221 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • μακρό-φυλλος
    langblättrig
  • μακρο-φωνέω
    weithin, laut schreien
  • μακρό-φωνος
    laut rufend
  • μακρό-χειλος
    mit langen Lippen
  • μακρό-χειρ
    langhändig, bekannter Beiname des einen Artaxerxes
  • μακρό-χηλος
    langklauig, -hufig
  • μακρο-χρονίζω
    lange Zeit dauern
  • μακρο-χρόνιος
    lange Zeit dauernd, lebend
  • μακρο-χρονιότης
    ητος, ἡ, die lange Dauer, das lange Leben
  • μάκρ-οψις
    mit langem Gesicht
  • μακρο-ψῡχία
    ἡ, hoher Sinn, od. tadelnd = Unersättlichkeit
  • μάκρυμα
    τό, das Entfernte, bes. das aus Abscheu Fortgestoßene
  • μακρύνω
    verlängern, ausdehnen; für μηκύνω; - entfernen, weit von sich stoßen, verschmähen
  • μακρυσμός
    ὁ, weite Entfernung
  • μάκρων
    ωνος, ὁ, Langkopf
  • μάκρωσις
    ἡ, das Ausdehnen, die Weitschweifigkeit
  • μακτήρ
    ῆρος, ὁ, der Knetende
  • μακτήριος
    zum Kneten gehörig
  • μάκτης
    ὁ, der Knetende
  • μάκτρα
    ἡ, der Backtrog, in welchem der Brotteig geknetet wird. Übh. ein Gefäß, in dem etwas zerstoßen wird. Auch = Badewanne, oder ein größeres Wasserbecken, in welchem mehrere zusammen baden können
  • μακτρισμός
    ὁ, ein komischer Tanz, neben ἴγδις erwähnt
  • μάκτρον
    τό, Tuch zum Abwischen
  • μάλα
    1) Positiv., sehr, gar sehr, heftig, stark; a) mit adj. u. adv. vrbdn, den Begriff derselben steigernd u. verstärkend; μάλα πολλά, sehr viel; μάλα μυρίοι, ganz unzählige; μάλα πάντες, allesamt, alle ohne Ausnahme; πάγχυ μάλα u. μάλα πάγχυ, ganz u. gar; εὖ μάλα u. μάλ' εὖ, gar wohl, recht sehr; μάλ' αὐτίκα, gleich auf der Stelle, sogleich; μάλ' αἰεί, immerfort, immerwährend; ἄχρι μάλα κνέφαος, bis ganz zur Dämmerung; μάλ' ὧδε, ganz so, gerade so; ἄβληχρος μάλα τοῖος, so recht gelind; Σαρδάνιον μάλα τοῖον, so recht sardanisch; εἰ μὴ μάλα γέ τινες ὀλίγοι, sehr wenige. Oft noch durch καί verstärkt, eigtl. und-zwar-sehr. Seltener beim compar., μάλα πρότερος, weit früher, weit eher. Bei Wiederholungen wird des Nachdruckes wegen zu αὖ u. αὖϑις noch μάλα gesetzt, ὤ μοι μάλ' αὖϑις. Auch zur Negation tritt es verstärkend hinzu; οὐ μάλα τι, mit nichten. b) bei Verbis seltener; μάλα βουλόμενος, sehr wünschend. Mit großem Nachdruck beteuernd: εἰ γὰρ ἐγὼ πυϑόμην - τῷ κε μάλ' ἤ κεν ἔμεινε, dann wahrlich wäre er geblieben, da wäre er gar sehr geblieben; c) bes. im Anfang der Sätze. Daher in nachdrücklich bejahenden Antworten: allerdings, teils allein, teils mit dem Verbum, μάλα γε; d) mit εἰ vrbdn, εἰ μάλα, εἰ καὶ μάλα, καὶ εἰ μάλα, εἰ καὶ μάλα περ; mit dem ind., εἰ μάλα κάρτερός ἐσσι, wenn du sehr stark bist, was dir nicht bestritten wird; häufig c. optat., wenn auch noch so sehr, wie sehr auch, wo die Sache als möglich zugestanden wird, εἰ μάλα μιν χόλος ἵκοι, wenn der Zorn ihn auch sehr, auch noch so sehr überkäme. So auch μάλα περ, cum partic., οὔτ' οὖν Τηλέμαχον μάλα περ πολύμυϑον ἐόντα, οὔτε ϑεοπροπίης ἐμπαζόμεϑα, obwohl