031 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • ἀν-έστιος
    ohne eigenen Heerd, u. darum die Heiligkeit desselben nicht anerkennend; ohne Heimat, flüchtig umherirrend
  • ἀν-εστραμμένως
    umgekehrt, verkehrt
  • ἀν-ετάζω
    genau erforschen, untersuchen
  • ἀν-έταιρος
    ohne Gefährten
  • ἀν-ετεροίωτος
    unverändert, unveränderlich
  • ἀν-ετικός
    nachlassend
  • ἀν-έτοιμος
    nicht bereit; nicht gerüstet
  • ἄν-ετος
    1) nachgelassen, schlaff (ursprünglich vom Bogen); das aufgelöste flatternde Haar schüttelnd 2) ausgelassen, frech 3) freigelassen, einer Gottheit geweiht; (von Tieren) arbeitsfrei
  • ἀν-ετυμο-λόγητος u. ἀν-έτυμος
    ohne sichere Etymologie, nicht abzuleiten
  • ἄνευ
    1) ohne (sowohl von Personen als von Sachen) 2) abgesondert, entfernt von 3) außer
  • ἀν-ευάζω
    bacchisch aufjubeln
  • ἀν-ευ-δαιμονύω
    unglücklich sein
  • ἄνευθε
    1) c. gen. = ἄνευ (von Personen u. Sachen) 2) entfernt, fern ab 3) adv., fern ab, bei Seite
  • ἀν-εύ-θετος
    nicht gut angeordnet, nicht wohl angepaßt
  • ἀν-ευθῡνία
    der Zustand des ἀνεύϑυνος, Unumschränktheit
  • ἀν-εύθῡνος
    1) keiner Prüfung unterworfen, nicht rechenschaftspflichtig, unumschränkt 2) der nicht zur Untersuchung gezogen zu werden braucht, unschuldig
  • ἀν-εύθυντος
    nicht gerade gemacht, ungerade
  • ἄν-ευκτος
    1) unerwünscht 2) nicht wünschend
  • ἀν-ευ-λαβής
    1) unvorsichtig 2) nicht furchtsam, die Götter nicht fürchtend, gottlos
  • ἀν-εύρεσις
    das Auffinden, Entdecken
  • ἀν-εύρετος
    nicht aufzufinden
  • ἀν-εύρημα
    Erfindung
  • ἀν-ευρίσκω
    auffinden, ausfindig machen, ermitteln
  • ἄ-νευρος
    ohne Sehnen; schlaff
  • ἀν-ευρύνω
    erweitern; öffnen
  • ἀν-εύρυσμα u. ἀν-ευρυσμός
    die Erweiterung; Schlagadergeschwulst
  • ἀν-ευ-φημέω
    laut den Ruf εὐφήμει erheben, was in der Regel bei traurigen Veranlassungen stattfindet; dah. für aufjammern, ein Klagegeschrei erheben
  • ἀν-εύ-φραντος
    unerfreulich
  • ἀν-εύχομαι
    wieder bitten, seine Bitte zurücknehmen
  • ἀν-εφ-άλλομαι
    auf etwas losspringen, aufspringen
  • ἀν-έφ-απτος
    nicht anzurühren; wer nicht als Sklav fortgeführt werden darf
  • ἀν-εφ-έλκω
    zurückziehen
  • ἀ-νέφελος
    unbewölkt, wolkenleer; übertr. unverhüllt, offen
  • ἄν-εφθος
    ungekocht
  • ἀν-έφ-ικτος
    unerreichbar, unmöglich
  • ἀν-εχ-έγ-γυος
    unverbürgt
  • ἀν-έχω
    1) in die Höhe halten, emporstrecken 2) zurück-, aufhalten 3) intrans., hervorragen; hervorkommen; hervortauchen; (von einem Lande) sich erstrecken, z. B. das Vorgebirge erstreckt sich ins Meer; aufhören; beharren; sich aufrecht erhalten (von einem Verwundeten); sich wach erhalten; aushalten, ertragen; sich zurückhalten, sich mäßigen; gastlich aufnehmen; aneinanderhalten, zusammenhangen; emporhalten
  • ἀν-έψανος
    nicht od. schwer zu kochen
  • ἀν-έψητος
    ungekocht, schwer zu kochen
  • ἀνεψιά
    Geschwistertochter
  • ἀνεψιαδέη
    Tochter eines Geschwisterkindes
  • ἀνεψιάδης
    auch ἀνεψιαδοῦς
    Sohn eines Geschwisterkindes
  • ἀνεψιός
    Geschwistersohn; entferntere Blutsverwandte, Vetter
