080 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • δαφνο-πώλης
    ὁ, Lorbeerverkäufer
  • δάφνος
    ὁ, der Lorbeer
  • δαφνό-σκιος
    mit Lorbeer beschattet
  • δαφν-ώδης
    ες, = δαφνοειδής; γύαλα, mit Lorbeer bewachsen
  • δαφνών
    ῶνος, ὁ, Lorbeergebüsch
  • δαφνωτός
    lorbeerartig
  • δα-φοινός u. δα-φοινήεις
    εσσα, εν, eigentl. = ganz blutig, ganz blutrot
  • δαψίλεια
    ἡ, Überfluß, reichlicher Vorrat; Aufwand
  • δαψιλεύομαι
    Überfluß haben, τινί, woran; pass., reichlich verwendet werden
  • δαψιλής
    ές, überflüssig, reichlich; ergiebig; üppig wachsend. Von Menschen: viel aufwendend, freigebig; δαψιλέστατα, mit großem Aufwand
  • δαψιλός
    überflüssig, unermeßlich
  • δαώ
    Wurzelwort von διδάσκω. 1) mit activischer Bedeutung: lehren. 2) mit passivischer Bedeutung: lernen; wie bei den andern Verben des Lehrens und Lernens: kennen lernen, erfahren, erforschen, wissen
  • δέ
    Partikel, welche einzelne Teile eines Satzes u. ganze Sätze so aneinander knüpft, daß das Hinzukommende als ein anderes, Gegenüberstehendes bezeichnet wird: aber, dagegen ; wenn der vorangehende, den Gegensatz bildende Ausdruck negativ ist, durch sondern zu übersetzen; ist der Gegensatz schwach, so genügt zur Übersetzung »und«, »ferner«. Soll der Gegensatz recht bestimmt und scharf hingestellt werden, so gebraucht man μέν - δέ; das μέν wird im Deutschen meistens nicht durch ein eigenes Wort übersetzt, sondern nur durch den Ton ausgedrückt
  • -δέ
    untrennbares enclitisches Suffixum. 1) die Bewegung und die Richtung auf einen Ort hin oder auf etwas bildlich als Ort Vorgestelltes; Σπάρτηνδε, nach Sparta; ἀγρόνδε, auf's Land; οἶκόνδε, heimwärts; ἅλαδε, in's Meer; βουλυτόνδε, gegen Abend; φόωσδε, an's Licht; ϑάνατόνδε, zum Tode. 2) an pronomina demonstrativa angehängt verstärkt -δέ ihre zeigende Kraft; man schreibt die Verbindung als ein Wort, mit nur einem Accente, auf der Silbe vor dem -δέ: ὅδε von ὁ, τοσόσδε von τόσος, τοιόσδε von τοῖος, τηλικόσδε von τηλίκος
  • δέαμαι
    scheinen
  • δεδαίαται
    zu δαίω teilen; - δέδηε, δεδήει
    zu δαίω brennen
  • δεδιότως
    furchtsam
  • δεδίσσομαι
    1) erschrecken, in Furcht setzen. 2) intrans., sich fürchten, in Schrecken geraten; vor etwas
  • δεδοικότως
    furchtsam
  • δέημα
    τό, die Bitte, δέημα δεῖσϑαι, eine Bitte tun
  • δέησις
    ἡ, das Bitten, die Bitte; das Fragen, die Frage. Das Bedürfen, Bedürfnis
  • δεητικός
    bittend
  • δεῖγμα
    τό, 1) das Vorgezeigte, Probestück, Beweis; παρέχειν, eine Probe geben. 2) in Athen u. Rhodus ein Ort, wo die Kaufleute ihre Waren zur Schau stellten
  • δειγματίζω
    zum Beispiel aufstellen
  • δειδήμων
    ον, genit. ονος (δείδω), furchtsam, feig
  • δειδίσκομαι und δεδίσκομαι mit dem Becher begrüßen, zutrinken
  • δειδίσσομαι
    1) transit., in Furcht setzen, einen erschrecken; auch = versuchen, einen zu erschrecken. 2) intransit., erschreckt werden, fürchten
  • δείδω
