; μή τοί τι ϑεῶν μήνιμα γένωμαι, daß ich dir nicht Ursache des Götterzorns werde. Der Zorn, Groll
  • μήνιον
    τό, Tempel der Mondgöttin; eine Pflanze
  • μῆνις
    ιος u. ιδος, ἡ, dauernder, bleibender Zorn, Groll; bes. vom unversöhnlichen Zorne der Götter; auch von dem anhaltenden und unversöhnlichen Grollen des Achilleus; von dem rachesüchtigen Zorn ganzer Völker; τελεσσίφρων, der immer nur auf die zu vollendende Rache bedacht ist
  • μηνίσκος
    ὁ, u. μηνίς
    ίδος, ἡ, lunula; 1) von einer halbmondförmigen Schlachtordnung. Übh. ein mondförmiger Körper. 2) ein Dach über Statuen, um sie vor Schmutz zu bewahren
  • μηνίτης
    ὁ, der Zürnende
  • μηνίω
    fortdauernden Groll hegen, fort u. fort zürnen; ἱρῶν μηνίσας, wegen der Opfer; τινί, gegen einen; πέμψαντες Ἀϑηναῖοι ἐμήνιον τοῖσι Ἐπιδαυρίοισι, sie sprachen, ließen ihren Zorn aus
  • μηνο-ειδής
    ές, halbmondartig, -förmig; μηνοειδὲς ποιήσαντες τῶν νεῶν, wo man τάγμα ergänzen kann, sie stellten die Schiffe halbmondförmig auf; ὁ ἥλιος γενόμενος μηνοειδής, bei der Sonnenfinsternis; σελήνη πανσέληνος, μ., ἀμφίκυρτος die verschiedenen Mondviertel; μηνοειδὲς ποιῶν τὸ κύρτωμα, von dem Heere
  • μηνο-τύραννος
    ὁ, der Gebieter der Monate
  • μήνῡμα
    τό, die Anzeige, Angabe
  • μήνῡσις
    ἡ, das Anzeigen, Angeben
  • μηνῡτής
    ὁ, u. μηνῡτήρ
    ῆρος, ὁ, der Anzeiger, Angeber; μηνυτὴν χρόνον, die verratende Zeit. Auch von einer Frau
  • μηνῡτικός
    anzeigend; verräterisch
  • μήνῡτρον
    τό, Lohn für die Anzeige; der auf die Entdeckung eines Verbrechens gesetzte Preis
  • μηνύω
    etwas Verborgenes anzeigen, verraten, angeben; übh. kund machen; bes. ein Verbrechen anzeigen, Anzeige machen; ὅτι μεμήνυνται, daß sie verraten waren; übh. andeuten, zeigen
  • μῆον
    τό, ein doldentragendes Kraut
  • μὴ ὅπως - ἀλλά, u. μὴ ὅτι - ἀλλά
    eigtl. ich sage nicht daß, sondern -, nicht nur nicht, sondern; μὴ ὅτι ἰδιώτην τινά, ἀλλὰ τὸν μέγαν βασιλέα, ich will nicht sagen einen Privatmann, sondern den großen König
  • μὴ οὐ
    beide Verneinungswörter behalten 1) ihre ursprüngliche Bedeutung, so daß jedes Wort für sich zu nehmen ist, nach den verbis timendi; φοβοῠμαι, μὴ αὔριον οὐκέτι ᾖ ἀνϑρώπων οὐδεὶς ἀξίως οἷός τε ποιεῖν, daß keiner mehr im Stande sei; ἀπιστεῖς, μὴ οὐκ ἐπιστήμη ᾖ ἡ ἀρετή, du zweifelst, daß die Tugend nicht Erkenntnis sei. 2) eine Negation erscheint uns überflüssig, so daß μὴ οὐ durch nicht übersetzt wird, nach den Verbis, auf welche der inf. mit μή folgt, wenn sie selbst negiert sind; wie es heißt τοῦτον οὖν πειρώμεϑα πείϑειν μὴ δεδιέναι τὸν ϑάνατον, laßt uns vesuchen, ihn zu überreden, den Tod nicht zu fürchten; κοὐδείς γέ μ' ἂν πείσειεν ἀνϑρώπων τὸ μὴ οὐκ ἐλϑεῖν ἐπ' ἐκεῖνον, keiner wird mich überreden, nicht zu jenem zu gehen; οὐκ ἔπειϑε τὸ μὴ οὐ κακοπράγμων εἶναι, er überzeugte die Richter nicht, daß er nicht ein Übeltäter sei; πέπεισμαι ἐγὼ ἑκὼν εἶναι μηδένα ἀδικεῖν ἀνϑρώπων, ich bin überzeugt, daß ich mit Willen keinem Menschen Unrecht tue. In manchen Vrbdgn findet sich μή u. μὴ οὐ; τίς πρὸς τοσοῦτον στρατηγὸν Ὅμηρον δύναιτο ἀμφισβητήσας μὴ οὐ καταγέλαστος γενέοϑαι, wer wäre im Stande, sich nicht lächerlich zu machen; ἐλεγον, ὅτι οὐ δυνήσοιντο μὴ πείϑεσϑαι, sie würden nicht im Stande sein, nicht zu gehorchen. 