  • ἀνεψιότης
    Vetterschaft
  • ἀν-έψω
    aufkochen
  • ἀν-εῳγότως
    offen, ohne Hehl
  • ἄνεως
    still, stumm, schweigend, ruhig
  • ἄνη
    Vollendung, Erfüllung
  • ἀν-ηβάω
    1) wieder jung werden, sich wieder verjüngen 2) aufwachsen, zur ἥβη gelangen
  • ἀν-ηβητήριος
    wieder verjüngend
  • ἄν-ηβος
    der das mannbare Alter noch nicht erreicht hat, unerwachsen
  • ἀν-ηγεμόνευτος
    ohne Anführer, unbeherrscht
  • ἀν-ηγέομαι
    hererzählen
  • ἀν-ήδομαι
    seine Freude zurücknehmen, sich nicht mehr über etwas freuen
  • ἀν-ήδονος
    ohne Vergnügen, unangenehm, lästig
  • ἀν-ήδυντος u. ἀν-ήδυστος
    ungewürzt, unangenehm
  • ἀνηθ-έλαιον
    Dillöl
  • ἀνήθινος
    von Dill gemacht
  • ἀνηθίτης
    mit Dill abgezogener Wein
  • ἀν-ηθο-ποίητος
    ohne genaue Charakterzeichnung; ohne festen Charakter; unsittlich
  • ἀν-ήκεστος
    unheilbar, heillos; auch mildernder Ausdruck für hingerichtet werden; unerbittlich, hart
  • ἀν-ήκης u. ἀν-ηκίδοτι
    ohne Spitze
  • ἀν-ηκοΐα
    das Nichthören; daß man nichts gehört u. gelernt hat, Unwissenheit
  • ἀν-ήκοος
    1) nicht hörend 2) der nichts gehört, gelernt hat; τὸ ἀνήκοον, der Ungehorsam
  • ἀν-ηκουστέω
    nicht hören, nicht gehorchen
  • ἀν-ηκουστία
    Unfolgsamkeit
  • ἀν-ήκουστος
    nicht zu hören; so schrecklich, daß man es nicht hören kann; nicht gehorchend
  • ἀν-ήκω  hinausgekommen sein, sich hinauserstrecken, anwachsen
  • ἀν-ηλάκατος
    ohne Spindel, des Spinnens unkundig
  • ἀν-ηλεής
    unbarmherzig
  • ἀν-ηλέητος
    unbemitleidet
  • ἀν-ή-λειπτος u. ἀν-ή-λειφος
    ungesalbt, ungeschminkt
  • ἀν-η-λειψία
    das Nichtgesalbtsein, Ungewaschenheit, Unreinlichkeit
  • ἀν-ηλιάζω
    der Sonne aussetzen, sonnen
  • ἀν-ήλικος
    noch nicht mannbar, noch nicht inder ἡλικια
  • ἀν-ήλιος
    ohne Sonne, schattig, dunkel
  • ἀν-ή-λυσις
    das Hinausgehen; die Rückkehr
  • ἀν-ήλωτος
    nicht angenagelt
  • ἀν-ή-μελκτος
    ungemelkt
  • ἀν-ήμερος
    ungezähmt, wild (von Tieren); grausam, roh;  (von Pflanzen) wild wachsend, nicht veredelt
  • ἀν-ημερότης
    die Wildheit, Grausamkeit
  • ἀν-ημερόω
    zähmen; (von wilden Tieren) reinigen
  • ἀν-ήμετος
    der sich nicht erbricht
  • ἀν-ηνεμέω
    windstill sein
  • ἀν-ηνεμία
    die Windstille
  • ἀν-ήνεμος
    ohne das Wehen der Stürme
  • ἀν-ήνιος
    zügellos, frech
  • ἀνήνοθε
    es dringt hervor
  • ἀν-ήνυστος
    unvollendet; eine zu keinem Ende führende, vergebliche Arbeit
  • ἀν-ήνυτος
    unvollendet; unendlich, fortdauernd; vergeblich
  • ἀν-ήνωρ
    unmännlich, feig
  • ἀν-ηπύω
    aufschreien
  • ἀνήρ
    der Mann: 1) im Ggstz des Weibes, γυνή; der freie Mann 2) der Mensch im Ggstz der Götter; im Gegensatz gegen die Kentauren 3) der erwachsene Mann 4) der Mann, mit Nachdruck gesagt, der rechte, tüchtige, tapfere Mann; der Ehrenmann 5) Ehemann, Gatte
  • ἀν-ηρέμητος
    rastlos
  • ἀν-ήρεστος
    ungefällig, mißfällig
  • ἀν-ηρεφής
    unbedeckt
  • ἀν-ήρης
    ungefügt, unvermählt
  • ἀν-ήριθμος
    unzählig
  • ἀν-ὴροσία
    das Nichtpflügen
  • ἀν-ήροτος
