208 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • κυρήβασις
    ἡ, u. das Stoßen der Böcke mit den Hörnern
  • κυρηβάτης
    ὁ, der Streiter, Zänker
  • κυρήβιον
    τό, Kleie von geschrotenen Feldfrüchten
  • κυρηβιο-πώλης
    ὁ, der mit, Kleie handelt, Kleieverkäufer
  • κύρημα
    τό, was einem begegnet, zustößt
  • κῡριακός
    dem Herrn gehörig, ihn betreffend; κυριακὴ ἡμέρα, der Tag des Herrn, Sonntag; τὸ κυριακὸν δεῖπνον, auch ohne dieses subst., das heilige Abendmahl; τὸ κυριακόν auch = das Haus des Herrn, der Tempel, die Kirche
  • κῡρι-αρχέω
    herrschen
  • κῡρι-άρχησις
    ἡ, u. κῡρι-αρχία
    ἡ, das Herrschen
  • κῡρι-αρχικός
    das Herrschen betreffend
  • κῡριεία
    ἡ, das Herren-, Eigentumsrecht
  • κῡρίευσις
    ἡ, das Besitzen
  • κῡρίευμα
    τό, der Befehl
  • κῡριεύω
    Herr, Eigentümer von etwas, κύριος sein, etwas in seiner Gewalt haben, gebieten über etwas, auch sich bemächtigen; κυριευέτωσαν οἱ πρόεδροι μέχρι πεντήκοντα δραχμῶν ἐπιγράφειν, sie sollen Macht haben, eine Geldstrafe bis zu 50 Drachmen zu verhängen; ἐκυρίευσαν δὲ καὶ λέμβων, sie bemächtigten sich derselben. Ο κυριεύων war ein besonderer sophistischer Schluß
  • κυρίλλιον
    τό, ein enghalsiges Gefäß
  • κύριξις
    ἡ, das Stoßen mit den Hörnern
  • κῡριο-κτονέω
    den Herrn töten
  • κῡριο-κτονία
    ἡ, das Töten des Herrn
  • κῡριο-κτόνος
    den Herrn tötend, mordend
  • κῡριο-λεκτέω
    ein Wort in eigentlicher Bedeutung brauchen, Ggstz von τροπολογέω; auch = ein Wort vorzugsweise von einem einzigen Gegenstande brauchen
  • κῡριο-λεκτικῶς
    mit dem eigentlichen Ausdrucke, im eigentlichen Sinne
  • κῡριό-λεκτος
    im eigentlichen Sinne gesagt, gebraucht
  • κῡριο-λεξία
    ἡ, Eigentümlichkeit der Rede, eigentlicher Ausdruck, κατὰ κυριολεξίαν, im eigentlichen Sinne
  • κῡριο-λογικός
    ή, όν, die Wörter in eigentlicher Bedeutung brauchend, Ggstz συμβολικός
  • κῡριο-πρᾱσία
    ἡ, das Verkaufen des Herrn
  • κύριος
    der Herr, Gebieter, Eigentümer von etwas ist, Macht oder Gewalt darüber hat, unumschränkt darüber gebietet; zunächst 1) von Personen; κύριος γενόμενος τῶν ἀντιπολιτευομένων, als er die Gegenpartei überwältigt hatte; ϑανάτου κύριος, Herr über Leben u. Tod; κύριον εἶναι τῆς καταλύσεως, die Macht u. das Recht dazu haben. C. inf., befugt sein, etwas zu tun, es tun dürfen; c. partic., κύριός ἐστι καὶ ζημιῶν ὁ χιλίαρχος καὶ ἐνεχυράζων, er ist befugt zu strafen. Daher ὁ κύριος, der Herr; so heißen bes. a) die, welche die väterliche Gewalt über Mädchen ausüben u. sie verheiraten; b) der Ehemann; übh. der Hausherr in Beziehung auf Frau und Kind, während δεσπότης das Verhältnis des Herrn zu den Sklaven bezeichnet; c) der Vormund; d) bes. ehrende Anrede u. allgemeines Höflichkeitswort. Ἡ κυρία, die Hausfrau, Herrinn. 2) von Sachen, entscheidend, gültig, alles, worauf eine besondere Kraft u. Wirkung beruht; κύριος μήν, der entscheidende neunte Monat der Schwangerschaft; κύριον μένει τέλος, das entscheidende Ende steht bevor; daher τὸ κύριον, die Entscheidung; τὰ τῆςδε τῆς γῆς κύρια, das Gesetz u. Recht des Landes; τὰ κύρι' ἅττα ποτ' ἐστὶν ἐν ἑκάστῃ τῶν πόλεων, die souveränen Gewalten in jedem Staate; κυρία ἡμέρα, der entscheidende Tag, der anberaumte, festgesetzte Tag; so κυρία ἐκκλησία, die bestimmte, festgesetzte Versammlung des Volks, im Ggstz der σύγκλητος, der außerordentlichen, zu der das Volk besonders zusammenberufen wird; συνϑήκας κυρίας ποιεῖν, für gültig erklären, bestätigen; κύρια δόγματα, geltende, wirksame; ἔστω τὰ κριϑέντα ὑ πὸ τοῠ διαιτητοῦ κύρια, es soll Gültigkeit haben. 3) von der Rede, eigentlich, in der ersten natürlichen Bedeutung, im Ggstz des Übertragenen, Figürlichen; ὄνομα κύριον, Eigenname