er sehr, oder: wenn er auch nach so viel Worte macht; μήτ' ἄρ με μάλ' αἴνεε μήτε τι νείκει, lobe mich weder sehr, noch tadele mich. 2) Compar. μᾶλλον, mehr, stärker, heftiger; a) wie der Positiv bei Adjectivis, einen höheren Grad anzuzeigen, auch = eher, lieber. Verstärkt πολὺ μᾶλλον, viel mehr; ἔτι μᾶλλον, noch mehr; καὶ μᾶλλον ἔτι, und auch mehr noch; ἔτι καὶ πολὺ μᾶλλον, auch noch viel mehr; aber μᾶλλόν τι, etwas mehr; oft absolut gebraucht ist für 'ziemlich', 'sehr', 'gar sehr'; mehr und mehr, immer mehr. Auch wie ἄγαν, zu sehr; b) auch zum compar. wird es nicht selten gesetzt, wo teils der Vergleichungssatz ausgelassen ist, teils dabei steht, ῥηΐτεροι γὰρ μᾶλλον Ἀχαιοῖσιν δὴ ἔσεσϑε κείνου τεϑνηῶτος ἐναιρέμεν, leichter, mehr als damals, wo Hektor noch lebte; ἄμεινον ἀνϑρώπῳ τεϑνάναι μᾶλλον ἢ ζώειν, eigtl. es ist besser für die Menschen, lieber zu sterben als zu leben; c) μᾶλλον δέ steht bes., wo der Redende das Gesagte verbessert: vielmehr; μᾶλλον δ' εἰ βούλει, oder wenn du lieber willst; d) οὐδὲν μᾶλλον, um nichts mehr; οὐδέν τι μᾶλλον ἐπ' ἡμέας ἢ οὐ καὶ ἐπὶ ὑμέας, um nichts mehr gegen uns als gegen euch, d. i. eben so gut gegen euch wie gegen uns; keineswegs; auch geradezu οὐ μᾶλλον ἤ, nicht sowohl als vielmehr. 3) Superl. μάλιστα, a) am meisten, zumeist, am stärksten, besonders, vorzugsweise; ἐς μάλιστα, am meisten; ἀνὴρ δόκιμος ὁμοῖα τῷ μάλιστα, so berühmt, wie der, der es am meisten ist; ὡς οἷόν τε μάλιστα, ὅ τι μάλιστα δύνασαι, so sehr wie möglich. In der Frage τί μάλιστα; quid potissimum? was denn? wie so denn?; u. in der Antwort, stark bejahend, ja wohl, maxime; in Zugeständnissen, εἴτε ὅτι μάλιστα εἴη, πολλἡ ἀνάγκη αὐτὰ εἶναι ἄγνωστα, und wenn es auch noch so sehr wäre, sein sollte. Eben so nachdrücklich steht es, wenn ein εἰ δέ oder εἰ δὲ μή folgt, μάλιστα μὲν σιγᾶσϑαι, εἰ δὲ ἀνάγκη τις ἦν λέγειν, δι' ἀποῤῥήτων ἀκούειν ὡς ὀλιγίστους, am liebsten bleibt es ganz verschwiegen, od. wenigstens; μάλιστα μὲν μηδ' εἰς φῶς ἐκφέρειν - ἐὰν δέ τι βιάσηται, οὕτω τιϑέναι, am liebsten es gar nicht ans Licht zu bringen, oder wenigstens es so auszusetzen; b) bes. bei Bestimmungen der Zahl wird μάλιστα oft gebraucht, um anzugeben, daß die gegebene Bestimmung zwar nicht ganz genau ist, aber der Wahrheit am nächsten kommt; auch von ungefährer Ortsbestimmung; ἐν ἔτεσι πεντήκοντα μάλιστα, vor 49 Jahren; ἔτει ἑκατοστῷ μάλιστα, obgleich es nur 99 Jahre sind; in den meisten Fällen scheint vielmehr die Zahl bei μάλιστα den höchst möglichen Ansatz auszudrücken u. unserm 'höchstens', 'wenns hoch kommt' zu entsprechen
  • μαλάβαθρον
    τό, das gewürzhafte Blatt des indischen Gewächses, das rund zusammengewickelt verkauft wurde u. schlechthin φύλλον od. φύλλον Ἰνδικόν hieß, wahrscheinlich der indische Betel, piper betel, der im ganzen Orient noch jetzt gekaut wird
  • μάλαγμα τό
    das Erweichende, bes. ein Pflaster, ein Umschlag zur Erweichung verhärteter Teile. Übh. ein welcher Körper, den Stoß eines harten aufzufangen u. zu schwächen; gegen Belagerungsmaschinen angewandt