    fürchten; auch δείσω; aor. ἔδεισα, ep. ἔδδεισα; - sich fürchten, besorgen. Seltener c. inf: sich scheuen, Bedenken tragen; ἐκ τῶν ὕπνων, in Folge eines Traumes; τῷ ϑορύβῳ, durch den Lärmen erschreckt werden; c. acc.: fürchten, scheuen; τοὺς ϑεούς, fromme Ehrfurcht haben; τὸ δεδιός, Furchtsamkeit
  • δειελιάω
    den Nachmittag zubringen oder abwarten, oder = den Abend abwarten; Vesperbrot essen
  • δειελίη
    Vesperbrot
  • δείελος
    ον, u. δειελινός
    nachmittäglich, abendlich; ἤδη γὰρ καὶ ἐπήλυϑε δείελον ἦμαρ, der Nachmittag; substantivisch δείελος, »Abend«; ὑπὸ δείελον, gegen Abend; τὸ δ., das Vesperbrot
  • δεικανάομαι
    begrüßen
  • δείκηλον
    τό, u. δείκελον
    τό, die Darstellung; das Bild, Bildsäule
  • δεικηλίκτης
    ὁ, der Darsteller, Schauspieler, welcher niedrig komische Charaktere darstellte
  • δείκνῡμι
    zeigen. 1) zeigen, zum Vorschein bringen; ᾖτέομεν δὲ ϑεὸν φῆναι τέρας· αὐτὰρ ὅ γ' ἥμιν δεῖξε, ließ uns ein Zeichen sehen; ἵν' ἐλαίας πρῶτον ἔδειξε κλάδον Αϑάνα, sichtbar werden, d. i. hervorsprossen ließ; von Künstlern: darstellen, machen; τυφλοὺς δεικνὐει, macht sie blind. 2) durch Worte kundmachen, anzeigen, αὐτὰρ ἐγὼ δείξω ὁδὸν ἠδὲ ἕκαστα σημανέω, ich werde den Weg angeben und beschreiben; unterweisen; lehren; δέδεικται, es ist einleuchtend erwiesen. Auch vom Ankläger: angeben. 3) hinweisen. 4) intr., δείξει, es wird sich zeigen. Med. 1) zeigen. 2) bewillkommnen, begrüßen, τινά
  • δεικνύω
    vor
  • δεικτηριάς
    άδος, ἡ, Komödiantin, herumziehende, gemeine Schauspielerin
  • δεικτήριον
    τό, ein Ort in Samos, vom Zeigen genannt
  • δείκτης
    ὁ, Zeiger
  • δεικτικός
    hinzeigend, hinweisend
  • δειλαίνω
    zagen, feige sein
  • δείλαιος
    = δειλός, unglücklich, elend
  • δειλαιότης
    ητος, ἡ, Elend
  • δειλ-ακρίων
    ὁ, u. δειλ-ακρινός
    ὁ, Memme, Jammermensch
  • δείλ-ακρος
    α, ον, höchst feig, höchst elend
  • δειλ-ανδρέω
    feig sein
  • δειλ-ανδρία
    ἡ, Feigheit
  • δείλ-ανδρος
    ein feiger Mensch
  • δείλατα
    plural. von δεῖλαρ, Köder, Lockspeise
  • δερμάτινος
    ledern
  • δερματίς
    ίδος, ἡ, Haut
  • δερματο-μαλάκτης
    ὁ, Gerber
  • δερματο υργία
    ἡ, die Lederbereitung, das Gerben
  • δερματο υργικός
    ή, όν, zum Gerben gehörig
  • δερματο υργός
    ὁ, Lederbereiter, Gerber
  • δερματο-φαγέω
    Leder fressen
  • δερματο-φορέω
    Felle tragen, als Kleidung
  • δερματο-φόρος
    Felle als Kleidung tragend
  • δερματ-ώδης
    ες, lederartig
  • δερμ-ηστής
    ὁ (ἐσϑίω), Pelzmotte, die Leder und Pelzwerk zernagt
  • δερμό-πτερος
    mit häutigen Flügeln, wie die Fledermäuse
  • δερμύλλω
    die Haut zurückziehen
  • δέρξις
    ἡ, das Sehen
  • δέρος
    τό, das Fell. die Haut
  • δέῤῥις
    εως, ἡ, auch δέρις geschrieben; 1) Haut. 2) lederne Decke, Oberkleid. 3) lederne, härene od. leinene Decken auf Kriegsschiffen u. bei Belagerungen, die Wirkung der Geschütze zu entkräften
  • δέρτρον
    τό (δέρω), wo es die innere Haut im menschlichen Leibe bezeichnet, von welcher die Leber umschlossen wird: γῦπε δέ μιν ἑκάτερϑε παρημένω ήπαρ ἔκειρον, δέρτρον ἔσω δύνοντες; δ. ϑρυλιγμάτων, spitzes Bruchstück.