    ungepflügt, unbestellt
  • ἀν-ησι-δώρα
    Gaben heraufsendende, hervorwachsen lassende
  • ἄνησον
    Dill
  • ἀν-ήσσητος
    unbesiegt
  • ἄν-ηστις
    nüchtern
  • ἀνήτινος
    von Dill
  • ἀν-ήφαιστος
    ohne Hephästus, d. h. ohne Feuer, πῦρ, Flamme des Unheils
  • ἀν-ηχέω
    ertönen
  • ἀνθ-αιρέομαι
    1) etwas anstatt eines andern wählen; von eigentlicher Wahl in eines andern Stelle 2) j-m etwas streitig machen
  • ἀνθ-αλίσκομαι
    dagegen gefangen werden
  • ἀνθάλωψ
    ein hirschartiges Tier, Antilope
  • ἀνθ-αμιλλάομαι
    wetteifern
  • ἀνθ-άμιλλος
    dagegen wetteifernd, Nebenbuhler
  • ἀνθ-άπτομαι
    etwas anfassen, angreifen; tadeln
  • ἄνθειον
    die Blüte, böotisch
  • ἀνθ-ελιγμός
    Gegenwindung
  • ἀνθ-έλιξ
    der Teil des äußeren Ohres, welcher die Öffnung zur Schnecke (ἕλιξ) enthält
  • ἀνθ-ελκόντως ἔχειν τινί
    j-m widerstreben, eigtl. nach entgegengesetzter Richtung ziehen
  • ἀνθ-έλκω
    dagegen ziehen, so daß man Widerstand gegen einen anderen Zug leistet; um die Wette an sich ziehen
  • ἀνθεμίζομαι γοεδνά
    des Jammers Blüte pflücken, d. h. den höchsten Jammer erdulden
  • ἀνθέμιον
    die Blüte; die Schneckenlinie am Knaufe der ion. Säulen; von den Mosynöken; bunt tätowiert
  • ἀνθεμίς
    die Blume; eine Pflanze, Kamille
  • ἀνθεμο-ειδής
    blumig
  • ἀνθεμόεις
    blumig. blumenreich; die Stadt Pyrasos; auch von Metallarbeiten; wahrscheinlich auf Verzierungen in getriebener Arbeit gehend; von blumiger Weberei
  • ἄνθεμον
    die Blume; die Blüte, das Schönste, Zarteste; von Stickerei; ein Tanz
  • ἀνθεμόῤ-ῥυτον
    aus Blumen quellend, vom Honig
  • ἀνθεμο-υργός
    Blumen verarbeitend; die Biene, die aus Blumen ihren Honig bereitet
  • ἀνθεμ-ώδης
    blumenartig, blumig
  • ἄνθ-εξις
    das Anhalten, ἀλλήλων, gegenseitige Umarmung
  • ἀνθερεών
    das Kinn; Unterkehle; Kehle, Hals; Mund
  • ἀνθερίκη
    der Getreidehalm
  • ἀνθέρικος
    der Getreidehalm; Zwiebelgewächs; der Stengel, bes. des Asphodelos
  • ἀνθερικ-ώδης
    halm-, stengelartig
  • ἀνθέριξ
    die Hachel an der Ähre und die Ähre selbst; Halm, Stengel, z. B. von Asphodelos
  • ἀνθερίσκος
    der Stengel des Asphodelos
  • ἀνθερό-χειλος
    mit blumigen Lippen
  • ἀνθεσι-πότητα
    um Blumen (wie Schmetterlinge) flatternd
  • ἀνθεσί-χρως
    die blumenfarbige
  • ἀνθεστήρια
    das Blumenfest, das große dreitägige Frühlingsfest des Dionysus in Athen, wovon der Monat, an dessen 11) bis 13. Tage es gefeiert wurde, den Namen Anthesterion erhielt
  • ἀνθεστηριών
    der achte athenische Monat, entspricht der letzten Hälfte des Februar und der ersten des März
  • ἀνθ-εστιάω
    dagegen, gegenseitig mit einem Gastmahle bewirten
  • ἀνθεσ-φόρια
    Fest der Anthesphorien, zu Ehren der beim Blumenpflücken geraubten Persephone in Sizilien gefeiert
  • ἀνθεσ-φόρος
    Blumen tragend; die die Anthesphorien feiernden Frauen
  • ἀνθέω
    hervorsprießen, hervorwachsen (vom hervorkeimenden Barthaar); blühen; den höchsten Punkt erreichen; prangen, glänzen; Überfluß haben, reich sein; bes. vom Ruhm; trans., hervorsprossen lassen