  • μαλαγματίζω
    erweichende Umschläge machen
  • μαλαγματ-ώδης
    ες, von der Art eines erweichenden Umschlages
  • μαλακαί-πους
    -ποδος, zartfüßig od. sanft einherschreitend
  • μαλακ-αυγητός
    Beiwort des Schlafes, von αὐγή, sanft blickend oder weichen, gebrochenen Blickes
  • μαλακ-ευνέω
    weich betten
  • μαλακ-εύνητος
    weich gebettet
  • μαλακευτικός
    erweichend, lindernd
  • μαλακία
    ἡ, Weichheit, bes. Weichlichkeit, wie sie bes. den Persern von den Griechen vorgeworfen wird; der καρτερία entgegengesetzt, Mangel an Tatkraft, an kräftigen Entschlüssen, Schlaffheit im Handeln; ἀξυνεσία, μαλακία, ἀμέλεια, als Fehler der Bürger zusammenstellt. Von körperlicher Schwachheit
  • μαλακιάω
    u. μαλακιέω
    weichlich, schwächlich sein
  • μαλακίζω
    weichlich, zierlich machen. Pass. verweichlicht, weichlich, schlaff werden, sein; aber ὁ δῆμος μὴ μαλακίζηται ϑεραπεύων ist = das Volk wird erweicht, milder gestimmt; kränklich, unpäßlich sein; von den Frauen gesagt, wie ἀσϑενέω von den Männern
  • μαλάκιον
    τό, die Weichtiere, Mollusken, im Ggstz der anderen Wassertiere mit harter Schale; die Tintenfische u. Polypen; auch μαλάχια und μαλάχεια ; ein aus weichen Stoffen geflochtener Frauenputz, der bei μαλάχιον heißt u. von Gold ist
  • μαλακισμός
    ὁ, Verweichlichung
  • μαλακίων
    ωνος, ὁ, Weichling, verzärtelter Mensch
  • μαλακό-γειος
    mit weichem Boden
  • μαλακό-γναθος
    mit weichen Kinnbacken
  • μαλακο-γνώμων
    ον, weiches, sanftes Sinnes, sanftmütig
  • μαλακό-δερμος
    weichhäutig, -schalig
  • μαλακο-ειδής
    ές, von weicher Art, Beschaffenheit, weichlich
  • μαλακό-ευνος
    mit weichem Lager
  • μαλακό-θριξ -τριχος
    weichhaarig
  • μαλακο-κάρδιος
    weichherzig
  • μαλακό-κισσος
    ὁ, convolvulus
  • μαλακο-κόλαξ
    ακος, ὁ, ein weichlicher Schmeichler, Schmarotzer
  • μαλακο-κρᾱνεύς
    ὁ, der Weichschädel, ein Vogel
  • μαλακο-ποιέω
    weich od. weichlich machen
  • μαλακο-ποιός
    weich machend, verweichlichend
  • μαλακο-πτυχεῖς
    ἄρτοι, weichfaltig, mit zarten Lagen
  • μαλακο-πύρηνος
    weichkernig
  • μαλακός (verwandt mit βλάξ, mollis), weich, zart; von allem, was sich weich anfühlt, μαλακώτερος ἀμφαφάασϑαι, mit der Nebenbdtg sanfter anzutasten, vom gefallenen Hektor; μαλακὴ νειός, weicher Brachacker, der aufgepflügt ist; λειμών, weiche, grasreiche Au; καὶ ὀλίγον πῦρ, gelindes Feuer. Übertr. von nicht körperlichen Dingen, sanft, linde; adv., μαλακῶς ἐνεύδειν, sanft darin schlafen; ἔπεα, λόγοι, sanfte, einschmeichelnde Worte; ἐπαοιδαί, lindernde; von der Gesinnung; μαλακὸν ἐνδιδόναι βουλόμενος οὐδέν, nichts nachlassen, nicht nachgeben; ζημίαι, gelinde Strafen; gew. tadelnd: weichlich, verzärtelt, schlaff; unfähig den Sinneneindrücken zu widerstehen, unenthaltsam, üppig, im Ggstz von καρτερικός; τὰ μαλακά, Sinnengenüsse, üppiges Wohlleben; saumselig, feige; auch = unpäßlich, kränklich sein