  • δέρω
    schinden, abhäuten, das Fell abziehen. Vom Abhäuten der Tiere beim Schlachten. Einen lebendig schinden, durchgerben, durchprügeln
  • δέσις
    ἡ, das Binden, die Verbindung. In der Tragödie: die Verwicklung
  • δέσμα
    τό, Band, Binde, von δέω »binden«
  • δεσμάτιον
    τό, Bändchen
  • δέσμευσις
    ἡ, das Fesseln
  • δεσμευτής
    ὁ, der Fesselnde
  • δεσμευτικός
    zum Binden tauglich
  • δεσμεύω u. δεσμέω
    binden, fesseln; zusammenbinden, die Garben
  • δεσμή
    ἡ, Bündel, Bund; bes. von Ährenbunden
  • δέσμιον
    τό, Band, Fessel
  • δέσμιος
    ον,; 1) gefangen, gefesselt. 2) fesselnd
  • δεσμό-βροχος
    Band u. Schlinge
  • δεσμο-λύτης
    ὁ, Bandenlöser
  • δεσμός
    ὁ (δέω), alles zum Binden Dienende, Band, Strick, Tau, Riemen, Fessel; Ankertau; Schiffstaue als Fesseln des Odysseus; Fesseln des Ares und der Aphrodite von Metall; Halfter; Knoten; Nägel oder Nieten zur Befestigung von Henkeln; Türriemen; δεσμοὶ φιλίας συναγωγοί = Gefängnis; δεσμὸν καταγιγνώσκειν, Gefängnisstrafe zuerkennen; ὁ ἐπὶ τῶν δεσμῶν, der Gefängniswärter
  • δεσμό-τριχον
    τό, Haarbinde
  • δεσμο-φύλαξ
    ακος, ὁ, Gefängniswärter
  • δεσμόω
    binden, fesseln, bes. ins Gefängnis werfen.
  • δέσμωμα
    τό, die Fessel
  • δεσμωτήριον
    τό, das Gefängnis
  • δεσμώτης
    ὁ, der Gefangene
  • δεσπόζω
    als unumschränkter Herr gebieten; bes. vom Hausherrn; pass., sich beberrschen lassen, gehorchen; einer Sache Herr werden; λόγου, die Rede verstehen
  • δέσποινα
    ἡ, die Herrin; Sanskrit patis »Herr«, »Gatte«, patnî »Gattin«; Latein. potis; Littauisch patis »Gatte«, pati »Ehefrau«, veszpatis »Herr«; Gothisch faths »Herr«.; vielleicht steckt δέω »binden« darin, δεσπότης = »ein Herr, der bindet«; teils bezeichnet es die »Herrin« im Gegensatze zu den Dienern und Dienerinnen, teils die »Hausfrau«, die »Ehefrau«, im Gegensatze zum Ehemanne. 1) Hausfrau. 2) Gebieterin, Königin; von Göttinnen; in Athen Bezeichnung der Persephone; die Kaiserin
  • δεσποινικός
    kaiserlich
  • δεσποσιο-ναῦται
    οἱ, freigelassene Heloten, mit denen die Spartaner ihre Schiffe bemannten
  • δέσποσμα
    τό, Herrschaft
  • δεσποστός
    unumschränkt zu beherrschen
  • δεσποσύνη
    ἡ, die unumschränkte Herrschaft
  • δεσπόσυνος
    ον, -συναι κίονες; 1) dem Hausherrn gehörig; τὰ δ., das Eigentum des Herrn; ὁ δ., der Sohn des Hausherrn. filius herilis; der Herr selbst. 2) königlich
  • δεσποτεία
    ἡ, die unumschränkte Herrschaft, wie sie der Perserkönig hat, dah. βαρβαρική
  • δεσπότης
    ὁ; 1) der Gebieter, Hausherr, im Ggstz des Gesindes, der Sklaven. 2) Besitzer, Eigentümer, Herr einer Sache. 3) unumschränkter Herrscher, von den Perserkönigen. Die Griechen nennen nur die Götter so; das Gesetz ist δεσπότης