  • κῡριότης
    ητος, ἡ, das Eigentum, die Herrschaft
  • κυρίσσω
    mit den Köpfen oder Hörnern stoßen, wie die Böcke kämpfen; eben so auf die Menschen übertr.; οἱ δ' ἀμφὶ νῆσον νικώμενοι κύρισσον ἰσχυρὰν χϑόνα, zerschellten den Kopf an den Felsen
  • κῡρι-ώδης
    ες, wichtig, entscheidend
  • κῡρι-ωνυμέομαι
    einen eigentümlichen, besonderen Namen haben
  • κῡρι-ωνυμία
    ἡ, eigentümliche, besondere Benennung
  • κῡρι ωνυμικῶς
    mit einem besonderen Namen
  • κῡρι-ώνυμος
    mit einem eigentümlichen, besonderen Ramen
  • κύρμα
    τό, das worauf man stößt, trifft, was man findet, erlangt; ein betrügerischer u. gewandter Mensch σόφισμα, κύρμα, τρίμμα, der sich viel umgesehen hat
  • κῦρος
    τό, eigtl. die Hauptsache, auf der alles beruht, daher die Gewalt, Macht; τούτων τῶν πρηγμάτων τὸ κῠρος ἔχειν, die höchste Gewalt in Staatssachen. Daher auch Begründung, Veranlassung, ἡ δὲ νῦν ἴσως πολλῶν ὑπάρξει κῠρος ἡμέρα καλῶν, wird viel Gutes bringen
  • κῡρόω
    bestätigen, bekräftigen, begründen; δίκην, entscheiden; πρὶν κεκυρῶσϑαι σφαγὰς τῆς ϑυγατρός, ehe das Opfer vollzogen worden; Ζεῠ, ταῠτα κυρώσειας, bestätige, genehmige dies; bes. im Staate, von der höchsten Gewalt, etwas beschließen, bestätigen, festsetzen; med., αὕτη λόγῳ κυροῦται τὰ πάντα, bringt es zur Erfüllung, vollendet alles; αἱ λόγῳ πᾶν κυρούμεναι, Künste, die nur durch die Rede ihre Bestimmung erreichen
  • κυρσάνιος
    ὁ, lakonisch statt νεανίας, der Jüngling
  • κυρταίνω
    sich krümmen
  • κυρτ-αύχην
    ενος, mit gekrümmtem Rücken
  • κυρτεία
    ἡ, Reusenfischerei
  • κυρτεύς
    ὁ, u. κυρτευτής
    ὁ, Reusenfischer
  • κύρτη
    ἡ, alles aus Binsen Geflochtene, bes. Fischerreuse; allgemein = Käfig
  • κυρτία
    ἡ, Flechtwerk, auch geflochtener Schild, wie ihn die Kelten trugen
  • κυρτιάω
    sich krümmen, gekrümmt sein
  • κυρτίζω
    krümmen
  • κύρτιον
    τό, ein Stück am Wagen
  • κυρτίς
    ίδος, ἡ, Reuse; ein Sieb; Vogelkäfig
  • κυρτο-βατέω
    gekrümmt einhergehen
  • κυρτο-ειδής
    ές, reusenförmig, gekrümmt
  • κύρτος
    ὁ, eigtl. alles aus Binsen Geflochtene; bes. Fischerreuse; sprichwörtlich εὕδοντι κύρτος αἱρεῖ, denn Nachts singen sich darin die Fische. - Auch = Käfig, Vogelbauer
  • κυρτός
    gekrümmt, gebogen, gewölbt; τὼ δέ οἱ ὤμω κυρτὼ ἐπὶ στῆϑος συνοχωκότε, zwei gerundete, krumme Schultern, vom Buckligen; τροχός, das Rad. Das Convexe, dem Concaven, κοῖλον, entgegengesetzt. Κυρτὰ κύπελλα, weite, große Becher
  • κυρτότης
    ητος, ἡ, die Krümmung, Wölbung, Convexität, der Concavität, κοιλότης, entggstzt; auch von gekrümmten Menschen
  • κυρτόω
    krümmen, wölben; κῠμα κυρτωϑέν, von der wie zur Brautkammer gewölbten Woge
  • κύρτωμα