  • ἄνθη
    die Blüte, Blume, das Blühen; das Laub
  • ἀνθ-ηδών
    die Blumenesserin; die Biene
  • ἀνθήεις
    blumig
  • ἀνθήλη
    die Blüte; die Federkrone der Blüte; der haarige Blumenbüschel des Rohrs
  • ἄνθημα
    das Blühen
  • ἀνθήμων
    blühend
  • ἀνθηρο-γραφέω
    einen blumenreichen Stil schreiben
  • ἀνθηρο-ποίκιλος
    buntfarbig
  • ἀνθηρο-πρός-ωπος
    mit blühendem Gesichte
  • ἀνθηρός
    blühend; von frischer, jugendlicher Anmut; von der Rede; bunt, vielfarbig
  • ἀνθηρότης
    die Blüte; blühendes, frisches Wesen
  • ἀνθηρ-ώνυμος
    blumennamig
  • ἄνθησις
    das Blühen
  • ἀνθ-ησσάομαι
    dagegen unterliegen
  • ἀνθ-ησυχάζω
    ebenfalls ruhig sein
  • ἀνθητικός
    Blüten treibend
  • ἀνθίας
    ein Meerfisch
  • ἀνθ-ιερόω
    dagegen heiligen, weihen
  • ἀνθίζω
    mit Blumen schmücken; mit weißem Schmuck der Haare, wahrscheinlicher von dem geschmückten Äußeren zu verstehen; den Stil ausschmücken; Blumen sammeln
  • ἀνθικός
    die Blumen betreffend
  • ἄνθιμος
    blumig
  • ἄνθινος
    blumig, aus Blumen bestehend; der Lotos; von buntfarbigen Kleidern
  • ἀνθ-ιππάζομαι
    entgegen oder gegen einen anreiten
  • ἀνθ-ιππασία
    das Gegeneinanderreiten, ein eigenes Reitermanöver bei Musterungen
  • ἀνθ-ιππεύω ἀλλήλοις
    gegen einander anreiten
  • ἄνθισμα
    Farbenschmuck, Schminke
  • ἀνθ-ίστημι
    entgegenstellen; zum Kampf; sich entgegenstellen, bes. im Kriege Widerstand leisten; kämpfen, verteidigen
  • ἀνθο βάφεια
    das Buntfärben
  • ἀνθο-βαφής
    buntgefärbt
  • ἀνθο-βάφος
    der Buntfärber
  • ἀνθο-βολέω
    Blumen werfen, mit Blumen bestreuen
  • ἀνθο-βόλησις
    das Abfallen der Blüte
  • ἀνθο-βόλος
    mit Blumen werfend
  • ἀνθο-βοσκός
    Blumen nährend
  • ἀνθο-γραφέω
    bunt malen
  • ἀνθο-δίαιτος
    von od. auf Blumen lebend
  • ἄνθ-οδμον
    Blumenduft
  • ἀνθο-δόκος
    Blumen aufnehmend
  • ἀνθο-κάρηνος
    mit Blumen auf dem Haupt
  • ἀνθο-κομέω-  Blumen pflegen
  • ἀνθο-κόμος
    Blumen hegend, tragend
  • ἀνθο-κρατέω
    blumengewaltig sein
  • ἀνθό-κροκος
    mit buntfarbigem Einschlag, bunt durchwirkt
  • ἀνθ-ολκή
    das Entgegenziehen, Gegengewicht
  • ἀνθο-λογέω
    Blumen sammeln; übh. sammeln; für sich von den Blumen sammeln (von den Bienen)
  • ἀνθο-λογία
    das Blumensammeln; Blumenlese, der Name von Sammlungen kleinerer Gedichte, meist Epigramme, deren Namen erkl. Meleagers Einleitungsgedicht zu seiner Blumenlese, wo er einen Kranz von Dichtern, jeden mit einer Blume vergleichend, flicht
  • ἀνθο-λόγιον
    so betitelte Orion seine Blumenlese
  • ἀνθο-λόγος
    Blumen sammelnd
  • ἀνθ-όμοιος
    ganz ähnlich
  • ἀνθ-ομο-λογέομαι
    gegenseitig übereinkommen; frei u. offen gestehen
  • ἀνθ-ομο-λόγησις
    gegenseitige Übereinkunft
  • ἀνθ-ομο-λογία
    das Zugeständnis
  • ἀνθο-νομέω
    Blumen abweiden
  • ἀνθο-νόμος
    Blumen abweidend; blumenreiche Auen
  • ἀνθ-οπλίζω
    dagegen bewaffnen; sich dagegen waffnen
  • ἀνθ-οπλίτης
    der gewaffnete Gegner
  • ἀνθο-ποιός
    Blumen hervorbringend
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