  • δεσποτικός
    1) den Herrn betreffend; δίκαιον, das Recht des Herrn. 2) zur Herrschaft geeignet, τῶν ἀνϑρώπων, über die Menschen; herrisch, gebieterisch, despotisch, Ggstz τὸ ἐλεύϑερον
  • δετή
    ἡ, das Bündel, von δέω »binden«,; καιόμεναί τε δεταί, τάς τε τρεῖ ἐσσύμενός περ, ein Löwe flieht vor brennenden Reisig- oder Kien-Bündeln
  • δεῦμα
    τό, das Benetzte, κρεῶν, eine künstlich zubereitete Fleischspeise
  • δεῦρο
    adv., 1) vom Orte: hierher, bei Verbis der Bewegung. Auch bei Verbis, die eine Ruhe bezeichnen, so daß an die vorangegangene Bewegung gedacht wird, z. B. δεῠρο παρέστης; erst Sp. brauchen es geradezu für »hier«. Bes. steht es beim imperat. als Ermunterungspartikel; ὅτι ἀντὶ τοῠ ἄγε τὸ δεῦρο; ἄγε δεῠρο, frisch heran!. 2) von der Zeit: bis hierher, bis jetzt
  • δεύσιμος
    bewässert
  • δευσο-ποιέω
    färben, schminken
  • δευσο-ποιΐα
    ἡ, Färberei
  • δευσο-ποιός
    färbend, bes. echt, unauslöschlich; βαφή, dauerhafte Farbe
  • δεύτατος
    der letzte, superlativ. zu δεύτερος
  • δεῦτε
    ermunternder Zuruf: hierher, wohlan,
  • δευτερ-αγωνιστέω
    die zweite Rolle spielen
  • δευτερ-αγωνιστής
    ὁ, die zweite Rolle auf dem Theater spielend, der zweite Schauspieler, u. übh. wer vor Gericht od. sonst die zweite Rolle spielt
  • δευτεραῖος
    am zweiten Tage
  • δευτερεῖον
    τό, der zweite Kampfpreis; übh. der zweite Platz, Rang
  • δευτερ-έσχατος
    der zweitletzte
  • δευτερεύω
    der Zweite dem Range, der Beschaffenheit nach sein, τινί, sich j-m unterordnen, od. nach ihm die zweite Rolle spielen; τινός, j-m nachstehen
  • δευτερία
    ἡ, die zweite Stelle
  • δευτεριάζω
    die zweite Rolle spielen
  • δευτερίας
    ὁ, οἶνος der Nachwein, Tresterwein
  • δευτέριος
    zum Zweiten gehörig, von zweiter Qualität; τὸ δ. u. τὰ δ., die Nachgeburt
  • δευτερο-βόλος
    der die Zähne zum zweitenmale wechselt
  • δευτερο-γαμέω
    zum zweitenmale heiraten
  • δευτερο-γαμία
    ἡ, die zweite Heirat
  • δευτερο-γάμος
    zum zweitenmale heiratend
  • δευτερο-γενής
    ές, zum zweiten, später entstehend
  • δευτερ-οδέομαι
    zum zweitenmale kommen, wiederholt werden
  • δευτερ-οδία
    ἡ, Wiederholung
  • δευτερό-ζυγος
    von der 2. Conjugation, Gramm
  • δευτερό-κλιτος
    von der 2. Deklination, Gramm
  • δευτερο-κοιτέω
    mit einem zusammen, selbander liegen, schlafen
  • δευτερο-λογέω
    der zweite Sprecher sein, die zweite Rolle spielen; wiederholen
  • δευτερο-λογία
    ἡ, die Rede des zweiten Sprechers
  • δευτερο-λόγος
    ὁ, der zweite Schauspieler, zweite Redner
  • δευτερο-νόμιον
    τό, das zweite Gesetz, Titel des fünften Buchs Mosis
  • δευτερόιποτμος
    für tot gehalten u. wiederkommend
  • δεύτερος