    τό, das Gekrümmte, Gewölbte, die Krümmung, Wölbung, der Bogen; μηνοειδές, von einer Schlachtordnung in halbmondförmigem Bogen
  • κυρτών
    ῶνος, ὁ, der Bucklige
  • κύρτωσις
    ἡ, das Krümmen, Wölben, die Krümmung
  • κυρω
    zufällig treffen, wohinein geraten, erlangen; ἄλλοτε μέν τε κακῷ ὅγε κύρεται, ἄλλοτε δ' ἐσϑλῷ, bald gerät er in Unglück, bald in Glück; λέων σώματι κύρσας, der auf einen Leichnam stieß; πυραμίδες ἄκρα μέτωπα κύρουσιν χρυσέοις ἀστράσι, sie reichen an die goldenen Sterne; mit dem gen., μελάϑρου κῦρε κάρη, bis an die Decke reichte das Haupt; αἰὲν ἐπ' αὐχένι κῠρε δουρὸς ἀκωκῇ, immer trachtete er mit der Lanzenspitze nach dem Nacken, suchte des Gegners Nacken zu treffen; τινός, erlangen
  • κύρωσις
    ἡ, u. κῡρωμα
    τό, Bestätigung, Bekräftigung; πᾶσα ἡ πρᾶξις καὶ ἡ κύρωσις, Ausführung
  • κῡρωτήρ
    ῆρος, ὁ, der Bestätiger
  • κῡρωτικός
    bestätigend, bekräftigend
  • κύσθος
    ὁ, eigtl. die Höhlung, die weibliche Scham
  • κυσο-λάκων
    ωνος, ὁ, ein Knabenschänder, wie die Lakonen, denen man dies Laster besonders vorwarf
  • κυσο-λέσχης
    ὁ, Zotenreißer, der von obszönen Dingen spricht
  • κυσο-χήνη
    ἡ, ein Holz, Stock, in od. an den Sklaven (auch πόρναι ἁμαρτάνουσαι) gebunden wurden
  • κύσσαρος
    ὁ, der After
  • κύστη
    ἡ, die Harnblase
  • κύστιγξ
    ιγγος, ἡ, kleine Harnblase
  • κύστιον
    τό, eine Art Judenkirsche, davon so benannt, daß die Frucht in einer Art Blase sitzt
  • κύστις
    εως, Harnblase; übh. ein Beutel, aus einer Schweinsblase gemacht; ein Schlauch; Beutel am Auge
  • κύταρον
    Löffel
  • κύτινος
    ὁ, der fleischige Kelch der Granatblüte
  • κυτιν-ώδης
    ες, von der Art u. Gestalt des κύτινος
  • κυτίς
    ίδος, ἡ, kleiner Kasten, Kiste
  • κυτιση-νόμος
    Kylisus fressend
  • κύτισος
    ἡ, Kylisus, eine strauchartige Kleeart
  • κυτμίς
    ίδος, ἡ, ein von dem Wunderthäter Alexander erfundenes Pflaster
  • κυτο-γάστωρ
    ορος, ὁ, mit geräumigem Bauche, ἑψητῆρες, Töpfe
  • κύτος
    τό, übh. was etwas in sich faßt, aufnimmt, κύω, Höhlung, Raum, Wölbung; von der Schildwölbung; Gefäß, Urne; σμικρὸς προςήκεις ὄγκος ἐν σμικρῷ κύτει, Aschenurne; τῆς κοιλίας, Bauchhöhle; πλαγκτὸν νηὸς κύτος, der Schiffsbauch; ϑώρακος, Brusthöhle; auch τὸ τῆς ψυχῆς ἅπαν κύτος, der ganze Umfang der Seele, das Ganze der Seele; Fell
  • κυττάριον
    τό, von den Bienenzellen
  • κύτταρος
    ὁ, wie κύτος, jeder hohle Raum, jede Höhlung, Wölbung; οὐρανοῦ, mit komischer Anspielung auf die anderen Bdtgn; bes. a) Bienenzellen; b) der Kelch, in dem die Eichel sitzt; c) der männliche Blütenzapfen an den Fichten; übertr. vom männlichen Gliede
  • κυτ-ώδης
    ες, hohl, geräumig
  • κῡφ-αγωγέω
    vom Pferde, den Hals vorn übergebogen tragen
  • κῡφ-αγωγός
    ἵππ ος, ein Pferd, das den Hals vorgebogen trägt
  • κύφελλον
    τό, das Hohle, Geräumige; τὰ κύφελλα, luftige Umhüllung, Nebel, Wolke; die Ohrhöhlen
  • κῦφι
    εως, τό, ein ägyptisches Arzneimittel, aus lauter hitzigen Sachen zusammengesetzt
  • κῡφο-ειδής
    ές, 1) von der Art des κῦφι. 2) gekrümmt
  • κῡφό-νωτος
    mit krummem, gebogenem Rücken
  • κῦφος
    τό, Krümmung, Buckel; hohles Gefäß, Kufe
  • κῡφός
    vornüber gebogen, gebückt, gekrümmt
  • κῡφότης
    ητος, ἡ, das Gekrümmt-, Buckligsein
  • κῡφόω