  • μαλακόσαρκος
    weichfleischig (von einem Fisch)
  • μαλακ-όστρακος
    weichschalig
  • μαλακότης
    ητος, ἡ, Weichheit, im Ggstz von σκληρότης; Weichlichkeit
  • μαλακ-όφθαλμος
    weichäugig, κύκλος, Umschreibung des Θ
  • μαλακό-φλοιος
    mit weicher Rinde, Schale (von Mandeln)
  • μαλακό-φρων
    ον, weich-, sanftmütig
  • μαλακό-φωνος
    weich, sanft tönend
  • μαλακό-χειρ
    mit weicher, sanfter Hand, φαρμάκων νόμος, das sanfte Auflegen der Heilmittel
  • μαλακο-ψῡχέω
    weichmütig, feige sein
  • μαλακό-ψῡχος
    weichmütig, feigherzig
  • μαλακτήρ
    ῆρος, ὁ, der Erweichende, χρυσοῦ, Goldschmied, der Gold schmilzt
  • μαλακτικός
    erweichend, lindernd, bes. von Umschlägen, Medic. Auch κοιλίας, den Stuhlgang befördernd
  • μαλάκυνσις
    ἡ, Weichmachen, Erweichen
  • μαλακύνω
    weichmachen, erweichen; verweichlichen; ἤν τις μαλάκυνηται, wenn man saumselig ist, zurückbleibt
  • μάλαξις
    ἡ, das Erweichen, Mildern
  • μαλάσσω
    weichmachen, verweichlichen, entkräften; πρὸς ϑεῶν μαλάσσου, laß dich erweichen; πρὶν ἂν νόσου μαλαχϑῇς τῆςδε, von der Krankheit erleichtert, befreit werden; vom Gerber: das Leder weich, gar machen; übertr., ὁ Διόνυσος ὥςπερ ἐν πυρὶ (auf das Schmieden des Eisens im Feuer gehend)
  • μαλάχη
    ἡ (μαλάσσω, wahrscheinlich von ihren weichen, wolligen Stengeln, od. von ihrer die Eingeweide erweichenden Kraft, als leicht verdaulich), die Malve; von den Armen bes. als wohlfeiles Nahrungsmittel gegessen; andere Schreibart μολόχη, von ihrer diätetischen Kraft gesprochen
  • μαλερός
    heftig, gewaltig; μαλεραὶ ἀοιδαί, kraftvolle, feurige Gesänge; übertr., πόϑος, heftige Sehnsucht; Ἄρης, der gewaltige Ares; μαλερὰ μέλαϑρα πυρὶ κατάδρομα, entweder die gewaltigen od. die in Flammen stehenden, von der Flamme überwältigten; μαλεροὶ πόνοι, gewaltige, erschöpfende Anstrengungen; μαλεραὶ φρένες, der überwältigte, also schwache und erliegende Geist
  • μάλη
    ἡ, die Achsel (μασχάλη, ala, axilla), nur in der Verbindung ὑπὸ μάλης, auch ὑπὸ μάλην, unter der Achsel, d. i. heimlich, versteckt, hinterlistig, wie man meuchlerische Mordwaffen unter dem Arme versteckt trug
  • μάλθα
    ἡ, Wachs mit Pech vermischt, womit man z. B. den Schiffskiel überzog, um ihn wasserdicht zu machen; von dem Wachs der Schreibtafeln, ἐν μάλϑῃ γεγραμμένην τὴν μαρτυρίαν, wo bemerkt wird, daß man darin leichter als bei einer andern Schrift, ἐν λευκώματι, etwas ändern könne. Auch ein großes, weiches Seetier
  • μαλθακ-ευνία
    ἡ, das weiche Bett, weiche Lager
  • μαλθακεύομαι
    weichlich sein
  • μαλθακίζω
    schlaff, lässig werden
  • μαλθακός
    u. μαλθάκινος
    übertr., αἰχμητής, ein weichlicher, schwacher oder feiger Lanzenschwinger; auch von der Stimme; übertr., φρήν, sanft, mild; μαλϑακὸν ὀμμάτων βέλος, von der Liebe; weichlich, feig; mild, vom Gesetzgeber. Adv., μαλϑακῶς κρατεῖν, mild; σκληρὰ μαλϑακῶς λέγειν, das Unangenehme in schöne Worte kleiden