    der zweite; comparativ. zum superlativ. δεύτατος »der Letzte«, also eigentlich »der Letztere«, d. h. der Letzte von Zweien; δεύτερος der Nachstehende, der (hinter dem Ersten) Zurückbleibende; a) der Zeit nach: δευτέρῳ χρόνῳ; μετ' ἐμὲ δεύτερος, sogleich nach mir. b) der Ordnung, dem Range nach: οὐδενὸς δεύτερος, keinem nachstehend; δεύτερα ἦν τῶν ὑποκειμένων προςδοκιῶν καὶ τῶν ἐλπίδων, war unter den Erwartungen, blieb hinter den Erwartungen zurück; ἰσχύϊ δὲ μάχης καὶ στρατοῦ πλήϑει πολὺ δευτέρα ἦν μετὰ τὴν Σκυϑῶν, an Heereszahl stand sie weit der Macht der Scythen nach; ἄγειν, ἡγεῖσϑαι, ποιεῖν, τιϑέναι τινὰ δεύτερόν τινος, j-m einem anderen nachsetzen. c) übh. der andere neben einem, δεύτερος αὐτός, selbzweiter, d. i. allein mit dem anderen; δευτέρῳ ἔτει τούτων, im zweiten Jahre darauf; δευτέρῃ ἡμέρῃ ἀπ' ἧς ὁ χειμὼν ἔγένετο, den Tag nach dem Sturme. Das neutr. δεύτερον, gew. τὸ δεύτερον, zweitens, zum zweiten Male, wiederum; ἐκ δευτέρου, zum zweitenmale; τὰ δεύτερα, der zweite Preis, Rang; Nachgeburt
  • δευτερο-στάτης
    ὁ, der als der Zweite, im zweiten Gliede steht
  • δευτερο-ταγής
    ές, an die zweire Stelle gestellt
  • δευτερο-τόκος
    zum zweiten Male gebärend
  • δευτερότοκος
    zum zweiten Male geboren
  • δευτερο υργής
    χλαῖνα, wieder aufgekratzt
  • δευτερο υργός
    1) den zweiten Platz einnehmend; dah. = untergeordnet. 2) der Kleider wieder aufkratzt u. reinigt
  • δευτερο ῦχος
    den zweiten Platz einnehmend
  • δευτερό-φωνος
    ἠχώ, zum zweiten, nachtönend
  • δευτερόω
    etwas zum zweitenmale tun, wiederholen; auch δ. ἀγρόν, den Acker zum zweitenmale pflügen
  • δευτέρωμα
    τό, die Wiederholung
  • δευτέρωσις
    ἡ, der zweite Rang; die Tradition der Juden
  • δευτερωτής
    ὁ, der Ausleger der Tradition, der Rabbiner
  • δευτήρ
    ῆρος, ὁ, ein Küchengerät zum Einrühren
  • δεύω
    benetzen, befeuchten; ὥρῃ ἐν είαρινῇ, ὅτε τε γλάγος ἄγγεα δεύει, Milch netzt die Gefäße, d. i. füllt sie; von der Asche, σποδιῇ δευόμεναι πλόκαμον. Übertr., a) ἐρεμνὸν αἷμ' ἔδευσα, vergießen. b) δεῦσαι καὶ μάξαι verbunden, einweichen u. kneten; γῆν ὕδατι, beim Ziegelstreichen. c) δᾷδες πίσσῃ καὶ ῥητίνῃ δεδευμέναι, bestrichen
  • δεύω
    fehlen
  • δέφω (eigtl. kneten, walken, vgl. δέψω), nur im obszönen Sinne, die Vorhaut zurückstreifen
  • δεχ-άμματος
    ἄρκυς, zehnmaschig
  • δεχ-ήμερος
    zehntägig; τὸ δεχήμερον Zeit von zehn Tagen
  • δέχομαι
    annehmen, aufnehmen, erwarten. 1) das Gegebene annehmen. Auch c. dat., einem etwas abnehmen. 2) gastlich aufnehmen, bewirten; auch von der Erde, dem Hades, der die Toten aufnimmt; von der Frau: empfangen. 3) gnädig aufnehmen, annehmen; λιτὰς οὐ δέχεσϑαι, nicht annehmen, verwerfen; die Rede billigen; auch allgem.: vernehmen. Dah. οἰωνόν, eine Vorbedeutung annehmen; verstehen, deuten; erdulden, sich gefallen lassen; δαπάνην, über sich nehmen. 4) im feindlichen Sinne: j-m Stand halten, den Kampf mit ihm aufnehmen. 5) mit dem Zusatz μᾶλλον, lieberwollen; δέχεσϑαί τι ἀντί τινος, eins dem andern vorziehen. 6) intrans., ὥς μοι δέχεται κακὸν ἐκ κακοῦ αἰεί, es folgt ein Übel auf das andere