    vorwärts biegen, krümmen
  • κύφωμα
    τό, die Krümmung, der Buckel
  • κύφων
    ωνος, ὁ, das krummgebogene Holz; a) zum Ziehen des Pfluges, Joch; von einem andern Teile des Wagens; b) zum Krummschließen u. Foltern der Missetäter, Nackenholz; ἐς τὸν κύφωνα, in den Block. Dah. auch ein Mensch, der diese Strafe verdient hat; auch ein Frauenkleid
  • κῡφώνιον
    τό, eine Salbe wie κῦφι
  • κῡφωνισμός
    ὁ, das Krummschließen u. Foltern
  • κυφωσις
    ἡ, die Krümmung, bes. des Rückgrats, Buckel
  • κυψέλη
    ἡ, jede Höhlung, bes. die Ohrhöhle, auch das darin befindliche Schmalz. Gefäß, Kasten, Kiste; τὰς λάρνακας οἱ τότε ἐκάλουν Κορίνϑιοι κυψέλας, bes. geflochtener Bienenkorb; auch zu Getreide
  • κυψέλιον
    τό, vom Bienenkorbe
  • κυψελίς
    ίδος, ἡ, kleines Behältnis, Höhle. Auch das Ohrenschmalz
  • κυψελίτης
    ὁ, das Ohrenschmalz
  • κυψελό-βυστα ὦτα
    mit Ohrenschmalz, Unreinigkeit verstopfte Ohren
  • κύψελος
    ὁ, die in Erdhöhlen wohnende Erdschwalbe
  • κύω
    eigtl. in sich aufnehmen, in sich enthalten, bes. von schwangeren Frauen u. trächtigen Tieren, die Leibesfrucht tragen, auch empfangen, schwanger gehen; auch übertr., ἡ ψυχή μου διῆγε τοῠτο κύουσα, ἆρά ποτε ἔσται ἀποτίσασϑαι, ging schwanger mit dem Gedanken; in der Bdtg des act., nachdem sie empfangen hatte, schwanger geworden; ἔκυσε, befruchtete
  • κύων
    ὁ, ἡ, 1) Hund, Hündin. Schon bei Hom. erscheinen sie als sehr verbreitete Haustiere, die zur Jagd (bei diesen herrscht das fem. vor), zur Bewachung der Häuser u. Herden gebraucht wurden, auch den Vornehmen, wie dem Telemach, bei öffentlichem Auftreten folgen. Häufig ist κύων ein tadelndes Scheltwort mit dem Begriffe der Schamlosigkeit, Unverschämteit, Keckheit, wie Helena sich selbst nennt, Iris die Athene, Hera die Artemis; in der Od. heißen die üppigen, pflichtvergessenen Mägde im Hause des Odysseus κύνες. Bei Männern gebraucht bedeutet es den wild, wütend Andringenden, Tollkühnen, dessen man sich nicht erwehren kann. Sokrates pflegte νὴ τὸν κύνα u. μὰ τὸν κύνα zu schwören. 2) die Dichter nennen auch andere Tiere, bes. fabelhafte Ungeheuer, insofern sie Diener der Götter od. Wächter sind, κύων; so heißen die Greise Ζηνὸς ἀκραγεῖς κύνες, der Adler Διὸς πτηνὸς κύων δαφοινὸς αἰετός; die Erinyen heißen μητρὸς ἔγκοτοι κύνες, ja auch γυναῖκα πιστὴν δωμάτων κύνα, Wächterin; ἡ ῥαψῳδὸς κύων ist die Sphinx; die Rachegöttinnen, μετάδρομοι κακῶν πανουργημάτων ἄφυκτοι κύνες; von den Feuerfunken Ἡφαίστου κύνες ᾄττουσιν κούφως πρὸς αἴϑραν. 3) Seehund, Meerhund. Auch ein Seefisch, vielleicht Schwertfisch. 4) der Hundsstern, eigtl. der Hund des Orion, sonst σείριος genannt. 5) im Würfelspiel ein unglücklicher Wurf. 6) am männlichen Gliede das frenum praeputii, worauf sich das Wortspiel ἦ γὰρ ὁ ταύτης οὐρανὸς ἐντὸς ἔχει καὶ κύνα καὶ διδύμους bezieht. Der Knöchel am Pferdefuß, sonst κυνήποδες. Κύων ξυλίνη, = κυνόςβατος, im Orakel. 7) der Cyniker, κυνικός
  • κῶας
    τό, weiches, wolliges Fell, Vließ, das als Decke über Stühle u. Betten gebreitet wird, um weicher darauf zu sitzen u. zu liegen, gewiß Schaffelle
  • κωβηλίνη
    ἡ, die Näherin
  • κωβιός
    ὁ, ein Fisch
  • κωβῖτις
    ιδος, ἡ, u. κωβι-ώδης
    ες, eine Sardellenart
  • κώδεια