  • μαλθακτήριος
    u. μαλθακτικός
    erweichend
  • μαλθακύνω
    weich machen
  • μάλθαξις
    ἡ, die Erweichung, bes. im medizinischen Sinne
  • μαλθάσσω
    erweichen, besänftigen; aber μαλϑαχϑεῖσ' ὕπνῳ ist = durch Schlaf erschlafft; mit Worten schonend behandeln
  • μαλθ-ώδης
    ες, von der Art der μάλϑα, weich und zähe
  • μάλθων
    ωνος, ὁ, Weichling
  • μαλιναθάλλη
    ἡ, eine ägyptische Pflanze, vielleicht cyperus esculentus
  • μάλιον
    τό, Haarlocke
  • μᾶλις
    ιος, ἡ, eine Krankheit der Pferde u. Esel, der Rotz. Bei den Lateinern malleus
  • μάλκη
    ἡ, das Erfrieren, Verklamen, bes. an den weicheren, empfindlicheren Teilen; Frostbeulen
  • μαλκιάω
    erstarren, verklamen, bes. an Händen u. Füßen
  • μάλκιος
    frostig, kalt, ψυχρός, erstarren machend; auch μαλκός
  • μαλλο-δέτης
    ὁ, mit Wolle umwunden
  • μαλλός
    ὁ, Zotte, Flocke von Wolle, bes. beim Schafe; das Vließ; auch von andern Tieren. Beim Menschen: Haarlocke
  • μαλλο-φόρος
    lange Wolle tragend
  • μάλλωσις
    ἡ, das Besetzen, Bekleiden mit Wolle
  • μαλλωτός
    mit langer Wolle versehen, χιτών, χλαμύς, ein Schafpelz
  • μᾱλο-γενές
    πῶϋ, vom Schaf erzeugt
  • μᾱλο-πάρῃος
    äpfelwangig, rote Wangen wie ein Apfel habend
  • μᾱλός
    der Bock
  • μάμμα u. μάμμη
    ἡ, der Ruf lallender Kinder für Mutter. Später Großmutter; wie das lat. mamma, die Mutterbrust
  • μαμμά-κυθος
    ὁ, Eigenname eines Dummkopfes, od. vielleicht komisch gebildet von μάμμα u. κεύϑω, 'eine Memme, die sich in ihrer Mama Schoß verkriecht'
  • μαμμᾶν αἰτεῖν
    zu essen fordern, eigtl. von kleinen Kindern, nach der Mutterbrust verlangen
  • μαμμία
    ἡ, die Mutter
  • μαμμίδιον
    τό, u. μαμμίον
    τό, Mütterchen
  • μαμμό-θρεπτος
    von der Großmutter erzogen, verzogen, ein Muttersöhnchen
  • μαμμ-ωνυμικῶς
    nach der Mutter od. Großmutter benannt
  • μάν
    Beteuerungswort; allein stehend: allerdings, gewiß; ἄνα γε μάν, auffordernd; ἄγρει μάν, wohlan denn; verstärkt, ἦ μάν, ja wahrlich, freilich wohl; mit der Verneinung, οὐ μάν, wahrlich nicht, gewiß nicht
  • μανδάκης
    ὁ, Garbenband
  • μάνδαλος
    ὁ, der Türriegel
  • μανδαλόω
    den Türriegel vorschieben
  • μανδαλωτός
    verriegelt; φίλημα μανδαλωτόν, ein wollüstiger Kuß, bei dem die Zunge eingesteckt wird
  • μάνδρα
    ἡ, ein eingeschlossener Raum, bes. Hürde für Vieh, Stall; νῦν δὲ κρατεῖται τῇ χρυσῇ μάνδρῃ τὸ βραχὺ βουκόλιον, von fünf Rindern, die auf einen Siegelring eingeschnitten sind, u. so öfter der Ringkasten, in welchem der Stein des Ringes liegt. Später = das Kloster
  • μανδρ-αγόρας
    ὁ, u. μανδραγόρα
    ἡ, der Alraun, eine betäubende u. einschläfernde Pflanze; καϑάπερ ὑπὸ μανδραγόρα καϑεύδειν, im Totenschlaf liegen
  • μανδραγορίζω
    Alraun essen, ἡ μανδραγοριζομένη, von Alraun eingeschläfert, Titel einer Comödie des Alexis
  • μανδραγορικός
    aus Alraunwurzel gemacht
  • μανδραγορίτης