  • δέψα
    ἡ, die gegerbte Haut
  • δεψέω
    erweichen, kneten
  • δέψω
    gerben
  • δέω
    binden; Sanskrit ved. dâ »binden«, dâman »Strick«, dâmâ »Fessel«. In der Bdtg verbinden: eine Wunde; bes. = ins Gefängnis werfen; übertr., τὸ στόμα μου δέδεται, wie behext, durch Zauber
  • δέω und δεύω
    bedürfen; κὰδ δ' ἔβαλεν μετόπισϑε νεὸς κυανοπρώροιο τυτϑόν, ἐδεύησεν δ' οἰήιον ἄκρον ἱκέσϑαι, es fehlte (nur noch grade), daß er die Spitze des Steuerruders traf; ὁ μὲν μάλα τηλόϑι πάτρης ἔφϑιτ', ἐμεῖο δὲ δῆσεν ἀρῆς ἀλκτῆρα γενέσϑαι, er entbehrte meiner, daß ich ihm ein Retter geworden wäre; αὐτὰρ ἔμ' αὔτως ἧσϑαι δευόμενον, entbehrend; δευομενος δέ τ' ἄνεισι πάις ἐς πατρὸς ἑταίρους, Mangel leidend; μηδέ τι ϑυμῷ δευέσϑω, er soll sich nicht verlassen fühlen; δεύεσϑαί τινος einer Sache oder Person entbehren; δεύεσϑαί τινος einem nachstehn; δεύεσϑαί τινος in etwas nachstehn, zurückstehn. 1) Activum: παραδείγματος αὐτὸ τὸ παράδειγμα δεδέηκεν, der Beweis bedarf selbt des Beweises. Gew. a) πολλοῠ, ὀλίγου δέω, es fehlt viel, wenig daran, daß ich; οὐ πολλοῠ δέοντας ἴσους τὸ πλάτος καὶ τὸ μῆκος εἶναι, beinahe eben so dick wie lang; auch absol., als nachdrückliche Veineinung, πολλοῠ γε δέω; μικροῠ δέοντα τέτταρα τάλαντα, beinahe vier Talente, woran wenig fehlt; ἑνὸς δέον εἰκοστὸν ἔτος, das zwanzigste Jahr weniger eins, d. i. das neunzehnte. b) das imperson. δεῖ, conj. δέῃ, auch δῇ, es bedarf, ist nötig; bes. von Schicksalbestimmungen, οὐ γὰρ ἔδει Ναξίους ἀπολέσϑαι, sie sollten nicht untergehen. Ohne Inf., εἴ τι δέοι u. ἐἀν τι δέῃ, wenn es nöthig sein sollte. Gew. mit dem gen. der Sache, δεῖ τινος, es bedarf einer Sache, es ist etwas nötig, es tut Not.. 2) Deponens: perf. δεδέημαι; nötig haben, bedürfen, entbehren. Dah. = begehren, wünschen
  • δἡ
    eine Partikel, welche dazu dient, Begriffe hervorzuheben. Da es den hervorgehobenen Begriff nicht selten als eine offenbare, nicht abzuleugnende Tatsache hinstellen will, so kann man es in solchen Fällen zuweilen durch »augenscheinlich«, »offenbar«, » gewiß« übersetzen; zuweilen auch durch »allerdings«, »ja«, »also«, »nun«, »eben«, »grade«, »schon«. In der Regel steht δή unmittelbar hinter dem Worte, welches durch dasselbe hervorgehoben werden soll; doch schließt es sich auch gern an μέν, δέ, τέ, καί, γάρ, γέ, ῥά und ähnliche Wörtchen; auch μὴ δή ist nicht selten. Häufig erscheint δή. a) temporell: jetzt eben, schon; δὴ γάρ, denn schon; δή ποτε, schon