    ἡ, der Kopf, gew. der Mohnkopf
  • κώδη
    ἡ, die Frucht des Mohns
  • κωδία
    ἡ, Mohnkopf; der Bauch der Wasseruhr
  • κώδιον
    τό, Fell, Schaffell, bes. als Bettstück gebraucht
  • κωδιο-φόρος
    Schaffelle tragend, damit bekleidet
  • κωδίς
    Kopf
  • κωδύα
    ἡ, Mohnkopf; auch von anderen Pflanzen
  • κώδων
    ωνος, ὁ, Glocke, Schelle; χαλκοστόμου κώδωνος ὡς Τυρσηνικῆς, Trompete; eigtl. τὸ πλατὺ τῆς σάλπιγγος, die Mündung od. das Schallloch derselben; τοῦ κώδωνος παρενεχϑέντος, geht auf die Sitte, bei Untersuchung der Nachtwachen durch die Glocke ein Zeichen zu geben, auf welches sogleich die Wache anrufen mußte, als die Schar mit der Glocke vorbeizog, welche die Runde bei den Posten machte; auch die Wachteln wurden mit einer Glocke geprüft, um ihre Fähigkeit zum Kampfe zu erforschen; ἃ τῶν ἄλλων ἕκαστος ἀψοφητὶ ποιεῖ, ταῦτα οὗτος μόνον οὐ κώδωνας ἐξαψάμενος διαπράττεται, wie unser 'an die große Glocke schlagen'. Übertr., geschwätzig
  • κωδωνίζω
    mit der Glocke od. Schelle klingeln, bes. um damit die Wachsamkeit der Nachtwachen zu erproben; auch vom Erproben der Pferde zum Kriegsdienst, ob sie Glockenton (od. Trompetenton) aushalten können; auch vom Probieren der irdenen Gefäße, an die man schlägt, um aus dem Klange zu hören, ob sie nicht gesprungen sind; übh. prüfen, untersuchen, von Menschen; von Münzen
  • κωδωνό-κροτος
    mit Glocken, Schellen tönend; ein Schild, am Rande mit Schellen versehen, um dem Feinde Schrecken einzuflößen; κλύε καὶ κόμπους κωδωνοκρότους, kann auch Trompetengeschmetter sein
  • κωδωνο-φαλαρό-πωλος
    Μέμνονες, Schellenglocken am Kopfschmucke der Pferde hangen habend, 'mit Schellenzaumesgaulen'
  • κωδωνο-φορέω
    Glocken od. Schellen tragen, wie die Runde, welche die Nachtwachen untersuchte; τοὺς βασιλέας κωδωνοφορεῖσϑαι καὶ τυμπανίζεσϑαι κατὰ τὰς ἐξόδους, sie lassen sich Schellen od. Trompeten vortragen u. vorspielen
  • κωδωνο-φόρος
    Glocken, Schellen tragend
  • κῶθος
    ὁ, der sizilische Name des Fisches κωβιός
  • κώθων
    ωνος, ὁ, 1) ein lakonisches, irdenes Trinkgeschirr mit gewundenem Halse. Auch das Trinkgelage selbst; περὶ κώϑωνα διατρίβειν, eigtl. beim Becher verweilen
  • κωθωνία
    ἡ, das Trinkgelage, das Sausen
  • κωθωνίζω
    bechern, zechen, gew. im med., sich bezechen, sich betrinken
  • κωθωνισμός
    ὁ, das Bechern, Zechen, Sausen
  • κωθωνιστήριον
    τό, Lustort zum Zechen
  • κωθωνιστής
    ὁ, der Zecher
  • κωθωνο-ειδής
    ές, becherähnlich
  • κωθωνο-ποιός
    Becher machend
  • κώϊον
    τό, sc. ἱμάτιον, von der Insel Kos benanntes dünnes, florartig durchsichtiges Zeug
  • κώκῡμα
    τό, das Geheulte, das Heulen Klagen
  • κωκῡτός
    ὁ, das Heulen, Weinen, Wehklagen
  • κωκύω
    heulen, schreien, wehklagen
  • κωλ-ακρέτης
    ὁ, Sammler der Opferstücke, ein uraltes, vorsolonisches Staatsamt in Athen; seit Klisthenes sind die Kolakreten überhaupt ταμίαι τῶν εἰς ϑεοὺς ἀναλωμάτων, besorgen also auch öffentliche Speisungen u. Opfermahle, bekommen aber von den Opfertieren die Häute u. die Füße; sie zahlen aber auch den Richtersold aus; dah. σὺ δὲ χασκάζεις τὸν κωλακρέτην, du paßt auf den Zahler, um nur deine drei Obolen Richtersold zu bekommen; komisch κωλακρέτου γάλα πίνειν, das Geld des Zahlmeisters, mit Anspielung auf ὀρνίϑων γάλα. Es waren ihrer zwölf nach der Zahl der Phratrien