3) so auch nach ὥςτε; πείσομαι γὰρ οὐ τοσοῦτον, ὥςτε μὴ οὐ καλῶς ϑανεῖν, ich werde nichts so Schweres leiden, daß ich nicht rühmlich sterben sollte; ähnl. ohne ὥςτε, zum Ausdruck der Folge; οὐκ ἂν ἐκπεπληγμένος καταφανὴς γένοιτο, μὴ οὐχὶ προσκοπεῖν, er würde sich nicht so bestürzt zeigen, daß er nicht betrachten könnte. 4) Nach den Verbis des Verhinderns, sich Weigerns tritt, wenn sie negiert sind, noch οὐ zu dem μή, so daß μὴ οὐ im Deutschen pleonastisch erscheint, μὴ παρῇς τὸ μὴ οὐ φράσαι, unterlasse nicht, es zu sagen, eigtl. unterlasse es nicht, so daß du es etwa nicht sagst; ἔπεμψαν φράσοντα, ὅτι ἐκ Λακεδαίμονος ἐξελήλυϑε ἡ νεότης καὶ ὡς οὐ δυνατοὶ αὐτὴν ἴσχειν εἰσὶ Ἀργεῖοι, μὴ οὐκ ἐξιέναι, und daß sie nicht im Stande wären, sie zu verhindern, auszuziehen. 5) verschieden hiervon finden sich auch einige nicht negierte Ausdrücke; nach αἰσχρόν ἐστι, worin ein Hindernis liegt; αἰσχρὸν δὴ γίγνεται ἐμέ γε μὴ ἐϑέλειν, es ist schimpflich für mich, nicht zu wollen; αἰσχρόν ἐστι καἱ ἐμοὶ μὴ οὐχὶ φάναι, es ist mir schimpflich, nicht zu sagen; πολλοῦ δέω μὴ οὐ δύο γε φεύγειν, ich bin weit entfernt, nicht zu fliehen
  • μή-ποθεν
    daß nicht irgendwoher
  • μή-ποτε
    niemals, daß nicht einmal, daß niemals, daß doch nie; εἴϑε μήποτε γνοίης, o möchtest du doch niemals erkennen; auch getrennt geschrieben u. mit einem dazwischen tretenden Worte, μὴ δόξῃς ποτέ; bei den Gramm. bedeutet es geradezu 'vielleicht', eigtl. wie nescio an, ich weiß nicht, ob nicht einmal
  • μή-που
    daß nicht irgendwo, daß nicht etwa, daß nicht vielleicht
  • μή-πω
    noch nicht; μήπω τι μεϑίετε ϑούριδος ἀλκῆς, lasset noch nicht nach; μήπω μ' ἐρώτα, frage mich noch nicht; μήπω γε, nur jetzt wenigstens noch nicht
  • μὴ πώποτε
    noch niemals
  • μή-πως
    daß nicht irgendwie, u. nach den Verbis des Fürchtens, daß irgend wie, daß etwa; als zweifelnde, indirekte Frage: ob nicht etwa, ob nicht vielleicht
  • μηριαῖος
    zu den Schenkeln gehörig, an den Schenkeln
  • μῆριγξ
    ιγγος, ἡ, hartes, steifes Haar
  • μηρίζω
    an die Schenkel schlagen
  • μήρινθος
    ἡ, Faden, Schnur; sprichwörtlich ἡ μήρινϑος οὐδὲν ἔσπασε, der Faden zog nicht, d. i. es half nichts (von der Angel hergenommen)
  • μηρίον
    τό, nur im plur. μηρία, τά, auch μῆρα, die aus den Schenkeln, μηροί, der Opfertiere geschnittenen Schenkelknochen, welche beim Opfer mit Fett umwickelt und verbrannt wurden; ἄφαρ δ' ἐκ μηρία τάμνον, sie schnitten die Knochen aus den Schenkeln, κατὰ δὲ κνίσσῃ ἐκάλυψαν, δίπτυχα ποιήσαντες, umhüllten sie mit einer doppelten Lage Fett, ἐπ' αὐτῶν δ' ὠμοϑέτησαν, legten kleine Stücke Fleisch darauf, καῖε δ' ἐπὶ σχίζῃς ὁ γέρων, und der Alte verbrannte sie; ἀγλαὰ μηρία, entweder fettglänzende Schenkelknochen, od. herrliches, stattliches Schenkelfleisch