einmal; δὴ τότε, da nun; οἶσϑα δὴ τὸ πᾶν, nun weißt du alles; πάλαι δή, schon lange; auch = so gleich, unverzüglich, von der unmittelbaren Zukunft; u. allein δή, so eben, von dem unmittelbar Vergangenen. b) auf das Vorhergehende zurückweisend, zuweilen zur Einführung des Nachsatzes, auch nach εἰ, ἐπεί, u. oft zur Fortsetzung der durch Zwischensätze unterbrochenen Rede: nun, kurz, sofort. So auch μὲν δή, wodurch die Sache als abgemacht hingestellt wird. So steht es oft in der Frage, τοῠ δὴ ἕνεκα ταῦτα λέγω; weswegen denn nun?; zum Ausdruck des Unwillens u. bei Aufforderungen; ἄγε δή, εἶα δή, ἴϑι δή, wohlan. c) determinativ, den Grad od. das Maß eines Wortes zu bestimmen: gerade nur, gar, vollends; bes. 1) nach pronom.; bei personal., um im guten Sinne od. verächtlich die Person hervorzuheben; bes. oft bei demonstr.; τούτου δὴ ἕνεκα, gerade deswegen; οἷος δὴ σύ, sowie eben du; οὗ δὴ ἕνεκα, weswegen eben; ὅστις δή steigert die Unbestimmtheit: wer es anch sein mag; δή τις; ἄλλοι δή, wer sie auch sein mögen; πολὺ δή τι, ich weiß nicht wie viel. 2) bei adjectivis, ebenso steigernd, πολύς, πᾶς, μέγας, u. bes. bei superl., ἠμφιεσμένων ϑαυμαστὰ δὴ ὅσα, wer weiß wie sehr. 3) bei verbis, allerdings, bekräftigend; Ausdruck des Gewissen u. Tatsächlichen: ἦ δή, ἦ μάλα δή, - οὐ δή, μὴ δή, nur ja nicht; ἴνα δή, damit gerade eben
  • δῆγμα
    τό, der Biss
  • δηγματίζω
    reizen, roh machen
  • δηγμός
    ὁ, das Beißen, bes. Leibschmerzen; übertr., δηγμὸν ἔχειν, φέρειν τινί, j-n verletzen
  • δηθά
    p., lange Zeit; οὐ μετὰ δηϑά, nicht lange hernach
  • δῆθεν
    auch δῆθε
    verstärktes δή; 1) nämlich, freilich; προςποίησιν ἀληϑείας ἔχει, δύναμιν δὲ ψεύδους, d. h. die Sache ist nicht so wie sie scheint; οἵμιν ἠϑέλησαν ἀπολέσαι δῆϑεν, die ihn, wie er nämlich vorgab, hätten töten wollen; gew. mit ironischem Ausdruck
  • δηθύνω
    lange verweilen, zögern, zaudern
  • δηϊ-ἀλωτος
    kriegsgefangen
  • δήιος
    feindlich, mörderisch; Grundbdtg wohl = brennend
  • δηιοτής
    ῆτος, ἡ, Krieg, Schlacht, Kampf; Schlachtfeld; Todesnot; Skylla habe die ihm geraubten Männer verzehrt χεῖρας ἐμοὶ ὀρέγοντας ἐν αἰνῇ δηιοτῆτι
  • δηιόω
    transit. = feindlich behandeln, bekämpfen, töten, niederhauen, zerhauen, zerreißen, zermalmen, verwüsten, intransit. = kämpfen. Öfters transitiv, vom Waffenkampfe der Heroen in der Schlacht; χαλκῷ δηιόωντες, die erzbeschlagenen, die Ebene zerstampfenden Füße der Pferde; bes. = Länder verwüsten
  • δηΐς
    ίδος, ἡ, = δαΐς, Schlacht
  • δηκτήριος
    beißend, verletzend
  • δήκτης
    ὁ, beißend, verletzend
  • δηκτικός
    beißend, bissig; scharf, reizend; von Speisen; übertr., kränkend, scharf
  • δηλα-δή
    natürlich, versteht sich, allerdings, oft ironisch
  • δηλέομαι