  • κωλέα
    ἡ, der Hüftknochen mit dem daran sitzenden Fleische, bes. beim Schweine der Schinken; πυγὴ μικρά das κωλῆ μεγάλη, das Schamglied geht
  • κωλήν
    ῆνος, ὁ, für Schinken; eigtl. τὰ ἐν τοῖς μηροῖς καὶ κνήμαις ὀστᾶ, οἳ καλοῦνται κωλῆνες, bes. der Knochen des Oberarms
  • κώληψ
    ηπος, ἡ, die Kniekehle, der Kniebug; κόψ' ὄπιϑεν κώληπα τυχών, vom Odysseus, der im Ringen dem Ajas ein Bein unterschlägt; Knöchel
  • κωλίζω
    in Glieder, Verse abteilen
  • κωλικεύομαι
    an der Kolik leiden
  • κωλικός
    das κῶλον, Darm, betreffend, ὀδύνη κωλική, u. ä. νόσος, διάϑεσις, Darmleiden, Darmgicht, Kolik, κωλικὰ φάρμακα, Heilmittel gegen die Kolik
  • κωλο-βαθριστής
    ὁ, einer der auf Stelzen
  • κωλο-ειδῶς
    gliederartig, gegliedert
  • κωλο-μετρία
    ἡ, Glieder-, Versmessung, Abteilung
  • κῶλον
    τό, 1) das Glied des menschlichen oder tierischen Leibes, bes. Hände u. Füße; κνίσσῃ τε κῶλα συγκαλυπτά, Schenkel; μεϑῆκεν αὑτοῦ κῶλα, er ließ die Glieder sinken; von Füßen; δέρμα, τρίχας, ὄνυχάς τε ἐπ' ἄκροις τοῖς κώλοις ἔφυσαν, von Händen u. Füßen. Beinknochen. Auch ein Darm. 2) übertr.; a) Glied eines Satzes, einer Periode; b) Seite einer Figur, eines Körpers, auch Flügel eines Gebäudes, z. B. von den Pyramiden; einer Mauer. Auch in der Rennbahn, die eine Hälfte von der Schranke bis ans Ziel; ῥινοῦ ἐΰστροφα κῶλα, Umschreibung der Schleuder. Auch die Ranken des Weins heißen κῶλα σταχύων; κῶλα νάρϑηκος, die Glieder des Rohrs von einem Knoten zum andern
  • κωλο-τομέω
    Glieder abschneiden, p. Δημήτερα , für ernten
  • κώλῡμα
    τό, das Hindernis, die Abhaltung, Schwierigkeit; auch κωλύματα ἐπεγένετο μὴ αὐξηϑῆναι, Hindernis am Wachstum; auch κώλυμα δηλητηρίων, ein Schutzmittel gegen Gift
  • κωλῡσ-ανέμας
    ὁ, der die Winde abhält; so wurde Empedokles genannt, als einer, der die Winde beschwören könne
  • κωλῡσί-δειπνος
    das Gastmahl aufhaltend, hindernd
  • κωλῡσί-δρομος
    das Laufen hemmend, hindernd, die Gicht
  • κωλῡσι-εργέω
    das Werk verhindern, verhindern etwas zu tun; auch κωλυσι- ουργέω
  • κωλῡσι-εργία
    ἡ, Hinderung der Arbeit, Störung
  • κωλῡσι-εργός
    die Arbeit hindernd, störend
  • κώλῡσις
    ἡ, das Hindern, die Verhinderung, Hemmung
  • κωλῡτήρ
    ῆρος, ὁ, der Verhindernde
  • κωλῡτήριον
    τό, das Hindernis, auch das Schutzmittel wogegen
  • κωλῡτήριος
    verhindernd; τὰ κωλυτήρια, Opfer, um etwas abzuwenden
  • κωλῡτικός
    zum Verhindern, Hemmen geschickt, geeignet
  • κωλύω
    verhindern, abhalten, hemmen; mit doppeltem accus., ὅς σε κωλύσει τὸ δρᾶν, der dich am Tun hindere, dich hindern wird es zu tun; οὐδὲν κωλύει, es steht nichts im Wege; τό γ' ἐμὸν οὐδὲν κωλύει, von meiner Seite steht nichts im Wege, meinetwegen mag es geschehen, kräftige Einwilligungsformel; oft τί κωλύει; was hindert, d. i. warum sollte man nicht? warum nicht?; νῦν τε μὴ ἐν ὑμῖν κωλυϑῇ, daß es nicht bei euch auf Hindernisse stößt; τινά τινος, jem. woran verhindern; κωλύω ἀπὸ σοῦ, ich halte von dir ab. Τὸ κωλῦον, das Hindernis. Adj. verb. κωλῡτέον, zu verhindern, u. κωλυτός
  • κωλώτης
    ὁ, Eidechse
  • κωλῶτις