    ὁ, οἶνος, mit Alraun abgezogener Wein
  • μανδρεύω
    in einen Stall einsperren, in ein Kloster tun
  • μανδύας
    ὁ, u. μανδύη
    ἡ, ein dickes wollenes Oberkleid, Mantel, ein persisches Wort
  • μανδυο-ειδής
    ές, von der Beschaffenheit einer μανδύς
  • μάνης
    ὁ, so hieß beim Kottabosspiel das Männchen von Metall, auf welches die Weintropfen od. die durch dieselben bewegte Waagschale schlug
  • μανθάνω
    lernen, u. aor. gelernt haben, verstehen; ἀγγέλου λόγου μαϑεῖν, vernehmen, erfahren; erfahren, hören; πρὶν μαϑεῖν ἐμοῦ, ehe ihr von mir gehört habt; auch vom Wahrnehmen durch das Gesicht; ἐπεί σε μανϑάνω ϑνητὴν φρονοῦσαν ϑνητά, da ich merke, daß du; auch 'zu erlernen' od. 'zu erfahren suchen', 'sich wonach erkundigen'. Absol. μανϑάνω, ich verstehe; auch oft gebraucht wie audio, wenn man auf das von dem anderen Gesagte eingeht, εἶεν, μανϑάνω, gut, das wohl; εἰ δ' ἀληϑὲς οὐκ ἔμαϑεν, das weiß er nicht. Οἱ μανϑάνοντες, die Schüler. Häufig fängt bei den Attikern τί μαϑών; einen Fragesatz an, eigtl. aus welchem vernünftigen Grunde konntest du so handeln? d. i. geradezu: wie konntest du so unverständig, so unklug handeln, immer mit einem Vorwurf gesagt; ὦ 'νόητε; was fiel dir ein? wie konntest du das tun?; τί ἄξιός εἰμι παϑεῖν ἢ ἀποτῖσαι ὅτι μαϑὼν ἐν τῷ βίῳ οὐχ ἡσυχίαν ἦγον, daß ich, obwohl ich es doch gelernt hatte, hätte einsehen sollen, fast = zur Strafe dafür, daß ich nicht Ruhe hielt; εἶπον ἂν σοὶ εἰς κεφαλὴν ὅτι μαϑών μου καὶ τῶν ἄλλων καταψεύδει τοιοῦτο πρᾶγμα, komme es auf deinen Kopf darum, daß du (so unverständiger Weise) mir u. anderen solche Dinge angedichtet hast
  • μανία
    ἡ, Raserei, Wahnsinn, auch von jeder heftigen Gemütsbewegung, wie Liebe, Zorn; κεῖνος ἐπέγνω μανίαις, in törichtem Wahnsinn; auch = göttliche Begeisterung
  • μανιάκης
    ὁ, Halsband der Perser u. Kelten
  • μανιάς
    άδος, ἡ, rasend, wütend; νόσος, der Wahnsinn
  • μανικός
    zur Raserei gehörig; μανικόν τι βλέπειν, wie ein Rasender aussehen, das Weiße im Auge nach außen gedreht; rasend, unsinnig; in heftiger Leidenschaft, Begeisterung, Enthusiast; zum Zorn geneigt; μανικὴ διάϑεσις, die Wut; unsinnig groß, übertrieben. Auch = Raserei verursachend, φάρμακα
  • μανιό-κηπος
    von geilen Weibern: mannstoll
  • μανιο-ποιός
    rasend machend
  • μανιο υργέω
    rasend machen
  • μανι-ώδης
    ες, wie rasend; τὸ μανιῶδες μαντικὴν πολλὴν ἔχει, der Wahnsinn; unsinnig
  • μάννα
    ἡ, der Brocken, das Krümchen, Sp., bes. λιβανωτοῦ, mica thuris; τὸ μάννα, das Manna der Israeliten
  • μαννάκιον
    τό, Halsbändchen
  • μαννάριον
    τό, Mütterchen
  • μαννο-δότης
    ὁ, der Mannageber
  • μάννος
    ὁ, Halsband
  • μαννο-φόρος
    ein Halsband tragend
  • μᾱνο-ειδής
    ές, von dünner, lockerer Art
  • μᾱνό-καρπος
    mit einzelnen, zerstreuten Früchten
  • μᾱνός
    dünn, locker, lose, auch = einzeln, spärlich; διὰ μανῶν τῶν σαρκῶν, weiches, lockeres Fleisch. Vom Pulse: langsam, selten, in langen Zwischenräumen schlagend