    zu Grunde richten, töten, vernichten, zerstören, beschädigen, verletzen, verwunden, plündern, rauben; absolut, = Schaden anrichten, schaden, schädlich sein; πρότεροι ὑπὲρ ὅρκια δηλήσαντο, über den Eid hinaus, d. h. gegen den Eid; οὐδέ ποτ' ἐν Φϑίῃ καρπὸν ἐδηλήσαντο, die Feldfrucht verwüsten
  • δηλήεις
    εσσα, εν, schädlich
  • δήλημα
    τό, das Verderben; der Verderber
  • δηλήμων
    ον, Schaden stiftend, verderblich, substantivisch = der Verderber
  • δήλησις
    ἡ, das Beschädigen, der Schaden
  • δηλητήρ
    ῆρος, ὁ, Verderber, Unheilstifter
  • δηλητήριος
    ον, schädlich
  • δηλητηρι-ώδης
    ες, schädlich, giftig
  • δηλον-ότι
    d. i. δῆλον ὅτι, = δηλαδή, offenbar, versteht sich, allerdings; wie bei Gramm. oft die Erklärung einführend: das ist, das heißt, nämlich
  • δηλο-ποιέω
    kund machen
  • δῆλος
    einleuchtend, offenbar; Latein. dies, sub divo, deus, divus; Sanskrit. divjami glänzen, div das Leuchten, der Himmel, divjas himmlisch, divam der Tag, dêvas der Gott; Litthauisch devas der Gott; Altnord. tîvar Götter; Althochdeutsch Zio
  • δηλο-φανής
    ές, sichtbar erscheinend
  • δηλόω
    1) offenbaren, kund, klar machen; δηλοῖς ὥς τι σημανῶν νέον, du zeigst, daß du etwas Neues verkündigen willst. 2) intrans., δηλοῖ, es zeigt sich, erhellt, ist klar
  • δήλωμα
    τό, Erklärung, Kundmachung
  • δήλωσις
    ἡ, das Offenbaren, Erklären
  • δηλωτικός
    zum Erklären gehörig, geschickt erklärend
  • δημ-αγωγέω
    1) das Volk leiten; gew. im schlechten Sinne, durch Redekünste u. Schmeicheleien das Volk gewinnen u. willkürlich leiten, den Demagogen spielen. 2) beim Volk angenehm, populär machen
  • δημ-αγωγία
    ἡ, die Leitung des Volks; bes. Lenkung des Volks durch verführerische Redekünste, Gewinnung der Volksgunst
  • δημ-αγωγικός
    ή, όν, nach Art u. Weise der Demagogen
  • δημ-αγωγός
    ὁ, Volksführer, -leiter, Ratgeber des Volks; im guten Sinne; von Kleons Zeiten an aber im schlechten Sinne, der sich durch Schmeicheleien u. andere unwürdige Künste die Gunst des Volkes zu erwerben u. dieses für seine eigennützigen Zwecke zu benutzen weiß
  • δημ-αίτητος
    vom Volke gefordert
  • δημ-άρᾱτος
    vom Volke erfleht
  • δημ-αρχέω
    ein Demarch sein; bei den Römern: Volkstribun sein
  • δημ-αρχία
    ἡ, das Amt des Demarchen; das Amt des Volkstribunen
  • δημ-αρχικός
    ή, όν, den Volkstribun betreffend
  • δήμ-αρχος
    ὁ, Beherrscher eines δῆμος, z. B. in Ägypten: Vorsteher eines Distrikts. Bes. 1) in Athen, der Vorsteher eines δῆμος. Er trieb auch die Schulden der einzelnen Bürger an den δῆμος ein, u. pfändete aus. 2) in Rom: Volkstribun
  • δημ-ελέητος
    vom Volke bemitleidet
  • δημ-εραστέω
    das Volk lieben
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