    ιδος, ἡ, Beiname der Aphrodite
  • κωλωτο-ειδής
    ές, dem κωλώτης ähnlich, bunt gefleckt
  • κῶμα
    τό, tiefer, fester Schlaf; krankhafte Neigung zum Schlaf, Schlafsucht, das Zufallen der Augen beim Kranken ohne wirklichen Schlaf. Andere erkl. es = κῶμος; am besten ist an sanften Schlaf zu denken
  • κωμάζω
    in festlichem, lustigem Aufzuge, κῶμος, daher schwärmen, bes. von jungen Leuten, die nach einem Gastmahle mit Musik, gew. mit Flöten, unter Tanz u. Gesang durch die Stadt ziehen u. dabei allerlei Scherz u. Mutwillen treiben; auch von bacchischen Aufzügen, dem Bacchus zu Ehren einen Aufzug halten, bacchisch jubeln; übh. ein Freudenfest, ein festliches Mahl begehen, Schmaus, Musik, Tanz u. Umzüge verbunden; auch ἑορτὰν κωμάσαις, das Fest feierlich begehen; τινί, einem zu Ehren einen Umzug halten, einem ein Ständchen bringen; τινά, einen feiern, feierlich preisen. Übh. schwärmen; gew. tadelnd; schwärmend losgehen, mit Übermut, Mutwillen eindringen auf jem; παρά τινα, bes. von Liebhabern, die vor die Tür der Geliebten ziehen u. singen. Allgemeiner vom Herakles ἐκ πυρὸς ἐκώμασας εἰς Ὄλυμπον, du bist in den Olymp hinausgezogen
  • κωμαίνω
    schlafen, bes. beständige Neigung zum Schlaf haben, als krankhafter Zustand
  • κωμαῖος
    ὁ, Dorfbewohner
  • κώμακον
    τό, ein Gewürz, vielleicht die Muskatnuß
  • κώμαξ
    ακος, ὁ, von κωμάζω, ein mutwilliger, ausgelassener Mensch
  • κωμ-άρχης
    ὁ, u. κώμ-αρχος
    ὁ, Vorsteher eines Dorfes, Dorfschulze
  • κωμάρχιος
    νόμος, ὁ, eine eigene musikalische Weise
  • κωμασία
    ἡ, der festliche Aufzug des κωμάζειν
  • κωμαστής
    ὁ, der an einem κῶμος Teil nimmt, ein junger Mensch, der mit anderen singend und tanzend einherzieht, gew. halb trunken vom Gastmahl kommend, seiner Geliebten ein Ständchen bringend. Auch Dionysus selbst, der den bacchischen Festzug führt
  • κωμαστικός
    den κωμαστής betreffend, jubelnd u. schwärmend. Adv. κωμαστικῶς, nach Art der Schwärmer
  • κωματίζομαι
    an der Schlafsucht leiden
  • κωματ-ώδης
    ες, in tiefem Schlafe, von Schlafsucht befallen, ein Kranker, der immer die Augen schließt, ohne wirklich zu schlafen
  • κώμ-αυλος
    ὁ, Einwohner eines Dorfes
  • κώμη
    ἡ, Dorf, Flecken; ein offener Ort, in welchem mehrere Familien in besonderen Wohnungen leben und eine Gemeinde bilden, im Ggstz der mit Mauern umschlossenen Stadt. Auch ein Quartier, ein Viertel in einer Stadt, vicus
  • κωμηδόν
    dorfweise, nach Dörfern, nach Art eines Dorfes mit zerstreut liegenden Wohnungen
  • κωμήτης
    ὁ, Dorfbewohner, Landmann, im Ggstz des Städters. In der Stadt der in demselben Viertel Wohnende, der Nachbar
  • κωμητικός
    das Dorf, den Dorfbewohner betreffend, ihm eigen oder angemessen
  • κωμῆτις
    ιδος, ἡ, Dorfbewohnerin, Nachbarin
  • κωμήτωρ
    ορος, ὁ, Dorfbewohner
  • κωμίδιον
    τό, Dörfchen
  • κωμικεύομαι
    komisch, nach Art eines komischen Dichters sprechen
  • κωμικός
    komisch, die komische Dichtkunst betreffend, nach Art der komischen Dichter, witzig, spöttisch; ὑποκριτής, Schauspieler der Komödie; ὁ κωμικός, der komische Dichter; bei den Gramm. vorzugsweise Aristophanes. Adv. κωμικῶς, komisch
  • κώμιον
    τό, Dörfchen
  • κωμο-γραμματεύς