  • μᾱνο-σπορέω
    dünn säen
  • μᾱνό-σπορος
    dünn gesäet
  • μᾱνόστημος
    mit dünnen Aufzugsfäden, πέπλοι, feinfädig
  • μᾱνότης
    ητος, ἡ, das Dünnsein, die Seltenheit, Einzelheit, das hier und da Zerstreutsein, im Ggstz von πυκνότης
  • μᾱνό-φυλλος
    mit dünnstehenden, hier und da zerstreuten Blättern
  • μᾱνό-χροος
    mit dünner od. schlaffer Haut
  • μᾱνόω
    dünn, locker machen, zerstreuen, im Ggstz von πυκνόω
  • μαντεία
    ἡ, das Weissagen, die Gabe der Prophezeiung; die Weissagung selbst, der Inhalt derselben; die Art, wie die Orakel erteilt werden; auch Κρατύλου, des Krat. dunkler Ausspruch. Auch = Vermutung, Erraten; μαντείας δεῖται ὅ, τι ποτὲ λέγεις, man muß erraten; μαντείας ἔδει, es ist so dunkel, daß es der Befragung des Orakels bedarf
  • μαντεῖον
    τό, Orakelspruch, Weissagung; das Orakel, der Orakelsitz
  • μαντεῖος
    zum Orakel gehörig, prophetisch, weissagend; μαντεῖα στέφη, die Kränze des Propheten; ἐπ' Ἰσμηνοῦ τε μαντείᾳ σποδῷ, die Asche auf dem Altar des orakelkündenden Gottes
  • μάντευμα
    τό, Orakel, Weissagung
  • μαντεύομαι
    1) weissagen, prophezeien, einen Orakelspruch erteilen; τοῖσι Ἕλλησι ἐμαντεύετο, von einem Wahrsager; dagegen μεμάντευμαι = ich habe befragt. 2) das Orakel befragen, sich eine Weissagung geben lassen. 3) übh. vermuten; meinen, im Ggstz des deutlichen Erkennens; μαντευτέον, man muß vermuten; auch von Tieren: wittern, spüren
  • μαντευτικός
    zum Wahrsagen gehörig, geschickt; ἡ μ., prophetische Kraft
  • μαντευτός
    geweissagt; ὅςπερ αὐτῷ μαντευτὸς ἦν ἐκ Δελφῶν, durchs Orakel bestimmt
  • μαντεύω
    weissagen
  • μαντήϊον
    sowohl Orakelort als der Orakelspruch
  • μαντικός
    zum Wahrsager gehörig, prophetisch; κλέος σοῦ μαντικόν, dein Seherruhm; ἡ μαντική, die Wahrsagerkunst, sc. τέχνη; οἱ μάντιες ἐςορέοντες ἐς τὴν μαντικήν, die Seher befragten ihre Kunst
  • μαντι-πολέω
    sich mit dem Wahrsagen beschäftigen, weissagen
  • μαντι-πόλος
    sich mit dem Wahrsagen beschäftigend, weissagend
  • μάντις
    εως, 1) der Wahrsager, Prophet; μάντι κακῶν, Unglücksprophet; zu den δημιοεργοί gerechnet; von μαίνομαι, denn der Seher weissagt von Gott begeistert, verzückt; bes. die aus den Eingeweiden der Opfertiere weissagen. 2) ἡ μ., eine Heuschrecken- od. Cicadenart, sonst καλαμαία. Auch der grüne Garten- od. Laubfrosch heißt so, als der Wetterprophet; eine Art Kohl
  • μαντιχώρας
    ein unbestimmtes vierfüßiges Tier in Indien, mantichora, vielleicht eine Art Stachelschwein
  • μαντοσύνη
    ἡ, die Wahrsagerkunst
  • μαντόσυνος
    vom Orakel ausgehend, κέλευσμα, des Orakels
  • μαντ-ώδης
    ες, von prophetischer Art
  • μάνωσις
    ἡ, das Dünn-, Lockermachen, Ggstz πύκνωσις
  • μαξεινός
    ὁ, ein Fisch
  • μάρ
    bei den Dorern die Hand
  • μάραγδος
    ὁ, der Smaragd
  • μάραγνα
    ἡ, Geißel, Peitsche
  • μαραθο-ειδής
    ές, fenchelartig
  • μάραθον
    τό, u. μάραθος