  • μηρίς
    ίδος, ἡ, eine Pflanze
  • μηρο-καυτέω
    Schenkel od. Schenkelknochen als Opfer verbrennen
  • μηροῤ-ῥαφής
    ές, in die Schenkel genäht, Beiw. des Bacchus
  • μηρός
    ὁ, der obere fleischige Teil des Schenkels bei Menschen u. Tieren; ἰσχίον, ἔνϑα τε μηρὸς ἰσχίῳ ἐνστρέφεται, das Hüftgelenk, wo sich der Schenkel in der Hüfte dreht; φάσγανον ὀξὺ ἐρυσσάμενος παρὰ μηροῦ, das Schwert von der Seite des Schenkels, an dem es herabhängt, ziehen; μιάνϑην αἵματι μηροὶ εὐφυέες, oft bei Angabe der Wunden erwähnt. Von Tieren, sie schnitten beim Opfer die Schenkel aus; τὸν μηρὸν ἔδει προβαλέσϑαι τοὺς παῖδας, die Schenkel vor-, ausstrecken; Schenkelmuskel
  • μηρο-τραφής
    ές, im Schenkel ernährt, aufgezogen, wie μηροῤῥαφής, Beiw. des Bacchus
  • μηρο-τυπής
    ές, die Schenkel schlagend, stechend
  • μήρυγμα
    τό, das Gezogene, Faden, Schnur; von der gewundenen Bewegung der Schlangen
  • μηρυκάζω
    u. μηρυκάομαι
    wiederkäuen
  • μηρυκίζω
    auf ἐρεύγομαι, ἤρυγον zurückgeführt, da das Wiederkäuen eine Art Erbrechen ist
  • μηρυκισμός
    ὁ, das Wiederkäuen
  • μηρῡμάτιον
    τό, ein Knäuel, in welches ein Seil aufgerollt wird
  • μήρυξ
    υκος, ὁ, ein wiederkäuender Fisch
  • μηρύω
    ziehen; zusammenziehen, zusammenwickeln; νεὸς ἱστία μηρύσαντο, sie wickelten die Segel zusammen; ναῦται δ' ἐμηρύσαντο νηὸς ἰσχάδα, sie lichteten die Anker; μηρύσασϑαι ἀπὸ βυϑῶν, mit der Angel od. dem Netze aus der Tiefe ziehen; λίνον, den Faden aufwickeln. Beim Weben den Einschlagsfaden in den Aufzug od. die Kette einweben. Auch die Wolle zupfen u. dadurch zum Spinnen vorbereiten; κισσὸς μηρύεται περὶ χείλη, zieht sich um die Ränder
  • μήστωρ
    ὁ, ωρος, der Rater, Ratgeber, bes. der klugen Rat gibt, ersinnt; oft von klugen Menschen, Πρίαμος u. anderen Heroen; ϑεόφιν μήστωρ ἀτάλαντος, den Göttern gleichwiegender, gleicher Ratgeber; μήστωρ μάχης, der Berater, Lenker der Schlacht, wie die Athener heißen μήστωρες ἀϋτῆς, die Schlachtenkundigen; von Patroklus u. Hektor; Peirithous. Auch Pferde heißen μήστωρε φόβοιο, Ersinner, Bewerkstelliger der Flucht; Diomedes μήστωρ φόβοιο, Hektor u. Patroklos, der Flucht zu erregen weiß
  • μή-τε
    und nicht, gew. μήτε - μήτε, weder - noch; τῷ νῦν μήτ' ἀπόληγε κέλευέ τε φωτὶ ἑκάστῳ, so viel wie 'höre nicht auf, sondern ermahne einen jeden'
  • μητέριος
    α, ον, mütterlich
  • μήτηρ
    ἡ, die Mutter; auch von Tieren, Mutterkuh, Mutterschaf; von einem Vogel, der Junge hat; so von einem Lande gesagt, μήτηρ μήλων, ϑηρῶν, Mutter der Schafherden, des Wildes, das viele Schafherden ernährt, reich an Wild ist. Vom Vaterlande. Auch von anderen Verhältnissen, wie bei uns, für Urheberin, Hervorbringerin
  • μητιάω
    einen Beschluß, Rat fassen; absol., ratschlagen; klüglich ersinnen, erdenken; bei sich ersinnen, beschließen
  • <<< list operone >>>