    ὁ, Dorfschreiber, Schreiber eines Stadtviertels
  • κωμο-δρομέω
    durch die Dörfer laufen
  • κωμόομαι
    in Schlafsucht verfallen
  • κωμο-πλήξ
    ῆγος, ὁ, trunken von einem Gelage
  • κωμό-πολις
    εως, ἡ, ein stadtähnliches, großes Dorf, Marktflecken
  • κῶμος
    ὁ, ein fröhliches Gelage, ein Festschmaus, gewöhnlich von jungen Leuten begangen, mit Musik, Gesang u. Tanz verbunden; öfter bei Pind., dessen Hymnen großen Teils für solche κῶμοι gedichtet sind, mit denen der Sieg in den Festspielen oder dessen Jahrestag gefeiert wurde; die Hymnen wurden beim Schmause von einem Chor abgesungen und gewöhnlich mit der Lyra begleitet; πεπωκὼς βρότειον αἷμα κῶμος ἐν δόμοις μένει, ist zugleich an die Teilnehmer des Gelags zu denken, die Furien. Besonders finden solche Freudengelage an Feiertagen in Beziehung auf irgend eine Gotteit statt, vorzugsweise an Festen des Bacchus; daher heißt es τίνι δαιμόνων ὁ κῶμος, wo Phöbus und Artemis gefeiert werden; ἔοικε δ' ἐπὶ κῶμον βαδίζειν, von einem jungen Manne, der στεφάνους γέ τοι καὶ δᾷδ' ἔχων πορεύεται; denn solche Festgelage gingen bald in öffentliche Aufzüge oder Umzüge über, indem die Teilnehmer unter Musik und Tanz durch die Straßen zogen; daher einige das Wort von κώμη ableiten, während andere noch wunderlicher es mit κῶμα in Verbindung setzen, weil solche Gelage u. Umzüge bis tief in die Nacht, wo die andern Menschen schlafen, fortgesetzt zu werden pflegten. Solche Aufzüge werden bei Flötenklang gehalten, und gern zog man dabei vor die Wohnung eines Freundes oder der Geliebten, um ihnen eine Nachtmusik, ein Ständchen zu bringen.. Allgemeiner bedeutet es einen größeren Zug, einen Schwarm, z. B. von Jagdgenossen, von Jungfrauen
  • κωμύδριον
    τό, Dörfchen
  • κώμῡς
    ῡϑος, 1) ἡ, Büschel, Bündel. 2) ὁ, eine Stelle, wo das Rohr mit den Wurzeln dicht verwachsen steht
  • κωμ-ῳδέω
    ein κωμῳδός sein, Komödiendichter oder komischer Schauspieler sein. - Gew. trans., τινά, einen in der Komödie darstellen, von etwas in der Comödie sprechen, τὰ δίκαια. Dah. bes. verspotten, lächerlich machen, wie es die alte attische Komödie tat. Auch vom Lächerlichmachen durch Zerrbilder
  • κωμ-ῴδημα
    τό, Verspottung, Verhöhnung, wie in der alten attischen Komödie
  • κωμ-ῳδία
    ἡ, komischer Gesang, Komödie; entweder von κῶμος u. ᾠδή, eigtl. Gesang beim frohen Gelage, Freudengesang, Lustspiel, denn das ursprüngliche Element der Komödie war lyrisch; oder, minder wahrscheinlich, von κώμη, Dorfgesang, weil sie ursprünglich bei der Weinlese in den Dörfern aufgeführt wurde; oder von κῶμα, gleichsam Schlafgesang, der von den armen Landleuten vor den Häusern der reichen Städter angestimmt wurde, wenn diese in tiefem Schlafe lagen, um sie zu verhöhnen. Man unterscheidet übrigens die alte Komödie, ἀρχαία oder παλαιά, die mittlere, μέση, u. die neue, καινή oder νέα. Übh. Verspottung, Verhöhnung
  • κωμ-ῳδικός
    zur Komödie gehörig, nach Art der Komödie, komisch
  • κωμῳδιο-γράφος
    ὁ, Komödienschreiber
  • κωμῳδο-γράφος
    ὁ, Komödienschreiber
  • κωμῳδο-διδασκαλία
    ἡ, das Lehren, Einüben einer Komödie mit den Schauspielern, das Aufführen einer Komödie, was der Komödiendichter selbst besorgte
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