    ὁ, Fenchel
  • μαραθρίτης
    ὁ, von Fenchel
  • μαραθρών
    ῶνος, ὁ, u. μαραθών
    ῶνος, ὁ, Fenchelfeld
  • μαραθωνο-μάχης
    ὁ, und -μάχος
    ὁ, ein Marathonkämpfer, der in der Schlacht bei Marathon mitgekämpft hat, sprichwörtlich ein ausgezeichneter Kämpfer von altem Schrot u. Korn
  • μαραίνω
    eigtl. das Brennende auslöschen, ersticken, pass. = allmälig zu brennen aufhören, vom Feuer, das allmälig zusammensinkt u. erlischt; bes. von Krankheiten: ausdörren, aufreiben, verzehren (von der Fieberhitze hergenommen); auch μάραινε δευτέροις διώγμασιν, vernichte ihn; pass. allmählich verzehrt werden, hinschwinden; πάνϑ' ὁ μέγας χρόνος μαραίνει, die Zeit vernichtet alles, im Ggstz von φλέγω; ὄψεις μαρᾶναι, die Augen auslöschen, blenden; von der Lampe; im eigentlichen Sinne vom Flusse, μαραίνεσϑαι, austrocknen; πνεῦμα, läßt nach
  • μαρανθίς
    ίδος, ἡ, eine Pflanze
  • μάρανθον
    τό, ein Gemüse, Gartengewächs
  • μάρανσις
    ἡ, das Dünn-, Welkwerden (vom Alter)
  • μαραντικός
    welk, schwach machend; γέρων ῥυσός, schwach
  • μαρασμός
    ὁ, das Schwachwerden, bes. das Abnehmen der Lebenskraft im hohen Greisenalter od. durch abzehrende Krankheit
  • μαρασμ-ώδης
    ες, mit dem Marasmus behaftet
  • μαραυγέω
    Flimmern vor den Augen haben, geblendet werden, erblinden
  • μαραυγία
    ἡ, das Flimmern vor den Augen, Blendung
  • μαργαίνω
    rasend sein; Διομήδεα μαργαίνειν ἀνέηκεν ἐπ' ἀϑανάτοισι ϑεοῖσιν, trieb ihn an gegen die Götter zu wüten, rasend auf die Götter loszugehen
  • μαργαρίτης
    ὁ, u. μαργαρῖτις
    ιδος, ἡ, sc. λίϑος, die Perle, sowohl die eigentliche Seeperle, auch Perlmuschel; als auch μαργαρίτης χερσαῖος, ein unbestimmter Edelstein, der den dreifachen Wert des reinsten Goldes hatte. Auch ein Baum
  • μαργαρῑτο-φόρος
    Perlen hervorbringend
  • μαργαρο-φορέω
    Perlen tragen
  • μαργαρ-ώδης
    ες, perlenartig, -farbig
  • μαργάω
    rasend sein, unsinnig wüten, von heftiger Kampfeswut; gierig sein
  • μαργέλλια
    τά, auch μαργηλίδες
    αἱ, eine Palmenart, oder ihre (der Perle ähnliche) Frucht, wahrscheinlich die maldivische Nuß, die persisch Nargel heißt
  • μαργέλλιον
    τό, die Perle
  • μαργήεις
    εσσα, εν, wütend, rasend
  • μαργηλίς
    ίδος, ἡ, die Perle
  • μάργος
    rasend, wütend; unsinnig; töricht, unbesonnen; vom Magen, γαστήρ, gierig, gefräßig; von den Furien; wollüstig, üppig
  • μαργοσύνη
    ἡ, u. μαργότης
    ητος, ἡ, rasende Leidenschaft, bes. Geilheit, Schlemmerei
  • μαργόω
    zum μάργος machen
  • μαριθεύς
    ὁ, u. μαριθάν
    ᾶνος, ὁ, ein Stein, der brennt, wenn man Wasser daraufgießt
  • μαρῑλευτής
    ὁ, der Köhler
  • μαρῑλεύω
    kleine Kohlen machen
  • μαρίλη
    ἡ, kleine Glutkohle, glühende Asche, Kohlenstaub
  • μαρῑλο-καύτης
    ὁ, der Kohlenbrenner
  • μαρῑλο-πότης
    ὁ, der Kohlenstaub-, Rußschlucker (vom Schmiede)
  • μαρῖνος
    ὁ, ein Meerfisch, der auch κίϑαρος heißt
  • <<< list operone >>>